DE69501595T2 - Datenkassette mit magnetischen bandmarkierungen - Google Patents
Datenkassette mit magnetischen bandmarkierungenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen Magnetbandkassetten des Typs, die entnehmbar in Bandgeräte geladen werden können. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Datenbandkassette mit magnetischen Markierungen zum Anzeigen verschiedener Zonen des Bandes.
- Datenbandkassetten mit hoher Kapazität sind allgemein bekannt und beispielsweise in dem US-Patent 3 692 225 (von Behren) und dem US-Patent 4 422 111 (Moeller et al.) offenbart. Kassetten dieses Typs sind so ausgebildet, daß sie entnehmbar in ein Bandgerät mit einer magnetischen Lese-/Schreibvorrichtung geladen werden können, und dienen häufig als Unterstützung für Computersysteme. Die Kassetten weisen ein Magnetband auf, das auf zwei drehbar in einem Gehäuse angebrachten Naben aufgewickelt ist. Wenn die Kassette betriebsbereit in ein Bandgerät eingesetzt ist, treibt ein flexibler Endlosriemen, der in Reibkontallt mit der äußeren Bandlage auf beiden Naben steht, in Vor- und Rücklaufrichtung entlang einem Transportweg über die Kopfvorrichtung. Auf diese Weise können Daten auf das Band geschrieben und von diesem gelesen werden.
- Datenkassettenbänder sind üblicherweise in eine Anzahl von funktionalen Zonen unterteilt. Eine Bandanfangzone (BOT) und eine Bandendzone (EOT) an den entgegengesetzten Enden des Bandes dienen zur Beschleunigung des Bandes auf dessen Betriebsgeschwindigkeit und zum Abbremsen des Bandes bevor das Ende erreicht wird. Eine Ladepunkt-(LP) und eine Frühwarnzone (EW) befinden sich neben der BOT- bzw. der EOT-Zone und enthalten Informationen, die das Bandgerät zur Durchführung von Operationen bei der Vorbereitung des Datenaufzeichnens und des Datenlesens benötigt. Daten werden in einer Datenaufzeichnungszone (DR) zwischen den Zonen LP und EW aufgezeichnet.
- Die Grenzen zwischen benachbarten Zonen sind üblicherweise durch kodierte Muster kleiner Löcher in dem Band markiert. Optische Erkennungssysteme in dem Bandgerät, die eine Lichtquelle und einen Photosensor aufweisen, werden zum Erkennen des Vorhandenseins der Löcher verwendet. Die Lochmuster werden von dem Bandgerätsteuersystem zum Identifizieren der jeweiligen Zonen dekodiert. In manchen Fällen sind auch Kassetteninformationen (z.B., Kassettentyp) digital durch Lochmuster in den BOT- und EOT-Zonen kodiert. WO-A-94/12975 zeigt eine Digitaldatenbandkassette nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, die zwei optische Begrenzungsindikatoren aufweist.
- Daten können in der DR-Zone des Bandes in jeder beliebigen Zahl von allgemein bekannten oder anderweitig herkömmlichen Formaten aufgezeichnet werden. Bänder, die zum Aufzeichnen von Daten in servo-geschriebenen Streaming-Formaten ausgebildet sind, weisen Servospurbänder auf, die sich in Längsrichtung auf dem Band zwischen der BOT- und der EOT-Zone erstrecken. Die Servorspurbänder sind durch einen vorab aufgezeichneten Servoträger gebildet, aus dem Reihen von beabstandeten Blöcken zur Bildung einzelner Servospuren gelöscht sind. Bei geregeltem Servo- Betrieb verwendet das Bandgerät aus den Servospuren erkannte Signale zum Variieren der transversalen Position der Lese/Schreib-Anordnung, um die Kopfanordnung in Ausrichtung auf eine vorbestimmte Servospur oder auf diese "festgelegt" zu halten. Bandkassetten dieses Typs sind allgemein in Entwicklungsstandards beschrieben, die von Quarter-Inch Cartridge Drive Standards, Inc., Santa Barbara, Kalifornien, veröffentlicht werden. Magneteische Lese/Schreibköpfe und Verfahren, mit denen die Köpfe zum Aufzeichnen von Daten in servo-geschriebenen Strearning-Formaten betrieben werden, sind in den US-Patenten 5 008 765 (Youngquist) und 5 280 402 (Anderson et al.) beschrieben.
- Das zuvor genannte US-Patent 4 422 111 (Moeller et al.) offenbart eine Datenkassette mit einem vorformatierten Band zum Aufzeichnen von Informationen im Direktzugriff Eine erste Gruppe von magnetischen Mustern repräsentiert die BOT-Zone, während eine zweite Gruppe von Mustern die EOT-Zone reprasentiert. Magnetische Schlüsselmuster sind ebenfalls and regelmäßig beabstandeten Positionen entlang dem Band angeordnet. Daten werden an Aufzeichnungsstellen zwischen den Schlüsselmustern aufgezeichnet. Datenkassettenhersteller arbeiten kontinuierlich an der Vergrößerung der Datenaufzeichnungskapazität der Kassetten. Im allgemeinen wird eine größere Kapazität durch Vergrößern der Dichte, mit der die Daten auf dem Band aufgezeichnet werden, und durch dünnere Bänder erreicht, so daß mehr Band auf die Naben aufgespult werden kann. Je dünner das Band wird, desto mehr nimmt seine Lichtundurchlässigkeit ab, wodurch es schwieriger wird, die Lochmuster optisch zu erkennen, welche die verschiedenen Zonen des Bandes markieren. Die Löcher können ebenfalls zur Bildung unerwünschter Vertieflingen in den darüberliegenden Bandlagen führen. Es ist daher ersichtlich, daß ein kontinuierlicher Bedarf an verbesserten Bandmarkierungen in Datenkassetten besteht.
- Die vorliegende Erfindung schafft eine verbesserte Digitaldatenbandkassette mit magnetischen Zonenindikatoren gemäß dem Patentanspruch 1. Ein Ausführungsbeispiel der Kassette weist ein Magnetband mit einer dem vorderen Ende des Bandes benachbarten Bandanfangzone (BOT), einer der BOT-Zone benachbarten Ladepunktzone (LP), einer dem Ende des Bandes benachbarten Bandendzone (EOT), eine der EOT-Zone benachbarten Frühwarnzone (EW) und einer zwischen der LP- und EW- Zone befindlichen Datenaufzeichnungszone (DR). Zwischen der BOT- und der EOT- Zone erstrecken sich eine oder mehrere Servospuren und weisen einen Servoträger auf; dessen Übergangsflußdichte und Modulationsperiode einen geregelten Servo-Betrieb eines bandgeräts während des Aufzeichnens von Daten mit Datenübergangsfiußdichten innerhalb eines vorbestimmten Datenbereichs von Übergangsflußdichten ermöglichen.
- Die Kassette weist auf dem Band BOT-, LP-, EW- und EOT-Indikatoren auf Die BOT- und BOT-Indikatoren sind durch einen ersten Typ von magnetischen Markierungen gebildet, die sich über die gesamte Länge und Breite der BOT- und EOT-Zonen erstrecken. Die magnetischen Markierungen des ersten Typs der BOT- und EOT-Indikatoren weisen Übergangsflußdichten auf, die von den Übergangsflußdichten des datenbereichs ausrechend verschieden sind, um es dem Bandgerät zu ermöglichen, die magnetischen Markierungen der BOT- und EOT-Indikatoren von den Daten zu unterscheiden. Der LP-Indikator ist durch mehrere beabstandete magnetische Markierungen eines zweiten Typs auf den Servospuren an der Begrenzung der LP- und DR-Zonen ausgebildet, während der EW-Indikator durch mehrere der beabstandeten magnetischen Markierungen auf den Servospuren an der Begrenzung der EW- und DR-Zonen gebildet ist. Die Markierungen vom zweiten Typ haben Übergangsflußdichten, die von der Übergangsflußdichte des Servoträgers ausreichend verschieden sind, um es dem Bandgerät zu ermöglichen, die magnetischen Markierungen des zweiten Typs der LP- und EW-Indikatoren von dem Servoträger zu unterscheiden.
- Bei einem Ausfühmngsbeispiel sind die Übergangsflußdichten der BOT- und der EOT- Indikatormarkierungen voneinander ausreichend verschieden, um dem Bandgerat ein Unterscheiden zwischen den BOT- und den EOT-Indikatorrnarkierungen zu ermöglichen. Die Markierungen des zweiten Typs der EW- und LP-Indikatoren weisen ausreichend schmale Längen auf, um die Unterbrechung des geregelten Servo-Betriebs des Bandgeräts zu minimieren. Die Markierungen des zweiten Typs der LP- und EW- Indikatoren sind ferner ausreichend weit voneinander beabstandet, um das Wiederaufnehmen des geregelten Servo-Betriebs des Bandgerats zwischen den Markierungen zu ermöglichen. Die Markierungen können von dem Bandgerät relativ leicht erkannt werden, um zuverlässige Anzeigen der Zonenbegrenzungen und des Vorhandenseins derselben zu erreichen.
- Ein anderes Ausfiihningsbeispiel der Kassette weist digital kodierte Kassetteninformationsindikatoren auf dem Band, sowohl in der BOT- als auch der BOT-Zone auf Die Kassetteninformationsindikatoren sind durch mehrere der beabstandeten magnetischen Markierungen des zweiten Typs gebildet.
- Fig. 1 ist eine Querschnittsdarstellung einer in einem Bandgerät vorgesehenen Datenkassette mit magnetischen Markierungen entsprechend der vorliegenden Erfindung.
- Fig. 2 ist eine schematische Darstellung des Bandes von Fig. 1.
- Fig. 3 ist eine detaillierte Darstellung eines Servospurbandes auf den Band der Fig. 1.
- Fig. 4 ist eine detaillierte Darstellung des LP-Zonenindikators nach Fig. 2.
- Fig. 5 ist eine detaillierte Darstellung des in Fig.2 dargestellten Kassetteninformationsindikators.
- In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Datenkassette 10 mit magnetischen Bandmarkierungen in Betriebsposition in einem Bandgerät 28 dargestellt. Die Kassette 10 weist zwei Naben 12, 14 auf, auf denen ein Magnetband 16 aufgewickelt ist. Das Band 16 ist in eine Anzahl von verschiedenen in Längsrichtung beabstandeten Zonen unterteilt, die durch Zonenindikatoren angezeigt werden, welche durch vorab aufgezeichnete magnetische Markierungen gebildet sind. Ferner sind Kassetteninformationsindikatoren, die den Typ oder andere Merkmale der Kassette angeben, auf dem Band 16 durch die magnetischen Markierungen aufgezeichnet.
- Ein flexibler Kunststoffriemen 18 erstreckt sich um eine umkehrbare Riemenantriebsrolle 20, zwei Riemenführungsrollen 22 und 24 und Bereiche der äußeren Lage des Bandes 16 auf den Naben 12 und 14. Das Bandgerät 28 weist eine Antriebsrolle 26, eine magnetische Lese/Schreibkopfanordnung 27, und ein auf einem Mikroprozessor basierendes Steuersystem 31 auf Wenn die Kassette 10 in das Bandgerät 28 in der dargestellten Weise eingesetzt ist, ist das Aufzeichnungsband 16 gleitend verschiebbar nahe der Kopfanordnung 27 angeordnet, wobei die Riemenantriebsrolle 20 mit der Kassettenantriebsrolle 26 zusammengreift. Die Antriebsrolle 26 wird von einem (nicht dargestellen) Motor gedreht, um das Band 16 in Vorlauf- und Rücklaufrichtung entlang einem Transportweg über die Kopfanordnung 27 zu bewegen. Die magnetischen Markierungen auf dem Band 16 werden beim Transport über die Kopfanordnung 27 magnetisch erkannt. Das Steuersystem 31 verarbeitet die von der Kopfanordnung 27 erzeugten Signale, um die magnetischen Markierungen zu erkennen und so die Bandzonenindikatoren und die Kassetteninformationsindikatoren zu identifizieren. Diese Informationen werden sodann von dem Steuersystem 31 zu Steuern des Betriebs des Bandgeräts 28 auf herkömmliche oder andere bekannte Weise verwendet.
- Wie in Fig. 2 dargestellt, ist das Band 16 in fünf funktionale Zonen unterteilt: BOT (Bandanfang), LP (Ladepunkt, DR (Datenaufzeichnung), EW (Frühwarnung und EOT (Bandende). Die BOT-Zone ist am ersten oder vorderen Ende des Bandes 16 angeordnet. Die LP-Zone ist direkt neben der BOT-Zone angeordnet. Die EOT-Zone ist an einem zweiten oder hinteren Ende des Bandes 16 angeordnet. Die EW-Zone ist unmittelbar neben der BOT-Zone angeordnet. Die DR-Zone befindet sich zwischen der LP- und der EW-Zone.
- Die Länge der Zonen BOT, LP, EW und EOT ist durch die Zeit bestimmt, die von dem Steuersystem 31 zur Durchführung der Steuerung oder anderer mit dieser bestimmten Zone einhergehender Funktionen (z. B. Beschleunigung zwischen Stop und maximaler Bandgeschwindigkeit in den BOT- und EOT-Zonen und das Festlegen auf den geregelten Servo-Betriebsmodus in der LP- und der EW-Zone) benötigt wird. Bin Ausführungsbeispiel der Kassette 10 ist derart ausgelegt, daß sie mit einer festgelegten Bandgeschwindigkeit von 120 Inch pro Sekunde (ips) (3,05 m/s) arbeitet. Bei diesem besonderen Ausführungsbeispiel weisen die BOT- und die EOT Zone eine Länge von 12 ft (3,66 m) auf, und die LP- und EW-Zone sind 8 ft (2,44 m) lang. Die Länge der DR-Zone variiert je nach Kassettentyp und beträgt üblicherweise mehrere hundert Feet (mehrere zehn Meter).
- Die DR-Zone ist der primäre Bereich, auf dem Informationen digital auf dem Band 16 aufgezeichnet werden. Bei einem Ausführungsbeispiel der Kassette 10 ist die DR-Zone zum Aufzeichnen von digitalen Daten in einem servo-geschriebenen Streaming-Format ausgebildet. Um das lesen und Schreiben von Daten in diesem Format zu erleichtern, erstrecken sich vorab aufgezeichnete Servospurbänder 30 entlang der Länge des Bandes 16 zwischen der BOT- und der EOT-Zone. Das Ausführungsbeispiel des Bandes 16 nach Fig. 2 weis zwei in Querrichtung beabstandete Servospurbänder 30 auf Fig. 3 ist eine detaillierte Darstellung eines Servospurbandes 30, as zwölf Servospuren S1-S12 aufweist. Die Servospuren S1-S12 sind durch in Querrichtung beabstandete Reihen aus dem Servospurband gelöschter Blöcke 32 gebildet, wobei das Band ansonsten durchgehend mit einem Servoträgersignal bespielt ist. Das aufgezeichnete Servoträgersignal auf dem Servospurband 30 ist durch die Punktierung in Fig. 3 dargestellt. Die Zahl der aufgezeichneten Magnetfiußveränderungen des Servoträgersignals ist als die Servoträgerübergangsflußdichte definiert. Die Servoträgermodulationsperiode ist als der Abstand oder die Periode zwischen gelöschten Blöcken 32 innerhalb des Servospurbandes 30 definiert. Die modulierten Servoträgersignale der Servospuren S1-S12 werden von der Kopfanordnung 27 gelesen und von dem Steuersystem 31 als Rückkopplungssignale zum Regeln der Position der Kopfanordnung und zum Festlegen der Kopfanordnung auf gewünschte Servospuren verwendet wird, wenn das Steuersystem im geregelten Betrieb arbeitet. Während des Betriebs des Steuersystems 31 im ungeregelten Modus wird die Position der Kopfanordnung 27 unabhängig von Informationen gesteuert, die aus den Servospuren S1-S12 ausgelesen werden (d.h., es erfolgt keine Rückkopplung von den Servospuren), und die Position der Kopfanordnung ist nicht auf die Servospuren festgelegt.
- Wie in Fig. 2 dargestellt, wird die BOT-Zone durch den BOT-Indikator 34 angezeigt, der durch horizontale Linien dargestellt ist. Der BOT-Indikator 34 ist durch eine vorab aufgezeichnete, einem ersten Typ (Typ 1) zugehörige Markierung von Magnetflußveränderungen über die gesamte BOT-Zone (d.h. über die volle Breite und Länge der Zone) gebildet. Ausgangssignale eines einzelnen Lese/Schreibkopfes der Lese/Schreibkopfanordnung 27, der sich bekanntermaßen über dem Band 16 befindet, können sodann auf bekannte oder herkömmliche Weise zur Bestimmung des Vorhandenseins des BOT-Indikators 34 verarbeitet werden, selbst wenn as Bandgerät 28 in einem ungeregeltem Servo-Betriebsmodus arbeitet. Die den BOT-Indikator 34 bildende Typ-I-Markierung ist mit einer ersten oder BOT-Magnetübergangsflußdichte gebildet.
- Ein EOT-Indikator 36 ist durch eine zuvor beschriebene magnetische Typ-I-Markierung gebildet, die vorab in der gesamten EOT-Zone aufgezeichnet wurde. Die den EOT- Indikator 36 bildende Typ-I-Markierung ist jedoch mit einer zweiten oder EOT-Magnetübergangsflußdichte aufgezeichnet, die von der Übergangsflußdichte der Typ-I- Markierung, die den BOT-Indikator 34 bildet, verschieden ist. Der BOT-Indikator 34 und der EOT-Indikator 36 können auf diese Weise von dem Steuersystem 31 unterschieden werden, um das Vorhandensein der BOT- und der EOT-Zonen über der Kopfanordnung 27 sicher zu erkennen.
- Die Grenze zwischen der LP- und der DR-Zone ist durch den LP-Indikator 38 an der Schnittstelle dieser Zonen angezeigt. Der LP-Indikator 38 ist schraffiert in Fig. 2 dargestellt. Wie in Fig. 4 im einzelnen dargestellt, ist der LP-Indikator 38 durch mehrere zweite oder Typ-II-Markierungen 40 gebildet. Das in der Fig. 4 dargestelle Ausffiluungsbeispiel des LP-Indikators 38 weist sechs Typ-II-Markierungen 40 auf Jede Typ-II-Markierung 40 hat eine Länge L und ist von benachbarten Markierungen 40 um einen Abstand S beabstandet. Die magnetischen Markierungen 40 des LP-Indikators 38 sind sämtlich vorzugsweise mit der gleichen Übergangsflußdichte, jedoch von derjenigen der den BOT-Indikator 34 und den EOT-Indikator 36 bildenden Typ-I-Markierungen verschiedenen Übergangsflußdichte aufgezeichnet.
- Wie in Fig. 2 dargestellt, wird die Grenze zwischen der DR- und der EW-Zone durch den EW-Indikator 42 an der Schnittstelle dieser Zonen angegeben. Bei einem Ausführungsbeispiel ist der EW-Indikator 42 mit dem zuvor beschriebenen LP-Indikator 38 identisch, und aus sechs zuvor beschriebenen Typ-II-Markierungen gebildet.
- Ausgangssignale der Kopfanordnung 27 werden von dem Steuersystem 31 des Bandgeräts 28 zum Bestimmen des Vorhandenseins des LP-Indikators 38 verarbeitet. Die LP- und EW-Indikatoren 38 bzw. 42 müssen nicht voneinander unterscheidbar sein. Bei einem Ausführungsbeispiel verwendet das Steuersystem 31 des Bandgeräts die Erkennung zweier aufeinanderfolgender Typ-II-Markierungen in LP- oder EW-Indikatoren 38 und 42 als die Identifikation der Indikatoren. Sobald die Indikatoren identifiziert sind, wird das Nichtvorhandensein zweier aufeinanderfolgender Typ-II-Markierungen als die Identifizierung des Endes der Indikatoren 38 und 42 verwendet. Das Bandgerät 28 wird
- üblicherweise im geregelten Servo-Betrieb betrieben, wänrend die Zonen LP, DR und EW über die Kopfanordnung 27 bewegt werden. Die Markierungen 40, die den LP- Indikator 38 und en EW-Indikator 42 bilden müssen daher lediglich über Servospurgruppen 30 angeordnet sein. Bei dem Ausführunsgsbeispiel nach Fig. 2 jedoch, erstrecken sich der LP-Indikator 38 und der EW Indikator 42 über die Breite des Bandes 16.
- Zwei Kassetteninformationsindikatoren 44 sind in der BOT- und der EOT-Zone über dem BOT- 34 bzw. dem EOT-Indikator 36 aufgezeichnet. Durch Indikatoren 44 können Kassettentyp, Kapazität und andere gewünschte Informationen aufgezeichnet werden. Bei einem Ausfhhrüngsbeispiel sind Kassetteninformationen digital in en Indikatoren 44 durch einen selbsttakteden Acht-Bit-Kode kodiert, der das folgende Format aufweist:
- mmmmxmxmxmxmxmxmxmxmmmm
- Jedes "m" in diesem Kode-Format ist eine Typ-II-Markierung 40 des zuvor beschriebenen Typs. Jedes "x" ist entweder eine Typ-II-Markierung 40 oder das Fehlen einer Typ- II-Markierung. Jede Typ-II-Markierung 40 der Kassetteninformationsindikatoren 44 weist eine Länge L auf und ist von benachbarten Markierungen 40 um eine Entfernung S beabstandet. In jeder BOT-und EOT-Zone sind zwei Kassetteninformationsindikatoren 44 zu Redundanzwecken enthalten. Die Informationen in den Kassetteninformationsindikatoren 44 sind geordnet, so daß sie von dem Bandgerät 28 gelesen werden können, während das Band 16 in Rücklaufrichtung in der BOT-Zone und in Vorwärtsrichtung in der EOT-Zone transportiert wird. Fig. 5 ist eine Darstellung eines Kassetteninformationsindikators 44, der mit den hexadezimalen Zeichnen "CA" (11001010) in dem unmittelbar zuvor beschriebenen Format kodiert ist. Andere Typ-II-Markierungen 40 verwendende Kodeformate können ebenfalls als Kassetteninformationsindikatoren 44 verwendet werden. Da die Kassetteninformationsindikatoren 44 innerhalb der BOT- und EOT-Zonen enthalten sind, in denen das Bandgerät 28 üblicherweise in einem ungeregelten Servo-Betrieb betrieben wird, müssen sich die Typ-II-Markierungen 40, welche die Kassettentypindikatoren bilden, über die gesamte Breite des Bandes 16 erstrecken, so daß diese von der Kopfanordnung 27 erkannt werden können.
- Die Länge L der Typ-II-Markierungen 40, der Abstand S zwischen den Typ-II-Markierungen und die Übergagsflußdichte mit denen die Markierungen aufgezeichnet werden, sind optimiert, um einer Reihe von Faktoren Rechnung zu tragen. Da die Typ-II- Markierungen 40, welche den LP-Indikator 38 und den EW- Indikator 42 bilden, über Servospurgruppen 30 erkennbar sein müssen, wenn das Bandgerät 28 im geregelten Servo-Betrieb arbeitet, müssen die Typ-II-Markierungen mit einer Übergangsflüßdichte aufgezeichnet werden, die erkennbar und von der Übergangsflußdichte des Servoträgers unterscheidbar ist. Typ-II-Markierungen mit einer Übergangsflußdichte, die wenigstens ungefähr 20 Prozent größer oder geringer als diejenige des Servotragersignals ist, können im allgemeinen genau von dem Servoträgersignal unterschieden werden. Zwar ist es erwünscht, die Länge L er Markierungen 40 so groß wie möglich zu wählen, um die Erkennung dieser Markierungen zu erleichtern, jedoch gilt, daß je größer die Länge er Typ-II-Markierungen ist, desto größer ist die Anzahl der verlorenen Servoträgermodulationsperioden, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Unterbrechung des geregelten Servo-Betriebs erhöht wird. Der Abstand S muß ausreichen, dem bandgerät 28 das Wiederherstellen des geregelten Servo-Betriebs zwischen Typ-II-Markierungen 40 zu ermöglichen. Die Typ-I-Markierungen 34 und 36 müssen ebenfalls mit einer Übergangsflußdichte aufgezeichnet werden, die erkennbar und von dem Bereich der Übergangsflußdichten der auf dem Band 16 aufgezeichneten Daten unterscheidbar ist. Typ- I-Markierungen mit Übergangsflußdichten, die wenigstens ungefähr 20 Prozent größer oder geringer als diejenigen der Daten sind, können im allgemeinem genau von den aufgezeichneten Daten unterschieden werden.
- Ein Ausführungsbeispiel der Datenkassette 10 ist derart aufgebaut, daß es mit einer festen Bandgeschwindigkeit von 120 ips (Inch pro Sekunde) (3,05 m/s) betrieben wird. Die niedrigste Übergangsflußdichte, mit der Daten auf dem Band 16 der Kassette 10 aufgezeichnet werden, beträgt 12,75 KFCI (Kilo-Flußveränderungen pro Inch) (0,502 KFC/mm) oder eine Frequenz von 762 KHz bei des festen Bandgeschwindigkeit. Die Servoträger-Übergangsfiußdichte beträgt bei diesem Ausführungsbeispiel der Kassette 10 6,767 KFCI (0,266 KFC/mm), entsprechend einer Frequenz von 406 KHz bei der festen Bandgeschwindigkeit. Innerhalb der Servoträgergruppen 30 sind gelöschte Blöcke 32 zum Vorsehen einer Servoträgermodulationsperiode von 0,012 Inch (0,305 mm) ausgebildet.
- Bei einem Ausführungsbeispiel der Bandkassette 10 gemäß dem vorhergehenden Absatz, sind die Typ-II-Markierungen 40 mit einer Dichte von 10,15 KFCI (0,400 KFC/mm) oder 609 KHz bei der festen Bandgeschwindigkeit aufgezeichnet. Diese Übergangsflußdichte ist größer als die Übergangsflußdichte er Servoträger, jedoch geringer als die Mindest-Datenübergangsflußdichte. Typ-II-Markierungen 40 dieser Dichte sind daher relativ leicht von dem Servoträgersignal und Datensignalen zu unterscheiden. Die Länge L jeder Typ-II-Markierung 40 beträgt 0,09 Inch (2,29 mm), ein Betrag, der 75% der Länge einer Servoträgermodulationsperiode entspricht. Daher werden nicht mehr als zwei Servoträgermodulationsperioden durch die Typ-II-Markierungen 40 unterbrochen, und dennoch weisen die Markierungen fünfilndvierzig Übergangsflußperioden auf, eine ausreichende Anzahl von Perioden, um es dem Steuersystem des Bandgeräts 28 zu ermöglichen, die Markierungen zu identifizieren. Da nicht mehr als zwei Servoträgermodulationsperioden unterbrochen werden, haben die Typ-II- Markierungen 40 keinen wesentlichen Einfluß auf den geregelten Servo-Betrieb. Die Typ-II-Markierungen 40 sind um die Entfernung S von 0,5 Inch (12,7 mm) voneinander beabstandet. Dieser Abstand S gibt dem Steuersystem 31 des Bandgeräts 28 ungefähr vierzig Servoträgermodulationsperioden zur Wiederherstellung zwischen Markierungen 40.
- Der Typ-I-BOT-Indikator 34 in dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel der Kassette 10 ist mit einer Dichte von 4,0 KFCI (0,157 KFC/mm), einer Frequenz von 240 KHz bei der festen Bandgeschwindigkeit aufgezeichnet. Der EOT-Indikator 36 bei diesem Ausführungsbeispiel der Kassette 10 ist mit einer Dichte von 2,67 KFCI (0,105 KFC/mm) aufgezeichnet, einer Frequenz von 160 KHz bei der festen Bandgeschwindigkeit. Diese Übergangsflußdichte des Typ-I-BOT-Indikators 34 nd des EOT-Indikators 35 liegt weit unter den Übergangsflußdichten der Typ-II-Markierungen 40, der Servoträger-Übergangsflußdichte und der Mindest-Datenübergangsflußdichte. Der BOT-Indikator 34 und der EOT-Indikator 36 können daher leicht von diesen anderen Indikatoren und Signalen unterschieden und erkannt werden. Die Übergangsflußdichten des BOT-Indikators 34 und des EOT-Indikators 36 sind ebenfalls ausreichend voneinander verschieden, um von dem Steuersystem 31 unterschieden werden zu können.
- Datenkasseffen 10 mit Typ-I- und Typ-II-Markierungen gemäß der vorliegenden Erfindung haben erhebliche Vorteile. Zonenbegrenzungen können unter Verwendung existierender, für den normalen Betrieb erforderlicher Bandgerätkomponenten (d.h. Kopfanordnung und Steuersystem) erkannt werden. Gewidmete optische Systeme zum Erkennen von Löchern sind daher nicht erforderlich. Diese Markierungen können leicht auf dem Band während der Kassettenherstellung aufgezeichnet werden (d.h. vorab aufgezeichnet werden). Die Markierungen werden ferner relativ leicht und zuverlassig von dem Bandgerätsteuersystem erkannt. Es kann auch dünneres Band verwendet werden, da de Lichtdurchlässigkeit und Lochabdrücke nicht länger zu berücksichtigende Faktoren sind.
Claims (9)
1. Digitaldatenbandkassette (10) des Typs mit einem Magnetband (16), das entlang
einem Transportweg bewegbar angebracht ist und mehrere benachbarte und in
Längsrichtung beabstandete Zonen aufweist, die eine Datenaufzeichnungszone (DR)
beinhalten, die mit wenigstens einer sich in Längsrichtung erstreckenden Servospur (30) mit
einem eine Übergangsflußdichte aufweisenden Servoträger versehen ist, wobei die
Kassette (10) zum Betrieb in Verbindung mit einem Bandgerät (28) zum Aufzeichnen
von Daten in der Datenaufzeichnungszone (DR) ausgebildet ist, und mit einem
Zonenbegrenzungsindikator (38, 42) auf dem Band, der wenigstens an einer
Datenaufzeichnungszonenbegrenzung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Zonenbegrenzungsindikator magnetisch ist, die wenigstens eine Servospur (30) schneidet und
mehrere beabstandete magnetische Markierungen (40) mit einer Übergangsflußdichte
aufweist, die von der Übergangsflußdichte des Servoträgers ausreichend verschieden
ist, um dem Bandgerät (28) die Unterscheidung zwischen den magnetischen
Markierungen (40) jedes Zonenbegrenzungsindikators (38,42) und der Servospur zu ermöglichen.
2. Datenkassette nach Anspruch 1, ferner dadurch gekennzeichnet, daß das Band
mehrere magnetische Zonenbegrenzungsindikatoren auf dem Band, einschließlich
magnetischer Zonenbegrenzungsindikatoren (38, 42) an zwei
Datenaufzeichnungszonenbegrenzungen, aufweist.
3. Datenkasseffe nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Band ferner eine Ladepunktzone
(LP) neben der Datenaufzeichnungszone (DR) und eine Frühwarnzone (EW) neben der
Datenaufzeichnungszone und auf der der Ladepunktzone (LP) gegenüberliegenden
Seite der Datenaufzeichnungszone aufweist, und bei der die Kassette ferner
gekennzeichnet ist durch magnetische Zonenbegrenzungsindikatoren (38, 42) an den Grenzen
der Datenaufzeichnungszone mit der Ladepunktzone (LP) und der Frühwarnzone (EW).
4. Datenkasseffe (10) nach einem der Ansprüche 1-3, bei der das Band ferner
wenigstens eine Bandendzone aufweist und zum Aufzeichnen von Daten mit
Übergangsflußdichten innerhalb eines vorbestimmten Bereichs von Übergangsflußdichten
ausgebildet ist, und bei der die Kassette (10) ferner gekennzeichnet ist durch wenigstens
einen magnetischen Bandendeindikator auf dem Band an wenigstens einer
Bandendzone, wobei jeder Bandendzonenindikator eine magnetische Markierung aufweist, die
sich über die gesamte Länge und Breite der Bandendzone erstreckt und eine
Übergangsflußdichte aufweist, die sich von den Übergangsflußdichten des Datenbereichs
ausreichend unterscheidet, um dem Bandgerät eine Unterscheidung zwischen den
magnetischen Markierungen jedes magnetischen Bandendzonenindikators und den
Daten zu ermöglichen.
5. Datenkassette nach Anspruch 4, bei der das Band ferner Bandanfang-(BOT) und
Bandendzonen (EOT) an entgegengesetzten Enden des Bands aufweist, und bei der die
Kassette ferner gekennzeichnet ist durch einen Bandendzonenindikator sowohl an der
Bandendzone (EOT), als auch an der Bandanfangzone (BOT).
6. Datenkassette nach Anspruch 4 oder 5, ferner dadurch gekennzeichnet, daß die
magnetische Markierung der Bandendzone (EOT) eine Übergangsflußdichte aufweist,
die von der Übergangsfluß dichte der magnetischen Markierung der Bandanfangzone
(BOT) ausreichend verschieden ist, um dem Bandgerät (28) eine Unterscheidung
zwischen der magnetischen Markierung der Bandanfangzone und der magnetischen
Markierung der Bandendzone zu ermöglichen.
7. Datenkassette nach Anspruch 5 oder 6, ferner dadurch gekennzeichnet, daß die
magnetische Markierung (38, 42) jedes Zonenbegrenzungsindikators (LP, EW) eine
Übergangsflußdichte aufweist, die von der Übergangsflußdichte jedes
Bandendzonenindikators (BOT, EOT) ausreichend verschieden ist, um eine Unterscheidung zwischen
der magnetischen Markierung jedes Zonenbegrenzungsindikators (LP, EW) und der
magnetischen Markierung jedes Bandendzonenindikators (BOT, EOT) zu ermöglichen.
8. Datenkasseffe nach einem der Ansprüche 1-7, bei der der Servoträger eine
Modulationsperiode aufweist, um einen geregelten Servobetrieb des Bandgeräts während der
Datenaufzeichnung zu ermöglichen, und bei der die Kassette ferner dadurch
gekennzeichnet ist, daß jeder Zonenbegrenzungsindikator (38, 42) beabstandete magnetische
Markierungen (40) mit ausreichend kurzer Länge aufweist, um mögliche
Unterbrechungen des geregelten Servobetriebs des Bandgeräts zu minimieren.
9. Datenkassette nach einem der Ansprüche 1-8, bei der der Servoträger eine
Modulationsperiode aufweist, um einen geregelten Servobetrieb des Bandgeräts während der
Datenaufzeichnung zu ermöglichen, und bei der die Kassette (10) ferner
gekennzeichnet ist durch magnetische Datenaufzeichnungszonenindikatoren mit
beabstandeten magnetischen Markierungen (40), die einen ausreichenden Abstand aufweisen, um
die Wiederherstellung des geregelten Servobetriebs des Bandgeräts zwischen den
Markierungen zu ermöglichen.
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