DE895701C - Verfahren und Vorrichtung zur Verwendung von Kohlensaeure als Feuerloeschmittel - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Verwendung von Kohlensaeure als Feuerloeschmittel

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DE895701C
DE895701C DEC1594D DEC0001594D DE895701C DE 895701 C DE895701 C DE 895701C DE C1594 D DEC1594 D DE C1594D DE C0001594 D DEC0001594 D DE C0001594D DE 895701 C DE895701 C DE 895701C
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DE
Germany
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carbonic acid
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carbon dioxide
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liquid
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DEC1594D
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Inventor
Eric Geertz
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Cardox Corp
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Cardox Corp
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • A62C99/0009Methods of extinguishing or preventing the spread of fire by cooling down or suffocating the flames
    • A62C99/0018Methods of extinguishing or preventing the spread of fire by cooling down or suffocating the flames using gases or vapours that do not support combustion, e.g. steam, carbon dioxide
    • A62C99/0027Carbon dioxide extinguishers

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Verwendung von Kohlensäure als Feuerlöschmittel Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verwendung flüssiger Kohlensäure als Feuerlöschmittel.
  • Der Hauptzweck der Erfindung ist, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, um große Mengen, von unter geregelter, dauernd unterhalb der atmosphärischen Temperatur liegender Temperatur und entsprechenden Dampfdrücken stiehende Kohlensäure unter Aufwand geringer Kosten aufzuspe,ichern.
  • Auch bezweckt die, Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verwendung von flüssiger Kohlensäure als Feuerlöschmittel zu schaffen, wobei nach dem neuen Verfahren die Kohlensäure derart vorbereitet wird, daß, wenn die Kohlensäure in die Außenluft gelangt, ein beiträchtlich höherer Prozentsatz an Kohle#nsäureschnee erzeugt wird, als dies bei bekannten, zur Zeit Verwendung findenden Verfahren und Vorrichtungen der Fall ist.
  • Weiter bezweckt die Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verwendung von Kohlensäure als Feuerlöschmittel zu schaffen, bei welchem bzw. welcher eine größere Gewichtsmenge Kohlensäure je Einheit des Behälterinhalts und Gewichts zur Verfügung steht, als bisher möglich war.
  • Schließlich bezweckt die Erfindung noch, eine Feuerlöschvorrichtung zu schaffen, die insbesondere zur Bekämpfung von Benzin-, Öl-, Holz-, elektrischen und Kohlenzechenbränden geeignet ist und durch welche insbesonderei das Auflodern der Flamme: bei Bränden irgendwelcher Art verhindert wird, während es den Feuerbekämpfern möglich ist, näher an sehr heiße Stellen eines Brandes heranzugehen.
  • Die Erfindung besteht in einem Verfahren zur Verwendung von Kohlensäure als Feuerlöschmittel mit dem Kennzeichen, daß ein isolierter Speicherraum großer Aufnahmefähigkeitim mit flüssiger Kohlensäure beschickt wird, die auf eine geregelte, konstante, niedrige Temperatur, zweckmäßig unterhalb o° C, und auf den einer solchen Temperatur entsprechendem, Dampfdruck gekühlt worden ist, wobei die flüssige Kohlensäure während der ganzen Dauer der Aufspeicherung im wesentlichen die Beschickungtstemperatur und den B!eschickungs,druck beibehält und als Flüssigkeit mit der Aufspeicherungstemperatur und unter dem Aufspeiche@rungs= druck zur Brandstelle geleitet wird.
  • Die Erfindung besteht schließlich auch in einer Feuerlöschvorrichtung mit dem Kennzeichen, daß Mittel zum Aufspeichern flüssiger Kohlensäure unter geregelter, konstanter, niedriger Temperatur, vorzugsweise unterhalb o° C, und unter einem dieser niedrigen Temperatur entsprechenden Druck sowie Vorrichtungen vorgesehen sind, um die flüssige Kohlensäure mit der Aufspeicherungstennperatur nach der Verwendungsstelle zu leiten.
  • In der Zeichnung ist schematisch eine Feuerlöschvorrichtung gemäß der Erfindung zur Durchführung des neuen Verfahrens dargestellt.
  • Ein als Beispiel für irgendein Gebäude, in welchem Brände entstehen können, beispielsweise ein Privathaus, ein Mietshaus, ein Bürohaus, eine Garage, eine Werkstatt, eine Fabrik usw., veranschaulichtes Gebäude ist mit 5 bezeichnet. In diesem Gebäude ist ein Raum 6 vorhanden, den der Eigentümer oder Inhaber durch eine Berieselungsvorrichtung 7 mit Auslaßdüsen 8 oder durch eine bewegliche Vorrichtung in Gestalt eines biegsamen Schlauches 9 mit Auslaßdüse io gegen Feuer schützen will.
  • In dem Gebäude 5 befindet sich weiter ein Gegenstand i i, der die Form eines ortsfesten oder beweglichen Einrichtungsstückes oder 'einer Vorrichtung haben und durch eine nicht bewegliche Löschvorrichtung i2 geschützt werden kann. Die Löschvorrichtung 12 kann jede gewünschte, zur Erreichung des angestrebten Zweckes geeignete Form haben.
  • Außerhalb des Gebäudes befindet sich ein Haufen 13 aus brennbarem Stoff, beispielsweise Kohle, Holz, Korn od. dgl. Dieser Haufen 13 kann gegen Feuer durch eine nicht bewegliche Anlage mit Speiseleitung 15 und mit dieser verbundenen Auslaßdüsen 14 oder durch eine bewegliche Vorrichtung geschützt werden, die die Gestalt eines- langen, mit Durchbrechungen versehenen Rohres 16 haben kann, das mit einer biegsamen Zuführleitung 17 in Verbindung steht.
  • Obgleich die, durch die Bezugszeichen 5, 6, 11 und 13 beizeichneben Gegenstände alle möglichen Arten von Gegenständen darstellen sollen, die gegen Feuer geschützt werden sollen, leuchtet- eis ohne weiteres elin, daß die Verwendung des Verfahrens und der Vorrichtung gemäß der Erfindung in keiner Weise auf den Schutz von Gegenständen der veranschaulichten Art beschränkt, werden soll, sondern für alle gegen Feuer zu schützenden Gegenstände Verwendung finden kann. Weiter sollen selbstverständlich das Verfahren und die Vorrichtung nicht auf die besonderen, schematisch dargestellten Formen von Ausströmvorrichtungen beschränkt werden.
  • Im richtigen Abstand von dem verschiedenen Feuerquellen befindet sich ein stark isolierter Behälter 18 großer Aufnahmefähigkeit. Dieser Behälter kann auch aus mehreren, in einem einzigen wärmeisolierenden Gehäuse untergebrachten Teilbehältern bestehen. Der Behälter 18 faßt zweckmäßig mehrere ioo kg flüssiger Kohlensäure und kann, abhängig von der Art des gegen Feuer zu schützenden Gegenstandes, verschiedene i Tonnen Flüssigkeit enthalten. Selbstverständlich können, wenn die Anlage Verwendung findet, um große Mietshäuser, Bürogebäude oder Fabriken zu schützen, auch zwei oder mehr Behälter 18 vorgesehen sein. Der Behälter i8 muß -so, hergestellt werden, daß er einem Betriebsdruck von etwa 35 kg/cm2 oder mehr und insbesondere dem Dampfdruck bei o° C, der 35,35 kg/cm2 absolut beträgt, Widerstand leisten kann. Selbstverständlich können auch Behälter Verwendung finden, die einem höheren Betriebsdruck Widerstand leisten können. Da jedoch die Fähigkeit, größeren Innendrücken Widerstand leisten zu können, nicht wichtig oder wünschenswert ist, ist es nicht empfehlenswert, Behälter zu verwenden, die wesentlich oberhalb von 35 kg/cm2 liegenden Drücken Widerstand leisten können, weil hierdurch die Anlagekosten beträchtlich erhöht werden und dadurch die Anlage einer ihrer wertvollsten Merkmale beraubt wird.
  • Mit dem unteren Teil des Behälters 18 steht eine Rohrleitung i9 in Verbindung, die nach einer leicht zugänglichen Stelle führt und an ihrem Ende mit einer Kupplung 2o versehen ist. Durch letztere kann ein be-#veglicher Behälter, beispielsweise ein Eisenbahn- oder Straßentankfahrzeug, mit dem Beihälter i 8 verbunden werden. Durch das Eisenbahn-oder Straßentankfahrzeug soll flüssige, unter geregelter, konstanter, niedriger Temperatur, zweckmäßig unterhalb o° C, und entsprechendem Dampfdruck stehende Kohlensäure von einer Speis,equelle nach dem Ort der Kupplung 2o gefördert werden. Wenn die flüssige Kohlensäure bei dieser niedrigen Temperatur und dem niedrigen Druck gefördert wird, wird eine große Gewichtsverringerung des Förderbehälters je Tonne Aufnahmefähigkeit erzielt, mit dem Ergebnis, daß die Förderkosten beträchtlich geringer sind, als dies möglich ist, wenn die Kohlensäure unter den schwankenden Temperaturen und- entsprechenden Dampfdrücken gefördert wird, die sich ergeben würden, wenn die Temperatur der zu fördernden flüssigen Kohlensäure mit Temperaturänderungen der umgebenden Außenluft sich ändern könnte. Diese flüssige Kohlensäure niedriger Temperatur wird von dem Förderbehälbar .in irgendeiner geeignetem. Weise oder .durch irgendwie geeignete .Vorrichtungen in den Speicherbehälter i8 geleitet.
  • Nachdem die flüssige Kohlensäure in den Behälter i8 hineingeleitet worden ist, wird sie auf einer geregelten, konstanten, niedrigen Temperatur, zweckmäßig unterhalb o° C, gehalten, und zwar ist dies diejenige Temperatur, mit welcher die flüssige Kohlensäure für gewöhnlich in den Behälter i8 hineingeleitet wird. Infolgedessen kann trotz des niedrigen Betri@qbsdruckes des Behälters i8 dessen Innenraum im wesentlichen mit flüssiger Kohlensäure gefüllt werden. Hierdurch wiederum kann eine bedeutend größere Gewichtsmenge flüssiger Kohlensäure je Einheit des Behältervolumens aufgespeichert werden, als möglich wäre, wenn die Kohlensäure unter atmosphärischer Temperatur aufgespeichert würde. Auch entstehen viel niedrigere Kosten je Einheit des Rauminhalts der Speichervorrichtung.
  • Mit dem Behälter i8 sind zwei verschiedene Vorrichtungen verbunden, um die flüssige Kohlensäure auf ihrer niedrigen Einfüllte@mperatur zu halten. Eine, dieser Vorrichtungen besteht aus einer üblichen Kühlanlage 21, deren Vedampferschlange 22 innerhalb eines mit dem oberen Teil des Behälters i8 in Verbindung stehenden Domes 23 angeordnet ist. Da der Behälter i8 unmöglich gegen das Eindringen jeglicher Wärme isoliert werden kann, wird durch die eindringende Wärme etwas flüssige Kohlensäure verdampft. Das durch die Verdampfung entstehende Gas steigt in dem Behälter hoch und kommt mit der Verdampferschlange 22 in Berührung. Durch die Berührung des Gases mit der Oberfläche der Verdampferschlange wird das Gas kondensiert, und das Kondensat wird durch sein Eigengewicht in das Flüssigkeitsbad zurückgeleitet. Es ist festgestellt worden, daß bei dieser Anordnung eine Verdampferschlange beträchtlich geringerer Oberfläche benutzt werden kann, als dies möglich wäre, wenn die Verdumpferschlange 22 unterhalb der Oberfläche der flüssigen Kohlensäure angeordnet würde. Durch eine derartige Kühlspeicherung kann .eine beliebige Menge Kohlensäure über unbegrenzte, Zeitdauer ohne jeden Gasverlust aufgespeichert werden.
  • Die zweite Vorrichtung, um die flüssige Kohlensäure auf einer Temperatur unterhalb der der umgebenden Luft, d. h. auf derjenigen Temperatur zu halten, mit welcher sie in den Behälter i8 eingefüllt wurde, besteht aus einem Entlastungsventil 24. Letzteres kann beliebiger, bekannter Bauart sein und so eingestellt werden, daß es bei einem vorherbestimmten Dampfdruck sich öffnet, der der Temperatur entspricht, auf welcher die, flüssige Kohlensäure gehalten werden soll.
  • Wenn Wärmg durch diel den Behälter i8 umgebende Isolierung hindurch eindringt, wird ein Teil der Flüssigkeit verdampft, und der Dampfdruck steigt bis auf einen Wert, bei welchem das Ventil 24 zur Wirkung kommt. Sobald das Ventil sich öffnet, strömt Kohlensäure!gas durch das Ventil hindurch in die Außenluft, und dieses Abfließen von Gas nach der Außenluft ist von einer Verdampfung einer gleichen Menge der verbleibenden flüssigen Kohlensäure begleitet. Die Verdampfung wiederum wird von der Wärmeabsorption von der verbleibenden Flüssigkeit begleitet oder ergibt sich aus dieser und hat eine Kühlung dieser Flüssigkeit zur Folge. Durch diese Kühlung wird die Teimperatur der flüssigen Kohlensäure und der entsprechende, Dampfdruck herabgemindert, bis der Druck unterhalb des Betriebsdruckes des Ventils 24 sinkt.
  • Es leuchtet mithin ein, daß auf Kosten des Verlustes eines verhältnismäßig kleinen Bruchteils der aufgespeicherten Flüssigkeit die verbleibende Flüssigkeit auf der gewünschten Speichertemperatur gehalten wird. Der Verlust an Kohlensäure ist nicht übermäßig und kann leicht berechnet werden, da er gleich dem Verhältnis des Wärmeverlustes je Stunde zur latenten Wärme der Kohlensäure bei der aufgespeicherten Temperatur ist. Beispielsweise beträgt bei - i8° C die latente Wärme 68,5 kg Kalorien je Kilogramm. Ein Speicherbehälter für etwa 7,25 t flüssige Kohlensäure, hat eine Wärmedurchdringungsgeschwindigkeit durch die Isolation hindurch von etwa 31o kg Kalorien je Stunde. Der Gasverlust bei der Aufrechterhaltung des niedrigen Druckes in dem Behälter würde mithin ein VerhältL nis von 31o : 68,5 oder etwa 4,54 kg je Stunde betragen. Der Verlust in diesem Fall beträgt etwa 11/2°/o für jede 24 Stunden. -Dieser Verlust ist geringer als der Sublimationsverlust, der für ge" wöhnlich beim Aufspeichern und Fördern festen Kohlendioxyds in Form von trockenem Eis zu verzeichnen ist.
  • Es leuchtet ein, daßf die Kühlanlage 2 i und ihre Kühlschlange 22 - in Verbindung mit dem Entlastungsventil2q. Verwendung finden können, um gleichzeitig verschiedene Arbeitsverfahren zurVerfügung zu haben. Beispielsweise ist es in hohem Maß unerwünscht, ein Entlastungsventil 24 als eine Sicherheitsvorrichtung zu verwenden, die in dem Augenblick des Versagens der Kühlanlage zur Wirkung kommt. Selbstverständlich wird diel Kühlanlage mit irgendeiner Art von Temperatur- oder Druckregelung ausgerüstet, durch weilche sie nur periodisch zur Wirkung kommt, wenn dies notwendig ist, um Wärme von,der in dem Behälter i8 aufgespeicherten Kohlensäure abzuleiten. Diese nicht veranschaulichte, selbsttätige Regelvorrichtung für die Kühlanlage kann so eingestellt werden, daß die Kohlensäure auf einer gewünschten, unterhalb der atmosphärischen Temperatur liegenden Temperatur gehalten wird. Das in Verbindung mit der Kühlanlage arbeitende Entlastungsventil 24 kann so eingestellt werden, daß e s bei einem Druck sich öffnet, der höher isst als der Druck, bei welchem die Kühlanlage zu arbeiten beginnt. Mithin wird beim Versagen der Kühlanlage das Ventil 24 wirksam, um die Kohlensäure als Ergebnis des Abla,ssens von Gas in die, Außenluft zu kühlen.
  • Selbstverständlich können anderes Verfahren der Benutzung eines Entlastungsventils in Verbindung mit einer Kühlanlage Verwendung finden. So kann beispielsweise die Kühlschlange 22 mit einer Kühlanlege verbunden werden, die für andere Zwecke in dem Gebäude Verwendung findet, in welchem sie untergebracht ist. Diese Kühlanlage kann bei minimalen und maximalen Belastungsperioden zur Wirkung kommen. Es kann mithin erwünscht, sein, die Kühlschlange 2'2 zur Wirkung kommen zu lassen, um die Kohlensäure nur während der minimalen Belastungsperiode der Kühlanlage gekühlt zu erhalten. Das Entlastungsventil würde dann einen wesentlichen Zub; hörtoil für die erfolgreiche Wirkung der Feu-erlö@schvorrichtung bilden. Bei jeder Arbeitsweise, bei: welcher ein Entlastungsventil Verwendung findet, durch das wenigstens teilweise die Kohlensäure gekühlt erhalten wird, ruß der Behälter 18 periodisch durch einen Verteiler von Kohlensäure niedriger Temperatur nachgefüllt werden, um ihn richtig mit dem Feuerlöschmittel gefüllt zu erhalten.
  • Geeignete, von Hand gesteuerte Ventile 25 liegen an wichtigen Punkten in den Hauptleitungen oder den Rohrleitungen 26 und 27 der Kühlanlage. Mit Hilfe dieser Ventile kann gewünschtenfalls eine wahlweise Zufuhr des Löschmittels nach den verschiedenen Leitungen der Ausströ@mvorrichbungen erfolgen.
  • Durch zahlreiche Versuche ist festgestellt worden, daß bei einer o° C nicht überschreitenden Temperatur ausströmende Kohlensäure ein bedeutend wirksameres Feuerlöschmittel ist als bei atmosphärischer Temperatur freigegebenes, Kohlensäuregas. Beispielsweise ergibt sich ein viel höherer Prozentsatz von Schnee, wenn die flüssige Kohlensäure bei einer Temperatur unterhalb derjenigen der umgebenden Außenluft freigegeben wird. Theoretisch e rzaugt das bei 21° C freigegebene Kohlensäuregas 291/o Schnee, während das bei - 18' C in die Außenluft strömende flüssige Kohlensäuregas 6o%, Schnee erzeugt. Selbstverständlich ist, je geringer die Ausströmbemperabur der flüssigen Kohlensäure ist, um so größer der Prozentsatz an erzeugtem Schnee. Diese erhöhte Ausbeute an Schnee liefert eine schwerere Decke zum Ersticken des Feuers durch Ausschluß von Sauerstoff, die durch die natürlichen, von dem Feuer aufsteigenden Luftströme nicht verdrängt wird. Die große Ausbeute an Schnee liefert eine größere Menge Löschmittel, welche es zuläßt, daß dieses Mittel mit größerer Geschwindigkeit gegen das Feuer geleitet wird und wirksamer die aufsteigenden Luftströme durchdringt, während außerdem noch dieses Mittel über größere Entfernungen vorgebracht werden kann.
  • Der Schnee sublimiert mit verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit und verlängert mithin die Zeit, in welcher er in wirksamer Weise verhindert, daß Sauerstoff mit den brennenden Gegenständen in Berührung kommt. Dieses Merkmal ist zusammen mit der zur Verfügung stehenden niedrigen Temperatur der flüssigen Kohlensäure zum Kühlen der durch das Feuer erhitzten Teile sehr wirksam zum Verhindern von Wiederentzündungen. Die erhöhte Kühlwirkung, welche die größere Ausbeute an Schnee auf den vom Brand befallenen Stoff hat, ermöglicht es den Feuerbekämpfern, sich näher an die Brandstelle zu begeben. Die Dichte der bei niedriger Temperatur aufgespeicherten Kohlensäure hat im Vergleich zu ihrer Dichte bei Freigabe in die Außenluft eine viel größere Volumenzunahme zur Folge als dies der Fall ist, wenn die Kohlensäure bei atmosphärischer Temperatur aufgespeichert wird. Die Dichte der flüssigen Kohlensäure bei - i8° C beträgt i g/cm3 und bei Ausdehnung in der .Außenluft beträgt ihre Dichte o,002 g/cm3. Be-i dieser niedrigen Temperatur aufgespeicherte Kohlensäure nimmt mithin 5oomal an Volumen zu. Die Ausdehnung einer bei 21° C aufgespeicherten Kohlensäure ist ungefähr nur halb so groß wie die Ausdehnung, die sich ergibt, wenn die Kohlensäure bei - 18° C aufgespeichert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verwendung von Kohlensäure als- Feuerlöschmittel, dadurch gekennzeichnet, daß ein isolierter Speicherraum großer Aufnahmefähigkeit mit auf eine geregelte, konstante, niedrige Temperatur, vorzugsweise unterhalb o° C, gekühlter und auf einem dieser Temperatur entsprechenden Dampfdruck gehaltener flüssiger Kohlensäure gefüllt wird, die Einfülltemperatur und der Einfülldruck dieser flüssigen Kohlensäure im wesentlichen während der ganzen Zeitdauer der Speicherung aufrechterhalten und die Kohlensäure als Flüssigkeit mit der Aufspeicherungsbemperatur und unter dem Aufspeicherungsdruck zur Brandstelle geleitet wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfülldruck und die Einfülltemperatur der aufgespeichertem flüssigen Kohlensäure im wesentlichen dadurch aufrechterhalten werden, daß frei werdende Dämpfe mit der richtigen Geschwindigkeit, kondensiert werden und das Kondensat nach der aufgespeicherten flüssigen Kohlensäure zurückgeleitet wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfülldruck und die Einfülltemperatur der aufgespeicherten flüssigen Kohlensäure im wesentlichen dadurch erhalten bleiben, daß, wenn der Dampfdruck der aufgespeicherten flüssigen Kohlensäure einen vorherbestimten Wert erreicht, eine Teilmenge Gas nach der Außenluft abgeleitet wird, die genügt, um eine Kühlung der verbleibenden flüssigen Kohlensäure zu bewirken. q.. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,@ daß der Speicherraum periodisch nachgefüllt wird, um die durch das: Ableiten von Gas aus diesem Raum verlorengegangena Kohlensäure zu ersetzen. 5. Feuerlöschvorrichtung, gekennzeichnet durch einen Behälter zum Aufspeichern flüssiger Kohlensäure unter geregelter, konstanter, niedriger Temperatur, zweckmäßig unterhalb o° C, und einem einer solchen Temperatur entsprechenden Dampfdruck sowie Vorrichtungen, um die flüssige Kohlensäure nach der Brandstelle mit einer Temperatur zu leiten, die der im Speicherraum herrschenden Temperatur entspricht. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherbehälter aus einem isolierten Behälter mit einem Betriebsdruck besteht, der im wesentlichen unterhalb des Dampfdruckes der Kohlensäure bei atmosphärischer Temperatur liegt. 7. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der isoliert-Speicherbehälter große Aufnahmefähigkeit und einen Betriebsdruck hat, der 35 kg/cm2 absolut nicht übersteigt. B. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch eine zum Kühlen der in dem Behälter aufgespeicherten Kohlensäure dienende Vorrichtung, die das Ansteigen des Dampfdruckes über den Betriebsdruck des Behälters verhindert. g. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, -daß die Kühlvorrichtung aus einer Verdampferschlange einer Kühlanlage besteht und die Verdampferschlange in dem Behälter oberhalb des Spiegels der flüssigen Kohlensäure angeordnet ist. io. Feuerlöschvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlvorrichtung ein Ventil aufweist, welches, wenn der Dampfdruck der aufgespeicherten flüssigen Kohlensäure einen vorherbestimmten Wert erreicht, eine SVerbindung mit der Außenluft herstellt, um eine Teilmenge Gas abströmen zu lassen, die ausreicht, um eine Kühlung .der verbleibenden flüssigen Kohlensäure zu bewirken.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2624307A1 (de) * 1975-06-02 1976-12-09 Kisa Trae Ab Geraet zum verhindern von selbstentzuendung von gelagerten organischen und anorganischen substanzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2624307A1 (de) * 1975-06-02 1976-12-09 Kisa Trae Ab Geraet zum verhindern von selbstentzuendung von gelagerten organischen und anorganischen substanzen

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