DE7808564U1 - Eisenloser stromwandler - Google Patents
Eisenloser stromwandlerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine eisenlose Stromwandleranordnung.
Der zunehmende Einsatz elektronischer Meßeinrichtungen in
der Starkstromtechnik und der Energieversorgung, sowie auch
der Einsatz von Regeleinrichtungen, bei denen große Ströme zu messen sind, hat zu einem großen Bedarf an hochgenauen
Btrorawandlern geführt, die einen großen Meßbereich aufweisen,
ebenso wie geringe Abmessungen und niedriges Gewicht, und die kostengünstig gefertigt werden können.
Herkömmliche Stromwandler, mit Kernen aus ferroraagnetischen
Werkstoffen und mit einer Primär- und einer Sekundärwicklung, gestatten nicht die oben ausgeführten Anforderungen gleichzeitig
zu erfüllen.
Andererseits sind Stromwandler ohne ferromagnetischen Kern,
die als "eisenlose" Stromwandler bezeichnet werden, für den Aufbau von Wandlern mit den geforderten Eigenschaften gxundeätzlich
insofern geeignet, als störende Nichtlinearitäten
aufgrund der Kennwerte ferromagnetischer Werkstoffe, mit
Öem entsprechenden höheren Gewicht^ entfallen. Der bisherigen
Yerwendung in der Starkstrom-Meßtechnik standen jedoch bisher
die folgenden Nachteile entgegen!
(a) Zur Aufrechterhaltung der linearen Abhängigkeit der Sekundärgröße
von der Primärgröße darf ein eisenloser Wandler nicht belastet werden. Da Strorameßwandler
stets eine gewisse Bürdeleistung aufbringen mußten, waren sie in eisenloser Ausführung nicht herstellbar.
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(b) Eisenlose Meßwandler waren bisher höchstens als Strom-
Spannung swandler ausführbar. Dabei wiesen sie jedoch den
erheblichen Nachteil auf, daß die Spannung auf der Sekundärseite um 90° gegen den Strom auf der Priraärseite verschoben
und ferner verzerrt war.
Auch in der Anwendung im Bereich der Energieversorgung sind bisher die bekannten Stromwandleranordnungen den Anforderungen,
insbesondere bei Elektrizitätsmengenzählern oder Kilowattstundenzählern in der Porm einfacher Verrechnungsgeräte nur bedingt
gerecht geworden. Einfache Stromwandleranordnungen, die keinen Kompensations- oder Regelkreis aufweisen und bis zu Strömen
von maximal 100 A einsetzbar sind, nehmen bei der geforderten Linearität, im Stromvariationsbereich im Verhältnis von 1:200,
bereits derart große Abmessungen an, daß ihr Einsatz in den obigen Kilowattstundenzählern nahezu unmöglich ist. Die
bisher bekannten "eisenlosen" Wandler eignen sich wegen der oben angeführten Gründe nicht für den geforderten linearen
Betrieb über den genannten Variationsbereich.
Daher ist es Aufgabe der Erfindung, einen streufeidarmen,
eisenlosen Stromwandler mit stark verringerten Abmessungen und dadurch kompakter Bauform, die kostengünstig herstellbar
ist und die obigen Anforderungen erfüllt, nämlich eine große Linearität über einen weiten Variationsbereich des zu
messenden Stromes, dabei aber auch eine geringe Premdfeldempfindlich
aufweist, zu schaffen.
Der zur Lösung der gestellten Aufgabe vorgeschlagene, erfindungsgemäße
eisenlose Stromwandler ist dadurch gekenn-
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zeichnet, daß die Primärwicklung eines Stromwandlertransformators als eine einzelne Windung auf einem toroidförmigen Spulenkörper
dieses letzteren Transformators ausgeführt ist, während die Sekundärwicklung dieses Transformators gleichförmig
auf demselben Spulenkörper derart aufgebracht ist, daß sich ein möglichst hoher Kopplungsgrad und gleichzeitig damit ein möglichst
geringer Streugrad ergeben, daß zur Erzielung geringer Einspeisungsverluste die Primärwicklung des Kompsnsationstransformators
mit großem Drahtdurchmesser, und die Sekundärwicklung mit verhältnismäßig hoher Windungszahl, jedoch niedrigem Drahtdurchmesser,
ausgeführt und, übereinanderliegend, gleichmäßig auf dem toroidförmigen Spulenkörper derart verteilt sind, daß
sich ein möglichst hoher Kopplungsgrad und gleichzeitig damit ein möglichst geringer Streugrad ergibt, daß der Stromwandlerfcransformator
und der Kompensationstransformator des Stromwandlers mittels einer zwischen ihnen eingefügten, hochpermeabler
Entkopplungsplatte und eines beide Transformatoren umgebenden, hochpermeablen, zylinderförmigen Abschirmbechers mit zugehörigem,
ebenfalls hochpermeablem Abschirmdeckel gegeneinander entkoppelt und gegen äußere Magnetfelder geschützt sind.
Nach einem anderen Merkmal der Erfindung ist zwischen der gleichförmig
über den toroidförmigen Spulenkörper aufgebrachten Primärwicklung und der ebenfalls gleichförmig darüber aufgebrachten
Sekundärwicklung des Kompensationstransformatora eine statische Abschirmung aus einer Metallfolie eingelegt, die mit Massepotential
verbunden ist.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
Somit werden beim Erfindungsgegenstand die eingangs genannten Nachteile beseitigt, dabei werden die Vorteile des eisenlosen
Wandlers vollständig zur Geltung gebracht. Aufgrund der erfindungsgemäßen Kompensation ist der Strommeßwandler gemäß der
Erfindung, ohne ferromagnetischen Kern, ohne Schwierigkeiten
am Ausgang seiner Verstärkerschaltung belastbar und liefert am Ausgangsanschluß dieser Verstärkerschaltung einen Ausgangsstrom,
der praktisch frei von Winkelfehle.^n und Verzerrungen
gegenüber dem zu messenden Strom ist, dabei haben Torroid- oder Ringkernübertrager, wie sie beim Erfindungsgegenstand eingesetzt
werden, selbst beim Fehlen ferromagnetischer Kernwerkstoffe den Vorzug, bei vollständiger Bewicklung und bei übereinander
liegender Primär- und Sekundärwicklung sehr streuungsarm zu sein und damit einen hohen Kopplungsgrad aufzuweisen.
Aufgrund seiner kompakten und leichten Bauweise ist für den erfindungsgemäßen Wandler beispielsweise auch ein Elektrizitätszähler-Isoliergehäuse
nach DIN 43 857, Bl. 2, hinreichend stabil und geräumig, um neben anderen erforderlichen Baugruppen
drei derartige Stromwandler aufzunehmen. Ferner eignen sich erfindungsgemäße Stromwandler auch wegen ihrer niedrigen Herstellungskosten
zum Einsatz in einfachen und preiswerten Elektrizität s-Verrechnungszählern.
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••••-"9 -
In seinem Betriebsverhalten ähnelt der erfindungsgemäße Stromwandler
einem herkömmlichen Stromwandler. Der abnehmbare Ausgangsstrom der erfindungsgemäßen, geregelten Stromwandleranordnung
ist, nach Maßgabe der Wandlerkonstanten k der Gesamtanordnung, dem zu messenden Strom proportional und kann auch
an dem außerhalb der Schaltung selbst angeordneten Meßwiderstand einen für die Messung des Stromes in der Primärwicklung
des Stromwandlertransformators oder bei Elektrizitätszählern zur Messung der Elektrizitätsmenge verwendbaren, entsprechenden
Spannungsabfall erzeugen. Andererseits gestattet die Wandleranordnung aber auch, den Ausgangsstrom selbst einem Meßwerk
eines Instrumentes beispielsweise zuzuführen, wobei dieser Strom dann zuui Macsepotential hin zurückfließen muß. Dabei
wird die für Meßzwecke, insbesondere bei elektromechanischen Meßwerken oder Schreibern erforderliche Leistung durch die
zu dem erfindungsgemäßen Wandler gehörende Verstärkerschaltung aufgebracht.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung folgen aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
und anhand der beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Explosionsdarstellung des Stromwandlers mit seinen wesentlichen Bestandteilen
und
Fig. 2 das Schaltbild für den Stromwandler.
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In Fig. 2, die nur zur Verdeutlichung des erfindungsgemäß ausgebildeten
Stromwandlers dient, uir> dessen Wirkungsweise erläutern
zu können, ist ein allgemein mit 2o bezeichneter Stromwandler nach der Erfindung dargestellt. Die wichtigsten Bestandteile
des Stromwandlers sind dabei ein als toroidförmiger "eisenloser" oder Luftübertrager ausgeführter Stromwandlertransformator Tr
und ein zweiter, ebenfalls als toroidförmiger Luftübertrager ausgeführter Kompensationstransformator Tr2; denn derartige toroidförmig
ausgeführte Übertrager, bei denen die Wicklungen gleichförmig und dicht übereinander auf dem nicht ferromagnetisehen,
toroidförmigen Spulenkörper, beispielsweise aus Kunststoff* aufgebracht
sind, zeichnen sich durch einen besonders geringen Streugrad, und damit einen verhältnismäßig hohen Kopplungsgrad zwischen
Primär- ur.J Sekundärwicklung aus (Fig. 1).
Die Primärwicklung W, des Stromwandlertransformators Tr, besteht,
wie es insbesondere in Fig. 1 zu erkennen ist, aus einer durch die mittige Ausnehmung des Toroids geführte Leiterschleife, sie
kann aber auch als eine einzelne Windung ausgeführt sein. Andererseits ist es aber auch möglich, daß die Primärwicklung W1 des
Stromwandlertransformators Tr, zum Zweck der Messung niedriger Sti'öme aus einer Vielzahl von Windungen besteht. Durch diese
Primärwicklung W1 fließt, zwischen den gegenüber der übrigen
Schaltung potentialfreien Eingangsanschlüssen 1 und 2, der zu messende Strom I .
Der zu messende Strom I am Eingang der Stromwandleranordnung 2o durchfließt die Primärwicklung W-, des Stromwandlertransfor-
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■- -·ιι ·-
mators Tr, und hat an der Sekundärwicklung W- eine
zur Folge, die mit der komplexen Addition der Spannung W1, des
Kompensationstransformators Tr- zu einer Differenzspannung gegen
0 Volt führt, die als bleibende Regelabweichung zu bezeichnen ist. An den Anschluß 3 der Sekundärwicklung W- und an das
mit M bezeichnete Massepotential der Anordnung ist ein rster Widerstand R, angeschlossen. Der zweite Anschluß Ί der Sekundärwicklung
W- ist mit einem Anschluß 7 der Sekundärwicklung V1
des Kompensationstransformators Tr. verbunden, deren zweiter Anschluß 8 auf Massepotential M liegt. So ergibt sich als
Reihenschaltung der Sekundärwicklun gen W2 und W1. mit dem
ersten Widerstand R, ein Kompensationsstromkreis, in dem ein Strom Ip fließt, der jeweils über die Sekundärwicklungen W-
und W1. in den beiden Transformatoren Tr. und Tr- einen dem
durch die Primärwicklungen W und W, erzeugten magnetischen Fluß entgegenwirkenden Gegenfluß erzeugt.
An dem ersten Widerstand R^ hat der Strom I2 den Spannungsabfall
I2 11I zur Fo^ß6» der dem nicht umkehrenden Eingang 9
einer vorzugsweise als Operationsverstärker ausgeführten Verstärkerschaltung A^ zugeführt wird. Der Ausgang 11 dieser
Verstärkerschaltung k~ gibt einen, dem genannten Spannungsabfall
an dem ersten Widerstand R proportionalen Strom I-ab,
der zu einem Anschluß 6 der Primärwicklung W5 des Kompensationstransformators
Tr2 geleitet wird, diese Wicklung
durchfließt und von einem zweiten Anschluß 5 derselben zu einem Ausgangsanschluß 12 der Stromwandleranordnung 20 geführt
ist und dort als dem zu messenden Strom I proportio-
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■12
naler Ausgangsstrom I zur Verfügung steht. Hier kann nun
eine (nicht dargestellte) Meßvorrichtung, beispielsweise das Meßwerk eines Instrumentes oder Elektrizitätszählers, oder
eines Verstärkers, zwischen den Ausgangsanschluß 12 und Massepotential M gelegt werden, wobei die Impedanz am Eingang
einer solchen Meßvorrichtung oder eines solchen Verstärkers niedrig sein soll, weil sie vom Ausgangsstrom I durchflossen
ist. Weist die nachgeschaltete Meßvorrichtung oder Verstärkerscha-tung
eine hohe Eingangsimpedanz auf, so ist, wie in Fig. 1 dargestellt, ein Meßwiderstand R von vorbestiramter
Ji
Größe zwischen den Ausgangsanschluß 12 und Massepotential M zu legen. Der am Meßwiderstand Rx durch den Ausgangsstrom I&
verursachte Spannungsabfall IfiRx ist dem zu messenden Strom
I am Eingang proportional.
Die Primärwicklung W, und die Sekundärwicklung W^ des Kompensationstransformators
Tr^ sind derart ausgelegt und geschaltet,
daß der durch die Primärwicklung W, fließende ötrom I_, der die Rückführungsgröße zur Bildung eines
Regelkreises darstellt, an der Sekundärwicklung VL eine
öpannung U^ zur Folge hat, die den Strom ι in dem
aus den Sekundärwicklungen VL und W^ und dem ersten Widerstand
R1 gebildeten Kompensationsstromkreis bis auf eine
bleibende Regelabweichung gegen null zurückgehen läßt. Mit einer der Stromwandleranordnung 20 zugeordneten Wandlerkonstanten
k ergibt sich für diesen Gleichgewichtsfall, wo zwei gegeneinander gerichtete Spannungen im Kompensationsstromkreis
wirksam sind, und für I2 = O s
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\ " kIe
An dem Mittelpunkt M zwischen den beiden Sekundärwicklungen
Wp und W^ steht nun eine Spannung, die aber aufgrund der Ausgewogenheit
der beiden Sekundärwicklungen zu keinem Stroraflufl durch diese führt. Bei günstiger Anordnung und Dimension!erung
der Wicklungen, wenn diese insbesondere gleichförmig und dicht übereinander zur Erzielung eines möglichst hohen Kopplungsgrades ausgeführt sind, wird eine verhältnismäßig feste Kopplung
bei sehr geringer Streuung errexcnt. Dabei werden Übertragungsfehler,
wie beispielsweise Klirrfaktoren und Linearitätsabweichungen,
wie sie bei herkömmlichen eisenlosen Strom-Spannungswandlern auftreten, durch die erfindungsgemäße Kompensationsschaltung
mit dem dem Stromwandlertransformator Tr^ zugeordneten
Kompensationstransformator Tr~ und der Verstärkerschaltung A*
mit dem Rückführungskreis kompensiert.
Um stabil zu arbeiten, ist die als Operationsverstärker ausgeführte
Verstärkerschaltung A1 mit einer Gleichspannungs-Gegenkopplungsschaltung
zwischen dem Ausgang 11 und dem umkehrenden Eingang 10 versehen. Diese Gegenkopplungsschaltung
besteht aus einem zweiten, zwischen den umkehrenden Eingang 10 und Massepotential M gelegten Widerstand Rp, mit dazu
parallelgeschaltetem Kondensator C., und aus einem zwischen den Ausgang 11 und den umkehrenden Eingang 10 gelegtes dritten
Widerstand R,.
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Ganz allgemein ist die Wandlerkonstante k des Stromwandler
2o durch die Veränderung der Windungszahlen der vier Wicklungen W, - W1. in der gewünschten Weise beeinflußbar. Geht
man nun beispielsweise davon aus, daß die Windungszahlen N2 und Nn der Sekundärwicklungen W- und W1, einander gleich
sind, wobei die Kopplungsgrade beider Transformatoren Tr, und Trp annähernd einander gleich sind, so gilt die folgende
Beziehung:
(2)
Es sind darin N, und N, die Windungszahlen der Primärwicklungen W, bzw. W, und amit wird aus der Beziehung nach Gleichung (1):
xa - VW-
Diese Beziehung gilt dann exakt, wenn der Stromwandlertransformator
Tr,. und der Korapensationstraiisforraator Tr2 gleiche
Kopplungsgrade aufweisen. Andererseits wirken sich nun verschiedene Xopplungsgrade bei den Transformatoren Tr^ und Tr2
auf den Absolutwert der Wandlerkonstanten k aus, beeinflussen die Linearität jedoch überhaupt nicht. Man at die Möglichkeit,
in der nachfolgenden (nicht dargestellten) Meßvorrichtung oder Meßschaltung eine Abgleichmöglichkeit, wie beispielsweise
einen Potentiometerabgleich zur genauen Einstellung eines
Verhältnisses von I zu einer entsprechenden Spannung in der Meßvorrichtung oder Meßschaltung.
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Aus den obigen Alisführungen folgt nun, daß die Wandlerkonstante k am einfachsten durch Veränderung des Windungszahlverhältnisses N2ZN^ der beiden Sekundärwicklungen Wp und
W^ beeinflußbar ist. Wegen der vernachlässigbar geringen Ström«
in dem aus den Sekundärwicklungen W„, und Wj, und dem ersten
Widerstand R1 gebildeten Kompensationsstromkreis kann bei
diesen beiden Wicklungen der Drahtdurchmesser besonders klein gewählt werden.
Ganz gleich, ob der Nennhöchstwert eines erfindungsgemäßen Stromwandlers beispielsweise Io oder loo A beträgt, so besteht
die Primärwicklung W1 des Stromwandler transformators
Tr, aus einer einzigen Windung, wie bereits oben erwähnt wurde.
Die Primärwicklung W, des Kompensationstransformators Tr2
sollte derart dimensioniert werden, daß ihre Impedanz niedrig bleibt, um die Verluste der Stromwandleranordnung 20 möglichst
gering zu halten, d.h. der Drahtdurchmesser dieser Wicklung wird verhältnismäßig groß gewählt.
Wenn die Prxmärwicklung W. dee Stromwandlertransformators Traus
einer einzigen Windung bestehen soll, und eine niedrige Impedanz bei der Primärwicklung W, des Korapensationstranuformators
Tr2 erwünscht ist, so ist es angebracht, die Änderung
der Wandlerkonstanten k durch Änderung des Windungszahlverhältnisses Ng/N/, der beiden Sekundärwicklungen, W2 und W^, zueinander
herbeizuführen.
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Mit Rücksicht auf den erzielbaren Kopplungsgrad ist der Gesamtkupferquerschnitt
der Wicklungen W1 und W2 bzw. der Wicklungen
W, und Vh der Transformatoren Tr1 bzw. Tr2 klein gegenüber dem
Spulenkörperquerschnitt zu wählen. Man wählt vorzugsweise ein Verhältnis des Gesamtkupferquerschnitts zum Spulenkörperquerschnitt
von weniger als l:lo. Die toroidförmigen Spulenkörper sind dabei vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt.
Es ist ferner vorteilhaft, zur Unterdrückung von Störeinflüssen, zur Verminderung der störenden Teilkapazität zwischen der Primärwicklung
W, und der Sekundärwicklung W1^ des Kompensationstransformators TrP eine mit einer Metallfolie ausgeführte statische
Abschirmung 13 einzubringen, die mit Massepotential verbunden ist.
Gemäß Fig. 1 und Fig. 2 umfaßt der erfindungsgemäße Stromwandler
2o einen hochperneablen Abschirmbecher 15 mit einem zugeordneten, hochpermeablen Abschirmdeckel 16, der diesen gegen Störfelder von
außen dicht abschließt. In dem Abschirmbecher 15 befindet sich die gesamte Schaltungsanordnung, wie noch weiter unten beschrieben
wird.
Damit die Transformatoren Tr, und Tr ? nicht aufeinander koppeln, f
d.h. magnetisch gegeneinander völlig entkoppelt sind, ist |
zwischen ihnen eine hochpermeable Entkopplungsplatte 14 vorge- %
sehen, die genau in den Abschirmbecher 15 eingepaßt ist. f.
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- 17 -
Bei der Durchleitung und Anordnung des den hohen zu messenden Strom I von beispielsweise bis zu 100 A führenden, als Primärwicklung
VL ausgeführten Leiters ist darauf au achten, da3
durch das mit dem Eingangsstrom I verkettete, starke inagnetische
Feld die Permeabilität des Absch.\rmbechers 15, der
üintkopplungsplatte 14 und des Ajschirmdeckels 16 nicht unzulässig
weit herabgesetzt wird und unter Umständen den Sättigungswert von /ur a1 annimmt, weil dadurch die Schirmwirkung der
aus dem Abschirmbecher 15, der Entkopplungsplatte 14 und dem
Abschirmdeckel 16 gebildeten Anordnung verloren ginge, wenn also die Primärwicklung VL einen Teil der Abschirmanordnung,
bei ihrem Ein- und Austritt an verschiedenen Stellen umschließen
würde* Da jedoch bei der bevorzugten Ausführungsform der Leiter
der Primärwicklung VL an ein- und derselben Stelle der Abschirmanordnung
ein- und herausgeführt ist, kompensieren sich die Komponenten des magnetischen Feldes im Bereich der Abschirmanordnung.
Dieselben Überlegungen gelten auch für starke äußere magnetische Felder, die auf die Abschirmanordnung einwirken
könnten.
Gemäß den obigen Ausführungen sind die in Einsatz gebrachten toroidförraig und eisenlos ausgeführten Transformatoren Tr.
und Tr2 selbst streufeidarm nach außen hin, denn der magnetische
Fluß ist aufgrund der gewählten Wicklungsanordnung weitgehend iia Inneren der Toroide konzentriert, andererseits
bewirkt die magnetische Entkopplung mittels der Entkopplungsplatte
14 und des Abschirmbechers 15 und Abschirmdeckels 16,
daß keine äußeren Fremdfelder, bei Fernhaltung starker magnetischer Felder, wie obon erläutert, auf die Stromwandleranodrnung
20 einwirken können.
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- 1
Nach Figo 1 befinden sich der toroidförmig ausgeführte
Kompensationstransformator Tr2, die als kreisförmige Scheibe
ausgeführto hochpermeable Entkopplungsplatte 14-, der toroidförmige
Stromwandlertransformator Tr., sowie eine als kreisförmige
Scheibe ausgeführte, den ersten, zweiten und dritten Widerstand Rx. ,R2,R,, den Kondensator C^ und die genannte
Verstärkerschaltung A. tragende Schaltungsplatine 21 in dem
zylinderförmig ausgeführten Abschießbecher 15» und zwar in
einer solchen nebeneinanderstehenden Anordnung, daß die Mittelpunkte
aller dieser kreis- oder ringförmigen Bauteile mit der Längsmittelachse des Abschiruibechers 15 zusammenfallen.
Alle diese Bauteile werden vorzugsweise nach ihrer Einbringung in den Abschirmbecher 15 durch eine Vergußmasse in diesem
fixiert, wodurch sir'r. eine besonders einfache und kostengünstige
Montage der Anordnung ergibt.
Die Wicklungen W1JW2JW, und W^werden vorteilhaft auf einen
Kunstoffringkern aufgebracht. Nach einer Ausführungsform der
Erfindung werden Ringkern-Spulenkörper mit kreisförmigem Querschnitt, miv einem lichten Innendurchmesser D. » 12mm
und einem Außendurchraesser DQ » 52ram, verwendet. Ebenso können
aber auch Ringkern-Spulenkörper mit quadratischem Querschnitt verwendet werden. Aus den genannten Abmessungen erkennt man
bereits die besonders kleinen Abmessungen eines nach der Erfindung aufgebauten Stromwandlers.
Is ist durchaus möglich, daß infolge der Gleichspannungsver-•chiebung
oder Offset-Spannung des Operationsverstärkers in der verstärkerschaltung A. der Ausgangsgröße I ein Gleich-
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Stromanteil überlagert ist. Jedoch wird dieser Oleichstromanteil
in einer nachgeschalteten (nicht dargestellten) Meßvorrichtung oder Meßschaltung, beispielsweise einer Analogspannungs-Multiplikatorschaltung
bei elektronisch arbeitenden Elektrizitätszählern, wieder unterdrückt.
Mit einer gemäß der Erfindung aufgebauten Stromwandlerauurdnung
kann ein Stromvariationsbereich von 1:1000, mit einem unter 0,5 % liegenden Fehler durchlaufen werden; denn durch
das Einbringen eines Kompensationstransformators Trp mit einer
Rückführung von einer Verstärkerschaltung A., die dem eigentlichen
Stromwandlertransformator Tr^ nachgeschaltet ist, werden
die sonst bei Strom-Spannungs-Wandlern üblichen, eingangs
genannten Übertragungsfehler kompensiert. Dem als Primärwicklung anzusehenden Leiter W1, der den eisenlosen Stromwandlertransformator
Tr1 als Leiterwindung oder -schleife durchsetzt,
wird keine Leistung entnommen, und dieser ist keiner nennenswerten Gegeninduktion ausgesetzt; die zum Betrieb eines
Meßwerkes erforderliche Leistung wird im vorliegenden Pail
von der Verstärkerschaltung A1 aufgebracht.
Zur Anpassung der Wandlerkonstanten k an verschiedene mögliche Betriebsfälle, bzw. gewünschte Meßbereiche, führt man vorteilhafterweise
die Primärwicklungen W1 und W, das Stromwandlertransformators
Tr1, bzw. des *ompensationstransformators Tr
mit festgelegten Windungszahlen N1 bzw. N, aus, während die
Windungszahlen N2 und N^ der beiden zugeordneten Sekundärwicklungen
W2 und W4 veränderbar gemacht werden.
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- 2o -
Als hochpermeablen Werkstoff wählt man vorzugsweise Mumetall,
u< ter Beachtung der oben genannten Maßnahmen zur Gewährleistung
der Schirmwirkung.
u< ter Beachtung der oben genannten Maßnahmen zur Gewährleistung
der Schirmwirkung.
Der erfindungsgemäße Stromwandler ist wie ein herkömmlicher
Stromwandler einsetzbar. Der beim Ausgang 12 des Stromwandlers 2o abnehmbare Ausgangsstrom I ist im Rahmen der genannten;,
Stromwandler einsetzbar. Der beim Ausgang 12 des Stromwandlers 2o abnehmbare Ausgangsstrom I ist im Rahmen der genannten;,
el
äußerst geringen Fehlergrenzen dem zu messenden Strom I am Eingang
proportional. Man kann diesen Strom selbst für Meßzwecke
in niederohmigen Meßvorrichtungen oder Verstärkern niedriger
Eingangsimpedanz nutzen, oder den an dem Meßwiderstand R auftretenden Spannungsabfall IR bei Verwendung von Meßschaltun-
in niederohmigen Meßvorrichtungen oder Verstärkern niedriger
Eingangsimpedanz nutzen, oder den an dem Meßwiderstand R auftretenden Spannungsabfall IR bei Verwendung von Meßschaltun-
α. X
gen mit hoher Eingangsimpedanz.
j Durch die kompakte Ausführung der Stromwandleranordnung nach |
Fig. 2 ergibt sich ein universell einsetzbarer Stromwandler
kleiner Abmessungen und geringen Gewichts. Damit ist es auch
möglich, den erfindungsgemäßen Stromwandler bei preiswerten
Elektrizitätszählern, insbesondere auch bei Verrechnungs- §
kleiner Abmessungen und geringen Gewichts. Damit ist es auch
möglich, den erfindungsgemäßen Stromwandler bei preiswerten
Elektrizitätszählern, insbesondere auch bei Verrechnungs- §
zählern, einzusetzen. So kann man beispielsweise drei derar- ψ
tige Stromwandler in einem herkömmlichen Elektrizitätszähler- :
Isoliergehäuse nach DIN Ί3 957, Bl. 2, für die Strommessung |
bei einem Dreiphasensystem unterbringen. S
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind weitere Abwandlungen |
der Ausführungsform denkbar, so können die beiden Transforma- §
toren Tr-, und Tr? und die Schaltungsplatine 21 anders in dem |
Abschir-mbecher angeordnet sein, ebenso kann das aus den hoch- 1
7808564 27.07.78
- 21 -
permeablen Bauteilen l4,15,l6 aufgebaute Abschirmgehäuse anders
als bei der dargestellten Ausführungsform aufgebaut sein,
ebenso kann, wenn gewünscht, eine Meßschaltung ebenfalls auf der Schaltungsplatine 21, neben der Verstärkerschaltung A1,
untergebracht sein.
7808564 27.i7.78
Claims (1)
- G 78 o8 564.0Fa.Deutsche Zähler-GesellschaftSchutzansprüche :1. Eisenloser Stromwandler, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung (VL) eines Stromwandlertrarisformators (TR,) als eine einzelne Windung auf einem toroidförmigen Spulenkörper dieses letzteren Transformators ausgeführt ist, während die Sekundärwicklung (W2) dieses Transformators (Tr,) gleichförmig auf demselben Spulenkörper aufgebracht ist, daß zur Erzielung geringer Einspeisungsverluste die Primärwicklung (W,) des Kompensationstransformators (Tr„) mit großem Drahtdurchmesser, und die Sekundärwicklung (W1^) mit verhältnismäßig hoher Windungszahl, jedoch niedrigem Drahtdurchmesser, ausgeführt und, übereinanderliegend, gleichmäßig auf dem toroidförmigen Spulenkörper verteilt sind, daß der Stromwandlertransformator 'Tr,) und der Kompensationstransformator (Tr2) des Stromwandlers (20) mittels einer zwischen ihnen eingefügten, hochpermeablen Entkopplungsplatte (14) unc) eines beide Transformatoren (Tr,,Tr2) umgebenden, hochpermeablen, zylinderförmigen Abschirmbechers (15) mit zugehörigem, ebenfalls hochpermeablem Abschirmdeckel (16) gegeneinander entkoppelt und gegen äußere Magnetfelder geschützt sind.2. Eisenloser Stromwandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der gleichförmig über den toroidförmigen Spulenkörper aufgebrachten Primärwicklung (W,) und der ebenfalls gleichförmig darüber aufgebrachten Sekundärwicklung (Wj.) des Kompensationstransformators (Tr?) eine statische Abschirmung (13) aus einer Metallfolie eingelegt ist.7808564 27.07.783. Eisenloser Stromwandler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der als toroidförmiger Luftübertrager ausgeführte Kompensationstransformator (Tr„), die als kreisförmige Scheibe ausgeführte hochpermeable Entkopplungsplatte (14), der als toroidförmiger Luftübertrager ausgeführte Stromwandlertransformator (Tr, ), sowie eine als kreisförmige Scheibe ausgeführte, den ersten, zweiten \\r', dritten Widerstand (R-,, FL·, R-*), den Kondensator (C1) und die genannte Verstärkerschaltung (A,) tragende Schaltungsplatine (21) in dem genannten zylinderförmigen hochpermeablen Abschirmbecher (15) nebeneinanderstehend derart angsordnet sind, daß ihre Mittelpunkte mit der Längsmittelachse des Abschirmbech0···"· \15) zusammenfallen, und daß der genannte Abschirmbecher (15) mit dem ebenfalls als kreisförmige Scheibe ausgeführten, hochpermeablen Abschirmdeckel (lO gegen Felder abschirmbar, und alle in ihm befindlichen Bauteile durch eine Vergußmasse innerhalb des Abschirmbechers (15) fixierbar sind.U. Ejsenloser Stromwandler nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der als toroidförmiger Luftübertrager ausgeführte Stromwandlertransformator (Tr,) und der als toroid-7808564 27.07.78••••-•••3 -förmiger Luftübertrager ausgeführte Kompensationstransformator (Tr2) mit kreisförmigem Kernquerschnitt ausgeführt sind.5. Eisenloser Stromwandler nach Ansprach 1 bis M, dadurch gekennzeichnet, daß der als toroidförmiger Luftübertrager ausgeführte Stromwandlertransformator (Tr,) und der als toroidförmiger Luftübertrager ausgeführte Kompensationstransformator (Tr-) mit quadratischem Kernquerschnitt ausgeführt sind.6. Eisenloser Stromwandler nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des P-esamt-Kupferquerschnitt der Primär- und Sekundärwicklungen des Stromwandlertransformators (Tr,) bzw. des Kompensationstransformators (Tr2) zum
jeweiligen Querschnitt des Spulenkörpers kleiner als l:lo ist.7. Eisenloser Stromwandler nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenkörper des Stromwandlertransformators (Tr.) und des Kompensationstransformators (Tr-) mit
kreisförmigem Querschnitt einen Innendurchmesser (D.) von12 mm und einen Außendurchmesser (D ) von 32 mm aufweisen.3.8. Eisenloser Stromwandler nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschirmbecher (15), der diesem zugeordnete Abschirmdeckel (16) und die Entkopplungsplatte (I1O
in Mumetall als hochpermeabler Werkstoff ausgeführt sind.7808564 27.07.78-M-9. Eisenloser Stromwandler nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungszahl (N,) der Primärwicklung (W..) und die Windungszahl (N,) der Primärwicklung (W,) des Kompensationstransformators (Tr,) fest vorbestimmt, und die Windungszahl (N-) der Sekundärwicklung des Stromwandlertransformators (Tr1) und die Windungszahl (N14) der Sekundärwicklung (Wjj) des Kompensationstransformators (Tr~) je nach dem vorl egenden Betriebsfall veränderbar sind.7808564 27.07.78
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19787808564 DE7808564U1 (de) | 1978-03-21 | 1978-03-21 | Eisenloser stromwandler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19787808564 DE7808564U1 (de) | 1978-03-21 | 1978-03-21 | Eisenloser stromwandler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7808564U1 true DE7808564U1 (de) | 1978-07-27 |
Family
ID=6689744
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19787808564 Expired DE7808564U1 (de) | 1978-03-21 | 1978-03-21 | Eisenloser stromwandler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7808564U1 (de) |
-
1978
- 1978-03-21 DE DE19787808564 patent/DE7808564U1/de not_active Expired
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