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Schaltung zum Betrieb von Leuchtzellenflächen für Bildwiedergabe Die
Erfindung bezieht sich auf eine. Schaltung zum, Betrieb einer Wiedergabefläche für
Bildübertragung nach dem bekannten Zellenrasterprinzip. Das wiedergegebene Bild
setzt sich, wie es bereits früher vorgeschlagen worden ist, gemäß den Abb. i bis
q. aus einer großen Zahl gleichartiger, in ihrer Intensität gesteuerter Leuchtzellen
a1, a2, a3..., bi, b2, b3..., c1, c2, c3;... zusammen, die in vertikaler
Richturig einpolig an die Sammelleiter i, 2, 3..., in horizontaler Richtung
einpolig an die Sammelleiter i', 2', 3' ... angeschlossen sind. In den Abbildungen
liegt jeder Vertikalsammelleiter an den Klemmen einer vom Sender gesteuerten Erregerspannungsquellle
I, II, III. . ., die z: B. ein von vaxiablem Strom durchflossener Widerstand, die
Sekundärwicklung .des Anodenübertragers eines gesteuerten Röhrenverstärkers o. dgl.
sein kann. Es ist dabei vorausgesetzt, daß eine der Zahl N solcher Spannungsquellen
I, II, III... gleiche Zahl parallel arbeitender, lichtelektrisch gesteuerter Bildübertragungskanäle
vorhanden ist, deren jeder nacheinander die Helligkeitswerte der Bildelemente einer
vertikalen Reihe übermitteln.soll. Hierzu wird beim Geber das zu übertragende Bild,
z. B. durch ein Spiegelrad, über eine Zeile von N Photozellen hinwegbewegt,
die den N Spannungsquellen I; II, III zugeordnet sind. Dazwischen liegen also N
Verstärker. Die synchron mit der Vertikalzerlegung beim Geber erfolgende Verteilung
der Erregung auf die M Leuchtzellen jeder Vertikalreihe geschieht durch einen Umschalter
U. Dieser läuft über M Kontakte, welchen die horizontalen Sammelleiter i", 2', 3'...
zugeordnet sind. Die Zahl der Bildelemente ist demnach M # N, im.
Sonderfalle M=N ist sie = N2, und da die in den Abbildungen: dargzstellten
und im folgenden noch näher zu erläuternden Schaltungen es dann erlauben, mit -einem
einzigen Umschalter von N Kontakten auszukommen, benötigt man z. B. für ein Bild
von io ooo Elementen nur ioo Segmente, über die ein einziger Verteilerarm hinweggleitet.
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Gegenstand der Erfindung ist die Weiterentwicklung derartiger Schaltungen
zurr Betrieb vielteiliger Leuchtzellenflächen in der Richtung, daß die hohe Strombelastung
des rotierenden Umschalters bzw. die hohe Leistungshexgabe der Spannungsquellen
I, II, III... vermieden wird. Erfindungsgemäß wird irre ersten Falle der Umschalter
nicht mehr mit den Betriebsströmen der Leuchtzellen
beschickt,
er führt vielmehr nur noch die Gitterleistung, die zur Auslösung des Stromes in
den einzelnen Zellen erforderlich ist; im zweiten Falle haben die Spannungsquellen
I, II, III ... grundsätzlich nur Steuerspannungen, aber keine Leistung abzugeben,
indem die Betriebsenergie der Leuchtzellen aus einer konstanten örtlichen Quelle
entnommen wird.
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Es sei noch erwähnt, daß man bei Leuchtzellenflächen für .die Bildwiedergabe,
bei welcher die Leuchtzellen einpolig an längs und quer zum Bildfeld verlaufende
Sammelleiter angeschlossen sind und bei welchen für die eine Bildkoordinate ein
Kathodenstrahlscha.lter verwendet wird, ebenfalls bereits durch gittergesteue@te
Entladungsstrecken den Kathodenstrahlschalter von der Leistungslieferung .entlastet
hat. Bezeichnenderweise bat man dabei jedoch den gleichzeitig verwendeten mechanischen
Schalter für die andere Bildkoordinate mit dem Leuchtzellenstrom belastet. Die Erkenntnis,
daß man durch völlige Entlastung eines mechanischen Umschalters die einwandfreie
Ein- und Ausschaltung der Bildzellen erheblich fördern kann, ist also dieser bekannten
Anordnung nicht zu entnehmen.
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E.s ist auch bereits bekannt, zur Erzeugung von Synchronisierimpulsen
bei der Fernsehübertragung statt einen Gleichstrom mittels eines rotierenden Kontaktes
zu unterbrechen, den Kontakt in den Gitterkreis einer Verstärkerröhre einzuschalten,
in deren Anodenkreis dann der zu unterbrechende, Gleichstrom fließt, so daß der
Kontakt nur mit Gitterleistung belastet wird, jedoch nicht mit der Betriebsleistung
der Gleichstromquelle. Diese bekannte Einrichtung ist jedoch mit dem Vorschlag gemäß
der Erfindung insofern. nicht vergleichbar, als der rotierende Kontakt im bekannten
Falle den gewünschten Synchronisierimpuls erzeugt, während der rotierende mechanische
Umschalter beim Erfindungsgegenstand eine Verteilerfunktion ausübt, nämlich die
Verteilung der übertragenen Fernsehsignale über die Bildwiedergabefläche bewerkstelligt:
Der rotierende Kontakt der bekannten Einrichtung entspricht daher dem bzw. den Fernübertragungskanälen
bei der Einrichtung gemäß der Erfindung. Wenn man den Gegenstand der Erfindung entsprechend
der bekannten Einrichtung ausbauen wollte, müßte man also eine Verstärkerröhre zwischen
dem Femnübertragungskanal und dem Umschalter einbauen,_ statt, wie es die
Erfindung vorschreibt, zwischen dem Umschalter und den Leuchtzellen: Die Abb. i
'bis q. veranschaulichen verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung. In Abb.
i wirkt der Unischalter U in der Weise, däß er bei seinem Umlauf über die den horizontalen
Leuchtzellenreihen i', 2', 3' . . . zugeordneten Kontakte die Steuergitter von Elektronenröhren
Ctl, G2, G3 ... von der Spannungsquelle B her positiv auflädt. Dadurch werden
die über Widerstände R1, R2, R3 ... verriegelten Röhren in zyklischer Folge vorübergehend
stroandurchlässig, @so daß :sämtliche N vom Bildgeber gesteuerten Spannungsquellen
I, II, III ... über die zugeordneten Leuchtzellen der wechselnden Horizontalreihen
und über die diesen gemeinsarnen Schaltröhren geschlossen werden.
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In Abb.2 liegt jede einzelne Leuchtzelle a1, a2, as-... usw. in Reihe
mit einer gittergesteuerten Schaltröhre Al, A2, AB..". usw. Sämtliche
Schaltröhren sind von Gittervorspannungsquellen aus über Widerstände R1, R2, R3...
verriegelt und werden längs jeder Horizontalreihe gleichzeitig entriegelt, sobald
der Umschalter U den entsprechenden Kontakt berührt und dadurch den Gittern von
der gemeinsamen Batterie B positive Ladung zuführt. Diese Maßnahme bedeutet die
Aufteilung der starken Belastung der M Sammelröhren G1, G2, G3 in Abb. i auf M #
N
Einzelröhren Al, A2, A3 . . .., B1, B2, B3...,
Cl, C2,
C3..., deren jede mit einer Leuchtzelle in Serie liegt.
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Eine weitere Verbesserung der Schaltung stellt Abb.3 dar. In dieser
geben die vom Bildgeber gesteuerten Spannungsquellen (Verstärker) I, II, III...
nicht mehr selber die Betriebsleistung der einzelnen Leuchtzellen her, sondern nur
noch Gitterleistung, und es braucht demgemäß die Vorverstärkung in den N einzelnen
Kanälen nicht mehr so weit getrieben zu werden. I, II, III. .. haben also nunmehr
die Aufgabe, den einzelnen Schaltröhren Al, A2, A3 . . ., B1, B2, B3 . .
., Cl, C2,i c3. . .
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eine variable Gitterspannung zuzuführen, welche die Stärke des Stromdurchlasses
der einzelnen Wege, d. h. die Aufhellung der Leuchtzeilen a1, a2, a3..;., b1, b2,
b3..., cl, c2, c3, dosiert. Der Betriebsstrom wird diesen von der gemeinsamen Gleichspannungsquelle
V über den Umschalter U geliefert, dessen Kontakte mit den horizontalen Sammelleitern
i", 2", Y'.... verbunden sind. Die Kathoden der Schaltröhren Al, A2, A3
...
liegen an den Sammelleitern i', 2', 3' . . . Hiermit ist der Fortschritt
erreicht, daß die in Summa beträchtliche Leistung zum Betriebe der Leuchtzellen
einer @ konstanten örtlichen Energiequelle entnommen werden kann, währänd I, II,
III..., wie gesagt, nur. eine Steuerfunktion zu erfüllen haben.
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In Abb. ¢ ist. - eine Weiterentwicklung der in Abb.3 dargestellten
Anordnung veranschaulicht. Der Umschalter U führt jetzt
nicht mehr
den gesamten Betriebsstrom einer horizontalen Leuchtzellenreihe, sondern nur noch
verschwindende Schaltstrgme. Die Anoden der Schaltröhren A1, A2 .. ., B1, B2
. ..
sind über die zugeordneten Leuchtzellen a1, a2..., b1,
b2,... dauernd mit einem Sammelsystem i', 2'... verbunden, das an
!dem positiven Pol der geneinsamen Betriebsquelle E" liegt. Die Schaltröhren haben
nunmehr, wie ersichtlich, zwei Gitter. Alle der Kathode näheren Gitter sind mit
den Quellet I, II. .. der Steuerspannung verbunden, während die der Anode näheren
zu horizontalen - Sammelleitungen i;", 2"' . . . geführt sind, welche an den Korntakten
des Umschalters U enden und über diesen im richtigen Augenblick von der Spannungsquelle
E',1 positiv ,aufgeladen werden. Daidurch wird je-
weils in zyklischer Folgeeine
ganze Horizontalreihe von. Schaltröhren durchlässig gemacht, während die Schaltröhren
ider übrigen Horizontalreihen :gesperrt bleiben. In der eingeschalteten Horizontalreihe
sorgen die. der Kathode nahen Moidulationsgitter für die richtige Einstellung der
Stromstärke, die durch die betr. Serienleuchtzelle fließt. Mit dieser Maßnahme werden
sowohl die vorn Bildgeber gesteuerten Spannungsquellen I, II ... als auch
der Umschaher U leistungsmäßig. entlastet.
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Man kann innerhalb des Erfindungsgedankens eine Leuchtzellenwiedergabefläche
nach Abb. q. auch an eine normale Ferrnseheink.analübertragimg anschließen, welche
nicht mit N parallelen Kanälen, sond'e'rn mit zeitlich aufeinanderfolgender Einschaltung
sämtlicher. Bildpunkte arbeitet. Gemäß der Erfindung ist dann ein Kathodenstrahlumschalter
mit N Kontakten vorzusehen, der mit der Zeilenfrequenz der Abtastung beim Sender
synchron läuft, d. h. während der Dauer einer Bildzeile die Spannungswerte sämtlicher
N Quellen I, II ... eimtellb. Dies kann z. B. in der Weise geschehen, daß
der in seiner Intensität von Kontakt zu Kontakt entsprechend der Helligkeit des
zugeordneten Bildelementes ;gesteuerte Kathodenstrahlstrom über N Widerstände geschlossen
wird, denen Kondensatoren parallel geschaltet sind. Dabei wird die Aufladung jedes
dieser Speicher, die jetzt die Stelle -der Sp,annunbs:quellen I, II... vertreten,
vom Sender her richtig dosiert.