DE8317203U1 - Prandtlsches staurohr fuer instationaere geschwindigkeitsmessung - Google Patents
Prandtlsches staurohr fuer instationaere geschwindigkeitsmessungInfo
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- DE8317203U1 DE8317203U1 DE19838317203 DE8317203U DE8317203U1 DE 8317203 U1 DE8317203 U1 DE 8317203U1 DE 19838317203 DE19838317203 DE 19838317203 DE 8317203 U DE8317203 U DE 8317203U DE 8317203 U1 DE8317203 U1 DE 8317203U1
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Description
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INTERÄTÖM 24.653,3 ι
Internationale AtomreaktdtfbaU GmbH |.
D-5O6O Bergisch Gladbach 1 j
und ä
Kernforschungsanlage Jülich
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Prandtlsches Staurohr für instationäre Geschwindigkeitsmessung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Prandtlsches Staurohr nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs. Staurohre
sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt. Das '·, Funktionsprinzip wird beispielsweise in L. Prandtl, Führer
durch die Strömungslehre, 7. Auflage, Vieweg 1969,
Seite 50, beschrieben. Gemessen wird dabei prinzipiell die Druckdifferenz zwischen dem Druck an der Spitze des
Staurohres und dem an der Seite.
Aus der US-PS 4 065 970 und der US-PS 4 093 993 sowie aus einem Prospekt der Firma "ENDEVCO", San Juan Capistrano,
USA vom Oktober 1979 sind sehr kleine piezoresistive i
Druckwandler bekannt, welche teilweise integrierte Tem- «
peraturkompensationsschaltungen besitzen. I
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein sehr kleines, I
als Sonde einsetzbares Staurohr, bei dem ein Druckwand- *
ler integriert ist und der daher mit den Versorgungs- ί
und Anzeigegeräten nur noch durch elektrische Zulei- %
tungen verbunden ist. Dabei ist einerseits die Miniaturisierung von Bedeutung, andererseits aber auch die
Erhöhung der Meßgenauigkeit durch Verkleinerung der Volumina in dem Staudruckrohr und den Zuleitungen. Das Ge- \
03.04.83 Nw/Pa \
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rät', soll insbesondere für instationäre StrÖmüngsmessungen,
bei denen es auf die genaue Messung schneller Druckdifferenzänderungen
ankommt, geeignet sein. 5
Zur Lösung dieser Aufgäben wird ein Staudruckmesser nach
dem Hauptanspruch vorgeschlagen. Dieser besteht zunächst aus den im Prinzip bekannten Teilen, nämlich einem strömungsgünstig
gebauten, länglichen Körper mit einer öffnung an der Vorderseite und einer oder mehreren Öffnungen
an den Seiten, wobei die Öffnungen mit einer Differenzdruckmeßvorrichtung
in Verbindung stehen. Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird jedoch vorgeschlagen, in
den länglichen Körper einen kleinen Differenzdruckmeßaufnehmer zwischen vorderer öffnung und den Seitenöffnungen
zu integrieren. Diese Maßnahme hat entscheidende Vorteile. Nach dem Stand der Technik wurde bisher die vordere Öffnung
über eine Schlauchleitung mit einem entfernt liegenden Differenzdruckmeßgerät verbunden und ebenso der mit
den seitlichen Öffnungen in Verbindung stehende Gasraum. Die Länge und das Volumen der Leitungen führten dazu, daß
schnelle Strömungsänderungen nicht oder nur ungenau erfaßt werden konnten. Darüberhinaus ist bei der Montage bzw. dem
Einbringen der Sonde die Verlegung von mindestens zwei Druckleitungen schon aus strömungstechnischen Gründen
problematisch. Nach der vorliegenden Erfindung entfallen die Druckleitungen und damit ein großer Teil der bisher
bei der Messung beteiligten Volumina. Außerdem können die Zuleitungen aus sehr feinen elektrischen Leitungen
bestehen, wodurch eine Verwendung des erfindungsgemäßen Staudruckmessers als Sonde möglich wird. Durch die inzwischen
zur Verfügung stehenden außerordentlich kleinen Differenzdruckmeßaufnehmer kann eine erfindungsgemäße
Sonde stark miniaturisiert werden.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der integrierte Differenzdrückmeßaüf^
nehmer ein piezoresistiver Druckaufnehmer istä Piezoresistive
Druckaufnehmer lassei sich in besonders kleinen Ausführungen fertigen Und sind auch für hohe
Frequenzen der Druckschwankungen gut geeignet.
Im Anspruch 3 wird in weiterer Ausgestaltung der Er-1
findung vorgeschlagen, daß der integrierte Differenzdruckmeßaufnehmer mit einer Temperaturkompensationsschaltung
versehen sein soll. Da bei Strömungsmodellen und insbesondere bei transienten Vorgängen die Temperaturen
im System schwanken können, ist es von Vorteil, Differenzdruckmeßaufnehmer mit einer Temperaturkompensationsschaltung
zu verwenden. Solche Geräte sind auch in sehr kleiner Ausführung nach dem Stand der Technik
bekannt.
In spezieller Ausgestaltung der Erfindung wird im Anspruch 4 vorgeschlagen, daß der längliche Körper mit
j einer gestuften Innenlängsbohrung versehen sein soll,
wobei der Bohrungsdurchmesser an der Spitze am geringsten ist, im anschließenden Teilstück dem Außendurchmesser
des Differenzdruckmeßaufnehmers entspricht und
» im hinteren Bereich größer als der Außendurchmesser
des Differenzdruckmeßaufnehmers ist. Diese Ausführung
ermöglicht eine besonders einfache Fertigung eines erfindungsgemäßen
Staudruckmessers, wobei der Differenz-
\ 30 druckmeßaufnehmer leicht eingesetzt werden kann.
In weiterer Ausgestaltung wird im Anspruch 5 vorgeschlagen, daß das Gehäuse an einem Sondenrohr angebracht ist,
wobei die elektrischen Zuleitungen zu dem Differenzdruckmeßaufnehmer
in dem Sondenrohr verlaufen. Diese
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Ausführung ist besonders strömungägünsfcig und ermöglicht
eine problemlose Verlegung der Zuleitung*
In besonderer Ausgestaltung der Erfindung wird im Anspruch
6 vorgeschlagen, daß der Differenzdruckmeßaufnehmer mit den Seiten an seinem vorderen Ende gegen das
Gehäuse abgedichtet ist, z.B. durch Kleben oder mit einem O-Ring. Diese relativ problemlosen Befestigungsarten sor-*
1Ö gen für eine dichte Trennung der Gasräume, zwischen denen der Differenzdruck gemessen wird.
In spezieller Ausgestaltung der Erfindung, insbesondere für sehr schnelle Strömungsänderungen, wird im Anspruch
7 vorgeschlagen, daß die Volumina, die mit dem Differenzdruckmeßaufnehmer in Verbindung stehen und deren Druckdifferenz
d^s Ausgangssignal bestimmt, möglichst klein
sind, wobei Verbindungen zu anschließenden Hohlräumen, soweit nötig, mit einem Klebe- oder Füllmittel abgedichtet
sind. Diese Ausführungsform führt zu extrem schnellen
Reaktionen auf Druckveränderungen und verringert die Trägheit des Meßgerätes.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit seinen erfindungswesentlichen
Teilen ist in der Zeichnung im Längsschnitt dargestellt.
In einem Gehäuse 1 mit einer strömungsgünstig geformten Spitze 2, welche eine Bohrung 3 aufweist, ist ein piezoresistiver
Differenzdruckmeßaufnehmer 6 angeordnet. Vor
seinem einen Druckeingang befindet sich ein kleiner, durch den BohrungsVorgang im Normalfall· konisch geformter
Hohlraum 4. In seinem vorderen Bereich 5 ist der Differenzdruckmeßaufnehmer
6 gegen das Gehäuse 1 abgedichtet, vorzugsweise durch Einkleben oder mit einem O-Ring.
In seiner weiteren Ausdehnung ist der Differenzdruckineßaufriehmer 6 durch
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einen schmalen Spalt 7 vom Gehäuse getrennt. Das Gehäuse
selbst kann aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein. In der Zeichnung setzt sich das Gehäuse nach einer
Verbindungsstelle 9 in einem zweiten Teilstück 8 fort, welches eine oder mehrere Querbohrungen 10 aufweist.
Im hinteren Teil des Gehäuses befindet sich ein kleiner Hohlraxun 11, welcher durch die Bohrungen 10 mit der
Außenumgebung in Verbindung steht. In diesen Hohlraum hinein ragt der zweite Meßeingang 12 des Differenzdruckmeßaufnehmers
6, wobei dieser Eingang 12 als dünnes Röhrchen ausgebildet ist. Die elektrischen Zuleitungen
13 des Differenzdruckmeßaufnehmers 6 verlaufen durch
den Hohlraum 11 und werden hinten aus dem Gehäuse herausgeführt,
wobei die Durchführung abgedichtet ist. Das ganze Meßgerät kann an einem Sondenrohr 14 durch
eine Übergangsstelle 15 befestigt sein, wobei sinnvollerweise dann die elektrischen Zuleitungen 13 im
Inneren des Sondenrohres 14 weitergeführt werden. Bei temperaturkompensierten Differenzdruckmeßaufnehmern,
bei welchen beispielsweise eine kleine Wheatstone1sehe
Brücke integriert ist, müssen unter Umständen vier Zuleitungen verlegt werden. Aber selbst für diesen Fall
ist die Verlegung wesentlich unproblematischer als die bisher verwendete Verlegung von druckführenden Zuleitungen.
Zur Veranschaulichung der erreichbaren Miniaturisierung sei erwähnt, daß solche Staudruckmesser
mit einem Außendurchmesser von ca. 4 mm und einer Länge von 40 - 50 mm gebaut werden können.
Claims (7)
1. Staurohr, bestehend aus einem strömungsgünstig gebauten,
länglichen Körper (1, 8) mit einer Öffnung (3) an der Vorderseite (2) und einer oder mehreren Öffnungen (10)
an den Seiten, wobei die Öffnungen (3, 10) mit einer DifferenzdrucK-Me3vorrichtung
in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß in den länglichen Körper (1, 8) ein kleiner Differenzdruckmeßauf
nehmer (6) zwischen vorderer Öffnung (3) und Seitenöffnungen (10) integriert ist.
25
2. Staurohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der integrierte Differenzdruckmeßaufnehmer (6) ein
piezoresistiver Druckaufnehmer ist.„ 30
3. Staurohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der integrierte Differenzdruckmeßaufnehmer (6) mit
einer Temperaturkompensationsschaltung versehen ist., 35
4. Staurohr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, i
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dadurch gekennzeichnet, daß der längliche Körper (1, 3) mit einer gestuften
Innenlängsbohrung (3, 5, 7) versehen ist, wobei der Bohrungsdurchmesser an der Spitze (3) am geringsten
ist, im anschließenden Teilstück (5) dem Außendurchmesser des Differenzdruckmeßaufnehmers (6) entspricht
und im hinteren Bereich (7) größer als der Außendurchmesser des Differenzdruckmeßaufnehmers (6) ist.,
10
5. Staurohr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (1, 8) an einem Sondenrohr (14) angebracht
ist, wobei die elektrischen Zuleitungen zu dem Dif feirenzdruckmeßauf nehmer (6) in dem Sondenrohr (14)
verlciufen.
6. Staurohr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Differenzdruckmeßaufnehmer (6) mit den Seiten
an seinem vorderen Ende gegen das Gehäuse (1) im Bereich (5) abgedichtet ist.
7. Staurohr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Volumina (3, 4 und 10, 11), die mit dem Differenzdruckmeßauf
nehmer (6} in Verbindung stehen und deren Druckdifferenz das Ausgangssignal bestimmt, möglichst
klein sind, wobei Verbindungen zu anschließenden Hohlräumen, soweit nötig, mit einem Klebe- oder
Füllmittel abgedichtet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838317203 DE8317203U1 (de) | 1983-06-13 | 1983-06-13 | Prandtlsches staurohr fuer instationaere geschwindigkeitsmessung |
| DE19843421515 DE3421515A1 (de) | 1983-06-13 | 1984-06-08 | Prandtlsches staurohr fuer instationaere geschwindigkeitsmessung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838317203 DE8317203U1 (de) | 1983-06-13 | 1983-06-13 | Prandtlsches staurohr fuer instationaere geschwindigkeitsmessung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8317203U1 true DE8317203U1 (de) | 1983-10-20 |
Family
ID=6754200
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19838317203 Expired DE8317203U1 (de) | 1983-06-13 | 1983-06-13 | Prandtlsches staurohr fuer instationaere geschwindigkeitsmessung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8317203U1 (de) |
-
1983
- 1983-06-13 DE DE19838317203 patent/DE8317203U1/de not_active Expired
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