DE893260C - Kalander oder Walzwerk, insbesondere Ziehkalander - Google Patents

Kalander oder Walzwerk, insbesondere Ziehkalander

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DE893260C
DE893260C DED9691A DED0009691A DE893260C DE 893260 C DE893260 C DE 893260C DE D9691 A DED9691 A DE D9691A DE D0009691 A DED0009691 A DE D0009691A DE 893260 C DE893260 C DE 893260C
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DE
Germany
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rollers
roller
calenders
gap
pressure
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Expired
Application number
DED9691A
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Devermann
Reinhold Netze
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Individual
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
    • B29C43/22Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor of articles of indefinite length
    • B29C43/24Calendering

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Kalander oder Walzwerk, insbesondere Ziehkalander Die zur Herstellung von Folien, Platten und deren Kaschierung bekannten Ziehkalander für imprägnierte Stoffe, thermoplastische Kunststoffe und Kautschukmischungen arbeiten mit verschiedenen Walzenanordnungen. Der Arbeitsdruck wird z. B. durch Belastung der oberen sowie der unteren Walze oder der vorgelagerten Walzen erzeugt. Blei derartigen Walzenanordnungen beeinflussen die Eigenschaften des zu verarbleitenden Materials, in erster Linie Härte und Zähigkeit, sowie die Größe des eingestellten Walzenspaltes den auftretenden Spaltdruck. Die Größe dieses Spaltdruckes, der über die Walzenlänge verschiedlene Werte iannehmen kann, ist zur Herstellung einer gleichmäßig dicken Folie oder Platte ausschlaggebend, denn er bestimmt Größe und Richtung der Walzendurchbiegung. Ist diese Durchbiegung in ihrer Größenordnung festzustellen, so kann man durch Bombage oder Überkreuzstellen der Walzen die Dicke der Folie oder Platte innerhalb der zulässigen Tolenarlizen halten. Es hat sich jedoch inzwischen ergeben, daß die Mittelwalzen, die zwei Spaltdrücken unterworfen sind, sich durch die wechselnde Größe dieser Spaltdrücke im labilen Gleichgewichtszustand befinden und ständig pendeln. Die Folge dieser Erscheinung ist leine wechselnde Dicke der Folien bzw.
  • Platten in der Breite sowile in der Längsrichtung, da der Arbeitsdruck in den Walzenspalten nicht nach Wunsch zu beeinflussen ist. Um diese Schwierigkeiten zu beheben oder wenigstens zu vermindern, ging man im Laufe der Entwicklung zu der Z-Amordnung der Walzen über. Bei dieser Anordnung liegen sämtliche Walzen und damit deren Zapfen unter einem bestimmten Druck. Somit kann ein Pendeln der Walzen nicht auftreten. Es hat sich jedoch ergeben, daß die Mittelwalzen, die Drücken aus zwei verschiedenen Richtungen unterworfen sind, sich auch dementsprechend in zwei verschiedenen Ebenen durchbiegen. Die Größe des Spaltdruckes zwischen zwei Walzen richtet sich dabei nach der Größe der waagerechten und senkrechten Anstellkräfte. Folien und Platten, deren Dicke in sehr engen Toleranzen liegt, lassen sich auoh auf diese Weise nicht herstellen.
  • Beim Ziehen von Folien hat sich des weiteren herausgestellt, daß der Berührungsbogen, den jede Walze mit der Walze gemeinsam hat, von Einfluß auf die Ziehgenauigkeit ist. Die zu verarbeitenden Materialien sind nämlich durchweg schlechte Wärmeleiter und beeinflussen, je nach der Größe ihres Berührungsbogens, die Walzentemperatur.
  • Bei den bekannten Walzenanordnungen liegt der Berührungsbogen für die einzelnen Walzen unveränderlich fest, und zwar im Bereich zwischen 90 und 180 Winkelgraden. Um eine gleichmäßige Folie zu erzielen, ist es erforderlich, die Temperatur jeder einzelnen Walze konstant zu halten.
  • Dazu müssen für jede Walze genügend empfindliche Regelmöglichkeiten vorhanden sein.
  • Die bei der Walzenbeheizung auftretende Verlustwärme ist maßgebend abhängig von der freien Walzenoberfläche. Bekanntlich ist es sehr schwierig, die Temperaturen der Walzenoberfläche in feinen Toleranzen von # 0,5°C zu regeln, wie dies bei feinen Folien erwünscht ist. Je kleiner, der Berührungsbogen Ides Arbeitsgutes mit den Walzen, um so geringer wird der Einfluß der Walzenoberflächentemperatur auf diesen. Bei größerer freier Walzenoberfläche wird zudem die Erhöhung der Walzentemperatur, die durch die Knetarbei im Walzenspalt entsteht, besser ausgeglichen, und Wärmestauungen werden vermieden.
  • Beim Kaschieren gezogener Folien im Kalander ist es erfahrungsgemäß erforderlich, den Spaltdruck im Kaschierungsspalt dem Material des Trägers und dem Material der Folie anzupassen.
  • Gewöhnlich liegt dieser Spaltdruck wesentlich niedriger als der Druck, der zum Ziehen der Folie notwendig ist. Es ist also möglich, daß sich die oben beschriebenen Mängel auch bei diesem Arbeitsverfahren zeigen.
  • Die beschriebenen Mängel der bisher bekannten Walzenenordnungen lassen sich erfindungsgemäß dadurch lausschalten, daß eine oder mehrere Walzen fest gelagert und die übrigen Walzen sowohl in waagerechter als auch in lotrechter Ebene zu den feststehenden Walzen verstellbar sind. Darüber hinaus wird bei der Vierwalzenanordnung ein Druckaggregat leingespart. Betrachtet man z. B. in Fig. 1 und 2 die Walzen 12 als festliegend und macht die Walzen 10 und 11 sowohl in waagerechter als auch in lotrechter Richtung verstellbar, so ergeben sich bei der dargesltellten Anordnung zwei wesentliche Vorteile: Einmal können die Winkel, die die Verbindungslinien der Walzenmitten miteinander einschließen, verändert werden. Damit ist auch der Berührungsbogen des Materials mit der einzelnen Walze einstellbar. Wesentlich ist, daß Winkel kleiner als 900 zu erreichen sind. Zum zweiten kann auch der Spaltdruck zwischen angedrückter Walze 11 und den Walzen 10 und 12 verändert werden. Die in waagerechter Richtung angedrückte Walze 11 hat eine feste Lage zu den Walzen 10 und I2, da sich die Spaltdrücke zwischen Walzen 11 und 10 sowie zwischen Walzen 11 und 12 mit der waagerechten Druckkraft P im Gleichgewicht befinden. Blei lotrecht übereinanderliegenden Walzen 10 und 12 (Fig. I) werden die Spaltdrücke zwischen den Walzen 10 und 11 bzw. 11 und 12 gleich groß. Durch Veränderung des Walzenstiches 10 bis 12 läßt sich diese Größe einstellen, wenn der Anpreßdruck P konstant bleibt.
  • Bei zusätzlicher waagerechter Verstellung der Walze 10 und lotrechter Verstellung der Walze 11 wird bei gleichem Anpreßdruck P der Spaltdruck zwischen den Walzen 10 und 11, kleiner als der Spaltdruck zwischen den Walzen 10 und 12, wenn die Walze 10 rechts und größer, wenn die Walze 10 links von Ider Mitte der Walze 12 liegt. Damit lassen sich die Spaltdrücke dem Arbeitsgut und der erforderlichen Spaltstärke anpassen.
  • Durch Verstellung der Walze 13 zur festen Walze 12 in der Waagerechten und in der Lotrechten bzw. konzentrisch läßt sich der Berührungsbogen des Materials sowie auch der Spaltdruck ändern. Gleichzeitig gewinnt man durch diese Verstellmöglichkeit Einfluß auf Belastung und Durchbiegung ,der Walze 12.
  • Die im Walzenspalt beim Knetvorgang zusätzlich entstehende Wärme kann hierbei druch die einstellbare Größe der freien Walzenoberfläche durch Strahlung so abgeführt werden, daß eine Beeinflussung der Arbeitstemperatur im Spalt möglich ist. Auch kann durch die einstellbare Größe des Berührungsbogens des Arbeitsgutes mit der Walze ider Einfluß der Walzentemparatur auf das Arbeisgut verändert werden.
  • Die beschriebene Anordnung kann auch so getroffen werden, daß jede beliebige Walze oder auch zwei Walzen festgelagert und die übrigen Walzen in zwei Ebenen oder auch konzentrisch verstellbar sind.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kalander oder Walzwerk mit drei oder mehr Walzen, insbesondere Ziehkalander, für thermoplastische Kunststoffe, Kautschuk oder imprägnierte Stoffe aus Papier, Textilien od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Walzen (12) fest gelagert und die übrigen Walzen (10, 11, 13) sowohl in waagerechter als auch in lootrechter Ebene zu den feststehenden Walzen verstellbar sind.
  2. 2. Kalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Berührungsbogens des zu verarbeitenden Materials mit den Walzen einstellbar ist und kleiner als 90° gehalten werden kann.
  3. 3. Kalander nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Spaltdrücke dreier Walzen durch Verstellung der Andruckwalze in beiden Ebenen unter sich veränderlich sind.
  4. 4. Kalander nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß von drei Walzen nur eine Walze durch äußere Kraft andrückbar ist.
    Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Reissue Nr. 16 384.
DED9691A 1951-07-01 1951-07-01 Kalander oder Walzwerk, insbesondere Ziehkalander Expired DE893260C (de)

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