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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackung, die
allgemein plattenartige Elemente, wie etwa Motorfahrzeug-
Karosseriebleche (Motorraumhauben, Türen, Kofferraumdeckel
usw.), Glasplatten und dergleichen aufnimmt.
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Eine Verpackung gemäß dem cberbegriff des Anspruches 1 ist
aus der US-A-3 896 932 bekannt, welche einen Kotflügel-
Karton offenbart, dessen größere Wände jeweils einen
einzigen ausgestanzten Abschnitt haben, welcher je eine
Lasche definiert, die einen Stützsattel für die untere
Kotflügelkante bildet. Die obere Kotflügelkante liegt gegen
Abstands- und Polsterlaschen an, die durch jeweilige
ausgestanzte Abschnitte der Oberwand des Kartons definiert
werden. Haltegurte verlaufen durch die Ausschnitte der
größeren Wände unter den Sattellaschen und über der
Oberwand. Demzufolge ist der Kotflügel in der Praxis an der
Kartonoberseite in einer irgendwie pendelartigen Weise
aufgehängt. Wenn mit dem so verpackten Kotflügel hantiert
wird, könnte sich eina Beschädigung infolge irgendeiner
Schwingbewegung desselben relativ zu dem Karton einstellen.
Darüber hinaus könnte in dem Fall, dass der Karton mit der
Oberseite nach unten gelegt wird, wobei beispielsweise die
Oberkante des Kotflügels nach unten gerichtet ist, diese
Kante einer Beschädigung unterliegen.
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Eine ähnliche Verpackung ist auch aus der US-A-3 403 778
bekannt, wobei diese eine Schachtel aus Pappe und ein
Zwischenauskleidungselement aus Papier aufweist, welches
eine I-förmige Konfiguration sowie daraus ausgestanzte
Lappenelemente hat, welche sich innerhalb der Schachtel
befinden, um über Spannbänder eine Windschutzscheibe oder
einen ähnlichen Gegenstand abzustützen. Der Gegenstand wird
auf diese Weise mit Abstand zu allen Schachtelwänden
gehalten. Demzufolge bietet diese Verpackung zusätzlich
dazu, dass sie eine zweiteilige sperrige Konstruktion
verwendet, keine ordentliche Stabilität und Standhaftigkeit
des Gegenstandes innerhalb der Schachtel, welcher dank der
Verformbarkeit des Zwischenauskleidungsel ementes
unerwünschten Bewegungen relativ zu den Schachtelwänden
sowie den Risiken einer Beschädigung unterworfen sein kann.
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Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine besonders einfache
und billige Verpackung zu schaffen, welche dennoch in der
Lage ist, einen wirksamen Schutz des verpackten
Blechelementes während Transport-, Einlagerungs- und
Handhabungsoperat ionen zu gewährleisten.
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Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe durch eine Verpackung
gelöst, deren primäres Merkmal in dem kennzeichnenden Teil
des Anspruches 1 dargelegt ist.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist wenigstens
eine der genannten gefalteten Laschen mit abgebogenen
Laschengliedern für die Aufnahme und die Einspannung des
entsprechenden Bereiches der jeweiligen Kante des
plattenartigen Elementes gebildet.
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Die Anzahl und die Anordnung der oben genannten gestanzten
Abschnitte und damit der dadurch gebildeten, die einander
abgewandten Kanten des plattenartigen Elementes rittlings
übergreifenden Laschen können als eine Funktion der
Konstruktion und Form des zu verpackenden plattenartigen
Elementes variieren.
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Die ringförmigen Haltemittel können durch Gurte oder Kabel
oder Seile unter Spannung gebildet sein. Alternativ dazu
können diese ringförmigen Haltemittel durch ringförmige,
wärmeschrumpfbare Elemente aus Plastikmaterial gebildet
sein.
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Die Erfindung wird jetzt im einzelnen mit Bezug auf die
beigefügten zeichnungen dargelegt, die lediglich als nicht
beschränkende Beispiele angegeben sind, und in denen
zeigen:
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Fig. 1 eine schematische, perspektivische Ansicht einer
Verpackung aus Wellpappe gemäß einer ersten
Ausgestaltung der Erfindung;
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Fig. 2 eine vertikal geschnittene und vergrößerte
Ansicht entlang der Schnittlinie II-II der Fig.
1;
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Fig. 3 den ebenen Stanzbogen des Pappeelementes, welches
die Verpackung der Fig. 1 bildet; und
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Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer Abwandlung der
Fig. 1.
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Es wird zuerst auf die Fig. 1 bis 3 Bezug genommen; die
Bezugszahl 1 bezeichnet allgemein eine Verpackung gemäß der
Erfindung, welche allgemein Blechelemente aufnimmt, und
mehr im einzelnen die Haube eines Motorraums eines
Kraftfahrzeuges. In dem Fall des gezeigten Beispieles ist
die Verpackung 1 als eine flache Schachtel mit zwei
größeren Wänden 2, 3 ausgelegt, deren Fläche geringfügig
größer als die des Blechelementes C ist, und zwischen denen
dieses Blechelement C angeordnet ist.
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Die Schachtel 1 wird ausgehend von einem einzelnen
gestanzten und mit Falzen versehenen Element gebildet,
welches in der Fig. 3 mit der Bezugszahl la bezeichnet ist.
In diesem Element 1a ist die größere Wand 2 seitlich über
jeweilige Falzlinien mit zwei kleineren Seitenwänden 4, 5
verbunden, welche ihrerseits über zugeordnete Falzimien
mit jeweiligen größeren und kleineren Abschnitten 3a, 3b
verbunden sind, die die andere größere Wand 3 der Schachtel
1 bilden sollen.
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Die Abschnitte 2, 4, 5, 3a und 3b sind, parallel zu den
Längskanten des Pappeelementes la mit jeweiligen Falzlinien
versehen, von denen aus Laschenglieder 2', 4', 5', 3a' und
3b' abstehen, die die verbleibenden Seitenwände 6, 7 der
Schachtel 1 bilden sollen.
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Ein teilweise gestanzter Abschnitt 8, welcher eine Lasche 9
definiert, ist in der größeren Wand 2 in einer relativ
kurzen Entfernung von der Wand 6 ausgebildet.
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In ähnlicher Weise ist in dem größeren Abschnitt 3a der
anderen größeren Wand 3 ein ausgestanzter Abschnitt 10
ausgebildet, welcher eine Lasche 11 definiert.
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In der Nähe der anderen, gegenüberliegenden Wand 7 ist die
größere Wand 2 mit einer Ausnehmung 12 und mit einem
teilweise ausgestanzten Abschnitt 13 versehen, welcher eine
Lasche 14 bildet. An den einander gegenüberliegenden Seiten
der Ausnehmung 12 sind ferner über jeweilige Falzlinien
zwei einander gegenüberliegende Laschenglieder 15
definiert.
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In ähnlicher Weise ist der größere Abschnitt 3a der anderen
größeren Wand 3 in der Nähe der Wand 7 mit einer Ausnehmung
16 und einem teilweise ausgestanzten Abschnitt 17
ausgebildet, welcher eine Lasche 18 definiert.
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Die Laschen 11 und 18 sind in geeigneter Weise mit
jeweiligen parallelen Falzlinien gebildet, deren Funktion
im folgenden dargelegt wird.
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In dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten zusammengefalteten
Zustand der Schachtel 1 ist das Wellpappeelement 1a so
gefaltet, dass es die Abschnitte 3a, 3b teilweise
überlappt, welche durch Verleimen miteinander verbunden
sind, so, dass die größere Wand 3 parallel zu der größeren
Wand 2 ausgebildet ist. Die Laschenglieder 15 sind nach
innen abgebogen, und nach dem Einsetzen des Blechelementes
o und dem Festhalten desselben, wie weiter unten dargelegt
ist, werden die Laschenglieder 2', 4', 5' 3a' und 3b' so
gefaltet und verleimt, dass sie die Wände 6 und 7 der
Schachtel 1 bilden.
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In dem in die Schachtel 1 eingefügten Zustand hat das
Blechelement C jeweils voneinander abgewandte Kanten C1,
C2, die im wesentlichen auf der Höhe der Laschen 9, 11 und
14, 18 der Wände 2 und 3 angeordnet sind. Die Lasche 11 ist
in einer den im wesentlichen zentralen Bereich der Kante C1
rittlings übergreifenden Weise gefaltet, und die Lasche 18
ist ähnlich in einer den im wesentlichen zentralen Bereich
der anderen Kante C2 rittlings übergreifenden Weise
gefaltet, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Die Lasche 9 ist
unter die Lasche 11 gefaltet, und die Lasche 14 ist in
ähnlicher Weise über die Lasche 18 gefaltet, wie ebenfalls
in Fig. 2 gezeigt ist. Auf diese Weise werden die zentralen
Bereiche der Kanten C1 und C2 des Blechelementes 2 jeweils
zwischen den Laschen 9, 11 bzw. 14, 18 der Wände 2 bzw. 3
eingespannt.
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Die zuvor erwähnten Falzlinien der Laschen 11 und 18
erlauben es, dass dieselben sich an die Form des
Blechelementes 2 anpassen, und sie bilden so jeweilige
gefaltete Laschenglieder zur Aufnahme und Einspannung für
die zugeordneten Kanten C1, C2 des Blechelementes C.
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Sodann werden die Laschen 9, 11 und 14, 18 mittels äußerer
ringförmiger Halteelemente, die so wie in Fig. 1
dargestellt geschlungen werden, zwangsweise dicht gegen die
Kanten C1, C2 des Blechelementes C angelegt. In dem Fall
des gezeigten Beispieles wird eine Vielzahl von Gurten 19
aus einem Plastikmaterial unter Spannung verwendet. Als
eine Alternative können Metallgurte oder Bänder bzw. Kabel
aus Plastikmaterial oder Metall oder Seile oder irgendein
anderes funktional äquivalentes System verwendet werden.
Unter Wärme schrumpf fähige ringförmige Elemente aus
Plastikmaterial von herkömmlichem Typ, die um die Laschen
9, 11 und 14, 18 herum geschlungen und infolge einer
Wärmeschrumpfung gespannt werden, können auch verwendet
werden.
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In dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten verpackten Zustand ist
so das Blechelement 10 sicher relativ zu den Wänden 2 und 3
eingespannt, und es ist im wesentlichen innerhalb der
Schachtel 1 mit einem kleinen Spiel zwischen seinem Umfang
und den kleineren Seiten 4, 5, 6 und 7 der Schachtel selbst
aufgehängt.
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Zu dem Zweck, die Handhabung der Schachtel 1 mit dem darin
eingesetzten Blechelement C einfacher zu machen, können
Öffnungen 20, die als Handgriffe dienen, in geeigneter
Weise an den Wänden 2, 3, 4 und 5 vorgesehen werden.
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Es sei darauf hingewiesen, dass die Anzahl und die
Anordnung der Laschen der größeren Wände 2, 3 der Schachtel
1 für das Einspannen der einander abgewandten Kanten C1, C2
des Blechelementes C gegenüber dem in den Fig. 1 bis 3
gezeigten Beispiel als Funktion der Auslegung und Form des
Blechelementes selbst variieren können.
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So zeigt beispielsweise Fig. 4 eine Abwandlung der
Schachtel 1, die beispielsweise für die Haube C' eines
Motorraums für ein Kraftfahrzeug verwendet werden kann, das
die darin dargestellte Konfiguration aufweist, mit
jeweiligen einander abgewandten Kanten C1' und C2'. In der
Fig. 4 sind Teile, welche mit den Teilen identisch oder
ähnlich sind, die zuvor mit Bezug auf die Fig. 1 bis 3
offenbart wurden, mit den gleichen Bezugszahlen versehen.
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Die Laschen 14 und 18 sind geteilt, wie dort gezeigt ist,
wodurch die Gurte 19 (oder äquivalente Spannelemente)
ihrerseits in zwei getrennte Gruppen aufgeteilt sind.
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Es sei darauf hingewiesen, dass gemäß einer weiteren
Abwandlung, die in den Zeichnungen nicht gezeigt ist, die
Verpackung eine offene Konfiguration anstelle einer
geschlossenen Schachtelanordnung haben kann.
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Schließlich sei bemerkt, dass wenn auch die vorangehende
Offenbarung auf die Verpackung eines Bleches einer
Kraftfahrzeugkarosserie bezogen wurde, die Erfindung in
gleich angemessener Weise auf jedes schwierige
plattenartige Element angewendet werden kann, welches einen
wirksamen Schutz während des Transportes, der Lagerung und
Handhabung erfordert.
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Natürlich können die Einzelheiten der Konstruktion und der
Ausgestaltungen in weitem Umfang mit Bezug auf das, was
offenbart und dargestellt wurde, abgewandelt werden, ohne
dadurch aus dem Umfang der vorliegenden Erfindung
herauszutreten, wie er in den beigefügten Ansprüchen
definiert ist.