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Bereich der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
den Bereich des Stranggießens
von geschmolzenem Metall, wobei das geschmolzene Metall unter Verwendung eines
oder mehrerer endloser, flexibler, sich bewegender, wärmeleitender
Gießbänder, z.
B. metallischer Gießbänder, Band-Gießmaschinen
zugeführt wird,
wobei das Gießband
bzw. die Gießbänder einen sich
bewegenden Formhohlraum oder Formraum definieren, entlang dem das
Band oder die Bänder
sich kontinuierlich bewegen, wobei aufeinanderfolgende Bereiche
jedes Bandes in den Formhohlraum eintreten, sich entlang des Formhohlraums
bewegen und anschließend
aus dem sich bewegenden Formhohlraum austreten. Das durch einen
solchen Stranggießprozeß erhaltene
Produkt ist normalerweise ein kontinuierliches Brammen-, Platten-,
Blech- oder Bandmaterial oder ein im allgemeinen rechteckiges, kontinuierliches
Stangenmaterial.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
insbesondere permanentmagnetische, hydrodynamische Verfahren und
Vorrichtungen zum Stabilisieren eines sich bewegenden, flexiblen,
dünnen,
wärmeleitenden,
weichmagnetischen, ferromagnetischen Gießbandes bezüglich thermischen Störungen,
während sich
das Band entlang des Formhohlraums bewegt und an seiner Vorderseite
durch die durch das geschmolzene Metall erzeugte Wärme erwärmt wird, während es
an seiner Rückseite
durch fließende,
gepumpte, Kühlflüssigkeit
gekühlt
wird.
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Hintergrund
der Erfindung
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Während
des Stranggießens
von geschmolzenem Metall in einer Maschine unter Verwendung mindestens
eines sich bewegenden, flexiblen, dünnen, wärmeleitenden Gießbandes,
z. B. eines metallischen Gießbandes,
ist es ganz wesentlich, daß das sich
bewegende Band sich entlang einer vorgegebenen Sollbahn bewegt,
so daß das
Band selbst auch dann eben bzw. glatt und flach gehalten wird, wenn thermische
Belastungen oder Spannungen auftreten, weil heißes Metall mit seiner Vorderseite
in Kontakt steht, während
die Rückseite
des Bandes durch eine geeignete Kühlflüssigkeit gekühlt wird.
Das Stranggießen
geschmolzener Metalle in einer Maschine unter Verwendung mindestens
eines derartigen Gießbandes
ist häufig
durch thermisch induzierte Verbiegungen, Wölbungen, Wellungen oder Faltenbildungen
(nachstehend als "Defekte" bezeichnet) des Gießbandes beeinflußt worden.
In den US-Patenten Nr. 3937270, 4002197, 4062235 und 4082101 von Hazelett
et al. (in 8 jedes
dieser Patente) und im US-Patent Nr. 4749027 von Allyn et al. (in 5) sind in einem derartigen
Gießband
auftretende, thermisch induzierte Querwölbungen und Wellungen dargestellt.
Außerdem
sind in derartigen Bändern
auch thermisch induzierte Verbiegungen oder Faltenbildung aufgetreten.
Diese Bandstörungen
oder -defekte können
plötzlich
auftreten, so als ob ein Deckel eines evakuierten Behälters plötzlich hochschnellt, wenn
der Deckel anfangs geöffnet
wird und plötzlich Luft
in den Behälter
eintritt. Außerdem
können
diese Störungen
oder Defekte hinsichtlich ihres Ausmaßes und ihrer spezifischen
Positionen in einem Gießband,
das während
es sich entlang des Formhohlraums bewegt, eigentlich eben bzw. glatt
und defektfrei sein sollte, unberechenbar und unvorhersagbar sein.
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Solche thermisch induzierten Defekte
treten mit größerer Wahrscheinlichkeit
in der Nähe
eines Eingangsbereichs des Formhohlraums auf, wo das sich bewegende
Gießband
zuerst die intensiven Erwärmungseffekte
des heißen
geschmolzenen Metalls erfährt,
wenn es in den Formhohlraum eingeführt wird oder unmittelbar nachdem
es in den sich bewegenden Formhohlraum eingeführt worden ist. In der Nähe des Eintrittsbereichs
tritt eine Anfangsabkühlung
des geschmolzenen Metalls auf oder beginnt die Abkühlung, und
die Banddefekte während
dieser Abkühlung
können
zu einem Gußprodukt
führen,
das Splitter, Flecken oder Segregationen von Legierungsbestandteilen
enthält.
Diese Defekte im Gußprodukt
führen
zu Problemen hinsichtlich der Festigkeit, der Formbarkeit und des
Erscheinungsbildes des Produkts.
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Im US-Patent Nr. 2640235 von C. W.
Hazelett (Spalte 7) wird eine obere und eine untere Kühleinheit
für ein
oberes und ein unteres Kühlband
beschrieben. Diese Kühleinheiten
wurden identisch betrieben, und jede Kühleinheit wies eine Platte
auf, die aus einem geeigneten, leicht magnetisierbaren Material
bestehen kann, das den weichen Kern eines Elektromagneten bildete.
Durch die Platte wurde, wenn diese durch einen Stromfluß magnetisch
gemacht wurde, ein Band zur Platte hin angezogen. Um diese Bewegung
des Bandes zur Platte hin zu verhindern, wurden Kupfer- oder Messing-Abstandsstücke verwendet,
so daß unter
Verwendung dieser Abstandsstücke
Kammern zwischen dem Band und der Platte gebildet werden konnten.
In diese Kammern wurde Kühlwasser
zum Kühlen
des Bandes eingeleitet. Obwohl dieses Kühlwasser mit einem erheblichen
Druck und ausreichend normal eingeleitet wurde, um das Band zu stören bzw.
abzulenken und zu verformen, wird in der Beschreibung erwähnt, daß dies aufgrund
des Einflusses der magnetischen Platte, die das Band fest gegen
die starren Abstandsstücke
hält, nicht
der Fall ist. Auf diese Weise kann, wie in der Beschreibung dargestellt
ist, das Band gekühlt werden,
während
es geführt
und so gehalten wird, daß Störungen und
Verformungen verhindert werden, so daß eine exakte Dicke des Produkts
aufrechterhalten werden kann.
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Im US-Patent Nr. 3933193 von William
Baker et al. wird eine Vorrichtung zum Stranggießen von Metallbändern zwischen
sich bewegenden Bändern beschrieben.
Diese Bänder
wurden durch externe Anziehungskräfte, die durch Unterdruckbedingungen erzeugt
und auf die Rückseite
der Bänder
ausgeübt wurden,
oder durch für
den gleichen Zweck erzeugte magnetische Kräfte gegen dicht beabstandete
Halterungsflächen
gehalten.
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Im US-Patent Nr. 4190103 (Spalte
2, Zeilen 38–44)
von Olivio Sivilotti et al. wird dargestellt: "Daher wurde in einer
praktischen Ausführungsform
der vorstehend erwähnten
Vorrichtung das Band durch Unterdruck im wassergefüllten Gehäuse gegen
die Flächen
der dicht beabstandeten Halterungen gezogen. Eine alternative Anordnung
bestand darin, Magneteinrichtungen bereitzustellen, die durch ferromagnetische
Halterungen auf ein ferromagnetisches Band wirken, um das Band auf
der Sollbahn zu halten".
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Der Patentanmelder der vorliegenden
Erfindung, Hazelett Strip-Casting Corporation, hat experimentell
versucht, stationäre
elektromagnetische, gerippte Bandverstärkungsplatten mit den Rückseiten sich
bewegender Gießbänder in
Gleitkontakt zu bringen, wobei die Leistung jedoch nicht so gut
war, daß eine
Weiterverwendung angesichts des übermäßigen Verschleißes und
der übermäßigen Reibung
gerechtfertigt gewesen wäre.
Außerdem
versagten diese elektromagnetischen, gerippten Platten darin, das sich
bewegende Gießband
zuverlässig
im flachen Zustand zu halten oder zu stabilisieren.
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Kurze Beschreibung der Erfindung
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Die vorliegenden Erfinder haben festgestellt, daß die von
C. W. Hazelett, Sivilotti et al. oder Baker et al. in den vorstehend
erwähnten
Patenten beschriebenen magnetischen Vorrichtungen zum Stranggießen von
geschmolzenem Metall nicht industriell angewendet wurden, weil ihre
magnetischen Anziehungskräfte,
d. h. die auf das Band ausgeübten Anziehungs-
oder Zugkräfte,
als Funktion der Abstände
(Zwischenräume)
zwischen dem Gießband und
den magnetischen Vorrichtungen, die dazu vorgesehen waren, thermisch
gestörte
Abschnitte des sich bewegenden Bandes zu den magnetischen Vorrichtungen
hin und in einen vorgegebenen ebenen bzw. glatten oder flachen Zustand
zu ziehen, zu rasch und/oder zu abrupt abnahmen. Die magnetische
Anziehungskraft (Zugkraft) dieser herkömmlichen Vorrichtungen auf
ein Gießband
erstreckte sich nicht über
wesentliche Zwischenräume
oder Abstände
und war daher nicht in der Lage, Abschnitte eines Bandes geeignet
zurückzuziehen,
die aufgrund thermisch induzierter Störungen von einem gewünschten ebenen
bzw. glatten oder flachen Zustand wesentlich abweichen. D. h., die
durch die vorliegenden Erfinder als "weitreichende Anziehungskraft"
oder "weitreichende Zugkraft" bezeichnete Kraft war nicht vorhanden.
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Im Patent von Baker et al. wurde
der in der vorliegenden Erfindung entdeckte wichtige kritische Faktor
der "weitreichenden Anziehungskraft" (d. h. "weitreichenden Zugkraft")
nicht dargestellt oder erwähnt.
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In der vorliegenden Erfindung wird
diese weitreichende Anziehungs- oder Zugkraft durch die hierin beschriebenen
spezifischen permanentmagnetischen Materialien bereitgestellt, die
in den beschriebenen magnetischen Schaltungen angeordnet sind, wobei
die Anziehungskraft sich über
die Abstände
(Zwischenräume)
zwischen Polflächen
der magnetischen Schaltungen und einem sich bewegenden, flexiblen,
dünnen, wärmeleitenden
Gießband
aus einem weichmagnetischen, ferromagnetischen Material erstreckt,
um thermisch gestörte
Abschnitte des Bandes zu den Polflächen hin zu ziehen und das Band
innerhalb enger Grenzen in einem vorgegebenen, erwünschten,
stabilisierten, glatten oder flachen Zustand zu halten, in dem es
durch hydrodynamische Kräfte
gehalten wird, die durch später
beschriebene Ströme
einer gepumpten Kühlflüssigkeit
derart bereitgestellt werden, daß das stabilisierte Band sich entlang
seiner vorgegebenen Bahn bewegt, während es durch hydrodynamische
Abstoßkräfte in einem stabilisierten
flachen Schwebezustand gehalten wird, wobei die Abstoßkräfte durch
die gepumpte Kühlflüssigkeit
und sich schnell bewegende Kühlflüssigkeitsschichten
ausgeübt
werden, wobei das Band nicht mit stationären Gegenständen in Gleitkontakt kommt und
verschleißt,
sondern sich entlang Wasserfilmen im wesentlichen reibungsfrei bewegt.
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In bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung werden mehrere hydromagnetische Vorrichtungen in Anordnungen
bereitgestellt, wobei Ströme einer
gepumpten Kühlflüssigkeit
feste Drosselkanäle durchlaufen,
die zu Drucktaschen führen,
die als der Rückseite
des Gießbandes
zugewandte Drosseldüsen
dienen. Diese Kühlflüssigkeitsströme werden von
den Drosseldüsen
ausgegeben, die benachbart zu den Magnetpolflächen angeordnet oder von den Magnetpolflächen umrandet
sind, um Abstoßkräfte gegen
die Rückseite
des Bandes auszuüben,
wobei Kühlflüssigkeit
in der Form sich schnell bewegender Filme von den Drucktaschen strahlenförmig ausgegeben
wird (ausgestoßen
wird) und sich in den Zwischenräumen
zwischen der Rückseite
des sich bewegenden Gießbandes
und den Magnetpolflächen bewegt.
Diese sich schnell bewegenden Filme kühlen das Band und üben hydrodynamische
Kräfte
aus, die gegen die Rückseite
des sich bewegenden Bandes drücken,
um das Band zu stützen
und das Band leicht beabstandet von den die Kühl flüssigkeit ausgebenden Polflächen zu
halten, während
das Band durch die leistungsstarken, weitreichenden magnetischen
Anziehungskräfte
(Zugkräfte),
die von diesen Polflächen
ausgehen und sich über
die Zwischenräume
bis zum sich bewegenden Band erstrecken, in einem glatten und flachen
Zustand stabilisiert wird. Daher wird die gepumpte Kühlflüssigkeit
zweifach gedrosselt. Sie wird einmal gedrosselt, wenn sie die festen
Drosselkanäle
durchläuft,
die in die dem Band zugewandten Drucktaschen führen. Sie wird erneut gedrosselt,
wenn sie von den Drucktaschen herausströmt und über die die Drucktaschen umrandenden Magnetpolflächen ausgegeben
wird. Tatsächlich
wird die Kühlflüssigkeit
von diesen Drucktaschen in der Form sich schnell bewegender Kühlflüssigkeitsfilme ausgegeben,
die durch Zwischenräume
zwischen dem Band und den Magnetpolflächen strömen, die die Drucktaschen umranden
und ähnlich
wie Kühlmittelausgabeflächen wirken.
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Die hydrodynamischen Vorrichtungen
in diesen Anordnungen weisen leistungsstarke Permanentmagnete auf,
die aus einem besonderen permanentmagnetischen Material hergestellt
sind. Durch diese Magnete, die in jeder Anordnung in magnetischen
Schaltungen angeordnet sind, werden weitreichende magnetische Anziehungskräfte mit
unüblichen
Eigenschaften bereitgestellt, die vermutlich für einen erfolgreichen Betrieb
der dargestellten Ausführungsformen
der Erfindung kritisch sind. Die durch solche Permanentmagnete (die
ein in Mega-Gauß-Oersted
dargestelltes, sehr hohes maximales Energieprodukt aufweisen) bereitgestellte,
leistungsstarke magnetomotorische Kraft ist vermutlich nicht der
einzige Grund für
einen erfolgreichen Betrieb in in diesen Anordnungen oder "Kissen"
von hydromagnetischen Vorrichtungen verwendeten magnetischen Schaltungen.
Eine andere Eigenschaft, die vermutlich für ihren erfolgreichen Betrieb
ebenfalls kritisch ist, ist die sehr niedrige Entmagnetisierungspermeabi lität, die so
gering ist, daß sie
in der gleichen Größenordnung
liegt wie diejenige von Luft oder Wasser oder Vakuum. Durch diese
sehr niedrige Entmagnetisierungspermeabilität wird ermöglicht, daß die Polflächen und Pole der offenbarten
magnetischen Schaltungen sehr leistungsstarke magnetische Anziehungskräfte (Zugkräfte) auf
ein sich bewegendes, flexibles, dünnes, wärmeleitendes Gießband ausüben, das
weichmagnetisches, ferromagnetisches Material enthält, wobei
diese Anziehungskräfte sich
von den Polflächen
relativ weit über
die Zwischenräume
(Abstände)
zwischen den Polflächen und
dem sich bewegenden Gießband
erstrecken, und wobei diese Zwischenräume mit Luft und/oder Wasser
gefüllt
sind. Durch diese Magnete in ihren magnetischen Schaltungen wird
eine Anordnung koplanarer magnetischer Polflächen mit alternierenden Nord-
und Südpolaritäten bereitgestellt,
die der Rückseite
eines sich bewegenden, flexiblen, dünnen, wärmeleitenden Gießbandes
zugewandt sind, das weichmagnetisches, ferromagnetisches Material
enthält.
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In bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung werden erfindungsgemäß inhärent variable Abstoßkräfte (Druckkräfte) der
gepumpten Kühlflüssigkeit
verwendet, die von Drosseldüsen
in den hydromagnetischen Vorrichtungen ausgegeben werden und sich
schnell bewegende Kühlflüssigkeitsfilme
bereitstellen, die sich über
den magnetischen Polflächen
bewegen und gegen die Rückseite
des sich bewegenden Bandes wirken. Diese Abstoßkräfte nehmen mit zunehmendem
Abstand (zunehmendem Zwischenraum) zwischen der Rückseite
des Bandes und einer magnetischen Polfläche, über die die sich schnell bewegenden
Kühlflüssigkeitsfilme
strömen, relativ
schnell ab. Diese Abstoßkräfte werden
mit der durch die Polfläche
an der gleichen Position auf das sich bewegende Band ausgeübten Anziehungskraft (Zugkraft)
ins Gleichgewicht gebracht, wobei die Anziehungskraft mit zunehmendem
Abstand relativ langsamer abnimmt. Durch die vorteilhafte Wechselwirkung
einer schnell abnehmenden Abstoßkraft,
die mit einer relativ langsamer abnehmenden, weitreichenden magnetischen
Anziehungskraft ins Gleichgewicht gebracht wird, wird veranlaßt, daß das sich bewegende
Gießband
schwebt und durch das Gleichgewicht von Zug-/Druckkräften innerhalb
enger Grenzen verläßlich stabilisiert
wird. Dadurch schwebt das sich bewegende Band zwangsweise stabilisiert
im flachen oder glatten Zustand und wird durch gedrosselte gepumpte
Kühlflüssigkeit
in Drucktaschen und dünne
ausströmende
Filme von sich schnell bewegender Kühlflüssigkeit im flachen oder glatten
(Schwebe) Zustand gehalten, die sich in den Zwischenräumen zwischen
der Rückseite
des Gießbandes
und den Polflächen
bewegt.
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In diesen hydromagnetischen Vorrichtungen sind
speziell konstruierte Ablenkdüsen
zum Zuführen zusätzlicher
Kühlflüssigkeit
angeordnet, die dem Band unter einem spitzen Winkel zugeführt wird,
um eine Schicht aus sich schnell bewegender Kühlflüssigkeit zu erzeugen, die sich
in eine Richtung entlang der Rückseite
des Bandes bewegt, um eine zusätzliche
Kühlung
bereitzustellen und die sich schnell bewegenden Flüssigkeitsfilme,
die die Magnetpolflächen
passiert haben, abzulenken, umzuleiten und schließlich mitzureißen.
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Somit wird das sich bewegende Band
innerhalb eines vorgegebenen, gewünschten Glatt- oder Flachheitszustands
stabilisiert, indem die weitreichende Zugkraft mit hydrodynamischen
Kräften
einer von Drosseldüsen
in den hydromagnetischen Vorrichtungen ausgegebenen gepumpten Kühlflüssigkeit
ins Gleichgewicht gebracht wird und an Positionen in unmittelbarer
Nähe der
Magnetpolflächen
eine Druckkraft auf die Rückseite
des sich bewegenden Bandes ausgeübt
wird, um das sich bewegende Band in einer schwebenden Beziehung
im Abstand ohne Kontakt zu den Polflächen stabilisiert zu halten.
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Diese auf ein dünnes Band aus einem weichmagnetischen,
ferromagnetischen Material ausgeübte,
leistungsstarke weitreichende Anziehungskraft (Zugkraft) verhält sich
anders als bei Magneten aus herkömmlichen
Materialien, auch aus Alnico 5, weil diese Materialien einen großen Teil
ihrer Anziehungskraft verlieren, wenn wesentliche Zwischenräume, z. B.
von 1,5 mm (0,060 Zoll) in magnetischen Schaltungen auftreten, wie
beispielsweise in den dargestellten und beschriebenen magnetischen
Schaltungen.
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Die vorliegenden Erfinder halten
es für
möglich,
daß ein
beliebiges permanentmagnetisches Material für die Ausführungsformen der Erfindung
geeignete Eigenschaften besitzt, wenn dieses Material als Permanentmagnete
in magnetischen Schaltungen verwendet werden kann, die ein weichmagnetisches, ferromagnetisches
Material enthalten, um eine Anordnung von Magnetpolen mit entgegengesetzter Polarität bereitzustellen,
deren Polflächen
der Rückseite
eines sich bewegenden Gießbandes
zugewandt werden können,
wobei die Polflächen
unmittelbar benachbart zu Drosseldüsen angeordnet sind (wobei
die Polflächen
z. B. die Drosseldüsen
umranden oder umgeben), wobei die Düsen der Rückseite des Gießbandes
zugewandt angeordnet werden können,
und wobei die Polflächen
und die Polelemente dazu geeignet sind, weitreichende magnetische
Anziehungskräfte
(Zugkräfte)
auf ein sich bewegendes, flexibles, dünnes, wärmeleitendes Gießband auszuüben, das
weichmagnetisches, ferromagnetisches Material enthält, wobei
diese weitreichende magnetische Anziehungskraft an den Polflächen einen
ausreichend leistungsstarken Anfangswert aufweist, und wobei diese
auf das Gießband
in der Nähe
der Anordnungen ausgeübte,
weitreichende magnetische Anziehungskraft ausgehend von ihrem Anfangswert als
Funktion des bis zu 1,5 mm (0,060 Zoll) zunehmenden Abstandes zwischen
dem entsprechenden Bandabschnitt und den Polflächen ausreichend langsam abnimmt,
so daß das
Band innerhalb geeigneter enger Grenzen des Glatt- oder Flachheitsgrades
und des Zwischenraumabstands zwangsweise stabilisiert gehalten wird,
während
es von den Polflächen
weg durch gepumpte Kühlflüssigkeitsströme hydrodynamisch
im Schwebezustand gehalten wird, die von den Drosseldüsen und
von den Drucktaschen in den Drosseldüsen als sich schnell bewegende
dünne Filme
ausgegeben werden, die über
die Polflächen
in den Zwischenräumen
zwischen den Polflächen
und der Rückseite
des Bandes strömen.
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Es können Drehvorrichtungen zum
Drehen der Permanentmagnete vorgesehen sein, um, immer wenn dies
erwünscht
ist, ihre leistungsstarke, weitreichende Anziehungskraft (Zugkraft)
auf das Band zu reduzieren, wobei die Zugkraft in ausreichendem Maße reduziert
wird, um zu ermöglichen,
daß breite, dünne, flexible
Gießbänder installiert
und entfernt werden können,
ohne sie zu beschädigen.
Alternativ kann der durch die leistungsstarken Magnete erzeugte
magnetische Fluß vom
Gießband
durch eine geeignete, bewegliche Weiche auf Nebenschluß gelegt werden,
um die Zugkraft auf das Band in ausreichendem Maße zu reduzieren, so daß das Band
geeignet handhabbar ist.
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Die vorliegende Erfindung berücksichtigt
die durch thermisch induzierte Störungen eines sich bewegenden,
endlosen, flexiblen, dünnen,
wärmeleitenden
Gießbandes
in einer Stranggießmaschine verursachten,
vorstehend erwähnten
Probleme oder eliminiert oder reduziert sie wesentlich.
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Der hierin verwendete Ausdruck "dünn" bezüglich eines überwiegend
aus Stahl hergestellten wärmeleitenden
Gießbandes
bezeichnet ein Gießband
mit einer Dicke von weniger als etwa 1/10 Zoll (etwa 2,5 mm) und
normalerweise von weniger als etwa 0,070 Zoll (etwa 2,0 mm).
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Die magnetische Permeabilität des weichmagnetischen,
ferromagnetischen Materials ist durch B/H definiert, wobei "B" die
magnetische Flußdichte eines
Materials in Gauß und
"H" die auf das Material ausgeübte
magnetische Koerzitivkraft in Oersted bezeichnet. Der hierin verwendete
Ausdruck "weichmagnetisches, ferromagnetisches Material" bezeichnet ein
Material, das eine maximale magnetische Permeabilität aufweist,
die mindestens 500-mal so groß ist wie
die magnetische Permeabilität
von Luft oder Wasser oder Vakuum, die jeweils eine magnetische Permeabilität von 1
aufweisen. Beispielsweise weist normaler Transformatorstahl eine
maximale magnetische Permeabilität
von 5450 auf, gemessen bei einer magnetischen Flußdichte
B von etwa 6000 Gauß bei einer
magnetischen Koerzitivkraft H von etwa 1,1 Oersted, wie auf Seite
E-115 des CRC Handbook of Chemistry and Physics, 66. Ausgabe, 1985–1986, dargestellt
ist. Der im Ausdruck "weichmagnetisches, ferromagnetisches Material"
verwendete Ausdruck "weichmagnetisch" bedeutet, daß dieses
Material relativ leicht magnetisierbar bzw. entmagnetisierbar ist. Daher
wird die Eigenschaft "weich" hierin im Gegensatz zur Eigenschaft
"hart" verwendet, die auf magnetische Materialien angewendet wird,
für die
eine große
Koerzitivkraft erforderlich ist, um sie zu magnetisieren oder zu
entmagnetisieren, so daß sie
schwierig magnetisierbar und entmagnetisierbar sind. Normaler Transformatorstahl
und auch viertelhartgewalztes kohlenstoffarmes Stahlblech, das typischerweise
zum Herstellen dünner
Gießbänder zur
Verwendung in Doppelband-Stranggießmaschinen verwendet wird,
sind in der Kategorie "weichmagnetisches, ferromagnetisches Material"
eingeordnet.
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In der ASTM-Spezifikation A 340-93,
Standard Terminology of Symbols and Definitions Relating to Magnetic
Testing, ist der Ausdruck "Restinduktion Br"
als "der Wert der magnetischen Induktion, der einem Null-Magnetisierungsfeld
ent spricht, wenn das magnetische Material symmetrisch zyklischen
Magnetisierungsbedingungen ausgesetzt ist" definiert.
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Die Permeabilität eines hartmagnetischen Materials
ist ΔB/ΔH, gemessen
in einem geeigneten Abschnitt der Entmagnetisierungskurve, wobei
die Kurve als derjenige Abschnitt der B-H-Hystereseschleife definiert
ist, d. h. der B-H-Schleife oder der B-H-Kurve, der im zweiten (oder
vierten) Quadranten der normalen Hystereseschleife liegt. Die "normale Hystereseschleife"
ist gemäß der vorstehend
erwähnten
ASTM-Spezifikation
definiert.
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Andere Aufgaben, Aspekte, Merkmale
und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden
ausführlichen
Beschreibung der gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsformen
in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen verdeutlicht, die lediglich zur Erläuterung dienen und durch die
die Erfindung nicht eingeschränkt
werden soll und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu dargestellt sind,
sondern lediglich die dargestellten Prinzipien der Erfindung verdeutlichen
sollen. Insbesondere bezieht sich die Beschreibung auf eine Doppelband-Gießmaschine
und normalerweise auf den unteren Schlitten oder Wagen einer solchen
Gießmaschine.
Es werden gleiche Bezugszeichen verwendet, um gleiche Komponenten
oder Elemente in den verschiedenen Figuren zu bezeichnen. Große Pfeile mit
Umrißlinien
zeigen die "Stromabwärts"-richtung bezüglich der
Längsrichtung
(Stromaufwärts-Stromabwärts-Ausrichtung)
des sich bewegenden Formhohlraums oder Formraums und damit die Richtung des
erstarrenden Metall- und Produktstroms vorn Eingang in den sich
bewegenden Formhohlraum oder Formraum zu seinem Ausgang. Die Strömungsrichtung
der Kühlflüssigkeit
ist normalerweise die gleiche Richtung wie die des erstarrenden
Metalls. Lokale Kühlflüssigkeitsströme sind
durch einfache Pfeile dargestellt.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Doppelband-Gießmaschine
betrachtet von der Stromaufwärtsseite,
von oben und von außen.
Diese Maschine ist als zur Erläuterung
dienendes Beispiel einer Metall-Stranggießmaschine mit relativ breiten, mitteldünnen Bändern dargestellt,
auf die die vorliegende Erfindung vorteilhaft anwendbar ist;
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2 zeigt
eine vergrößerte perspektivische Teilansicht
zum Darstellen einer Anordnung hydromagnetischer Vorrichtungen in
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die im unteren Schlitten angeordnet
sind, betrachtet von oben und von der Stromabwärtsseite. Das sich bewegende, flexible
Gießband
ist in 2 zur Verdeutlichung
teilweise im Aufriß dargestellt. 2 zeigt eine Ansicht bei
einer Betrachtung allgemein in der Richtung II-II in 3 und auch in den 4 und 4A;
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3 zeigt
eine Draufsicht einer Anordnung hydromagnetischer Vorrichtungen,
von denen in 2 drei
dargestellt sind. In 3 sind
das Gießband
und seine Laufrollen zur Verdeutlichung weggelassen;
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3A zeigt
eine Nahansicht eines Teils von 3 zum
schematischen Darstellen der gegen die untere Rückseite des nicht dargestellten
unteren Gießbandes
gerichteten Kühlflüssigkeitsströme;
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4 zeigt
einen Längsschnitt,
betrachtet von außerhalb
der Maschine zum Darstellen einer typischen hydromagnetischen Vorrichtung
oder einer Teileinheit eines hydromagnetischen Kissens oder einer
hydromagnetischen Anordnung, die von anderen Elementen des unteren
Schlittens einer z. B. in 1 dargestellten
Band-Gießmaschine
umgeben ist. Die sich bewegenden Randdämme oder -wände der Gießmaschine sind in 1 dargestellt und in 4 zur Verdeutlichung nicht
dargestellt;
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4A zeigt
eine ähnliche
Ansicht wie 4 , jedoch
zum Darstellen einer Konfiguration einer hydromagnetischen Vorrichtung,
die dazu geeignet ist, mit einer stromaufwärtsseitigen Walze, auch Rolle genannt,
zusammenzuwirken;
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4B zeigt
eine vergrößerte Ansicht
eines Teils von 4A zum Darstellen
einer modifizierten Ausführungsform
der Erfindung mit einer flachen, stromabwärts ausgerichteten "Zusatz"-Kühlflüssigkeitsablenkdüse;
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4C zeigt
eine vergrößerte Ansicht
eines Teils von 2 zum
Darstellen der "Zusatzschub"-Ablenkdüse von 4B;
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5 zeigt
eine Teilansicht in Kombination mit Teil-Querschnittsansichten einer Vorrichtung
im unteren Schlitten einer Gießmaschine,
in der die vorliegende Erfindung implementierbar ist, betrachtet von
der Stromaufwärtsseite
in Richtung zur Stromabwärtsseite.
In 5 sind drei Bereiche
durch VA, VB bzw. VC bezeichnet, und die durch die jeweiligen Betrachtungslinien
identifizierten Bereiche sind in 4A durch
VA-VA, VB-VB bzw. VC-VC bezeichnet;
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6 zeigt
eine vergrößerte Ansicht
eines Teils von 5 zum
Darstellen einer typischen magnetischen Schaltung mit dünnen, sich
schnell bewegenden Kühlflüssigkeitsfilmen,
die durch Zwischenräume
zwischen Polflächen
und der Rückseite
eines sich bewegenden Gießbandes
strömen.
Die relative Breite der Zwischenräume, durch die die Kühlflüssigkeitsfilme
strömen,
ist zur Verdeutlichung stark vergrößert dargestellt;
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7 zeigt
Diagramme zum Darstellen des Gleichgewichts oder der Stabilisierung
eines sich bewegenden Gießbandes
als Funktion der Zwischenräume
oder Abstände
zwischen dem sich bewegenden Gießband und den Magnetdüsen-Polflächen (Rändern der
Kühlflüssigkeitsdrucktaschen).
D. h., 7 zeigt das
Zug-/Druckkraft-Gleichgewicht zwischen: (i) den re lativ langsam
abnehmenden, weitreichenden magnetischen Anziehungskräften, die
als nach innen gerichtete Zugkräfte
bezeichnet werden können,
und (ii) den relativ schnell abnehmenden hydrodynamischen Abstoßkräften der
gepumpten Kühlflüssigkeit
und der dünnen
Hochgeschwindigkeits-Kühlflüssigkeitsfilme,
die als nach außen
gerichtete Druckkräfte
bezeichnet werden können.
Außerdem
ist zur Verdeutlichung im Gegensatz die relativ schnelle und unerwünschte Abnahme
der durch Alnico-5-Magnete bereitgestellten Anziehungskraft dargestellt;
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7A ist
dem linken Teil von 7 ähnlich, wobei
der horizontale Maßstab
jedoch auf etwa 6 : 1 vergrößert ist.
Die 7A' und 7A'' dienen
zur Erläuterung;
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8 zeigt
einen Längsschnitt
von der Seite, betrachtet von außerhalb des sich bewegenden Formhohlraumbereichs
der Schlitten, zum Darstellen von Anordnungen hydromagnetischer
Vorrichtungen, d. h. von hydromagnetischen Kissen, die an jeweiligen
Stellen entlang der Länge
des sich bewegenden Formhohlraums angeordnet sind. Eine dieser Anordnungen
hydromagnetischer Vorrichtungen ist flexibel angeordnet dargestellt;
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9 zeigt
eine ähnliche
Ansicht wie 8, sie
stellt jedoch eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar,
wobei die Anordnungen hydromagnetischer Vorrichtungen, die in 8 stromabwärtsseitig
angeordnet dargestellt sind, in 9 durch
stromabwärtsseitig
angeordnete Stützwalzen
ersetzt sind;
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10 zeigt
eine ähnliche
Ansicht wie 8 , jedoch
zum Darstellen einer anderen bevorzugten Ausführungsform, in der zwei Anordnungen
hydromagnetischer Vorrichtungen, die in 8 stromabwärtsseitig im oberen Schlitten
angeordnet dargestellt sind, in 10 durch
stromabwärtsseitig
angeordnete Stützwalzen
ersetzt sind. Die in 10 stromab wärtsseitig
den Stützwalzen
gegenüberliegend
angeordneten beiden Anordnungen im unteren Schlitten bilden nichtmagnetische
Kühlflüssigkeitskissen;
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11 zeigt
eine vergrößerte Querschnittansicht,
betrachtet von einem stromaufwärtsseitigen Punkt
in 5 in die Stromabwärtsrichtung,
zum Darstellen einer Permanentmagnetvorrichtung, die durch einen
flüssigkeitsbetriebenen
Magnetdrehmechanismus gedreht wird. Die Permanentmagnetvorrichtung
ist in der Leerlauf- oder "AUS"-Position dargestellt;
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12 zeigt
eine Querschnittansicht der Vorrichtung von 11, betrachtet von einer Außenposition
in 4. 12 zeigt eine Querschnittansicht entlang
der Linie XII-XII
in 11;
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13 zeigt
die Verwendung einer beweglichen, weichmagnetischen, ferromagnetischen
Weiche (Nebenschluß)
in einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung an Stelle der in den 11 und 12 dargestellten, drehbaren
Permanentmagnetvorrichtungen. 13 zeigt
eine Schrägansicht,
betrachtet allgemein von der Position von 5, zum Darstellen einer Anordnung hydromagnetischer
Vorrichtungen, die unter einem sich bewegenden Gießband angeordnet
sind, wobei eine mit Zähnen
versehene Stange aus einem weichmagnetischen, ferromagnetischen
Material als Weiche (Nebenschluß) dient
und in ihrer "AUS"-Position (Polflächen entmagnetisiert) dargestellt
ist;
-
14 zeigt
eine ähnliche
Ansicht wie 13, jedoch
zum Darstellen der Nebenschlußstange
in der "EIN"-Position (Polflächen
magnetisiert);
-
15 zeigt
Hystereseschleifen zweier verschiedener permanentmagnetischer Materialien:
Alnico 5 und ein bevorzugtes permamentmagnetisches Material,
das später
ausführlich
beschrieben wird und in Permanentmagneten verwendet wird, die in den
beschriebenen, am meisten bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
verwendet werden;
-
16 zeigt
einen Längsschnitt,
betrachtet von der Außenseite
der Maschine, zum Darstellen einer alternativen hydromagnetischen
Vorrichtung oder Teileinheit in einer hydromagnetischen Kissenanordnung.
Diese hydromagnetische Vorrichtung ist in der Darstellung von anderen
Elementen des oberen Schlittens einer z. B. in 1 dargestellten Band-Gießmaschine
umgeben. 16 zeigt eine ähnliche
Ansicht wie 4A, die das untere Gießband und
die untere Walze zeigt, während 16 das obere Gießband und
die obere Walze in Verbindung mit der vorliegenden alternativen
Konstruktion einer Ausführungsform
der Erfindung zeigt;
-
17 zeigt
eine vergrößerte Teil-Querschnittansicht
zum Darstellen mehrerer magnetischer Schaltungen in der vorliegenden
alternativen Konstruktion, wobei sich schnell bewegende, dünne Kühlflüssigkeitsfilme
durch Zwischenräume
zwischen den Polflächen
und der Rückseite
eines sich bewegenden Gießbandes
strömen.
Der linke Teil dieser Ansicht ist eine Querschnittansicht entlang
der Linie A-A in den 16 und 19. Der rechte Teil von 17 ist eine Querschnittansicht
entlang der Linie A'-A'. Die relative Dicke des Kühlflüssigkeitsfilms,
der den Zwischenraum durchströmt,
ist hierbei zur Verdeutlichung stark vergrößert dargestellt;
-
18 zeigt
eine ähnliche
vergrößerte Teil-Querschnittansicht
wie 17, 18 zeigt jedoch eine Ansicht
an einer weiter stromabwärts
liegenden Stelle, entfernt von den Walzenrippen, wobei ein linker
und ein rechter Abschnitt von 18 eine Querschnittansicht
entlang der Linie B-B bzw. B'-B' in den 16 und 19 zeigen;
und
-
19 zeigt
eine vergrößerte Ansicht
von 16 zum spezifischen
Darstellen des Musters der Anordnung der drehbaren Magnete.
-
Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
-
Die Beschreibung wird unter Bezug
auf Doppelband-Gießmaschinen
fortgesetzt, die typischerweise einen oberen und einen unteren Schlitten
zum Drehen eines oberen und eines unteren Gießbandes aufweisen. Zur vereinfachenden
Darstellung wird sich die Beschreibung auf den unteren Schlitten
beziehen. In einer Doppelband-Gießmaschine ist der Transportweg,
dem das erstarrte Metall folgt, im allgemeinen geradlinig. In einer
Einzelbandmaschine (die hierin nicht beschrieben wird) kann der
Transportweg leicht gekrümmt
sein. Außerdem
kann der Transportweg in einer Doppelbandmaschine sich im allgemeinen
geradlinig in der Längsrichtung
der Maschine erstrecken, während
das Band im Bereich des Formhohlraums quer zur Maschine leicht gebogen sein
kann. Für
all diese Fälle
können
der Transportweg oder seine Führungen,
die durch die Positionen der Polflächen in einer Anordnung bereitgestellt
werden, als "koplanare Anordnung" oder "glatte bzw. flache Oberflächenanordnung"
bezeichnet werden.
-
Obwohl ein "flaches" Band sich entlang
eines Transportweges bewegen kann, der einer leicht gekrümmten Bahn
folgt, kann das flache Band als "im flachen Zustand" bezeichnet
werden, wenn es sich entlang des gesamten Transportweges mit einem
gewünschten
Flachheitsgrad bewegt, und auch ein flaches Band, das in einem Abschnitt
des Transportweges in Querrichtung leicht gebogen ist, kann als
"im flachen Zustand" bezeichnet werden, wenn es sich mit einem gewünschten
Flachheitsgrad entlang des gesamten Transportweges bewegt. Eine
Anordnung von Magnetpolflächen
zum Führen
eines sich bewegenden Gießbandes
mit einem gewünschten
Flachheitsgrad entlang eines Transportweges kann als "koplanare
Anordnung" von Magnetpolflächen
oder als "flache Oberflächenanordnung"
bezeichnet werden.
-
1 zeigt
eine Ansicht einer relativ breiten Doppelband-Gießmaschine 36,
betrachtet von der Stromaufwärtsseite,
von oben und von außerhalb
der Maschine. Der untere Schlitten ist durch L und der obere Schlitten
durch U bezeichnet. Durch eine Zuführeinrichtung für geschmolzenes
Metall (nicht dargestellt), die auf dem Fachgebiet der Stranggießmaschinen
bekannt ist, wird geschmolzenes Metall in das Einlaßende 49 des
sich bewegenden Formhohlraums oder Formraums C eingeführt (4, 4A, 5, 6, 8, 9 und 10). Dieses Einführen von geschmolzenem Metall
ist in 1 durch den an
der linken Seite dargestellten, großen offenen Pfeil 37 schematisch
dargestellt. Ein an der rechten Seite von 1 dargestelltes Stranggußprodukt P tritt
aus dem Auslaßende
des sich bewegenden Formhohlraums C aus (Pfeil 57).
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Die Unter- und die Oberseite des
sich bewegenden Formhohlraums C sind durch umlaufende obere und
untere endlose, flexible, dünne,
wärmeleitende
Gießbänder 50 bzw. 52 begrenzt.
Diese Gießbänder 50, 52 werden
in bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung aus einem weichmagnetischen, ferromagnetischen
Material hergestellt. Beispielsweise werden sie aus einem magnetischen
Material wie viertelhart gewalztem, kohlenstoffarmem Stahlblech
hergestellt. Die Vorderflächen der
Gießbänder können, wie
auf dem Fachgebiet bekannt ist, z. B. durch Sandblasen und/oder
durch Beschichten der Bänder,
geeignet behandelt werden. Die beiden lateralen Seiten des sich
bewegenden Formhohlraums C sind, wie auf dem Fachgebiet
bekannt ist, durch zwei umlaufende Blockkettenranddämme 54 begrenzt.
Das untere Band 50 und die Blockketten 54 drehen sich wie
durch Bewegungspfeile 55 dargestellt um eine untere Rolle 56 gegenüber dem
(stromaufwärtsseitigen)
Einlaßende 49 des sich
bewegenden Form hohlraums und um eine untere Rolle 58 gegenüber dem
Auslaßende
des sich bewegenden Formhohlraums. Das obere Band 52 dreht sich
um eine obere stromaufwärtsseitige
Rolle 60 und um eine obere stromabwärtsseitige Rolle 62.
Die Struktur und die Funktionsweise solcher Doppelband-Gießmaschinen
sind auf dem Fachgebiet der Band-Stranggießmaschinen bekannt. Weitere
Informationen über
solche Maschinen können,
falls erwünscht,
in den vorstehend erwähnten
Patenten von Hazelett et al. gefunden werden.
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Die Betrachtungsposition von 2 ist in den 3 und 8 durch die strichpunktierte Linie II-II dargestellt.
Das untere Gießband 50 wird
in der Darstellung durch eine allgemein durch das Bezugszeichen 51 bezeichnete
Anordnung hydromagnetischer Vorrichtungen 38 geführt. Die
Anordnung 51 kann als hydromagnetisches Kissen bezeichnet
werden. Jede der hydromagnetischen Vorrichtungen weist ein Magnetpolelement 39 auf,
das sich bezüglich
der Stromaufwärts-Stromabwärtsrichung
(Pfeil 61) des sich bewegenden Formhohlraums C in Längsrichtung
erstreckt. In der Anordnung 51 sind diese länglichen Polelemente 39 parallel
beabstandet angeordnet. Durch ihre Oberseiten wird in der Darstellung
eine koplanare Anordnung von Magnetpolflächen 34 bereitgestellt.
Zwischen diesen länglichen
Polelementen 39 sind längliche
Zwischenräume 66 definiert,
die sich in der Darstellung bezüglich
des Formhohlraums in Längsrichtung
erstrecken.
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Die länglichen Polelemente 39 sind
aus einem weichmagnetischen, ferromagnetischen Material hergestellt,
beispielsweise aus weichmagnetischem Stahl, z. B. aus rostfreiem
Chromstahl des Typs 430. Das Gießband 50 bewegt sich
in unmittelbarer Nähe
der Magnetpolflächen 34 und
wird durch hydrodynamische Kräfte
gestützt
und gehalten, die durch von Drosseldüsen ausgegebene gepumpte Kühlflüssigkeit
bereitgestellt werden, wie später
erläutert
wird.
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In einer Anordnung 51 hydromagnetischer Vorrichtungen 38 sind
mehrere relativ kompakte Permanentmagnete 32 mit magnetischen
Nord- und Südpolaritäten angeordnet,
die auf jedem Magnet in 2 durch
N' bzw. S' bezeichnet sind. Diese Magnete sind in den länglichen
Zwischenräumen 66 zwischen
aufeinanderfolgenden, beabstandeten, parallelen, länglichen
Polelementen 39 in der Anordnung 51 angeordnet.
Vorzugsweise ist in jedem Zwischenraum 66 mindestens einer
dieser Permanentmagnete 32 angeordnet, so daß in einer
gesamten Anordnung 51, wie gemäß den 3 und 5 deutlich
ist, jedes Polelement 39 in einer Anordnung (außer, wie
in 3 dargestellt, die
beiden äußersten
Polelemente 39-0 in der Anordnung) ein Paar Permanentmagnetpole
der gleichen Polarität
aufweist, die seinen entgegengesetzten Seiten zugewandt sind. Diese
Paare von Permanentmagnetpolen gleicher Polarität weisen über die Anordnung 51 alternierende
Nord- (N') und Süd
(S') -polaritäten
auf. Daher weist z. B., wie in 2 dargestellt,
das Polelement 39 an der linken Seite an seinen beiden
entgegengesetzten Seiten ein Paar Permanentmagnetpole mit der Nordpolarität N' auf
. Das in der Mitte von 2 dargestellte,
folgende Polelement 39 weist an seinen beiden entgegengesetzten
Seiten ein Paar Permanentmagnetpole mit der Südpolarität S' auf. Das an der rechten
Seite in 2 dargestellte,
nächste
Polelement 39 weist an seinen beiden entgegengesetzten
Seiten ein Paar Permanentmagnetpole mit der Nordpolarität N' auf, usw.
bezüglich
der gesamten Anordnung 51.
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Durch diese Anordnung der Permanentmagnete 32 weisen
die Polflächen 34 der
Polelemente 39 in aufeinanderfolgenden hydromagnetischen
Vorrichtungen 38, die über
die gesamte Anordnung 51 beabstandet sind, alternierende
Nord- (N) und Süd
(S) -polaritäten
auf, wodurch eine leistungsstarke, weitrei chende Anziehungskraft
(Zugkraft) auf das sich bewegende Gießband 50 ausgeübt wird
(2, 5 und 6).
-
In einer in 3 dargestellten Anordnung 51 sind
mehrere Permanentmagnete 32, in 4 sind z. B. fünf dargestellt, in jedem der
länglichen
Zwischenräume 66 an
in Längsrichtung
beabstandeten, in Längsrichtung
ausgerichteten Positionen entlang der Länge der länglichen Polelemente 39 angeordnet, wie
in 3 am deutlichsten
zu sehen ist. In dieser Anordnung 51 ist ein erster der
Magnete 32 in jedem Zwischenraum 66 in der Nähe eines
stromaufwärtsseitigen
Endes 118 der Polflächen 34 zweier
benachbarter Polelemente 39 angeordnet. Ein letzter der mehreren
Magnete in jedem Zwischenraum ist in der Nähe eines stromabwärtsseitigen
Endes 120 der Polflächen 34 der
beiden benachbarten Polelemente 39 angeordnet. In 4A, die eine nasen- oder ansatzförmige Anordnung 51n zeigt,
sind die fünf
Magnete in jedem Zwischenraum 66 in der Darstellung in
der Nähe
eines stromabwärtsseitigen
Endes dieser nasen- oder ansatzförmigen
Anordnung benachbart zueinander positioniert, um eine Wechselwirkung
mit den Walzenrippen 128 zu vermeiden.
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In 6 stellen
die gestrichelten Linien 30 eine vollständige magnetische Schaltung
in der Nähe der
Mitte von 6 und Teile
zweier weiterer magnetischer Schaltungen an der linken und der rechten Seite
dar. Die relative Dicke des Gießbandes 50 und die
Größe der Zwischenräume (Abstände) 75 zwischen
den Polflächen 34 und
dem Band sind zur Verdeutlichung stark vergrößert dargestellt. Eine vollständige magnetische
Schaltung 30 kann ausgehend vom Nordpol N' eines in der
Mitte von 6 dargestellten
Permanentmagneten 32 verfolgt werden. Beispielsweise stellt
diese Schaltung 30, wenn in jedem Zwischenraum 66 fünf Magnete
angeordnet sind, eine von fünf
derartigen Schaltungen bezüglich jedes
Zwischenraums 66 und zweier benachbarter Polelemente 39 dar.
Die ma gnetische Schaltung erstreckt sich vom Magnetpol N' in ein
erstes Polelement 39 einer hydromagnetischen Vorrichtung 38 und
dann innerhalb dieses ersten Elements zu einer darauf angeordneten
ersten Polfläche 34,
wo die leistungsstarke magnetomotorische Kraft des Magneten einen
leistungsstarken ersten Magnetpol N an dieser ersten Polfläche magnetisiert.
Die Schaltung erstreckt sich von dieser ersten Polfläche 34 quer über einen
ersten Zwischenraum 75 und tritt in das weichmagnetische,
ferromagnetische Band 50 ein und erstreckt sich innerhalb
des Bandes zu einem zweiten Zwischenraum 75 hin. Die Schaltung
erstreckt sich quer über
diesen zweiten Zwischenraum 75 und tritt in eine Polfläche 34 auf
einem benachbarten Polelement einer benachbarten hydromagnetischen
Vorrichtung 38 der Anordnung 51 ein, wobei sie
an einem leistungsstarken magnetischen Südpol S eintritt, der durch
die leistungsstarke magnetomotorische Kraft des Magneten 32 magnetisiert
wird. Die Schaltung erstreckt sich innerhalb des zweiten Magnetpols 39 zum
Magnetpol S' und tritt in diesen Pol S' ein. Diese magnetische Schaltung
wird innerhalb des Magneten von seinem Pol S' zu seinem Pol N' vervollständigt.
-
Als Beispiel einer geeigneten Anordnung sind
Polelemente 39 in einer Anordnung 51 in der Darstellung
an den Mitten gleichmäßig beabstandet dargestellt.
Dieser Mitte-Mitte-Abstand
der Polelemente 39 kann beispielsweise etwa 1,91 cm (3/4
Zoll) bis etwa 5,08 cm (2 Zoll) betragen. Die länglichen Polelemente können beispielsweise
etwa 1,27 cm (1/2 Zoll) dick sein und längliche Zwischenräume 66 zwischen
benachbarten Polelemente definieren, die sich bezüglich des
Formhohlraums in Längsrichtung
erstrecken. In 6 sind
diese Zwischenräume
in der Nähe
des Bandes 50 aufgrund der leichten Verengung der Polelemente 39 zu
ihren Polflächen 34 hin etwas
breiter dargestellt. In den dargestellten Ausfüh rungsformen erstrecken sich
Permanentmagnete 32 vom Pol S' zum Pol N'.
-
Jeder Permanentmagnet 32 kann
mehrere einzelne Permanentmagnetkörper aufweisen, die Ende-an-Ende
in Serie in geeigneter additiver Nord-zu-Südpolarität angeordnet sind, und/oder mehrere
einzelne Permanentmagnetkörper,
die in paralleler, geeigneter additiver Beziehung Seite-an-Seite
angeordnet sind, um einen sehr leistungsstarken Magnet 32 zu
ergeben, der an seinen entgegengesetzten Enden oder Flächen 33 (3A und 6),
durch die sich der magnetische Fluß erstreckt, resultierende
Nord- (N') und Süd
(S') -polaritäten
aufweist. Wenn die Magnetkörper
aus einem korrosionsanfälligen
Material hergestellt sind, werden diese Körper geeignet beschichtet,
um sie korrosionsbeständig
zu machen, z. B. nickelplattiert. Diese Permanentmagnete 32 sind
in der Darstellung der 2, 3, 5 und 6 als
rechteckige Quader angeordnet, die in der S'-N'-Richtung ihres inneren
magnetischen Flusses etwa 1,27 cm (1/2 Zoll) bis etwa 2,54 cm (1 Zoll)
lang sind und eine Querschnittsfläche von mindestens etwa 6,45
cm2 (1 Zoll2) haben.
-
An den Endflächen 33 der Magnete 32 müssen die
Pole N' und S' nicht notwendigerweise mit den Seitenflächen der
Polelemente 39 tatsächlich
in Kontakt stehen. Diese Magnetendflächen 33 müssen lediglich
angrenzend an die Seitenflächen
ihrer benachbarten Polelemente angeordnet sein. Der hierin verwendete
Ausdruck "angrenzend" soll einen tatsächlichen Kontakt beinhalten.
Wenn zwischen den Endflächen 33 und
den Seitenflächen
der Polelemente 39 ein Abstand vorhanden ist, sollten die
erhaltenen Luftspalte zwischen den Endflächen 33 und den Polelementen 39 in
Richtung der Magnetflußschaltung 30 ausreichend
klein sein, so daß in
der Praxis in jeder vollständigen
magnetischen Schaltung 30 lediglich zwei wesentliche Zwischenräume 75 vorhanden
sind. Wenn an den Ma gnetpolflächen 33 nur
kleine oder keine Luftspalte vorhanden sind, wird jede erhaltene
vollständige
magnetische Schaltung 30, die durch eine leistungsstarke
magnetomotorische Kraft magnetisiert wird, die durch die spezifischen
Eigenschaften des entsprechenden Permanentmagnets 32 bereitgestellt
wird, sich erstaunlich "weitreichend" durch die Zwischenräume 75 erstrecken
können,
um leistungsstarke Anziehungskräfte auf
das sich bewegende Gießband 50 auszuüben, was
durch herkömmliche
Magnete oder Elektromagnete mit einer praktischen Größe nicht
erreicht werden konnte. Diese Anziehungskräfte nehmen mit zunehmendem
Zwischenraum oder Abstand 75 relativ langsam ab, wie in
Verbindung mit den 7 und 7A näher
erläutert
wird.
-
6 zeigt,
daß die
zwei Zwischenräume 75 in
jeder vollständigen
magnetischen Schaltung 30 mit relativ dünnen Filmen 114 einer
sich relativ schnell bewegenden Kühlflüssigkeit gefüllt sind,
wie nachstehend erläutert
wird. Diese Kühlflüssigkeit 93 wird durch
ein in den 4 und 4A dargestelltes Kühlflüssigkeitszufuhrsystem in einen
Tunneldurchlaß oder -kanal
92 gepumpt, der sich in jedem Polelement 39 in Längsrichtung
erstreckt. Die Kühlflüssigkeit 93,
die typischerweise Wasser ist, das Rostinhibitoren enthält, wird
geeignet gefiltert, um partikelförmiges
Material zu entfernen, und wird dann in ein sich im unteren Schlitten
L in Querrichtung erstreckendes Verteilerrohr 100 gepumpt.
Ein Ende dieses Verteilerrohrs 100 ist in 1 dargestellt. Im Verteilerrohr 100 kann
gepumpte Kühlflüssigkeit 93 unter
Druck gesetzt werden, z. B. auf über
etwa 30 Pfund pro Quadratzoll (psi), es wird jedoch in einer spezifischen
Maschine nicht so stark unter Druck gesetzt, daß das Band über die Zwischenräume 75 hinaus
im schwebenden Zustand gehalten wird, in denen verfügbare weitreichende
magnetische Anziehungskräfte
das Band gegen thermische Störungen
gewaltsam stabilisieren können.
Zufuhrrohre 98 (nur eines ist dargestellt) erstrecken sich
vom Verteilerrohr 100. Jedes Zufuhrrohr ist mit einem diagonal
verlaufenden Kanal 96 in einem Polelement 39 verbunden,
das mit einem Tunnelkanal 92 im Polelement verbunden ist.
-
Die Form eines in 4A dargestellten
länglichen
Polelements 39 ist im Vergleich zur in 4 dargestellten Form modifiziert, damit
das längliche Polelement
mit der Konfiguration von 4A über den
Walzenspaltbereich 110 hinaus derart stromaufwärts hervorstehen
kann, daß sein
Ansatzabschnitt 39n in die Nuten 127 (4A) zwischen Rippen 128 auf der
unteren Walze 56 eingepaßt werden kann. Dieser Walzenspaltbereich 110 am
Eingang 49 ist in 4A durch
eine strichpunktierte Linie dargestellt, die sich durch den Eingang
und durch die Achse 111 der unteren Walze 56 und
außerdem
durch die Achse (nicht dargestellt) der oberen Walze 60 (1) erstreckt.
-
Um die gedrängt angeordneten zahlreichen Zufuhrrohre 98 unterzubringen,
die entlang des Verteilerrohrs 100 in einem Mittenabstand
von etwa 2,54 cm (1 Zoll) und 6,35 cm (2 1/2 Zoll) Seite an Seite gleichmäßig beabstandet
sind, können
diese Zufuhrrohre einen ovalen Querschnitt aufweisen, um eine geeignete
Durchflußkapazität bereitzustellen.
Ein Tunnelkanal 92, der sich in einem länglichen Polelement 39 in
Längsrichtung
erstreckt, kann als Plenum- oder Verteilertunnel betrachtet werden,
weil er gepumpte Kühlflüssigkeit 93 mehreren
speziell konstruierten Drosseldüsen
zuführt,
die feste Drosselkanäle 90 und
Drucktaschen 102 aufweisen, die dem Band zugewandt und
von Polflächen 34 umrandet
sind. Das stromaufwärtsseitige
Ende und das stromabwärtsseitige
Ende jedes Tunnelkanals 92 ist wie in den 4 und 4A durch
das Bezugszeichen 94 dargestellt verschlossen.
-
Vom Tunnelkanal 92 tritt
gepumpte Kühlflüssigkeit 93 in
die festen Drosselkanäle 90 ein,
wodurch ein gedrosselter gepumpter Kühlflüssigkeitsstrom 97 zu
Drucktaschen 102 geleitet wird, die der Rückseite
des Gießbandes
zugewandt sind. Die 2, 3, 3A, 4 und 5 zeigen mehrere dieser Drucktaschen.
Sie haben in der Darstellung eine ovale Form und erstrecken sich
in Längsrichtung
der Polflächen 34.
Beispielsweise können
diese Drucktaschen 102 etwa 0,48 mm (3/16 Zoll) tief und
etwa 0,48 cm (3/16 Zoll) breit sein und eine Länge in Längsrichtung der Polflächen 34 von
etwa 0,95 cm (3/8 Zoll) aufweisen. Diese ovalen Drucktaschen 102 sind
in der Darstellung entlang der Länge
der Polflächen 34 z.
B. mit einem Abstand von etwa 0,32 cm (1/8 Zoll) zwischen dem stromabwärtsseitigen
und dem stromaufwärtsseitigen
Ende ihrer ovalen Formen eng beabstandet angeordnet, so daß, wie dargestellt,
beispielsweise zwei Drucktaschen pro 2,54 cm (1 Zoll) in Längsrichtung
der Polflächen 34 angeordnet
sind (d. h. der Mitte-Mitte-Abstand beträgt etwa 1,27 cm (1/2 Zoll).
Beispielsweise weist, wie dargestellt, jede Drucktasche 102 eine
der Bandfläche
zugewandte Fläche
von etwa 0,0093 cm2 (0,06 Zoll2)
auf.
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Der gedrosselte, gepumpte Kühlflüssigkeitsstrom 97 in
den Drucktaschen 102 übt
eine Druckkraft (Abstoßkraft)
auf die Rückseite
des sich bewegenden Bandes 50 aus. Dieser gedrosselte,
gepumpte Kühlflüssigkeitsstrom 97 tritt
von jeder Drucktasche in Form von sich schnell bewegenden Flüssigkeitsfilmen 114 aus,
die von der Drucktasche radial nach außen in die Zwischenräume 75 ausgegeben
werden und über
die Polfläche 34 strömen, die die
Drucktasche umrandet. Zusätzlich
dazu, daß durch
den gepumpten Kühlflüssigkeitsstrom 97 eine Druckkraft
auf die Rückseite
des sich bewegenden Bandes 50 ausgeübt wird, übt jeder der sich schnell bewegenden
Flüssigkeitsfilme 114 eine
dynamische Druckkraft (Abstoß kraft)
auf die Rückseite
des Bandes aus. Diese hydrodynamischen Druck (Abstoß)-kräfte, die
in jeder und um jede Drucktasche 102 herum auftreten, nehmen
aufgrund jeglicher durch Störungen
verursachten Verschiebung eines lokalen Bereichs des Bandes 50 von
den zugeordneten Polflächen 34 weg
bei einer Zunahme der zugeordneten benachbarten Zwischenräume (Abstände) 75 unmittelbar
(bzw. nahezu unmittelbar) ab.
-
Einer der Zwecke jedes Drosselkanals 90 besteht
darin, seine zugeordnete Drucktasche 102 vom zugeordneten
Tunnelkanal 92, von dem gepumpte Kühlflüssigkeit 93 in die
Drucktasche zugeführt
wird, zu isolieren (zu entkoppeln bzw. zu trennen). Aufgrund dieser
Isolation bzw. Entkopplung wird durch jegliche Druckänderungen
des einer bestimmten Drucktasche 102 zugeführten Kühlflüssigkeitsstromes 97 (aufgrund
einer durch eine Störung hervorgerufenen
momentanen Verschiebung eines nahen lokalen Bereichs des sich bewegenden
Bandes 50) der Druck der gepumpten Kühlflüssigkeit 93 im nahen
Tunnelkanal 92 nicht beeinflußt. Daher tritt bezüglich lokaler
Druckänderungen,
die in einem einer Drucktasche zugeführten Kühlflüssigkeitsstrom 97 vorübergehend
auftreten können,
keine positive Rückkopplungswirkung
auf. Infolgedessen funktioniert jede Drucktasche 102 mit
ihrem Kühlflüssigkeitsstrom 97 und
ihren ausgegebenen strömenden Filmen 114 unabhängig von
benachbarten Drucktaschen. Das Verhalten jedes Stroms 97 und
jedes Films 114 beeinflußt den Druck der gepumpten
Kühlflüssigkeit 93 in
den Tunnelkanälen 92 nicht
wesentlich und beeinflußt
die Funktion anderer Drucktaschen oder anderer Kühlflüssigkeitsfilme nicht wesentlich.
-
Um diese Isolation oder Entkopplung
zu erreichen, haben die Drosselkanäle 90 (die als feste Drosselöffnungen
mit einer beträchtlichen
Länge betrachtet
werden können)
vorzugsweise einen Innendurchmesser (I.D.), der nicht größer ist
als beispielsweise etwa 0,159 cm (1/16 Zoll) und vorzugswei se nicht
kleiner als etwa 0,102 cm (0,04 Zoll), weil Öffnungen mit einem Innendurchmesser
von weniger als etwa 0,102 cm (0,04 Zoll) unbeabsichtigt verstopfen
können.
Wie in 6 dargestellt
ist, haben die Kanäle 90 eine
Länge von
etwa 1,005 cm (3/4 Zoll) und einen Innendurchmesser von etwa 0,114
cm (0,045 Zoll).
-
Beispielsweise ist ein geeigneter
Betriebsparameter ein Druck der gepumpten Flüssigkeit 93 im Verteilerrohr 100 (4 und 4A),
der im Bereich von über
30 psi liegen kann, die Flüssigkeit
sollte jedoch nicht zu stark unter Druck stehen, wie vorstehend
erwähnt
wurde. Nachstehend wird zur Erläuterung
vorausgesetzt, daß der
Verteilerdruck im Bereich von etwa 100 psi bis etwa 110 psi liegt
(im Bereich von etwa 7 Bar). Weil angenommen wird, daß in einem Zufuhrrohr 98 und
im Verbindungskanal 96 ein relativ unwesentlicher Druckabfall
auftritt, liegt der Druck der Kühlflüssigkeit 93 (6) in jedem Tunnelkanal 92 in
einem Bereich von etwa 100 psi bis etwa 110 psi.
-
Es wird zuerst zum Zweck der Erläuterung vorausgesetzt,
daß das
sich bewegende Gießband 50 in 6 in Antwort auf ein Gleichgewicht
der Zug-/Druckkräfte
in der Position stabil ist. Das sich bewegende Band wird durch den
gedrosselten, unter Druck stehenden Kühlflüssigkeitsstrom 97 und
außerdem
durch die relativ dünnen
Filme 114 der von den Drucktaschen 102 über die
Zwischenräume 75 ausgegebenen,
sich schnell bewegenden Kühlflüssigkeit
gehalten. Gemäß einem
solchen stabilen Anfangszustand des Bandes tritt nur ein mäßiger Kühlflüssigkeitsstrom 97 in
die Drucktasche 102 ein. Der hierin verwendete Ausdruck
"Strom" bezeichnet ein Kühlflüssigkeitsvolumen
(d. h. eine Kühlflüssigkeitsmenge)
pro Zeiteinheit. Daher wird vorausgesetzt, daß in diesem Anfangszustand
z. B. ein Druckabfall von etwa 30 bis etwa 40 psi im Drosselkanal 90 auftritt.
Daher entspricht der Druck des in die Drucktasche 102 eintretenden
Kühlflüssigkeitsstroms 97 dem
Verteilerdruck von etwa 100 bis etwa 110 psi abzüglich eines Druckabfalls von
etwa 30 bis etwa 40 psi, so daß vorausgesetzt
wird, daß in
diesem Anfangszustand einer stabilen Position des sich bewegenden
Bandes der Druck des Kühlflüssigkeitsstroms 97 im
Bereich von etwa 60 bis etwa 80 psi liegt.
-
Es wird nun zum Zweck der Erläuterung
vorausgesetzt, daß eine
thermische Störung
beginnt und veranlaßt,
daß ein
lokaler Bereich des sich bewegenden Bandes 50 in 6 weiter von den magnetischen
Polflächen 34 verschoben
wird, wodurch die Zwischenräume 75 größer werden,
so daß die
Dicke der sich schnell bewegenden Filme 114 größer wird,
wodurch die Austrittsströmungsgeschwindigkeit dieser
von der Drucktasche ausgegebenen Kühlflüssigkeitsfilme 114 sofort
größer wird,
was zu einem größeren Strom 97 in
die Drucktasche führt,
wodurch im Drosselkanal 90 eine plötzliche Erhöhung des Druckabfalls auftritt,
der beispielsweise etwa 40 bis etwa 50 psi beträgt. Infolgedessen wird vorausgesetzt,
daß der
Druck des in die Drucktasche 102 fließenden Stroms 97 unmittelbar
etwa 50 bis etwa 70 psi beträgt,
und dann ziehen relativ unveränderte, weitreichende
magnetische Anziehungskräfte
in magnetischen Schaltungen 30 den gestörten Bereich des Bandes 50 leistungsstark
sofort in seine ursprüngliche
stabile Position zurück,
in der das Band erneut durch einen sofort wiedergewonnenen, stabilen,
gedrosselten, unter Druck stehenden Kühlflüssigkeitsstrom 97 und
stabile, relativ dünne,
sich schnell bewegende Filme 114 hydrodynamisch gestützt wird.
-
Insgesamt befindet sich in den hydromagnetischen
Vorrichtungen 38 ein fester Drosselkanal (mit einer festen
länglichen Öffnung) 90,
der bezüglich
einer Kühlflüssigkeitsströmungsrichtung
(93)–(97)
unmittelbar stromaufwärts von
einer Drucktasche 102 angeordnet ist. Außerdem wird
eine variable Drosselöffnung
durch variable Abstände
in den Zwischenräumen 75 bereitgestellt,
die bezüglich
des austretenden Kühlmittelstroms
in den sich schnell bewegenden Filmen 114 unmittelbar stromabwärts von
der Drucktasche 102 angeordnet ist. Dadurch spricht der Druck
des in eine Drucktasche 102 eintretenden Kühlflüssigkeitsstroms 97 unmittelbar
(nahezu unmittelbar) auf Änderungen
der Abstände
der Zwischenräume 75 an,
so daß die
leistungsstarken, weitreichenden magnetischen Anziehungs- oder Zugkräfte unmittelbar
größer werden
als die schwächeren
hydrodynamischen Druckkräfte
und ein gewünschter stabiler,
glatter oder flacher Zustand des sich bewegenden Gießbandes 50 unmittelbar
wiederhergestellt wird.
-
Gemäß den 3A und 6 ist deutlich, daß die gedrosselten,
unter Druck stehenden Kühlflüssigkeitsströme 97 und
die sich schnell bewegenden Kühlflüssigkeitsfilme 114 (6) von den Drucktaschen 102 emittiert
werden, die Polflächen 34,
an denen der magnetische Fluß in
den Schaltungen 30 leistungsstark aktiv ist, unmittelbar
benachbart sind. In dieser lokalisierten Weise werden die weitreichenden
magnetischen Anziehungs- oder Zugkräfte und die hydrodynamischen
Druckkräfte
in einer Zug-/Druck-Beziehung an Ort und Stelle miteinander ins
Gleichgewicht gebracht, d. h. es besteht ein Gleichgewicht zwischen
entgegengerichteten Zug- und Druckkräften, die lediglich über einen
kleinen lateralen Abstand entlang des dünnen Gießbandes 50 auftreten.
Daher wird bezüglich
der effektiven Ausübung
dieser entgegengerichteten Zug- und Druckkräfte auf das Band lediglich
ein unwesentliches Moment erzeugt. Daher wird durch diese lokal
wirkenden, entgegengerichteten Zug- und Druckkräfte vorteilhafterweise nur
eine unwesentliche mechanische (im Gegensatz zu einer thermischen)
Störung
auf das dünne
Gießband
ausgeübt.
-
3A zeigt
Richtungen und Muster von sich schnell bewegenden Kühlflüssigkeitsfilmen,
die hinter den Magnetpolflächen 34 austreten,
wie durch Strömungslinien 114 dargestellt
ist. Aufgrund der gedrosselten, gepumpten Kühlflüssigkeitsströme 97 (6) und dieser schnell austretenden
Kühlflüssigkeitsfilme 114 schwimmt
(schwebt) das Gießband 50 und
wird von den Polflächen 34 beabstandet
gehalten, so daß die
durch den Kontakt eines sich bewegenden Bandes mit Gleithalterungen
oder Bandstützen
verursachten Probleme der Reibung und des Verschleißes vorteilhaft
gelöst
werden.
-
Außerdem transportieren diese
sich schnell bewegenden Filme 114 effektiv Wärme von
der Rückseite
des Gießbandes
(in 3A nicht dargestellt) weg, die
sich durch sich langsamer bewegende Kühlflüssigkeit oder daran vorbei
bewegen, um das Band effektiv zu kühlen. Ohne die Verwendung eines unidirektionalen
Ausrichtungsstroms 115 (der später beschrieben wird) würden die
sich schnell bewegenden Kühlflüssigkeitsfilme 114,
nachdem sie hinter den entsprechenden Polflächen 34 ausgetreten
sind, mit sich schnell bewegenden Kühlflüssigkeitsfilmen kollidieren,
die gleichzeitig hinter den Polflächen 34 eines benachbarten
Polelements austreten, so daß in
der Nähe
einer Mittellinie jedes länglichen
Raums 66 ein turbulenter Zwischenkollisionsbereich 113 auftreten
kann, in dem die Kühlflüssigkeit
einen unidirektionalen Nettoimpuls von im wesentlichen Null haben würde, so
daß, mit
Ausnahme von Gravitations- oder Überlauf-
bzw. Streueffekten, keine Kühlflüssigkeit von
den Polelementen 39 wegtransportiert werden könnte.
-
Um jegliche turbulente Kühlflüssigkeit 113 abzulenken,
umzulenken, mit den sich schnell bewegenden Kühlflüssigkeitsfilmen 114 zu
vereinigen, konvergent auszurichten und zusammen mit den sich schnell
bewegenden Kühlflüssigkeitsfilmen 114 von jedem
länglichen
Raum 66 wegzutransportieren und Raum für kontinuierliche Kühlflüssigkeitsströme von den
Drucktaschen 102 bereitzustellen und eine geeignete Kühlung des
Bandes zu ermöglichen,
ist in der Darstellung ein sich schnell bewegender, großvolumiger,
unidirektionaler Ausrichtungskühlflüssigkeitsstrom 115 (Figuren 3A, 4 und 4A)
dargestellt, der einem stromaufwärtsseitigen
Ende jedes Raums 66 zugeführt wird. Dieser unidirektionale
Ausrichtungskühlflüssigkeitsstrom 115 verhindert,
daß Kühlflüssigkeitströme in der
Nähe der
Rückseite
des Bandes relativ zu langsam werden, um von dieser Rückseite
geeignet Wärme
wegzutransportieren (d. h. zu langsam für eine geeignete Kühlung des
Bandes, um eine thermische Zerstörung
des Gießbandes
zu verhindern). Dieser Ausrichtungsstrom 115 veranlaßt, daß die gesamte
Kühlflüssigkeit
schließlich
nur noch in eine Richtung fließt,
während
an allen Stellen auf der Rückseite
des Gießbandes
eine wesentliche Relativgeschwindigkeit zwischen der Kühlflüssigkeit und
dem Band aufrechterhalten wird, um eine thermische Zerstörung des
Bandes zu verhindern. Diese unidirektionalen Ausrichtungskühlflüssigkeitsströme 115 werden,
wie in den 4 und 4A am deutlichsten gezeigt, durch Ablenkdüsen 112 bereitgestellt,
die mit stromaufwärtsseitigen
Enden der Tunnelkanäle 92 in
der Nähe
der stromaufwärtsseitigen
Verschlüsse 94 kommunizieren,
so daß gepumpte
Kühlflüssigkeit 93 in
diese Ablenkdüsen
eintritt.
-
Jede Ablenkdüse 112 (4 und 4A)
ist in der Darstellung unter einem spitzen Winke 1, d.
h. unter einem relativ flachen Annäherungswinkel, zur Rückseite
des sich bewegenden Gießbandes
stromabwärts
ausgerichtet. Jede Ablenkdüse 112 weist eine
kappen- bzw. fingernagelförmige
Ablenkeinrichtung 116 auf, die in der Nähe eines stromabwärtsseitigen
Auslaßendes
der Ablenkdüse
angeordnet ist, um eine kräftige
Strömung 115 des
von der Ablenkdüse
mit einer hohen Geschwindigkeit ausgegebenen Ausrichtungskühlflüssigkeitsstro mes
lateral zu verteilen. Die fingernagelförmigen Ablenkeinrichtungen 116 sind
in der Darstellung unter einem etwas spitzeren Winkel (d. h. kleineren
Winkel) zur Rückseite
des sich bewegenden Bandes 50 hin ausgerichtet als ihre
zugeordneten Ablenkdüsen 112.
-
Jede fingernagelförmige Ablenkeinrichtung 116 richtet
die von ihrer Ablenkdüse
ausgegebene kräftige
Strömung 115 (3A) gegen die Rückseite des Bandes unter einem
spitzen Auftreffwinkel an einer relativ gleichmäßigen, gut definierten Stelle
auf dem Gießband
in der Nähe
eines stromaufwärtsseitigen,
bugförmigen,
spitz zulaufenden Endes 118 (am deutlichsten in den 3 und 3A)
jedes länglichen Polelements 39.
Die stromabwärtsseitigen
Enden 120 der Polelemente 39 sind wie die stromaufwärtsseitigen
bugförmigen
Enden 118 ebenfalls normalerweise bugförmig spitz zulaufend (2 und 3). Die Querschnittsfläche der Öffnung der
Ablenkdüse 112 ist
größer als
diejenige der Drosselöffnungen 90,
jedoch kleiner als diejenige des Tunnelkanals 92. Der relative
Anteil der Querschnittsfläche
der Öffnung
der Ablenkdüse 112 bezüglich der
Querschnittsfläche des
Tunnelkanals 92 wird derart bestimmt und skaliert oder
dimensioniert, daß bei
dem gepumpten Druck des Kühlmittels 93 in
den Verteilern 100 (4 und 4A) immer in ausreichendem Maße Kühlmittelströme 97 (6) in die Drucktaschen 102 eingeleitet
und außerdem
in ausreichendem Maße
Ablenkströme 115 erzeugt
werden. Daher sind die Geschwindigkeit, die Durchflußmenge und
der Impuls oder das Moment des Ausrichtungsflüssigkeitsstroms 115 hoch
bzw. groß genug,
damit er sich mit der gesamten turbulenten Kühlflüssigkeit 113 und den
gesamten, schnell bewegenden Filmen 114 vereinigt, und
die turbulente Kühlflüssigkeit 113 und
die sich schnell bewegenden Filme 114 ablenken und ausrichten
und in die Stromabwärtsrichtung 61 wegtransportieren
kann, nachdem diese von den Zwischen räumen 75 ausgetreten
sind, während
an allen Stellen auf der Rückseite
des Bandes eine beträchtliche
relative Geschwindigkeit aufrechterhalten wird, um eine thermische
Zerstörung
des Bandes zu verhindern.
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Bald nachdem der Ausrichtungsflüssigkeitsstrom 115 (und
andere Kühlflüssigkeit,
die zusammen damit stromabwärts
transportiert wird) von den stromabwärtsseitigen Enden der länglichen
Räume 66 ausgetreten
ist, schaufelt eine sich bezüglich
des sich bewegenden Bandes in Querrichtung erstreckende Ablenkschaufel 122 Kühlflüssigkeit
vom sich bewegenden Band weg. Eine zugeordnete Kühlflüssigkeitsableitrinne (nicht
dargestellt) dient dazu, diese weggeschaufelte Kühlflüssigkeit zu einem Vorratsbehälter (nicht
dargestellt) zurückzuleiten.
Eine derartige Ablenkschaufel 122 und ihre zugeordnete Kühlflüssigkeitsableitrinne
können
beispielsweise den in den 6 und 7 des auf der Titelseite
aufgeführten
US-Patents Nr. 3036348 von Hazelett et al. dargestellten Ablenkschaufeln ähnlich sein,
außer daß die Ablenkschaufeln 122 weder
Verteilerrohrleitungen noch Düsen
für eine
erneute Zufuhr von Kühlflüssigkeit
zum Band aufweisen.
-
Wie in 4A dargestellt,
weisen die Magnetpolelemente 39 (nur eines ist dargestellt)
einen schlanken, stromaufwärtsseitig
hervorstehenden Ansatz-Endabschnitt 39n auf, der über den
Walzenspaltbereich 110 hervorsteht, so daß dieser
Ansatzabschnitt 39n in eine Nut 127 zwischen zwei
Rippen 128 auf einer Walze paßt. Daher sind, wie in 4A dargestellt, die Ablenkdüse 112 und
ihre fingernagelförmige
Ablenkeinrichtung 116 bezüglich des Walzenspaltbereichs 110 etwas
stromaufwärts
angeordnet. Daher werden Anordnungen hydromagnetischer Vorrichtungen 38 mit
schlanken Ansatz-Endabschnitten 39n als
Ansatz-Anordnungen bezeichnet, die in den 8, 9 und 10 durch das Bezugszeichen 51n bezeichnet
sind.
-
Die Walzen 56, 60 und
ihre Rippen 128, die in der Darstellung mit dem Walzenkörper integral ausgebildet
sind, bestehen aus einem nichtmagnetischen Material, d. h. aus einem
diamagnetischen oder paramagnetischen Material, z. B. aus austenitischem
rostfreiem Stahl des Typs 304, so daß die Rippen und Walzen nicht
dazu beitragen, daß ein
Leckfluß von
den Polelementen 39, 39n aus- und in die Rippen
und Walzen eintritt, wodurch der von den Polflächen 34 der Ansatzabschnitte 39n der
Polelemente 39 verfügbare
weitreichende Fluß zum
Stabilisieren der sich bewegenden Gießbänder reduziert würde. Alternativ
können
die Rippen aus einem solchen nichtmagnetischen rostfreien Stahl
hergestellt sein, während
der Körper
der Walzen aus einem weichmagnetischen, ferromagnetischen Material
hergestellt ist, um die magnetischen Schaltungen in Zusammenwirkung
mit den Ansatzabschnitten 39n der Polelemente zu vervollständigen.
Als weitere Alternative können
die Rippen 128 aus einem weichmagnetischen, ferromagnetischen
Material hergestellt sein, während
der Körper
der Walze aus einem nichtmagnetischen Material hergestellt ist.
Dann werden weitreichende Permanentmagnete so angeordnet, daß die Rippen
während
des Betriebs der Maschine mit alternierenden Nord- und Südpolaritäten magnetisiert
werden, um das Band anzuziehen und zu stabilisieren. Diese Magnete
können
durch einen Betätigungsmechanismus
beweglich angeordnet sein, wie beispielsweise in den 11 und 12 dargestellt, um die Magnete zu bewegen
und die magnetische Anziehungskraft zwischen den Rippen und dem
Band abzuschalten, damit das Band leicht von der Maschine entfernt
und ein anderes Band installiert werden kann. Als weitere Alternative
kann eine bewegliche Weiche (Nebenschluß) verwendet werden, wie beispielsweise
in den 13 und 14 dargestellt, um die magnetische
Anziehungskraft zwischen den Rippen und dem Band abzuschalten, damit
das Band leicht entfernt bzw. installiert werden kann.
-
Das permanentmagnetische Material
jedes der Permanentmagnete 32, die die magnetischen Schaltungen 30 (6) leistungsstark magnetisieren und
außerdem
die gesamten magnetischen Polelemente 39 leistungstark
magnetisieren, um die leistungsstarken, weitreichenden Anziehungskräfte (Zugkräfte) auf
ein sich bewegendes Gießband 50 auszuüben, das
weichmagnetisches, ferromagnetisches Material aufweist, hat bestimmte
sehr wichtige kritische Eigenschaften: (1) Eine Probe dieses permanentmagnetischen
Materials weist eine normale Hystereseschleife (B-H-Schleife) auf,
die die B-Achse an einem Punkt kreuzt, an dem die Probe eine Restinduktion
Br mit einer Magnetflußdichte aufweist, die größer oder
gleich etwa 8000 Gauß ist.
(2) Eine Probe dieses permanentmagnetischen Materials weist eine
normale Hystereseschleife (B-H-Schleife) auf, wobei eine geradlinige
Tangente zu einem Mittelpunkt des Abschnitts der Schleife im zweiten
oder vierten Quadranten eine Steigung aufweist, die eine differentielle
Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität in ΔGauß pro ΔOersted anzeigt, die kleiner oder
gleich etwa 4 ist, wobei vorausgesetzt wird, daß die magnetische Permeabilität von Luft
1 beträgt.
Außerdem
muß dieses
permanentmagnetische Material einen großen Permanenzgrad aufweisen,
d. h. grob ausgedrückt,
es muß "schwer"
entmagnetisierbar sein, d. h., es ist im magnetischen Sinn "hart",
oder mit anderen Worten, es ist eine sehr große Entmagnetisierungskoerzitivkraft
erforderlich, um dieses permanentmagnetische Material zu entmagnetisieren. Diese
vorteilhaften Eigenschaften der Magnete 32 werden in Verbindung
mit den 7 und 15 ausführlicher beschrieben.
-
Der hierin verwendete Ausdruck "differentielle
Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität" einer Probe aus einem permanentmagnetischen
Material bezeichnet die Steigung in ΔGauß pro ΔOersted einer geraden Linie,
die eine Tangente zur B-H-Schleife der Probe am Mittelpunkt des
Abschnitts dieser Schleife bildet, der im zweiten oder vierten Quadranten
liegt. Die B-H-Schleife der Probe wird in einem Diagramm dargestellt,
wobei die B- und H-Werte entlang der vertikalen bzw. horizontalen Achse
derart skaliert sind, daß das
Verhältnis
B/H oder ΔB/ΔH von Vakuum,
d. h. die Steigung für
die Flußdichte
B, die sich beim Ausüben
einer Koerzitivkraft H in Vakuum ergibt, im gleichen Diagramm immer
den Wert 1 hat; d. h. das Verhältnis
der Änderung ΔB der Flußdichte
zur Änderung ΔH bei einer
ausgeübten
Koerzitivkraft in Vakuum hat im gleichen Diagramm immer den Wert
1. In den nachstehenden Tabellen sind die erfindungsgemäß bevorzugten
wichtigen kritischen Eigenschaften dargestellt.
-
Tabelle I
-
Eine Probe aus permanentmagnetischem Material
der Magnete
32 weist eine B-H-Schleife auf, die die B-Achse
an einem Punkt kreuzt, an dem die Restinduktion B
r eine
magnetische Flußdichte
in Gauß aufweist:
| allgemein: | größer oder
gleich 8000 |
| bevorzugt: | größer oder
gleich etwa 9000 |
| bevorzugter: | größer oder
gleich etwa 10000 |
| am
bevorzugtesten: | über etwa
11000 |
-
Tabelle II
-
Eine Probe aus permanentmagnetischem Material
der Magnete
32 weist eine differentielle Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität in ΔGauß pro ΔOersted auf:
| bevorzugt: | kleiner
oder gleich etwa 4 |
| bevorzugter: | kleiner
oder gleich etwa 2,5 |
| am
bevorzugtesten: | kleiner
oder gleich etwa 1,2 |
-
In der Einleitung wurde erwähnt, daß die in Tabelle
I dargestellte, durch solche Permanentmagnete 32 bereitgestellte,
sehr leistungsstarke magnetomotorische Kraft wohl nicht der einzige
Grund für einen
erfolgreichen Betrieb ist. Auch die in Tabelle II dargestellte,
sehr niedrige differentielle Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität ist ein
sehr kritischer Faktor. Beispielsweise weist Alnico 5 eine differentielle
Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität von etwa 30 auf. Dieser Wert
von etwa 30 für Alnico 5 ist
im Vergleich zu 1,2 für
den bevorzugtesten Wert in Tabelle II etwa 25-mal größer. Daher
würde für eine vorgegebene
Länge N' → S' der
Magnete eine inkrementelle Zunahme der Zwischenräume 75 (6) eine Wirkung hervorrufen,
die allgemein gesprochen für
die magnetische Anziehungskraft, die durch Magnete aus Alnico 5 bereitgestellt
wird, etwa 25-mal "schädlicher"
ist als bei den erfindungsgemäßen Magneten 32.
Dies ist kein quantitativer Unterschied, sondern ein qualitativer
Unterschied! Daher ist ein thermisch gestörtes Gießband 50 oder 52 durch
Magnete aus Alnico 5 nicht geeignet steuer- oder kontrollierbar,
wohingegen durch die erfindungsgemäß verwendeten Magnete 32 in
den Anordnungen 51 oder 51n, die wie für die bevorzugten Ausführungsformen
beschrie ben konfiguriert sind und betrieben werden, eine geeignete
Steuerung oder Regelung bereitgestellt wird.
-
Die ungewöhnlichen Wirkungen jedes der Magnete 32,
der in seiner eigenen magnetischen Schaltung 30 (6) wirkt, die durch die
kritische Eigenschaft einer sehr niedrigen Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität von beispielsweise
etwa 1,2 bereitgestellt werden, können dahingehend betrachtet
und erklärt
werden, daß der
magnetische Fluß in
der Schaltung 30 sich durch jeden Magnet 32 von
der S'- zur N'-Polarität erstrecken
muß. Es
wird vorausgesetzt, daß der
Magnet 32 vom Ende 33 zum Ende 33 eine
physische Länge
von 25,4 mm (1 Zoll) hat. Der Wert von 1,2 im Vergleich zu Luft
(1) bedeutet, daß der
Fluß innerhalb
des Magneten 32 selbst einen "inneren scheinbaren Luftspalt"
mit einer physischen Länge
von 25,4 mm (1 Zoll), geteilt durch 1,2 überbrücken muß, d. h. einen inneren scheinbaren Luftspalt
von 21 mm (0,83 Zoll). Im Vergleich zum "inneren scheinbaren Luftspalt"
von 21 mm des Magneten liefert ein Zwischenraum 75 von
1,5 mm an der Polfläche 34 nur
einen Beitrag von 7,1%. Ein Magnet aus Alnico 5 mit einer
physischen Länge
von 25,4 mm (1 Zoll), geteilt durch seine vorausgesetzte differentielle
Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität von 30, weist dagegen
einen "inneren scheinbaren Luftspalt" von nur 0,84 mm (0,033 Zoll)
auf. Im Vergleich zum "inneren scheinbaren Luftspalt" des Magneten
aus Alnico 5 von 0,84 mm liefert ein Zwischenraum 75 von
1,5 mm einen Beitrag von 178%. Ein Wert von 178 ist bezüglich einem
Wert von 7,1% hinsichtlich der magnetischen Anziehungskraft 25-mal
schädlicher.
In Permanent Magnet Design and Application Handbook, geschrieben
von Professional Engineer Lester R. Moskowitz, veröffentlicht 1976
und 1985 von Krieger Publishing Company, Malabar, Florida 32950
wurde die differentielle Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität von etwa
30 für
Alnico 5 durch Zeichnen einer geradlinigen Tangente an
einen Mittelpunkt im zweiten Quadranten in der darin dargestellten 6–3 mit dem Titel "Analysis
of a magnetic hysteresis loop. (The hysteresis curve shown is typical
for Alnico 5)" bestimmt.
-
Die länglichen Magnetpolelemente 39 werden
in den Darstellungen der 4 und 4A durch einen Querträger 104 gesichert
und gestützt,
der aus einem nichtmagnetischen Material (einem paramagnetischen
oder diamagnetischen Material) hergestellt ist, z. B. aus nichtmagnetischem,
austenitischem, rostfreiem Stahl des Typs 303. Die Polelemente 39 sitzen
in Nuten 106 im Träger 104.
An den stromaufwärtsseitigen
Enden der Polelemente 39 sind Befestigungslöcher 95 zum
Ausrichten und für
eine zusätzliche
Halterung der Polelemente ausgebildet. Ein unter dem Träger 104 angeordneter
Querträger 108 ist in
einem Chassisrahmen 141 des unteren Schlittens L angeordnet.
Dieser Träger 108 besteht
aus einem geeigneten Strukturmaterial, z. B. aus Baustahl.
-
Es ist vermutlich am geeignetsten,
wenn die vorliegende Erfindung an möglichst weit stromaufwärtsseitig
angeordneten Positionen in einer Doppelband-Gießmaschine 36 angewendet
wird, d. h. etwa in der Nähe
des ersten Drittels der Gesamtlänge
des Formhohlraums C, wo die auf die Gießbänder ausgeübten thermischen Spannungen
am intensivsten sind. Dieses erste Drittel wird vom Eintritt 49 gemessen,
an dem in den 8, 9 und 10 eine Zuführdüse 138 zum Zuführen von
geschmolzenem Metall 139 dargestellt ist. Dieser am weitesten
stromaufwärtsseitig
angeordnete Bereich ist der Bereich, in dem sich zerbrechliches,
erstarrendes Metall von seinem flüssigen in seinen festen Zustand
umzuwandeln beginnt.
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Die Anordnungen 51 und 51n in
den 4, 4A und 5 sind in der Darstellung
durch Querträger 104, 108 starr
am Chassis eines Bandschlittens montiert. Zum Stranggießen ei niger
Metalle kann es wünschenswert
sein, hydrodymagnetische Anordnungen oder Kissen 51n und 51 zu
verwenden, die entlang der Gesamtlänge des Formhohlraums C starr
montiert sind.
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Erfahrungen beim Stranggießen haben
gezeigt, daß in
einer stromabwärtsseitigen
Abschnitten des Formhohlraums C zugeordneten Bandstützvorrichtung
häufig
eine geeignete Elastizität
erwünscht ist,
insbesondere beim Gießen
von Aluminiumlegierungen, wobei das Metall über die gesamte Dicke des Gußprodukts
P noch nicht vollständig
erstarrt ist, wobei jedoch ausreichend festes Metall vorhanden ist, so
daß während des
Abkühlens
des Metalls eine wesentliche Schrumpfung auftritt. Durch eine derartige Elastizität können die
Vorderseiten der sich bewegenden Gießbänder mit dem zu kühlenden
Metall in engem Kontakt gehalten werden.
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In Stranggießmaschinen zum Metallgießen, in
denen es erwünscht
ist, eine Elastizität
in Bandstützvorrichtungen
bereitzustellen, können
eine oder mehrere stromabwärtsseitige
Anordnungen 51 auf Schraubenfedern oder Querträgern montiert
sein, die so konstruiert sind, daß sie nachgiebig und elastisch sind.
Ihre Positionen und ihre Ausrichtung zum Formhohlraum C hin oder
vom Formhohlraum weg können während des
Betriebs durch nicht dargestellte Mechanismen eingestellt werden.
Solche Bandstützeinstellmechanismen
zum Einstellen von nachgiebigen, elastischen Stützelementen können Mechanismen ähnlich sein,
die in den US-Patenten Nr. 4552201, 4671341, 4658883 und 4674558
von Hazelett and Woods dargestellt und beschrieben sind.
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Ein Verfahren, durch das die Elastizität oder Nachgiebigkeit
der hydromagnetischen, bandstabilisierenden Kissenanordnungen 51 einstellbar
ist, besteht darin, verschiedene Durchmesser von Drosselkanälen 90 zu
verwenden (wie in 6 am
deutlichsten zu sehen ist). Der vorgegebene Pumpdruck kann innerhalb
eines Bereichs von etwa 30 psi wie für eine bestimmte Band-Gießmaschine
gewünscht
ausgewählt
werden, in der ein bestimmtes bewegliches, endloses, flexibles,
dünnes,
wärmeleitendes
Gießband
(Gießbänder) zum
Gießen
eines bestimmten Metalls oder einer bestimmten Metalllegierung verwendet
wird (werden).
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In der in 8 dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind
vier Bandstabilisierungsanordnungen 51 der hydromagnetischen
Vorrichtungen 38 vorgesehen. Außerdem sind zwei Bandstabilisierungs-Ansatzanordnungen 51n vorgesehen,
die der oberen und der unteren Walze 56 bzw. 60 betrieblich zugeordnet
sind. In diesen Ansatzanordnungen 51n sind die stromaufwärtsseitigen,
schlanken, länglichen
Ansatzabschnitte 39n (4A)
der Polelemente 39 in Nuten 127 zwischen Umfangsrippen 128 auf der
unteren bzw. der oberen Walze 56, 60 eingepaßt. Stromabwärts (in
der durch den Richtungspfeil 61 dargestellten Richtung)
von den Ansatzanordnungen 51n sind Kühlflüssigkeitsablenkschaufeln 122 angeordnet,
und außerdem
befinden sich solche Ablenkschaufeln stromabwärts von der unteren und der oberen
Anordnung 51, die in der Nähe eines Zwischenabschnitts
des Formhohlraums C dargestellt sind. Von den stromabwärtsseitigen
Enden der unteren und der oberen stromabwärtsseitigen Anordnungen 51 austretende
Kühlflüssigkeit
kann man von der Rückseite
des unteren Bandes herabfallen und von den Rändern des oberen Bandes herablaufen
lassen.
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In der Darstellung von 8 ist eine obere, stromabwärtsseitige
Hydrokissenanordnung 53 durch elastische Halterungen 140,
z. B. durch Schraubenfedern, am Chassisrahmen 142 des oberen
Bandschlittens flexibel montiert. Normalerweise sind keine Magnete
in der Hydrokissenanordnung 53 angeordnet.
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In Verbindung mit den in den 9 und 10 dargestellten Ausführungsformen
der Erfindung ist in 4A er sichtlich,
daß jede
Ablenk- (und Applikator)-schaufel 123, die einer mit Rippen
versehenen Bandstützwalze 126 vorgeschaltet
ist, einen sich in Querrichtung des Chassisrahmens erstreckenden Verteiler 101 aufweist.
Diesem Verteiler 101 wird ein Strom 93 gepumpter
Kühlflüssigkeit
zugeführt,
und der Verteiler weist mehrere Kühlflüssigkeitausgabedüsen 103 auf
(von denen in 4A nur eine dargestellt
ist), die Kühlflüssigkeitsstrahlen 105 auf
eine stromabwärts
ausgerichtete Kühlflüssigkeitsapplikatorfläche 107 auf
dieser Ablenkeinrichtung und auf die Schaufel 123 des Kühlmittelapplikators
hin ausrichten. Eine solche Ablenk- und Applikatorschaufel 123 mit
einem Verteiler 101, Abgabedüsen 103 und einer
Applikatorfläche 107 sind
auf dem Fachgebiet bekannt. Unmittelbar stromabwärts von der Kühlflüssigkeitsapplikatorfläche 107 in 4A ist eine auf dem Fachgebiet bekannte,
mit Rippen versehene Bandstützwalze 126 angeordnet.
-
In der in 9 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist
sowohl im unteren als auch im oberen Bandschlitten L und U eine
erste Folge von mit Rippen versehenen Bandstützwalzen 126 angeordnet,
die stromabwärts
von einer ersten Ablenk- und Applikatorschaufel 123 angeordnet
sind, die unmittelbar stromabwärts
von einer Ansatzanordnung 51n angeordnet ist. In beiden
Schlitten ist eine zweite Ablenk- und Applikatorschaufel 123 angeordnet,
der eine zweite Folge von mit Rippen versehenen Bandstützwalzen 126 folgt.
Eine oder mehrere dieser mit Rippen versehenen Bandstützwalzen 126 können elastisch
und/oder biegbar montiert sein und zum Formhohlraum C hin
und vom Formhohlraum weg einstellbar sein, wie in den US-Patenten
Nr. 4552201, 4671341, 4658883 und 4674558 von Hazelett and Woods
beschrieben ist.
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In der in 10 dargestellten Ausführungsform
der Erfindung ist der obere Schlitten einer Doppelband-Gießmaschine 36 ähnlich ausgestattet
wie der obere Schlitten der in 9 dargestellten
Doppelband-Gießmaschine 36,
d. h., es sind zwei Folgen von mit Rippen versehenen Bandstützwalzen
vorgesehen, denen jeweils eine Ablenk- und Applikatorschaufel 123 vorgeschaltet
ist. In 10 weist der untere
Schlitten zwei nichtmagnetische Anordnungen 53 hydromagnetischer
Vorrichtungen 38 hydrodynamischer Vorrichtungen auf, die
den in den 2, 3, 3A, 4, 4A, 5 und 6 dargestellten Anordnungen 51 ähnlich sind,
außer
daß die
Permanentmagnete 32 in den nichtmagnetischen Anordnungen 53 weggelassen
sind. Diesen Anordnungen 53 sind Ablenkschaufeln 122 vorgeschaltet,
die ähnlich
konfiguriert sind wie die in 4 dargestellten
Ablenkschaufeln 122.
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In Abhängigkeit von der verwendeten
Menge der Ausrichtungskühlflüssigkeit 115 kann
es wünschenswert
sein, eine integrale, flache, Kühlflüssigkeitsdüse oder
eine "Zusatz"-düse 130 (4B, 4C) zu
verwenden, die bezüglich
des stromabwärtsseitigen
Endes jedes Magnetpolelements 39 stromabwärts ausgerichtet
und ein integraler Teil davon ist. Diese Zusatzdüse 130 deckt den Bereich
des Gießbandes 50 oder 52 ab,
der zwischen der letzten Drucktasche 102' und dem Bereich
liegt, in dem die Kühlflüssigkeit 32 auf
das Band auftrifft, d. h., in dem die Kühlflüssigkeit von der Applikatorschaufel 123 zugeführt wird,
nachdem sie die Ablenkeinrichtung 107 verläßt. Dieser
Auftreffbereich 134 (vergl. auch 4A)
der Kühlflüssigkeit 132 befindet
sich, wie dargestellt, etwa dort, wo eine erste Stützwalzenrippe 126 das
Band 50 berührt.
Die Zusatzschubdüse 130 ist
in 4B dargestellt, die einen vergrößerten Ausschnitt
von 4A zeigt, und in 4C,
die einen vergrößerten Ausschnitt
von 2 zeigt, wobei das
untere Gießband 50 zur
deutlicheren Darstellung weggelassen ist. Die Zusatzschubdüse 130 ersetzt den
Bereich der stromabwärtsseitigen
scharfen bugförmigen
Struktur 120 (2 und 3). Die letzte (am weitesten stromabwärts angeordnete)
Drucktasche, d. h. die in 4B am weitesten
rechts dargestellte Drucktasche, ist durch das Bezugszeichen 102' bezeichnet,
weil sie sich von den anderen Drucktaschen 102 unterscheidet,
weil die Düse 130 sich
in die Drucktasche 102' erstreckt und damit verbunden ist
und der Düse
Kühlflüssigkeit
durch die Drucktasche 102' zugeführt wird. Der Drosselkanal 90', über den
der Drucktasche 102' Kühlflüssigkeit
zugeführt wird,
unterscheidet sich von anderen Drosselzufuhreinrichtungen 90 dadurch,
daß er
einen wesentlich größeren Durchmesser
hat, z. B. einen Durchmesser von etwa 4,76 mm (3/16 Zoll). Eine
flache Seite jeder Zusatzschubdüse 130 ist
durch die Rückseite
des Gießbandes 50 oder 52 definiert.
Die andere flache Seite ist durch eine konvergierende, plattformartige Absatzfläche 133 definiert,
die am hinteren Ende des Polelements 39 ausgebildet ist.
Die Düse 130 ist
in 4B im Längsschnitt und in 4C in einer Schrägansicht von oben dargestellt.
Der von der Düse 130 ausgegebene,
divergierende, stromabwärts
gerichtete Ausrichtungskühlflüssigkeitsstrom ist
durch Pfeile 135 (4B und 4C) dargestellt. An Stelle der Düse 130 können beliebige
von mehreren Vorrichtungen zum Ausstoßen von Kühlflüssigkeit in die Stromabwärtsrichtung
verwendet werden, z. B. können
in den Polelementen ausgebildete Innenkanäle bereitgestellt werden, wie
beispielsweise Kanäle,
die an den Seiten der Polelemente münden und allgemein stromabwärtsseitig
ausgerichtet sind. Alternativ können
zwischen den Polelementen in den Räumen 66 Rohre oder Öffnungen
und/oder Ablenkeinrichtungen zum Ausgeben von Kühlflüssigkeit in die Stromabwärtsrichtung
angeordnet sein.
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Eine Magnetdrehvorrichtung 145 kann
wie in 11 dargestellt
vorgesehen sein, um die leistungsstarke, weitreichende magnetische
Anziehungskraft der magnetischen Schaltungen 30 auf ein Gießband 50 zu
reduzieren, um zu ermögli chen,
daß dünne, flexible
Gießbänder installiert
und entfernt werden können,
ohne sie zu beschädigen.
Diese Vorrichtung 145 weist einen länglichen, kreiszylindrischen
Rotor 147 auf, der auf Lagern 148 (12) montiert ist und sich
in der Darstellung in Längsrichtung
des Bandschlittens erstreckt, wobei der Rotor parallel zu den Polelementen 39 ausgerichtet
und in der Mitte dazwischen angeordnet ist. Der zylindrische Rotor 147 weist
ein axial in zwei Hälften
geteiltes Gehäuse 146 aus
weichmagnetischem, ferromagnetischem rostfreiem Stahl auf, z. B.
aus rostfreiem Stahl des Typs 430. Der Rotor weist mehrere
Magnete 32 (12)
auf, deren innerer Magnetflußweg S'-N'
parallel zu einer diametralen Ebene 149 ausgerichtet ist,
die sich durch die Drehachse 151 des Rotors 147 erstreckt.
Das Rotorgehäuse 146 weist
abgeflachte Seiten 155 auf, die parallel zur diametralen Ebene 149 ausgerichtet
sind, um auf dem Rotorgehäuse
effektiv Nord- und Südpole
N' und S' zu bilden. In unmittelbarer Nähe des Rotors 147 sind
Zwischenbrückenelemente 154 aus
weichmagnetischem, ferromagnetischem Material angeordnet, z. B.
aus rostfreiem Stahl des Typs 430. Diese Brückenelemente 154 weisen
zylindrische, konkave Flächen 153 auf, die
dem zylindrischen Rotor 147 zugewandt und in geringem Abstand
davon angeordnet sind.
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Der Rotor 147 ist in den 11 und 12 in seiner "Aus"-Position dargestellt,
in der den in 6 durch
das Bezugszeichen 30 dargestellten magnetischen Schaltungen
allgemein ähnliche
magnetische Schaltungen wirksam unterbrochen sind, so daß der magnetische
Fluß von
den Magneten 32 in 11 von
den Polflächen 34 weg
gelenkt wird. Dieser abgelenkte Fluß wird primär von N' zu S' auf Nebenschluß gelegt,
indem er allgemein parallel zur diametralen Ebene 149 des
Rotors durch die magnetischen Brückenelemente 154 geleitet
wird. In dieser "Aus"-Position sind die diametrale Ebene 149 und
die flachen Seiten 155 des Rotors parallel zur Seitenfläche der
Polelemente 39 ausgerichtet. Daher erreicht die Polflächen 34 nur
ein wesentlich reduzierter Anteil des magnetischen Flusses. Dadurch
wird das Band 50 in wesentlich geringerem Maße angezogen, so
daß es
installiert oder entfernt werden kann, ohne beschädigt zu
werden. Das obere und das untere Stützelement 156 und 158 ist
nichtmagnetisch und besteht beispielsweise aus austenitischem rostfreiem
Stahl des Typs 303.
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Zum "Ein"-schalten der Magnetdrehvorrichtung 145 wird
ihr Rotor 147 um 90° um
seine Achse 151 gedreht, so daß seine diametrale Ebene 149 direkt
auf die Mittenbereiche der komkaven Flächen 153 der Brückenelemente 154 ausgerichtet
ist. Dadurch werden der Nord- und der Südpol N' und S' der Magneten
durch entsprechende N'- und S'-Pole auf ihrem Gehäuse 146 magnetisch
dicht gekoppelt, um sie mit diesen Brückenelementen 154 dicht
zu koppeln und eine magnetische Schaltung in der in 11 dargestellten Anordnung zu vervollständigen. Man
kann sich vorstellen, daß diese
"ein"-geschaltete
magnetische Schaltung in 11 sich
von einem magnetischen Nordpol N' durch einen N'-Pol des Rotorgehäuses 146,
durch ein erstes Brückenelement 154,
durch ein erstes Polelement 39 zu einer ersten Polfläche 34, über einen
ersten Zwischenraum 75 in das Band 50 erstreckt,
sich innerhalb des Bandes zu und dann über einen zweiten Zwischenraum 75 in eine
zweite Polfläche 34,
durch ein zweites Polelement 39 zu einem zweiten Brückenelement 154 und durch
einen S'-Pol eines
Rotorgehäuses 146 zu
einem magnetischen Südpol
S' erstreckt, wobei die magnetische Schaltung innerhalb jedes Magneten von
S' nach N' intern abgeschlossen oder vervollständigt wird.
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Zum Drehen des Rotors 147 über 90° zu seiner
"Ein"-Position weist
sein Gehäuse 146 Drehzapfen 152 (12) auf, die in auf Halterungselementen 156, 158 montierten
Lagern 148 drehbar gehalten werden und einen Schäkelarm 162 aufweisen,
der an einem Drehzapfen befestigt und bei Bezugszeichen 161 an
einer Kolbenstange 163 drehbar befestigt ist, die mit einem
Kolben 165 eines Hydraulikzylinders 160 verbunden
ist. Eine Rückstellfeder 166 spannt den
Kolben auf die "Aus"-Position der Magnetdrehvorrichtung 145 vor.
Die "Ein"-Position des Rotorschäkelarms 162 ist
in 11 in einer gestrichelten Umrißlinie 162' dargestellt.
Die Kolbenkammer 167 des Zylinders 160 ist durch
einen Schlauch 164 mit einem Kühlflüssigkeitszufuhrrohr 98 verbunden.
Dadurch tritt, immer wenn über
einen Verteiler 100 gepumpte Kühlflüssigkeit zugeführt wird,
Kühlflüssigkeit in
die Kammer 167 ein und hebt den Kolben 165 gegen
die Vorspannkraft der Feder 166 an, um den Rotor 147 auf
seine "Ein"-Position zu drehen. Sobald der Kühlmitteldruck ausgeschaltet
wird, dreht die Feder 166 die Magnetdrehvorrichtung 145 auf
die "Aus"-Position.
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Anstatt einzelne Hydraulikzylinder 160 zum Betätigen jedes
Rotors 147 zu verwenden, können die Schäkelarme 162 aller
Magnetdrehvorrichtungen 145 in einer Anordnung 51 auch
mit einer gemeinsamen Betätigungsstange
drehbar verbunden sein, die sich aus der Anordnung 51 heraus
erstreckt und manuell oder hydraulisch betätigt wird, um alle Rotoren 147 gleichzeitig
auf ihre "Ein"- oder "Aus"-Position zu drehen.
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Die 13 und 14 zeigen einen alternativen Mechanismus
zum Drehen der magnetischen Schaltungen auf ihre "Ein"- oder "Aus"-Position,
wobei eine sich in Längsrichtung
erstreckende, bewegliche Nebenschlußstange 170 aus einem
weichmagnetischen, ferromagnetischen Material, z. B. aus rostfreiem
Stahl des Typs 430, verwendet wird. Diese Nebenschlußstange 170 ist
in der Nähe
der Magnetpolelemente 39 von ihrer in 13 dargestellten "Aus"-Position zu ihrer in 14 dargestellten "Ein"-Position
verschiebbar. Diese Nebenschlußstange
ist mit einem Profil versehen, durch das mehrere zinnenähnliche
Vorsprünge 172 mit
dazwischenliegenden Nuten 174 bereitgestellt werden. Diese zinnenähnlichen
Vorsprünge
sind entlang der Stange 170 in einem Mitte-Mitte-Abstand in Längsrichtung beabstandet,
der dem doppelten Mitte-Mitte-Abstand "d" der Magnetpolelemente 39 gleicht.
Die zinnenähnlichen
Vorsprünge 172 und
ihre dazwischenliegenden Nuten 174 erstrecken sich jeweils über etwa den
gleichen Abstand "d" entlang der Nebenschlußstange. Dadurch ist, wie in 13 in der "Aus"-Position
dargestellt, jeder zinnenähnliche
Vorsprung 172 direkt benachbart zu zwei Polelementen 39 entgegengesetzter
Polarität
angeordnet, d. h. der zinnenähnliche
Vorsprung steht damit in direktem Eingriff, und bildet eine direkte
Brücke
von einer Mitte eines N-Polelements 39 zu
einer Mitte eines benachbarten S-Polelements,
um den magnetischen Fluß von
den Polflächen 34 weg
auf Nebenschluß zu
legen. In der "Ein"-Position sind dagegen alle zinnenähnlichen Vorsprünge 172 direkt
benachbart zu Polelementen 39 der gleichen Polarität (z. B.
N) angeordnet (bzw. stehen damit in Eingriff), wobei dazwischenliegende Nuten 174 allen
Polelementen zugewandt, jedoch von ihnen beabstandet sind, die die
gleiche Polarität (z.
B. S) haben, die der Polarität
der Polelemente, mit denen die zinnenähnlichen Vorsprünge in Eingriff
stehen, entgegengesetzt ist. Dadurch tritt nur eine geringe Nebenschlußwirkung
auf, und die magnetischen Schaltungen 30 (6) werden wie vorstehend beschrieben
vervollständigt.
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In dargestellten Ausführungsformen
der Erfindung sind die länglichen
Polelemente 39 in einer Stromaufwärts-Stromabwärts-Orientierung 61 angeordnet,
weil diese Stromaufwärts-Stromabwärts-Orientierung
in Längsrichtung
für Doppelband-Gießmaschinen
geeignet ist. Vom Standpunkt der vor liegenden Erfinder kann eine
Konfiguration von Stranggießmaschinen
mit sich bewegenden Gießbändern verwendet
werden, in der es zweckmäßig ist,
die länglichen
Polelemente 39 einschließlich ihrer zahlreichen speziell
konstruierten Düsen 90, 102 und
ihrer Ablenkdüsen 112, 116 zum
Vorwärtstreiben
des Kühlflüssigkeitsstroms 115 quer über die
Rückseiten
eines sich bewegenden Gießbandes
anzuordnen.
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Außerdem können die länglichen Polelemente 39 in
Längsrichtung
strukturiert oder profiliert sein, wobei ihre Pol flächen 34 in
Längsrichtung
gekrümmt
sind, um sie speziellen Stranggießbedingungen anzupassen, z.
B. in einer Einzelband-Stranggießmaschine,
in der der Weg des einzelnen Gießbandes normalerweise einem
leicht gekrümmten
Bogen mit einem relativ großen
Radius folgt. Die Polflächen 34 in
einer derartigen Gießmaschine,
die einen in Längsrichtung
gekrümmten
Formhohlraum aufweist, würden
sich in Längsrichtung
in einem leichten Bogen krümmen,
der dem leichten Bogen des sich bewegenden Gießbandes entspricht, um das
sich bewegende Gießband
auf seiner gewünschten
bogenförmigen
Bahn hydromagnetisch zu stabilisieren. Solche in Längsrichtung
gekrümmten
Polflächen werden
als koplanar betrachtet, weil sie das sich bewegende Gießband in
einem glatten oder flachen Zustand stabilisieren.
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Außerdem können in einer Stranggießmaschine,
in der ein Gießband
oder ein Paar Gießbänder sich
entlang einer geraden Bahn bewegen, die Polflächen 34 in einer Längsrichtung
entlang des Gießweges
gerade sein, eine Anordnung der Polflächen kann jedoch in Querrichtung
zum geraden Weg leicht gebogen sein, um ein Gießband in Querrichtung leicht
zu biegen, während
es sich entlang des Gießweges
bewegt. Eine solche in Querrichtung gebogene Anordnung von Polflächen wird
als koplanare Anordnung betrachtet, weil sie das sich bewe gende
Gießband
in einem glatten oder flachen Zustand stabilisiert.
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Durch diese Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung wird erreicht, daß ein
sich bewegendes Gießband
zwangsweise in einem glatten und flachen Zustand innerhalb enger
Grenzen der Glattheit (Flachheit) und innerhalb enger Grenzen des
Abstands (Zwischenraums 75) von den Polflächen 34 seiner
hydrodynamischen Stützanordnungen 51 oder 51n hydromagnetischer
Vorrichtungen 38 gehalten wird.
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Die Erfinder der vorliegenden Erfindung
vermuten, daß jegliche
Permanentmagnete 32, die aus einem permanentmagnetischen
Material hergestellt sind, das die vorstehend beschriebenen, sehr
wichtigen kritischen Eigenschaften besitzt, in den Ausführungsformen
der Erfindung erfolgreich verwendet werden können. Vorzugsweise werden Magnete 32 verwendet,
die permanentmagnetische Materialien enthalten, die als Seltenerd-Magnetmaterialien
bekannt sind, z. B. Magnete, die magnetische Materialien enthalten,
die mindestens ein chemisches "Seltenerd"-Element (der Lanthanid-Familie
chemischer Elemente mit der Nummer 57 bis 71) enthalten, z. B. Magnete,
die vorzugsweise permanentmagnetische Materialien enthalten, die
die chemischen Seltenerdelemente Neodym oder Samarium enthalten.
Beispielsweise können
Magnete verwendet werden, die ein permanentmagnetisches Material
enthalten, das eine Verbindung aus Kobalt und Samarium (Co5Sm) mit einem maximalen Energieprodukt von
etwa 20 MGOe (Mega-Gauß-Oested) umfaßt, weil
ihre B-H-Hystereseschleife eine Restinduktion Br von etwa
9000 Gauß aufweist,
und Magnete, die Co17Sm2 aufweisen
und ein maximales Energieprodukt in einem Bereich von etwa 22 bis
etwa 28 MGOe besitzen, weil ihre B-H-Schleife eine Restinduktion Br im Bereich von etwa 9000 Gauß bis etwa
11000 Gauß aufweist.
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Co5Sm-Permanentmagnetmaterial
mit einem maximalen Energieprodukt von etwa 20 MGOe hat eine differentielle
Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität von etwa 1,08. Co17Sm2-Permanentmagnetmaterialien
mit maximalen Energieprodukten im Bereich von etwa 22 bis etwa 28
MGOe haben eine differentielle Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität von etwa
1,15 bis 1,0.
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Die gegenwärtig bevorzugtesten Permanentmagnete 32 enthalten
permanentmagnetische Materialien auf der Basis einer Tri-Element-(ternären) Zusammensetzung
aus Eisen, Neodym und Bor, die allgemein als Neodym-Eisen-Bor, Nd-Fe-B
oder NdFeB, bekannt ist, die ein maximales Energieprodukt in einem
Bereich von etwa 25 bis etwa 35 MGOe aufweist. Solche Magnete können als
"Neo-Magnete" bezeichnet werden, wobei Neo-Magnete mit einem maximalen Energieprodukt
von 32 bis 35 MGOe am bevorzugtesten sind. NdFeB-Permanentmagnetmaterial
mit einem maximalen Energieprodukt im Bereich von etwa 25 bis etwa
35 MGOe weisen eine B-H-Schleife mit einer Restinduktion Br im Bereich von etwa 10700 Gauß bis etwa
12300 Gauß und
mit einer differentiellen Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität von etwa
1,5 auf. Neo-Magnete
besitzen eine geringe Korrosionsbeständigkeit, so daß sie nickelplattiert
werden.
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Möglicherweise
werden in Zukunft andere permanentmagnetische Materialien, z. B.
ternäre
Zusammensetzungen, wie beispielsweise Eisen-Samarium-Nitrid, und
andere bisher unbekannte ternäre permanentmagnetische
Verbundmaterialien und bisher unbekannte quaternäre (Vierelement) permanentmagnetische
Materialien kommerziell erhältlich sein,
die B-H-Schleifen
mit einer ausreichend hohen Restinduktion Br aufweisen
können,
wie in Tabelle I dargestellt, und außerdem eine differentielle
Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabi lität aufweisen können, die
ausreichend niedrig ist, wie in Tabelle II dargestellt, so daß diese
Materialien zur Verwendung in Ausführungsformen der Erfindung
geeignet sind.
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15 zeigt
eine ungefähre
allgemeine B-H-Schleife 200 für NdFeB-Permanentmagnetmaterial
mit einem maximalen Energieprodukt von etwa 35 MGOe. Die B- und
die H-Achse kreuzen sich am Ursprung 216. Dieses "Neomagnet"-material
zeigt eine allgemein durch das Bezugszeichen 202 dargestellte
Sättigungsmagnetisierung
von etwa 20000 bis etwa 25000 Gauß. Diese B-H-Kurve 200 kreuzt
in der Darstellung die positive B-Achse an einem Punkt 204,
an dem die Restinduktion Br etwa 12000 bis etwa
12300 Gauß beträgt. Der
Abschnitt der Schleife 200 im zweiten Quadranten ii (im
Entmagnetisierungsquadranten) ist vorteilhaft eine im wesentlichen gerade
Linie 206, die zu einem Punkt 208 mit einem Wert
von –11000
Oersted auf der horizontalen H-Achse abfällt. Ein negatives Vorzeichen
der Oerstedwerte auf der linken B-Achse zeigt eine von der ursprünglichen
Koerzitivkraft, die die magnetische Anfangssättigung am Punkt 202 erzeugt
hat, in die entgegengesetzte Richtung verlaufende Koerzitivkraft
H an. Ein Kreis 210 zeigt an, daß die Eigenschaften bzw. die
Leistungsfähigkeit
des Abschnitts 206 der Schleife 200 im zweiten
Entmagnetisierungsquadranten ii der Bereich von Interesse ist. An
einem Mittelpunkt 212 dieses im wesentlichen geraden Entmagnetisierungsabschnitts 206 der
Kurve 200 wird durch Multiplizieren eines geplotteten Flußdichtewertes
von etwa 7000 Gauß mit
einem geplotteten Koerzitivwert von etwa 5000 Oersted ein maximales
Energieprodukt von etwa 35000000 Gauß Oersted, d. h. von etwa 35
Mega-Gauß-Oersted
(etwa 35 MGOe), erhalten.
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Die differentielle Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität, die am
Mittelpunkt 212 bestimmt wird, entspricht der Steigung
der geraden Linie tangential zum Abschnitt 206 der B-H-Schleife 200 am Mittelpunkt 212 und
beträgt
etwa 1,15. Zusammengefaßt
weist dieses permanentmagnetische "neomagnetische" Matrial (1)
eine Restinduktion Br von etwa 12000 bis
etwa 12300 Gauß und
(2) eine mittlere differentielle Entmagnetisierungspermeabilität von etwa 1,15
auf, wodurch, wie beschrieben, eine vorteilhafte, leistungsstarke,
weitreichende Anziehungskraft erhalten wird.
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15 zeigt
außerdem
eine ungefähre
allgemeine B-H-Schleife 220 für Alnico 5 mit
einer Sättigungsmagnetisierung.
Diese Schleife für
Alnico 5 kreuzt die B-Achse an einer Stelle, wo die Restinduktion
Br etwa 12800 Gauß beträgt, gemessen anhand der Hystereseschleife
für Alnico 5 in 6-3 des vorstehend erwähnten Permanent Magnet Design
and Application Handbook von Lester R. Moskowitz. Die Kurve 220 für Alnico 5 weist
jedoch eine Sättigungsmagnetisierung
auf, die nicht wesentlich höher
ist als etwa 15000 Gauß.
Im zweiten Quadranten ii fällt
die Entmagnetisierungskurve 222 für Alnico 5 nahezu vertikal
ab und kreuzt die H-Achse bei Bezugszeichen 226 bei weniger
als 1000 Oersted. Daher weist Alnico 5 ein maximales Energieprodukt
von weniger als etwa 7 MGOe auf. Zusätzlich zu diesem relativ niedrigen
maximalen Energieprodukt zeigt der steile Abfall der Entmagnetisierungskurve 222 von
Alnico 5 eine differentielle Mittelpunkt-Entmagnetisierungspermeabilität am Mittelpunkt 224 von
etwa 30, so daß Alnico 5 zur
Verwendung in Magneten in Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ungeeignet ist, wie vorstehend erläutert wurde.
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Die 7 und 7A zeigen eine gerade Linie 230,
die allgemein eine graduelle Abnahme der weitreichenden Anziehungskraft
(auf das Band ausgeübten
Zugkraft) der Polflächen 34 darstellt,
die ein sich bewegendes Gießband,
z. B. das Band 50, anzieht, wobei die Kurve als Funktion eines zunehmenden Zwischenraummaßes 75 unter
Verwendung von Magneten 32 aus einem Permanentmagnetmaterial (Neomagneten)
erstellt ist, die die bevorzugtesten Eigenschaften, beispielsweise
ein maximales Energieprodukt von 35 MGOe, aufweisen. Bei einer Zunahme
des Zwischenraums 75 nimmt die Entmagnetisierungskoerzitivität entsprechend
zu, die die Permanentmagnete 32 erfahren sollen, so daß die Anziehungskraft
entlang einer im allgemeinen geraden Linie 230 abnimmt,
die eine Charakteristik aufweist, die der des geradlinigen Abschnitts 206 der
B-H-Kurve 200 in 15 gleicht.
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Die Zwischenräume 75 (in Zoll und
Millimeter) sind entlang der horizontalen Achse dargestellt, und
die mittleren Zug- oder Anziehungskräfte (abzüglich der magnetischen Anziehungskraft)
auf das Band und die mittleren Druckkräfte (zuzüglich der Kühlflüssigkeitsabstoßeffekte)
sind entlang der vertikalen Achse dargestellt. Die auf ein Gießband ausgeübten mittleren
Zugkräfte
und Druckkräfte
(in psi) sind schwierig zu messen, so daß diese Werte entlang der vertikalen
Achse lediglich Näherungswerte darstellen;
ihre Relativwerte sind jedoch im allgemeinen relativ korrekt, und
lediglich ihre Relativwerte sind wesentlich.
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Außerdem zeigen die 7 und 7A eine
steil abfallende Kurve 240, die als Funktion von Zwischenraummaßen 75 gezeichnet
ist und allgemein die steil abnehmenden hydrodynamischen Abstoßkräfte (Druckkräfte auf
das Band) der von Drucktaschen 102 ausgegebenen Kühlflüssigkeitsströme 97 (6) und der von den Drucktaschen
ausgegebenen und die Zwischenräume 75 durchlaufenden,
sich schnell bewegenden Kühlflüssigkeitsfilme 114 darstellt.
Unter der Voraussetzung, daß ein
geeigneter Kühlflüssigkeitspumpdruck
im Verteiler 100 bereitgestellt wird, bewirkt eine Zunahme
des Durchmessers der Drosselöffnungen 90 eine
Erhöhung
der Strömung 97 (6) und eine Zunahme der
Dicke der Filme 114, wodurch das Zwischenraummaß 75 zunimmt
und veranlaßt
wird, daß die
Kurve 240 sich etwas nach rechts verschiebt, und außerdem veranlaßt wird,
daß die
Kurve 240 etwas weniger steil wird, wobei dieses Ergebnis
so interpretiert werden kann, daß der Kühlmitelkissen-Abstoßeffekt
etwas "federnder" wird.
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Ein gleichgewichts-stabilisierter
Zustand zum Bewegen des Gießbandes
tritt in einem in den 7 und 7A allgemein durch das Bezugszeichen 242 bezeichneten
Zustand auf, wo die beiden Kurven 230 und 240 sich
kreuzen. Dieser Kurvenkreuzungspunkt 242 bezeichnet eine
Situation, in der keine sich zufällig ändernden,
durch Wärmeausdehnung
verursachten Bandverformungskräfte
vorhanden sind (die nachstehend als Kräfte betrachtet werden, die ähnlich wirken
wie "innere Banddrücke"),
z. B. Kräfte,
die durch thermisch induzierte Ausdehnungskräfte erzeugt werden, die im
Band unter dem Einfluß von
heißem
Metall im Formhohlraum C auftreten, während die Rückseite des Bandes gekühlt wird.
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Obwohl bei der Beschreibung der Banddynamik
unter Bezug auf die 7, 7A, 7A' und 7A'' der Ausdruck "Kraft" natürlicher
erscheinen würde
als der Ausdruck "Druck", ist verständlich, daß innerhalb lokaler Bereiche
des Gießbandes
durch thermodynamische Effekte druckähnliche Wirkungen verursacht werden.
Nicht der größere Druck
der Kühlflüssigkeit, der
durch die Drucktaschen 102 auf das Band ausgeübt wird,
wenn das Band sich in einem gleichgewichts-stabilisierten Zustand
befindet, sondern diese druckähnliche
Wirkung innerer thermischer Verformungskräfte soll in der folgenden Diskussion
durch den Ausdruck "Druck" bezeichnet werden. Sich schnell verlagernde,
destabilisierende, innere Banddrücke,
die während
des Metallgießvorgangs
immer vorhanden sind, sind kaum quantitativ bestimmbar, man kann
sie sich jedoch geeignet als eine zufällige und kontinuierliche,
eine hektische Vertikalverschiebung definierende, horizontale Linie 260' und 260'' vorstellen,
wie in den 7A' bzw. 7A'' dargestellt
ist. 7A' zeigt die Situation für einen
mäßigen inneren Banddruck
(von etwa 3 psi), wie durch eine horizontale Linie 260' dargestellt
ist. 7A'' zeigt die Situation für einen
höheren
inneren Banddruck, wie durch eine horizontale Linie 260'' dargestellt
ist (die einem Druck von etwa 5,5 psi entspricht).
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Um zu bestimmen, ob durch eine vorgegebene
Kombination von Bedingungen das Band sicher und exakt im Schwebezustand
gehalten wird, muß ein
Analytiker alle Kräfte,
die auf das Band tatsächlich
ausgeübten
Kühlflüssigkeitsdrücke und
die entsprechenden inneren Banddrücke in einem Diagramm auftragen.
Die 7 und 7A zeigen ein Diagramm des Kühlflüssigkeitsdrucks,
jedoch kein Diagramm des zufälligen
inneren Banddrucks. Während eines
allgemeinen in 7A' dargestellten Betriebs sind
zwei Abstoßkräfte vorhanden:
nicht nur (i) der durch die Kühlflüssigkeitsströme 97 und
-filme 114 erzeugte Druck (Kurve 240 in den 7 und 7A), sondern
auch (ii) ein momentaner, zufälliger
innerer Banddruck 260', der in 7A' etwa
3 psi beträgt. Diese
beiden Kurven 240 und 260' addieren sich in 7A' und bilden eine neue Kurve 240',
die einen Gesamtabstoß(Druckkraft)-druck
darstellt, der gegen die Magnetkraft(Zugkraft)-kurve 230 wirkt.
Man kann sich diese addierte Kurve 240' als kontinuierlich,
hektisch und sich zufällig
nach oben und unten ändernde Kurve
vorstellen, wie durch Pfeile 241 dargestellt ist. In 7A' ist der erhaltene neue momentane Gleichgewichts-Kreuzungspunkt 242' zwischen
der Kurve 230 der weitreichenden magnetischen Zugkraft
und der erhaltenen Druckkraftkurve 240' bezüglich der Position 242 in 7A etwas nach rechts verschoben, wobei
die magnetisch induzierte Anziehungskraft der weitreichenden Magnete 32 nur
um einen sehr kleinen Prozentanteil abnimmt, so daß die weitreichende
magnetische Anziehung für
die zwangsweise Regelung eines stabilisierten Bandes sicher und
geeignet bereitgestellt wird.
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Wenn dagegen die Kurve 250 für einen
Magneten aus Alnico 5 betrachtet wird, ist ersichtlich, daß der momentane
Gleichgewichts-Kreuzungspunkt zwischen dieser Kurve 250 und
der erhaltenen Druckkraftkurve 240' von der Position 252 in 7A relativ weit nach rechts zu einem Kreuzungspunkt 252' verschoben
ist. Daher wird die durch die Kurve 250 für Alnico 5 dargestellte
magnetische Zugkraft um etwa 33% reduziert. Durch die hektischen Änderungen
des zufälligen
inneren Banddrucks 260' (7A')
und 260'' (7A'') werden die
Gleichgewichts-Kreuzungspunkte kontinuierlich zu neuen Positionen
bewegt.
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Diese Situation ist für die Magnetkurve 250 kritisch,
nicht jedoch für
die weitreichende Magnetkurve 230, wenn vorausgesetzt wird,
daß der
momentane zufällige
innere Banddruck auf 5,5 psi ansteigt, wie durch eine horizontale
Linie 260'' in 7A'' dargestellt
ist. Der auf der Kurve 230 dargestellte, weitreichende
magnetische Gleichgewichts-Kreuzungspunkt 242" stellt
nur eine kleine zusätzliche
Verschiebung nach rechts dar, wobei die weitreichende Zugkraft um
einen zusätzlichen
sehr kleinen Prozentanteil weiter reduziert ist. Für Magnete
aus Alnico 5 stellen die unbestimmten Kreuzungspunkte 252'' der
Kurve 250 jedoch eine Reduktion der magnetisch induzierten
Zugkraft auf weniger als etwa die Hälfte des Wertes dar, den die
Zugkraft aufwies, bevor der momentane, zufällige innere Banddruck 260'' aufgetreten
ist. Der Zwischenraum 75 nimmt wesentlich auf etwa 0,10
bis 0,12 mm zu. Außerdem
ist die Gleichgewichtsposition 252'' kein definierter Kreuzungspunkt
mehr, sondern eher ein undefinierter Bereich, weil die beiden Kurven 250 und 240'' nicht
unter einem bestimmten großen
Winkel aufeinandertreffen, was durch die weitreichende Magnetkurve 230 vorteilhaft der
Fall war, sondern stattdessen unter einem scharfen, spitzen Winkel
(zwischen den nahezu parallelen Kurven 250 und 240''), wodurch
eine Gleichgewichtsposition relativ unbestimmbar wird. In diesem
besonderen Fall verlaufen die Kurven 240'' und 250 über eine
wesentliche Strecke nahezu parallel, so daß die sichere, zwangsweise
Stabilisierung (das Einfangen) des Bandes nahezu verlorengeht. Jeglicher
zufällige,
destabilisierende innere Banddruck, der wesentlich höher ist
als durch die Kurve 260'' dargestellt, würde die
durch die Kurve 250 für
Alnico 5 dargestellte magnetische Kraft unbedingt überschreiten,
wodurch das Band nicht mehr durch die Magnetpolelemente 39 regelbar
wäre, wenn
versucht würde,
Magnete aus Alnico 5 zu verwenden.
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Dieses kritische, unterschiedliche
Verhalten zwischen der weitreichenden magnetischen Zugkraftkurve 230 in
den 7 und 7A und der Zugkraftkurve 250 für Alnico 5 tritt
auf, weil die weitreichende Anziehungs(Zug)-kraftkurve 230 die hydrodynamische
Kühlflüssigkeits(Druckkraft)-kurve
240 eher senkrecht als parallel kreuzt. Die Anziehungs(Zug)-kraftkurve 250 für Alnico 5 kreuzt
dagegen die hydrodynamische Kühlflüssigkeits(Druckkraft)-kurve
eher parallel als senkrecht. Daher würde eine Verschiebung eines
Abschnitts eines sich bewegenden Gießbandes durch eine thermische
Störung, wodurch
ein Zwischenraum von nur etwa 0,2 mm verursacht wird, wahrscheinlich
eine Reduzierung oder einen Verlust der Stabilisierungsregelung
des sich bewegenden Gießbandes
zur Folge haben, wenn Magnete aus Alnico 5 zufälligen destabilisierenden Kräften gegenüberstehen.
Eine durch die Linie 230 dargestellte, am meisten bevorzugte
weitreichende Anziehungskraft (Zugkraft) nimmt in 7 sogar bei einem großen Zwischenraummaß von 1,5
mm (etwa 0,06 Zoll) um weniger als etwa 50% ab, so daß es bei einer
durch die Kurve 230 dargestellten, weitreichenden Zugkraft
notwendigerweise hochgradig unwahrscheinlich ist, daß die Stabilisierungsregelung
verloren geht.
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Nachtrag
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Ausführliche Beschreibung einer
weiteren Ausführungsform
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In einer alternativen Konfiguration
hydromagnetischer Vorrichtungen 38A in einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können
die drehbaren Permanentmagnete 32 in den Nuten 127 zwischen
den Rippen 128 jeder Walze 60 und 56 angeordnet
werden. Daher sind die weitreichenden Magnete 32 mit ihren
zugeordneten, modifizierten, länglichen
Polelementen 39A auf der gesamten Strecke stromaufwärts bis
zur Walzenspaltlinie 110 angeordnet. Durch diese stromaufwärtsseitige
Positionierung der Magnete 32 mit ihren modifizierten Polelementen 39A wird
daher eine koplanare Anordnung 51 beabstandeter, paralleler,
magnetischer Polflächen 34 bereitgestellt,
die sich über
die gesamte Strecke stromaufwärts
bis zum Walzenspaltbereich bzw. zur Walzenspaltlinie 110 erstrecken.
Dadurch wird die volle weitreichende magnetische Anziehungskraft
von einer koplanaren Anordnung beabstandeter, paralleler Polflächen 34 bereitgestellt,
durch die die eisenhaltigen Gießbänder 50 und 52 im
stromaufwärtsseitigen Bereich
in der Nähe
des Eintritts 49 (1)
des geschmolzenen Metalls 37 in den sich bewegenden Formhohlraum
C stabilisiert werden. Dieser stromaufwärtsseitige Bereich des sich
bewegenden Formhohlraums in der Nähe der Walzenspaltlinie 110 weist
einen Bereich auf, in dem eine anfängliche Verfestigung von Außenschichten
des erstarrenden Metalls in der Nähe der beiden umlaufenden Gießbänder 52 und 50 auftritt,
wobei dieser Bereich ein Bereich ist, der für die Herstellung eines hochwertigen Metallprodukts P (1) am kritischsten ist.
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Nachstehend wird im wesentlichen
auf 16 Bezug genommen,
in der weitreichende Magnete 32 zwischen Rippen 128 der
stromaufwärtsseitigen
Walze 60 angeordnet sind. Das stromaufwärtsseitige Ende 118 von
Polflächen 34 eines
modifizierten länglichen
Polelements 39A ist an der Walzenspaltlinie 110 positioniert
dargestellt. Diese Linie 110 ist die Tangentenposition
des Gießbandes 52,
an der es sich von den Walzenrippen 128 entfernt und flach (eben)
wird, während
es sich entlang des sich bewegenden Formhohlraums C bewegt.
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In der in den 11 und 12 dargestellten Konstruktion
waren die drehbaren Magnete 32 stromabwärts, ausgerichtet mit den Walzenrippen 128 angeordnet
und erstreckten sich nicht stromaufwärts zwischen die Rippen. In
der in den 16-19 dargestellten Konstruktion
wurde veranlaßt,
daß alle Elemente
jedes modifizierten Polelements 39A (einschließlich ihrer
Magnete) in die Breite einer Walzennut 127 hineinpassen
(17). Der gleichmäßige Mitte-Mitte-Abstand
der Rippen 128 in dieser in den 16-19 dargestellten
Ausführungsform
beträgt etwa
25 mm (1 Zoll), und die Rippendicke beträgt etwa 3,2 mm (1/8 Zoll),
wobei die Nutenbreite etwa 22 mm (7/8 Zoll) beträgt. Dadurch wird veranlaßt, daß alle Elemente
eines modifizierten Polelements 39A ausreichend schmal
sind, so daß sie
in eine Breite von weniger als etwa 22 mm (weniger als etwa 7/8
Zoll) passen. Daher sind auch diese modifizierten, länglichen
Polelemente 39A in parallelen Mitte-Mitte-Abständen von
etwa 25 mm (etwa 1 Zoll) quer über
die hydromagnetische Kissenanordnung 51 angeordnet.
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Die Walze 60 weist in der
Darstellung einen festen Mittelkern auf, und ihre Rippen sind aus
diesem Kern durch Bearbeiten integral hergestellt, wie in den 16, 17 und 19 deutlich
dargestellt ist. Diese Walze 60 mit ihren Rippen 128 besteht
aus einem nichtmagnetischen rostfreien Stahl, z. B. aus geschmiedetem
rostfreienem Stahl des Typs 316, einem nichtmagnetischen
Material, das praktisch keinen Einfluß auf die magnetische Situation
hat.
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Gemäß 17 ist in der Stromabwärtsrichtung
erkennbar, daß drehbare
Magnete 32 zwischen den Walzenrippen 128 angeordnet
sind. In 17 (und auch
in den 16, 18 und 19) sind die Magnete 32 gedreht
in ihre Gießband-Magnetisierungsposition
(Position einer weitreichenden Gießband-Anziehungskraft) dargestellt.
Alternierend angeordnete, sich von der Stromaufwärtsseite in die Stromabwärtsrichtung
erstreckende Reihen von Magneten 32 einer Anordnung 51 sind
in ihren Magnetdrehvorrichtungen 145A in ihren jeweiligen
Polelementen 39A so angeordnet, daß sie die gleiche Polaritätsausrichtung
haben, z. B. ist der Nordpol (N') oben angeordnet, während die
Zwischenreihen drehbarer Magnete 32 in ihren Magnetdrehvorrichtungen 145A in
ihren jeweiligen Polelementen 39A so angeordnet sind, daß sie sie
entgegengesetzte Polaritätsorientierung haben,
wobei der Südpol
(S') oben angeordnet ist. Wenn diese Magnete in ihrer dargestellten
Position angeordnet sind, in der eine weitreichende Anziehungskraft
auf das umlaufende Band 52 ausgeübt wird,
weisen Polflächen 34 länglicher
Polelemente 39A aufeinanderfolgender hydromagnetischer
Vorrichtungen 38A, die über
die hydromagnetische Kissenanordnung 51 in Querrichtung
beabstandet sind, alternierende Nord (N) und Süd (S)-polaritäten auf, die
dem umlaufenden Gießband 52 zugewandt
sind.
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Die "Linien" des magnetischen Flusses 30 überbrücken (durchlaufen)
die Luftspalten 129 in der Nähe der Walzenrippen 128 und überbrücken (durchlaufen)
die nichtmagnetischen Walzenrippen 128 selbst. Ein geringer
Leckfluß 30' ist
unvermeidbar. Die Polflächen 34 durchdringt
jedoch ein ausreichender, gewünschter,
weitreichender Fluß 30,
der sich durch das Gießband 52 erstreckt,
so daß das
Band zur koplanaren hydromagnetischen Kissenanordnung 51 der
Magnetpole 34 hin weitreichend und stark angezogen wird.
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Gepumpte Kühlflüssigkeit 93 unter
Druck wird, wie vorstehend beschrieben, von Verteilern (nicht dargestellt)
zugeführt,
z. B. von den Verteilern 100 in den 4 und 4A.
Diese gepumpte Kühlflüssigkeit 93 wird über Zufuhrrohre 98 und
in stromaufwärts
ausgerichtete Zwischentunnelkanäle 92A (16, 17 und 19)
führende
diagonale Kanäle 96 und
dann in stromabwärts
gerichtete Tunnelkanäle 92 (16– 19) geleitet. Diese Kanäle 92 können als Plenum-
oder Verteilerkanäle
betrachtet werden, die unter Druck stehende Kühlflüssigkeit in feste Drosselkanäle 90 leiten.
Der von den Kanälen 90 austretende
Kühlflüssigkeitsstrom 97 mit
dem gedrosselten Druck tritt in Drucktaschen 102 ein, wobei
sich schnell bewegende Kühlflüssigkeitsfilme 114 (17 und 18) von den Drucktaschen 102 emittiert
werden und enge Zwischenräume 75 zwischen
Polflächen 34 und
dem Band 52 durchlaufen. Dadurch wird ein Gleichgewicht
zwischen magnetischen und hydrodynamischen Kräften erhalten, wodurch ein
stabiler Schwebezustand des sich bewegenden, eisenhaltigen Gießbandes 52 in
der Nähe
der koplanaren Anordnung (glatten oder flachen Anordnung) 51 von Polflächen 34 erhalten
wird, wie vorstehend für
andere Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben wurde.
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Die Tunnelkanäle 92 in den 4 und 4A weisen
einen stromaufwärts
ausgerichteten Abschnitt und einen stromabwärts ausgerichteten Abschnitt
auf, aber ihre längeren
Abschnitte sind stromaufwärts
ausgerichtet. Wie in 16 dargestellt,
sind es dagegen die Zwischentunnelkanäle 92A, den Kühlflüssigkeitsstrom 93 über eine
wesentliche Strecke stromaufwärts über die
Walzenspaltlinie 110 hinaus ausrichten. Diese Zwischentunnelkanäle 92A kommunizieren
mit Tunnelkanälen 92 an
einer Stelle, die ausreichend weit strom aufwärts von der Linie 110 angeordnet
ist, so daß gepumpte
Kühlflüssigkeit 93 entlang
der gesamten effektiven Länge
der Tunnelkanäle 92 stromabwärts strömt. Enden
der Kanäle 92A und 92 sind
durch Verschlüsse 94 verschlossen.
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Durch in der Nähe der vorderen Enden 118 der
Polflächen 34 angeordnete
Ablenkdüsen 112 (in 16 ist nur eine dargestellt)
und am strombwärtsseitigen
Ende 120 der hydromagnetischen Kissenanordnung 51 angeordnete,
hintere Ablenkdüsen 120 ("Zusatzschub"-Düsen) (in 16 ist nur eine dargestellt)
werden stromabwärtsseitige
Ausrichtungs-Kühlmittelströme 115 bzw. 135 bereitgestellt, die
unter spitzen Winkeln zur Rückseite
des Gießbandes 52 ausgerichtet
sind, um die Kühlmittelfilmströme 114 (17 und 18), die von den Drucktaschen 102 ausgegeben
worden sind und die Zwischenräume 75 zwischen
den Polflächen 34 und
der Rückseite
des Bandes durchlaufen haben, kräftig stromabwärts abzulenken
und stromabwärts
vorwärtszutreiben.
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In den in den 2 bis 6 und 11 bis 14 dargestellten Ausführungsformen
der Erfindung sind Magnete 32 zwischen den länglichen
Polelementen 39 angeordnet. Außerdem ist, um eine weitreichende Anziehungskraft
auf die Bänder
auszuüben,
der innere, von Nord (N') nach Süd
(S') verlaufende Magnetflußweg
jedes der fest positionierten Magnete in den 2 bis 6 und 13 und 14 bezüglich der Ebene der Gießbänder parallel
und bezüglich
der Seitenflächen dieser
Polelemente 39 senkrecht ausgerichtet. Die Magnetdrehvorrichtung 145 in
den 11 und 12 ist ebenfalls zwischen
den Polelementen 39 angeordnet. In 11 ist die Magnetdrehvorrichtung 145 in ihrer
"AUS"-Position dargestellt, in der der innere, von Nord (N') nach
Süd (S')
verlaufende Magnetflußweg
ihrer Magnete 32 und auch des Rotors 147 senkrecht
zur Ebene der Gießbänder und
parallel zu den Seitenflächen
der Polelemente 39 ausgerichtet ist. Wenn der Steuerungsarm 162 der
Drehvor richtung 145 auf die "EIN"-Position 162' gedreht
ist ( 11), wird der
innere, von Nord (N') nach Süd
(S') verlaufende Magnetflußweg
der Magnete 32 und ihres Rotors 147 parallel zur
Ebene des Gießbandes
und senkrecht zu den Polelementen 39 ausgerichtet.
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In 11 sind
Brückenelemente 154 aus
einem weichmagnetischen, ferromagnetischen Material dargestellt,
die längliche,
zylindrisch konkave Oberflächen 153 aufweisen,
die dem länglichen,
zylindrischen Rotor 147 der Magnetdrehvorrichtung 145 zugewandt
und in dichtem Abstand davon angeordnet sind, um einen Magnetfluß zwischen
dem auf die "EIN"-Position eingestellten Rotor und den beiden in
der Nähe
davon angeordneten Polelementen 39 zu übertragen.
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In der in den 16 bis 19 dargestellten Ausführungsform
sind modifizierte Magnetdrehvorrichtungen 145A (nur eine
ist dargestellt) in ihren jeweiligen modifizierten länglichen
Polelementen 39A angeordnet. Es wird noch einmal betont:
jede modifizierte Magnetdrehvorrichtung 145A (16-19) ist, anders als die Magnetdrehvorrichtungen 145 (11 und 12), die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Polelementen 39 angeordnet
sind, innerhalb eines zugeordneten modifizierten Polelements 39A angeordnet.
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Damit die Magnetdrehvorrichtung 145A in
einem modifizierten länglichen
Polelement 39A aufgenommen werden kann, besteht jedes solche
Polelement aus einem ersten und einem zweiten Teil 39A-1 und 39A-2,
die jeweils eine längliche,
zylindrisch konkave Oberfläche 153 (17 und 18) aufweisen, die dem länglichen
zylindrischen Rotor 147 der Magnetdrehvorrichtung 145A zugewandt
und dicht davon beabstandet ist.
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Der erste (proximale) Polelementteil 39A-1 ist
in der Nähe
des Gießbandes 52 bzw. 50 angeordnet
und so konfiguriert, daß er
einen Tunnelkanal 92, Drosselkanäle 90, Druck taschen 102,
Magnetpolflächen 34,
Ablenkdüsen 112 und 120 und
andere Merkmale aufweist, wie in den 16–
19 dargestellt ist.
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Der zweite (distale) Polelementteil 39A-2 ist entfernt
vom Gießband 52 bzw. 50 angeordnet
und weist einen diagonalen Kanal 96, einen Zwischenkanal 92A und
andere Merkmale auf, wie in den 16-19 dargestellt ist. Dieser
zweite Polelementteil 39A-2 weist außerdem einen Stützabschnitt 176 (18) der Anordnung 51 auf.
Der Stützabschnitt 176 überspannt
in 18 mehrere zweite
(distale) Polelementteile 39A-2 in Querrichtung und verbindet sie
starr und stabil. Dieser Stützabschnitt 176 weist gemäß der Darstellung
mehrere längliche,
zylindrisch gekrümmte,
in dichtem Abstand voneinander angeordnete Flächen 153 auf, wobei
jeweilige Rotoren 147 in den jeweiligen modifizierten Polelementen 39A angeordnet
sind. Der Stützabschnitt 176 kann gegebenenfalls
so bearbeitet werden, daß er
eine große
Anzahl der distalen Polelementteile 39A-2 in Querrichtung überspannt
und miteinander verbindet. Er kann sich in Abhängigkeit von den Fertigungsverfahren
gegebenenfalls über
die volle Breite des Bandes in Querrichtung erstrecken. Alternativ
können mehrere
schmalere Stützabschnitte 176 so
hergestellt werden, daß sie
nebeneinander angeordnet sind und sich in Querrichtung über die
volle Breite des Bandes erstrecken.
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Um die gesamte Anordnung 51 in
der Maschine zu montieren und zu halten, wird ein Querträger 180 (16 und 19) am Stützabschnitt 176 befestigt
(oder wird an mehreren nebeneinander angeordneten, schmaleren Stützabschnitten 176 befestigt).
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Wie in den 16 und 19 durch
eine diagonale, gestrichelte Linie 178 dargestellt ist,
ist der Stützabschnitt 176 geschlitzt,
um eine in 17 durch
Luftspalten 129 dargestellte Aussparung für Walzenrippen 128 bereitzustel len.
Diese durch das Bezugszeichen 178 dargestellten Schlitze
haben jeweils eine Breite von zwei Luftspalten 129 ( 17) plus die Breite einer
Rippe 128 und bilden daher mehrere sich stromaufwärts erstreckende
distale Polelementteile 39A-2
(16, 17 und 19).
Um einen Zwischenraum für
den Kern der Walze 60 bereitzustellen, ist die Oberfläche jedes
distalen Polteils 39A-2 diagonal bearbeitet, wie durch
ein Bezugszeichen 180 dargestellt ist.
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Zum Sichern der proximalen Polelementteile 39A-1 am
Stützabschnitt 176 sind
an beiden Seiten der Polelementteile 39A-1 sich in Längsrichtung
erstreckende Schultern 182 ausgebildet. Sich in Längsrichtung
erstreckende, nichtmagnetische Klemmstangen 184, z. B.
aus nichtmagnetischem rostfreiem Stahl, die angepaßt an die
Schultern 182 zweier benachbarter proximaler Polelementteile 39A-1 am
Stützabschnitt 176 montiert
sind, sind durch nichtmagnetische Metall- oder Maschinenschrauben 186 befestigt,
die in einen Sockel 187 im Stützabschnitt 176 eingeschraubt
sind. Die Breite der Klemmstangen 184 ist zum exakten Positionieren
der proximalen Polelementteile 39A-1 in einer beabstandeten
parallelen Beziehung geeignet. Außerdem ist die Länge der
Metall- oder Maschinenschrauben 186 derart, daß ihre Enden
an den Enden der Sockel 187 anliegen werden, wenn die zylindrisch
gekrümmten Flächen 153 der
proximalen Polelementteile 39A-1 von den Rotoren 147 jeweiliger
Magnetdrehvorrichtungen 145A geeignet eng beabstandet sind.
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Gemäß 16 ist ersichtlich, daß ein Ansatzabschnit 39n-1 des
proximalen Polelementteils 39A-1 über die zylindrisch gekrümmte Fläche 153 dieses
proximalen Polelementteils hervorsteht. Dieser Ansatzabschnitt 39n-1 liegt
oben am distalen Polelementteil 39A-2 am Ansatzabschnitt 39n-2 an
und enthält
einen Verbindungskanal 92-1, durch den eine Kommunikation
zwischen dem Zwischenkanal 92A und dem Tunnelka nal 92 bereitgestellt
wird. Außerdem
trägt dieser
Ansatzabschnitt 39n-1 dazu bei, die distalen und proximalen
Polelementteile 39A-2 und 39A-1 mit Hilfe der
Metall- oder Maschinenschraube 188 aneinander zu sichern,
die sich durch einen Ansatz 39n-2 des distalen Polelementteils 39A-2 erstreckt
und in einen Sockel 189 im Ansatzabschnitt 39n-1 geschraubt
wird.
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Nachstehend werden die Konstruktion
und die Funktion der modifizierten Magnetdrehvorrichtungen 145A (es
ist nur eine dargestellt) beschrieben. Die Magnete 32 sind
in jedem Rotor 147 einer Magnetdrehvorrichtung 145A in
mehreren Reihen 177 angeordnet (16 und 19).
Beispielsweise zeigt 16 einen
Rotor mit drei Magnetreihen 177-1, 177-2 und 177-3.
Zwei der axial ausgerichteten Magnetreihen 177-2 und 177-3 weisen
jeweils drei Magnete auf. Der dargestellte Rotor weist eine dritte,
am weitesten stromaufwärts
angeordnete Reihe 177-1 mit vier Magneten auf. Die letztgenannte
Reihe 177-1 erstreckt sich stromaufwärts zur Walzenspaltlinie 110.
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Die dargestellten Magnete 32 (17 und 18) sind so geformt, daß sie ein
Paar parallele, flache Seiten mit einem Paar parallelen Keilnuten 190 (eine an
jeder Seite) aufweisen. Diese Keilnuten 190 erstrecken
sich in Längsrichtung
des länglichen,
zylindrischen Rotors 147, d. h., sie erstrecken sich parallel zur
Rotordrehachse. Die Magnete in jeder Reihe 177-1, 177-2 und 177-3 sind
zwischen einem Paar paralleler, nichtmagnetischer, länglicher
Seitenpaßstücke 146 aufgenommen,
die ein geteiltes Gehäuse für die Magnete
bilden. Die Innenflächen
dieser Seitenpaßstücke 146 sind
den Seiten der Magnete in einer Reihe angepaßt. Jedes Paßstück weist
eine längliche
Rippe (Keil) auf, die davon radial nach innen hervorsteht und mit
den ausgerichteten Keilnuten 190 der Magnete in der Reihe
in Eingriff steht.
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Die Umfangsflächen der Seitenpaßstücke 146 und
die Umfangsflächen
der Magnetpole N' und S' sind so geformt, daß sie eine kreiszylindrische
Außenfläche für den Rotor
bilden, die von den konkaven zylindrischen Flächen 153 der proximalen
und distalen Polteile 39A-1 und 39A-2 dicht beabstandet
ist.
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Wie in 17 und 18 an
der rechten Seite dargestellt ist, sind die Enden der Seitenpaßstücke 146 durch
Metall- oder Maschinenschrauben 191 an jeweiligen
Hälften
von Endpaßstücken 192 befestigt. Wie
in 19 am deutlichsten
zu sehen ist, weisen die Endpaßstücke der
Zwischenreihe 177-2 Sockel 193 auf, die bezüglich der
Achse des Rotors 147 konzentrisch angeordnet sind. Achszapfen 194 stehen von
den Endpaßstücken der
stromaufwärtsseitigen und
der stromabwärtsseitigen
Reihe 177-1 bzw. 177-3 axial hervor, und ihre
Enden passen in Sockel 193 und sind durch Bolzen oder Stifte 195 in
diesen Sockeln 193 gesichert. Die Achszapfen 194 werden durch
durch Gehäuse 196 aufgenommene
Buchsen 195 drehbar gehalten.
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Ein stromaufwärtsseitiger Achszapfen 194 am
stromaufwärtsseitigen
Endpaßstück der ersten Reihe 177-1 ist
in einer Buchse aufgenommen, die durch ein Gehäuse 197 gehalten wird,
das durch eine Metall- oder Maschinenschraube 198 am distalen Polteil 39A-2 gesichert
ist. Ein stromabwärtsseitiger Achszapfen 194 steht
axial durch eine Buchse 196 hervor, die durch eine Stütze 199 gehalten
wird, die durch eine Metall- oder Maschinenschraube 198 am distalen
Polelementteil 39A-2 gesichert ist.
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Um zu ermöglichen, daß das eisenhaltige Gießband 52 entfernt
und ersetzt werden kann, wird jede Magnetdrehvorrichtung 145A von
ihrer in den 16-19 dargestellten "EIN"-Position
um 90° um die
Achse des Rotors 147 auf eine "AUS"-Position gedreht, in
der ihre Magnetpole N' und S' parallel zum Band ausgerichtet sind,
d. h. Pole N' und N' gleicher Polarität und Pole S' und S' gleicher
Polarität
werden zueinander hin gedreht, wodurch die Anziehungskraft zwischen
den Polflächen 34 und
dem Band 52 wesentlich reduziert wird. Ein Stellhebelarm 162 (16) ist an dem axial hervorstehenden
stromabwärtsseitigen
Achszapfen 194 jeder Magnetdrehvorrichtung 145A in
der Anordnung 51 angeordnet. Eine gemeinsame Betätigungsstange 201 ist
durch eine Drehverbindung 203 am Ende jedes Stellhebelarms 162 in
der gesamten Anordnung befestigt. Dadurch werden alle Magnetreihen
in der gesamten Anordnung 51 durch Bewegen der gemeinsamen
Betätigungsstange 201 gleichzeitig
auf ihre "EIN"- oder "AUS"-Positionen gedreht.
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Obwohl hierin spezifische, gegenwärtig bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung ausführlich
dargestellt worden sind, dienen diese Beispiele lediglich zur Erläuterung
der Erfindung. Durch die vorliegende Beschreibung soll der Schutzumfang
der Erfindung nicht eingeschränkt
werden, sondern die beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen können innerhalb
des in den folgenden Patentansprüchen definierten
Schutzumfangs der Erfindung im Detail durch den Fachmann auf dem
Gebiet des Stranggießens
geändert
werden, oder es können äquivalente permanentmagnetische
Materialien verwendet werden, um die Vorrichtungen und Verfahren
anzupassen, um ein umlaufendes, endloses, flexibles, wärmeleitendes
Gießband,
das weichmagnetisches, ferromagnetisches Material enthält und in
einer Stranggußmaschine
betrieben wird, während
des Stranggießens
von Metall flach und geeignet glatt zu halten, so daß es zur
Verwendung in verschiedenen speziellen Band-Stranggießmaschinen oder verschiedenen Band-Gießmaschinen
unter verschiedenen Montagebedingungen geeignet ist.