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Die Erfindung bezieht sich ganz allgemein auf einen wegwerfbaren
absorbierenden Hygieneartikel wie beispielsweise eine wegwerfbare absorbierende
Höschenwindel für Kleinkinder oder eine Windelhose für Inkontinente, welche eine
zwischen einer flüssigkeitsundurchlässigen äußeren Trägerfolie und einer
flüssigkeitsdurchlässigen Folie bzw. Deckschicht auf der Innenseite angeordnete absorbierende
Polsterung aufweist.
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Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen wegwerfbaren
Hygieneartikel von der Art, bei welcher die innere Deckfolie eine Öffnung zur Aufnahme von
Stuhl aufweist und kleine, in Längsrichtung verlaufende seitliche Abschlußkanten vor
der Öffnung angeordnet sind, um den Austritt von Urin zu verhindern.
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Ein Artikel dieser Art ist aus der Vorveröffentlichung WO-A-93/12748 bekannt
und entspricht dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Hygieneartikel dieser Art sind beispielsweise aus der US-PS A-4 662 877
(Johnson & Johnson) bekannt. Nach dieser Vorveröffentlichung ist die innere
Deckfolie des Hygieneartikels mit einer langgestreckten Öffnung versehen, die zum
vorderen Ende des Artikels hin versetzt ist und deren Länge so gewählt ist, daß der
Stuhl normalerweise durch diese Öffnung hindurch zur Mitte des Artikels über die
aufsaugende Polsterung hin geleitet wird. Die Längskanten der Öffnung weisen
elastische Elemente auf, die im gespannten Zustand befestigt sind.
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In der französischen Patentanmeldung FR-A-92 10601 (Peaudouce) wird
ebenfalls eine Hosenwindel beschrieben, deren Innere Deckfolie eine langgestreckte
Mittelöffnung und zwei Doppelfalten aufweist, welche in Längsrichtung elastisch
gemacht sind und sich über die gesamte Länge des Windelhöschens erstrecken und
dabei zu beiden Seiten der Mittelöffnung liegen. Die beiden Umschläge jeder
Doppelfalte sind über die gesamte Länge der Doppelfalten miteinander fest verbunden.
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In der europäischen Patentschrift EP-A-357 298 (The Procter and Gamble
Company) wird ein wegwerfbarer absorbierender Artikel wie eine Höschenwindel
beschrieben, welche eine flüssigkeitsundurchlässige außenliegende Trägerfolie, eine
für Urin durchlässige Lage, und eine aufsaugende Polsterung zwischen der äußeren
Trägerfolie und der urindurchlässigen Folie aufweist. Die urindurchlässige Folie weist
einen Durchlaß auf, welcher die Weiterleitung fester Fäkalstoffe an die Polsterung
ermöglicht und so die Fäkalien von der Haut des Benutzers trennt. Dieser Durchlaß
ist eine zum hinteren Ende des Artikels leicht versetzte langgestreckte Öffnung. An
der urindurchlässigen Folie sind vor und hinter der langgestreckten Öffnung
elastische Elemente befestigt, um ein Zusammenziehen der urindurchlässigen Folie in
diesen Bereichen zu gewährleisten.
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In der europäischen Patentanmeldung EP-A-374 640 (The Procter & Gamble
Company) wird ein absorbierender Artikel beschrieben, welcher eine
flüssigkeitsundurchlässige äußere Trägerfolie, eine flüssigkeitsdurchlässige Oberflächenfolie und
eine zwischen der außenliegenden Trägerfolie und der Oberflächenfolie angeordnete
absorbierende Polsterung aufweist. Neben jeder Längskante des Artikels ist eine
Barriere angeordnet, die eine proximale und eine distale Kante aufweist. Die distale
Kante der Barrieren der Oberflächenfolie werden durch Abspreizelemente wie
beispielsweise elastische Elemente abgespreizt. Die Barrieren sind in einem ersten
Bundbereich so befestigt, daß sich, bezogen auf ihre proximalen Kanten, ihre
distalen Kanten innen befinden, und in einem zweiten Bundbereich sind sie in der Weise
befestigt, daß sie sich, bezogen auf ihre proximalen Kanten, ihre distalen Kanten
außen befinden. Auf diese Weise sind die Barrieren geknickt und weisen einen nach
außen umgeschlagenen Abschnitt auf, um so eine Abdichtwirkung um das Gesäß
des Trägers zu gewährleisten und die Ausscheidungen zurückzuhalten, sowie einen
hochgebogenen Abschnitt, welcher einen Kanal bildet, um die
Körperausscheidungen aufzunehmen, zurückzuhalten, und in ihrer Lage zu halten.
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In den britischen Patentanmeldungen GB-A-2 2625 834, 2 266 055 und 2 265
550 (Uni-charm) werden ebenfalls Hosenwindeln beschrieben, bei denen die Innere
Deckfolie eine langgestreckte Mittelöffnung aufweist, welche mit zwei seitlichen
Klappen in Längsrichtung versehen ist, deren eine Kante mit den Längskanten der
Öffnung verbunden und deren andere Kante frei ist, wobei die Kanten dieser
Klappen elastisch gemacht werden können.
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Auch wenn sich diese im Stand der Technik beschriebenen Vorrichtungen als
vergleichsweise wirksam erwiesen haben, wäre es immer noch wünschenswert, die
Zurückhaltung und Trennung der Fäkalstoffe, insbesondere des Urins, noch zu
verbessern, einen längeren Kontakt dieser Fäkalstoffe mit der Haut des Trägers zu
vermeiden, und auch die Abdichtung gegenüber einem Austreten von Urin zu
vermeiden.
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Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen wegwerfbaren
absorbierenden Hygieneartikel zu schaffen, welcher gleichzeitig für eine bessere Isolierung
der Fäkalstoffe, insbesondere gegenüber dem Austreten von Urin, sorgt.
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Erfindungsgemäß wird somit ein wegwerfbarer Hygieneartikel wie
beispielsweise eine Höschenwindel geschaffen, welcher bezüglich einer Mittellängsachse
symmetrisch ist, eine vordere und eine hintere Querkante aufweist und eine
flüssigkeitsundurchlässige außenliegende Trägerfolie mit im allgemeinen rechteckiger
Form, eine im allgemeinen rechteckförmige absorbierende Polsterung, die auf der
außenliegenden Trägerfolie befestigt ist, und eine flüssigkeitsdurchlässige Innere
Deckfolie umfaßt, welche die absorbierende Polsterung abdeckt. Diese
flüssigkeitsdurchlässige Innere Deckfolie ist an ihrem Umfang an der außenliegenden
Trägerfolie befestigt.
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Der Hygieneartikel weist außerdem Befestigungsmittel auf, um so einen
Verschluß um die Taille eines Trägers zu ermöglichen.
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Im übrigen weist der Artikel elastische Elemente auf, die in Längsrichtung im
gespannten Zustand an der Trägerfolie auf der Außenseite der Längskanten der
absorbierenden Polsterung zumindest in einem Schrittbereich befestigt sind.
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Dabei ist die flüssigkeitsdurchlässige Innere Deckfolie mit mindestens einer
bezüglich der Mittellängsachse der Höschenwindel symmetrischen Längsöffnung von in
allgemeinem langgestreckter Form mit einer Breite kleiner als die Breite der
absorbierenden Polsterung versehen. Erfindungsgemäß ist diese Längsöffnung bezüglich
der Mitte des Artikels in Richtung der hinteren Querkante der Höschenwindel so
versetzt, daß sie, bezogen auf einen Punkt für die Übernahme des Stuhls, symmetrisch
in einem vorgegebenen Abstand von der hinteren Querkante des Artikels liegt. Die
Innere Deckfolie ist, mit Ausnahme eines Bereichs unterhalb der Öffnung, die
vorzugsweise größere Abmessungen als die Öffnung besitzt, ebenfalls an der
absorbierenden Polsterung befestigt.
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Die Folie auf der Innenseite weist erfindungsgemäß ebenfalls zwei Längsfalten
auf, welche die Form geschlossener Schlauchhüllen aufweisen und im wesentlichen
parallel zur Mittellängsachse des Artikels und über die gesamte Länge desselben zu
beiden Seiten der Längsöffnung verlaufen. Mindestens ein elastisches Element ist im
gespannten Zustand im Mittelbereich der von den Falten gebildeten Schlauchhüllen
befestigt. Jede Falte weist einen ersten Längsbereich auf, der sich von der hinteren
Querkante des Artikels im wesentlichen bis zur vorderen Querkante der
Längsöffnung erstreckt und in welchem die Falte in Richtung zur Mittellängsachse
umgeschlagen und in dem unter der Inneren Deckfolie über die gesamte Länge dieses
ersten Bereichs liegenden Abschnitt nach innen umgeschlagen ist, beispielsweise
mittels einer Kleblinie. Jede Falte weist ebenfalls einen zweiten Bereich auf, der sich
im wesentlichen von der vorderen Querkante der Längsöffnung bis zur vorderen
Querkante der Höschenwindel erstreckt und in welchem der Umschlag über einen
größeren Teil dieses zweiten Bereichs frei ist, entweder nach außen in einer zur
Mittellängsachse entgegengesetzten Richtung oder nach innen in Richtung zur
Achse hin umgeschlagen und an dem unter der Inneren Deckfolie liegenden
Abschnitt in der Nähe der vorderen Querkante des Artikels beispielsweise durch
Verkleben befestigt ist.
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Da die Falten in ihrem jeweiligen ersten Bereich nach innen umgeschlagen und
an dem unter der Oberflächenfolie liegenden Abschnitt befestigt sind, erhält man
eine bessere Anpassung der Längsöffnung an die anatomischen Gegebenheiten des
Trägers, insbesondere in Höhe des Punktes, an dem der Stuhl übernommen wird, da
die Öffnung auf diesen Punkt zentriert ist. Diese elastisch ausgebildeten ersten
Bereiche der Falten, die an den Abschnitten unter der Oberflächenfolie entlang der
Längskanten der Öffnung befestigt sind, heben die Oberflächenfolie entlang der
Längskanten der Öffnung an und legen sie an das Gesäß des Trägers unabhängig
von dessen Haltung an. Da andererseits die Falten in ihren zweiten Bereichen an
den jeweils unter der Oberflächenfolie liegenden Abschnitten einzig und allein in der
Nähe der vorderen Querkante des Artikels befestigt sind, werden seitliche
Dichtbarrieren gebildet, welche eine bessere Abdichtung angesichts der Gefahr des
seitlichen Austretens von Urin gewährleisten.
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Bei einer empfehlenswerten Ausbildungsform sind die Längsfalten, bezogen
auf die Mittellängsachse, nach außen umgeschlagen, was einer Verdrehung um
180º gegenüber den ersten Bereichen der Falten entspricht, wobei die so gebildeten
kleinen Barrieren hoch stehen und dazu neigen, sich nach außen zu drehen und sich
dabei in einer Richtung von der vorderen Querkante des Artikels
auseinanderzuspreizen, wodurch eine bessere Anpassung der Barrieren an die anatomischen
Gegebenheiten des Trägers gewährleistet ist und eine größtmögliche Fläche zum
Auffangen von Urin im vorderen Bereich des Artikels unabhängig von der Haltung des
Trägers geboten wird.
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Bei einer anderen empfehlenswerten Ausführungsform weist der absorbierende
Hygieneartikel außerdem eine flüssigkeitsdurchlässige Zwischenfolie auf, die
zwischen der absorbierenden Polsterung und der Inneren Deckfolie angeordnet ist und
die Polsterung zumindest im Bereich der Längsöffnung abdeckt und dabei an der
absorbierenden Polsterung befestigt ist. Vorzugsweise erstreckt sich diese an der
Polsterung befestigte Zwischenfolie noch über die gesamte Länge des
absorbierenden Hygieneartikels und weist eine größere Breite als die Längsöffnung auf. Mit
Ausnahme eines Bereichs unter der Öffnung wie zuvor schon erwähnt, kann somit
die Innere Deckfolie an der Zwischenfolie befestigt werden.
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Zur weiteren Verbesserung der Wirksamkeit der Längsöffnung sind elastische,
vorzugsweise parallele Elemente i gespannten Zustand symmetrisch zur
Mittellängsachse des Artikels an der Inneren Deckfolie vor der Längsöffnung befestigt.
Noch weiter bevorzugt wird die Anordnung dieser elastischen Elemente in der
Weise, daß sie neben der vorderen Querkante der Öffnung so abgefangen werden,
daß die Fläche der Öffnung so groß wie möglich gehalten wird und die
Oberflächenfolie in diesem Bereich über die absorbierende Polsterung angehoben wird.
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Ein weiteres spezielles erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel ist in
Anspruch 5 umrissen.
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Nachstehend wird nun die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung
beschrieben, in welcher jeweils:
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Fig. 1 eine teilweise ausgebrochene Draufsicht auf eine erfindungsgemäße
Höschenwindel;
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Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II aus Fig. 1;
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Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie III-III aus Fig. 1;
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Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV aus Fig. 1; und
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Fig. 5 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf ein anderes
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Höschenwindel.
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Wie in Fig. 1 bis 4 dargestellt, weist die Höschenwindel in an sich bekannter
Weise eine flüssigkeitsundurchlässige Trägerfolie 1, eine absorbierende Polsterung
2, beispielsweise eine flockige Zellulosemasse, in die gegebenenfalls ein
sogenanntes superabsorbierendes Polymermaterial eingelagert ist, und eine
flüssigkeitsdurchlässige Oberflächenschicht 3 auf, beispielsweise aus einem hydrophilen
Florvliesstoff. Die beiden Folien 1 und 3 sind von gleicher Größe und weisen die Form einer
Sanduhr auf, d. h. eine rechteckige Form mit zwei gegenüberliegenden seitlichen
bogenförmigen Ausschnitten, welche in Längsrichtung der Höschenwindel einen
Schrittbereich mit geringerer Breite zwischen zwei Endbereichen von größerer Breite
definieren, deren Querkanten die vordere Querkante 6 und die hintere Querkante 7
der Höschenwindel definieren.
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Die zwischen den Folien 1 und 3 angeordnete absorbierende Polsterung 2 hat
ebenfalls die Form einer Sanduhr, allerdings mit kleineren Abmessungen als die
beiden Folien 1 und 3, die miteinander beispielsweise durch Verkleben auf dem Umfang
der Polsterung 2 verbunden sind. Im gespannten Zustand sind in Längsrichtung
verlaufende elastische Elemente 9 an der Trägerfolie 1 befestigt, zumindest im
Schrittbereich, zwischen der Längskante der Folie 1 und der entsprechenden
Längskante der absorbierenden Polsterung 2, wobei die elastischen Elemente 9
beispielsweise jeweils aus einem oder mehreren elastischen Fasern oder Fäden oder aus
einem elastischen Folienbändchen gebildet werden.
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Gemäß Fig. 1 weist die innenliegende Deckfolie eine Öffnung von im
allgemeinen langgestreckter Form auf, die symmetrisch zur Mittellängsachse XX' der
Höschenwindel verläuft und eine geringere Breite als die absorbierende Polsterung
im Schrittbereich besitzt. Vorzugsweise ist die Breite dieser Öffnung kleiner als die
halbe Breite der Polsterung 2 im Schrittbereich. Diese langgestreckte Öffnung ist
bezüglich der Mitte der Höschenwindel in Richtung der hinteren Querkante 7 der
Höschenwindel so versetzt, daß sie symmetrisch zu einem Punkt liegt, an dem der Stuhl
übernommen wird, der sich in einem vorgegebenen Abstand von der hinteren
Querkante 7 der Höschenwindel befindet. Es ist offensichtlich, daß die Abmessungen
dieser Öffnung 5 je nach dem Träger vorgesehen werden müssen, für den die
Höschenwindel bestimmt ist. Bei einer Ausführungsform, die hier als Beispiel für eine
Höschenwindel der sogenannten "MAXI"-Größe (8-18 kg) genannt wird, ist die
Öffnung 5 im wesentlichen rechteckig und besitzt eine Länge von 200 mm und eine
Breite von 40 mm; sie ist dabei symmetrisch zu einem Punkt angeordnet, an dem
der Stuhl übernommen wird und der sich bei diesem Beispiel in einem Abstand von
125 mm von der hinteren Querkante der absorbierenden Polsterung befindet.
Vorzugsweise besitzt die Höschenwindel einen flüssigkeitsdurchlässigen
Zwischenstreifen bzw. eine Zwischenfolie 4, z. B. aus hydrophilem Vliesmaterial, der bzw. die sich
über die gesamte Länge der Höschenwindel erstreckt und breiter ist als die
absorbierende Polsterung im Schrittbereich und somit auch breiter als die Längsöffnung 5.
Darüber hinaus könnte die Länge der Zwischenfolie 4 auch kleiner als die Länge der
Höschenwindel und sogar als die Länge der absorbierenden Polsterung sein, sofern
sie nur größer als die Länge der Längsöffnung 5 ist. Vorzugsweise ist diese
Zwischenfolie an der absorbierenden Polsterung 2 befestigt. Mit Ausnahme eines
Bereichs unter der Längsöffnung 5 ist die innere Deckfolie 3 an dieser Zwischenfolie 4
befestigt. Dieser Bereich, in dem die innere Deckfolie 3 nicht an der Zwischenfolie 4
befestigt ist, ist größer als die Abmessungen der Längsöffnung 5. Bei den
vorste
hend genannten Abmessungen der Längsöffnung 5 kann dieser Bereich
beispielsweise, eine rechteckige Zone mit 370 mm Länge und 100 mm Breite sein.
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Die innere Deckfolie 3 weist in ihrem vorderen Bereich ebenfalls in
Längsrichtung verlaufende parallele elastische Elemente 13 auf, die im gespannten Zustand
im wesentlichen parallel zur Mittellängsachse XX' der Höschenwindel verlaufen.
Diese elastischen Elemente enden vorzugsweise nahe der vorderen Querkante der
Öffnung 5, so daß die Fläche der Öffnung so groß wie möglich gehalten und die
Deckfolie in diesem Bereich über die absorbierende Polsterung angehoben wird.
Auch wenn hier nur drei elastische Elemente 13 dargestellt sind, können
selbstverständlich auch mehr oder weniger vorgesehen sein, beispielsweise nur zwei
elastische Elemente, die symmetrisch zu beiden Seiten der Mittellängsachse XX'
angeordnet und in einem entsprechenden Abstand voneinander gehalten sind, um den
Durchtritt von Urin zur absorbierenden Polsterung 2 im Mittelbereich der
Höschenwindel nicht zu behindern.
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Außer einer Ausrichtung parallel zur Mittellängsachse können auch andere
Ausrichtungen für diese elastischen Elemente 13 vorgesehen werden, insbesondere
schräg zur Mittellängsachse verlaufend in einer im allgemeinen V-förmigen
Anordnung, wobei die Spitze des V zur Vorderkante der Öffnung 5 hin gerichtet ist.
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Die elastischen Elemente 13 können aus jedem Material hergestellt sein, das
ausreichende elastische Eigenschaften besitzt, insbesondere aus Kautschuk- oder
Lycra®-Fäden oder aus einem unter Wärmeeinfluß elastisch werdenden Material.
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Vorzugsweise werden die elastischen Elemente 13 an der Deckschicht 3
mittels einer (hier nicht dargestellten) zusätzlichen Folie, beispielsweise aus einem
Vliesmaterial, mit Hilfe jedes geeigneten Verfahrens befestigt, z. B. Verkleben,
Ultraschallverschweißung oder Heißversiegelung, so daß diese elastischen Elemente im
Sandwich-Verbund zwischen der zusätzlichen Folie und der Deckfolie 3
eingeschlossen sind.
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Die Deckfolie 3 weist auch zwei parallele Längsfalten 10 auf, die über die
gesamte Länge der Höschenwindel verlaufen und zu beiden Seiten der Längsöffnung 5
in der Nähe von deren Längskanten angeordnet sind. Die unteren Kanten der Falten
10 sind über eine in Längsrichtung verlaufende Befestigungslinie, z. B. eine Kleblinie,
über die ganze Faltenlänge so miteinander verbunden, daß sie geschlossene
Schlauchhüllen bilden. Im gespannten Zustand sind von den Falten aus nach innen
im oberen Bereich der von diesen Falten 10 gebildeten Schlauchhüllen elastische
Elemente 11 in Längsrichtung angeordnet. Jede der Falten 10 weist darüber hinaus
einen ersten Bereich auf, der von der hinteren Querkante 7 der Höschenwindel im
wesentlichen bis zur vorderen Querkante der Öffnung 5 verläuft, in welcher die Falte
10 nach innen zur Höschenwindel hin in Richtung von deren Mittellängsachse XX'
umgeschlagen und an dem unter der inneren Deckschicht 3 liegenden Abschnitt
über die gesamte Länge dieses ersten Bereichs beispielsweise mittels einer Kleblinie
befestigt ist, wie Fig. 2 dies noch deutlicher zeigt. Jede Falte 10 weist außerdem
einen zweiten Bereich auf, der im wesentlichen von der Querkante der Öffnung 5 bis
zur vorderen Querkante 6 der Höschenwindel verläuft, in welchem die Falte 10 über
einen größeren Abschnitt dieses zweiten Bereichs hinweg frei verläuft und nach
außen in einer zur Mittellängsachse entgegengesetzten Richtung umgeschlagen und
am dem unter der inneren Deckschicht 3 liegenden Bereich beispielsweise durch
Verkleben in der Nähe der vorderen Querkante 6 der Höschenwindel befestigt ist.
Somit steht die Falte 10 im freien Abschnitt dieses zweiten Bereichs hoch und bildet
dabei kleine Barrieren 12 in Längsrichtung, welche den Austritt von Urin verhindern,
da der obere Rand der Falte 10 im größeren Abschnitt dieses zweiten Bereichs frei
ist und weil die Falte 10 über die gesamte Länge des ersten Bereichs und in der
Nähe der vorderen Querkante 6 unter Verdrehung um 1380º fixiert ist, wie Fig. 3
dies noch besser zeigt. Des weiteren bewirkt dieses Befestigung der Falten 10 an
den darunterliegenden Bereichen der Deckfolie 3, daß die Falten 10 in Richtung der
vorderen Querkante 6 der Höschenwindel voneinander beabstandet sind und so
eine größere Absorptionsfläche vor der Öffnung 5 bilden, wodurch für eine bessere
Verteilung des Urins in der absorbierenden Polsterung und infolgedessen für einen
höheren Tragekomfort gesorgt ist.
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Es wird nun auf Fig. 5 Bezug genommen, in welcher eine andere
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Höschenwindel dargstellt ist, die sich von der
Höschenwindel gemäß Fig. 1 einzig und allein dadurch unterscheidet, daß die in
Längsrichtung verlaufenden Falten 10 in ihrem jeweiligen zweiten Bereich nach
innen in Richtung der Mittellängsachse XX' umgeschlagen und an den
darunterliegenden Bereichen der Deckfolie 3 in der Nähe der vorderen Querkante 6 der
Höschenwindel befestigt sind. Somit erhebt sich unter der Einwirkung der elastischen
Längselemente 11 der freie Rand der zweiten Faltenbereiche über den größeren Abschnitt
dieser zweiten Zonen über die Deckfolie 3 hinaus und bildet dabei seitliche
Abdichtbarrieren, um den seitlichen Austritt von Urin zu verhindern.
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Auf diese Weise wird eine Höschenwindel geschaffen, welche eine
hervorragende Trennung der Fäkalienstoffe von Urin gewährleistet und einen längeren
Kontakt zwischen diesen und der Haut des Trägers vermeidet, wobei gleichzeitig eine
bessere Abdichtung gegenüber dem Austritt von Urin möglich ist.