DE8805742U1 - Rohrverbindung - Google Patents
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-
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rohrverbindung für Vortriebsrohre oder dergleichen mit Verbindungselementen an den jeweils freien
Enden der Einzelrohre sowie einem flexiblen Dichtelement zum Abdichten zusammengesetzter Rohre im Verbindungsbereich.
Dem Sanieren von undichten Flüssigkeitsleitungen wie Abwasserkanälen
usw. kommt in jüngster Zeit mehr und mehr Bedeutung zu. Hierzu wurden verschiedene Sanierungsverfahren entwickelt,
wobei der Reparatur verlegter Leitungen mit kurzen Rohrabschnitten - in der Fachsprache "Kurzrohr-Relining" genannt eine
herausragende Bedeutung erlangt hat. Bei diesem Verfahren werden kurze Rohrabschnitte in die defekten Rohrleitungsstränge
ohne Aufgrabungsarbeit über die Kontrollschächte des bestehenden Rohrleitungssystems eingepresst. Da diese Kontrollschächte
jedoch nur begrenzte lichte Abmessungen aufweisen, ist auch die mögliche Einbaulänge der einzelnen Rohrabschnitte
begrenzt. Hier werden relativ kurze Rohrstücke von ca. 1 m Länge eingesetzt.
Für das Einziehen oder Einpressen solcher Rohrleitungsstücke
in die defekten Rohrleitungsstränge sind in der Vergangenheit unterschiedliche Verfahrenstechniken entwickelt worden. So besteht
eine Lösung darin, kurze Rohrstücke einer im Durchmesser
kleineren Rohrleitung in eine bestehende Rohrleitung mit größerem Durchmesser einzuschieben. Die dabei resultierende Querschnittsverengung
des lichten Leitungsdurchmessers ist jedoch in rfon meisten Fällen nicht tragbar. Daher werden Verfahren
bevorzugt, die den bisherigen lichten Querschnitt der verlegten Rohrleitungsstränge erhalten. Bei diesem Verfahren wird
die defekte Rohrleitung durch eine hydraulisch oder mechanisch gesteuerte Vorrichtung zertrümmert und die Bruchstücke nach
außen in den ümgebungsbereich der Rohrleitung gedruckt.
Blatt 2
Dadurch wird es ermöglicht, in den bei der Zertrümmerung der alten Rohrleitungsstränge entstehenden Tunnel ein jeweils kurzes
Rohrstück gleichen Durchmessers nachzuschieben. Hierbei ist es notwendig, daß das eingeschobene Rohr an der Außenseite
möglichst glatt ist, da beim Durchpressen bzw. Einziehen der kurzen Rohrleitungsstücke über den äußeren Umfang vorstehende
wuffenbereiche das Einpressen bzw. Einziehen erschweren bzw.
völlig verhindern würden.
Aus der Fachzeitschrift "Abwassertechnik" Heft 5/1987, Seite 22-24 sind Rohre für die unterirdische gesteuerte Bauweise
nicht begehbarer Querschnitte - DN 250 bis DN 800 - bekannt,
zu denen in dieser Fundstelle einzelne Verbindungsmöglichkeiten
beschrieben sind. Die dort dargestellten Verbindungen sind
axial auf Druck beanspruchbar. Die gezeigten Verbindungsarten sind jedoch nicht längskraftschlüssig, so daß sich ein Einziehen
der Kurzrohrstücke mit solchen Rohrverbindungen nicht vornehmen läßt. Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur
Aufgabe gestellt hat, eine Rohrverbindung für Kurzrohrstücke anzugeben, die sowohl axial auf Druck beanspruchbar ist als
auch die entsprechende Längskraftschlüssigkeit für ein Einziehen miteinander verbundener Kurzrohrabschnitte besitzt. Erfindungsgemäß
wird dazu vorgeschlagen, daß die Rohrwand an wenigstens einem freien Ende spiegelbildlich zum übergreifenden
Muffenende in Teilstufen von übereinstimmender Länge und Tiefe zurückversetzt ist, daß in definiertem Abstand vom freien Ende
des Muffenendes und des Steckendes am inneren Umfang jeweils eine zusätzliche Aufnahmenut zur Bildung einer Aufnahmekammer
für ein von außen über eine Rohrwandöffnung einsetzbares
Sperrelement in die verbleibende Rohrwand eingelassen ist, und daß das Dichtelement zwischen dem freien Ende des Steckendes
und der Anlageschulter des Muffenendes eingesetzt ist.
Blatt 3
Die erfindungsgemäße Rohrverbindung kann an Rohren eingesetzt
werden, die einerseits ein Steckende und andererseits ein Muffenende aufweisen. Die einzelnen Teilstufan sind dabei entweder
am inneren Umfang - Muffenendentei1 - oder am äußeren Umfang
- Steckendenteil - eingelassen. Auf diese Weise läßt sich das Steckende über das Muffenende schieben, wobei die freiliegenden
Flächen der ersten Abstufung aufeinander gleiten und rf i &ogr; 7upitp Ahctiifiinn riip Aufnahmpkammpr für das von außen über
■··· — — — · · — — — — -- — — — — - — ■ ■ j — — — .. — . .._ _.._ _. . . ...
die Rohrwandöffnung einsetzbare Sperrelement bilden.
Wesentlich ist die Tatsache, daß die ersten Teilstufen sowohl am Steckendenteil als auch am Muffenendentei1 in der Stufentiefe
einander entsprechen, so daß beim überstecken der beiden Teilbereiche nach außen wie nach innen ein glatter Muffenübergang
gegeben ist. In der Regel wird hier die erste Teilstufe sowohl am Steckendenteil als auch am Muffenendentei1 spiegelbildlich
versetzt, die halbe Rohrwanddicke betragen.
Als vorteilhaft hat sich herausgestellt, daß beim Anschlag des
freien Endes des Muffenendes an die Anlageschulter des Steckendes die Aufnahmenuten am Umfang deckungsgleich übereinander
liegen. Dadurch wird eine Aufnahmekammer für das von auPen einsetzbare Sperrelement geschaffen, die durch die beiden exakt
übereinanderliegenden Ringnuten des Steckendes und des Muffenendes gebildet wird. Damit kann das von außen über die
Rohrwandöffnung eirioct^bare Sperrelement problemlos über die
tangentiale Rohrwandöffnung in die Aufnahmekammer eingeschoben
werden.
Weiter erscheint es zweckmäßig, daß durch eine Verkürzung der ersten Teilstufe am freien Ende des Steckendes eine Aufnahmenut
für den Dichtring gebildet ist. Um Fertigungstole. a.izen,
Verformungen der Rohrverbindung durch axiale Last oder Biegebeanspruchung aufnehmen zu können, ohne undicht zu werden, ist
eine möglichst qroßvolumige Dichtung erforderlich,
Blatt 4
Hier kann davon ausgegangen werden, daß eine auf Dauerdichtheit ausgelegte Kompressionsdichtung eine Maximalverpressung
von 30 % des ursprünglichen Querschnitts aufnehmen kann, ohne
auf Dauer gesehen durch bleibende Verformung zu versagen. Um eine absolute Dichtheit zu erreichen, ist eine Mindestverpressung
einer Kompressionsdichtung von etwa 10 % notwendig, d.h. es bleibt für die Aufnahme der vorgenannten Toleranzen aus
Fertigung und Verformung etwa 20 % der Dichtringhöhe für eine Verpressung zur Verfügung.
Die notwendige Verpressung des Dichtrings wird durch die Verkürzung
der ersten Teilstufe am freien Ende des Steckendes herbeigeführt. Diese Verkürzung kann so eingestellt werden,
daß beim Anschlag des freien Endes des Muffenendes an der Anlageschulter des Steckendes die Verpressung des zwischen dem
freien Ende des Steckendes und der Anlageschulter des Muffenendes eingesetzten Dichtringes erfolgt.
Da bei diesen Verpressungen der außenliegende Bereich des Dichtrings in den lichten Innenraum der Rohrleitung ausweicht,
erscheint es weiter vorteilhaft, die Dichtung nicht in die Trennfuge zwischen der Anlageschulter des Muffenendes und dem
freien Ende des Steckendes zu legen, sondern im Bereich der Anlageschulter des Muffenendes in Richtung zur Rohrachse eine
Einstecknut für das Dichtelement einzulassen. Diese Nut kann so tief sein, daß Teilbereiche des Dichtelementes nach außen
zum freien Ende des Steckendes ragen. Der überstand soll dabei
so groß sein, daß die Maximalverpressung des Dichtringes von 30 % erfolgen kann, ohne daß das freie Ende des Steckendes die
Anlageschulter des Muffenerides berührt.
Eine weitere Möglichkeit des Einsatzes des Dichtelementes ist dadurch gegeben, daß im Bereich der Anlageschulter des Muffenendes
in radialer Richtung eine Einstecknut für das Dichtelement, in die Rohrwand eingelassen ist.
Blatt 5
Auch hier muli die maximale Verpressbarkeit von 30 % berücksichtigt
werden, bevor das freie Ende des Steckendes die Anlageschulter des Muffenendes erreicht. Vorteilhaft ist bei dieser
Ausführungsart das freie Ende des Steckendes zur Dichtung hin abgeschrägt, so daß eine bessere Verpressung der Dichtung
erfolgen kann.
Die beiden letztgenannten Dichtungsmöglichkeiten bezeichnen eine absolute Lagesicherung des Dichtringes, so daß ein Herausdrücken
oder Herausziehen durch bestimmte Betriebsbedingungen nicht möglich ist. Außerdem ist durch diese Dichtungsart
der zwischen dem Steckenden- und dem Muffenendenteil im zusammengeschobenen
Zustand entstehende Spalt genau definiert und kann entsprechend der zu berücksichtigenden Maximalverpressung
von 30 % des Dichtringes klein gehalten werden.
Die Tiefe der Einstecknut für das Dichtelemsnt kann vorteilhaft
mit der Tiefe der Aufnahmenut für das Sperrelement korrespondieren. Dies bringt herstellungsbezogene Vorteile.
Zweckmäßigerweise sind die zur Bildung der Aufnahmekammer für
das Sperrelement in die Wandungen des Steckendes und des Muffenendes eingelassenen Aufnahmenuten in Rechteckform ausgebildet.
Dementsprechend ist auch das Sperrelement im Querschnitt rechteckig gestaltet, wobei seine Querschnittsabmessungen den
lichten Abmessungen der Aufnahmekammer wenigstens annähernd | entsprechen. Die zur Einführung des Sperrelementes in die Auf- |
nafvmekammer vorgesehene Rohrwandöffnung ist tangential von außen
in die Rohrwand des Muffenendes eingelassen. Sie korrespondiert dabei exakt mit den Abmessungen der Aufnahmenut im
Muffenendentei 1.
Das Sperrelement kann als Einführungshilfe an seinem Einführungsende
wenigstens einseitig eine Anfasung besitzen.
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Blatt 6
An seinem anderen freien Ende ist etwas zurückversetzt, eine Sollbruchstelle eingeformt, die exakt die Stelle bestimmt, an
der nach der Einführung des Sperrelementes in die Aufnahmekammer die angefaste Spitze des Sperrelementes auf das aus der
Rohrwandöffnung noch herausragende andere freie Ende des Sperrelementes trifft. Über die Sollbruchstelle kann dieses
herausragende freie Ende abgebrochen werden, so daß auch im Bereich der Rohrwandöffnung keine störenden Überstände gegeben
sind.
Mit der erfindungsgemäßen Rohrverbindung wird eine Verbindungsmöglichkeit
ci.eschaffen, bei der weder an der Rohraußenseite noch am Innendurchmesser eine Erhöhung auftritt. Dieser
Vorteil kann erzielt werden, wenn erfindungsgemäß das eine Röhrend-·1 als Steckendenteil und das andere Rohrende als Muffenendenteil
ausgebildet wird. Es können jedoch auch beide Rohrenden als Sterkendenteil geformt werden, wenn z.B. eine
Doppelsteckmuffe die Verbindung zweier solcher Rohrteile übernimmt. Die Verbindung selbst und ihre Möglichkeiten bleiben
dabei die gleichen.
Durch diese Verbindungsmöglichkeit der Erfindung wird also jegliche Vergrößerung des Rohraußendurchmessers im Muffenbereich
vermieden, so daß eine unnötige Einschränkung des lichten Rohrinnenquerschnitts durch einen vergrößerten Muffenaußendurchmesser
vermieden wird.
Durch den glatten, stufenlosen übergang an der Rohraußenseite
von einem Rohr zum nachfolgenden Rohr wird das Einschieben bzw. das Einziehen der Rohre in das zu sanierende Rohr erheblich
erleichtert. Die gleichen Vorteile ergeben sich bei der direkten, grabenlosen Verlegung von Rohrleitungen, z.B. beim
Durchpressen von Rohren durch einen mit unterschiedlichen Verfahren
herstellbaren Erdkanal.
Blatt 7
Wird an der Rohrinnenseite im Bereich der Muffenverbindung der Rohrquerschnitt eingeengt, so entstehen neben Querschnittsverlusttn
und damit erhöhten Druckverlusten bei Freispiegelleitungen zusätzlich in jedem einzelnen Rohrabschnitt Bereiche,
in denen das Wasser nicht abfließen kann, d.h. im Rohrleitungssystem bleibt Wasser stehen. Da solche "Wassersäcke" in
Abwassersystemen unbedingt vermieden werden müssen, bietet die erfindungsgemäße Rohrverbindung auch hier einen erheblichen
Vorteil, denn auch nach innen erfolgt ein stufenloser Übergang von Rohrverbindung zu Rohrverbindung.
Schließlich ist als besonders vorteilhaft herauszustellen, daß die erfindungsgemäße Rohrverbindung sowohl zum Durchdrücken
als auch zum Durchziehen gleichermaßen geeignet ist. Die Verbindung ist geeignet, die beim Durchziehen oder Durchdrücken
entstehenden hohen Zug- oder Druckbelastungen an den Muffenverbindungen
aufzunehmen, da hier das in der Aufnahmekammer unbewegbar festgelegte Sperrelement eine kraftschlüssige Verriegelung
der aneinander festgelegten Rohrabschnitte bewirkt.
Die erfindungsgemäße Rohrverbindung kann im Grundsatz bei Rohren
aus unterschiedlichen Materialien wie thermoplastische
oder duroplastische Kunststoffe, Faserzement, Stanl, Beton aufgewendet werden. Dabei ist die Dimensionierung des Muffensystems
dem Festigkeitsverhalten des jeweiligen Materials anzupassen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Rohrverbindung schematisch dargestellt; es zeigt:
Fig. 1 ein Rohrstück mit teilgeschnittenen Bereichen des Muffenendes
bzw. des Steckendes.
Fig. 2 einen Teilquerschnitt der Rohrverbindung mit in die
Aufnahmekammer eingeschobenem Sperrelement.
Blatt 8
Fig. 3 einen Tei 1 längsschnitt durch eine Rohrverbindung mit
Sperrelement und Dichtring.
Fig. 4 einen Tei 1 längsschnitt gemäß Fig. 3 mit spezieller
Dichtringaufnahme.
Fig. 5 einen Tei1längsschnitt gemäß Fig. 3 mit weiterer spezieller
Dichtringaufnahme.
In Fin 1 i et Hai Rr>hr<;tiirk 1 mit &sfgr;&rgr;&iacgr;&eegr;&rgr;&iacgr;&eegr; Miiffpnpnrient.pil 11
und dem Steckendenteil 12 abgebildet. Das Rohrstück 1 hat eine
Rohrwanddicke 13, in welche am Muf fenendentei 1 11 und air
Steckendenteil 12 die Teilstufen 131, 132, 121, 122 eingelassen sind. Im Muffenendentei 1 11 ist direkt über der Teilstufc
132 und mit dieser fluchtend eine Rohrwandöffnung 14 tangential
von außen in die Rohrwand 13 eingelassen. Die Rohrwandöffnung 14 hat einen vorgegebenen Längsausdehnungsbereich unc
erstreckt sich durch die Rohrwand 3 bis in die durch die Teilstufe 132 geschaffene Aufnahmenut 133.
In Fig. 2 ist die Verbindung zweier Rohre gemäß Fig. 1 in
Teilquerschnitt dargestellt. Der Teilquerschnitt zeigt die Situation,
bei dem das Steckendenteil 12 eines Rohres 1 in das Muffenendentei 1 11 eines nachfolgenden Rohres eingeschober
ist. Dieser Einschiebevorgang ist beendet, wenn die Nut 133 des Muffenendentei Is 11 exakt über der Nut 123 des Steckendenteils
liegt. Die beiden Nutenöffnungen 123, 133 bilden dabei
die Aufnahmekammer 15 für das Sperreiement 2. Das Sperrelement 2 ist von seinen Abmessungen her so gestaltet, daß es ohne
Schwierigkeiten durch die Rohrwandöffnung 14 in die Aufnahmekammer
15 eingeschoben werden kann. Das Sperrelement 2 besitzt an seinem Einführungsende eine Anfasung 21 zur leichteren Einführung
in die Rohrwandöffnung 14 und zur leichteren Durchführung
durch die Aufnahmekammer 15. An seinem entgegengesetzter freien Ende ist zurückversetzt eine Sollbruchstelle 22 eingeformt,
an der der überstand des Sperrelementes 2 abgebrocher wird, nachdem das freie Ende mit seiner Anfasung 21 an den
Sperrelement 2 im Bereich der Rohrwandöffnung 14 wieder anstößt.
• · · · Il
Blatt 9
Fig. 3 zeigt die Einbausituation des Muffenendentei Is 11 des
Rohres 1 und des Steckendenteils 12 des korrespondierenden Rohres 1. Das freie Ende 111 des Muffenendentei1s 11 schließt
in der gezeigten Darstellung an die Aufnahmeschulter 124 des
Steckendenteils 12 an. Die ersten Teilstufen 121 des Steckendenteils
12 und 131 des Muffenendentei1s 11 liegen hierbei exakt
aneinander an. Die Aufnahmenuten 123, 133 bilden die Aufnahmekammer
15 für das Sperrelement 2. welches in der Darstellung in die Aufnahmekammer 15 eingesetzt ist. (vergl. Fig. 2).
Das freie Ende 124 des Steckendenteils 12 ist gegenüber dem
freien Ende 111 des MuffenendenteiIs 11 zurückversetzt dargestellt.
In den dadurch geschaffenen Aufnahmeraum ist das Dichtelement 3 eingesetzt, welches einerseits vom freien Ende
124 des Steckendenteils 12 und andererseits von der Anlageschulter
112 des MuffenendenteiIs 11 unter Spannung gehalten wi rd.
Fig. 4 zeigt im Tei1längsschnitt gemäß Fig. 3 eine spezielle
Aufnahme des Dichtrings 3. Hierzu ist in die Anlageschulter 112 des Muffenendentei Is 11 in axialer Richtung eine Ausnehmung
113 eingelassen, welche radial in der Anlageschulter 112 verläuft. Die Ausnehmung 113 ist derart in die Anlageschulter
112 eingelassen, daß nach innen zum lichten Querschnitt des Rohres 1 ein Restwandbereich 114 stehen bleibt, der stark genug
ist, um die maximale Verpressung des Dichtrings aufzunehmen.
In Fig. 5 schließlich ist eine weitere Möglichkeit der Aufnahme des Dichtrings 3 dargestellt. Hier ist in den Muffenendenteil
11 im Bereich der Anlageschulter 112 in radialer Richtung eine Aufnahmekammer 115 für den Dichtring 3 eingebracht. Die
maximale Tiefe dieser Aufnahmekammer 115 entspricht dabei der maximalen Tiefe der durch die zweite Teilstufe 132 geschaffenen
Tiefe der Ringnut 133. Das freie Ende 124 des Steckendenteils 12 verläuft hierbei in einer zum Dichtrinq 3 gerichteten
Schräge 125.
ItI t
111 t
Il 111
Blatt 10
Durch die Schräge 125 wird einerseits eine Verpressung des Dichtrings 3 in axialer und radialer Richtung erreicht, wobei
zusätzlich die erforderliche Kraft für die Verformung des
Dichtrings 3 reduziert wird. Durch den geringen verbleibenden Spalt 4 zwischen der Anlageschulter 112 des Muffenendentei Is
11 einerseits und dem gegenüberliegenden freien Ende 124 des Steckendentei. 1 s 12 wird ein Austreten des Dichtrings 3 durch
widrige Betriebsbedingungen sicher vermieden. Gleichzeitig wird durch diesen Spalt 4 erreicht, daß die Maximalverpressung
des Dichtrings 3 bei der Kompression aufgefangen werden kann, ohne daß sich die freien Enden 112, 124 berühren.
nsprUche -
Claims (12)
1. Rohrverbindung für Vortriebsrohre oder dergleichen mit Verbindungselementen
an den jeweils freien Enden der Einzelrohre sowie einem flexiblen Dichtelement zum Abdichten zusammengesetzter
Rohre im Verbindungsbereich, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrwand (13) an wenigstens einem
freien Ende (11, 12) spiegelbildlich zum übergreifenden Muffenende in Teilstufen (121, 122, 131, 132) von übereinstimmender
Länge und Tiefe zurückversetzt ist, daß in definiertem Abstand vom freien Ende 111 des Muffenendes 11 und
vom freien Ende 124 des Steckendes 12 am inneren Umfang jeweils eine zusätzliche Aufnahmenut (123, 133) zur Bildung
einer Aufnahmekammer (15) für ein von außen über eine Rohrwandöffnung (14* einsetzbares Sperrelement (2) in die verbleibende
Rohrwand (13) eingelassen ist, und daß das Dichtelement (3) zwischen dem freien Ende (124) des Steckendes
(12) und der Anlageschulter (112) des Muffenendes (11) eingesetzt ist.
2. Rohrverbindung nach Ansprucn 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anschlag des freien Endes (111) des Muffenendes (11)
an die Anlageschuiter (124) des Steckendes (12) die Aufnahmenuten (123, 133) am Umfang deckungsgleich übereinander
1iegen.
3. Rohrverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Verkürzung der ersten Teilstufe (121) am freien
Ende (124) des Steckendes (12) eine Aufnahmeöffnung für den
Dichtring (3) gebildet ist.
4. Rohrverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Anlageschulter (112) des Muffenendes (11) in Richtung
zur Rohrachse eine Einstecknut (113) für das Dichtelement (3) eingelassen iGt.
&phgr; am
* · r * fm t ♦ »
Blatt 2
5. Rohrverbindung nach Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Anlageschulter (112) des Muffenendes (11) in radialer Richtung eine Einstecknut (115)
für das Dichtelement (3) in die Rohrwand (13) eingelassen ist.
6. Rohrverbindung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Einstecknut (115) mit der Tiefe der Atifnahmenut
(133) für das Sperrelement (2) korrespondiert.
7. Rohrverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende (124) des Steckendes (12) über den inneren
Umfang verlaufend eine Wandabschrägung (125) angeordnet ist.
8. Rohrverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zur Bildung der Aufnahmekammer (15) für das Sperrelement (2) in die Wandungen (13) des Muffenendes (11) uüd das
Steckendes (12) eingelassenen Aufnahmenuten (123, 133) Rechteckform aufweifen.
9. Rohrverbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement (2) im Querschnitt entsprechend dem Querschnitt
der Aufnahmekammer (15) gestaltet ist.
10. fcohrverbiiidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zur Einführung des Sperre &Idigr; ententes (2) in die Aufnahmekammer
(15) vorgesehene Rohrwandöffnung (H) tangential von
außen in die Rohrwand (13) des Muffenendes (11) eingelassen ist.
• · I I
Blatt .?
11. Rohrverbindung nach Ansprüchen 1, 8, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrelement (2) an seinem Einführungsende wenigstens einseitig eine Anfasung (21) besitzt.
12. Rohrverbindung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem entgegengesetzten freien Ende des Sperrelementes
(?) 7 &ugr; r iic kverset. ?t pine Sollbruchstelle (22) einaeformt
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805742U DE8805742U1 (de) | 1988-04-30 | 1988-04-30 | Rohrverbindung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE8805742U DE8805742U1 (de) | 1988-04-30 | 1988-04-30 | Rohrverbindung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE8805742U1 true DE8805742U1 (de) | 1988-06-16 |
Family
ID=6823562
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE8805742U Expired DE8805742U1 (de) | 1988-04-30 | 1988-04-30 | Rohrverbindung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8805742U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3844045A1 (de) * | 1988-12-28 | 1990-07-05 | Rehau Ag & Co | Rohrverbindung |
| DE29608706U1 (de) * | 1996-05-14 | 1996-08-08 | Rehau Ag + Co, 95111 Rehau | Rohrverbindung |
| DE102005001993A1 (de) * | 2005-01-15 | 2006-07-27 | Röhrenwerk Kupferdreh Carl Hamm GmbH | Steckmuffenrohrverbindung für insbesondere Steigleitungsrohre |
| WO2018078309A1 (en) * | 2016-10-25 | 2018-05-03 | John Patrick Manning | Pipe joint |
-
1988
- 1988-04-30 DE DE8805742U patent/DE8805742U1/de not_active Expired
Cited By (8)
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