DE88415C - - Google Patents

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DE88415C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F9/00Making metallic powder or suspensions thereof
    • B22F9/02Making metallic powder or suspensions thereof using physical processes
    • B22F9/04Making metallic powder or suspensions thereof using physical processes starting from solid material, e.g. by crushing, grinding or milling

Landscapes

  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)
  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
gruppe.//../
in NÜRNBERG.
Metallbronze wurde bisher dadurch gewonnen, dafs ganz dünn gewalzte Bleche aus dem betreffenden Metall mit Hämmern zu Blattmetall geschlagen werden, um dann in Pochwerken zu Pulver zerstampft zu werden.
Diese Arbeitsweise ' ist mühsam; indessen haben die bisherigen Vorschläge, auf andere Weise glänzendes Metallpulver zu erzeugen, fehl geschlagen. Die Versuche, das Metall zu zermahlen, gaben infolge der durch den Mahlprocefs entstandenen Verschleifse des Mahlwerkzeuges ein unreines, unscheinbares Product. Vor allem sind die Versuche, galvanische oder chemische Niederschläge zu benutzen, mifsglückt; das Resultat war bisher immer ein schwarzes schwammiges Pulver ohne jeden Glanz.
Das neue Verfahren besteht nun einfach darin, krystallinische Gebilde aus den Metallen in Pulver zu verwandeln.
Es ist hierbei nicht an die gewöhnliche krystallinische Structur eines Metalles gedacht, die fast die Regel für Metalle jeder Art bildet, welche z. B. fast an jeder Bruchstelle von Gufsstücken, Drähten oder Platten auftritt und besonders beim Spiegeleisen deutlich erkennbar ist. Denn bei solchen krystallinischen Gefügen sind die molecularen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Krystallen so grofs, dafs beim Hämmern oder bei anderartiger Bearbeitung die Krystalle theilweise verschwinden, der Zusammenhang des Metalles aber bestehen bleibt.
Bei den Gebilden, welche nach dem vorliegenden Verfahren bearbeitet werden sollen,.
sind dagegen die Krystalle nach ihren krystallinischen Flächen von innigerem Zusammenhang, während sie unter einander locker oder leicht zusammenhängen. Infolge dessen fallen sie^bei Druck aus einander, bewahren aber scharf die krystallinischen Flächen, so dafs sie einem grobkörnigen Gemenge von kleinen Krystallen gleichen.
Wenn man dieses Gemenge zerschlägt und zerstampft, so zerspaltet es sich in zahllose Blättchen von äufserster Feinheit, welche den metallischen Glanz behalten. Derselbe verliert sich auch nicht, wenn diese Blättchen weiter zu Pulver verarbeitet werden.
Ueber das Auftreten der erwähnten Krystalle finden sich Angaben in der Literatur. So schreibt Kiliani (Berg- und Hüttenmännische Zeitung 1885, S. 249 ff.) von. »spröden und schlechten Niederschlagen, die man im Mörser zerstofsen könne,« wenn, freilich die dort erwähnten infolge des Gehaltes von Kupferoxydul zur Darstellung glänzender Bronze nicht geeignet sind.
Ebensowenig eignen sich die in natürlichem Zustande vorkommenden spaltbaren Metalle, wie Antimon, zur Herstellung von glänzendem Metallstaub', sie geben vielmehr nur ein unscheinbares graues Pulver.
In erster Linie ist dabei an, auf elektrochemischem Wege erzeugtes Material gedacht. Dafs man solche in lockerem Zusammenhange stehende krystallinische Gebilde gelegentlich als Auswüchse erhält, ist bekannt. Man beobachtet sie z. B. an den Kupfer-Zink-Elementen, welche
zur Telegraphie dienen. Man erhält sie auch bei elektrolytischen Processen in Bädern bei Anwendung einer Stromdichte, welche höher ist als1 die zur Erzeugung eines festen Niederschlages allgemein übliche, niedriger dagegen als die, welche das Metall schwammförmig ausfällt.
Wenn sowohl krystallinische wie schwammige Massen entstehen würden, so kann man die Bildung der letzteren durch oxydirend wirkende ■Zusätze verhindern.
Der ganze Vorgang beansprucht aufserordentlich viel weniger Mühe und Arbeit als das bisher übliche Verfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, Bronzepulver (glänzenden Metallstaub) dadurch zu erzeugen, dafs man ein Gemenge von auf elektroly'tischem Wege hergestellten krystallinischen Metallmassen, bei welchem die einzelnen innerlich festen Krystalle in lockerem Zusammenhange stehen, herstellt und dies Gemenge zerschlägt, zu,Blättchen zerstampft und weiter zu Pulver verarbeitet.
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