DE767682C - Elektrischer Hochspannungsunterbrecher, insbesondere Schalter fuer hochgespannten Gleichstrom - Google Patents
Elektrischer Hochspannungsunterbrecher, insbesondere Schalter fuer hochgespannten GleichstromInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/16—Impedances connected with contacts
Landscapes
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
Es sind Stromunterbrecher bekannt, bei denen die Unterbrechung des Stromkreises dadurch
vorbereitet wird, daß vor der Trennung der Kontakte sich Widerstände in den Stromkreis
einschalten und den Strom auf einen Wert herabsetzen, der durch den eigentlichen
in Reihe mit diesen Widerständen liegenden Schalter leicht unterbrochen wird. Derartige
Anordnungen sind insbesondere bei Gleichstromschaltern wertvoll, da bei ihnen der
natürliche Nulldurchgang des Stromes, der bei Wechselstromschaltern die Löschung stark
erleichtert, fehlt. Es sind Schalter für Niederspannung bekannt, bei denen der Widerstand
aus einer Metallbandspule besteht, welche im eingeschalteten Zustand ihrer Breite nach, bei
der Stromdrosselung jedoch ihrer Länge nach vom Strom durchflossen wird und bei der der
Übergang aus dem ersten in den letzteren Zustand stetig erfolgt, indem die die Spirale in
Längsrichtung überbrückenden Kontakte sich voti ihren Breitseiten allmählich abhebe«!.
Erfindungsgemäß wird dieses Verfahren der
Stromdrosselung auf Stromunterbrecher für hohe Spannungen, insbesondere Schalter für
hochgespannten Gleichstrom, dadurch anwendbar gemacht, daß eine Vielzahl in Reihe liegender
Metallbandspiralen verwendet wird und Mittel vorgesehen sind, durch die die Widerstandsänderung
an allen Spiralen angenähert gleichzeitig erfolgt. Hierdurch wird erreicht, daß der Abschaltvorgang sich gleichmäßig
und unter Vermeidung von gefährlichen Überspannungen vollzieht. Dabei wird gleichzeitig
mit Sicherheit vermieden, daß, obwohl im Verlauf der Widerstandserhöhung beim Abschalt-Vorgang
eine hohe Teilspannung an jeder Widerstandsspirale auftreten kann, ein Überschlag
der Spirale eintritt und sie dabei zerstört wird.
Insbesondere können alle zu den einzelnen ίο Spiralen gehörigen Anpreßkontakte miteinander
mechanisch verbunden werden, wie in Fig. ι dargestellt ist.
Darin bedeutet ι ein geschlitztes Isolierrohr, in dem die Widerstandsspiralen 2 mit den
festen Endkontakten 3, den beweglichen Endkontakten 4,. den Antriebsfedern für die
Spiralen 5, die auch fehlen können, wenn die Spiralen selbst federnd ausgeführt werden,
und den Stromübergangsbändern 6 eingebaut sind. Die Endkontakte sind mit Isolierstangen
7 verbunden. Bei der Aufwärtsbewegung dieser Stangen mit den bewegten Kontakten erfolgt eine Erhöhung, bei der Abwärtsbewegung
eine Herabsetzung des Widerstandes. Vorteilhafter ist der pneumatische Antrieb der Widerstandselemente, da hierbei die bewegten
Massen geringer, die Antriebskräfte jedoch höher werden. Werden als Endkontakte elastische Membranen verwendet," so ergeben
sich besonders niedrige Übergangswiderstände. Eine derartige Anordnung zeigen Fig. 2
und 3. Das Widerstandselement besteht aus der Spirale 2. einer Platte 3, einer Membran 4 und
einem Isolierring S. Die Spirale befindet sich in einem gasdicht abgeschlossenen Raum 9,
der unter Überdruck steht, welcher das Widerstandselement in den Zustand hohen Widerstandes
zu bringen sucht. In Fig. 2 ist der Widerstandswert am höchsten, in Fig. 3 am
niedrigsten.
Fig. 4 zeigt die Anordnung eines Stapels derartiger Elemente innerhalb eines Isolierrohres
10. Im Einschaltzustand des Unterbrechers ist das Rohr unter einen Druck gesetzt,
der wesentlich höher ist als der Innendruck in den Widerstandselementen. Dadurch
werden diese zusammengedrückt, und ihr Widerstand nimmt den minimalen Wert an.
Fig. 5 zeigt einen Schalter insbesondere für hochgespannten Gleichstrom nach der Erfindung.
Er besteht im wesentlichen aus einem Wider- i Standsstapel 12, z. B. nach Fig. 4. Zur Vermei- ■
dung von Leistungsverlusten ist dieser Stapel . im Dauerbetrieb durch ein Trennmesser 13
überbrückt, das vor der zur Stromunterbrechung erforderlichen Widerstandserhöhung
überbrückt wird. Der Spannungsabfall am Widerstand kann so niedrig gehalten werden,
daß das Öffnen des Trennmessers lichtbogenfrei erfolgt. Es ist jedoch auch möglich, eine
einfache Lichtbogenlöschvorrichtung, z. B. magnetische Beblasung, vorzusehen. Beträgt
z. B. die Betriebsspannung 200 kV, der abzuschaltende maximale Kurzschlußstrom 5000 A
und ist das Verhältnis der Breite zur Länge einer Widerstandsspirale 1 : 1000, so ergibt
sich eine Widerstandsänderung im Verhältnis von ι : io6. Wählt man den Mindestwert des
Widerstandes mit 0,01 Ω, so entsteht beim Öffnen des Trennschalters an ihm eine Spannung
von 50 V. Der Höchstwert des Widerstandes beträgt dabei 10 000 Ω, so daß ein
Reststrom von 20 A durch eine Leistungstrennschalterstelle 14 durch Ausbildung einer
hohen Lichtbogenspannung zu unterbrechen ist.
Die Reihenfolge der Betätigung des Schalters ist also: Öffnen des Trennmessers 13 auf
ausreichendem Anfangsabstand, Erhöhung des Widerstandes in dem Stapel 12 und anschließendes
oder gleichzeitiges Öffnen der Leistungstrennstelle 14.
Die Reststromunterbrechung an der Leistungstrennstelle 14 kann durch magnetische
Beeinflussung oder auch durch L'nterteilung des Bogens in mehrere Teillichtbögen erfolgen.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι . Elektrischer Hochspannungsunterbrecher, insbesondere Schalter für hochgespannten Gleichstrom, bei welchem der Strom durch Einschaltung von Widerständen auf einen Wert herabgesetzt wird, bei welchem die Endunterbrechung durch Ziehen eines Lichtbogens möglich wird und W iderstände aus Metallbandspiralen bestehen, welche im eingeschalteten Zustand ihrer Breite nach, bei der Stromdrosselung jedoch ihrer Länge nach vom Strom durchflossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl in Reihe liegender Spiralen (12) verwendet werden und die die Lagerfänderung der in Reihe liegenden Widerstandsspiralen bewirkenden Einrichtungen zwangsläufig derart verbunden sind, daß die Widerstandsänderung an allen Spiralen angenähert gleichzeitig erfolgt.
- 2. Hochspannungsunterbrecher nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung der Spiralen pneumatisch er- no folgt.
- 3. Hochspannungsunterbreeher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Endkontakte der Spiralen elastische Membranen dienen.
- 4. Hochspannungsunterbreeher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiralen zu einem Stapel vereinigt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©5806 3.53
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL105738D DE767682C (de) | 1941-10-28 | 1941-10-29 | Elektrischer Hochspannungsunterbrecher, insbesondere Schalter fuer hochgespannten Gleichstrom |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE235648X | 1941-10-28 | ||
| DEL105738D DE767682C (de) | 1941-10-28 | 1941-10-29 | Elektrischer Hochspannungsunterbrecher, insbesondere Schalter fuer hochgespannten Gleichstrom |
| DE251141X | 1941-11-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE767682C true DE767682C (de) | 1953-03-30 |
Family
ID=27185619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL105738D Expired DE767682C (de) | 1941-10-28 | 1941-10-29 | Elektrischer Hochspannungsunterbrecher, insbesondere Schalter fuer hochgespannten Gleichstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE767682C (de) |
-
1941
- 1941-10-29 DE DEL105738D patent/DE767682C/de not_active Expired
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