DE6916634U - Thermostatgesteuerter elektrischer schalter, insbesondere fuer peltier-klimageraete - Google Patents
Thermostatgesteuerter elektrischer schalter, insbesondere fuer peltier-klimageraeteInfo
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Description
Bei Verwendung elektrischer Heizgeräte ist anzustreben, daß die Stromentnahme weitgehend gleichbleibend über verhältnismäßig
lange Zeiten erfolgt, damit vor allem unerwünschte Belastungsspitzen vermieden werden. Kommen Peltier-Klimageräte zum Einsatz,
so ist ferner anzustreben, die Temperaturdifferenz zwischen der Warmseite und der Kaltseite der Peltierelemente abglichst
niedrig zu halten, um die höchsten Leisti ngswerte der
Peltierelemente nutzen zu können.
Damit die beiden aufgezeigten Anforderungen, die bei einem
Peltier-Klimagerät auftreten, erfüllt werden können, bedarf es für die selbsttätige Einstellung jeweils günstiger Verhältnisse
eines geeigneten Schalters. Die damit gegebene Aufgabe wird mittels eines thermostatgesteuerten elektrischen Schalters ge-
löst, der sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, daß ein
mehrere Kontaktbahnen und mehrere dazugehörige Schaltbrücken aufweisendes Schaltteil mit einem Flüssigkeitsausdehnungsglied
vorhanden ist, das einerseits mechanisch an die Schaltbrücken, anderseits an ein Kapillarrohr mit Temperaturfühler angeschlossen ist und daß der Temperaturfühler mitsamt einer elektrischen
Heizeinrichtung in einem thermisch isolierten Gehäuse mit Durchlässen für die Zuleitung zur Heizeinrichtung eingebaut ist.
Kit dem erfindungsgemäßen Schalter kann unter Verwendung eines
Peltier-Klimagerätes die am Raumluftthermostat eingestellte
Temperatur, beispielsweise 21° C, selbsttätig bei optimalen Leistungsverhältnissen erreicht und gehalten werden, unabhängig
davon, ob dem Raum Wärme zugeführt oder entzogen werden muß. Den einzelnen Kontaktbahnen werden hierzu beispielsweise verschiedene Stufen des Klimagerätes zugeordnet, etwa "stark heizen
schwach heizen - aus - schwach kühlen - stark kühlen". Fordert der Raumluftthermostat Wärmeabgabe, dann wird der Temperaturfühler geheizt, was zur Folge hat, daß die zu den einzelnen Kontaktbahnen gehörenden Schaltbrücken mit steigender Temperatur
des Temperaturfühlers nacheinander, beispielsweise in der Abstufung von kO, 50, 60, 70 und 80 C geschaltet werden; wenn
hierauf dem zu klimatisierenden Raum Wärme entzogen werden soll, dann wird die Umschaltung der einzelnen Schaltbrücken infolge
der Hysterese etwa bei 79-69-59-^9-39° C erfolgen.
Wenn die angenommene Raumtemperatur von 21 C erreicht und
eingehalten werden soll und der Rautnluftthertnostat mit einer
Hysterese von 2 C schaltet, dann wird beim ersten Einscv xlten
der Schalteinrichtung das Klimagerät mit der maximalen KühlleiLang
beginnen und schrittweise auf die maximale Heizleistung geschaltet. Sobald die 21 C im Raum erreicht sind, wird
der Raamluftthermostat seinen Kontakt öffnen, so daß der Temperaturfühler
die Information "zu warm" erhält, was die Verstellung der Schaltbrücken in umgekehrter Laufrichtung bewirkt,
und zwar solange, bis eine Heiz- oder Kühlst <: erreicht ist,
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die zu einer Raumtemperatur von 19 C führt. Dann wird der
Raumluftthermostat schließen, wodurch die Verstellrichtung
der Schaltbrücken erneut umgekehrt wird. Bei dieser Betriebsweise wird das Klimagerät meist zwischen zwei Stufen eingeschaltet sein. Ein Pendeln zwischen maximaler Heiz- und Kühlleistung wird dadurch vermieden, daß die Zeitkonstante des
Systems hinreichend groß gehalten wird, was durch Einbau des
Trimmwiderstandes erreicht wird.
Um gegebenenfalls in verhältnismäßig kurzer Zeit einen Raum
hochheizen zu können, empfiehlt es sich, den Raumluftthermostat
durch einen Folgeschrittraumthermostat zu ersetzen, der einon
den Trimmwiderstand überbrückenden Kontakt aufweist. Wenn der Folgeschrittraumthermostat den Trimmwiderstand überbrückt, dann
wird der Temperaturfühler im wärmeisolierten Gehäuse stärker
erwärmt, was ein schnelleres Verstellen der Schaltbrücken im
Sinne eines starken Heizens zur Folge hat.
Damit gegebenenfalls auch rasch gekühlt werden kann, wird vorteilhaft erweise in das wärmeisolierte Gehäuse ein Zusatzheizelement eingebaut, das bei Kühlbetrieb des angeschlossenen Klimagerätes eingeschaltet werden kann. Durch die Zusatzheizung
wird die Gesamtheizung innerhalb des wärmeisolierten Gehäuses verstärkt. Wird nun diese Zusatzheizung durch entsprechende
Stellung des Folgeschrittraumthermostaten überbrückt, dann verstellt die Sclialteinrichtung schneller auf die Kühlstufen.
Stellung des Folgeschrittraumthermostaten überbrückt, dann verstellt die Sclialteinrichtung schneller auf die Kühlstufen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung erläutert, die in Fig. 1 die Schalteinrichtung und in Fig. 2 einen Raumluft
thermo st at mit fünf Kontaktbahnen veranschaulicht.
Die Schalteinrichtung weist ein Schaltteil 1 mit den fünf Kontaktbahnen
2, 3, h, 5 und 6 auf. Jede Kontaktbahn ist mittels
Kontaktbrücken an die jeweils folgende Kontaktbahn anschließbar.
Diese Kontaktbrücken sind mit 7, 8, 9 und 10 bezeichnet.
Zum Verstellen der Kontaktbrücken dient ein Flüssigkeits-Ausdehnungssystem
aus Druckdose 11 mit dem Kapillarrohr 12, das
mit dem Temperaturfühler 13 verbunden ist. Dieser Temperaturfühler
ist mit dem Heizwiderstand "\k gekoppelt und gemeinsam
mit jenem in ein wärmeisoliertes Gehäuse 15 eingebaut.
Wird die Heizung "\k eingeschaltet, dann wird die Druckdose 11
zunächst die Schaltbrücke 7 von der Kontaktbahn 2 trennen und zur Anlage am Eontakt 16 bringen. Das bedeutet, daß die Zuleitung
17 jetzt über die Kontaktbrücke 8 mit der Kontaktbahn 3 verbunden ist. Bei weiterer Erwärmung des Temperaturfühlers
13 wird die Kontaktbrücke 8 die Zuleitung 17 von der Kontaktbahn
3 trennen und mit der Kontaktbahn k verbinden. Bei noch
stärkerer Erwärmung des Temperaturfühlers 13 wird die Kontaktbahn k von der Zuleitung 17 abgetrennt und diese mit der Kontaktbahn
5 verbunden. Bei noch weiterer Erwärmung des Temperaturfühlers 13 wird auch die Kontaktbahn 5 von der Zuleitung
17 abgetrennt. Diese wird schließlich mit der Kontaktbahn 6 verbunden. Kühlt der Temperaturfühler 13 anschließend ab, dann
werden die Schaltbrücken 7 bis 10 in umgekehrter Reihenfolge
zurückgeschaltet. Die Ausbildung kann beispielsweise so getroffen sein, daß die Schaltbrücke 7 bei kO° C nach dem Kontakt
16 verstellt wird, während die Kontaktbrücke 8 bei 50°, die
Kontaktbrücke 9 bei 60° und die Kontaktbrücke 10 bei 70° nach rechts verstellt werden. Wegen der Hysterese des Systems
wird die Rückstellung bei fallender Temperatur beispielsweise bei 69, 59, ^9 und 39° C erfolgen.
Jeder Kontaktbahn ist eine Heizstufe des Klimagerätes zugeordnet, beispielsweise "stark kühlen - schwach kühlen - aus schwach
heizen - stark heizen".
Der Widerstand 14 ist an die Steuerspannung gelegt, wobei
noch der Raumluftthermostat 18 zwischengeschaltet ist. Dieser
Raumluftthermostat besitzt den Schaltkontakt 19» der mit einer
Hysterese von 2° C schaltet und somit beim Abfallen der Raumtemperatur
auf etwas weniger als 19 die Leitung 20 mit dem Kontakt 21 verbindet, sofern die Solltemperatur 21 betragen
soll, und bei Überschreiten der Solltemperatur im Raum an den
Kontakt 22 legt.
Zum Aufheizen eines Raumes wird die Zuleitung 17 fortlaufend an die nächst höher bezifferte Kontaktbahn angeschlossen.
Sollte der Widerstand "\k noch weiter geheizt werden, dann bewirkt
die Sicherheitsschaltbrücke 23 ein Abtrennen des Widerstandes
1U von der Steuerspannung. Ist die angenommene Solltemperatur
von 21 in dem Raum erreicht, dann erhält das thermisch gekapselte System 13» 1^» 15 die Information "zu warm",
was das Verstellen der Schaltbrücken in umgekehrter Folge bewirkt. Bei Langzeitbetrieb wird das Klimagerät meist zwischen zwei
Stufen, die verhältnismäßig nahe beieinander liegen, geschaltet werden, sofern der Wärmebedarf des Raumes konstant ist. Ein
Pendeln zwischen maximaler Heiz- und Kühlleistung wird dadurch vermieden, daß die Zeitkonstante des Systems ausreichend groß
gehalten wird, wozu der die Feinanpassung der Heizleistung des Widerstandes Ik erlaubende Trimmwiderstand Zk dient.
Wenn eine schnelle Anheizstufe vorhanden sein soll, dann kann der Raumluftthermostat 18 durch den Folgeschritthermostat 25
ersetzt werden. Die Funktion uer Kontakte 26, 27 ist die
gleiche wie diejenige der Kontakte 21, 22. Der Widerstand 28 hat die gleiche Funktion wie der Widerstand Zk. Dieser Widerstand
28 wird bei viel zu niedriger Raumsolltemperatur, die beispielsweise 5° C unter dem Sollwert liegt, überbrückt, indem
die Kontaktbrücke 29 mit dem Kontakt 30 verbindet. Wenn
die am Raumthermostat eingestellte Solltemperatur erreicht
ist - im angenommenen Fall bei 21 C- schaltet das Gerät auf schwächere Heizstufen zurück.
Die Zeit für das Durchlaufen jeder Stufe beim Abkühlen des gekapselten Systems 13, Ik, 15 ist abhängig von dessen Wärmespeicherfähigkeit,
der Isolierung und der Temparaturdiffex mz
zur Umgebung. Die Zeitdauer kann verlängert werden, wenn der Raumthermostat mit einem geeigneten Widerstand überbrückt wirde
Wenn der Kontakt öffnet, dann bleibt ein kleiner Strom und
damit eine Heizleistung des Widerstandes ik erhalten. Die
Abkühlung dauert dann länger.
Um gegebenenfalls schnell kühlen zu können, kann in das wärmeisolierte
Gehäuse 15 noch eine mißweisende Zusatzheizung eingebaut werden, welche das normale Heizen verstärkt. Die Zusatzheizung
wird dann vom Folgekontakt überbrückt.
Der in Fig. 2 dargestellte Raumluftthermostat kann über fünf
verschiedene Stellungen folgende Stufen schalten: wViel zu
kalt (31) - zu kalt (32) - richtig (33) - zu warm (3*0 viel
zu warm (35)M.
Die vorbeschriebene Stufenregelung kann auch als stetige Regelung
ausgelegt werden, wobei z.B. die Größe der Regelabweichung (Differenz zwischen Soll- und Istwert der Raumtemperatur)
der Heizleistung proportional ist. Die Laufrichtung des Systems kann gegebenenfalls auch dadurch in beiden Richtungen verändert
werden, daß anstelle des Heizwiderstandes Ik ein Peltierelement
verwendet wird, bei dem man zwischen Heizen und Kühlen umschalten kann.
Claims (5)
- Schutζansprüche.) Thermostatgesteuerter elektrischer Schalter, insbesondere für Peltier-Klimageräte, dadurch gekennzeichnet, daß ein mehrere Kontaktbahnen (2,3,4,5,6) und mehrere dazugehörige Schaltbrücken (7,8,9,1θ) aufweisendes Schaltteil (i) mit einem Flüssigkeitsauedehnungsglied (11) vorhanden ist, das einerseits mechanisch an die Schaltbrücken (7»8,9,1O), anderseits an ein Kapillarrohr (12) mit Temperaturfühler (13) angeschlossen ist und daß der Temperaturfühler (13) mitsamt einer elektrischen Heizeinrichtung (i4) in einem thermisch isolierten Gehäuse (15) mit Durchlässen für die Zuleitung zur Heizeinrichtung (lh) eingebaut ist.
- 2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er durch einen mit ihm vereinigten Polgeschrittraumthermostat (25) erweitert ist.
- 3· Schalter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem Kontakt (27) des FoIgeschrittraumthermostaten (25) und dem Steuerspannungsanschlußelement (36) für den Folgeschrittraumtherraostat ein elektrischer Widerstand, vornehmlich ein Trimmwiderstand (28) eingebaut ist.
- k. Schalter nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er beispielsweise fünf Schaltbrücken (7,8,9,1O) aufweist.
- 5. Schalter nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im thermisch isolierten Gehäuse (15) ein elektrisches Zusatzheizelement eingebaut ist,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696916634 DE6916634U (de) | 1969-04-22 | 1969-04-22 | Thermostatgesteuerter elektrischer schalter, insbesondere fuer peltier-klimageraete |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE6916634U true DE6916634U (de) | 1969-09-18 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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1969
- 1969-04-22 DE DE19696916634 patent/DE6916634U/de not_active Expired
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