DE817040C - Verfahren und Einrichtung zum Nachweis und zur Ortsermittlung von Geraeusche verursachenden Schaedlingen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Nachweis und zur Ortsermittlung von Geraeusche verursachenden SchaedlingenInfo
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- DE817040C DE817040C DE1949P0040110 DEP0040110D DE817040C DE 817040 C DE817040 C DE 817040C DE 1949P0040110 DE1949P0040110 DE 1949P0040110 DE P0040110 D DEP0040110 D DE P0040110D DE 817040 C DE817040 C DE 817040C
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Description
- Verfahren und Einrichtung zum Nachweis und zur Ortsermittlung von Geräusche verursachenden Schädlingen Schädlinge, wie z. B. Holzwiirmcr oder Holz-)>öcke, die sich in festen Körpern aufhalten und diese innerlich zerfressen, wurden bisher durch die sichtharen Merkmale ihrer Tätigkeit, z. 13. Löcher, i'Iehl, oder Abllorchen der festen Körper mit dem Ohr festgestellt. Der im Gebälk auftretende Hausbock verursacht beispielsweise beim Nagen ein sehr charakteristisches Geräusch, das man ziemlich deutlich mit dem Ohr wahrnehmen kann, wenn man sich in unmittelbarer Nähe der vom Schädling befallenen Stelle des Gebälks befindet. Es war jedoch bei einem großen Dachstuhl schwierig, dieses schwache Geräusch überhaupt erst einmal zu entdecken. AuAerdem konnte man nicht mit völliger Genauigkeit die Stelle angeben, an der sich der Schädling aufhält, um dort beispielsweise eine Bohrung vorzunehmen und den Schädling zu vernichten. 1 nslesondere machte die Ortsermittlung und überhaupt die Feststellung eines solchen Schädlings Schwierigkeiten, wenn der Ort, an dem er gesucht wurde, von starkem Lärm umgeben war; dies ist beispielsweise bei Gebälk von Gehäuden oder sonstigen Holzkonstruktionen der Fall, hei deren Untersuchung der Straßenlärm einen erheblichen Störpegel bildet.
- Gegenstand der Erfindung ist ein neuartiges Verfahren zur Feststellung und Ortsermittlung von Geräusche verursachenden Schädlingen in festen Körpern, wie z. B. Hausböcken, das mit größerer Schnelligkeit, Sicherheit und Genauigkeit, als es bisher möglich war, auch bei störenden Nebengeräuschen den Schädling zu entdecken gestattet; das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, daß mit der Oberfläche des zu untersuchenden Körpers ein oder mehrere beschleunigungsempfindliche elektroakustische Empfänger in Kontakt gebracht werden, deren durch dje aufgenommenen Geräusche hervorgerufene Spannungen verstärkt zur Anzeige gelangen. Die Anzeige erfolgt zweckmäßig akustisch mittels eines Lautsprechers oder Kopfhörers.
- Da zur Feststellung der durch den Hausbock verursachten Geräusche der elektroakustische Schallempfänger nicht in das Medium hineinversenkt werden kann, in dem das Geräusch erzeugt wird, so kann man keine Empfänger nach Art der Wasserschallempfänger verwenden, die auf Schalldruck ansprechen. Die Erfindung geht vielmehr so vor, daß die Geräusche an der Oberfläche des festen -Körpers, z. B. eines Balkens, abgehorcht werden, und zwar ist der elektroakustische Empfänger ein auf Beschleunigungen ansprechender Empfänger nach Art eines Erschütterungsmessers. Man benutzt also beispielsweise ein Biegeschwingungen ausführendes System, vorzugsweise einen bekannten Kristallschwinger, der in einem Gehäuse fest gelagert ist und dessen frei schwingendes Ende mit einer Masse beschwert ist, die allen Erschütterungen des Gehäuses eine gewisse Trägheit entgegensetzt und dadurch elektrische Spannungen hervorruft, die zweckmäßig verstärkt zur Anzeige gebracht werden.
- Eine besondere Ausbildung des Erfindungsgedankens besteht darin, das Horchsystem auf die Frequenzen abzustimmen, die der entsprechende Schädling vorzugsweise erzeugt. Diese Frequenzen sind beim Hausbock etwas höher als die normalen Frequenzen der menschlichen Sprache und liegen vorzugsweise oberhalb 3000 Hz ; es ist daher zweckmäßig, eine Abstimmung auf etwa 4oop bis I2 000 Hz vorzunehmen. Man stimmt entweder den Empfänger oder den Verstärker oder den Lautsprecher auf dieses entsprechende Frequenzband ab; die Wirkung wird noch erhöht, wenn man zwei dieser Elemente oder alle drei auf die besagten Frequenzen abstimmt.
- Eine weitere Ausbildung des Erfindungsgedankens besteht darin, daß der Empfänger mit einer Klemm- bzw. Steckvorrichtung versehen ist, durch die er am zu untersuchenden Körper befestigt werden kann und die zweckmäßigerweise gleichzeitig zur Schalleitung dient.
- Unter Umständen können mehrere Empfänger vorgesehen sein, die durch Schalter wahlweise und abwechselnd an den Verstärker gelegt werden, so daß man sehr schnell durch Vergleich feststellen kann, welcher Empfänger am stärksten erregt wird und sich infolgedessen in der größten Nähe des Schädlings befindet. Man verteilt diese verschiedenen Empfänger auf drei, vier oder mehr Stellen eines zu untersuchenden Balkens und kann sehr schnell die genaue Lage des Schädlings auf diese Weise orten. Bei Verwendung nur eines Empfängers tastet man mit diesem den Körper so lange ab, bis man maximale Erregung im Kopfhörer feststellt.
- Unter Umständen kann neben oder an Stelle der akustischen Anzeige auch eine optische Anzeige angewandt werden, die durch einen Zeiger oder ein sonstiges Schaubild die Stärke der Erregung angibt. Bei Verwendung von mehreren Empfängern, beispielsweise von zweien, erlaubt es die optische Anzeige, beide Empfänger gleichzeitig anzuschließen und mittels an sich bekannter Schaltungen Rückschlüsse auf den Ort der Schallerzeugung zu gestatten. Schaltet man beispielsweise die beiden Empfänger in bekannter Weise sowohl in Summenschaltung als auch in Differenzschaltung, so gibt die Summenschaltung an, ob überhaupt ein Geräusch vorhanden ist, und liefert zugleich den Maßstab, während die Differenzschaltung zeigt, wie groß der relative Abstand der Schallquelle von den beiden Empfängern ist. Sitzt beispielsweise der Schädling in der Mitte zwischen beiden Empfängern, die an den beiden Enden eines Balkens angeordnet werden, so ist die Differenzschaltung stromlos, während die Summenschaltung eine Anzeige macht. Zur Unterstützung kann u. U. gleichzeitig ein Kopfhörer verwendet werden; man kann sodann aus dem unmittelbar aufgenommenen Geräusch feststellen, ob es sich wirklich um den gesuchten Schädling handelt oder ob lediglich Störgeräusche vorhanden sind.
- In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
- I bedeutet das Stück eines Balkens, in dem sich ein Hausbock 2 befindet. 3 ist ein elektroakustischer, auf Erschütterungen, d. h. auf Beschleunigungen ansprechender Empfänger, in dessen Gehäuse eine Nadel 4 befestigt ist. Mit der Nadel 4 wird der Empfänger 3 an dem Balken I befestigt.
- Über einen Verstärker 5 werden die vom Empfänger 3 aufgenommenen Geräusche an einen Kopfhörer 6 weitergegeben.
- PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zum Nachweis und zur Ortsermittlung von Geräusche verursachenden Schädlingen in festen Körpern, beispielsweise Hausböcken in Holz, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Oberfläche des Körpers eine oder mehrere beschleunigungsempfindliche elektroakustische Empfänger in Kontakt gebracht werden, deren durch die aufgenommenen Geräusche hervorgerufene Spannungen verstärkt zur Anzeige gelangen.
Claims (1)
- 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige akustisch mittels Lautsprecher oder Kopfhöhrer erfolgt.3t Einrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker oder Empfänger oder das Wiedergabegerät oder je zwei von ihnen oder alle drei auf das Frequenzband des festzustellenden Geräusches abgestimmt sind.4. Einrichtung nach Anspruch I oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß am Empfänger eine Klemm- oder Steckvorrichtung, z. B. eine Nadel, angeordnet ist, die zur Befestigung des Empfängers am zu untersuchenden Körper, gegebenenfalls gleichzeitig zur Schalleitung dient.5. Einrichtung nach Anspruch I oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Empfänger vorgesehen sind, die wahlweise und abxvechselnd in an sich bekannter Weise an die Wiedergabe- bzw. Anzeigevorrichtung anschließbar sind.6. Einrichtung nach Anspruch I oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, beispielsweise zwei Empfänger vorgesehen sind, die gemeinsam und gleichzeitig an eine Anzeigevorrichtung angeschlossen sind, die beispielsweise einerseits die Summe, andererseits die Differenz der im Empfänger hervorgerufenen Spannungen zur Anzeige des Vorhandenseins und des Ortes benutzt.7. Einrichtung nach Anspruch I oder folgenden, gekennzeichnet durch die kombinierte Anwendung einer akustischen und einer optischen Anzeige.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0040110 DE817040C (de) | 1949-04-17 | 1949-04-17 | Verfahren und Einrichtung zum Nachweis und zur Ortsermittlung von Geraeusche verursachenden Schaedlingen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0040110 DE817040C (de) | 1949-04-17 | 1949-04-17 | Verfahren und Einrichtung zum Nachweis und zur Ortsermittlung von Geraeusche verursachenden Schaedlingen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE817040C true DE817040C (de) | 1951-10-15 |
Family
ID=578748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1949P0040110 Expired DE817040C (de) | 1949-04-17 | 1949-04-17 | Verfahren und Einrichtung zum Nachweis und zur Ortsermittlung von Geraeusche verursachenden Schaedlingen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE817040C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1085794B (de) * | 1955-11-28 | 1960-07-21 | Heinrich Sewerin | Schaltung zum Orten von Koerperschallen |
-
1949
- 1949-04-17 DE DE1949P0040110 patent/DE817040C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1085794B (de) * | 1955-11-28 | 1960-07-21 | Heinrich Sewerin | Schaltung zum Orten von Koerperschallen |
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