DE720740C - Verfahren zum Betrieb von als B-Verstaerker arbeitenden Hochfrequenzverstaerkern fuer grosse Leistungen - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von als B-Verstaerker arbeitenden Hochfrequenzverstaerkern fuer grosse Leistungen

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DE720740C
DE720740C DEF88234D DEF0088234D DE720740C DE 720740 C DE720740 C DE 720740C DE F88234 D DEF88234 D DE F88234D DE F0088234 D DEF0088234 D DE F0088234D DE 720740 C DE720740 C DE 720740C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B1/00Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
    • H04B1/06Receivers
    • H04B1/16Circuits
    • H04B1/1607Supply circuits
    • H04B1/1623Supply circuits using tubes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Particle Accelerators (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betrieb von als B-Verstärker arbeitenden Hochfrequenzverstärkern für große Leistungen Die Erfindung bezieht sich auf Elektronenentladungsgeräte, insbesondere auf eine Hochfrequenzverstärkeranordnung unter Verwendung einer besonderen Elektronenstrahlröhre. Sie setzt sich zur Aufgabe, einen als B-Ver= stärker arbeitenden Hochfrequenzverstärker anzugeben, bei dem die Anodenverlustleistung mit besonderen Schaltmitteln und einer besonderen Elektrodenanordnung stark herabgesetzt ist.
  • Die bekannten, zur Hochfrequenzverstärkung verwendeten Drei- und Mehrelektrodenröhren werden, wenn ein hoher Wirkungsgrad gefordert wird, im allgemeinen als C-Verstärker geschaltet. In C-Verstärkern wird der Stromverlauf, um das Produkt von -ip # ep möglichst klein zu halten, so eingestellt, daß ein Strom nur während des Teils der Periode fließt, währenddessen der Wechselspannungsanteil der Anodenspannung negative Beträge hat. Dabei ist die Anodenverlustleistungip-e", ip der jeweilige Anodenstrom und ep die entsprechende Anodenspannung. Die zum Betriebe einer üblichen Röhre notwendige Anodengleichspannung ist bestimmt durch die maximale Wechselspannungsamplitude an der Anode. Infolgedessen ist die Anodengleichspannung während eines gewissen Teils der Wechselspannungsper iode unnötig hoch, vor allem in den Zeitabschnitten, in denen die Amplitude der Modulationshochfrequenz kleiner ist als der größte auftretende `'Wert der Wechselspannung. Jedesmal, wenn also die Wechselspannungsamplitude den Maximalwert unterschreitet, sind die Anodenverluste ohne ein gleichzeitiges Ansteigen der Ausgangsleistung ziemlich beträchtlich. Diese Verluste vermindern den Gesamtwirkungsgrad der Röhre.
  • Ein maximaler Wirkungsgrad wird erreicht, wenn die Anodengleichspannung ständig auf solchen Betrag eingeregelt wird, der für die jeweilige Wechselspannungsamplitude benötigt wird. Wenn dies erreicht werden könnte, so würde man auch in der C-Verstärkerschaltung einen Wirkungsgrad von roo °;a erhalten, und der Wirkungsgrad würde nicht mehr eine Funktion des Modulationsgrades sein.
  • Es sind bereits Verstärkerschaltungen bekanntgeworden, in denen bezweckt wurde, eine solche Regelung der Anodengleichspannung zu erreichen. Bei einer derartigen Schaltung ist man so vorgegangen, daß man von der dem Eingang des Verstärkers zugefügten Hochfrequenzspannung einen Teil abzweigte, gleichrichtete und die erhaltene Gleichspannung mit Siebmitteln glättete und zur Regelung eines die Anodenspannung liefernden Netzgerätes verwendete. Der Nachteil dieser Schaltung besteht darin, daß es mit ihr nur möglich ist, eine Regelung der Anodenspannung im Rhythmus der Modulationsamplitude durchzuführen, daß dagegen auf eine Regelung im Rhythmus der Hochfreqüenzamplitude verzichtet werden muß, da sich sonst Rückkopplungserscheinungen durch die enge Kopplung des Anoden- und des Eingangskreises nicht vermeiden lassen. Das von der Erfindung vorgeschlagene Regelverfahren gestattet eine Regelung der Anodenspannung im Takt der Hochfrequenzamplitude und ergibt aus diesem Grunde eine wesentlich wirksamere Herabsetzung der Anodenverlustleistung.
  • Gemäß der Erfindung wird die Regelung der Anodenspannung trägheitslos durch einen von der Hochfrequenzspannung betätigten Kathodenstrahlschalter vorgenommen. Der Kathodenstrahlschalter kann ein Bestandteil der Verstärkerröhre sein. Die als Ausführungsbeispiel angegebene Röhre stellt eine Verstärkerröhre mit eingebautem Elektronenstrahlschalter bekannter Bauart dar. Hierbei sind Mittel vorgesehen, um einen Elektronenstrahl über einer vorgeschriebenen Bahn hin und her zu lenken; in dieser Bahn ist eine Mehrzahl von Anoden aufgestellt, welche dazu dienen, die Strahlelektronen aufzufangen. Die einzelnen Anoden sind vorzugsweise durch Kondensatoren miteinander verbunden und bilden so hochfrequenzmäßig eine Einheit. Gleichstrommäßig sind die Anoden dagegen voneinander getrennt und auf Potentialen gehalten, die stufenweise längs des von dem Elektronenstrahl überstrichenen Bereichs anwachsen. Der Elektronenstrahl wird normalerweise so eingestellt, daß er beim Beginn jeder Halbperiode des Strornflusses auf diejenige Anode auftrifft, welche auf niedrigstem Potential gehalten ist.
  • Zum Betrieb der Röhre wird diese so geschaltet, daß sie als B-Verstärker arbeitet, wobei die zu verstärkende Hochfrequenz an das Gitter bzw. an den Wehneltzylinder des Strahlerzeugungssystems gelegt wird. Die Hochfrequenzamplieude sei etwa gleich der Spannung der auf höchstem Potential liegenden Elektrode und wesentlich größer als das Gleichspannungspotential der ersten Anode, auf welche der Elektronenstrahl beim Beginn der Halbperiode auftrifft. Unter wirksamer Anodenspannung soll im folgenden die Summe aus der jeweiligen Anodengleichspannung und der in einem Arbeitskreis, der in Hochfrequenzverbindung mit allen Anoden steht, auftretenden Wechselspannung verstanden werden. Beim Beginn der Periode nimmt der Anodenstrom zu, während gleichzeitig die Hochfrequenzspannung in negativer Richtung zunimmt. Dementsprechend nimmt mit fortschreitender Periode die wirksame Anodenspannung ab, erreicht einen Minimalwert für die Aufnahme von Elektronen und würde sogar unter diesen Wert sinken. Dadurch würde ein weiteres Auftreffen von Elektronen verhindert sein, und der Anodenstrom würde aufhören zu fließen. Gemäß der Erfindung kann jedoch dieser letztere Fall nicht eintreten, weil in dem gleichen Augenblick, wo die wirksame Anodenspannung den für ein Auftreffen der Elektronen erforderlichen Minimalwert erreicht, der Elektronenstrahl auf die nächste Anode abgelenkt wird, welche ein höheres Gleichspannungspotential besitzt. Damit erhält die effektive Anodenspannung wieder einen genügend hohen Wert, um einen Stromfluß zu gewährleisten. Wenn die Wechselspannung noch negativere Beträge erreicht, so wird das Gleichspannungspotential der zweiten Anode schließlich auch nicht ausreichen, um ein Absinken der wirksamen Anodenspannung unter den erforderlichen Minimalwert zu verhindern. In dem Augenblick erfolgt aber wieder eine Ablenkung des Elektronenstrahls auf die 3. Anode, welche ein noch höheres Gleichspannungspotential führt, womit die angewachsene Wechselspannungsamplitude wiederum kompensiert ist.
  • Dieses Verfahren wird nacheinander so oft durchgeführt, bis der Elektronenstrahl auf der letzten Anode angelangt ist, welche ein Gleichspannungspotential führt, das ebenso groß oder etwas größer als die größte auftretende Wechselspannungsamplitude ist. Mit weiterem Fortschreiten der Periode nimmt die negative Wechselspannungsamplitude wieder ab, und entsprechend wächst die wirksame Anodenspannung an. Sobald nun die wirksame Anodenspannung einen vorgeschriebenen Betrag überschreitet und einen Wert erreicht, der wesentlich höher ist als die zur Sammlung der Elektronen erforderliche Mindestspannung, wird der Elektronenstrahl wieder auf die vorletzte Elektrode zurückgelenkt, welche ein niedrigeres Gleichspannungspotential führt und damit eine Verminderung der wirksamen Spannung erreicht. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis der Elektronenstrahl. die Anode mit dem niedrigsten Gleichspannungspotential erreicht hat, worauf die Halbperiode abgeschlossen ist und der Strom aufhört. Der Vorgang wiederholt sich bei Wiederauftreten des Anodenstromes.
  • Es sei bemerkt, daß die wirksame Anodenspannung sogar bis. auf Kathodenpotential absinken kann, so daß die ankommenden Elektronen nahezu die Geschwindigkeit o besitzen, weil in der Röhre gemäß der Erfindung der Anodenstrom keine Funktion der wirksamen Anodenspannung ist, solange diese Spannung keine negativen Beträge erreicht.
  • Die Ablenkung des Elektronenstrahls in der oben beschriebenen Art erfolgt stets bei einem vorgeschriebenen Wert der Hochfrequenzspannung. Es können die bekannten Ablenkmittel verwendet werden denen eine derHochfrequenzspannung proportionale Ablenkspannung zugeführt wird; damit wird der Ablenkwinkel eine Funktion der jeweiligen Hochfrequenzspannung.
  • Im folgenden wird auf die Figuren Bezug genommen Fig. i stellt einen Längsschnitt durch eine Röhre gemäß der Erfindung mit einer Schaltung zum Betrieb derselben dar.
  • Fig. 2 zeigt eine Ansicht der erfindungsgemäßen Anordnung für Kabelverstärker.
  • Fig. 3 zeigt in graphischer Darstellung die Verluste in bekannten Röhren, verglichen mit den Verlusten in der erfindungsgemäßen Röhre.
  • Fig. 4 zeigt eine Schar von Kurven, welche die wirksamen Anodenspannungen beim Betriebe der Röhre darstellen.
  • Die Fig. 5 und 6 zeigen die Beziehungen zwischen den einzelnen Anodenspannungen und dem gesamten Anodenstrom.
  • Fig. 7 zeigt als ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Röhre mit nur zwei Anoden.
  • In Fig. i enthält eine evakuierte Hülle der bei Kathodenstrahlröhren üblichen kegelförmigen Gestalt an dem engeren Ende ein Strahlerzeugungssystem, welches aus einer Elektronen emittierenden Kathode 2, einer Steuerelektrode 4 und einer Beschleunigungselektrode 5 besteht. Die Kathode 2 kann in der üblichen Weise durch eine Heizspirale 6 geheizt werden. An dem gegenüberliegenden weiteren Ende der Röhre befinden sich fünf plattenförmige Anoden, von oben nach unten in der Reihenfolge 7, 9, io, 12 gezählt. Es sei jedoch bemerkt, daß an Stelle von fünf Anoden jede andere Zahl ebenfalls geeignet ist.
  • Auf das Strahlerzeugungssystem folgen zwei Ablenkelektroden 14 und 15, die innerhalb oder außerhalb der Röhre gelegen sein können und so angeordnet sind, daß der Strahl im Betrieb über den einzelnen Anoden hin und her gelenkt werden kann. Zwischen den Ablenkmitteln und den Anoden befindet sich ein Faradaykäfig 16. Wie weiter unten dargelegt werden wird, ist es unter Umständen zweckmäßig, jede Anode mit einem Bremsgitter zu versehen. Dementsprechend sind vor jeder Anode die Gitter 17, i9, 2o, 21 und 22 angeordnet. Das Gitter jeder Stufe ist mit der Anode der darüberliegenden Stufe verbunden, mit Ausnahme des Gitters 17, welches durch eine besondere Leitung 24 geerdet ist. Ebenfalls geerdet ist die Kathode 2 des Strahlerzeugungssystems.
  • Zum Betrieb der Röhre wird eine modulierte Hochfrequenzspannung über den Kondensator 25 an das Gitter 4 gelegt, welches durch die Gitterbatterie 26 über die Drossel 27 entsprechend dem B-Verstärkerbetrieb negativ vorgespannt ist. Die Anode des Strahlerzeugungssystems 5 wird durch die Batterie 29 auf positivem Potential gehalten. Der Faradaykäfig 16 liegt durch die Batterie 3o auf schwach positiver Spannung, und die Anodenspannungen werden 'von einem Spannungsteiler und der Batterie 3 t durch die einzelnen Widerstände 32, 34,- 35, 36 und 37 gewonnen, wobei die Anode 7 an dem niedrigsten und die Anode 12 an dem höchsten Potential liegt. Die einzelnen Widerstände 32 bis 37 sind hinter den Drosseln 4o durch Kondensatoren 4i überbrückt, so daß die Anoden hochfrequenzmäßig eine Einheit bilden. Diese Einheit ist über den Kondensator 42 mit dem Arbeitskreis 44 verbunden. Eine weitere Verbindung ist zwischen dem Arbeitskreis 44 und einer der Ablenkelektroden 14 vorgenommen, während die andere Elektrode i5 geerdet ist. Die Aufgabe des Faradaylcäfigs 16 besteht darin, zu verhindern, daß das Feld von den verschieden vorgespannten Anoden eine Ablenkung des Elektronenstrahls aus der vorgeschriebenen Bahn bewirkt.
  • Bei der nun folgenden Darlegung der Wirkungsweise der Anordnung soll zunächst angenommen werden, daß die einzelnen Anoden aus nicht sekundär emittierendem Material hergestellt sind und die im vorgehenden beschriebenen Bremsgitter nicht verwendet werden. Beim Beginn der Halbperiode des Stromflusses ist der Elektronenstrahl auf die Anode 7 gerichtet, welche beispielsweise auf einem Gleichspannungspotential von 28oo Volt liegt. Beim Anwachsen der im Anodenkreis herrschenden Hochfrequenzspannung zu negativen Amplituden nimmt das effektive Anodenpotential der Anode 7 ab. Durch die gleichzeitig auf die Ablenkelektroden 14 und 15 einwirkende Hochfrequenzspannung wird der Elektronenstrahl in - Richtung auf die Anode 9 verschoben und bei einem vorgeschriebenen Wert der Hochfrequenzspannung so weit abgelenkt, daß er von der Anode 7 auf die Anode g herübergleitet, welche beispielsweise an einer Spannung von 5500 Volt liegt.
  • Bezugnehmend auf die Kurvenschar in Fig. 4. stellt die Kurve A den Verlauf des Anodenpotentials an der Anode? in Abhängigkeit von der Zeit dar. Der stark ausgezogene Teil der Kurve A entspricht dem Arbeitsbereich während des Auftreffens des Elektronenstrahls auf die Platte;. Wie man sieht, nimmt die wirksame Anodenspannung e" ab, bis sie den vorgeschriebenen Wert, in diesem Falle Kathodenpotential, erreicht hat, worauf der Elektronenstrahl auf die Anode 9 herübergelenkt wird, welche an eine Batteriespannung von 5500 Volt gelegt ist, wie durch die Kurve B angedeutet ist. Der stark ausgezogene Teil B stellt wiederum den Arbeitsbereich dar. Mit weiter fortschreitender Schwingungsperiode nimmt e, wiederum bis auf Kathodenpotential ab, worauf der Elektronenstrahl auf die 770o Volt führende Anode io lierüberelenkt wird, wie aus der Kurve C ersichtlich ist. Die Anodenspannungswerte en entsprechen wiederum dem stark angewachsenen Teil C'. Dieser Vorgang wiederholt sich beim Übergang auf die Anode i i entsprechend dein Kurvenzug D bzw. D'. Schließlich gelangt der Strahl auf die letzte Anode 1a, und die Anodenspannung durchläuft auf dem Kurvenzug E den Arbeitsbereich E'. Die letzte Anode kann auf einer Spannung von io ooo Volt gehalten werden. Nachdem das negative 'Maximum der Hochfrequenzspannung vorüber ist, beginnt die effektive Anodenspannung mit weiter fortschreitender Schwingungsperiode wieder zu wachsen. In dem gleichen Maße wie die Wechselspannungsanode weniger negativ wird, nimmt auch die Ablenkkraft auf den Elektronenstrahl ab, und bei einem bestimmten Wert wird der Strahl auf die Anode i i zurückgelenkt, und die einzelnen Kurvenzüge D, C, B, A werden in entgegengesetzter Richtung durchlaufen. Man erkennt aus Fig. 4., dall es möglich ist, eine wirksame Anodenspannung einzustellen, welche den geringst möglichen Wert für die Sammlung der Elektronen während der Halbperiode eines Stromiiusses nur wenig überschreitet.
  • Fig. 5 zeigt eine angenommene Form des Anodenstroms i" während einer halben Periode, wenn die Röhre als B-Verstärker betrieben wird, und Fig.6 die Änderung der j Anodengleichspannung während der Halbperiode des Stromflusses von Fig. 5. Die Kurve Z der Fig. 3 zeigt die Anodenverlustleistung während einer halben Arbeitsperiode für die erfindungsgemäße Röhre. Diese Kurve wurde erhalten durch Multiplizieren der entsprechenden Ordinaten von Fig. 5 mit denen von Fig. 4.. Die Kurve I' zeigt einen Anodenverlust, der bei einer normalen Röhre eintreten würde. Ein Vergleich der Kurven 1 und 1' zeigt, daß die Anodenverlustleistung in der erfindungsgemäßen Röhre auf etwa 1/s bis 1J4 der Verluste in einer normalen Röhre verringert worden ist, Durch eine Analyse der Kurven der Fig. q., 5 und 6 läßt sich zeigen, daß die Geschwindigkeiten der auftreffenden Elektronen während der ganzen Periode des Stromflusses im wesentlichen dieselben sind. Dementsprechend spielen die Flugzeiten der Elektronen für die Arbeitsweise der Röhre keine Rolle.
  • Der Wirkungsgrad der Röhre ist innerhalb sehr kleiner Grenzen unabhängig von dem Modulationsgrad, jedoch, wie man durch Vergleich der Fig. 5 und 6 erkennt, abhängig von der Zahl der Anoden in der Röhre, "Zurückkommend auf die Bedeutung der Bremsgitter 17,19,20, 2i und.22 ist zu sagen, elaß eine Verwendung derselben zweckmäßig ist wegen der Schwierigkeit, ein praktisch nicht sekundär emittierendes Material für die Anoden zu finden. Die Verwendung dieser Bremsgitter ändert die Voraussetzungen der Betriebsweise in gewissem Maße, weil das Bremsgitter der gerade arbeitenden Stufe nicht auf ein Potential absinken darf, welches niedriger ist als das Kathodenpotential, weil sonst eine Sperrwirkung eintreten würde. Daher ist es bei Verwendung von Bremsgittern notwendig, den Strahl- von einer Stufe zur folgenden lierüberzulenken,wenn die wirksame Anodenspannung der vorhergehenden Stufe sich gerade dein Kathodenpotential nähert. Der Gesamtwirkungsgrad wird jedoch durch die Verwendung von Bremsgittern nicht wesentlich vermindert. Die Durchführung der erfindungsgemäßen Betriebsweise führt zu einer Anzahl von Vorteilen. Es kann entweder mehr Energie in einer Röhre bewältigt werden oder die Elektroden können für dieselbe Ausgangsleistung beträchtlich kleiner gemacht werden, wodurch eine Verringerung der inneren Kapazitäten eintritt, die es möglich macht, noch höhere Frequenzen zu verstärken.
  • In Fig. 2 wird eine Hochfrequenzverstärkerröhre gezeigt, in der die Anoden ;7, 9, io, ii und 12 miteinander durch eine Metallklappe 5o kapazitiv verbunden sind. Diese Metallplatte verbindet das anodenseitige Ende der Röhre mit dem mittleren Leiter 5 i eines Fernkabels, dessen äußerer Mantel 52 auf Erdpotential liegt. Der äußere Mantel 52 des Verstärkers ist mit der Anode 5 des Strahlerzeugungssystems durch einen Blockkondensator 55 verbunden, so daß beide hochfrequenzmäßig geerdet sind. In dieser Darstellung sind wegen der Übersichtlichkeit die Verbindungen zu den Anoden fortgelassen worden. Diese Verbindungen müssen in dem Ausführungsbeispiel nicht wie -in Fig, z am Ende der Röhre, sondern seitlich herausgeführt werden. Im übrigen sind die beiden Röhren einander identisch. Die Ausgangsleistung kann auch von einem Punkt 5¢ an den Innenleiter 51. des Übertragungskabels etwa % Wellenlänge von der Kappe 5o entfernt abgenommen werden.
  • In Fig.7 wird eine vereinfachte Ausführung der erfindungsgemäßen Anordnung mit nur zwei getrennten Anoden gezeigt. In diesem Beispiel tritt der von der Anode 5 ausgehende Elektronenstrahl unter normalen Bedingungen durch eine Öffnung 6o in einer becherförmigen Anode 61 hindurch, wobei die Seitenwände62 dieses Bechers von dem Strahlerzeugungssystem abgekehrt sind. Über der Öffnung des Bechers befindet sich in geringem Abstand eine ebene Elektrode 6q.. Die beiden Anoden 61 und 64 sind durch den Kondensator 65 hochfrequenzmäßig zu einer Einheit verbunden. Der abgestimmte Ausgangskreis 44 ist mit beiden Anoden über einen Blockkondensator 66 verbunden. Die Anodenspannungsquelle 3 i ist derart geschaltet, daß das volle Anodenpotential über die Drossel 67 an die Elektrode 61 gelangt, während die Elektrode 6q. etwa die Hälfte der Batteriespannung über die Drossel 69 von dem Abgriff 7o erhält. In dieser Ausführungsform ist - die Eingangsspannung an das Gitter bzw. den Wehneltzylinder des Strahlerzeugungssystems gelegt. Die Röhre wird durch Vorspannen mit einer Gitterbatterie 26 als B-Verstärker geschaltet.
  • Beim Beginn der Halbperiode, während welcher ein Strahlstrom fließt, tritt der Elektronenstrahl durch die Öffnung 6o hindurch und wird von der Anode 64 aufgenommen, an welche etwa die Hälfte der Batteriespannung angelegt ist. Mit fortschreitendem Schwingungsvorgang und zunehmendem Strahlstrom wird das Potential der Platte 64 immer niedriger und niedriger, bis es unter Kathodenpotential fällt. Danach werden die Elektroden nicht mehr von dieser Anode 6q., sondern von der becherförmigen Elektrode 61 aufgenommen, und gegen das Ende der Halbperiode, während welcher das Potential der Elektrode 61 vermindert wird, geht die Elektronensammlung wieder auf die Anode 64 über. Die Arbeitsweise dieser vereinfachten Anordnung ist etwa dieselbe wie die der oben beschriebenen Anordnung, außer hinsichtlich der Tatsache, daß der Strahl nur zweimal während des Stromflusses verschoben wird. Aus diesem Grunde wird der Gewinn an Wirkungsgrad nicht so groß # sein können wie -in den oben beschriebenen Anordnungen, jedoch bringt die Vereinfachung der Schaltkreise den Vorteil, daß keine besonderen Mittel für die Ablenkung des Elektronenstrahles erforderlich sind und der Übergang von der einen zur anderen Elektrode automatisch erfolgt.
  • Es sei noch bemerkt, daß die Anode 61 nicht notwendig becherförmig ausgebildet zu sein braucht; sie kann auch die Form eines Zylinders besitzen. Der Hauptgrund dafür, die Anoden becherförmig auszubilden, besteht darin, daß die Elektronen daran gehindert werden sollen, in Richtung auf die Strahlanode zurückgetrieben zu werden und dadurch der Sammlung zu entgehen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betrieb von als B-Verstärker arbeitenden Hochfrequenzverstärkern für große Leistungen, bei denen eine Regelung der' Anodenspannung entsprechend dem Anodenstrom vorgenommen wird, derart, daß bei großen Strömen eine hohe Anodenspannung herrscht, und umgekehrt, und das effektive Anodenpotential nur wenig über dem zur Sammlung der Elektronen erforderlichen Potential liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Anodenspannung trägheitslos durch einen von der Hochfrequenzspannung betätigten Katthodenstrahlschalter erfolgt.
  2. 2. Schaltanordnung und Röhre für das Verfahren nach-- Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhre ein Kathodenstrahlsystein und eine Anzahl auf steigendem Gleichspannungspotential liegender Anoden enthält, die hochfrequenzmäßig eine Einheit bilden, und daß der Elektronenstrahl durch die im Anodenkreis auftretende Wechselspannung derart abgelenkt wird, daß er bei kleinen Beträgen der Wechselspannung auf die Anode niedrigsten Gleichspannungspotentials und bei maximaler Amplitude auf die Anode höchsten Gleichspannungspotentials auftrifft.
  3. 3. Röhre nach Anspruch :2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektronenstrahl vor Auftreffen- auf die nebeneinanderliegenden Anoden einen FaradaylLäfig durchläuft, dessen eine Begrenzungsfläche den Anoden gegenüberliegt.
  4. 4.. Röhre nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anoden aus einem wenig Sekundärelektronen emittierenden Material bestehen.
  5. 5. Röhre nach Anspruch 2, 3 oder q., dadurch gekennzeichnet, daß sich vor den Anoden Bremsgitter befinden, die auf niedrigerem Potential liegen als diese und zweckmäßig je mit der spannungsmäßig vorhergehenden Anode verbunden sind.
  6. 6. Röhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der üblicherweise im Ausgangskreis liegende Schwingungskreis durch einen schwingungsfähigen Hohlkörper gebildet wird, der aus einem äußeren Mantel und einem koaxialen Innenleiter besteht, und daß die Anoden mit dem Innenleiter kapazitiv gekoppelt sind.
  7. 7. Röhre nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die kapazitive Verbindung zwischen dem schwingungsfähigen Hohlkörper und den Anoden dadurch hergestellt wird, daß der Innenleiter in einer Kappe endet, die sich dicht an die Gefäßwand anschmiegt, an welcher Stelle die Anoden im Innern der Röhre dicht an der Gefäßwand angeordnet sind. B. Röhre nach Anspruch 6 oder ;, dadurch gekennzeichnet, daß der schwingungsfähige Hohlkörper ein konzentrisches Kabel darstellt, wobei der Hochfrequenzverstärker als Kabeleingangsverstärker arbeitet. g. Röhre für das Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur zwei Anoden verwendet werden, von denen die eine auf höherem Potential liegende becherförmig ausgebildet ist und am Boden des Bechers eine Öffnung für den Durchtritt des Elektronenstrahls besitzt, während die zweite auf der von dem Kathodenstrahlsystem abgewandten Seite der ersten Anode liegt und plattenförmig ausgebildet ist, so daß sie als eine Art Deckel der becherförmigen Elektrode gegenüberliegt.
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