DE671180C - Biegsamer Bremsbelag fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Biegsamer Bremsbelag fuer Kraftfahrzeuge

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DE671180C
DE671180C DER89901D DER0089901D DE671180C DE 671180 C DE671180 C DE 671180C DE R89901 D DER89901 D DE R89901D DE R0089901 D DER0089901 D DE R0089901D DE 671180 C DE671180 C DE 671180C
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DE
Germany
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friction
binder
different
coefficient
treated
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DER89901D
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RAYBESTOS CO
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/025Compositions based on an organic binder
    • F16D69/026Compositions based on an organic binder containing fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
31. JANUAR 1939
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE,63c GRUPPE 51 os
R 89901 IIJ63C
The Raybestos Company in Bridgeport, Conn., V. St. A. Biegsamer Bremsbelag für Kraftfahrzeuge
Patentiert im Deutschen Reiche vom io. Februar 1934 ab Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 12. Januar 1939
Die Erfindung betrifft einen biegsamen
Bremsbelag für Kraftfahrzeuge, der etwa 4,76 mm Oder weniger dick ist und der aus einem mit Bindemittel getränktem Faserstoffgewebe, bestehtv
Bekanntlich erfordern die verschiedenen, in neuerer Zeit verwendeten Arten von Bremsen Bremsbeläge mit weitgehend verschiedenen Reibungseigenschaften. Mechanisch betriebene Bremsen mit Servowirkung arbeiten am befriedigendsten mit einem Reibstoff, der eine Reibwertziffer von etwa 0,3 hat, während hydraulische Bremsen am befriedigendsten mit einem Reibstoff arbeiten, der eine Reibwertziffer von etwa 0,6 hat.
Es besteht daher ein Bedarf nach einem Universalbremsbelag, welcher auswechselbar ist, um die Lagerhaltung zu vereinfachen. Bisher war jedoch kein Bremsbelag bekannt, der in Verbindung mit mechanischen oder mit hydraulischen Bremsen gleich gut arbeitst. Es ist ein Reibstoff von starrer Beschaffenheit bekannt, der an Stelle der sonst gebräuchlichen metallischen Fassung mit einem starken starren Tragstoff versehen ist, welcher Nieten oder Bolzen unter starker Abscherbeanspruchung halten kann. Dieser Tragstoff soll jedoch nicht als Reibstoff dienen, der gegen eine Gleitfläche wirkt, und seine einzige in Frage kommende Reibwertziffer ist seine statische Reibung.
Es ist ferner ein Verfahren bekannt, Bremsbeläge dadurch herzustellen, daß Metall auf die Oberfläche eines Gewebes gegossen wird. Bei dem nach dem bekannten Verfahren hergestellten Bremsbelag sollen jedoch die Oberflächen des Belages nicht für verschiedene Reibzwecke benutzt werden.
Die Erfindung besteht darin, daß die entgegengesetzten Reibflächen des Bremsbelagbandes mit verschiedenen Bindemitteln getränkt sind, derart, daß sie verschiedene Reib wertziffern, beispielsweise 0,5 bis 0,6 für die eine Reibseite und 0,3 bis 0,4 für die gegenüberliegende Reibseite, haben. Beim Erfindungsgegenstand ist die Möglichkeit erreicht, daß der Belag gebogen werden kann, um die eine oder andere Oberfläche für verschiedene Reibungszwecke zu benutzen. Der einzelne mit Reibflächen von verschiedener Reibwertziffer versehene Bremsbelag nach vorliegender Erfindung dient daher zu dem gleichen Zweck wie zwei getrennte und besondere Bremsbeläge früher gebräuchlicher Art, jedoch bietet der Bremsbelag nach der Erfindung den Vorteil, daß bei Benutzung dieses Bremsbelages die Lagerhaltung vereinfacht ist, denn im vorliegenden Fall kann der gleiche Bremsbelag für eine mechanische oder für eine hydraulische Bremse verwendet werden, und es braucht der Benutzer den Bremsbelag· nur sozu !liegen, daß die dem jeweiligen

Claims (1)

  1. Reibzweck entsprechende Fläche .verwendet werden kann.
    Ein Verfahren zur Herstellung eines biegsamen Bremsbelages nach der Erfindung besteht darin, gewebten Faserstoff mit Wassergasteer und Petroleumöl zu sättigen und hierauf eine Reibfläche zu 'erzeugen, indem man sie mit einem die Reibung erhöhenden Tränkungsmittel überzieht, teilweise darin eintaucht oder damit spritzt, beispielsweise mit Chinaholzöl, das beim Trocknen oder Erhärten einen Reibungskoeffizienten von annähernd o, 5 bis o,6 entwickeln kann. Die andere Reibfläche bleibt im wesentlichen im ursprünglichen Zustand und hat einen Reibungskoeffizienten von ungefähr 0,3 bis 0,4. Die Erfindung ist gleichmäßig verwend-
    " bar für gewebte, gefilzte oder geformte Bremsbeläge. Bei der Herstellung eines gefilzten Bremsbelages kann auf der Feuchtmaschine ein die Reibung ändernder Bestandteil, wie Holzmehl, Kohle, Graphit, Kohlenruß, Bleistaub, Bleiglätte >o. dgl., in die Fasern auf und nahe der Oberfläche der zu behandelnden Platte eingeführt und die Platte hierauf mit einem Bindemittel gesättigt und zu Streifen geschnitten werden. Nach der Erhärtung weist der Bremsbelag an beiden Seiten verschiedene Reibeigenschaften auf, da der die Reibung ändernde Stoff an einer Seite vorhanden ist und an der anderen Seite nicht. Bei einem anderen Verfahren, bei dem die Platte durch Walzen beeinflußt wird, kann im wesentlichen die halbe Dicke der Platte mit einer Gummi-Asbest-Füllmittel-Verbindung mit vorbestimmten Reib eigenschaften behandelt werden. Die Platte kann dann mit einer Verbindung mit abweichenden Reibeigenschaften! behandelt werden, so daß sie zwei verschiedene Verbindungen an entgegengesetzten Flächen hat. Hierauf kann die Platte in Streifen geschnitten, in gekrümmten Formen behandelt und vulkanisiert werden, so daß sie biegsam bleibt.
    Es kann auch eine Fläche eines gewebten Bandes mit einem viscosen Bindemittel in so geregelter Menge und Viscosität überzogen werden, daß dieses Bindemittel nur ungefähr eine Hälfte der Dicke des Bandes durchdringt. Das Bindemittel, das beispielsweise ein viscoses Kondensationsprodukt der Phenol· harzart sein kann, kann getrocknet werden.
    Die andere Fläche des Bandes kann mit einem anderen Bindemittel, z. B. Chinaholzöl, gesättigt werden, das eine geringe Oder keine lösende Wirkung auf den ersten Binder ausübt. Das .zweite Bindemittel kann bis zu einem gewünschten Grad gehärtet werden. Auf diese Weise wird ein Bremsbelag geschaffen, der an der einen Seite ein Phenolharzbindemittel mit einem mäßig niedrigen Reibungskoeffizienten und an der anderen Seite ein ölartiges Bindemittel mit einem beträchtlich höheren Reibungskoeffizienten aufweist".
    Es können auch dünne gewebte Bremsbeläge, die verschiedeine Reibeigenschaften besitzen, mittels Nieten oder Klammern, Verflechten io. dgl. vereinigt werden. Die beiden Beläge können ferner mit Hilfe eines Klebemittels, beispielsweise einer Hartgummiver-• bindung, eines Phenolharzes o. dgl., zusammengeklebt werden. Die inneren Flächen können mit Sand behandelt werden, um das Anfeuchten der Flächen durch den Klebstoff zu erleichtern. Es kann auch ein Gewebe, ein gelochtes Metallblech oder Drahtsieb zwischengelegt werden, um den Klebstoff zu tragen und ein Widerlager zu schaffen, gegen das sich die zur Befestigung des Belages benutzten Nieten legen können.
    Es kann auch ein Asbestgewebe benutzt werden, das eine Gummiverbindung aufweist, die nach dem Vulkanisieren einen bestimmten Reibungskoeffizienten ergibt. Ein anderes, mit dem ersten Gewebe in vorher beschriebener Weise zu vereinigendes Gewebe kann mit einer anderen Verbindung versehen sein, die einen abweichenden Reibungskoeffizienten hat. In die erste Verbindung kann beispielsweise Graphit oder Bleistaub eingeführt werden. ■ ■ ■
    Patentanstkucii : ' ..
    . Biegsamer Bremsbelag für Kraftfahrzeuge, der etwa 4,76 mm oder weniger dick ist und der aus einem mit Bindemittel getränktem· Faserstoffgewebe besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die entgegengesetzten Reibflächen des Belagbandes mit verschiedenen Bindemitteln gctränkt sind, derart, daß sie verschiedene Reibwertziffern, beispielsweise 0,5 bis 0,6 für die eine Reibseite und 0,3 bis 0,4 für die gegenüberliegende Reibseite, haben.
DER89901D 1934-02-10 1934-02-10 Biegsamer Bremsbelag fuer Kraftfahrzeuge Expired DE671180C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1575939B1 (de) * 1967-01-21 1973-01-25 Jurid Werke Gmbh Reibbelaganordnung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1575939B1 (de) * 1967-01-21 1973-01-25 Jurid Werke Gmbh Reibbelaganordnung

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