DE69726396T2 - Verfahren zum Verbinden von Nylonfasern auf einem Nylon-Block - Google Patents

Verfahren zum Verbinden von Nylonfasern auf einem Nylon-Block Download PDF

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Description

  • Diese Erfindung betrifft eine Verbesserung bei der Herstellung von geschmolzenen Bürstenwarenprodukten, die synthetische Monofilamentflore auf einem synthetischen Block oder einer Basis haben. Besonders betrifft die Erfindung das direkte Aufschmelzen von Nylonmonofilamenten auf einen Nylonblock oder eine Basis, um haltbare Bürstenwarenerzeugnisse in Massenproduktion zu bilden.
  • Über die Jahre sind viele verschiedene Typen geschmolzener Produkte und Verfahren zum Herstellen dieser Produkte entwickelt und in U.S. Patenten, die an den Einreicher dieser Erfindung vergeben wurden, beschrieben worden. Beispiele sind unter anderem die U.S. Patente mit den Nummern 3,604,043; 3,471,202; RE27,455; 3,641,610; 4,255,224 und 4,693,519. Diese Patente beschreiben das Verschmelzen von sowohl gleichen als auch unterschiedlichen synthetischen Materialien miteinander, um Florkonstruktionen zu bilden. Die Patente beschreiben oder lehren jedoch nicht das Verschmelzen von Nylon mit Nylon. Vor dieser Erfindung waren die Versuche, Nylon auf Nylon zu verschmelzen erfolglos, weil das synthetische Nylonmaterial sich zersetzt, wenn es geschmolzen wird und die Abbauprodukte stören die Bildung einer Schmelzverbindung zwischen Floren und dem Block und neigen auch dazu, sich auf dem Schmelzblock abzulagern, was einen Aufbau an Rückstand bildet, welcher den Verschmelzungsprozeß stört.
  • In den U.S. Patenten Nrn. 4,637,660 und 5,224,763 wird ein Verfahren für das Zusammenbringen von Nylonmonofilamenten in Gruppen von Floren beschrieben, welche an ihren Basen oder nichtarbeitenden Enden verschmolzen sind. Sie sind an gegossenen Polypropylensubstraten zum Bilden von Zahnbürsten befestigt. Jedoch ist das Befestigungsverfahren ein physikalisches Mittel zum Halten der einzelnen Flore in dem gegossenen Polypropylensubstrat.
  • In dem U.S. Patent Nr. 5,538,328, ausgestellt an den Einreicher dieser Erfindung, wird das Verschmelzen von Monofilamenten mit Zellulosesubstraten beschrieben. Jedoch gibt es auch bei den in diesem Patent beschriebenen Materialien keine chemische oder eine Schmelzverbindung. Tatsächlich wird ein geschmolzenes knollenartiges nichtarbeitendes Ende an Filamentfloren in ein offenes Loch in dem Block hineingetrieben und das Verfahren ähnelt dem Pflanzen eines Baumes in die Erde.
  • Dementsprechend ist nach dem Stand der Technik kein wirtschaftliches Verfahren für das Verschmelzen von Nylonbürstenprodukten beschrieben worden, bei dem Flore aus Monofilament so auf eine Basis geschmolzen werden, daß nach dem Kühlen ein einstückiges Produkt gebildet wird.
  • Die EP-A-0,472,863 beschreibt eine Vorrichtung für die Herstellung von Borstenbündeln unter Anwendung eines Verfahrens mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
  • Die EP-A-0,472,857 beschreibt ein Verfahren zum Verbinden von Borstenbündeln mit einem Borstenträger aus Kunststoff.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer Florkonstruktion aus synthetischem Nylonmaterial mit wenigstens einem Flor aus Nylonmonofilamenten, die an ihrem einen Ende mit einem Nylonsubstrat verschmolzen sind, bereitgestellt, mit den Stufen, in denen man
    wenigstens einen Flor aus auf Länge geschnittenen Monofilamenten vorsieht, wobei dieser Flor ein nichtarbeitendes Ende und ein arbeitendes Ende hat,
    einen Bürstenblock mit einer floraufnehmenden Stirnseite vorsieht,
    die floraufnehmende Stirnseite des Blockes und das nichtarbeitende Ende des Flors in einer wechselseitig beabstandeten, in Register gebrachten Position ausrichtet, in welcher das nichtarbeitende Ende der floraufnehmenden Stirnseite benachbart und von ihr beabstandet ist,
    eine Schmelzeinrichtung zum Schmelzen des Flors und des Blockes vorsieht und die Schmelzeinrichtung in Nachbarschaft zu dem Flor und dem Block vorsieht und
    das nichtarbeitende Ende des Flors und die floraufnehmende Stirnseite des Blockes gleichzeitig verschmilzt, indem man selbige der Einrichtung aussetzt und das nichtarbeitende Ende des Flors und die den Flor aufnehmende Stirnseite in Berührung bringt, bis Kühlung erfolgt, um das nichtarbeitende Ende des Flors mit der floraufnehmenden Stirnseite zu verschmelzen, wobei eine einstückige verschmolzene Florkonstruktion gebildet wird,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    die Monofilamente des Flors aus Nylon bestehen und der Flor einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als etwa 1 bis 2% hat,
    der Bürstenblock aus Nylon besteht und einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als etwa 1 bis 2% hat,
    die Schmelzeinrichtung auf einer Temperatur von wenigstens 176,7°C (350°F) oberhalb des Schmelzpunktes des Nylons gehalten wird und
    das nichtarbeitende Ende des Flors und die floraufnehmende Stirnseite in Berührung in weniger als 3 Sek., nachdem das nichtarbeitende Ende und die floraufnehmende Stirnseite der Schmelzeinrichtung erstmals einander ausgesetzt wurden, gebracht werden.
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein neues und nützliches Florpolyamid-(Nylon)-Produkt bereit, das durch das Schmelzen von Floren) auf einen Block oder ein Substrat hergestellt wird.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine hitzebeständige Nylonbürste bereit, welche nicht durch Hitze während des Grillens oder in einem konventionellen Speiseofen beeinträchtigt wird.
  • Auch wird das Filament nicht während der Verwendung von dem gegossenen Block abgezogen, wie es der Fall bei Nylonmonofilamenten in einer Farbbürstenkonstruktion aus Epoxydharz ist.
  • Mit der vorliegenden Erfindung ist es möglich, Bürstenkonstruktionen aus geschmolzenen Nylonbestandteilen in einem kommerziellen Maßstab ohne damit verbundenen Abscheidungsproduktaufbau an den Produktionsanlagen herzustellen.
  • Bevorzugt unterscheidet sich der Nylonbestandteil dieses Flors von dem Nylonbestandteil des Blockes und beträgt die Temperatur der Schmelzeinrichtung wenigstens 176,7°C (350°F) über dem geringsten Schmelzpunkt der Nylonmaterialien.
  • Der Bürstenblock kann aus Nylon Typ 6 bestehen und die Monofilamente können aus Nylon Typ 6, 66, 610 oder 612 bestehen.
  • Nylon hat einen extrem hohen Schmelzpunkt. Wie bekannt, besteht das Nylonmolekül aus wiederholten Amidgruppen (CONH), welche bei einer speziellen Temperatur schmelzen, ohne vor Erreichen dieser Temperatur deutlich weich zu werden. So hat zum Beispiel das Produkt Nylon 610 einen Schmelzpunkt von 252°C (485°F). Wenn es diese Temperatur erreicht, verändert es seinen Zustand. Wenn es sich von einem festen in einen flüssigen Zustand verändert, reagiert es mit Sauerstoff in der Umgebungsatmosphäre, um abgebaute Segmente der Nylonpolymerkette zu bilden, nachdem es seinen Schmelzpunkt erreicht. Dies erzeugt eine Schmelzmasse einschließlich chemischer Unreinheiten in dem geschmolzenen Nylon, wobei die Unreinheiten eine Schmelzverbindung zwischen Flor und Basis blockieren.
  • Im folgenden sind üblicherweise verfügbare Nylon-(Polyamid-)Produkte, die zum Beispiel von E. I. DuPont, de Nemours and Co., Inc. of Wilmington, DE zu beziehen sind, aufgeführt. Die unten angegebenen Ziffern bezeichnen bevorzugte Nylon-Klassennamen:
  • Nylontypen(Polyamide)
    Figure 00030001
  • Bei den hohen Temperaturen der obigen Schmelzpunkte ist es schwierig, die Materialien zu bearbeiten, da ein Anstieg der Temperatur um ein einziges Grad über den Schmelzpunkt hinaus das Material dazu bringt, rasch mit Umgebungselementen zu reagieren. Genauso verhärtet die Masse unmittelbar, sobald die Temperatur selbst um nur ein einziges Grad unter den Schmelzpunkt absinkt. Diese Schwierigkeit tritt auf, weil Nylon keinen breiten Bereich an Temperaturempfindlichkeit hat, und, wie oben erwähnt, tatsächlich nur geringes Weichwerden unterhalb der Schmelzpunkttemperatur auftritt.
  • Im Gegensatz dazu weisen andere Polymere, wie etwa Polyethylen und Polypropylen ein Weichwerden über einen großen Temperaturbereich hinweg bis zum Schmelzpunkt auf, und daher ist die Steuerung von deren Schmelzung verhältnismäßig einfach.
  • Zusätzlich zu dem obigen Verarbeitungsproblemen enthält Nylon bei Raumtemperatur Feuchtigkeit, und so wird, wenn das Nylonmaterial den Siedepunkt von Wasser erreicht, das Wasser darin verdampfen. Wenn das Nylonmaterial schmilzt, wird der Wasserdampf unmittelbar ausgestoßen, sobald die Oberflächenspannung abnimmt.
  • Es ist jedoch festgestellt worden, daß sowohl Nylonfilamentflore und Nylonblöcke verschmolzen werden können, wenn sie (a) gleichzeitig durch Schmelzung flüssig gemacht werden, (b) geringstmöglicher Sauerstoff vorhanden ist, um den Abbau des geschmolzenen Produktes zu mini mieren, und (c) die beiden geschmolzenen Bestandteile so schnell wie möglich zusammengebracht werden, und dies bevorzugt in einer Zeit von weniger als einer Sekunde.
  • Indem man die zusammengesetzten Flore aus thermoplastischen Polyamidfilamenten in dichter Nähe zu einem gegossenen Polyamidsubstrat positioniert, und gleichzeitig die Temperatur und die Schmelzzeit der beiden kontrolliert, wird, wenn sie in weniger als 0,25 Sekunden zusammengebracht werden, eine vollständige chemische Verbindung zwischen den Floren und dem Substrat mit einem vernachlässigbaren Abbau des Polyamidmaterials erzielt. Die sich ergebende Struktur hat all die physischen, chemischen und kosmetischen Eigenschaften eines integralen Nylonproduktes.
  • Definitionen
  • Der Begriff "Schmelzerzeugnis" und ähnliche hier verwendete Begriffe beziehen sich auf eine Floreinrichtung, entweder Bürste oder Besen, mit sowohl synthetischen Filamentfloren als auch einer gegossenen Basis, die aus einem thermoplastischen Polyamidharz besteht, wobei die nichtarbeitenden Enden der Flore einstückig mit der Basis verschmolzen sind.
  • Der Begriff "Nylon" meint irgendein Material des Polyamidtyps, einschließlich einfacher und doppelter Monomertypen. "Nylon"-Filament schließt im folgenden verwendet Filamente ein, welche aus linearen thermoplastischen Polyamiden gebildet sind. Es können sowohl ausgerichtete als auch unausgerichtete Filamente einbezogen werden. Es können auch verschiedene Filamentquerschnitte verwendet werden, wie etwa zum Beispiel runde, lobulare, dreischichtige, X- und Y-Querschnitte, und dreieckige, mehreckige, sternförmige Querschnitte und ähnliches verwendet werden. In Fällen, bei denen die Zusammensetzungen der Filamente während der Schmelzvorgänge austauschbar sind, können Mischungen aus synthetischem Filament einbezogen werden. Solche Filamente können eine geeignete Klemmverbindung haben, die ihrer Länge oder einem Abschnitt davon verliehen ist. Filamente können organische oder nichtorganische Modifikationen enthalten, um sie biologisch abbaubar zu machen, oder sie dazu zu bringen, sich über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu zersetzen.
  • Der Begriff "Rupfen", wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf die Bildung von Filamentfloren, wobei ein oder mehrere Flore gleichzeitig gebildet werden, indem mehr als ein auf Länge geschnittenes Filament der Länge nach an seinen Enden ergriffen wird und dieses Filament aus einem parallel angeordneten Bündel aus Filamenten entfernt wird. Rupfvorrichtungen sind unter anderem in unseren früheren U.S. Patenten mit den Nummern 3,471,202; 3,910,637; 4,009,910 und 4,109,965 einbezogen.
  • Es werden nun einige nicht beschränkende bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine Seitenansicht eines
  • 1 a ist eine Querschnittsansicht entlang der Linien A-A von 1,
  • 2 ist eine schematische Seitenansicht, die einen Flor aus Monofilamenten zeigt, der an einem Ende geschmolzen ist,
  • 2a ist eine Querschnittsansicht entlang der Linien B-B von 2,
  • 3 ist eine 2 ähnelnde Seitenansicht, die mehrere Flore zeigt, die an einem Ende geschmolzen sind,
  • 3a ist eine Querschnittsansicht entlang der Linien C-C von 3,
  • 4 ist eine Seitenansicht eines Bürstenblocks aus Nylon,
  • 4a ist eine Endansicht eines Bürstenblocks von 4,
  • 5 ist eine schematische Seitenansicht des Bürstenblocks von 4, bei dem ein Ende geschmolzen ist,
  • 6 ist eine schematische Seitenansicht, die mehrere verschmolzene Flore und einen Bürstenblock zeigt, der erhitzt worden ist, um eine anliegende Fläche davon zu schmelzen,
  • 7 ist eine 6 ähnelnde Ansicht, wobei die Erwärmungseinrichtung entfernt ist,
  • 8 ist eine Seitenansicht, die die Flore und den Bürstenblock von 7 miteinander verschmolzen zeigt, und
  • 9 ist eine 8 ähnelnde Seitenansicht, wobei der Florzupfer nach dem Abkühlen entfernt worden ist.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Zu Zwecken der Bereitstellung von Nylonflorkonstruktionen unter Verwendung von Nylonfilament auf einem Nylonrücken oder -substrat wird ein vorgetrocknetes Produkt verwendet. Dies bedeutet, daß das Produkt unter Verwendung konventioneller Verfahren auf etwa 1–2% Feuchtigkeit getrocknet wird.
  • Unter Bezugnahme auf 1 wird ein herkömmlicher Flor aus Nylonfilamenten 100 mit einem arbeitenden Ende 100' und einem nichtarbeitenden Ende 100'' gezeigt. Das nichtarbeitende Ende wird als das Ende definiert, welches an einem Block oder Substrat befestigt werden würde.
  • Unter Beachtung von 2 wird, wenn das nichtarbeitende Ende 100'' des Flors 100 in die erhitzte Oberfläche eines konventionellen Erhitzerblockes 101 mit einer Heizpatrone für eine Hitzequelle übertragen wird, das Ende des Flors eine ge- und verschmolzene Masse 103 des Filamentmaterials bilden.
  • Nylon hat einen verhältnismäßig hohen Schmelzpunkt, und zum Beispiel in dem Fall herkömmlichen Nylons Typ 66 ist der Schmelzpunkt 257°C (495°F). Nylon wird bei seiner Schmelzpunkttemperatur flüssig, bis es aber auf diese Temperatur erhitzt ist, unterliegt es nur geringem Weichwerden, bis es den genauen Schmelzpunkt erreicht. Darüber hinaus ist Nylon einlangkettiges Polymer, und wenn es bei dieser relativ hohen Temperatur schmilzt, zerfallen die und es treten vorrangig Reaktionen mit umgebenden atmosphärischem Sauerstoff auf, wobei sich Zertallprodukte bilden. Daher werden, wenn das geschmolzene Florende 103 abkühlt, die Zerfallsprodukte vorhanden sein und die Schmelzung wird nicht zu seinem früheren langkettigen Zustand zurückkehren. Mit anderen Worten, wenn Nylon in atmosphärischem Sauerstoff schmilzt, tritt unmittelbar eine chemische Reaktion auf, welche unumkehrbar ist.
  • Bei Anwendung der Schmelzverfahren, die in den oben angegebenen Patenten verwendet werden, die an den Einreichenden dieser Erfindung ausgestellt worden sind, werden die gebildeten Zerfallsprodukte gegen eine Schmelzverbindung zwischen einem Nylonflor aus Filamenten und einem Nylonbürstenblock oder einem anderen Substrat sprechen. Wenn die Gegenstände abkühlen, werden sie sich wegen des Vorhandenseins der Zerfallsprodukte um keinen Grad miteinander vermischen, und daher wird sich der Flor aus dem Block herausziehen. Ein langlebiges Produkt könnte dann unter Verwendung der Verfahren nach dem Stand der Technik nicht hergestellt werden.
  • Zusätzlich war es bei Verwendung der früheren Verfahren, bei denen mehrere Flore aus Filamenten gezupft und dann gleichzeitig an ihren nichtarbeitenden Enden geschmolzen werden, wenn diese Filamente Nylon waren, oder ein Nylonblock verwendet wurde, unmittelbar nach Entternen der Schmelzeinrichtung notwendig, die verkohlten Zerfallsprodukte von der Oberfläche zu kratzen, bevor man mit dem nächsten Schmelzen zusätzlicher Produkte fortfahren konnte. Die Oxidations- und Zerfallsprodukte der Verschmelzung von Nylon heften sich an die Oberfläche der Erhitzungseinrichtung, und machen dadurch die automatische Produktion unmöglich.
  • Wie in den 2 und 2a gezeigt, wird der Flor 100, welcher zum Beispiel Nylon 66 ist, geschmolzen, indem man sein nichtarbeitendes Ende an den Block 101 der Erhitzungseinrichtung anstoßen läßt, um die geschmolzene Masse 103 zu bilden. Unter Bezugnahme auf 2a jedoch, bleibt der mittige Abschnitt 105 der geschmolzenen Masse 103 pures Nylonmaterial, wohingegen die Zerfallsprodukte nur einen Überzug 104 auf der äußeren Oberfläche des geschmolzenen Endes bilden.
  • Mit Aufmerksamkeit auf die 3 und 3a hat es sich herausgestellt, daß, falls ein größeres Produkt verwendet wird, wie etwa mehrere Monofilamente, bei denen zum Beispiel jeder Flor einen Durchmesser von 9,525 mm (0,375'') und jedes Nylonmonofilament einen Durchmesser von 0,2286 mm (0,009'') hat, zum Zeitpunkt der Verschmelzung 203 des Flors 200 geringe Oxidation gibt, wenn es unter Verwendung eines Patronenerhitzers 202 gegen den Block 201 der Erhitzungseinrichtung geschmolzen wird.
  • Wie in 3a gezeigt, bleibt die Mitte der Masse reines Nylon 205, wohingegen die Verunreinigung sich nur auf der äußeren Oberfläche 204 befindet. Diese Darstellung bezieht sich aber auf den Zustand der geschmolzenen Masse fast unmittelbar nach dem Schmelzen, und zwar bis zu 1,5 Sekunden.
  • Mit Aufmerksamkeit auf die 4, 4a, 5 und 5a tritt das gleiche Phänomen auf, wenn eine aus Nylon geformte Konstruktion geschmolzen wird. So wird zum Beispiel ein Block aus Nylon Typ 6 mit einem Aufhängeloch 302 an einem Ende davon und einem Filamentaufnahmeende 301 gezeigt. Wie in den 5 und 5a gezeigt, wird es, wenn der Nylonblock 300 bei Position 303 an dem Erhitzungsblock 306 in Berührung kommt, zu einem Schmelzvorgang des Endes 301 zur Bildung einer geschmolzenen Masse 303 kommen. Wie in 5a gezeigt, bleibt der mittige Abschnitt 305 reines geschmolzenes Nylon, wohingegen die Zerfallsprodukte nur an der äußeren Oberfläche 304 auftreten.
  • Indem man zuerst mehrere Flore zupft, von denen jeder einen Durchmesser von 25,4 mm (1,0'') hat und die, wie in 6 gezeigt, in einem Florzupfer 400 enthalten sind, können das nicht arbeitende Ende 401 der gezupften Flore und das geformte Ende 403 eines Blocks 404 aus Nylon Typ 6 in gegenseitiger Erfassung plaziert und gleichzeitig in Berührung mit einer Erhitzungseinrichtung Schmelzeinrichtung gebracht werden. Dies wird an den mehreren Floren eine geschmolzene Masse 401 und an dem Bürstenblock 404 eine geschmolzene Masse 403 bilden.
  • Es ist hervorzuheben, daß wenn 6 sich so dargestellt, als daß sich die gezupften Flore und der Block in gegenseitiger Erfassung zueinander befinden, gemeint ist, daß deren Längsachsen miteinander übereinstimmen.
  • Es hat sich gezeigt, daß, wenn das Verschmelzen an einem Erhitzungseinrichtungsblock auftritt, welcher eine Temperatur hat, die deutlich oberhalb des Schmelzpunktes von Nylon liegt, und falls das Schmelzen fast augenblicklich auftritt, so daß die geschmolzenen Enden unmittelbar miteinander verbunden werden können, die geschmolzene Masse sich nicht genug abbaut, um die Verbindung zwischen den gezupften Floren und dem Block oder Substrat zu stören.
  • Eine geeignete Temperatur der erhitzten Oberfläche ist etwa 537,8°C (1000°F), und der Schmelzvorgang dauert für die besten Ergebnisse bei Nylon etwa ½ Sekunde. Das Zusammenverschmelzen der geschmolzenen Massen führt dann zu einem Erstarren oder zu einer Verfestigung des geschmolzenen Nylons und dessen Verbindung. Wie in 7 gezeigt, wird die Zupfeinrichtung 400, welche durch die geschmolzene Masse 401 verbundene Flore hat, in der Richtung Y übertragen, wohingegen der Bürstenblock 404 mit der geschmolzenen Fläche 403 in der Richtung von Z übertragen wird, und wie in 6 gezeigt, wird die Erhitzungseinrichtung 402 aus dem Zwischenraum zwischen diesen beiden durch die Übertragung in Richtung von X entfernt. Die beiden verschmolzenen Massen sind dann, wie in 8 gezeigt, miteinander verbunden, um eine gemeinsame Masse zu bilden und nach 4 oder 5 Sekunden ist die Masse 405 ausreichend abgekühlt, so daß die Zupfeinrichtung in der Richtung D übertragen und von dem Flor entfernt werden kann, um die in 9 gezeigte Florkonstruktion mit arbeitenden Enden 407, die sich von dem Bürstenblock 404 aus erstrecken, zu bilden.
  • Es ist möglich, verschiedene Nylon-Typen für das Filament und den Bürstenblock zu mischen und in den meisten Fällen stellt dies kein Problem dar. Im Fall von Nylon 6 ist jedoch das einzelne Monomermolekül Caprolactam ständig vorhanden und daher muß, um Zerfallsprodukte zu vermeiden, die Temperatursteuerung präzise sein, und die Produkte müssen so schnell wie möglich miteinander verbunden werden. Wenn dies eintritt, können zufriedenstellende Produkte mit einer Mischung aus Typ 6 und anderen konventionellen Nylonprodukten hergestellt werden.
  • Für das Verfahren dieser Erfindung ist es essentiell, daß das zu verwendende vorgetrocknete Nylon einen Feuchtigkeitsgehalt von 1–2% hat, daß die Verschmelzung bei einer Temperatur über 176,7°C (350°F) über dem Schmelzpunkt stattfindet, und daß die Produkte in weniger als 3 Sekunden geschmolzen und verbunden werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird eine Temperatur von 537,8°C (1000°F) für das Schmelzen angewendet und die verschmolzenen Massen werden in 0,5 Sekunden geschmolzen und verbunden.
  • Wie oben bemerkt, sind der Zerfall und der unmittelbare Aufbau von Rückständen aus dem Nylon, wenn es auf der Schmelzeinrichtung bei Temperaturen von 426,7–537,8°C (800– 1000°F) schmilzt, das, was die Verschmelzung von Nylon mit Nylon in der Vergangenheit verhindert hat. Der Stand der Technik enthielt kein Mittel für die vollständige Automatisierung eines solchen Verschmelzungsverfahrens, und zwar aufgrund der Tatsache, daß man jedes Mal, wenn ein Flor aus Nylonfilamenten oder ein Nylonblock geschmolzen wird, unmittelbar nach Entfernen der Schmelzeinrichtung bis zu 2–3 Minuten damit verbringen muß, die geschmolzenen, verkohlten Rückstände abzukratzen, bevor man in der Lage ist, mit der nächsten Verschmelzung eines zusätzlichen Produktes fortzufahren. Bei der vorliegenden Endung hat sich jedoch gezeigt, daß durch Begrenzen des Prozesses auf einen Zeitrahmen von weniger als 3 Sekunden der Prozeß insoweit automatisiert werden kann, als daß keine signifikante Ablagerung von Zertallsmaterialien auftritt. Mit anderen Worten, durch Kombination der erhöhten Temperatur und einer verkürzten Zeit für den Gesamtprozeß des Verschmelzens und Verbindens, bilden sich keine Zerfallsprodukte auf dem erhitzten Block der Schmelzeinrichtung.
  • In der Zusammenfassung ist hier somit ein Verfahren zum Verbinden von Nylonfloren mit einem Nylonsubstrat aus Bürstenblock beschrieben worden, bei dem Florkonstruktionen gebildet werden können, welche zu 100% aus Nylon bestehen. Darüber hinaus können diese Produkte in automatisierter Weise gebildet werden und weisen aufgrund der Minimierung von Zerfallsprodukten, die gewünschte Haltbarkeit auf, wenn das Nylon in Umgebungsatmosphäre erhitzt und verschmolzen wird. Um die Verschmelzung zu erreichen, benutzt das Verfahren dieser Erfindung sehr deutlich oberhalb des Schmelzpunktes von Nylon liegende Temperaturen, begrenzt die Zeit für das Verschmelzen und das Verbinden auf weniger als 3 Sekunden und bevorzugt auf etwa 0,5 Sekunden, um die Produkte dieser Erfindung zu bilden.
  • Für einen durchschnittlichen Fachmann wird es leicht zu erkennen sein, daß die vorliegende Erfindung all die oben dargelegten Ziele erfüllt. Nach Lesen der vorhergehenden Beschreibung wird ein durchschnittlicher Fachmann in der Lage sein, verschiedene Veränderung, Ersetzungen oder Austausche und zahlreiche andere Aspekte der Erfindung, die hier nur in groben Zügen beschrieben werden, auszuführen.

Claims (11)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Florkonstruktion (406) aus synthetischem Nylonmaterial mit wenigstens einem Flor aus Nylonmonofilamenten, die an ihrem einen Ende mit einem Nylonsubstrat verschmolzen sind, mit den Stufen, in denen man wenigstens einen Flor aus auf Länge geschnittenen Monofilamenten vorsieht, wobei dieser Flor ein nichtarbeitendes Ende und ein arbeitendes Ende (407) hat, einen Bürstenblock (404) mit einer floraufnehmenden Stirnseite vorsieht, die floraufnehmende Stirnseite des Blockes (404) und das nichtarbeitende Ende des Flors in einer wechselseitig beabstandeten, in Register gebrachten Position ausrichtet, in welcher das nichtarbeitende Ende der floraufnehmenden Stirnseite benachbart und von ihr beabstandet ist, eine Schmelzeinrichtung (402) zum Schmelzen des Flors und des Blockes (404) vorsieht und die Schmelzeinrichtung in Nachbarschaft zu dem Flor und dem Block vorsieht und das nichtarbeitende Ende des Flors und die floraufnehmende Stirnseite des Blockes (404) gleichzeitig verschmilzt, indem man selbige der Einrichtung (402) aussetzt und das nichtarbeitende Ende des Flors und die den Flor aufnehmende Stirnseite in Berührung bringt, bis Kühlung erfolgt, um das nichtarbeitende Ende des Flors mit der floraufnehmenden Stirnseite zu verschmelzen, wobei eine einstückige verschmolzene Florkonstruktion (406) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Monofilamente des Flors aus Nylon bestehen und der Flor einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als etwa 1 bis 2% hat, der Bürstenblock (404) aus Nylon besteht und einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als etwa 1 bis 2% hat, die Schmelzeinrichtung (402) auf einer Temperatur von wenigstens 176,7°C (350°F) oberhalb des Schmelzpunktes des Nylons gehalten wird und das nichtarbeitende Ende des Flors und die floraufnehmende Stirnseite in Berührung in weniger als 3 sec, nachdem das nichtarbeitende Ende und die floraufnehmende Stirnseite der Schmelzeinrichtung (402) erstmals einander ausgesetzt wurden, gebracht werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Nylonbestandteil des Flors unterschiedlich von dem Nylonbestandteil des Blockes (404) ist und die Temperatur der Schmelzeinrichtung (402) wenigstens 176,7°C (350°F) oberhalb des niedrigsten Schmelzpunktes der Nylonmaterialien ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Monofilamente Nylon vom Typ 66 umfassen und der Block (404) Nylon vom Typ 6 umfaßt.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Monofilamente Nylon vom Typ 610 umfassen und der Block (404) Nylon vom Typ 6 umfaßt.
  5. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem Nylon des synthetischen Filamentflors Nylon vom Typ 612 ist und der Bürstenblock (404) Nylon vom Typ 6 ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem beide Nylonbestandteile Nylon vom Typ 6 sind.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Schmelzeinrichtung (402) bei einer Temperatur von etwa 537,8°C (1000°F) vorgesehen ist.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Zeit von dem Zeitpunkt an, an welchem das nichtarbeitende Ende des Flors und die floraufnehmende Stirnseite der Schmelzeinrichtung (402) wechselseitiger Berührung ausgesetzt werden, etwa 0,5 sec beträgt.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem mehrere dieser Flore vorgesehen werden und jeder dieser Flore ein nichtarbeitendes Ende hat, wobei diese mehreren Flore in einem bestimmten Muster angeordnet sind, bei dem die nichtarbeitenden Enden alle in einer Ebene enthalten sind und die nichtarbeitenden Enden alle gleichzeitig mit der floraufnehmenden Stirnseite des Blockes (404) erhitzt werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem die Schmelzeinrichtung (402) ein Paar einander gegenüberliegender erhitzter Stirnseiten hat und die die nichtarbeitenden Enden der Flore enthaltende Ebene sowie diese erhitzten Stirnseiten enthaltenden Ebenen parallel und in Nachbarschaft zu einer Ebene angeordnet sind, die die floraufnehmende Stirnseite des Blockes (404) enthält, wobei die nichtarbeitenden Enden Wärme von einer der parallelen Stirnseiten ausgesetzt werden und die floraufnehmende Stirnseite Wärme von der anderen der parallelen Stirnseiten ausgesetzt wird und die Schmelzeinrichtung (402) zwischen den Floren und dem Block (404) angeordnet ist.
  11. Verfahren nach Anspruch 10 weiterhin mit der Stufe, in der die Schmelzeinrichtung (402) aus dem Bereich zwischen den geschmolzenen, nichtarbeitenden Enden und der geschmolzenen floraufnehmenden Stirnseite entfernt wird und die geschmolzenen, nichtarbeitenden Enden der Flore in Berührung mit der geschmolzenen floraufnehmenden Stirnseite übertragen wird, um diese damit zu verbinden.
DE69726396T 1997-01-17 1997-09-03 Verfahren zum Verbinden von Nylonfasern auf einem Nylon-Block Expired - Fee Related DE69726396T2 (de)

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