DE69715007T2 - Verfahren und vorrichtung zur abdichtung und zum anschliessen eines behälters - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur abdichtung und zum anschliessen eines behälters

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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten oder Verbinden eines Behälters, der zumindest eine Öffnung mit einer Öffnungsachse aufweist, die (a) ein Verschlusselement zur Anordnung in, an oder um die Öffnung, welches zumindest einen perforierbaren Abschnitt aufweist, (b) einen Verbinder, der, wenn er zumindest teilweise koaxial mit der Öffnung ausgerichtet ist, mit einem proximalen Ende an dem Behälter und mit einem distalen Ende direkt oder indirekt an einem Gefäß in Form eines zweiten Behälters, einer Spritze oder einer Leitung anbringbar ist, und (c) einen scharfen Gegenstand umfasst, der dafür ausgelegt ist, zumindest den perforierbaren Abschnitt zu durchstechen und eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter und dem Gefäß herzustellen. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Abdichten oder Verbinden eines Behälters.
  • Hintergrund
  • Die Verbindung von abgedichteten Behältern mit sekundären Einrichtungen oder Leitungen unter stark überwachten Bedingungen ist, insbesondere bei medizinischen Anwendungen und bei Behälterinhalten aus pharmazeutischen Präparaten, aufgrund der schädlichen oder fatalen Konsequenzen bei nicht ordnungsgemäßer Handhabung ein verbreitetes Problem, das durch Notsituationen oder unzureichender Bedienererfahrung im Falle einer Selbstbehandlung durch den Patienten häufig verschärft wird.
  • Typische Situationen sind die Entnahme eines Präparats aus einem Fläschchen unter Verwendung einer spritzenartigen Einrichtung oder die Einführung eines Lösungs- oder Verdünnungsmittels in das Fläschchen durch ähnliche Einrichtungen, die Verbindung eines Behälters mit einer Leitung, z. B. für eine Infusion, oder die Verbindung eines starren Behälters mit einem flexiblen Beutel zum Austausch ihrer Inhalte. Der Zweck kann darin bestehen, dem Behälter eine Inhaltsprobe zu entnehmen, dem Behälter eine Komponente hinzuzufügen, um die Komponenten vor der Verabreichung aufzulösen, zu verdünnen oder zu vermischen, oder in einem kompliziertem Austausch, wenn beispielsweise eine Behälterkomponente mittels eines Lösungsmittels aus einem Gefäß oder Beutel aufgelöst wird, um das gelöste Präparat später wieder in das Gefäß einzuführen. Häufig wird die Sterilität und Unversehrtheit des Behälters durch eine dauerhafte Abdichtung sichergestellt, welche eine durchstechbare Trennwand umfasst, die durch einen scharfen Gegenstand, wie etwa eine Nadel oder eine Kanüle, durchstochen werden muss, um die gewünschte Fluidverbindung herzustellen.
  • Die vorbereitenden Schritte vor dem Verbinden, wie etwa die Befüllung und Abdichtung des Behälters, können spezielle Bedingungen erfordern, welche die Möglichkeiten der Anwendung manueller Handhabungsschritte einschränken und den betroffenen Einrichtungsteilen spezielle Konstruktionsanforderungen auferlegen. Für gewöhnlich muss der Behälter einer Sterilisation unterzogen werden, wobei es zumindest erforderlich ist, dass die Teile den Sterilisationsbedingungen, wie etwa Wärme, Bestrahlung, etc., standhalten können. Üblicherweise ist es jedoch auch erforderlich, dass die tatsächliche Abdichtung unter den speziellen Bedingungen stattfindet, etwa wenn Zugang zum Behälterinneren notwendig ist, z. B. wenn ein Sterilisationsgas verwendet wird, wenn ein Schutz- oder Edelgasbelag eingeführt wird, wenn der Behälterinhalt vor dem Abdichten getrocknet, insbesondere gefriergetrocknet oder lyophilisiert wird, oder wenn ein Überdruck oder Vakuum im Behälter bereitgestellt wird. Der Zugang kann dann in bekannter Weise sichergestellt werden, etwa indem die Dichtelemente bis zum Abdichtvorgang von der Behälteröffnung entfernt gehalten werden oder indem auf die Behälteröffnungen Dichtelemente mit Kanälen oder Ausschnitten gesetzt werden, die durch den und während dem Abdichtvorgang verschlossen werden.
  • Problembereiche im Hinblick auf das Vorstehende bestehen darin, die Anzahl der Teile und Schritte zu begrenzen, die der Benutzer während des Verbindungsvorgangs handhaben und ausführen muss, um Verbindungsfehler, Schnitte an scharfen Gegenständen, etc. zu vermeiden. Häufig sind die bereitgestellten Verbindungsstücke an die aufzunehmende Teile angepasst, wobei keine sichere Verbindung erreicht werden kann, sofern die Gegenstücke nicht wie vorgesehen verbunden worden sind. In ähnlicher Weise müssen Gefäße für eine ordnungsgemäße Strömung häufig in einer bestimmten Reihenfolge verbunden werden, z. B. wenn ein Vakuum oder Überdruck vorhanden ist. Eine Führung der Teile ist für eine sichere und dichte Verbindung erwünscht, um eine Biegung und Schwächung von Nadeln, Verbindungsstücken etc. zu vermeiden und eine Partikelabgabe von Verschlüssen, Abdeckungen und Trennwänden zu verhindern, die mit den Präparaten in den Körper transportiert werden können. Eine beständige Sterilität und Verunreinigungsprävention stellt in den meisten Verbindungssituationen ein Hauptproblem dar. Obgleich jedes Einrichtungsteil unter reinen Bedingungen hergestellt und geliefert werden kann, ist das Anschließen derselben eine bekannte Verunreinigungsursache. Jede Bauart, die diese Probleme beheben soll, muss auch die vorstehend genannten Anforderungen und Baubeschränkungen berücksichtigen, die den Herstellungs- und Behältervorhandlungsschritten auferlegt sind.
  • Es wurden zahlreiche bekannte Anregungen für verbesserte Verfahren und Vorrichtungen auf den vorstehend genannten Problemgebieten gemacht, von denen sich jedoch keine als völlig zufrieden stellend erwiesen hat. Ein gängiger Verbindertyp, wie z. B. durch US 3 872 867 und EP 499 481 dargestellt, beruht auf einer axialen Kompression der Behälter gegen eine fixierte Nadel, um die Fluidverbindung herzustellen, und ein ähnlicher Typ, wie z. B. durch US 5 445 631, EP 570 939 und WO 94/00094 repräsentiert, verwendet eine bewegliche Nadel für den gleichen Zweck. Gemäß EP 533 171 wird ein Gewindeeingriff verwendet, um einen scharfen Gegenstand zur Penetration einer Membran und Entfernung eines Stopfens in entsprechender Weise axial zu verschieben. Gemäß EP 282 545 wird ein scharfer Gegenstand verschoben, wenn ein Axialdruck einen Reibungsgrat überwindet. All diesen Einrichtungen ist gemeinsam, dass sie eine geringe Kontrolle über die Verbindungssequenz bereitstellen und sie die vorhergehenden Herstellungsschritte nicht unterstützen oder daraus Nutzen ziehen, sondern ausschließlich auf die Verwendung mit bereits abgedichteten und abgedeckten Behältern ausgelegt sind. Andere Verschlusssysteme sind bekannt, wie etwa durch US 4 286 389, US 5 320 603 und WO 94/04424 exemplarisch dargestellt, welche sowohl Zugang zum Behälterinneren während der Lyophilisation als auch eine vollständige endgültige Abdichtung vorsehen, jedoch keine kontrollierte oder erleichtere spätere Verbindung, sondern diese in herkömmlicher Weise bereitstellen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist es, die vorstehenden Unzulänglichkeiten der bekannten Verfahren und Vorrichtungen zu beseitigen oder zu reduzieren. Ein spezifischeres Ziel besteht darin, die Schritte für den Benutzer beim Herstellen der erforderlichen Verbindungen zu erleichtern und deren Anzahl zu verringern. Ein weiteres Ziel ist es, die Kontrolle über die Verbindungsreihenfolge zu erhöhen. Noch ein weiteres Ziel besteht darin, eine sichere Verbindung ohne unzulässige Partikelabgabe von Verschlusseinrichtungen zu ermöglichen. Ein anderes Ziel besteht darin, die Behälterherstellungs- und -vorbehandlungsschritte zu erleichtern. Ferner besteht ein weiteres Ziel darin, beim Verschließen, Abdichten und Verunreinigungsschutz des Behälters Hilfestellung zu geben. Noch ein weiteres Ziel ist es, die Anzahl der in den Vorbehandlungs- und Verbindungsschritten zu handhabenden Teile zu reduzieren.
  • Diese Ziele werden durch die Kennzeichen der Vorrichtung und des Verfahrens gemäß den anhängigen Ansprüchen erreicht.
  • Durch Bereitstellen von Verbindungseinrichtungen, die zumindest zwei definierte Stellungen relativ zu den genannten Verschluss- oder Abdeckungseinrichtungen zulassen, und eines Mechanismus zur Steuerung der Bewegung dazwischen werden einige der Ziele erreicht. In einer ersten Stellung kann der Verbinder integral mit dem Verschluss oder der Abdeckung zusammenwirken. In den Herstellungs- und Vorbehandlungsschritten ermöglicht dies eine Behandlung der Vorrichtung als Einheit in einem beliebigen Kammerprozess, wodurch zusätzliche Montageschritte überflüssig gemacht werden, während alle gängigen Verfahren möglich sind, wie etwa Sterilisieren und Lyophilisieren des Behälterinhalts sowie eine endgültige Abdichtung des Behälters durch Vorschieben der Einheit, um so den Verschluss in Eingriff mit dem Behälter zu bringen. Bei derartiger Verwendung kann die Vorrichtung zusammen mit dem Behälter sterilisiert werden, wobei, da eine spätere Trennung derselben nicht erforderlich ist, eine Verunreinigung der Verbindungsfläche verhindert wird. Das distale Ende des Verbinders kann mit einer Membran abgedichtet werden, was leicht durchgeführt werden kann, da die einzige funktionelle Beschränkung dabei sein kann, einen flachen Druck in dem vorstehend genannten Verschlussschritt aufrechtzuerhalten. Bei den Handhabungs-, Aufbewahrungs- und Transportschritten nach der Herstellung unterstützt der integrale Charakter in der ersten Stellung die Beibehaltung der Vorrichtung in unbewehrtem Zustand und gesichert gegen unbeabsichtigte Abgabe, was sich auch auf jeden am Verbinder befestigten scharfen Gegenstand erstreckt. Während des Verbindungsvorgangs entbindet die Tatsache, dass der Verbinder bereits sicher am Behälter befestigt ist, den Benutzer von diesem Schritt und beschränkt den Verbindungsvorgang auf die sekundäre Einrichtung. Der Mechanismus zur Steuerung der Bewegung in die zweite Stellung dient nun als wichtiges Kontrollmittel für die Verbindungssequenz, wobei der Benutzer die Fluidverbindung entweder zuerst mit dem Behälter oder der sekundären Einrichtung oder beiden im wesentlichen gleichzeitig herstellen kann, abhängig von den speziellen Bedingungen, wie etwa Über- oder Unterdruck, welche Kontrolle bei bekannten Vorrichtungen mit frei beweglichen scharfen Gegenständen oder Muffenabschnitten nicht möglich ist. Dennoch kann die tatsächliche Verbindungsbewegung noch immer im wesentlichen axial ausgeführt werden und erfordert keine Schraub- oder Drehtätigkeit, die leicht eine Partikel- oder Trümmerabgabe verursachen kann. Trotz der bereitgestellten Vorteile, erhöht die Erfindung nicht die Komplexität. Die Vorrichtung verwendet ausschließlich Standardbauteile, wenn auch modifiziert, d. h. Verschlusseinrichtungen und ein Verbindungsstück mit einem scharfen Gegenstand, wobei die funktionellen Anforderungen der Kraftübertragung und axialen Verbindung eine einfache Bauart der Teile ermöglichen, die mit den erwähnten Herstellungsbedingungen und einer Materialwahl ohne Metallteile, sofern gewünscht, leicht kompatibel sind. Wie gesagt, stellen die erforderlichen Verfahrensschritte eine Vereinfachung in Bezug auf bestehende Verfahren dar.
  • Weitere Ziele und Vorteile gehen aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung hervor.
  • Genaue Beschreibung der Erfindung
  • Wie in der Einleitung angedeutet, kann der primäre Behälter zum Abdichten und Verbinden verschiedene Formen haben, etwa eine beliebige Art von Behälter oder Gefäß, flexiblem Beutel, Fläschchen, Ampulle, Patrone, Carpoule, Spritzenkörper, etc. Es gibt gewisse Herstellungs- und Montagevorteile bei der Verwendung von starren Behältern, die zumindest an ihrer Öffnung, jedoch bevorzugt allgemein starr sind, wie etwa Fläschchen, Ampullen oder Spritzenkörper. Es gibt außerdem gewisse Vorteile beim Einsatz der Erfindung in Verbindung mit in-situ-Sterilisation und -Lyophilisation sowie für diesen Zweck ausgelegten Behältern.
  • Der Behälter hat zumindest eine Öffnung, die mittels der Erfindung abzudichten oder zu verbinden ist, er kann jedoch weitere Öffnungen aufweisen, die mit der zumindest einen Öffnung identisch sein können, welche jedoch auch völlig unterschiedlich und beispielsweise für einen anderen Zweck ausgelegt, z. B. zur Infusion, oder spritzenartig mit einer beweglichen Wand oder einem Kolben ausgeführt sein können. Die Grundlagen der Erfindung können in vorteilhafter Weise für mehr als eine Öffnung am Behälter angewandt werden. Aus praktischen Gründen werden Positions- und Richtungsangaben hierin in Bezug auf die "Achse" der Öffnung angegeben, unter der eine senkrecht zur Öffnungsoberfläche oder zum Öffnungsquerschnitt direkt an ihrem Auslass verlaufende Linie zu verstehen ist, die im Falle von Rotationssymmetrie oder Impulszentrum bei anderen Formen an ihrer Symmetrieachse zentriert ist. Anders ausgedrückt, die Achse kann senkrecht zur Strömung durch die Öffnung ausgerichtet und relativ dazu zentriert sein, was in den meisten Fällen in etwa dieselbe Bedeutung hat.
  • Es gibt keine strengen Anforderungen an die physische Struktur der Öffnung, außer dass sie dazu in der Lage sein muss, eine Dichtung zu tragen. Eine einfache rohrförmige Öffnung oder ein Loch mit einem starren Rand kann mit einer eingesetzten einfachen pfropfen- oder stopfenartigen Dichtung verschlossen werden, wobei die rohrartige Öffnung auch mit einer externen Reibpassung verschlossen werden kann, die durch ein Haftmittel oder eine Aushärtung des Dichtelements ergänzt werden kann. Es ist jedoch bevorzugt, die Verschlusseinrichtung mit einer Art von physischer Befestigung zu unterstützen, für welchen Zweck es bevorzugt ist, mit Vorsprüngen oder Aussparungen versehene Strukturen zum Zusammenwirken mit komplementär ausgeformten Verschlussstücken bereitzustellen. Diese Strukturen können sich an der Innenseite, der Außenseite oder beiden Seiten der Öffnung befinden, bevorzugt zumindest an der Außenseiten, sofern der Platz dies zulässt. Obgleich gewinde- oder bajonettartige Strukturen denkbar sind, ist es bevorzugt, Strukturen zu verwenden, die einen Eingriff durch eine einfache axiale Relativverschiebung zwischen Behälter und Verschluss zulassen, ohne dass erhebliche Winkelbewegungen erforderlich wären. Derartige Strukturen können Umfangsflansche, Rillen, Unterschneidungen, etc. umfassen, welche durchgehend oder unterbrochen um die Öffnung verlaufen und den gängigen Flaschentyp mit Öffnungsflansch-, Hals- und Schulterabschnitten einschließen. Mehrere derartige Strukturen können verwendet werden, z. B. axial verschiebliche, um beispielsweise die Positionierung der Verschlussteile in einer offenen Stellung, die einen Gasaustausch ermöglicht, und einer geschlossenen Stellung zu unterstützen.
  • Die Vorrichtung umfasst einen Verschluss für den Behälter, der das Behälterinnere abdichten kann und so ausgeführt ist, vor oder nach der Entfernung des Schutzmaterials durch einen scharfen Gegenstand durchstochen werden zu können, der im Verbinderteil enthalten ist. "Verschluss" wie hierin verwendet ist als allgemeines Konzept für Vorrichtungsteile zu verstehen, die diese Aufgaben erfüllen und eine integrale oder zusammengesetzte Struktur haben können, was noch genauer erläutert wird. Eine Mindestanforderung an die Verschlussbauart für die vorliegenden Zwecke besteht darin, dass sie einen Axialdruck aufnehmen können soll, um in Eingriff mit der Öffnung gedrückt zu werden, was im allgemeinen nur erfordert, dass der Verschluss ein geeignetes Teil mit einer Oberflächenkomponente aufweist, d. h. die flach, geneigt oder gekrümmt, transversal zur Axialrichtung ist. Derartige Oberflächen können insbesondere im Hinblick auf diese Aufgabe vorgesehen sein, z. B. eine Randfläche, die an den Verbinder oder laterale Ausschnitte zum Eingriff mit Schiebehaken angepasst ist. Eine ganz herkömmliche Bauart kann jedoch ebenfalls verwendet werden, da diese normalerweise einen Flansch- oder Randabschnitt oder zumindest eine obere Verschlussfläche umfasst. Eine bevorzugte allgemeine Bauart besteht aus einem sich axial erstreckenden Muffenabschnitt und einer oberen Verschlussfläche. Der Muffenabschnitt kann dafür ausgelegt sein, in das Öffnungsinnere eingesetzt zu werden, ist jedoch bevorzugt so ausgeführt, mit der Öffnung an deren Außenseite in Eingriff zu kommen, wenn diese einen Rohr- oder Halsabschnitt aufweist. Der Verschluss kann Strukturen aufweisen, die zum Zusammenwirken mit ähnlichen Strukturen am Behälter für den vorstehend genannten Zweck der physischen Befestigung ausgelegt sind, welche bevorzugt einen Schiebesitzeingriff erlauben, der entweder auf der Nachgiebigkeit des Teils selbst basiert oder durch einen separaten Sperrring unterstützt wird. In ähnlicher Weise, obgleich es denkbar ist, den Verschluss vor dem Abdichten durch völlig unabhängige Einrichtungen entfernt vom Behälter zu halten und ihn beim Abdichten in Kontakt mit dem Behälter zu bringen, ist es bevorzugt, den Verschluss mit Strukturen zu versehen, die es ihm ermöglichen auf dem Behälter in einer Vor-Dichtstellung aufzuliegen, aus er in eine Dichtstellung gebracht werden kann. Zu diesem Zweck kann der Verschluss mit zumindest zwei axial verschieblichen Befestigungsstrukturen versehen werden, bevorzugt in einem axialen Muffenabschnitt, sofern vorhanden, und zwar zusätzlich oder alternativ zu den vorstehend beschriebenen ähnlichen Bauarten, die auf dem Behälter angeordnet werden. Wenn ein Gasaustausch zwischen Behälter und Umgebung in der Vor-Dichtstellung erwünscht ist, können Schlitze, Kanäle oder Ausschnitte in dem Verschluss, bevorzugt ebenfalls in einem axialen Muffenabschnitt, sofern vorhanden, in einer an sich bekannten Art und Weise bereitgestellt werden. Schließlich können, müssen aber nicht, die allgemeinen Verschlusseigenschaften speziell konstruierte Sperrmerkmale zum Zusammenwirken mit ähnlichen Details auf dem Verbinderteil umfassen, um einen Übergang von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung zu ermöglichen, wobei sich der scharfe Gegenstand in einem nichtpenetrierenden bzw. penetrierenden Verhältnis zu der durchstechbaren Dichteinrichtung befindet, was nachfolgend genauer beschrieben wird.
  • Obgleich eine einzelne integrale Verschlussstruktur so ausgeführt werden kann, dass sie sowohl als durchstechbare Dichteinrichtung als auch als Abdeckteil zum Eingriff mit der Behälteröffnung wirkt, ist es bevorzugt, verschiedene Verschlussteile für diese Funktionen einzusetzen. Demgemäß ist es bevorzugt, dass der Verschluss ein durchstechbares Dichtelement und ein Abdeckteil aufweist, die zumindest dazu dienen, die Dichteinrichtung gegen Verschiebung von der Öffnung zu sichern. Eine "Dichteinrichtung" ist im weitesten Sinne als Element zu verstehen, dass durch einen scharfen Gegenstand durchstochen werden kann, was noch näher erläutert wird, und kann beispielsweise Ventile, verschiebliche Elemente in der Öffnung, zu einem undichten Zustand verformbare Teile, etc. umfassen. Häufig wird der gängige weiche oder nachgiebige Typ bevorzugt, der tatsächlich durch den scharfen Gegenstand durchstoßen wird, wobei die Dichteinrichtung in diesem Fall aus Materialien gefertigt werden kann, die auf dem Gebiet üblich sind und kaum zur Partikelabgabe neigen, wenn sie penetriert werden, und die Fähigkeit besitzen, sich nach der Penetration und Entfernung des scharfen Gegenstands wieder zu schließen, z. B. elastische Gummimaterialien. Die Dichteinrichtung kann außerdem eine beliebige herkömmliche Form aufweisen, etwa die einer mehr oder weniger flachen Membran oder Trennwand, die das Öffnungsmundloch abdeckt, eine kappenartige Form, die sich über und um die Außenseite der Öffnung erstreckt, oder besonders bevorzugt die eines in die Öffnung eingesetzten Pfropfens oder Stopfens. Die Dichteinrichtung, insbesondere wenn sie eine pfropfenartige Form hat, kann Hohlräume oder Aussparungen aufweisen, um die Penetrationstiefe zu begrenzen, die erforderlich ist, damit der scharfe Gegenstand das Behälterinnere erreicht. Die Dichteinrichtung selbst kann eine integrale Struktur haben oder aus mehreren Schichten oder Teilen zusammengesetzt sein. Die Abdeckung soll dazu in der Lage sein, die Öffnung in einer lösbaren oder bevorzugt dauerhaften Weise in Eingriff zu bringen, d. h. es ist eine gewisse irreversible Zerstörung erforderlich, um die Abdeckung zu lösen. Die vorstehend in Bezug auf den Verschluss im allgemeinen besprochenen Eingriffsstrukturen, was hier nicht wiederholt werden soll, werden bevorzugt auf dem Abdeckteil, sofern vorhanden, angeordnet. Zur Sicherstellung der Positionierung der Dichteinrichtung sollte die Abdeckung diese zumindest teilweise abdecken und wahlweise auch zusammendrücken, insbesondere wenn die Dichteinrichtung das Öffnungsmundloch oder externe Teile abdeckt. Es ist bevorzugt, dass die Abdeckung zumindest einen Flächenabschnitt, bevorzugt einen zentralen Flächenabschnitt, der Dichteinrichtung frei lässt, um Zugang für den scharfen Gegenstand während des Penetrationsschrittes zu schaffen, was nicht ausschließt, dass diese Fläche durch ein dünnes penetrierbares Abdeckteil oder ein Teil abgedeckt wird, das dafür ausgelegt ist, direkt vor dem Penetrationsschritt entfernt zu werden, etwa mit einer Reißschwächung oder der üblichen Flip-off-Bauart. Die Fläche kann an den verwendeten scharfen Gegenstand angepasst und klein ausgeführt sein, wenn ein nadelartiger scharfer Gegenstand verwendet wird. Für die Zwecke der Erfindung ist es bevorzugt, das Dichtelement an der Abdeckung anzubringen, oder an der Abdeckung Einrichtungen zum Aufnehmen und Fixieren des Dichtelements in bzw. an der Abdeckung vorzusehen. Dies dient dazu, die Möglichkeit bereitzustellen, im Behälterabdichtschritt eine vollständige vormontierte Einheit zu verwenden, wobei alle Teile zum Verschließen und Abdichten des Behälters in einem einzelnen Kompressionsschritt vorhanden sind. Die Befestigung zwischen Dichteinrichtung und Abdeckung kann durch jedes bekannte Verfahren durchgeführt werden, z. B. permanent, etwa durch Kleben oder Schweißen, oder lösbar, etwa durch ein Schiebeschloss, Gewinde, etc. Außerdem kann die Abdeckung als einzelnes integrales Teil gefertigt sein oder aus mehreren diskreten Teilen bestehen, z. B. einem separaten Sperrring, der eine geringe Abdeckungseingriffskraft ermöglicht, jedoch eine hohe Lösekraft erfordert, zusätzlichen Einlagen oder Dichtungen, separater Folienabdeckung für die Unversehrtheit, etc. Das Abdeckungsmaterial kann von herkömmlicher Metallart sein, insbesondere Aluminium, es umfasst jedoch zur leichteren Herstellung und für geringe Verunreinigungsrisiken bevorzugt Polymere oder besteht daraus.
  • Das Verbinderteil der Vorrichtung umfasst allgemein einen proximalen Abschnitt, der zum Zusammenwirken mit dem Verschluss ausgelegt ist, einen distalen Abschnitt, der zur Verbindung mit einem sekundären Behälter oder Gefäß ausgeführt ist, und einen mittleren Abschnitt, der zumindest den scharfen Gegenstand umfasst. Wie angegeben, soll es das Zusammenwirken des proximalen Verbinderabschnitts mit dem Verschluss ermöglichen, dass der Verbinder in Bezug auf den Verschluss zwischen zumindest zwei definierten Stellungen axial beweglich ist. In einer ersten Stellung ist der scharfe Gegenstand axial von der Dichteinrichtung entfernt, so dass er sie nicht durchsticht, und der Verbinder liegt auf dem Verschluss auf, so dass eine auf den Verbinder ausgeübte Axialkraft in eine auf den Verschluss wirkende Axialkraft übertragen wird. In einer zweiten Stellung durchsticht der scharfe Gegenstand die Dichteinrichtung. Ein lösbarer Sperrmechanismus ist so angeordnet, dass er eine Bewegung des Verbinders von der ersten in die zweite Stellung verhindert, wenn er in Eingriff steht, und diese zulässt, wenn er sich nicht in Eingriff befindet. Obgleich es denkbar ist, direkt Druck auf den Verschluss auszuüben, um ihn zur Herstellung einer Dichtung mit der Öffnung in Eingriff zu bringen, wird ein allgemein einfacheres Abdichtverfahren erzielt, wenn der Druck auf das Verbinderteil ausgeübt werden kann. Um die Kraft dann auf den Verschluss zu übertragen, kann eine beliebige Einrichtung zur Auflage auf dem Verschluss verwendet werden. Die Reibung zwischen den Teilen kann verwendet werden, z. B. durch radiale Druckausübung auf die Verbinderabschnitte, wie etwa eine Muffe über ein ähnlich ausgeformtes Verschlussteil gedrückt werden kann, oder Druckausübung gegen einander, was eine Kraftübertragung mit nur axial angeordneten Stoß- oder Anlageflächen ermöglicht. In diesem Fall kann der Sperrmechanismus Mittel zum Bereitstellen bzw. Lösen der radialen Kompression zwischen den Teilen umfassen, z. B. einen Kompressions-/Expansionsring oder auf Schlitze wirkende Keile, die möglicherweise mit nachgiebigen Teilen zusammenwirken. Es ist jedoch allgemein bevorzugt, sowohl den Verschluss als auch den Verbinder mit Anlageflächen zu versehen, die zumindest eine Komponente senkrecht zur Achse aufweisen, die etwa flach, geneigt oder gekrümmt sein kann. Wenn sich derartige Oberflächen in Anlage befinden, können sie sogar große Kräfte sicher übertragen. Die Anlage kann entweder direkt, etwa wenn sich die Oberflächen am Verschluss und Verbinder in Kontakt befinden, oder indirekt sein, etwa wenn ein separates Element zwischen den Oberflächen am Verschluss und Verbinder angeordnet ist und mit diesen in Kontakt steht. Der Sperrmechanismus kann hier Mittel zum axialen Ausrichten bzw. Verschieben der Oberflächen umfassen. Eine Möglichkeit dies zu erreichen besteht darin, zumindest die Oberfläche oder Oberflächen an einem der Teile lateral zu verschieben, bevorzugt dem Verbinderteil, oder ein separates Element, sofern vorhanden, radial außer Eingriff mit der entsprechenden Oberfläche an dem anderen Teil zu schieben, z. B. durch Platzieren der Oberflächenauflageteile auf flexiblen oder entfernbaren Zungen, die manuell beeinflusst werden können. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Oberflächen vorzugsweise schräg auf einem nachgiebigen Teil oder Träger in solcher Weise anzuordnen, dass eine gewisse Axialkraft, die das nachgiebige Teil bereitstellt, es den Oberflächen ermöglicht, sich in Schiebeschlossart außer Eingriff zu bewegen. Das nachgiebige Teil sollte dafür ausgelegt sein, der Abdichtschrittkraft standzuhalten, jedoch durch eine größere Kraft im Verbindungsschritt überwunden zu werden. Obgleich eine derartige Vorrichtung nicht mit der beanspruchten Vorrichtung identisch ist, ist sie in dem beanspruchten Verfahren doch nützlich. Eine weitere bevorzugte Möglichkeit besteht darin, die Oberflächen durch eine Relativdrehung zwischen Verschluss und Verbinder miteinander auszurichten und voneinander zu verschieben, welches Verfahren sicher und dennoch bequem für den Benutzer ist. Eine Umsetzung dieser Möglichkeit besteht darin, zumindest eine(n), bevorzugt einige und besonders bevorzugt mehrere gleichmäßig und umfangsseitig verteilte alternierende Oberflächen und Freiräume sowohl an den Verschluss- als auch an den Verbinderteilen in solcher Weise bereitzustellen, dass sich die Oberfläche in bestimmten Winkelstellungen überlappen und einander in anderen Winkelstellungen durch die Freiräume kreuzen können. Es ist ausreichend, wenn die Teile einen Flansch- oder Randabschnitt mit alternierenden Strukturen umfassen, vorausgesetzt dass keine dahinter liegenden Vorrichtungsdetails die gewünschte Axialverschiebung behindern, was dazu genutzt werden kann, Winkelverschiebungen der Teile nach dem Kreuzen der Oberflächen zuzulassen, z. B. zur endgültigen Versperrung nach abgeschlossener Axialverschiebung. Im Gegensatz hierzu können die Oberflächen und Freiräume an zumindest einem der Teile auf Längsrippen und -rillen erweitert werden, beispielsweise um die Teile während der Bewegung aus der ersten in die zweite Stellung vollständig zu führen, was eine ähnliche endgültige Versperrung in der zweiten Stellung nicht ausschließt. Es versteht sich, dass die Anforderung, dass nach dem Lösen des Sperrmechanismus die Teile in Bezug aufeinander axial verschiebbar sein sollen, sowie die Möglichkeit einer Führung der Teile in gleichem Umfang auch für die anderen genannten Ausführungsformen gilt. Abgesehen von einer Drehung zum Lösen des Sperrmechanismus ist es bevorzugt, dass die Bewegung aus der ersten in die zweite Stellung aus den bereits genannten Gründen im wesentlichen axial ist. Ein bevorzugtes allgemeines Konzept für diese Zwecke besteht darin, die Verschluss- und Verbinderteile in teleskopischer Weise anzuordnen, wobei sich das Verbinderteil bevorzugt ganz außen befindet. Der Sperrmechanismus kann vorteilhaft in eine vorgegebene Stellung vorgespannt werden, bevorzugt durch beliebige bekannte Einrichtungen in die gesperrte Stellung, die eine Penetration durch den scharfen Gegenstand verhindert, und zwar entweder reversibel durch ein nachgiebiges Teil oder eine Feder oder irreversibel durch ein zerbrechliches Teil.
  • Das proximale Verbinderteil kann mit anderen wählbaren Merkmalen ausgeführt sein. Es kann erwünscht sein, eine zusätzliche Sperrung zwischen Verschluss und Verbinder bereitzustellen, die dafür ausgelegt ist, eine axiale Trennung dieser Teile zu verhindern. Dies dient beispielsweise dazu, eine unbeabsichtigte Demontage zu verhindern, die Behandlung dieser Teile als Einheit zu unterstützen oder die Sterilität beizubehalten. Für letzteren Zweck kann die Verbindung abgedichtet werden, und zwar entweder durch Zusammenpassen der Teile selbst oder beispielsweise durch eine zusätzliche aufgeklebte Folie oder Paste. Ein weiteres wählbares Merkmal besteht darin, ein Deckteil des Verbinders über den Verschluss zu erstrecken, wenn die Öffnung durch einen Muffenabschnitt außen in Eingriff gebracht wird, um als Schutzeinrichtung oder Sperrring für den Verschluss zu dienen.
  • Das mittlere Verbinderteil sollte zumindest eine Länge haben, die dem Axialabstand für den scharfen Gegenstand entspricht, wenn dieser die Dichteinrichtung durchsticht oder sich von der ersten in die zweite Stellung bewegt, zuzüglich einer möglichen zusätzlichen Länge, die einer Axialbewegung zur Verbindung des distalen Verbinderabschnitts mit dem sekundären Behälter oder Gefäß entspricht. Abgesehen von möglichen Strukturen zur Befestigung oder Aufnahme des scharfen Gegenstands ist die physische Struktur des mittleren Verbinderabschnitts nicht kritisch und kann beispielsweise auf einen beliebigen Abstandhalter reduziert werden, der die erforderliche Länge übergreift und die proximalen und distalen Enden in einer Weise vereint, die eine Übertragung der gewünschten Kraft zulässt. Es ist bevorzugt, das Teil im wesentlichen geschlossen auszuführen, um unter anderem die Sterilität aufrechtzuerhalten und Verunreinigungen zu vermeiden, und ihm bevorzugt eine im wesentlichen rohrförmige Gestalt zu verleihen, wobei die innere Größe und Form für eine einfachste Gesamtkonstruktion vorteilhaft an die Außenfläche des Verschlusses angepasst werden kann.
  • Der scharfe Gegenstand kann von bekannter Art sein, welche den Verschluss öffnen und Zugang zum Behälterinneren bereitstellen kann, wobei "scharfer Gegenstand" so zu verstehen ist, dass für diese Zwecke geeignete Einrichtungen im weitesten Sinne abgedeckt sind. Der scharfe Gegenstand kann das Gegenstück eines Ventilmechanismus in der Öffnung, ein Stößel zum Öffnen eines Ein-Weg-Ventils, ein Stößel zum Verschieben z. B. eines Stopfens oder Pfropfens in den Behälter oder ein undichter Abschnitt am Stopfen oder Behälter, ein Element, das ein Dichtelement des Verschlusses verschiebt, wie etwa einen Dichtstift, ein Teil, das eine Dichteinrichtung in eine undichte Form verformt, etc. sein. Der Strömungskanal kann durch ein von dem scharfen Gegenstand getrenntes Element bereitgestellt werden, z. B. eine den scharfen Gegenstand umgebende Leitung oder der Verbinder selbst kann als Kanal dienen, wenn er eine geschlossene Bauart hat. In diesem Fall könnte der scharfe Gegenstand den Verschluss in einer Weise öffnen, die eine Strömung um die Außenfläche des scharfen Gegenstands zulässt, z. B. indem er eine ungleichmäßige Außenfläche aufweist. Es ist jedoch bevorzugt, dass der scharfe Gegenstand nicht nur die Penetration ausführt, sondern außerdem den Strömungskanal bereitstellt, für welchen Zweck der scharfe Gegenstand zumindest einen Kanal enthalten sollte, wobei eine Öffnung so platziert ist, dass sie nach dem Penetrationsschritt im Behälter angeordnet ist, und sich die andere Öffnung außerhalb des Behälters befindet und bevorzugt so endet, dass eine Leitungsverbindung zu den sekundären Einrichtungen möglich ist. Zwei oder mehr Kanäle können in bekannter Weise bereitgestellt werden, z. B. um eine Flüssigkeitsströmung in einem Kanal und einen Gasdruckausgleich durch den anderen zuzulassen. Ein bevorzugter scharfer Gegenstand ist der Nadeltyp, der herkömmlicherweise in Metall ausgeführt wird, jedoch bevorzugt aus Kunststoff ist. Der scharfe Gegenstand wird in dem mittleren Abschnitt in einer Weise angeordnet, die bei einer Axialbewegung eine Verschlusspenetration ermöglicht. Der scharfe Gegenstand kann verschieblich im Verbinder angeordnet werden, beispielsweise auf einem Träger nach Art eines Kolbens oder einer beweglichen Wand oder in beliebiger anderer Art und Weise wie beispielhaft in der Einleitung angegeben. Es ist jedoch bevorzugt, den scharfen Gegenstand am Verbinder zu befestigen, so dass er zusammen mit dem Verbinder axial verschoben werden kann. Es kann ihm noch immer möglich sein, sich relativ zum Verbindergehäuse zu drehen, z. B. um Rotationsbewegungen des Verbindergehäuses auszugleichen, um eine separate Sperrung des scharfen Gegenstands zuzulassen, um eine Öffnungsdeformation an einem Verschluss durchzuführen, oder um die Sperrung der sekundären Behälter oder Gefäße zu unterstützen. Für eine einfachste Bauart wird der scharfe Gegenstand bevorzugt am Verbinder befestigt, auch in Bezug auf Rotationsbewegungen. Eine bevorzugte Bauart besteht darin, eine Wand über der und im wesentlichen senkrecht zur Vorrichtungsachse anzuordnen, an welcher Wand der scharfe Gegenstand, bevorzugt im wesentlichen mittig, befestigt ist. Der Abstand zwischen der Wand und dem Verschluss sollte ausreichend sein, um die Axialbewegung während der Penetration zuzulassen und kann bevorzugt als Endanschlag für diese Bewegung wirken. Die Wand kann perforiert, um beispielsweise eine Belüftung des proximalen Volumens zuzulassen, z. B. während der Evakuierung, oder durchgehend oder abgedichtet sein, um die Sterilität aufrechtzuerhalten oder eine Fluidverbindung außer durch den Kanal des scharfen Gegenstands zu verhindern.
  • Der distale Verbinderabschnitt zur Verbindung mit sekundären Einrichtungen sollte zumindest Kanalerweiterungsmittel für die Strömung zwischen den primären und sekundären Behältern umfassen, wie beispielhaft angegeben, kann jedoch bevorzugt auch Befestigungsmittel zur physischen Anbringung der sekundären Einrichtung umfassen. Diese Mittel müssen möglicherweise an die spezifische sekundäre aufzunehmende Einrichtung angepasst werden, und zwar entweder durch Modifikation des distalen Verbinderabschnitts selbst oder durch Verwendung von separaten und unterschiedlichen Einsätzen oder Adaptern zur Verwendung mit derselben Hauptverbinderkonstruktion. Die sekundären Einrichtungen können beliebige der zur Verwendung als primäre Einrichtungen aufgeführt Arten sein, sie können jedoch auch als einfaches Rohr, Leitung oder Katheter ausgeführt sein. Die Kanalerweiterungsmittel können ein anderer scharfer Gegenstand, falls die sekundäre Einrichtung eine durchstechbare Dichteinrichtung hat, ein weiblicher Luer Taper (Verjüngung) oder ein anderes Nadelverbinderteil, im Falle einer spritzenartigen sekundären Einrichtung, ein Druckstift, im Falle eines Ein-Weg-Ventilmechanismus, ein Gewinde, im Falle einer schraubenartigen Öffnung, etc. sein. Derartige Kanalerweiterungsmittel sollten eine Fluidverbindung mit dem scharfen Gegenstand haben und können bevorzugt integral mit diesem ausgeführt sein. Die Kanalerweiterung wird bevorzugt durch eine Axialbewegung relativ zur sekundären Einrichtung erreicht, obgleich eine Winkelbewegungskomponente ebenfalls vorhanden sein kann, wenn Gewinde Teil der Einrichtungen sind. Wenn der scharfe Gegenstand wie beschrieben an einer transversalen Wand befestigt ist, ist es bevorzugt, dass sich der scharfe Gegenstand von dort zum proximalen Einrichtungsende erstreckt und sich die Kanalerweiterungsmittel von der Wand in die entgegengesetzte Richtung zum distalen Verbinderende erstrecken, wobei die Wand außerdem als Anschlag für die sekundäre Einrichtung bei der Aufnahme derselben dienen kann. Wenn die Kanalerweiterungsmittel keine physische Befestigung für die sekundäre Einrichtung bereitstellen, können die vorstehend genannten zusätzlichen Befestigungsmittel vorgesehen werden, die sich bevorzugt am Verbinderhauptgehäuse statt an den Kanalerweiterungsmitteln befinden. Die Befestigungsmittel können eine beliebige bekannte Art der Passung, wie etwa Reibung durch Verkeilen der Oberflächen, oder ansonsten Gewinde, Bajonettverbindungen, Schiebeschlösser, Unterschneidungen, ineinander eingreifende Oberflächen, etc. umfassen. In den meisten Fällen wird eine einfache und praktische Bauart erreicht, wenn die Verbindung so hergestellt wird, dass die Öffnungsachse der sekundären Einrichtung, wie definiert, im wesentlichen koaxial mit der Öffnungsachse der primären Einrichtung ausgerichtet ist. Andere Ausrichtungen sind jedoch denkbar, beispielsweise mehr oder weniger lateral in Bezug auf die Verbinderachse, z. B. um speziellen Verabreichungssituationen gerecht zu werden oder um zu vermeiden, dass die Verbindungsanforderungen für die sekundäre Einrichtung die optimale Bauart des distalen Verbinderendes für andere Zwecke behindern.
  • Es ist erwünscht, das distale Verbinderende so auszuführen, dass es eine flache Kraft koaxial mit der Einrichtung zur Übertragung an das Verschlussteil sicher aufnehmen kann. Zu diesem Zweck weist das distale Ende bevorzugt Oberflächenkomponenten auf, die transversal zur Vorrichtungsachse und besonders bevorzugt im wesentlichen symmetrisch angeordnet sind, um Verdrehen und Kippen zu vermeiden, obgleich es denkbar ist, die Kraft über ein ausgleichendes dazwischenliegendes Element auszuüben. Zur Aufrechterhaltung der Sterilität und Unversehrtheit der Vorrichtung ist es außerdem erwünscht, die Öffnungen für die sekundäre Einrichtung vor dem Verbindungsvorgang verschließen zu können, z. B. durch eine Abdeckung oder bevorzugt durch eine zerreißbare oder zerbrechliche Membran.
  • Die Hauptvorrichtungsteile können aus Metall gefertigt werden, werden jedoch bevorzugt aus Kunststoff hergestellt, wie etwa ABS, Polycarbonat oder bevorzugt Polypropylen, wobei die Kunststoffmaterialien wahlweise eine Faserverstärkung aus beispielsweise Glas enthalten können. Aus Kosten-, Handhabungs- und Montagegründen kann es erwünscht sein, die Vorrichtung aus so wenigen Teilen wie möglich herzustellen. Im allgemeinen werden zumindest der Verschluss und der Verbinder als separate Teile gefertigt.
  • Die Art der Anwendung der Vorrichtung und des entsprechenden Verfahrens zum Abdichten und Verbinden des Behälters wurde vorstehend in Bezug auf jedes beschriebene Vorrichtungsmerkmal beschrieben. Es folgen einige zusätzliche Kommentare in Bezug auf ein mögliches Verfahren. Die Vorrichtungsteile, die eine Abdeckung, eine Dichteinrichtung, einen Verbinder, einen scharfen Gegenstand und mögliche Dichtmembranen umfassen, werden bevorzugt vormontiert und möglicherweise sterilisiert. Der primäre Behälter mit einem pharmazeutischen Präparatinhalt wird in einer Kammer platziert und die vormontierte Einheit koaxial auf dem Behälter in einer Anlagestellung angeordnet, die einen Gasaustausch mit dem Behälterinneren zulässt. In der Kammer kann ein Sterilisationsschritt mittels Bestrahlung, Wärme, Oxidationsgas, etc., wahlweise mit Über- oder Unterdruck durchgeführt werden, wobei der Gasaustausch außerdem einen Ausgleich von Druckunterschieden ermöglicht. Ein anderer nützlicher Kammerprozess ist ein Lyophilisationsschritt an einem anfänglich flüssigen Präparat, der das Abkühlen auf Gefriertemperaturen, eine Kammerevakuierung zum Erzeugen eines Vakuums, eine Präparattrocknung unter Feuchtigkeitsabgabe und Evakuierung sowie Sauerstoffklärung oder Einführung eines Edelgasbelages aus beispielsweise Stickstoff umfassen kann. Das Verschließen und Abdichten des Behälters kann nun stattfinden, indem die Vorrichtungseinheit zum Behälter gedrückt wird, was dazu führt, dass die Dichteinrichtung zur und in die Behälteröffnung geführt, die Abdeckung mit der Öffnung in Eingriff gebracht und versperrt, wobei sie möglicherweise auch mit ihrem unteren Ende auf einem Schulterabschnitt des Behälter sitzt, und der Verbinder zur Verbindung in Stellung gebracht wird. Dieser Schritt wird bevorzugt in der Kammer durch Zusammendrücken der Fächer durchgeführt, auf denen die Behälter mit den Vorrichtungseinheiten stehen. Die Kammer kann nun einem Druckausgleich unterzogen und geöffnet werden. Der kombinierte abgedichtete Behälter/Verbinder kann von nun an während möglicher Nachbehandlungen, dem Transport, der Lagerung oder anderweitiger Handhabung bis zur Verbindung desselben mit einer sekundären Einrichtung als untrennbare Einheit behandelt werden. Bei diesem Vorgang entfernt oder zerbricht der Benutzer jegliche Dichtung am distalen Verbinderende sowie jegliche ähnliche Dichtung am aufzunehmenden sekundären Teil. Abhängig von der Art der Präparate in den Behältern und dem gewünschten Fluidaustausch, kann der Benutzer entscheiden, ob er die Fluidverbindung entweder zuerst mit dem primären Behälter oder der sekundären Einrichtung oder mit beiden gleichzeitig herstellt, indem er den Sperrmechanismus durch Drehen oder eine der anderen beschriebenen Bewegungen beeinflusst und die relevanten Teile axial zusammendrückt. Wenn der primäre Behälter zuerst verbunden werden soll, löst der Benutzer den Sperrmechanismus und drückt das Verbinderteil zur Penetration durch den scharfen Gegenstand zum Behälter und führt dann die Öffnung der sekundären Einrichtung in das distale Verbinderteil ein oder, je nachdem, drückt sie hinein oder schraubt sie auf. Die umgekehrte Verbindungssequenz ist ebenso möglich. Eine im wesentlichen gleichzeitige Verbindung kann durchgeführt werden, indem beispielsweise zunächst der Sperrmechanismus gelöst wird, jedoch Behälter und Verbinder nicht zusammengedrückt werden, dann die sekundäre Einrichtung in den Verbinder eingeführt und die sekundäre Einrichtung relativ zum primären Behälter gedrückt wird, um sowohl den Verbinder zum primären Behälter als auch die sekundäre Einrichtung zum Verbinder axial zu verschieben. Sofern die Einrichtungen nicht mit Über- oder Unterdruck vorbehandelt werden, um die Fluidströmung zu unterstützen, wird davon ausgegangen, dass der Benutzer die Einrichtungen aktiv ausrichtet und alle anderen erforderlichen Maßnahmen trifft, um die gewünschte Strömung sicherzustellen. In einer typischen Situation enthält der primäre Behälter einen lyophilisierten Feststoff oder Sirup sowie ein Restvakuum aus dem Lyophilisierungsschritt, wobei die sekundäre Einrichtung ein Beutel ist, der ein Lösungsmittel für den Feststoff enthält. Der Benutzer verbindet zuerst den Beutel mit dem Verbinder, um eine Fluidverbindung mit diesem herzustellen, löst dann den Sperrmechanismus und drückt den Verbinder zum primären Behälter, um den Verschluss mit dem scharfen Gegenstand zu durchstechen und auch hier eine Fluidverbindung herzustellen. Das Vakuum im Behälter saugt nun Lösungsmittel aus dem Beutel in den Behälter, um den Feststoff aufzulösen. Nach dem Auflösen kann der Benutzer das gesamte Aggregat aus verbundenen Teilen in eine Stellung bringen, in der der primäre Behälter hoch angeordnet ist und das Lösungsmittel nach unten in den Beutel ablaufen kann, um sich mit dem Hauptvolumen desselben zur anschließenden Verabreichung der kombinierten Präparate an einen Patienten zu vermischen.
  • Obgleich die Erfindung hauptsächlich im Hinblick auf pharmazeutische Anwendungen beschrieben worden ist, ist sie nicht als darauf beschränkt zu verstehen.
  • Zusammenfassung der Zeichnungen
  • Die Fig. 1A, 1B und 1C zeigen eine Schnittansicht einer Ausführungsform der Vorrichtung in drei verschiedenen Positionierungsphasen relativ zu einem Behälter. Die Fig. 2A zeigt eine Draufsicht des Verschlusses gemäß Fig. 1 und Fig. 2B eine Unteransicht des Verbinders gemäß Fig. 1.
  • Die Fig. 3 bis 6 zeigen in schematischer Form alternative Sperrmechanismusprinzipe.
  • Fig. 7 zeigt schematisch einen Verbinder mit alternativen distalen Verbindungsmitteln.
  • Fig. 8 zeigt schematisch eine Verbinderkonstruktion mit einem beweglich angeordneten scharfen Gegenstand.
  • Beschreibung der Zeichnungen
  • In den Fig. 1A bis 1C bezeichnet Position 1 eine starre Flasche mit einer daran befestigten erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die Flasche 1 hat einen Hals 2, einen Rand 3 und eine Öffnung 4. Ein Verschlusselement 5 umfasst eine durchstechbare Dichteinrichtung 6 nach Art eines Stopfens, die einen zylindrischen Abschnitt 7, der an das Öffnungsinnere angepasst ist, einen Hohlraum 8 zur Begrenzung der erforderlichen Nadelpenetration sowie einen Flanschabschnitt 9 zur Anlage am Flaschenrand 3 aufweist. Der Verschluss 5 umfasst ferner eine Abdeckung 10, die einen im wesentlichen zylindrischen Muffenabschnitt 11 mit inneren Auflage- und Sperrvorsprüngen 12 und eine obere Verschlussfläche 13 mit einem Loch 14 zur Nadelpenetration aufweist. Ein Verbinder 15 umfasst ein zylindrisches Gehäuse 16, das ein proximales Ende 17 mit einem inneren Flanschabschnitt 18 zur Auflage auf der Oberfläche 13 der Abdeckung 10, einen mittleren Abschnitt 19 mit einer festen Wand 20, die einen scharfen Gegenstand in Form einer hohlen Nadel 21 trägt, und ein distales Ende 22 zur Druckausübung und Verbindung mit einem sekundären Gefäß aufweist. Der Stopfen 6 ist an der Abdeckung 10 befestigt, um eine Verschlusseinheit 5 zu bilden, wobei der Verbinder 15 und der Verschluss 5 durch Reibung miteinander verbunden sind, um eine Vorrichtungsanordnung zu bilden. Ein Sperrmechanismus zwischen Verschluss 5 und Verbinder 15 ist nicht gezeigt, wird jedoch in Bezug auf Fig. 2 beschrieben.
  • Fig. 1A zeigt eine Anfangsphase, in der die Vorrichtungsanordnung auf der Flasche 1 angeordnet worden ist, so dass sich der zylindrische Abschnitt 7 des Stopfens 6 nur teilweise in die Öffnung 4 der Flasche 1 erstreckt und kein Kontakt zwischen Flansch 9 und Rand 3 besteht. Der Muffenabschnitt 11 der Abdeckung 10 liegt an dem Rand 3 in einer ersten Schiebeschlossstellung auf, die durch erste und zweite Vorsprünge 12 ober- und unterhalb des Randes 3 stabilisiert wird. Die Stellungen in dieser Phase können nützlich sein, wenn eine Verbindung zwischen dem Flascheninneren und der Umgebung zu einem der zuvor beschriebenen Zwecke erwünscht ist, und um sicherzustellen, dass Lateralöffnungen einer derartigen Verbindung (nicht gezeigt) beispielsweise in der Muffe 11 der Abdeckung 10 und im zylindrischen Abschnitt 7 des Stopfens 6 vorhanden sein können. Es wird davon ausgegangen, dass sich der nicht dargestellte Sperrmechanismus zwischen Verschluss 5 und Verbinder 15 im versperrten Zustand befindet, der eine Axialverschiebung des Verbinders 15 in Bezug auf den Verschluss 5 verhindert. In dieser Phase wird ein auf das distale Ende 22 des Verbinders 15 ausgeübter Axialdruck auf den Verschluss 5 übertragen. Figur iß zeigt eine zweite Phase, in der ein derartiger Druck die Vorrichtungsanordnung als Ganzes nach unten zur Flasche 1 bewegt hat, wobei sich der Verschluss in dieser Stellung in vollem Eingriff mit der Flaschenöffnung 4 befindet. Der zylindrische Abschnitt 7 des Stopfens 6 ist vollständig in der Öffnung 4 aufgenommen und sein Flansch 9 steht in Kontakt mit dem Flaschenrand 3. Die Abdeckung 10 befindet sich in einer zweiten Schiebeschlossstellung, die durch dritte und vierte Vorsprünge 12 ober- und unterhalb des Randes 3 stabilisiert wird. Das Schiebeschloss und die Stopfenreibung können zur endgültigen Sicherung des Verschlusses ausreichend sein, sofern gewünscht, können jedoch zusätzliche Einrichtungen verwendet werden, wie etwa eine Klemmverbindung unter dem Rand 3, ein Sperrring, der verhindert, dass sich die Muffe 11 nach außen biegt, oder der Schiebeschlosseingriff oder beliebige andere Einrichtungen. Fig. 1C zeigt eine Phase, in der der Sperrmechanismus gelöst wurde, um eine axiale Relativverschiebung zwischen Verbinder 15 und Verschluss 5 zuzulassen, wobei eine derartige Verschiebung stattgefunden hat, um die Nadel 21 durch das Loch 14 treten zu lassen und den oberen Abschnitt des Stopfens 6 in den Hohlraum 8 hinein zu durchdringen, um eine Fluidverbindung herzustellen. Ein zweiter Behälter, eine Spritze oder eine Leitung kann nun am distalen Ende 22 des Verbinders 15 befestigt werden.
  • Fig. 2 zeigt einen bevorzugten Sperrmechanismus für die Vorrichtung gemäß Fig. 1. Fig. 2A ist eine Draufsicht des Verschlusses 5 mit seiner oberen Verschlussfläche 13 und dem Loch 14 für die Nadel 21. In gleichmäßigen Abständen längs der Verschlussperipherie sind Aussparungen oder Ausschnitte 23 angeordnet, die sich axial längs der Muffe 11 über eine Distanz erstrecken, die zumindest der gewünschten Bewegung zwischen den zwei definierten Stellungen des Verbinders 15 entspricht, und in Fächern 24 enden. Fig. 2B ist eine Unteransicht des Verbinders 15 mit einem zylindrischen Gehäuse 16, einem proximalen Ende 17, Flanschen 18, einer Wand 20 und einer Nadel 21. Der Durchmesser der Innenfläche 25 entspricht der Größe der Außenfläche des Verschlusses 5, was es ihr erlaubt über den Verschluss zu gleiten. Die Flansche 18 ragen von der Innenfläche 25 etwas oberhalb dem proximalen Ende 17 nach innen, um einen anfänglichen Eingriff zwischen Verschluss und Verbinder zu ermöglichen, und sind in einer Weise verteilt und bemessen, die den Aussparungen 23 des Verschlusses 5 entspricht. Durch Relativdrehung zwischen diesen Teilen können die Flansche 18 und Aussparungen 23 entweder miteinander ausgerichtet oder voneinander verschoben werden. In verschobenem Zustand liegen die Flansche 18 auf der oberen Abdeckungsfläche 13 zwischen den Aussparungen 23 auf und der Verbinder kann nicht weiter zur Abdeckung hin verschoben werden, kann jedoch einen auf sein distales Ende 22 ausgeübten Druck auf die Abdeckung 5 übertragen. In ausgerichtetem Zustand können sich die Flansche 18 längs den Aussparungen 23 bewegen, damit sich der Verbinder 15 der Abdeckung 5 im Penetrationsschritt des scharfen Gegenstands annähern kann bis die Wand 20 an der oberen Abdeckungsfläche 13 oder bis die Flansche 18 an den Fächern 24 zur Anlage kommen. Die Teile können zusätzliche wählbare Merkmale umfassen, z. B. ein Schloss für den Verbinder 15 am Ende seines Weges, beispielsweise laterale Unterschneidungen nahe den Fächern für leicht hakenförmige Flansche oder Einrichtungen zum Bereitstellen von verschiedenen Anschlägen in den ausgerichteten bzw. verschobenen Stellungen.
  • Die Fig. 3 bis 6 zeigen in schematischer Form alternative Sperrmechanismusprinzipe. Wie in Fig. 1 sind die gezeigten Hauptteile ein Verschluss 5 und ein Verbinder 15, wobei die Muffe 11 und der scharfe Gegenstand 21 an der starren Wand 20 angebracht sind. Die Ausführungsform gemäß Fig. 3 basiert auf Reibung zur Sperrung, wobei ein Sperrring 30 angeordnet ist, um den unteren Abschnitt der Muffe 11 gegen den Verschluss 5 zu drücken, was durch die Nachgiebigkeit des Sperrrings, durch leicht konische Ring- oder Muffenoberflächen oder auf beliebige andere Art stattfinden kann. Um das Zusammendrücken zu erleichtern, kann der untere Abschnitt der Muffe 11 axial geschlitzt sein. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 erstrecken sich mehrere Zungen 40 oder ein durchgehender Flansch von der Innenwand der Muffe 11 nach innen. Die Zungen liegen normalerweise an der Oberfläche 13 des Verschlusses 5 auf und sind starr genug, um dem erforderlichen Druck zum Drücken des Verschlusses in Eingriff mit dem Behälter standzuhalten, sind jedoch so ausgeführt, dass sie unter höherem Druck in eine zweite Stellung nachgeben, welche mit 41 bezeichnet ist, so dass sich der Verbinder in seine zweite Stellung bewegen kann. Obgleich eine derartige Vorrichtung nicht mit der beanspruchten Vorrichtung identisch ist, ist sie doch bei dem beanspruchten Verfahren nützlich. In Fig. 5 sind ähnliche Zungen 50 auf Armen 51 angeordnet, die an der Muffe 11 angelenkt sind. Wenn die Arme mit der Muffe 11 fluchten, liegen die Zungen 50 am Verschluss 5 auf, wie in Fig. 5A gezeigt, die Arme 51 können jedoch nach außen gebogen werden, wie in Fig. 5B gezeigt, um den Verbinder zur Verschiebung relativ zum Verschluss 5 freizugeben. Das Biegen der Arme 51 kann manuell durchgeführt werden, bevorzugt sind die Arme jedoch nachgiebig und in eine der Positionen vorgespannt, geeigneterweise in die in Fig. 5B gezeigte offene Stellung und können in der in Fig. 5A gezeigten, geschlossenen Stellung durch einen axial verschieblichen Ring oder abreißbaren Streifen 52 gehalten werden. In Fig. 6 sind ähnliche Zungen 60 an einem zu öffnenden oder abreißbaren Streifen 61 mit einem im wesentlichen T-förmigen Querschnitt vorgesehen. Im Verbindungsschritt wird der Streifen 61 entfernt, um eine Relativverschiebung zwischen Verbinder 15 und Verschluss 5 zu ermöglichen. Es ist klar, dass der Sperrmechanismus auf vielfältige Weise ausgeführt werden kann. Die Ausführungsformen gemäß den Fig. 3 bis 6 haben den Vorteil, dass sie keine besonderen Sperrstrukturen am Verschluss 5 erfordern und demgemäß mit vielen gängigen Verschlusskonstruktionen kompatibel sind.
  • Fig. 7 zeigt schematisch wie das distale Ende 22 des Verbinders 15 in Abhängigkeit von der Art des zu verbindenden sekundären Gefäßes umgestaltet werden kann. Bei dieser Ausführungsform wird die zweispitzige Nadel 21 der vorherigen Ausführungsformen durch eine einzelne Nadel 71 im proximalen Ende des Verbinders ersetzt und endet in einem Luer Taper (Verjüngung) 72, der in der Wand 73 ausgebildet ist, z. B. um eine Spritze mit einem entsprechenden Luer Taper aufzunehmen.
  • Fig. 8 zeigt schematisch einen Verbinder mit einem im wesentlichen zylindrischen Muffenabschnitt 81, in dem eine verschiebliche Wand 82 angeordnet ist, die einen scharfen Gegenstand 83 trägt. Die Wand ist durch Stifte 84 in Stellung versperrt, welche die Muffe 81 durchdringen und zumindest teilweise in die Wand 82 eindringen und von der Außenseite der Muffe 81 zugänglich sind. Andere Sperreinrichtungen, die etwa den in den Fig. 2 bis 6 gezeigten ähneln, können verwendet werden. Beim Gebrauch kann die gezeigte Einrichtung Druck von ihrem distalen Ende auf den Verschluss 5 übertragen. Die Sperreinrichtung stellt zumindest zwei definierte Stellungen für den scharfen Gegenstand bereit und ermöglicht es, die Verbindungssequenz zu kontrollieren, z. B. indem zuerst die Verbindung mit dem sekundären Gefäß mittels enthaltener Sperreinrichtungen hergestellt wird, indem zuerst die Verbindung mit dem primären Behälter durch Entfernen der Sperre und Drücken der Wand 82 zum Behälter oder im wesentlichen gleichzeitig durch Entfernen der Sperre und axialer Kompression von Behälter und Gefäß hergestellt wird. Obgleich eine solche Vorrichtung nicht mit der beanspruchten Vorrichtung identisch ist, ist sie doch bei dem beanspruchten Verfahren nützlich.
  • Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt, sondern kann innerhalb des Schutzumfangs der anhängigen Ansprüche abgeändert werden.

Claims (49)

1. Vorrichtung zum Abdichten oder Verbinden eines Behälters, der zumindest eine Öffnung mit einer Öffnungsachse aufweist, die (a) ein Verschlusselement zur Anordnung in, an oder um die Öffnung, welches zumindest einen perforierbaren Abschnitt aufweist, (b) einen Verbinder, der, wenn er zumindest teilweise koaxial mit der Öffnung ausgerichtet ist, mit einem proximalen Ende an dem Verschluss und mit einem distalen Ende direkt oder indirekt an einem Gefäß in Form eines zweiten Behälters, einer Spritze oder einer Leitung anbringbar ist, und (c) einen scharfen Gegenstand umfasst, der dafür ausgelegt ist, zumindest den perforierbaren Abschnitt zu durchstechen und eine Fluidverbindung zwischen dem Behälter und dem Gefäß herzustellen, wobei
- der scharfe Gegenstand mit dem Verbinder verbunden oder integral mit diesem ausgeformt ist, um ihm zumindest in seinen axialen Bewegungen zu folgen, und
- der Verbinder in Bezug auf den Verschluss zwischen zumindest zwei definierten Positionen axial bewegbar ist, wobei die Positionen umfassen:
(i) eine erste Position, in der der scharfe Gegenstand axial von dem Verschluss entfernt ist, um ihn nicht zu durchstechen, und in der der Verbinder direkt oder indirekt an dem Verschluss anliegt, so dass eine auf den Verbinder ausgeübte Längskraft auf eine auf den Verschluss wirkende Längskraft übertragen wird, und
(ii) eine zweite Position, in der der scharfe Gegenstand den Verschluss durchsticht,
gekennzeichnet durch einen lösbaren Rastmechanismus, der dafür ausgelegt ist, eine Bewegung des Verbinders von der ersten in die zweite Position in verrastetem Zustand zu verhindern und in unverrastetem Zustand zuzulassen, und dafür, ein Entrasten vor der Bewegung des Verbinders zu ermöglichen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss eine zur Öffnungsachse transversale Oberflächenkomponente hat.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die allgemeine Bauart des Verschlusses einen sich im wesentlichen axial erstreckenden Muffenabschnitt und eine obere Verschlussfläche umfasst.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Muffenstück so ausgeführt ist, dass es mit der Außenfläche einer Öffnung, welche ein Rohr- oder Halsstück aufweist, in Eingriff kommt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss Mittel zur physischen Befestigung an der Öffnung aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Mittel zur Befestigung in einer Vor-Dichtposition und in einer Dichtposition umfassen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss den perforierbaren Abschnitt in Form einer perforierbaren Dichteinrichtung umfasst und ferner einen Abdeckungsabschnitt aufweist, der dafür ausgelegt ist, die Dichteinrichtung gegen Verschiebung von der Öffnung zu sichern.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinrichtung eine Membran oder Trennwand umfasst.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinrichtung einen Stopfen oder Pfropfen zur zumindest teilweisen Einführung in die Öffnung umfasst.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung dafür ausgelegt ist, an der Außenfläche der Öffnung zumindest teilweise mit der Öffnung in Eingriff zu kommen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder dafür ausgelegt ist, durch Reibung an dem Verschluss anzuliegen, und dass der Rastmechanismus Mittei umfasst, um Reibung bereitzustellen und die Reibung zu verringern bzw. zu beseitigen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder dafür ausgelegt ist, über dazwischenliegende Stoßflächen an dem Verschluss anzuliegen, welche zumindest eine senkrecht zur Achse verlaufende Komponente aufweisen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastmechanismus Richtmittel zum Ausrichten bzw. Verschieben der Oberflächen umfasst.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtmittel dafür ausgelegt sind, die Stoßflächen lateral zur Achse zu bewegen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtmittel dafür ausgelegt sind, die Stoßflächen wechselseitig zumindest teilweise um die Achse zu drehen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sich axial erstreckenden Abschnitte der Abdeckung und des Verbinders in teleskopischer Weise miteinander verbunden sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der scharfe Gegenstand ein Gegenstück eines in der Öffnung befindlichen Ventilmechanismus, ein Stößel zum Öffnen eines Ein-Weg- Ventils, ein Stößel zum Verschieben z. B. eines Stopfens oder Pfropfens in den Behälter oder zu einem nicht-dichtenden Abschnitt des Stopfens oder Behälters, ein einen Dichtabschnitt des Verschlusses verschiebendes Element, wie etwa ein Dichtstift, oder ein eine Dichteinrichtung in eine nicht-dichtende Form verformendes Element ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der scharfe Gegenstand eine Nadel umfasst.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der scharfe Gegenstand einen Kanal zur Herstellung einer Fluidverbindung umfasst.
20. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der scharfe Gegenstand zumindest axial im Verbinder fixiert angeordnet ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das distale Ende des Verbinders Kanalerweiterungsmittel für die Strömung zwischen Behälter und Gefäß umfasst.
22. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das distale Ende des Verbinders Mittel zur physischen Befestigung des Gefäßes umfasst.
23. Verfahren zum Abdichten und Verbinden eines Behälters, der zumindest eine Öffnung mit einer Öffnungsachse aufweist, mit einem Gefäß in Form eines zweiten Behälters, einer Spritze oder einer Leitung, dadurch gekennzeichnet, dass es die Schritte umfasst:
- Positionieren eines Verschlusses, der zumindest einen perforierbaren Abschnitt aufweist und dafür ausgelegt ist, den Behälter zu verschließen, wenn er relativ zu dem Behälter in eine Eingriffsstellung gedrückt wird, in, an oder um die Öffnung im wesentlichen koaxial mit der Öffnung, jedoch distal von der Eingriffsstellung verschoben,
- Anlegen eines Verbinders, der einen scharfen Gegenstand umfasst, welcher dafür ausgelegt ist, zumindest den perforierbaren Abschnitt zu durchstechen und eine Fluidverbindung zwischen dem Behälterinneren und der Umgebung herzustellen, direkt oder indirekt an den Verschluss zur Übertragung von Längskräften,
- Ausüben eines Axialdruckes auf den Verbinder, um den Verbinder und den Verschluss zum Behälter zu bewegen und den Verschluss relativ zum Behälter in die Eingriffsstellung zu drücken, und
- Bewegen des scharfen Gegenstandes zum Behälter, um den perforierbaren Abschnitt zu durchstechen und die Fluidverbindung herzustellen.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Vormontierens des Verschlusses und des Verbinders und des Durchführens der Positionier- und Anlegeschritte durch Anordnen der vormontierten Teile als Einheit relativ zum Behälter umfasst.
25. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss den perforierbaren Abschnitt in Form einer perforierbaren Dichteinrichtung und einen Abdeckungsabschnitt umfasst, der dafür ausgelegt ist, die Dichteinrichtung gegen Verschiebung von der Öffnung zu sichern.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Vormontierens und Zusammenhaltens der Dichteinrichtung mit der Abdichtung und das Bewegen der Dichteinrichtung zusammen mit der Abdeckung während zumindest einem der Schritte umfasst.
27. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Anlegens zumindest der Abdeckung an den Behälter während zumindest eines Teils des Positionierschritts umfasst.
28. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Sicherstellens von Fluidaustauschbedingungen zwischen dem Behälterinneren und der Umgebung zumindest für einen gewissen Zeitraum zwischen dem Positionieren des Verschlusses und dem Ausüben von Druck umfasst.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Durchführens eines Sterilisationsschrittes unter den Fluidaustauschbedingungen umfasst.
30. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Durchführens eines Gefriertrocknungsschrittes unter den Fluidaustauschbedingungen umfasst.
31. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Aufbewahrens des Behälters in einer Behandlungskammer und das Durchführen des Druckausübungsschritts umfasst, wenn sich dieser in der Behandlungskammer befindet.
32. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Durchführens einer relativen Axialverschiebung zwischen Verbinder und scharfem Gegenstand während des Schrittes des Bewegens des scharfen Gegenstandes umfasst.
33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Lösens einer zumindest axialen Verrastung des scharfen Gegenstands mit dem Verbinder vor der Axialverschiebung umfasst, um es dadurch dem scharfen Gegenstand zu ermöglichen, die Axialverschiebung auszuführen.
34. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des axialen Bewegens des Verbinders zusammen mit dem scharfen Gegenstand relativ zum Behälter während des Schrittes des Bewegens des scharfen Gegenstandes umfasst.
35. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Durchführens dieser kombinierten Bewegung im wesentlichen in axialer Richtung ohne erhebliche Rotationskomponente umfasst.
36. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Aufhebens der Anlagebeziehung zwischen Verschluss und Verbinder vor der kombinierten Bewegung umfasst, um dazwischen eine relative Axialbewegung zuzulassen.
37. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufheben der Anlagebeziehung den Schritt einer Relativdrehung zwischen Verschluss und Verbinder umfasst.
38. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufheben der Anlagebeziehung den Schritt des lateralen Verschiebens der Stoßflächen zwischen Verschluss und Verbinder umfasst.
39. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Verbinders zusammen mit dem scharfen Gegenstand den Schritt des Verschiebens eines Randabschnitts des Verbinders über den Verschluss umfasst, um als Sperrring für diesen zu wirken.
40. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Herstellens der Fluidverbindung durch einen Kanal in dem scharfen Gegenstand umfasst.
41. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Verbindens des Gefäßes mit dem Verbinder zum Herstellen einer Fluidverbindung mit dem Behälterinneren umfasst.
42. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsschritt vor der Bewegung des scharfen Gegenstandes durchgeführt wird.
43. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsschritt nach der Bewegung des scharfen Gegenstandes durchgeführt wird.
44. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsschritt ungefähr gleichzeitig mit der Bewegung des scharfen Gegenstandes durchgeführt wird.
45. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsschritt das Durchstechen eines perforierbaren Gefäßelementes durch einen zweiten scharfen Gegenstand umfasst, der in Fluidverbindung mit dem ersten scharfen Gegenstand steht.
46. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Bewegens des Gefäßes im wesentlichen koaxial mit der Öffnung umfasst.
47. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Anbringens einer Spritze an dem Verbinder umfasst.
48. Verfahren nach Anspruch 46 oder 47, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Anbringens einer Verjüngung in Fluidverbindung mit dem scharfen Gegenstand umfasst.
49. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass es den Schritt des Durchführens eines Wiederherstellungsschrittes nach dem Verbindungsschritt umfasst.
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