DE69901643T2 - Reibahle - Google Patents

Reibahle

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B23D77/00Reaming tools
    • B23D77/02Reamers with inserted cutting edges
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B23D2277/00Reaming tools
    • B23D2277/82Reaming tools for producing a stepped bore

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Milling, Broaching, Filing, Reaming, And Others (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Maschinen-Reibahlen, mit denen es möglich ist, einen oder mehrere Bohrungsdurchmesser in einem Werkstück zu bearbeiten.
  • Reibahlen bestehen im allgemeinen aus einem Schaft, der sich über eine in Längsrichtung verlaufende Drehachse erstreckt und so ausgebildet ist, daß er abnehmbar an Aufnahme- und Drehantriebsmitteln fixiert werden kann. Der Schaft trägt wenigstens ein Schneidplättchen mit sich in Längsrichtung erstreckender, langer und in Umfangsrichtung wirkender Schneidkante, die an dem Schaft in einer ersten Winkelstellung befestigt ist, um einen Bohrungsdurchmesser zu bearbeiten. Um denselben Bohrungsdurchmesser gleichzeitig und rascher bearbeiten zu können, sind im allgemeinen an demselben Schaft mehrere Schneidplättchen befestigt, die über mehrere Winkelstellungen um die Längsachse verteilt angebracht sind. Beispiele für derartige Reibahlen, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, sind erläutert in US-A 1 861498, DE-A 43 43 404 und DE-A 43 30 988.
  • Um eine wirkungsvolle Schneidbearbeitung zu gewährleisten und eine zweckdienliche Oberflächenbeschaffenheit der Bohrung herzustellen, haben die Schneidplättchen der Reibahle im allgemeinen eine in Längsrichtung verlaufende Schneidkante, die leicht im Sinne einer umgekehrten Konizität geneigt ist, beispielsweise entsprechend einem solchen Kegenwinkel, daß bei einem Nenndurchmesser von 100 mm der Durchmesser am distalen Ende der Schneidkante zwischen 2/100 und 5/100 mm größer ist als der Durchmesser am proximalen Ende der Schneidkante.
  • In bestimmten Anwendungsfällen muß das Werkstück, in das die Bohrung eingearbeitet ist, einen Dichtungsring aufnehmen, der an dem Bohrungsdurchmesser anliegt. Um die mechanische Halterung des Dichtungsringes zu verbessern, ist man bestrebt, die Bohrungsoberfläche, an der sich der Dichtungsring abstützt, lokal auszuhöhlen, um den Reibungskoeffizienten beim Kontakt zwischen dem Dichtungsring und der Bohrungsoberfläche zu erhöhen. Die Ausbildung einer zurückgesetzten Oberfläche ist um so notwendiger, wenn die Reibahle Schneidplättchen aus polykristallinem Diamant hat, da die mit derartigen Reibahlen hergestellten Oberflächen besonders glatt sind.
  • Der Arbeitsgang zum Abtragen der Bohrungsoberfläche wird im allgemeinen durch einen zweiten Bearbeitungsschritt mit Hilfe eines anderem als der Reibahle ausgebildeten Werkzeug durchgeführt, und zwar im Anschluß an den ersten Arbeitsgang zur Ausbildung der Bohrung mittels der Reibahle. Das bedeutet eine Vervielfältigung der Bearbeitungsschritte, was eine geringere Produktionsleistung und höhere Herstellungskosten zur Folge hat.
  • Um eine ausgehöhlte Bohrungsoberfläche zu schaffen, die einen Dichtungsring aufnehmen kann, wurde auch bereits versucht, eine Reibahle einzusetzen, die eine in Längsrichtung verlaufende Schneidkante mit einer sehr großen inversen Konizität entsprechend einem Kegelwinkel von etwa 5º hat. Damit erreicht man in der Tat einen zurückgesetzten Oberflächenzustand, der einen geeigneten Reibungskoeffizienten hat, wobei jedoch festzustellen ist, daß der Bohrungsdurchmesser ebenfalls verändert wurde, da der Wert für den Durchmesser nicht mit der notwendigen Genauigkeit hergestellt werden kann, um die erforderlichen Toleranzen bei der Bohrungsbearbeitung einzuhalten.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue Struktur für eine Reibahle zu schaffen, die es ermöglicht, in einer einzigen Operation sowohl eine Bohrung mit einem genauen Durchmesser als auch wenigstens einen Abschnitt mit einer abgetragenen Oberflächenbeschaffenheit herzustellen.
  • Bei der Erfindung ist man bestrebt, die zufriendenstellenden Eingenschaften der Reibahle beizubehalten, die es erlauben, eine Bohrung mit einem vorbestimmten Durchmesser bei hoher Genauigkeit herzustellen, die mit den erforderlichen Toleranzen vereinbar ist, wobei die Reibahle mit herkömmlichen Verfahren leicht herstellbar sein soll.
  • Ferner soll mit der Erfindung erreicht werden, daß die Mittel zur Herstellung einer ausgehöhlten Oberfläche keine Grate oder Werkstoffpartikel erzeugen, die sich beim Einsatz des Werkstücks noch lösen können.
  • Um diese und weitere Aufgaben zu lösen, sieht die vorliegende Erfindung eine Reibahle mit wenigstens einem Schneidplättchen vor, das eine peripherische, sich in Längsrichtung erstreckende, lange Schneidkante aufweist und für die spanabhebende Bearbeitung eines Bohrungsdurchmessers an einem Schaft in einer ersten Winkelstellung befestigt ist, wobei die Reibahle wenigstens einen Abnahmezahn hat, der an dem Schaft befestigt ist und dazu dient, in dem durch das Schneidplättchen bearbeiteten Durchmesser eine Rille auszukehlen.
  • Der Abnahmezahn ist an dem Schaft vorzugsweise auf einem Durchmesser angebracht, der größer oder gleich dem Durchmesser des Schneidplättchens ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform, die eine Anpassung der Abtragung der Oberflächenbeschaffenheit in Abhängigkeit von den Anforderungen erlaubt, ist der Abnahmezahn an dem Schaft durch Mittel befestigt, die einer Einstellung des Durchmesser gestatten.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Abnahmezahn an dem Schaft in demselben Bearbeitungsbereich wie das Schneidplättchen in einer zweiten Winkelstellung angeordnet, die zur ersten Winkelstellung des Schneidplättchens winklig versetzt ist. Auf diese Weise hat die Schneidkante des Schneidplättchens eine doppelte Funktion: in der ersten Funktion führt sie die Bohrungsbearbeitung in herkömmlicher Weise durch, und in der zweiten Funktion besorgt sie das Abgraten der durch den Abnahmezahn erzeugten Rille, so daß die Bildung von Mikropartikeln verhindert wird, die sich beim Einsatz des Werkstücks noch lösen können.
  • In diesem Fall ist es vorteilhaft, den Abnahmezahn bezüglich der Angriffszone des Schneidplättchens um eine leichte Längsverschiebung nach hinten versetzt anzuordnen. Die Längsverschiebung nach hinten kann beispielsweise etwa 0,4 mm betragen.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform hat der Abnahmezahn ein Längsprofil, das von einer vorderen, radialen Schneidkante begrenzt ist, die über einen kleinen Radius oder eine kleine Phase, deren Wert auch Null sein kann, mit einer hinteren, schrägen Schneidkante verbunden ist.
  • Eine bessere mechanische Ausgleichung erhält man dann, wenn die Reibahle wenigstens zwei Schneidplättchen, die am Umfang des Schaftes mit Winkelabstand zueinander verteilt angebracht sind, um denselben Bohrungsdurchmesser zu bearbeiten, sowie wenigstens einen Abnahmezahn hat, über welchen eine Rille in den Bohrungsdurchmesser eingearbeitet werden kann.
  • Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von besonderen Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung anbei dargestellt sind. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine Seitenansicht eines Endabschnittes der Reibahle bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
  • Fig. 2 eine Stirnansicht des Endabschnittes der Reibahle der Fig. 1;
  • Fig. 3 eine parzielle Seitenansicht des Reibahlenabschnittes der Fig. 1 im vergrößertem Maßstab im Bereich des Abnahmezahns bei der Erfindung,
  • Fig. 4 im vergrößertem Maßstab das Längsprofil eines Abnahmezahns gemäß einer Ausführungsform der Erfindung und
  • Fig. 5 eine Seitenansicht einer Reibahle gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
  • Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform der Erfindung hat die Reibahle einen Schaft 1, der im wesentlichen die Form eines länglichen Zylinders aufweist, der sich über eine Längsdrehachse I-I erstreckt. Das erste Ende 2 des Schaftes 1 ist so ausgebildet, daß es an Aufnahme- und Drehantriebsmitteln befestigt werden kann, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind und die es gestatten, die Reibahle auf ihrer Längsdrehachse I-I zu halten und um diese Achse mit einer Drehgeschwindigkeit anzutreiben, die für die Bearbeitung eines Werkstücks geeignet ist.
  • Das zweite Ende 3 des Schaftes 1 hat einen zentralen Fortsatz 4 kleineren Durchmessers, der koaxial zur Längsdrehachse I-I und so ausgebildet ist, daß er eine umlaufende Anstellspur bildet. Hinter dem mittigen Fortsatz 4 hat der Schaft 1 eine Reihe von in Umfangsrichtung angeordneten Sitzen, die so ausgebildet sind, daß sie Schneidplättchen mit peripherischen, langen Schneidkanten, die sich in Längsrichtung erstrecken, aufnehmen können, welche um die Längsdrehachse I-I in gleichen Winkelabständen verteilt befestigt sind.
  • Die Reibahle muß wenigstens ein Schneidplättchen mit sich in Längsrichtung erstreckender, langer, perhipherischer Schneidkante aufweisen, um einen Bohrungsdurchmesser in bekannter Weise bearbeiten zu können. Es ist jedoch möglich, mehrere Schneidplättchen vorzusehen, die um die Längsdrehachse I-I verteilt angebracht sind. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform sind vier Schneidplättchen vorgesehen, die mit den Bezugsziffern 5, 6, 7 und 8 bezeichnet sind.
  • Wie sich aus Fig. 3 deutlicher ergibt, hat jedes Schneidplättchen und hier insbesondere das Schneidplättchen 7 eine sich in Längsrichtung erstreckende, verhältnismäßig lange, peripherische Schneidkante 9, deren Länge beispielsweise zwischen 10 und 15 mm beträgt und die im wesentlichen parallel zur Längsdrehachse I-I verläuft oder die vorzugsweise sehr leicht um einen kleinen Winkel A konisch invers geneigt ist, sodaß der Durchmesser des distalen oder vorderen Abschnittes der peripherischen, sich in Längsrichtung erstreckenden Schneidkante 9 etwa 2/100 bis 5/100 mm größer als der Durchmesser des proximalen oder hinteren Abschnittes der Schneidkante 9 ist, wenn die Reibahle einen Nenndurchmesser von 100 mm hat.
  • Die Schneidplättchen 5 bis 8 können eine bei üblicherweise verwendeten Reibahlen bekannte Form haben und können auf diese Weise, nachdem sie an dem Schaft 1 positioniert und anschließend mit bekannten Verfahren eingerichtet sind, eine Schneidkante 9 haben, die aus jedem geeignetem Material besteht, vorzugsweise aus polykristallinem Diamant auf einem Substrat aus Wolframkarbid, das auf einem Plättchenkörper aus Stahl aufgelötet ist.
  • Wie inbesondere Fig. 1 zeigt, ist jedem Schneidplättchen wie hier dem Schneidplättchen 6 eine hintere Freifläche 10 für die Späneabfuhr zugeordnet.
  • Die Reibahle gemäß der Erfindung hat ferner wenigstens einen Abnahmezahn, der an dem Schaft 1 befestigt und so ausgebildet ist, daß er eine Rille aus dem Bohrungsdurchmesser auskehlen kann, der durch das oder die Schneidplättchen 5 bis 8 bearbeitet worden ist.
  • Bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsform hat die Reibahle zwei Abnahmezähne 11 und 12, die einander diametral bezüglich der Längsdrehachse I-I gegenüberliegen, wobei jeder Abnahmezahn in einem entsprechenden Sitz des Schaftes 1 durch Mittel befestigt ist, die ähnlich denjenigen ausgebildet sind, welche die Schneidplättchen 5 bis 8 halten.
  • Jeder Abnahmezahn 11 bzw. 12 ist an dem Schaft 1 auf einem Durchmesser angeordnet, der größer oder gleich dem Durchmesser der Schneidplättchen 5 bis 8 ist. Vorzugsweise sind die Befestigungsmittel für die. Abnahmezähne 11 und 12 so ausgebildet, daß sie eine Einstellung des Durchmesser in der Weise ermöglichen, daß die Auskehlung, die auf dem Bohrungsdurchmesser erzeugt werden soll, gewählt oder angepaßt werden kann.
  • Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wie sie in den Figuren dargestellt ist, sind die Abnahmezähne 11 und 12 an dem Schaft 1 in demselben Bearbeitungsbereich wie die Schneidplättchen 5 bis 8 angeordnet, so daß sie gleichzeitig mit der Bohrungsbearbeitung zur Wirkung kommen. Auch sind die Abnahmezähne 11 und 12 in Winkelstellungen angeordnet, welche zu den Winkelstellungen der Schneidplättchen 5 bis 8 winklig versetzt sind. Im Falle einer Reibahle mit wenigstens einem Schneidplättchen 5, das sich in einer ersten Winkelstellung befindet, hat somit die Reibahle wenigstens einen Abnahmezahn 11, der sich in einer zweiten Winkelstellung befindet, die bezüglich der ersten Winkelstellung des Schneidplättchens 5 winklig versetzt ist.
  • Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform hat der Abnahmezahn 11 ein Längsprofil, das von einer vorderen, radialen Schneidkante 13 begrenzt ist, die über einen kleinen Radius 14, der auch den Wert Null annehmen kann, mit einer hinteren, schrägen Schneidkante 15 verbunden ist. Die hintere Schneidkante 15 ist zur vorderen, radialen Schneidkante 13 um einen Winkel B von etwa 60º geneigt.
  • Wie in Fig. 3 in vergrößertem Maßstab dargestellt, ist der Abnahmezahn 11 bezüglich der Schneidplättchen wie dem Schneidplättchen 7 vorzugsweise leicht nach hinten versetzt angeordnet, und zwar um eine hintere Längsverschiebung D bezüglich der Angriffszone 16 des Schneidplättchens 7. Die Längsverschiebung D wird vorzugsweise in Abhängigkeit des Vorschubschrittes der Reibahle während der Bearbeitung einer Bohrung gewählt; bei den häufigsten Bearbeitungsbedingungen kann die Längsverschiebung D etwa 0,4 mm betragen. Auf diese Weise arbeitet der Abnahmezahn 11 in einer Bohrungszone, die bereits von den Schneidplättchen 5 bis 8 bearbeitet wurde und benötigt nur eine geringe Kraft, um eine Rille in die Bohrung zu kehlen, welche bereits durch die Schneidplättchen 5 bis 8 bearbeitet worden ist. Die Längsverschiebung D nach hinten ist vorzugsweise ausreichend gering, damit die Schneidplättchen 5 bis 8 die Bearbeitung nach dem Eindringen des Abnahmezahns 11 fortsetzen, wodurch ein Abgraten der Rillenränder gewährleistet wird.
  • Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem die Reibahle einen ersten Bearbeitungsbereich am zweiten Ende 3 mit den Schneidplättchen 5 bis 8 und den Abnahmezähnen wie dem Abnahmezahn 11 hat. Ferner hat die Reibahle in der Nähe des ersten Endes 2 einen zweiten Bearbeitungsbereich 17, mit dem ändere Bohrungsdurchmesser erzeugt werden können, die bezüglich der ersten Bohrungsdurchmesser, welche durch das zweite Ende 3 bearbeitet wurden, in Längsrichtung versetzt sind. Daraus ergibt sich, daß die Reibahle gemäß der Erfindung mehrere Bearbeitungsbereiche haben kann, von denen wenigstens einer Abnahmezähne wie die mit 11 und 12 bezeichneten hat.
  • Die Abnahmezähne können auch andere als die dargestellten Formen haben. So beträgt beispielsweise bei den in den Figuren gezeigten Ausführungsformen der Radius 14 etwa 0,1 mm, aber es ist auch ein größerer Radius 14 möglich oder ein Zahn mit einer geringen Fase, die auch Null sein kann, oder auch ein Zahn mit einer in Längsrichtung kurzen Schneidkante. In allen Fällen ist der Abnahmezahn 11 oder, 12 in Längsrichtung der Rotationsachse I-I sehr viel kürzer als die Schneidkante 9 der Schneidplättchen 5 bis 8. In der Praxis muß die Längsschneidkante kürzer als der Bearbeitungsschritt oder die Vorschubgröße der Reibahle während einer Drehung sein.
  • Bei der Bearbeitung wird die Reibahle um die Längsdrehachse I-I sehr schnell angetrieben, während der Vorschub entlang der Längsdrehachse I-I langsam ist. Die Schneidplättchen 5 bis 8 erzeugen, eine Bohrung, deren Durchmesser sehr genau definiert ist. Gleichzeitig kehlen die Abnahmezähne 11 und 12 in demselben Bearbeitungsbereich Rillen in die Bohrungsoberfläche ein, die durch die Schneidplättchen 5 bis 8 erzeugt werden. Auf diese Weise läßt sich ein Bohrungsabschnitt ezeugen, dessen Oberflächengüte verschlechtert wird, um den Halt eines eingesetzten Teils, beispielsweise eines Dichtungsringes, zu verbessern. Die Herstellung dieser schlechteren Oberfläche wird durch einen einzigen Bearbeitungsschritt gewährleistet, so daß zugleich ein Zeitgewinn bei der Bearbeitung und eine höhere Genauigkeit erzielt werden.
  • Das Verfahren zur spanabhebenden Bearbeitung gemäß der Erfindung, mit dem eine Bohrung mit einem ausgehöhlten Bereich erzeugt wird, besteht auf diese Weise aus einer gemeinsamen Bearbeitungsstufe für das Ausbohren und die Auskehlung der Oberfläche, welche durchgeführt wird mit Hilfe einer Mehrzahl von sich in Längsrichtung erstreckenden Schneidkanten wie den Schneidkanten 9, denen auf ein und demselben Schaft 1 wenigstens ein Abnahmezahn 11 oder 12 zugeordnet ist, welcher in der durch die in Längsrichtung verlaufenden Schneidkanten wie die Schneidkante 9 bearbeiteten Bohrung eine Rille auskehlt.
  • Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt, die ausdrücklich erläutert sind, sondern kann auch verschiedene Abänderungen und Verallgemeinerungen erfahren, die innerhalb der Anspruchsfassung liegen.

Claims (10)

1. Reibahle mit wenigstens einem Schneidplättchen (5-8), das eine peripherische, sich in Längsrichtung erstreckende, lange Schneidkante (9) aufweist und für die spanabhebende Bearbeitung eines Bohrungsdurchmessers an einem Schaft (1) in einer ersten Winkelstellung befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibahle Wenigstens einen Abnahmezahn (11, 12) hat, der an dem Schaft (1) befestigt ist und dazu dient, in dem durch das Schneidplättchen (5-8) bearbeiteten Durchmesser eine Rille auszukehlen.
2. Reibahle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abnahmezahn (11, 12) an dem Schaft (1) auf einem Durchmesser angebracht ist, der größer oder gleich dem Durchmesser des Schneidplättchens (5-8) ist.
3. Reibahle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abnahmezahn (11, 12) an dem Schaft (1) durch Mittel befestigt ist, die eine Einstellung des Durchmessers gestatten.
4. Reibahle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abnahmezahn (11, 12) an dem Schaft (1) in demselben Bearbeitungsbereich wie das Schneidplättchen (5-8) in einer zweiten Winkelstellung angeordnet ist, welche zur ersten Winkelstellung des Schneidplättchens (5-8) winklig versetzt ist.
5. Reibahle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese wenigstens zwei Schneidplättchen (5, 7), die am Umfang des Schaftes (1) mit Winkelabstand zueinander verteilt angebracht sind, um denselben Bohrungsdurchmesser zu bearbeiten, sowie wenigstens einen Abnahmezahn (11) aufweist, über welchen eine Rille in den Bohrungsdurchmesser eingearbeitet werden kann.
6. Reibahle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abnahmezahn (11) bezüglich der Angriffszone (16) des Schneidplättchens (7) um eine Längsverschiebung (D) nach hinten versetzt angeordnet ist.
7. Reibahle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsverschiebung (D) etwa 0,4 mm beträgt.
8. Reibahle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abnahmezahn (11, 12) ein Längsprofil hat, das von einer vorderen, radialen Schneidkante (13) begrenzt ist, die über einen kleinen Radius oder eine kleine Fase (14), deren Wert auch Null sein kann, mit einer hinteren, schrägen Schneidkante (15) verbunden ist.
9. Reibahle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Schneidkante (15) zur vorderen, radialen Schneidkante (13) mit einen Winkel (B) von etwa 60º geneigt ist.
10. Verfahren zur spanabhebenden Bearbeitung einer Bohrung mit einem ausgehöhlten Bereich, gekennzeichnet durch eine gemeinsame Bearbeitungsstufe für das Ausbohren und die Aushöhlung der Oberfläche, welche durchgeführt wird mit Hilfe einer Mehrzahl von sich in Längsrichtung erstreckenden Schneidkanten (9) denen auf ein und demselben Schaft (1) wenigstens ein Abnahmezahn (11, 12) zugeordnet ist, welcher in der durch die in Längsrichtung verlaufenden Schneidkanten (9) bearbeitete Bohrung eine Rille auskehlt.
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