DE804591C - Vorrichtung zur Behandlung des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Koerpers - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung des menschlichen, tierischen und pflanzlichen KoerpersInfo
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Description
- Vorrichtung zur Behandlung des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Körpers 1 )er Gegenstand der Erfindung stellt eine NTorrichtung dar, mittels der eine vollkommen neue Art der Körperbehandlung durchgeführt werden kann.
- Während bisher die kranken Stellen mit passage, Wärme, elektrischen Strom, Wasser, Dampf usw. unmittell)ar von außen her oder durch Medikamente von außen oder innen behandelt wurden, werden alle Kranken, gleichviel an welchen Krankheiten sie leiden, immer nur an den Fußsohlen behandelt. Es handelt sich also um eine Universalbehandlungsmethode.
- In den Körper wird durch die Fußsohlen eine ganz bestimtnte feuchte Wärme eingeführt, die vom Körper aufgenommen wird. Ist dieser gesättigt, wird die weiterhin zugeführte Wärme in Form voti Schweiß durch die Poren der Haut aus dem Körper austreten. Führt man nun einige Zeit dem Körper diese feuchte Wärme zu, so entsteht eine gründliche Durchspülung des Körpers durch die Schlacken und schlechte Stoffe aus dem Körper restlos entfernt werden. gicht nur eine Durchspülung des Körpers tritt ein, sondern auch eine intensive Steigerung der Blutzirkulation. Jeder Tropfen Blut muß iiber die Nieren gehen, und auch auf diesem Wege werden Ablagerungen huber die Harnorgane aus dem Körper ausgeschieden.
- Es ist l>ekannt, daß Herzkranke die bisher bekalllltell Schwitzkuren nicht vertragen köiinen oder an Kreislaufstörungen erkrankte Menschen nicht zum Schwitzen kommen. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung können alle Menschen, ob jung oder alt, gesund oder schwer krank, die beschriebene Behandlung ertragen. Jeder Mensch kommt auf leichteste Art zum Schwitzen.
- Es könnte sein, daß bei der Behandlung der Pflanzen Zweifel an der Möglichkeit der Behandlung auf diese Weise entstehen. Man könnte vorhalten, daß die Pflanzen vertrocknen würden, wenn sie dem Unterdruck ausgesetzt würden und nicht ganz naß gemacht werden. Die Pflanzen, die in den Wohnungen stehen, werden auch nicht von außen her naß und gehen doch nicht ein. Sie beziehen ihre Feuchtigkeit aus den Wurzeln, und durch das Austrocknen der Blätter wird der Saft aus den Wurzeln nachgezogen. Genau, wie es der Gegenstand der Erfindung mit den Menschen macht.
- Im gezeichneten Beispiel besteht die Vorrichtung aus einer Unterlage, z. B. einem Brett I, mit dem oben eine Haube halbrundförmig oder entsprechend der Körperform 2 verbunden ist. An oder in der Rückwand 3 der Haube ist ein durch ein Gitter abgeschlossenes Gerät 4 zur Erzeugung feuchter Wärme angestellt oder eingebaut, bei dem das Gitter nur die Größe der Fußsohlen hat. In Höhe der Fußknöchel ist eine Trennwand aus festem oder weichem Material angebracht, die den Zutritt der feuchten Wärme zu den übrigen Körperteilen verhindert. Die gegenüberliegende Stirnwand der Haube 2 ist mit einem luftdichten Stoff 5 fest verhunden. Dieser schlauchartige Stoff 5 endet in einem Bund oder einer Halskrause 5', die derartig gestaltet ist, daß sie vollkommen luftdicht an den Hals des menschlichen Körpers gelegt und geschlossen werden kann. Auch kann der schlauchartige Stoff 5 in einer Gesichtsmaske, ähnlich einer Gasmaske, auslaufen.
- Bei Kopferkrankungen wird der ganze Körper in diesen Raum gelegt und die Atmung mittels einer Gasmaske, deren Schlauch mit der Außenluft verhunden ist, vorgenommen. Sämtliche Teile sind absolut luftdicht miteinander verbunden.
- Um die Durchblutung besser zu gestalten und den Austritt von Schweiß besser und leichter zu bewirken, wird der Raum 2 unter Unterdruck gesetzt. Zu diesem Zwecke befindet sich oben auf der Haube 2 eine Luftpumpe 6 mit Handgriff7. Die Saugleitung 8 der Luftpumpe steht mit einem in die Haube 2 eingeschraubten Saugstutzen 9 in Ver-I>indung, der zweckmäßig außerhalb der Haube 2 einen Unterdruckmeser lo trägt. Durch Betätigung der Saugpumpe wird innerhalb der Haube 2 der jeweils erforderliche Unterdruck hergestellt. Auf welche Weise der Unterdruck hergestellt wird, ist für die Erfindung gleichgültig. Es kann also eine heliebige Luftsaugleitung an die Haube angeschlossen werden.
- Bei dem Gerät 4 handelt es sich um einen ;apparat, der unter Verwendung von Flüssigkeit und elektrischer Beheizung eine bestimmte feuchte Wärme erzeugt. Der den Fußsohlen zugekehrte Teil des Apparates gibt die feuchte Wärme durch eine perforierte Platte (Gitter) 1 1 an die Fußsohlen ab, die mittels eines Regulierschalters jeweils nach Empfinden des Kranken eingestellt werden kann. An Stelle des beschriebenen Apparates kann aber auch jede andere Vorrichtung zur Erzeugung feuchter Wärme dienen.
- Im gezeichneten Beispiel liegt der menschliche Körper auf der Unterlage 1, die natürlich innerhalb und außerhalb der Haube 2 mit Kissen o. dgl. ausgestaltet sein kann. Der Kopf befindet sich innerhalb oder außerhalb der Vorrichtungsteile I, 5.
- Mit den Fußsohlen berührt der Körper das Tuch, das auf der perforierten Platte des Apparates 4 liegt, so daß die feuchte Wärme den Fußsohlen des menschlichen Körpers zugeführt wird.
- Viel Abwandlungen des beschriebenen Ausführungsbeispieles sind möglich. Will man den zum Abdichten erforderlichen Halsbund vermeiden, dann könnte die mit einer Eintrittsöffnung versehene Haube 2 allseitig fest verschlossen sein, so daß sie den ganzen Körper aufnimmt. In diesem Falle wäre dem Menschen eine Nase und Mund dicht umschließende Maske aufzusetzen, die durch eine Schlauchleitung mit der Außenluft in Verbindung steht. Die feuchte Wärmequelle 4 kann auch einen für sich innerhalb der Vorrichtung aufstellbaren Teil bilden. Es kommt also nicht auf die feste Verbindung des Gerätes 4 mit der Haube 2 an.
- Zur Behandlung von pflanzlichen Körpern wird die Vorrichtung derart umgestellt, daß die feuchte Wärme den pflanzlichen Wurzeln zugeführt wird.
- Erwähnt sei noch, daß an die Stelle des Halsbundes 5' auch eine Kopfhaube treten kann, die sich an den biegsamen, luftdichten Stoff 5 anschließt. Diese Kopfhaube liegt um das Gesicht herum am Kopf dicht an, so daß nur gewissermaßen der hintere Teil des Kopfes sich im Unterdruckraum befindet. Die Kopfhaube läßt entweder das Gesicht vorn vollständig frei, so daß das Gesicht mit der Außenluft in Verbindung steht, oder es sind im vorderen Teil der Haube Öffnungen für den Ein- und Austritt der Außenluft vorgesehen.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜcHE: I. Vorrichtung zum Behandeln des menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Körpers, gekennzeichnet durch einen den Körper aufnehmenden, luftdicht abschließbaren, an eine Luftsaugleitung (g) angeschlossenen Raum, Behälter (I bis 5) 0. dgl. in Verbindung mit einer feuchten Wärmequelle (4) oder einer Zuführung feuchter Wärme, die ihre Wärme durch eine perforierte Platte oder Gitter (11) in der Größe der Fußsohlen abgibt, wobei die Atmungsorgane des Körpers mit der Außenluft in Verbindung stehen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die feuchte Wärmequelle (4) in die Wandung (3) eingebaut oder an dieselbe angestellt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Scheidewand (I2) eingebaut ist, die verhindert, daß feuchte Wärme aus dem Gerät (4) in den Unterdruckraum eindringen kann.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) mit biegsamem, luftdichtem Stoff (5) und einem Halsbund (5') zum Anschluß an den Hals des Körpers versehen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der biegsame, luftdichte Stoff (5) in einer Kopfhaube endigt, die um das Gesicht herum am Kopf dicht anliegt, oder in einer Gesichtsmaske, ähnlich einer Gasmaske, wobei die Atmungsorgane mit der Außenluft in Verbindung stehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP54798A DE804591C (de) | 1949-09-14 | 1949-09-14 | Vorrichtung zur Behandlung des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Koerpers |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP54798A DE804591C (de) | 1949-09-14 | 1949-09-14 | Vorrichtung zur Behandlung des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Koerpers |
Publications (1)
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| DE804591C true DE804591C (de) | 1951-04-26 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE804591C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19912611A1 (de) * | 1999-03-22 | 2000-09-28 | Rudolf Weyergans | Verfahren zum Verschließen von Unterdruckkammern |
-
1949
- 1949-09-14 DE DEP54798A patent/DE804591C/de not_active Expired
Cited By (2)
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| DE19912611A1 (de) * | 1999-03-22 | 2000-09-28 | Rudolf Weyergans | Verfahren zum Verschließen von Unterdruckkammern |
| DE19912611C2 (de) * | 1999-03-22 | 2002-11-07 | Rudolf Weyergans | Verfahren zum Verschließen von Unterdruckkammern |
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