DE874342C - Vielstufiger Sekundaerelektronenvervielfacher - Google Patents

Vielstufiger Sekundaerelektronenvervielfacher

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DE874342C
DE874342C DET2194D DET0002194D DE874342C DE 874342 C DE874342 C DE 874342C DE T2194 D DET2194 D DE T2194D DE T0002194 D DET0002194 D DE T0002194D DE 874342 C DE874342 C DE 874342C
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DE
Germany
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electrodes
impact
multiplier
stages
secondary electron
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Expired
Application number
DET2194D
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English (en)
Inventor
Alfons Dr Kauffeldt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
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Publication date
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Priority to DET2194D priority patent/DE874342C/de
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Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J43/00Secondary-emission tubes; Electron-multiplier tubes
    • H01J43/04Electron multipliers
    • H01J43/06Electrode arrangements
    • H01J43/18Electrode arrangements using essentially more than one dynode

Landscapes

  • Electron Tubes For Measurement (AREA)

Description

  • Vielstufiger Sekundärelektronenvervielfacher Man war bisher bemüht, bei den Elektronenvervielfachern Elektroden mit möglichst großer Sekundäremissionsfähigkeit zu verwenden. Bevorzugt wurden Elektroden mit einer Oberfläche aus Cäsium auf einerSilberoxyd-Silber-Grundlage. Mit derartigen Oberflächen kann man maximal io bis ii Sekundärelektronen pro einfallendes Primärellektron erhalten.
  • Diese hochempfindlichen Elektroden mit komplexer Oberflächehaben aber den großen Nachteil, daß sie auch in anderer Hinsicht sehr empfindlich sind. Es ist außerordentlich schwierig, die einzelnen EleIztroden unter sich gleichförmig herzustellen. Die Sek-undäremissionsf ähigkeit hängt nämlich sehr stark von der Vorbehandlung, vor allem von der Oxydierung und,der Schichtdiche des Cäsiums ab.
  • Ein weiterer und entscheidender Nachteil dieser ,chichten besteht darin, daß sie sehr temperatureinpfiiidlich sind. Das ist nicht so zu verstehen, daß ihre Sekundäremission an sich durch die Temperatur geändert wird. Vielmehr ändert sieh schon bei verhältnismäßig geringen Temperaturen (i5o biS 200' C) die Zusammensetzung der Schicht, und auf diesem Wege kommt eine Temperaturabhängigkeit zustande. Cäsium verdampft nämlich bei diesen Temperaturen schon in nennenswertem Maße, so daß eine Elektrode, die betriebsmäßig auf solche Temperaturen kommt, nach und nach ihre Cäsiumschicht einbüßt und dadurch außerordentlich unempfindlicher wird. Derartige zusammen-,gesetzte Oberflächen sind demnach nur für geringe Leistungen zulässig. Die an sich mit solchen k' Elektronenvervielfachern erzielbarenVerstärkungen ZD lassen sich also nicht voll ausnutzen.
  • Zur Vermeidung unzulässiger Erwärmun- hat man bereits den letzten Prallelektroden eine größere Oberfläche gegeben. Auf diesem Wege gelangt man jedoch bald zu unerträglich großen Elektrodenoberflächen, die nicht nur unbe . quem in einer Röhre unterzubringen sind, sondern auch die Ausbildung der elektrostatischen Beschleunigungs- bzw. magnetischen# Ablenkfelder erschweren.
  • Uni die Endstufen des Vervielfachers thermisch stabil zu gestalten, bestehen bei einem vielstufigen Sekundärelektronenvervielfacher, dessen erste Prallelektrode eine größere spezifische Sekundäreinissionsfähigkeit aufweist, als folgende Stufen gemäß der Erfindung die Anfangsstufen aus nach Art eines Reihenvervielfachers hintereinandergestellten netz- oder gitterförmigen Prallelektroden von hoher Sekundäreinissionsfähigkeit und geringer thermischer Belastbarkeit und ist die letzte dieser Prallelektroden umgeben von den ringscheibenförinig ausgebildeten, um eine die Prallgitterflächen durchsetzende und parallel zur Entladungsrichtung der Anfangsstufen verlaufenden Achse angeordneten, nach'wachsenden Durchmessern aufeinanderfolgenden, undurchbrochenen Pralleleiktroden geringer Sekundäremissionsfähigkeit, jedoch hoher thermischer Belastbatikeit eines die Endstufen bildenden 1#eihenvervielfachers. An Stelle eines Prallgittervervielfachers für die Anfangsstufen kann auch ein Pendelverviellfacher mit zwei einander gegenüberstehenden hochsekundärernissionsfähigen und thermisch wenig belastbaren Prallelektroden' verwendet werden, deren eine vielfach durchbrochen ausgebildet und von ringscheibenförmigen Prallelektroden des die Endstufen darstellenden Reihenvervielfachers umgeben ist. - Dieb Ausgestaltung eines Sekundärelektronenvervielfachers nach der Erfindung hat folgende Vorteile: Zunächst ist dieAktivierung derAnfangsstufen leicht durchzuführen, weildiePrallelektroden der Anfangsstufen in einem verhältnismäßig -kleinen räumlichen Gebiet innerhalb des Elektrodenaufbaus hintereinander angeordnet und daher für einen die Aktivierung bewirkenden Dampfstrom leicht zugänglich sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die höher belasteten Elektroden das v'erhältnismäßig große äußere Raumgebiet des Vervielfachers besetzen und infolgedessen eine größere Oberfläche und eine bessere Möglichkeit zur Ab- strahlung der Verlustv#,ärme bieten. Die bessere Albs-trahlfähigkeit ist um so wichtiger"als idie Prallelektroden der Endstufen ja thermisch hoch belastbar sind.
  • Zur Verbesserung des Verhältnisses von Signalamplitude zu Störamplittide ist es bereits bekannt, der Oberfläche, an derder erste Elektroneniaufprall. erfolgt, einen größeren Sekundäremissionsfaktor zu geben als allen darauffolgenden Oberflächen. Hierbei besteht die erste Oberfläche, aus der üblichen Cäsium-Silber-Schicht, während sämtliche folgenden Elektroden aus reinem Metall bestehen.
  • Bei Verwendung von 112 bis 14 Stufen erreicht man ohne Schwierigkeiten eine j(07fache Vertärkung. Eine solche Verstärkung genügt einereits für fast alle Zwecke und kann andererseits uegen des Störpegels nicht sehr viel weiter geteigert werden. Bei einem 14stufigen Vervielfaoher kann man nun gemäß der Erfindung die ersten 7 oder 8 Stufen mit den hochempfindlichen komplexen Elektroden ausrüsten, während die restlichen Stufen keinmetallelektroden erhalten.
  • In der Abbildung ist das Elektrodensystem eines Ausführungsbeispiels der Erfindung im Querschnitt dargestellt. In einem Rohr2, aus isolierendem Material, am besten aus Glas, sind hintereinander netz- oder gitterartige Prallelektroden il, 1, bis i. angeordnet. Diese Elektroden stellen die Anfangsstufen dar und sind mit Cäsium od. dgl. aktiviert. Sie. erhalten geeignete Spannungen, so daß die bei der Elektrode il eintretenden oder an ihr durch auffallendes Licht erzeugten Primärelektronen zur nächsten Elektrode-12 befördert werden, hier Sekundärelektronen auslösen, die zum nächsten Gitter beschleunigt werden usf., bis am letzten .Gitter i, eine stark vervielfachte Menge.Elektronen gebildet. wird. Es können elektromagnetische oder elektrostatische Mittel in bekannter Weise vorgesehen werden, die die Elektronen jeweils auf die richtige Elektrode fokussieren.
  • Die an der Elektrode i" gebildeten Sekundärelektronen werden nun in Richtung der eingezeichnetenPfeile einerElektrode3, aus einemreinen Metall zugeführt, die dort ausgelösten #ekundärelektronen gehen zu einer weiteren ringförmigen Elektrode 32 usf., bis schließlich die Endelektrode3, erreicht ist. Damit die Elektronen jeweils nur die richtige Elektrode erreichen können, sind ferner in bekannter Weise Schirmelektroden 4, bis 4, vorgesehen, die auf gleichem oder fortschreitend ansteigendem, aber jeweils festem Potential gehalten werden, welches niedriger ist als das Potential der benachbarten Prallelektroden. Diese Reinmetallelektroden können hohe Temperaturen aushalten, so daß mit einer derartigen Anordnung sehr große Endströme verarbeitet werden können, ohne daß eine Schädigung der Elektroden mit der Zeit eintritt.
  • Bei den Elektroden 3 handelt es sich um flache Ringe, bei den Elektroden 4 um hochkant stehende Ringe. Lediglich die Elektrode 4, ist als fache Scheibe ausgebildet.
  • Um die in den Endstufen des Vervielfachers erzeugte Wärme von dem Anfangssystem fernzuhalten, kann man Wärmeschutzschirme od. dgl. vorsehen.
  • Die Schaltung und die Betriebsspannung der einzelnen Elektroden können wie üblich gewählt werden. Da sie allgemein bekamit sind, erübrigt sich hier eine nähere Beschreibung.
  • Die beschriebene Anordnung stellt, wie schon erwähnt, nur eine bevorzugte Ausführungsform dar. Der Erfindungsgedanke läßt sich in mehrfacher anderer Weise verwirklichen. Beispielsweise 1:.ann man in einem normalen Reihenvervielfacher, der in irgendeiner bekannten Weise ausgebildet ist, die Anfangsstufen mit hochempfindlichen, Elektroden ausrüsten, währenddie tndelektroden, die im übrigen in ihrer Form und ihrer Anordnung sich in nichts von den üblichen Ausführungsformen zu unterscheiden brauchen, aus Reinmetall hergestellt werden. Eine weitere vorteilhafte Kombination sei besonders erwähnt. Statt des in der Abbildung dargestellten Reihenvervielfachers als Anfangsstufenteil kann man auch einen sogenannten Pendelvervielfacher benutzen. Das ist ein Vervielfacher mit zwei sich -gegenüberstehenden Prallelektroden, zwischen denen dieElektronen mit Hilfe einesWechselfeldes hin und her beschletini-t werden und jeweils z5 beim Aufprallen auf eine Prallelektrode Sekundärelektronen auslösen.
  • In der normalen Ausführungsform ist bei einem solchen Pendelvervielfacher eine ringförmige Anode zwischen den beiden Platten angeordnet. Diese Anode kann man nun durchbrochen ausbilden und die hier austretenden Elektronen dem nach der Erfindung ausgeführten Endstufenteil, der Prallelektroden aus reinen Metallen aufweist, zuführen. Diese Endstufen bestehen aus einzelnen Ringscheiben, die den Pendelvervielfacher lcoaxial umgeben.
  • Man kann aber auch eine bereits vorgeschlagene Pendelvervielfacheranor#dnung benutzen, bei der eine Prallelektrode gleichzeitig die Anode darstellt. Diese gleichzeiti ' - alsAnode dienendePrallelektrode wird durchbrochen ausgebildet, so daß Elektronen hindurcht#reten können. Ein solcher Pendelvervielfacher kann mit Vorteil an Stelle des in der Ab- bildung dargestellten Prallnetzvervielfachers als Anfangsstufe benutzt werden. Die räumliche Anordnung kann ganz ähnlich sein, und die zugleich als Anode wirken-de Prallelektrode würde sich in der Lage der inder Abbildung dargestellten Elektrode T" befinden.
  • Durch das Zusammenwirken von hochempfindlichen, aber gering belastbaren Elektroden als Anfaligsistufen mit weniger empfindlichen, dafür aber thermisch hoch belastbaren Endstufen erhält man nach der Erfindung einen Vervielfacher, der eine große Gesamtverstärkting bei verhältnismäßig olünstigen Spannungen mit einer großen Ausgangsleistung vereinigt. Bisher mußte man dagegen entweder auf hohe Empfindlichkeit oder auf große Ausgangsleistungen verzichten.
  • t'

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE.-i. Vielstufiger Sekundärelektronenvervielfacher, bei dem die erste Prallelektrode eine größere spezifische Sekundäremissionsfähigkeit aufweist als folgende Stufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfangsstufen aus nach Art eines Reih#envervielf achers hintereinandergestellten netz- oder critterförmigen Prallelektroden (i) von hohe r Se#kundäremissionsfähig'keit und geringer thermischerBelastbarkeit bestehen und daß die letzte dieser Prallelektroden um,-eben ist von den ringscheibenförmig ausgebildeten, um eine die Prallgitterflächen durchsetzende und parallel zur Entladungsrichtung der Anfangsstufen verlaufenden Achse angeordneten, nach wachsenden Durchmessern aufeinanderfolgenden, undurchbrochenen Prallelektroden (3) geringer Sekundäremissionsfähig-1. keit, jedoch hoher thermischer Belastbarkeit eines die Endstufen bildenden Reihenvervielfachers. :2. Abänderung des Vervielfachers nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle eines Prallgittervervielfacbers für die Anfangsstufen ein Pendelvervielfacher mit zwei einander gegenüberstehenden hochsekundäremissionsfähigen und thermisch wenig belastbaren Prallelektroden verwendet ist, deren eine vielfach durchbrochen ausgebildet und von den ringscheibenförmi-en Prallelektroden des die Endstufen darstellenden Reihenvervielfachers umgeben ist. 3. Abänderung des Vervielfachers nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden einander gegenüberstehenden Prallelektroden des Pendelvervielfachers undurchbrochen aus-,gebil#det sind und daß eine den von den Elektronen durchsetzten Raum zwischen den beiden Prallelektroden ringförmig urngebende vielfach durch,broch#ene Beschleunigungselektrode angeordnet ist, die ihrerseits von den die aus " dem Pendelvervielfacher kommenden und sie durchsetzenden Elektronen aufnehmenden, die Endstufen bildenden ringscheibenförmigen Prallelektroden umgeben ist. 4. Sekundärelektronenvervielfacher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die ringscheibenförmigen Prallelektroden der Endstufen in zwei quer zur Entladungsrichtun#g der Anfangsstufen verlaufenden Ebenen gegeneinander versetzt angeordnet sind. 5. Sekundärelektronenvervielfacher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Prallelektroden der Endstufen eine der Führung der Elektronen dienende zylindrische Elektrode (4) angeordnet ist. 6. Sekundärelektronenvervielf acher nach einem der Ansprüche i bis 5 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallelektroden der Anfangsstufen mit Cäsium aktiviert sind. Sekundärelektronenvervielfacher nach einem der Ansprüche i bis 6 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallelektroden der Endstuf en aus reinen Metallen, z., B. Beryllium, bestehen. 8. Sek-undärelektronenvervielfacher nach einem der Ansprüche i bis 7 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den End-und den Anfangsstufen die in den Endstufen erzeugte Wärme von den Anfangsstufen fernhaltende Wärmeschutzschirme vorgesehen sind. Angezogene Druckschriften: Proceedin-s of the Institute of Radio Engineers, VOI :24, Märzu "3 936, Nr. 3, S - 3 51 ff Zeitschr. f. techn. Physik, 1936, N, r. 112, S. 623 ff französische Patentschrift Nr. 817 567; deutsche Patentschrift Nr. 669 545.
DET2194D 1937-09-28 1937-09-28 Vielstufiger Sekundaerelektronenvervielfacher Expired DE874342C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR817567A (fr) * 1936-02-11 1937-09-06 Fernseh Ag Amplificateur à électrons secondaires à plusieurs étages
DE669545C (de) * 1936-01-18 1938-12-29 Fernseh Akt Ges Sekundaerelektronenvervielfacher

Patent Citations (2)

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DE669545C (de) * 1936-01-18 1938-12-29 Fernseh Akt Ges Sekundaerelektronenvervielfacher
FR817567A (fr) * 1936-02-11 1937-09-06 Fernseh Ag Amplificateur à électrons secondaires à plusieurs étages

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