DE7601034U1 - Direkt-dampf-injektionsgeraet - Google Patents
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Description
Patentanwälte . D1PL.-ING. H'-Weickmann", Dipl-Phys. Dr. K. Fincke .
Dipl.-Ing. F. A.WEICKMANN, Dipl.-Chem. B. Huber
Dr.-Ing. H. Liska
Wiegand Karlsruhe GmbH
7505 Ettlingen, Einsteinstr. 9-15
Direkt-Dampf-Inj ektionsgerät
Gerät zum Mischen eines gasförmigen Mediums mit einem flüssigen
Medium, insbesondere Direkt-Dampf-Injektionsgerät zur Tempera-
-fcurändertmg, Vorzugsweise zux· ErMtzang uur-Ghlsufenaer Eliissigkeiten
mit einem Eischkanal, der vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt aufweist, und mit mindestens einer Öffnung
zur Gas- bzw. Dampfinjektion.
Direkt-Dampf-Injektionsgeräte werden auch, in Ableitung von dem
englischspraehigen Begriff hierfür, als DSI-Geräte bezeichnet,
und sie werden bei der schnellen und kurzzeitigen Erhitzung von Flüssigkeiten, insbesondere bei der Sterilisation von
lebensmitteln, angewendet.
Bekannte Bauformen von Direkt-Dampf-Injektionsgeräten bestehen
aus einem mehr oder weniger rohrähnlichen Strömungskanal für die Flüssigkeit und aus einer oder mehreren Öffnungen, Bohrungen
oder Düsen, -durch welche Dampf in die Flüssigkeit injiziert
wird. Insbesondere ist eine Ausführungsform bekannt, bei welcher der Dampf durch viele kleine, seitliche Bohrungen in
einen zylindrischen Mischkanal injiziert wird; diese Ausführungsform
isi; weiter unten unter Bezugnahme auf die Pig. 1 näher
erläutert. Weil der Dampf beim Verlassen der Bohrungen nicht sofort kondensiert, sondern jeweils flammenartig in die Flüssigkeit
hineinragt, ordnet man die Bohrungen möglichst gleichmäßig und in angemessenen Abständen voneinander an und macht
sie auch möglichst klein, damit die Kondensation ruhig und schlagfrei erfolgen kann.
Um das auch bei viskosen Produkten noch zu ermöglichen, werden verschiedene konstruktive Maßnahmen angewandt, die H
einerseits den Mischkahal und andererseits die Dampfzuführung
betreffen.
Bekannte Ausführungen, welche den Mischkanal betreffen, weisen konische, verjüngte und/oder erweiterte Begrenzungswände,
auch Verdrängungskörper mit solchen Konturen, spiralige oder zickzackförmige Kanäle oder Einbauten, Drosselscheiben u.a.m.
auf. Hinsichtlich der Dampfzuführung seien axiale Mehrstoffdüsen
oder Ringdüsen, spezielle geometrische Anordnungen seitlicher löcher, z.B. auf Wendeln u.a.m., genannt. Alle
genannten Haßnahmen ergeben bei richtiger Anwendung und zweckmäßiger
Kombination praktisch brauchbare Direkt-Dampf-Injektionsgeräte, sofern die Viskosität der Flüssigkeit nicht allzu
hoch ist.
Ziel der Erfindung ist es, ein Gerät eingangs genannter Art zn suiha-f-pftn- das auch iei flüssigen Medien mit relativ hoher
Viskosität sicher und wirkungsvoll arbeitet.
Das wird mit einem Gerät der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß auf einen sich verengenden Einlauf ein sich im Injektionsbereich des Gases bzw. Dampfes erweiternder
Mischkanal folgt, wobei die Öffnungen zur Injektion des Gases bzw. Dampfes so ausgebildet sind, daß die Geschwindigkeit
des durch sie injizierten Gases bzw. Dampfes eine limfangskomponente
um die Achse des Mischraums bzw. —kanals aufweist.
Die Öffnungen zur Injektion des Gases bzw. Dampfes können da-
■ ·
bei von seitlichen, auf Kränzen am Umfang des Mischkanals angeordneten
Bohrungen gebildet werden, deren Austritte tangentiale Richtungskomponenten aufweisen, wobei die Drehrichtung
innerhalb eines Kranzes oder von Kranz zu Kranz nicht einheitlich zu sein braucht.
Insbesondere kann also die Drehrichtung der Flüssigkeit, wel=
ehe von den verschiedenen Öffnungen innerhalb eines Kranzes hervorgerufen wird, von Öffnung zu Öffnung unterschiedlich
sein. Es ist jedoch auch möglich, daß die Drehrichtung innerhalb jedes Kranzes einheitlich ist. Hierbei kann dann die
Ausführung so sein, daß die Drehrichtungen aufeinanderfolgender Kränze von Öffnungen entgegengesetzt sind.
Weiterhin kann das erfindungsgemäße Gerät so ausgebildet sein,
daß mehrere, sich in Strömungsrichtung der Flüssigkeit erweiternde Mischkanäle in dieser Richtung hintereinander angeordnet
sind, wobei den einzelnen Mischkanälen jeweils ein sich verjüngender Einlauf vorgeschaltet ist.
Das zu injizierende Gas bzw. der zu injizierende Dampf kann nach einer Weiterbildung der Erfindung durch mehrere, voneinander
getrennte Gas- bzw. Dampfkaminern zugeführt werden, in denen unterschiedliche Gas- bzw. Dampfdrücke herrschen
können. Hierbei können einzelne oder unterschiedliche Kränze von Öffnungen zur Gas- bzw. Dampfinjektion, die alle dem
gleichen Mischkanal zugehören, von getrennten Gas- bzw. Dampfkammern versorgt werden, obwohl vorzugsweise den zu einem
Mischkanal gehörenden Öffnungen für die Gas- "bzw. Dampfinjektion jeweils eine gemeinsame Gas- bzw. Dampfkammer zugeordnet ist.
Wenn jedoch mehrere Mischkanäle in Strömungsrichtung der Flüssigkeit hintereinander angeordnet sind, wie oben erwähnt, dann"
ist es in vielen Fällen zu bevorzugen, jedem Mischkanal eine getrennte Gäs- bzw. Dampfkammer zuzuordnen.
Mit der Erfindung wird also erreicht, daß die bei der Entspannung des Gases bzw. Dampfes zwangsläufig freiwerdende
Il «I
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mechanische Geschwindigkeitsenergie zur Vergrößerung und zum
häufigeren Wechsel der Oberflächen und zur Durohmischung der f Flüssigkeit gezielt und möglichst weitgehend herangezogen wird,
jj jedenfalls sehr viel weitergehend, als dies mit den bisher
I. vorhandenen Geräten mehr oder weniger zufällig geschieht. Auf i; diese Weise wird mit der Erfindung eine gleichmäßige, ruhige
Durchmischung, insbesondere Kondensation auch bei sehr viel
I'.. höheren Viskositäten als bisher ermöglicht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger, besonders bevorzugter
Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Pig. 1 bis 7 der Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
Pig. 1 ein bekanntes Direkt-Dampf-Injektionsgerät
im Längsschnitt zur Erläuterung des Standes der iDechnik;
Pig. 2 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Direkt-Dampf-Injektionsgeräts ;
Pig* 3 einen -Schnitt nach der Linie I—I der Pig. 2,
in Pfeilrichtung gesehen;
Pig. 4 einen Schnitt nach der Linie II-II der Pig. 2,
ebenfalls in Pfeilrichtung gesehen;
Pig. 5 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Direkt-Dampf-Injektionsgeräts,
welches sich gegenüber der Ausführungsform nach Pig. vor allem dadurch unterscheidet, daß es mehrere Mischräume
aufweist;
Pig. 6 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform eines Direkt-Dampf-Injektionsgeräts nach der Erfindung,
das im wesentlichen den gleichen Aufbau wie das Gerät nach. Pig. 5 hat, sich von diesem jedoch vor allem dadurch
unterscheidet, daß es anstelle der für alle Mischräume gemeinsamen Dampfkammer mehrere getrennte Dampfkammern aufweist,
wobei jede dieser Dampfkammern einem Mischraam zugeordnet ist.
Pig. 7 einen Längsschnitt durch eine vierte Ausführungsform.
Es sei zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen, in der eine bekannte Ausführungsform eines Direkt-Dampf-Inoektionsgeräts
dargestellt ist. Die Flüssigkeit A wird liier über ein Zuleitungsrohr 1 dem eigentlichen Mischgerät 2 zugeführt und
dann über ein Ableitungsrohr 3 abgeleitet. Das eigentliche Mischgerät 2 besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen
Mischkanal 4, der konzentrisch von einer Dampfkammer 5 umgeben ist, in die Dampf B über einen Anschlußstutzen 6 unter
Druck eingeleitet wird. Die Wandung des zylindrischen Mischkanals 4 ist mit vielen kleinen, seitlichen Bohrungen
7 versehen, durch welche der Dampf B aus der Dampfkammer 5
in den Mischkanal 4 indiziert wird. Die Bohrungen 7 sind möglichst
gleichmäßig und in angemessenen Anständen voneinander angeordnet und möglichst klein ausgebildet, damit die Kondensation
des Dampfes B in der Flüssigkeit A in vorteilhafter Weise erfolgt.
Es sei nunmehr auf Fig. 2 Bezug genommen, anhand derer das Prinzip der Erfindung zunächst näher erläutert wird:
Von links wird die viskose Flüssigkeit A dem Direkt-Dampf-Injektionsgerät
8 mittels einer geeigneten Pumpe unter Druck zugeführt und in bekannter Weise in einem sich verjüngenden
Einlauf 9 etwa im Verhältnis 1:5 bis 1:10 beschleunigt. Die sich durch diesen Einlauf ergebende Verengung wirkt als
Drossel und bringt daher eine gewisse Entkopplung von gelegentlichen Druckschwankungen hinter und vor derselben mit
sich. Der Dampf B wird über einen Anschlußstutzen 10 in eine Dampfkammer 11 eingeleitet, welche die Mischzone, in
der der Dampf B in die viskose Flüssigkeit A eingeführt v/erden soll, konzentrisch umgibt. Die Öffnungen 12 und 13 für
die Dampfinjektion befinden sich stromab von der engsten Stelle 14 des Einlaufs 9» so daß sich also an diese engste
Stelle 14 der eigentliche Mischkanal 15 anschließt, in dem die Mischung von Flüssigkeit und Dampf stattfindet.
76§tö34 ii.oi.78
Der Einlauf 9, die engste Stelle 14 und der Mischkanal 15
werden von einem Rohr 16 gebildet, dessen Innenquerschnitt
sich im Bereich des Einlaufs 9 in Strömungsrichtung konisch verengt, im Bereich der engsten Stelle 14 zylindrisch ausgebildet
ist und sich im Bereich des Mischkanals in Strömungsrichtung der Flüssigkeit A konisch erweitert; in dem letzteren Bereich sind die erwähnten Öffnungen 12 und 13 vorgesehen,
durch welche der Dampf B der Flüssigkeit A zugeführt wird. Vorzugsweise ist der innere Querschnitt des Rohrs 16
an allen Stellen kreisförmig.
Die als Bohrungen ausgebildeten Öffnungen 12 und 13 sind
zweckmäßigerweise auf Lochkränzen angeordnet, die in Strömungsrichtung
geeignete Abstände voneinander aufweisen. Einer dieser Lochkränze, der die Öffnungen 12 umfaßt, ist in dem
Schnitt der Fig. 3 ersichtlich, während der zweite Lochkranz, welcher die Öffnungen 13 aufweist, in dem Schnitt der Fig.
gezeigt ist. Wie diese Figuren erkennen lassen, sind die Bohrungen bzw, Öffnungen 12 und 13 schräg zur Radialrichtung
ausgebildet, so daß die austretenden Dampfstrahlen Geschwindigkeitskomponenten in Umfangsrichtung des Mischkanals 15
besitzen.
Auf diese V/eise wird die Flüssigkeit bei ihrem Durchtritt durch die Ebene des Dampfkranzes in Rotation versetzt, wenn
die Löcher 12, wie im Querschnitt der Fig. 3 dargestellt ist, in der gleichen Richtung gebohrt sind. Wenn weder Reibung,
Beschleunigung noch Stoß vorhanden wären, würde die Flüssigkeit A nahezu mit der Dampfaustrittsgeschwindigkeit rotieren,
also beispielsweise mit etwa 400 m/sec Umfangsgeschwindigkeit. Von der" Kontinuitätsbedingung her wäre dieser Geschwindigkeit
im Gegensatz zur axialen Strömungsrichtung jedenfalls keine Grenze gesetzt. Durch die tangentiale Deimpf einführung kann
also ein ganz erheblicher Teil der kinetischen Energie des Dampfes B in kinetische Rotationsenergie der Flüssigkeit A
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umgesetzt werden. In dieser ener-giereichen, schnellen Strömung
findet eine intensivere und gleichmäßiger Durchmischung
als in einer langsameren statt. Die freien Oberflächen der Flüssigkeit zum Dampf hin werden häufiger ausgewechselt. Die
Kondensation kann gleichmäßig und stoßfrei ablaufen, und
zwar auch dann, wenn dies wegen zu hoher Viskosität der Flüssigkeit bei anderer Dampfzuführung bereits schon nicht
mehr gelingt. Aus den» Querschnitt, der in Fig. 3 dargestellt ist, wandert die rotierende Flüssigkeit zu dem in Fig. 4
dargestellten Querschnitt, an dessen Umfang ebenfalls Dampf, jedoch entgegengesetzt zu der bisherigen Drehrichtung, wie
sie sich aus der Führung der Öffnungen 12 ergibt, eingeblasen wird. Die Dampf-"Flammen" greifen wie Finger in die rotierende
Flüssigkeit, bremsen und kehren die Rotation schließlich um. Innerhalb der Flüssigkeit müssen dabei noch größere
Schubspannungen auftreten als im ersten Dampfkranz, der
durch die Öffnungen 12 erzeugt wird, wodurch noch intensivere
Durchmischung und Oberflächenwechsel an der Phasengrenze zum Dampf und daher noch bessere Kondensationsbedingungen erzielt
werden.
Natürlich kann eine vollständige Kondensation des in einem
Kranz jeweils eingeblasenen Dampfes B in der Flüssigkeit A bis zur Erreichung der nächsten Kranzebene nicht ohne weiteres
vorausgesetzt v/erden, weil die Kondensationsbedingungen von Kranz zu Kranz unterschiedlich sind. Etwaiger Dampfüber-schuß
wird sich wegen der Rotation in der Achse des Mischkanals ansammeln und - bei ruhigen Betrieb - dort einen stationären
Dampfkern bilden, durch welchen der Dampfausgleich
zwischen den besser und schlechter kondensierenden Zonen erfolgen kann. Eine konisch in Strömungsrichtung erweiterte
Ausführung des Mischkanals, wie sie in der Ausführungsform der Fig. 2 dargestellt ist, begünstigt diesen Vorgang, und
zwar zunächst einfach wegen des zunehmenden Angebots an Strömungsquerschnitt. Außerdem unterliegt aber die auf der
If, öl.
~8 ~
konischen ¥and rotierende Flüssigkeit auch eines* "EangabtriebsbeschleunigungH
in Richining zur Konus-Erweiterung.
Dadurch wird ein Aufreißen und eine Hohlraumbildung im Zen-
-trum der Rotation begünstigt.
Zwar wurde vorstehend das der Erfindung zugrundeliegende Prinzip an einem Direkt-Dampf-Injektionsgerät mit nur zwei
Dampfkränzen, die jeweils von den Öffnungen 12 "bzw. 13 gebildet
werden, erläutert, theoretisch ist aber die der Dampf kränze zunächst nicht begrenzt. Praktisch zeigt
sich .jedoch, daß es bei zu vielen, an einem gemeinsamen und
daher langen, konischen Mischraum angeordneten Dampfkränzen (besonders bei viskosen Flüssigkeiten bzw. stark viskosen
Flüssigkeiten) nicht mehr gelingt, die Kondensation ruhig und schlagfrei ablaufen zu lassen. Die Kondensationsbedingungen
sind offensichtlich in einem einzigen Mischraum zu unterschiedlich, der Dampf kern wird zu groß, der Betrieb
wird instabil. In diesen Fällen ist es vorteilhaft, mehrere Mischräume bzw. -kanäle mit jeweils weniger bzw. einigen
Dampfkränzen hintereinander anzuordnen, und diese Mischräume durch düsenartige Verengungen voneinander zu "entkoppeln".
Eine solche Ausführungsform ist in Fig. 5 dargestellt, in der mehrere Mischkanäle 17, 18 und 19 hintereinander angeordnet
sind. Der erste Mischkanal 17 weist Öffnungen 20, und 22 auf, die jewsils auf Öffnungskränzen vorgesehen sind,
wie beispielsweise die Öffnungen 12 und 13. Hierbei sind vorzugsweise die Öffnungen in aufeinanderfolgenden Öffnungskränzen so ausgerichtet, daß sich jeweils entgegengesetzte
Drehrichtungen der Flüssigkeit A durch den Dampf B ergeben, welcher aus den Öffnungen ausströmt. Im Bereich des Mischkanals
18 befinden sich Öffnungskränze jeweils aus Öffnungen 23, 24 und 25, und in den Mischkanal 19 münden Öffnungskränze
aus Öffnungen 26 bzw. 27. Hinsichtlich der Öffnungskränzedie den Mischkanälen 18 und 19 zugeordnet sind, gilt das
7811034 u«
■t< ft* # * * ♦ - · Il
gleiche, was zu den Öffnungskränzen des Mischkanals 17
vorstehend ausgeführt ist.
vorstehend ausgeführt ist.
Die Mischkanäle 17, 18 und 19 sind durch sich verengende
Einlaufe 28, 29 lind 30 mit jeweils einer kurzen, zylindrisch
ausgebildeten engsten Stelle 31, 32 und 33 voneinander "entkoppelt" . Ein in einem solchen kürzeren Mischraum durch
Zusammenbrechen eines kleineren Dampfkerns entstehender, an
sich schon kleinerer Druckstoß kann sich infolge der Drosselung an den Engstellen nur schwach störend auf die Funktion
der benachbarten Mischkanäle übertragen. Wenn sie ihren
Zweck erfüllen sollen, verbrauchen allerdings diese Engstellen statisches Druckgefälle. Die Drucke in den einzelnen
Mischkanälen bzw. -räumen werden also in Strömungsrichtung
immer niedriger. In der Ausführungsform nach Fig. 5 ist nur
eine einzige Dampfkammer 34 vorgesehen, die einen Anschlußstutzen 34' aufweist, durch welchen der Dampf B zugeführt
-wird. In dieser- Dampf kammer muß natürlich der- Dampf dnick zumindest etwas höher als der Druck im ersten Mischkanal 17
Einlaufe 28, 29 lind 30 mit jeweils einer kurzen, zylindrisch
ausgebildeten engsten Stelle 31, 32 und 33 voneinander "entkoppelt" . Ein in einem solchen kürzeren Mischraum durch
Zusammenbrechen eines kleineren Dampfkerns entstehender, an
sich schon kleinerer Druckstoß kann sich infolge der Drosselung an den Engstellen nur schwach störend auf die Funktion
der benachbarten Mischkanäle übertragen. Wenn sie ihren
Zweck erfüllen sollen, verbrauchen allerdings diese Engstellen statisches Druckgefälle. Die Drucke in den einzelnen
Mischkanälen bzw. -räumen werden also in Strömungsrichtung
immer niedriger. In der Ausführungsform nach Fig. 5 ist nur
eine einzige Dampfkammer 34 vorgesehen, die einen Anschlußstutzen 34' aufweist, durch welchen der Dampf B zugeführt
-wird. In dieser- Dampf kammer muß natürlich der- Dampf dnick zumindest etwas höher als der Druck im ersten Mischkanal 17
sein, damit kein Produkt in diesen Dampfraum zurückströmen \
kann. Die Regelfähigkeit der Erhitzungstemperatur nach unten
durch Drosselung des Dampfdruckes ist daher bei einer solchen
gemeinsamen Dampfkammer, die mehreren aufeinanderfolgenden | Mischkanälen zugeordnet ist, ziemlich begrenzt. |
durch Drosselung des Dampfdruckes ist daher bei einer solchen
gemeinsamen Dampfkammer, die mehreren aufeinanderfolgenden | Mischkanälen zugeordnet ist, ziemlich begrenzt. |
In Fig. 6 ist daher eine Ausführungsform dargestellt, bei der |
jeder Mis chicanal von einer eigenen Dampfkammer umgeben ist. 1
Da das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6, abgesehen von den" I
Dampfkammern, genauso wie das Ausführungsbeispiel nach Fig.5 f
aufgebaut 1st, wird hier nur auf diese Abänderung eingegangen, |
während im übrigen auf die Ausführungen zu Fig. 5 verwiesen I
werden kann. Im einzelnen ist dem Miscnkanal 17 die Dampf- f
kammer 35 mit dem Anschlußstutzen 38 zugeordnet, über den <?
Dampf jL· zugeführt wird, während dem Mischkanal 18 die Dampf- >"
kammer 36 zugeordnet ist, die einen Anschlußstutzen 39 zum I
76S1034 110179
- 10 -
Zuführen von Dampf B£ hat, und schließlich befindet sich
am Mischkanal 19 die Dampfkammer 37 mit dem Anschlußstutzen 40 zum Zuführen von Dampf B,. Mit der verschiedenen
Bezeichnung des Dampfes als B1, Bp und B^ soll ausgedrückt
werden, daß die einzelnen Kammern 35, 36 und 37 mit unterschiedlichen Dampfdrücken gefahren werden können. Abgesehen
von der letzteren Tatsache ist auch die Regelfähigkeit der Erhitzungstemperatur nach unten dadurch noch sehr viel
größer, daß man einzelne Dampfkammern überhaupt auch ganz abschalten kann«
Bei der Ausführungsform nach Pig. 7 ist in dem sich verengenden Einlauf des Mischkanals eine sich in Strömungsrichtung
konisch verengende Dampfdüse 53 mit einem Dralleinsatz 54
angeordnet. Aus der Öffnung 52 der Dampfdüse 53 tritt der
Kampfstrom, der in Pfeilrichtung B zugeführt wird, in Eorm
eines Wirbels 55 aus. Der in Pfeilrichtung A zugeführte Flüssigkeitsstrom wird daher in Umlauf versetzt. Seins Geschwindig=
keit erhält, wie die des Dampfes, eine ümfangskomponente um
die Achse des Mschkanals 50.
7611034 11JI79
Claims (8)
1. Gerät zum Mischen eines gasförmigen Mediums mit einem
flüssigen Medium, insbesondere Direkt-Dampf-Injektionsgerät
zur Temperaturanderung, vorzugsweise zur Erhitzung
durchlaufender ilüssigkeiten mit einem Misehkanal, der
"vorzugsweise einen" kreisförmigen Querschnitt aufweist, und mit mindestens einer Öffnung zur Gas- "bzw. Dampfinjektion,
dadurch gekennzeichnet, daß auf einen sich verengenden Einlauf (9;28,29,30;51)ein sich im Injektionsbereich des Gases bzw. Dampfes erweiternder Mischkanal
(15j17,18,19;50) folgt, wobei üie Öffnung (12,13;20,21,
22,23,24,25,26,27;52) zur Injektion des Gases bzw. Dampfes
so ausgebildet ist, daß die Geschwindigkeit des durch sie injizierten Gases bzw. Dampfes eine Umfangskomponente um
die Achse des Mischkanals auf v/eist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (12,13?20,21,22,23,24,25,26,27) zur Injektion
des Gases bzw. Dampfes von seitlichen, auf Kränzen am Umfang des Mischkanals (15;17,18,19) angeordneten Bohrungen
gebildet werden, deren Austritte tangentiale Richtungskomponenten aufweisen.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung innerhalb eines Kranzes von Öffnungen (12,13;
20-27) unterschiedlich ist.
4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung innerhalb eines Kranzes von Öffnungen (12,13;
20-27) einheitlich ist.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtungen aufeinanderfolgender Kränze von öffnungen
ö IUJt I I.Ul./3
(ΐ2,13ϊ20-2?) entgegengesetzt sind.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 Ms 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere sich erweiternde Mischkanäle (17,18,
19) hintereinander angeordnet sind, wobei vor federn Mischkanal ein sich verjüngender Einlauf (28,29,30) vorgesehen
ist.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 ,Ms 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zuführung des zu injizierenden Dampfes
mehrere voneinander getrennte Gas- "bzw. Dampfkairrmern
(35,36,37) vorgesehen sind, die mit voneinander unterscMedlichen Gae- "bzw. Dampfdrücken betreibbar sind.
8. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (52) die Austrittsöffnung
einer axial angeordneten drallgebenden Gas- bzw. Danipfdüse
(53) ist.
ι και.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19767601034 DE7601034U1 (de) | 1976-01-16 | 1976-01-16 | Direkt-dampf-injektionsgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19767601034 DE7601034U1 (de) | 1976-01-16 | 1976-01-16 | Direkt-dampf-injektionsgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7601034U1 true DE7601034U1 (de) | 1979-01-11 |
Family
ID=6660929
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19767601034 Expired DE7601034U1 (de) | 1976-01-16 | 1976-01-16 | Direkt-dampf-injektionsgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7601034U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10016926A1 (de) * | 2000-04-05 | 2001-10-25 | Rummel Manfred | Vorrichtung zum Aufschäumen |
| EP1264981A1 (de) * | 2001-06-05 | 2002-12-11 | Holset Engineering Company Limited | Mischung mehrerer Fluidströme |
| CN103306858A (zh) * | 2013-05-31 | 2013-09-18 | 潍柴动力股份有限公司 | Egr空气混合装置及带egr系统的燃油发动机 |
-
1976
- 1976-01-16 DE DE19767601034 patent/DE7601034U1/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10016926A1 (de) * | 2000-04-05 | 2001-10-25 | Rummel Manfred | Vorrichtung zum Aufschäumen |
| DE10016926C2 (de) * | 2000-04-05 | 2002-02-21 | Manfred Rummel | Vorrichtung zum Aufschäumen |
| EP1264981A1 (de) * | 2001-06-05 | 2002-12-11 | Holset Engineering Company Limited | Mischung mehrerer Fluidströme |
| CN103306858A (zh) * | 2013-05-31 | 2013-09-18 | 潍柴动力股份有限公司 | Egr空气混合装置及带egr系统的燃油发动机 |
| CN103306858B (zh) * | 2013-05-31 | 2016-09-07 | 潍柴动力股份有限公司 | Egr空气混合装置及带egr系统的燃油发动机 |
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