DE69202045T2 - Verfahren zur Zerstörung eines Unterwassergegenstandes, insbesondere einer Seemine. - Google Patents

Verfahren zur Zerstörung eines Unterwassergegenstandes, insbesondere einer Seemine.

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DE69202045T2 DE1992602045 DE69202045T DE69202045T2 DE 69202045 T2 DE69202045 T2 DE 69202045T2 DE 1992602045 DE1992602045 DE 1992602045 DE 69202045 T DE69202045 T DE 69202045T DE 69202045 T2 DE69202045 T2 DE 69202045T2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G7/00Mine-sweeping; Vessels characterised thereby
    • B63G7/02Mine-sweeping means, Means for destroying mines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)
  • Manipulator (AREA)
  • Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zerstörung eines Unterwasserobjekts, insbesondere einer Seemine.
  • Die Erfindung betrifft weiterhin insbesondere ein Verfahren zur Zerstörung einer Grundmine oder einer Auftreibinine.
  • Die bekannten Verfahren zur Zerstörung einer Grundmine bestehen aus einem Verfahrensabschnitt der Ortung und/oder Identifizierung der Mine und einem Verfahrensabschnitt der Zerstörung der Mine mittels einer beträchtlichen explosiven Ladung, beispielsweise der Größenordnung 50 bis 100 kg, die in einem Abstand von einigen Metern zu der zu zerstörenden Mine abgelegt wird, wozu im allgemeinen ein ferngesteuertes U-Boot verwendet wird.
  • Nach Aufnahme des U-Bootes an Bord eines oberflächengebundenen Minenräumers bewirkt man die Zerstörung der Mine, indem man die Ladung explodieren läßt, deren Schockwellen durch ihre Einwirkung die Explosion der Mine verursacht.
  • Die Auftreibminen werden nach einem Verfahren ähnlich der Ortung und/oder Identifizierung zerstört, welches mit einem Verfahrensabschnitt der Zerstörung verbunden ist, bei dein das Anhängen einer pyrotechnischen Schere an das Bojentau vorgesehen ist, wobei die pyrotechnische Schere durch ein drahtgelenktes oder ferngesteuertes U-Boot an ihren Platz geführt wird.
  • Anschließend wird wieder nach dem Entfernen des U-Boots durch einen vom Minenräumer abgesandten Befehl aus der Ferne die Betätigung der pyrotechnischen Schere ausgelöst.
  • In den beiden eben erwähnten Fällen erfordert die Plazierung einer explosiven Ladung auf dem Meeresgrund oder einer pyrotechnischen Schere an dem Bojentau die Möglichkeit einer ausreichend nah an die Mine heranreichenden Annäherung, insb. bis zu einer Entfernung von einigen Metern, bevor man die explosive Ladung in der Nähe der Mine ablegen kann oder die Schere am Bojentau anbringen kann.
  • Ein Verfahren nach diesem Prinzip ist beispielsweise in dem Dokument "Marine Engineers Review (Band 604, Oktober 1973, Seite 33-34)" beschrieben.
  • Diese Zerstörungstechniken können zur Zerstörung von Minen eines neuen Typs nicht mehr verwendet werden, da diese besonders geeignete Mittel zur akustischen oder magnetischen Ortung aufweisen, die es ermöglichen sehr schwache akustische oder magnetische Signale des sich der Mine nähernden U-Bootes zu orten, was die Explosion der Mine auslöst, gleichzeitig aber zur Zerstörung des der Ortung und/oder der Identifizierung der Mine dienenden U-Bootes führt.
  • Die bekannten Zerstörungstechniken können auch nicht mehr zur Räumung von Grundminen verwendet werden, die nicht durch Einwirkung von Schockwellen explodieren.
  • Es wurde im Dokument DE-A-36 26 434 schon ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, mit Mitteln zur Ausführung der Ortung und/oder Identifizierung des Gegenstandes aus einer Entfernung, die größer als eine vorbestimmte kleinste Entfernung des Sicherheitsabstands ist, und mit einem Verfahrensabschnitt der Zerstörung des Gegenstandes mittels einer pyrotechnischen Ladung, deren Explosion beispielsweise die Explosion oder Zersplitterung der Mine aus löst oder eine pyrotechnische Schere betätigt, die an einem Bojentau einer Auftreibmine angreift, mit einem Verfahrensabschnitt der Zerstörung, der aus dem Einsatz einer Ladung besteht, die am Gegenstand anlandet und anschließend die Explosion der Ladung verursacht.
  • Dieses Dokument schlägt für den Einsatz der Ladung die Verwendung eines Vermittlungsschiffes vor, das die Mittel zur Ortung und Identifizierung aufweist und das Ladungen über der Mine abwirft.
  • Das in diesem Dokument beschriebene Verfahren ist insbesondere in dem Maße schwierig auszuführen, wie es einerseits notwendig ist, das Boot oberhalb der Mine zu positionieren, um anschließend fortzufahren mit einem präzisen Absetzen wenigstens einer Ladung auf der Mine.
  • Weiterhin weist dieses Verfahren den Nachteil des Risikos der Zerstörung des Bootes infolge der Explosion der Ladung und der darauf folgenden Explosion der Mine auf.
  • Um diese Nachteile zu beseitigen, schlägt die Erfindung ein Verfahren zur Zerstörung nach der vorher erwähnten Art vor, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Ladung von einer Unterwasser-Vermittelungsvorrichtung zum Einsatz gebracht wird, welche vorzugsweise durch ein Unterwasser-Fahrzeug auf dem Meeresboden abgesetzt wurde.
  • Eine Ladung im Sinne der vorliegenden Erfindung kann entweder eine explosive Ladung oder eine pyrotechnische Schere sein.
  • Nach weiteren Merkmalen der Erfindung
  • wird die Ladung durch Katapultieren von einer auf dem Meeresboden abgesetzten Vermittelungsvorrichtung eingesetzt;
  • ist die Ladung selbstfahrend und wird durch Eigenantrieb von einer auf dem Meeresboden abgesetzten Vermittelungsvorrichtung zum Einsatz gebracht;
  • ist die auf dem Meeresboden abgesetzte Vorrichtung ein selbstfahrendes Fahrzeug, das sich auf dem Meeresboden fortbewegen kann und dabei die Ladung trägt;
  • weist die auf dem Meeresboden abgesetzte Vermittelungsvorrichtung Antriebsmittel für die Ladung auf;
  • ist die Vermittelungsvorrichtung mit einem Manipulatorarm für die Ladung ausgerüstet;
  • weist das Unterwassergefährt Mittel zur Ortung und/oder Identifizierung des Gegenstandes auf;
  • kann die Vermittelungsvorrichtung vor dem Zündbefehl der pyrotechnischen Ladung zurückgezogen werden und
  • ist die Ladung eine explosive Hohlladung.
  • Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich beim Lesen der nachfolgenden, detaillierten Beschreibung, die sich zum Verständnis auf die anliegende Zeichnung bezieht; es zeigen:
  • Fig. 1 eine schematische Darstellung mit dem Verfahrensabschnitt der Ortung und/oder der Identifizierung der Mine,
  • Fig.2 bis Fig.7 schematische Darstellungen mit verschiedenen Ausführungsbeispielen des Verfahrensabschnitts der Zerstörung der vorzugsweise gemäß den Lehren der Erfindung georteten und/oder identifizierten Minen.
  • In Fig. 1 wird eine Grundmine mit MF, eine Auftreibmine mit MO bezeichnet. Es handelt sich um zwei Arten von Unterwasserminen, deren Zerstörung man im Rahmen einer Räumung von getauchten Minen erreichen kann.
  • Nach einer bekannten, in Fig. 1 schematisch dargestellten Technik, kann die Ortung und/oder die Identifizierung von Minen mit Hilfe eines ferngesteuerten Unterwasser-Identifizierunggefährts VI verwirklicht werden, das mit einem oberflächengebundenen Minenräum-Schiff CM verbunden ist.
  • Das Unterwassergefährt VI ortet und identifiziert die Minen MF oder MO mit Hilfe bekannter Mittel zur akustischen oder visuellen Identifizierung, so wie z.B. durch ein Sonar oder eine Kamera. Die Informationen der Ortung und der Identifizierung werden zum Minenräumer CM durch ein Kabel 10 übertragen, wenn das Identifizierungsgefährt durch eine Leitung ferngelenkt ist, oder durch Mittel zur elektroakustischen Übertragung, schematisch durch eine Ausbreitung von Wellen in Fig. 1 dargestellt.
  • Nach der Erfindung wird der Abschnitt der Ortung und der Identifizierung mit Hilfe des Unterwassergefährts VI in einer Weise verwirklicht, in der letzteres in einem Sicherheitsabstand DS zur gerade identifizierten Mine verbleibt; auf diese Weise wird vermieden, daß während der Phase der Identifizierung eine Explosion der Mine ausgelöst wird, die die Zerstörung des Unterwassergefährts VI verursachen kann.
  • Nachfolgend werden verschiedene Möglichkeiten der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Zerstörung der Grundmine MF beschrieben.
  • In dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel wird der Einsatz einer Ladung CAM indirekt vom Unterwassergefährt VI aus mittels einer beispielweise durch das Unterwassergefährt VI oder den Minenräumer CM auf dem Meeresgrund abgesetzten Vermittelungsvorrichtung EF durchgeführt. In dem ersten Beispiel des Einsatzes einer auf dem Meeresboden abgesetzten, in Fig. 2 gezeigten Vermittelungsvorrichtung EF, ist diese ein selbstfahrendes Kettenfahrzeug, das sich über den Meeresboden bewegen kann und dabei die Ladung CAM trägt.
  • Die Vermittelungsvorrichtung EF ist selbstverständlich eine Vorrichtung, die schwache akustische oder magnetische Signale aufweist, die es ihr erlauben, in der Nähe der Mine mit der Ladung abgesetzt zu werden, ohne die frühzeitige Explosion der Mine auszulösen. In der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsvariante ist die auf dem Meeresboden abgesetzte Vermittelungsvorrichtung mit einem Manipulationsarm 14 ausgerüstet, der die Ladung CAM in Kontakt mit der Grundmine MF bringt.
  • In dem in Fig. 4 gezeigten Beispiel weist die Vermittelungsvorrichtung einen Katapult auf, der durch Katapultieren den Einsatz einer Ladung CAM ermöglicht, während in der in der Fig. 5 gezeigten Ausführungsmethode die Ladung CAM eine eigenangetriebene, von der Vorrichtung ausgesetzte Ladung ist.
  • In den Beispielen, die mit Bezug auf die Fig. 3 - 5 beschrieben werden, kann die Vermittelungsvorrichtung EF vorzugsweise vor dem Zündbefehl der pyrotechnischen Ladung zurückgezogen werden. In den Fällen, in denen die Vermittelungsvorrichtung EF nicht zurückgezogen wird, ist zu beachten, daß es sich um einen Verbrauchsgegenstand handelt, dessen Kosten dadurch relativ gering sind, daß er keine kostspieligen Mittel zur Ortung oder Identifizierung der Mine aufweist.
  • Es werden nun verschiedene Beispiele der Ansteuerung der Mine MF durch die Ladung CAM beschrieben, insbesondere wenn diese abgesetzt oder katapultiert wird. Die Ladung kann drahtgelenkt sein mittels eines elektrischen oder optischen Verbindungskabels, sie kann akustisch gelenkt oder ungelenkt sein.
  • Der Minenräumer CM, oder das Unterwassergefährt VI, das sich in einer Entfernung befindet, die deutlich größer als der Sicherheitsabstand DS ist, bestimmt aus den Informationen bezogen auf die Position der Mine und der Ladung die an letztere zu übermittelnde Befehle, um diese in die Nähe der Mine zu führen.
  • In den Fig. 6 und 7 ist der Endabschnitt der Zerstörung gezeigt, sozusagen der Abschnitt, der den Zündbefehl für die pyrotechnische Ladung umfaßt. Bei dieser handelt es sich um eine explosive Ladung, z.B. eine Hohlladung, wie sie in Fig. 6 gezeigt ist, oder um eine Ladung zur Betätigung einer pyrotechnischen Schere 18 zum Zerteilen des Bojentaus der Auftreibmine MO, wie es in Fig. 7 gezeigt ist.
  • In dem in Fig. 6 gezeigten Fall explodiert die Ladung CAM, wenn sie auf die Mine MF auftrifft, und verursacht die Zerstörung der Mine MF durch Explosion oder durch Zersplitterung.
  • Im Falle, daß die Grundmine MF nicht zerstört wird, ist es wünschenswert, daß anschließend die Ladung CAM vernichtet werden kann, entweder nach Ablauf eines bestimmten Zeitintervalls durch in die Ladung integrierte Verzögerungsmittel, oder durch einen vom Minenräumer CM ausgesandten Befehl zu ihrer Zündung.
  • Das Annähern und das Anhängen einer Schere 18 an ein Bojentau 20 wird nach den selben Verfahren verwirklicht, die vorhergehend zum Herstellen des Kontakts einer explosiven Ladung CAM mit einer Grundmine MF beschrieben sind.
  • Die Ladung CAM kann einen optischen oder akustischen Sensor aufweisen, der es ihr gestattet, sich automatisch zu lenken, um sich der möglicherweise zuvor markierten Grundmine MF anzunähern. Die von dem von der Ladung CAM getragenen Sensor stammenden Informationen können gleichermaßen zum Minenräumer CM übertragen werden; die Steuerbefehle werden dann automatisch oder manuell an Bord des Minenräumers CM ausgearbeitet und anschließend an die Ladung übermittelt. Nach einer Variante ist es gleichermaßen möglich vorzusehen, daß das Unterwassergefährt VI, das sich bis zu einer Entfernung, die größer ist als der Sicherheitsabstand ist, zurückzieht, die Lage der Mine und der Ladung optisch oder akustisch ortet. Die Bilder des Gegenstands werden zum Minenräumer CM übertragen, der manuell oder automatisch die Steuerbefehle ausarbeitet, die entweder durch eine - nicht dargestellte - Leitung oder akustisch zur Ladung übertragen werden.

Claims (9)

1. Verfahren zur Zerstörung eines Unterwassergegenstandes, wie z. B. einer Grundmine (MF) oder einer Auftreibmine (MO), mit einem Verfahrensabschnitt zur Ortung und/oder Identifizierung des Gegenstandes wobei in diesem Verfahrensabschnitt Mittel (VI) in Betrieb gesetzt werden zur Ortung und/oder Identifizierung des Gegenstandes aus einer Entfernung, die größer als ein bestimmter minimaler Sicherheitsabstand (DS) ist, sowie mit einem Verfahrensabschnitt zur Zerstörung des Gegenstandes mit Hilfe einer pyrotechnischen Ladung (CAM), deren Explosion z.B. die Explosion oder die Zersplitterung der Mine verursacht oder eine pyrotechnische Schere (18) betätigt, die an dem Bojentau (20) einer Auftreibmine (MO) angreift, wobei in dem Verfahrensabschnitt zur Zerstörung eine Ladung einsatzbereit gemacht wird, die am Gegenstand anlandet und anschließend die Explosion der Ladung verursacht, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladung (CAM) von einer Unterwasser-Vermittelungsvorrichtung (EF) zum Einsatz gebracht wird, welche vorzugsweise durch ein Unterwasser-Fahrzeug (VI) auf dem Meeresboden abgesetzt wurde.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladung (CAM) durch Katapultieren von der auf dem Meeresboden abgesetzten Vermittelungsvorrichtung (EF) zum Einsatz gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladung (CAM) selbstfahrend ist und durch Eigenantrieb von der auf dem Meeresboden abgesetzten Vermittelungsvorrichtung zum Einsatz gebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Meeresboden abgesetzte Vermittlungsvorrichtung ein selbstfahrendes Fahrzeug ist, das sich auf dem Meeresboden fortbewegen kann und dabei die Ladung trägt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Meeresboden abgesetzte Vermittelungsvorrichtung Antriebsmittel für die Ladung (CAM) aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vermittlungsvorrichtung (EF) mit einem Manipulatorarm (14) für die Ladung ausgerüstet ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterwassergefährt (VI) Mittel zur Ortung und/oder Identifizierung des Gegenstandes aufweist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnete daß die Vermittlungsvorrichtung (EF) vor dem Zündbefehl der pyrotechnischen Ladung zurückgezogen werden kann.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladung (CAM) eine explosive Hohlladung ist.
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