DE718561C - Verfahren zur elektrostatischen Scheidung von Gemengen - Google Patents

Verfahren zur elektrostatischen Scheidung von Gemengen

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DE718561C
DE718561C DEM146411D DEM0146411D DE718561C DE 718561 C DE718561 C DE 718561C DE M146411 D DEM146411 D DE M146411D DE M0146411 D DEM0146411 D DE M0146411D DE 718561 C DE718561 C DE 718561C
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Germany
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atmosphere
electrostatic
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electrostatic separation
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Expired
Application number
DEM146411D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Richard Heinrich
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C7/00Separating solids from solids by electrostatic effect
    • B03C7/003Pretreatment of the solids prior to electrostatic separation

Landscapes

  • Elimination Of Static Electricity (AREA)

Description

  • Verfahren zur elektrostatischen Scheidung von Gemengen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur elektrostatischen Scheidung von Gemengen. Beim Arbeiten mit Elektzoscheidern hat ges sich gezeigt, daß Teilchen des auf den Elektroden befindlichen oder sich bewegenden Gutes zu Sprühentladungen zwischen den gegenpoligen Elektroden führen und damit zu den Betrieb störenden überschlägen Anla.ß geben. Nach der Erfindung wird dieser Übelstand dadurch vermieden, daß die Atmosphäre im elektrostatischen. Behandlungsfeld mit den Dämpfen von vorzugsweise gechlorten oder fluorisierten Kohlen-bzw. Kohlenwasseratoffen, wie z. B. Trichloräthylen, angereichert wird. Außer Chlorkohlenstoff oder Chlorkohlenwasserstoffl kommen auch andere Kohlenstoffe und ähnliche Verbindungen als verwendbar in Betracht, wie z. B. Tetrachloräthan, Äthylenchlorid, Paradichlorbenzol, Monofluortrichlormethan, Di chlordifluoimethan u. dgl. Schon ganz geringe Spuren dieser Verbindungen genügen, um das Verfahren nach der Erfindung wirksam zu machen und die Anwendung höherer Feldstärken, die z. B. 2o bis 3o% über dem sonst Erreichbaren liegen, zu ermöglichen. Die für das Verfahren nach der Erfindung nutzbar gemachte Erscheinung ist darauf zurückzuführen, daß die Kohlenstoff- oder Kohlenwasserstoffmoleküle, die an sich verhältnismäßig groß sind, die Eigenschaft haben, Elektronen an sich zu reißen. Wenn also von den Gutsteilchen aus Sprühentladungen zwischen den Elektroden, d. h. Elektronen- bzw. Ionenlawinen, im Aufbau begriffen sind, werden diese von den Kohlenstoff- oder Kohlienwasserstoffmolekülen absorbiert und an der Entfaltung gehindert.
  • Durch Einstellung der Temperatur der Atmosphäre des Behandlungsfeldes oder -raumes hat man die Möglichkeit, die Sättigung der Atmosphäre mit den vorgenannten Verbindungen auf einen bestimmten Wert einzuregeln.
  • Bei Elektrofiltern für entzündliche oder explosible Gase oder Gase mit entzündlichem Staub ist es bekannt, dem Gas Löschmittel beizugeben, die auch gasförmig sein, z. B. aus Kohlensäure bestehen können, um Brände oder Explosionen im Abscheidungsfeld des Elektrofilters zu verhindern oder im Entstehen begriffene Brände sofort zu ersticken. Ferner ist für die elektrostatische Scheidung von kohlehaltigen Gemengen schon vorgeschlagen worden, die elektrostatische Behandlung des Gutes in einer inerten Gasatmosphäre vorzunehmen, um Kohlenstaubexplosionen zu verhüten.
  • Von allen diesen bekannten Vorschlägen unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung grundsätzlich dadurch, daß @es nicht auf den Schutz gegen Brände oder Explosionen abzielt, sondern bezweckt, bei der elektrostatischen Trennung von Genen gen das Arbeiten mit wesentlich höheren Feldstärken als in reiner Luft zu ermöglichen, ohne zu Betriebsstörungen führende Sprühentladungen zwischen den Elektroden des Scheiders befürchten zu müssen.
  • Der günstige Einfluß des Zusatzes z. B. von. C C14 bei zunehmenden Partialdrucken e rg,- ibt i sich aus der nachfolgenden Zusammenstellung. Wenn man den überschlag in reiner Luft = i setzt, so ist der durch C Cl4-Zusatz erzielte Verbesserungsfaktor f
    bei Partialdruck ioo mm Hg= 2,2,
    - - 200 - - = 2381
    _ - goo - - 133
    - 400 - - 183
    _ _ 500 - _
    - - 600 - - =4,6,
    _ - 7oo - - - 5,o,
    gemessen zwischen Kugeln von ioo mm Durchmesser bei 75° C und i at. Die Durchschlagsfestigkeit bzw. die Feldstärke läßt sich also durch C CH-Zusatz leicht auf das 2,2- bis 5fache steigern.
  • Bei anderen Gasen wurde folgender Faktor f bezogen auf Luft= i festgestellt:
    'C02 Dampfdruck 76o mm Hg = o,98,
    C12 - 76o - - = 472,
    CC12f2 - 76o - - -=2,66,
    CC1,F - 76o - - =3,5.
    Man erkennt auch hieraus die vorteilhafte Wirkung des Zusatzes von vorzugsweise gechlortem oder fluoriertem Kohlenstoff. insbesondere gegenüber Kohlensäure.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur elektrostatischen Sehei, Jung von Gemengen, dadurch gekennzeichnet, daß die Atmosphäre im elektrostatischen Behandlungsfeld mixt den Dämpfen von vorzugsweise gechlortem oder fluoriertem Kohlenstoff oder Kohlenwasserstoff angereichert wird, so daß wesentlich höhere Feldstärken als in reiner Luft verwendet werden körnen und Sprühentladungen vermieden werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Atmosphäre des Behandlungsfeldes oder -raumes zwecks Einstellung der Atmosphäre auf bestimmte Sättigungswerte geregelt wird.
DEM146411D 1939-11-01 1939-11-01 Verfahren zur elektrostatischen Scheidung von Gemengen Expired DE718561C (de)

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