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- Elektrischer Abzweig- und Durchgangskasten Die Erfindung bezieht
sich auf einen elektrischen Abzweig- und Durchgangskasten mit einer oder mehreren
Steckdosen und den Steckdosen vorgeschalteten Sicherungen für einen oder mehrere
Abzweige, insbesondere für Elektroherde. Derartige Kästen werden dort verwendet,
wo von durchgehenden, z. B. zu einem Elektroherd geführten Netzleitungen der Strom
für bewegliche Verbraucher, z. B. elektrisch beheizte Wasserkessel, Waffeleisen,
Bügeleisen oder ähnliche Haushaltungsgeräte, abgezapft werden soll. Der Durchgangslasten
weist dabei je nach Bedarf eine oder mehrere Steckdosen auf, die entweder ein- oder
zweipolig gesichert sind.
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Bei den bekannten Abzweig- und Durchgangskästen dieser Art sind für
den Anschluß der beweglichen Stromverbraucher gewöhnliche Wandsteckdosen und für
deren Sicherung normale Sicherungselemente verwendet. Jede Steckvorrichtung und
jede Sicherung weist also einen eigenen Isolierstoffsockel auf, und diese Sockel,
zwei bis vier an der Zahl, sind an der meist metallischen Grundplatte des Kastens
je für sich befestigt. An ihnen sind dabei zusätzliche Klemmenplatten angebracht,
die zum Verbinden der ankommenden Netzleitungen mit den zum Elektroherd o. dgl.
weitergehenden festen Leitungen dienen. Diese Einrichtung ist wegen Vorhandenseins
einer Mehrzahl von Einzelapparaten in baulicher Hinsicht sehr umständlich, da zunächst
die einzelnen Steckdosen und Sicherungselemente je für sich zusammengebaut und diese
dann einzeln an der Grundplatte des Kastens montiert werden müssen. Ferner sind
zahlreiche Einzelverbindungen der Apparate miteinander und mit den Netzleitungen
durch. freiliegende 'Leiter nötig. Endlich bereitet die Führung der zum Herd gehenden
Leitungen von den obenliegenden Anschlußklemmen der Netzleitungen zur unteren Austrittsöffnung
des Kastens Schwierigkeiten. Die Leitungen müssen zwischen den Apparaten und den
sie verbindenden blanken Leitern oder, soweit dies überhaupt möglich ist, unter
den Sockeln der Steckvorrichtungen und der Sicherungselemente hergeführt werden.
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Alle diese Mängel sind bei dem den Erfindungsgegenstand bildenden
Abzweig- und Durchgangskasten beseitigt. Das Wesen der Erfindung besteht darin,
daß die Steckdosen mit ihren Steckkontakten und die Sicherungen mit ihren Anschlußkontakten
auf der Vorderseite eines gemeinsamen Isolierstoffsockels angeordnet sind, der an
seiner Rückseite mehrere durchgehende Stromführungsschienen trägt, mit denen die
vorderseitigen Kontakte der Steckdosen und Sicherungen mit Hilfe von durch Bohrungen
des Sockels nach hinten geführten Leitern, z. B. Bolzen, verbunden sind. Vorzugsweise
sind dabei die von vorn nach hinten führenden Sockelbohrungen in solcher Zahl und
Anordnung vorgesehen, daß die vorderseitigen Kontakte mit beliebigen rückwärtigen
Stromführungsschienen verbunden werden können. Die rückwärtigen Stromführungsschienen
ragen zweckmäßigerweise
an beiden Enden über den Sockel hinaus,
wobei sie an den überstehenden Enden Anschlußkleznmen für die Zu- und Ableitung=
tragen.
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Durch die neue Ausbildung gemäß der Er findung ist ein Abzweig- und
Durchgangs kasten geschaffen, der sich durch eine geringe` Zahl von Teilen und durch
einfachen Zusammenbau auszeichnet. Alle für die Steckdosen und Sicherungen erforderlichen
Kontakte werden an einem gemeinsamen Sockel montiert. Die Steckdosen und Sicherungen
werden dann durch Befestigung des gemeinsamen Sockels an der Kastengrundplatte als
zusammenhängendes Ganzes in den Kasten eingebaut. Ferner wird die Verbindung der
Steckdosen- und Sicherungskontakte miteinander und mit dem Netz vereinfacht und
erleichtert. Die Verbindungen mit dem Netz erfordern weder besondere freiliegende
Leiter noch zusätzliche Arbeit. Die Kontakte können vielmehr durch ihre Befestigungsmittel
mit dem Netz verbunden werden, in dem diese Mittel, z. B. Schraubenbolzen, durch
die Bohrungen des Sockels hindurch in Mutterbohrungen der rückwärtigen Strömführungsschienen
eingeschraubt werden. Lediglich für die Verbindung der Steckdosenkontakte mit den
Sicherungskontakten sind vornliegende Leiter erforderlich. Diese Leiter, deren Zahl
sehr klein ist, können aber ebenfalls gleichzeitig noch I eine andere Funktion erfüllen
und als Träger für die Kontakte dienen. Sie können nämlich durch die Einsteckkontakte
tragende Schienen gebildet sein. Endlich sind die Schwierigkeiten in der Unterbringung
der zum Herd weitergehenden Leitungen vermieden. Diese Leitungen werden einfach
an die in der Nähe der Austrittsöffnungen des Kastens liegenden unteren Enden der
rückwärtigen Stromführungsschienen =geklemmt, an deren oberen Enden, dicht bei der
Eintrittsöffnung des Kastens, die Netz- oder Zuleitungen anzuklemmen sind.
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Der gemeinsame Sockel für die Steckdosen und Sicherungen kann erfindungsgemäß
so eingerichtet sein, daß daran nasch Wahleine oder zwei Steckdosen und eine oder
zwei Sicherungen angebracht werden können. Ferner kann er zur wahlweisen Anordnung
von zwei bis vier rückwärtigen Stromführungsschieneneingerichtet sein. Ein und dasselbe
Sockelmodell kann somit für alle vorkommenden. Kombinationen von Steckdosen und
Sicherungen sowie auch für alle vorkommenden Stromarten benutzt werden. .
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Bei einem Sicherungskasten ist es bekannt, die Seiten- und Fußkontakte
mehrerer Sicherungen an der Vorderseite eines gemeinsamen Isolierstoffsockels anzubringen,
der an seiner Rückseite mehrere Stromführungsschienen trägt. Bei diesem Kasten dienen
die Stromführungsschienen lediglich zum Anschluß von ,...gesicherten und festverlegten
Abzweigleitun-4ien. Der Kasten enthält nur gleichartige v1,@stallationsapparate,
nämlich ausschließlich l.icherungen. Im Gegensatz dazu handelt es sich beim Erfindungsgegenstand
um einen Abzweig- und Durchgangskasten, bei dem durchgehende Netzleitungen mit Hilfe
von gesicherten Steckvorrichtungen angezapft werden. Dabei dienen die Stromführungsschienen
nicht bloß zum Anschluß von Abzweigungen, sondern gleichzeitig dazu, die Netzleitungen
ungesichert durch den Kasten hindurchzuführen. Außerdem enthält der Kasten zwei
verschiedenartige Installationsapparate; nämlich Schmelzsicherungen und Steckdosen.
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In Verbindung mit einem solchen Abzweig-und Durchgangskasten ist es
neu, die Kontakte der Steckdosen und der Sicherungen, d. h. von unterschiedlichen
Installationsapparaten an der Vorderseite eines gemeinsamen Isolierstoffsockels
anzuordnen, der an seiner Rückseite mehrere durchgehende Stroinfülirungsschienen
trägt, und es wird im Vergleich zu den vorbekannten gleichartigen Abzweig, und Durchgangskästen
ein wesentlicher technischer und wirtschaftlicher Fortschritt erzielt, wie oben
näher dargelegt.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Dabei zeigen: Fig. i eine Vorderansicht eines Abzweig-und Durchgangskastens
bei abgenommener Kappe; wobei der Kasten vier Stromführungsschienen und zwei zweipolig
gesicherte Steckdosen enthält, Fig: 2 eine Seitenansicht dazu mit Schnitt durch
die Kappe nach der gebrochenen Linie C-C in Fig. i, Fig. 3 einen Querschnitt mit
Kappe nach der Linie A-A in Fig. i, Fig. q. einen Querschnitt nach der Linie B-ß
in Fig. i bei entfernter Kappe, Fig.5 eine Vorderansicht der vier Stromschienen,
wobei der därüberliegende Isolierstoffsockel gestrichelt eingezeichnet ist, Fig.
6 eine andere Einzelheit, nämlich ein Schutzkontaktpaar, Fig.7 eine Vorderansicht
bei abgenominener Kappe, wobei der Kasten nur eine einzige einpolig gesicherte Steckdose
enthält, Fig: 8 eine Ansicht der Grundplatte von dem in Fig: 7 unteren Stirnende,
Fig. 9 einen Teilschnitt nach der Linie D-D in Fig. 7; Fig. io bis 12 schematische
Draufsiehten des Kastens bei unterschiedlichen Kombinationen von Steckdosen und
Siehexungen.
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i i ist die vorzugsweise aus Isölierpreßstoff,
gegebenenfalls
aber auch aus Metall, insbesondere Blech, bestehende Grundplatte des Kastens, die
mit Hilfe von zwei,oder mehr durch Löcher 12 der Platte hindurchgreifenden Schrauben
an der Wand befestigt wird. 13 sind die Seitenwände und 14, 14, die Decke des Kastens,
die mit den Seitenwänden 13 zu einer über die Grundplatte ii zu stülpenden Kappe
vereinigt ist. Die Decke 14, 14, enthält Öffnungen 6o, 61 zum Einsetzen von Sicherungen
und zur Einführung der beweglichen Teile der Steckvorrichtungen. An den Öffnungen
6o sind Schutzkragen 15 für die Metallgewindefassungen der Sicherungen vorgesehen,
während die Öffnungen 61 die Form von topfförmigen Vertiefungen haben, in deren
Böden Löcher für den Durchtritt der Steckstifte vorgesehen sind. Die obere und untere
Kappenstirnwand enthalten je ein Loch 62, 62" zum Durchtritt des Zuleitungs-und
des Ableitungskabels. Am oberen und unteren Ende der Grundplatte i i sind dabei
aus pfannenartigen Lagern 16, 16" und Schellen 17, 17" bestehende Zugentlastungsklemmen
zum Festlegen der Kabel angeordnet. An den Lagern 16, 16" können in die Löcher 62,
62" der Kappenstirnwände eingreifende Führungsansätze 63,63a vorgesehen sein.
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Auf der Vorderseite und in der Mitte der Höhenausdehnung der Grundplatte
i i ist ein rechteckiger, und zwar beispielsweise etwa quadratischer Isolierstoffsockel18
angeordnet, der sich mit an seiner Rückseite vorgesehenen Rippen i9 auf die Grundplatte
stützt und an dieser mittels mehrerer Schrauben 20 befestigt ist: Die Rippen i9
können dann, wenn die Grundplatte i i aus Isolierstoff besteht, fortfallen. Der
Sockel 18 weist an seiner Rückseite vier senkrecht verlaufende, beiderends .offene
Rinnen 2i auf, die zur Aufnahme von flachen Stromführungsschienen dienen. Im Beispiel
sind alle vier Rinnen 21 mit Schienen besetzt, die am Sockel durch Schrauben oder
Nieten befestigt sind. Es sind also vier Stromführungsschienen R, S, T, 0 vorhanden,
um beispielsweise einen Elektroherd an ein Drehstromnetz mit Nulleiter an- j zuschließen.
Die Enden der Stromschienen 12, S, T, 0 ragen oben und unten über den Sockel
18 heraus und sind an beiden Enden mit von vorn bedienbaren Klemmen 22, 23 versehen.
Die oberen Klemmen 22 dienen zum Anschluß der Zuleitungen, die unteren Klemmen z3
dagegen zum Anschluß der zum Herd führenden Leitungen. An seiner Vorderseite ist
der Sockel 18 zum Anbringen von Sicherungen und Steckdosen eingerichtet. Der im
wesentlichen plattenförmige Sockel weist an seiner oberen Hälfte einen rechteckigen
Vorsprung 18" auf, der zur Aufnahme der Sicherungen dient. Der Vorsprung 18" enthält
auf seiner waagerechten Mittellinie drei sich überschneidende Bohrungen 24, 25,
26, die es ermöglichen, nach Wahl entweder zwei seitlich der senkrechten Mittellinie
des Sockels liegende Sicherungen oder eine einzige Sicherung auf dieser Mittellinie
anzuordnen. Die Bodenfläche der von den drei Bohrungen 24 bis 26 gebildeten Höh-'
lang ,ist mit einer waagerecht verlaufenden flachen Rinne 27 zum Einlegen von Stromschienen
oder Laschen versehen. Ferner sind hier vier nach hinten durchgehende Bohrungen
28, 29, 30, 31 vorgesehen, deren hintere Enden in die Rinnen 2i bzw. auf die vier
Stromschienen R; S, T; 0 münden. Die Schienen sind dabei reit zu den Bohrungen 28
bis 31 gleichartigen Löchern 28a, 29a, 30a, 3 1a versehen, die gegebenenfalls als
Mutterbohrungen ausgebildet sind.
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Im Beispiel nach Fig. i bis 4 sind zwei seitliche Sicherungen angeordnet.
Zu dem Zwecke sind zunächst am Boden der Höhlung des Sockelvorsprunges 18" gleichachsig
zu den beiden seitlichen Bohrungen 24, 26. zwei Fußkontakte 32 und 33 für die Sicherungen
angeordnet. Die Fußkontakte befinden sich in den bei sogenannten Diazetsicherungen
üblichen kleinen, topfförmigen Isolierkörpern 38, die in bekannter Weise dazu dienen,
das Einsetzen von Sicherungsstöpseln für eine höhere als die vorgeschriebene Nennstromstärke
zu verhindern. (In Fig. i ist rechts der Fußkontakt 33 entfernt, um andere Teile
sichtbar zu machen.) Die beiden Fußkontakte 32 und 33 sitzen an Metallaschen 34,
35, die je durch einen Bolzen 36, 37 gehalten sind, der gleichzeitig zur elektrischen
Verbindung mit einer rückwärtigen Stromschiene dient. Im Beispiel sind die Bolzen
36, 37, die entweder als Schrauben oder als Nieten ausgebildet sein können, in den
Sockelbohrungen 29, 3o angeordnet und verbinden so die Fußkontakte 32, 33 mit den
hinter diesen Bohrungen liegenden rückwärtigen Stromschienen S bzw. T. Wenn die
Fußkontakte mit anderen Schienen, z. B. R und 0, verbunden werden sollen, werden
die Bolzen 36, 37 gleichachsig zu den Fußkontakten angeordnet und durch die Bohrungen
28, 31 des Sockels geführt, wobei die Laschen 34, 35 wegfallen können. Es können
aber auch Laschen anderer Länge vorgesehen werden, wodurch es möglich ist, die Fußkontakte
an jede beliebige Stromschiene anzuschließen. An der Stirnfläche des Sockelvorsprunges
18" sind zwei Metallgewindefassengen 39, 40 so befestigt, daß sie gleichachsig zu
den beiden seitlichen Bohrungen 24, 26 des Vorsprunges 18" sitzen. Die von den Fußkontakten
elektrisch getrennten Metallgewindefassungen dienen zum Einschrauben der Sicherungsstöpsel
und ragen in die an der Kappendecke 1q.,14, vorgesehenen Schutzkragen
15
hinein. Sie sind mit den Einsteckkontakten zweier am unteren Teil des Sockels i&
angeordneter Steckdosen verbunden: Zu dem Zwecke ist an dem in Fig. i linken Metallgewinde
39 eine Metallschiene 41 befestigt, die an der unteren Wand des Sockelvorsprunges
18" hochkant stehend angeordnet ist und die oberen Einsteckkontakte 42; 43 der beiden
Steckdosen trägt. Ferner ist das in Fig. i rechte Metallgewinde 4o durch einen schienenförmigen
Leiter 44 mit einer (vorzugsweise mit 44 einstückigen) Metallschiene 45 verbunden,
die in der Nähe des unteren Randes des Sockels i8 in einer hier vorgesehenen waagerechten,
rinnenförmigen Vertiefung 47 ä. B. mittels einer mittleren Schraube 46 gehalten
ist. An dieser Schiene sind die unteren Einsteckkontakte 42a, 41, der beiden Steckdosen
befestigt. Je ein oberer und ein unterer Einsteckkontakt 42, 42a und 43, 43a bilden
ein zusammengehöriges Paar. Die beiden Paare von Einsteckkontakten liegen je unter
einer der beiden in der Käppendecke vorgesehenen, zur Aufnahme von beweglichen Steckerteilen
dienenden Öffnungen oder Vertiefungen 6i. Wie ersichtlich, sind dadurch zwei Steckvorrichtungen
geschaffen, die durch zwei gemeinsame Sicherungen zweipolig gesichert sind. Die
Steckvorrichtungen können mit Schutz-oder Endungskontakten versehen sein. Zu dem
Zwecke ist zwischen den oberen und unteren Einsteckkontakten 42, 43 und
42a, 43a
in einer zweiten rinnenförmigen Vertiefung 4.8 der unteren Sockelhälfte
eine Metallschiene 49 befestigt, die an ihrem einen, in Fig. i linken Ende eine
von vorn bedienbare Klemme 50 zum Anschluß einer Erdleitung trägt, während
sie an mehreren Stellen Bohrungen 52 zur Befestigung der üblichen federnden Kontaktpaare
51 trägt, die, durch Schlitze der Wände der Vertiefungen 61 hindurchgreifend, mit
am beweglichen Steckertcil vorgesehenen Schutzkontakten in Berührung treten. Ein
solches an sich bekanntes Paar von Schutzkontakten 51, das in Fig. 6 für sich in
Seitenansieht herausgezeichnet ist, ist in Fig. i links dargestellt. Es ist hier
der einfachen Darstellung halber angenommen, daß lediglich die linke Steckvorrichtung
einen Erdungskontakt aufweist. Natürlich kann an der Schiene 49 bei der rechten
Steckvorrichtung eingleiches Paar von Schutz- oder Endungskontakten angeordnet werden.
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Die in Fig. i bis 5 dargestellte Vorrichtung kann in einfacher Weise
dahin abgeändert werden, daß die beiden Steckvorrichtungen 42, 42a und 43, 43a je
für sich einpolig gesichert sind. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß
die beiden oberen Einsteckkontakte 42 und 43 je an einer besonderen Schiene sitzen
und eine der beiden Schienen mit der" Gewindefassung 3p.- der linken und die andere
mit der Gei .defassung 4ö der rechten Sicherung verbu,sden ist. Die Schiene 44,
welche die Gewindefassung 4o mit der in Fig: i bis 5 die beiden unteren Einsteckkontakte
tragenden Schiene 45 verbindet, fällt weg. Statt dessen wird die Schiene 45 mit
einer der rückwärtigen Stromschienen verbunden. Um dies zu ermöglichen, sind unter
der Schiene 45 im Sockel 18 vier nach hinten gehende Bohrungen 53, 54, 55,
56 vorgesehen, die auf die hinteren Rinnen 21 bzw. auf in den rückwärtigen Stromschienen
R; S, T, G> vorgesehene Löcher 53" 54a, 55a, 56" münden, so daß man durch
eine beliebige Bohrung einen Verbindungsbolzen hindurchführen kann (Fig. q.). Beispielsweise
kann man die die unteren Einsteckkontakte 42a, 43, tragende Schiene 45 mit dem Nulleiter
oder auch mit irgendeinem der drei Phasenleiter verbinden. Natürlich müssen dann
die Fußkontakte 3-2, 33 der beiden Sicherungen mit einem anderen Leiter verbunden
werden. Sie können dabei je an einen getrennten Leiter angeschlossen sein, man kann
sie aber auch an einen gemeinsannen Leiter anschließen, indem die Fußkontakte 32,
33 an einer in der Rinne 27 liegenden gemeinsamen Schiene oder Lasche sitzen, die
durch einen Bolzen, der durch eine der vier Bohrungen 38 bis 31 hindurchgeht, mit
der jeweils gewünschten rückwärtigen Stromschiene verbunden ist. Gegebenenfalls
ist es auch möglich, die beiden unteren Einsteckkontakte 42a, 43, j e an einen besonderen
Leiter anzuschließen. In diesem Falle wird die die Kontakte tragende Schiene 45
geteilt, und es wird jede Hälfte der Schiene durch einen Bolzen, der durch eine
der Bohrungen 53 bis 56 hindurchgeführt ist, mit einer der rückwärtigen Stromschienen
verbunden.
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Wenn der Kasten nur eine Steckdose zu erhalten braucht, werden nach
Fig. 7 auf der senkrechten Sockelmittellinie zwei Einsteckkontakte, nämlich ein
oberer und ein unterer i Kontakt 42i,, 42, angeordnet. Die Steckvorrichtung kann
dabei wahlweise zwei- oder einpolig gesichert sein. Bei zweipoliger Sicherung wird
der obere Kontakt 42b wieder ähnlich wie in Fig. i bis 5 an einer mit dein Metallgewinde
39 der linken Sicherung verbundenen Schiene 44 der andere Einsteckkontakt 42a dagegen
an der Schiene 45 angeordnet, die mit dem Metallgewinde 4o der rechten Sicherung
durch den Leiter44 in elektrischer Verbindung steht. Wird eine nur einpolige Sicherung
gewünscht, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist, dann wird einerseits am Boden der
Höhlung des kastenförmigen Sockelvorsprunges 18" gleichachsig zur mittleren Bohrung
25 dieses Vorsprunges ein von einem topfförmigen Isolierkörper 38 umgebener Fußkontakt
32b
angeordnet und mit einer rückwärtigen Stroinführs-;ngsschiene, z. B. S, durch eine
Lasche 3¢b unci fiüien Bolzen 36L verbunden, anderseits wird an der Decke des Sokkelvorsprunges
IS" eine Metallgewindefassung 39b für eine Sicherung so befestigt, daß sie vor der
mittleren Bohrung z5 des Sockelvorsprunges liegt. Mit dieser Metallfassung 39b ist
der obere Einsteckkontakt q.2b durch eine ihn tragende Schiene 4.11, verbunden,
während der untere Einsteckkontakt 42, durch die Schiene 45b und einen z. B. durch
die Bohrung 56 gehenden Bolzen 57 mit einer anderen rückwärtigen Stromführungsschiene,
z. B. o, elektrisch verbunden ist. An der Schiene 49 kann wieder ein Schutzkontaktpaar
befestigt werden, und zwar jetzt in der Mitte der Schiene.
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Eine weitere Ausführungsmöglichkeit besteht darin, daß man zwei Steckvorrichtungen
durch eine gemeinsame Sicherung nur einpolig sichert. In diesem Falle wird die in
Fig. 7 gezeigte Anordnung der Sicherung benutzt und dabei am Metallgewinde dieser
Sicherung eine die beiden oberen Einsteckkontakte tragende Schiene angebracht, während
die beiden unteren Einsteckkontakte an einer in der Rinne 47 liegenden Schiene befestigt
sind, die durch einen Bolzen mit einer rückwärtigen Stromschiene verbunden ist.
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Die Bolzen 36, 37, 36b und 57 zur elektrischen Verbindung der Fußkontakte
32, 33 und 32a der Sicherungen und der unteren waagerechten Schiene 4.5 mit
den rückwärtigen Schienen R, S, T, 0 dienen gleichzeitig zur Befestigung der Kontakte
32, 33, 32" und der Schiene 45. Sie können ferner zugleich die Befestigungsmittel
für die rückwandigen Stromführungsschienen R, T, S, 0 bilden, so daß diese
nur insoweit durch besondere Schrauben oder Nieten' befestigt zu werden brauchen,
als sie keine Verbindung mit vorderseitigen Kontakten haben.
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Wie ersichtlich, sind mit der neuen Einrichtung alle denkbaren Kombinationen
von Steckdosen und Sicherungen möglich. An der Bauart des Sockels wird in keinem
Falle etwas geändert, sondern es brauchen nur die Kontaktteile der Sicherungen und
der Steckdosen an dem für alle Fälle einheitlichen Sockel in entsprechender Weise
angeordnet und miteinander bzw. finit den rückwärtigen Stromführungsschienen verbunden
zu werden. Die Decke der Kappe 13, Iq., 1q." muß natürlich je nach der Zahl der
Sicherungen und Steckvorrichtungen eine besondere Ausbildung haben, und zwar muß
sie je nach Bedarf eine oder -zwei Öffnungen 6o für die Sicherungen und eine oder
zwei Öffnungen oder Vertiefungen 61 für die Steckvorrichtungen enthalten.
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Um auch hinsichtlich der Kappe eine Vereinfachung in der Fabrikation
und Lagerhaltung zu erzielen, erhält sie insofern eine besondere Ausbildung, als
ihre Decke 14, i.4" zweiteilig ausgeführt ist. Die Decke bestellt nämlich, wie aus
den Fig. a und io bis 12 ersichtlich ist, aus zwei mit den Seitenwänden 13 der Kappe
einstöckigen Endteilen 14 und einem ein Stück für sich bildenden, vorzugsweise rechteckigen
oder quadratischen Mittelteil 14", der die zwischen den mittleren Teilen der Seitenwände
13 und den Endteilen 14 der Kappendecke verbleibende rechteckige Öffnung abschließt.
Dieser -Mittelteil 14." greift einerseits in diese Öffnung hinein, so daß er genau
zentriert ist, anderseits übergreift er die Ränder der Öffnung, so daß diese verdeckt
sind und ein gutes Aussehen erreicht ist. Der Mittelteil 14." enthält je nach Bedarf
entweder, für das Ausführungsbeispiel nach Fig. i bis 5, zwei obere Öffnungen 6o
für die Sicherungen und zwei untere Öffnungen oder Vertiefungen 61 für die Steckvorrichtungen
(siehe Fig. io) oder, für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 7, je eine obere und
eine untere Offnung bzw.Vertiefung 6o und61 (sieheFig. i2). Soll der Kasten eine
einzige zweipolige, gesicherte Steckvorrichtung aufnehmen, dann erhält der Deckenmittelteil
14", wie in Fig. i i gezeigt, zwei obere Öffnungen 6o für die Sicherungen und eine
untere Öffnung oder Vertiefung 61 für die Steckvorrichtung. Gegebenenfalls kann
auch noch eine vierte Ausführungsform des Mittelteiles mit zwei öffnungen oder Vertiefungen
für den Eingriff von beweglichen Steckerteilen und einer öffnung für das Einsetzen
einer Sicherung vorgesehen werden für den Fall, daß zwei Steckvorrichtungen durch
eine einzige Sicherung einpolig gesichert werden sollen. Wie ersichtlich, ist hierdurch
erreicht, daß lediglich für die Mittelteile i-." der Kappendecke mehrere unterschiedliche
:Modelle notwendig sind, während für den aus den Seitenwänden oder dem Umschweif
13 und den Endteilen 14 der Decke bestehenden Grundkörper, der ja in allen Fällen
verwendbar ist und je nach Bedarf durch den einen oder anderen Mittelteil ergänzt
wird, ein einziges Modell genügt.
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Die Kappe 13, 14., Iq." wird mittels mehrerer Schrauben an der Grundplatte
i i oder am Sockel i6 befestigt. In Fig. io bis 12 sind zwei seitliche, durch Löcher
des Mittelteiles i4" der Kappendecke hindurchgreifende Befestigungsschrauben 64
vorgesehen. Diese Schrauben übergreifen mit ihren Köpfen die Lochränder des Mittelteiles
1¢", der seinerseits dadurch, daß er die Endteile 1q. und die mittleren Teile der
Kappenseitenwände 13 übergreift, den Grundkörper 13, Iq. der Kappe an Ort hält.
Die Befestigungsschrauben 64 können in lbhitterbohrungen der Köpfe der zum Befestigen
des Sockels IS an der Grundplatte
i i dienenden Schrauben zo (Fig.
i und eingezogen sein. Um unbefugte Eingriffe in den Anschlußkasten zu verhindern,
werden die Befestigungsschrauben 64 der Kappe zweckmäßig plombiert. Aus diesem Grunde
erhalten die Köpfe dieser Schrauben Querbohrungen, während neben ihnen am Mittelteil
14" der Mappendecke nicht gezeichnete Nocken vorgesehen sind, die ebenfalls Ouerbohrungen
für die .\ufitalime eines Ploinhendrahtes enthalten.
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Die am oberen und unteren Ende der Grundplatte ii vorgesehenen Zugentlastungsklemmen
für die Kabel können so eingerichtet sein; daß sie auf verschiedene Kabeldicken
passend gemacht werden können. Dies ist gemäß Fig. 7 unten und Fig. S und
9 dadurch erreicht, daß die an den Enden der Grundplatte vorgesehenen Lager
16, 16" mit auswechselbaren Lagerschalen 65 versehen sind, die zweckmäßig mittels
eines in eine Aussparung des Lagerkörpers 16 oder 16" eingreifenden Vorsprungs,
z. B. einer Rippe 66, gegen Verschiebung gesichert sind. Je nach der Dicke des Kabels
werden Lagerschalen 67 und Bügel oder Schellen 17, 17a, von anderer, zum jeweiligen
Kabel passender lichter Weite verwendet. Gewünschtenfalls können die Schalen 65
mit Gummi ausgelegt sein oder ganz aus Gummi bestehen; Ebenso können die festen
Lager 16,16« gegebenenfalls mit Gummi ausgelegt sein.
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Es ist ferner möglich, den Kasten an beiden Leitungseinführungsstellen
oder wenigstens am oberen Ende mit einer Stopfbuchse zum abgedichteten Einführen
des Kabels zu versehen, um zu verhindern, daß außen am Kabel herabsickernde Feuchtigkeit
(Kondenswasser) in den Kasten gelangt. Ein Beispiel hierfür ist in Fig. 7 oben gezeigt.
Dabei ist mittels der Schelle 17 im Lager 16 eine Stopfbuchse 67 befestigt, die
in bekannter `-'eise einen an das Kabel anzupressenden Gummiring enthält, der mittels
eines in der Buchse verschraubbaren Gewindenippels 68 zusammengedrückt werden kann.
Wenn eile Stoffbuchse angewendet -wird, wird man natürlich den hasten auch an anderen
Stellen, und zwar insbesondere an den Berührungsstellen von Grundplatte und Kappe,
flüssigkeitsdicht ahschließen, indem zwischen Grundplatte und Kappe eine Gummidichtung
eingeschaltet wird.
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In den Beispielen ist angenommen, daß der Abzweig- und Durchgangskasten
für Drehstrom mit Nulleiter verwendet werden soll, aus welchem Grunde vier Stromführungsschienen,
nämlich drei Phasen- und ein 11u11-leiten vorgesehen sind. Die Zahl der rückwärtigen
Schienen kann natürlich ganz nach Bedarf oder Wunsch geändert werden. So könnten
an Stelle von vier auch drei oder gar nur zwei rückwärtige Stromschienen angeordnet
-werden, je nachdem ob der Elektroherd ohne Nulleiter an Drehstrom angeschlossen
werden soll, oder ob von einem Drehstromnetz nur zwei Phasen mit oder ohne Nulleiter
an-,gezapft werden sollen, oder ob der Anschluß an ein Wechselstrom- oder an ein
Gleichstromnetz zu erfolgen hat. Der Sockel kann in allen Fällen unverändert verwendet
werden. Es bleibt einfach bei einer geringeren Zahl von Stromschienen ein Teil der
an der Rückseite des Sockels zS für diese Schienen vorgesehenen Rinnen 21 leer.
Der neue Abzweig-und Durchgangskasten ist also auch ohne weiteres für jede beliebige
Stromart geeignet.
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Natürlich sind im Rahmen der Erfindum` noch andere als die gezeichneten
Ausführungen möglich. So könnte man beispielsweise Abzweig- und Durchgangskästen
bauen, deren Sockel auf der Rückseite nur für die Anbringung von drei oder, bei
Gleich- und Wechselstrom, von zwei Stromfiihrungsschienen eingerichtet ist. Ferner
könnte man unterschiedliche Sockel für eine und zwei Steckvorrichtungen und für
eine und zwei Sicherungen ausführen. In diesem Falle würde z. h. der Sockelvorsprung
18" entweder nur eine mittlere Bohrung 25 oder nur zwei seitliche Bohrungen
294, 26 enthalten. Die dargestellte Sokkelform ist jedoch deshalb vorzuziehen, weil
ein und derselbe Sockel für alle vorkommenden Fälle geeignet ist.
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Beim neuen Abzweig- find l)urclig<tligskasten können natürlich
an Stelle von sog. Diäzetsicherungen andere Sicherungen verwendet werden, z. B.
Sicherungen nach dein Longizetsystem, Glaspatronensicherungen, Stecksicherungen
o. dgl. Ferner können die Sicherungen, wie bei Sicherungselementen für Hausinstallationen
bekannt, durch kleine Selbstschalter in Form von Sicherungsstöpseln ersetzt werden.
Ferner ist die Ausbildung der Einsteckkontakte nicht auf die gezeigten Beispiele
beschränkt. So könnten an Stelle der dargestellten federnden Einsteckkontakte starre
Steckerhülsen angeordnet sein. Ferner können die Steckkontakte beliebig profiliert,
also beispielsieeisc statt, wie gezeichnet, rund auch flach und eckig sein.
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Wenn unmittelbar bei dein Abzweig- und Durchgangskasten ein Schalter
zum Abschalten des angeschlossenen Elektroherdes angebracht werden soll, kann der
aus der Grundplatte i i und der Kappe 13, 14 bestehende Kasten so eingerichtet sein,
daß seine untere Stirnwand ganz oder teilweise entfernbar ist und an der dadurch
geschaffenen Öffnung die Schalterlose mit einer entsprechenden üfnung unmittelbar
angesetzt werden kann. Durchgangslasten und 'Schalterdose können dabei gewiinschtenfalls
mit ineinandergreifenden Führungen
versehen sein, um Kasten und
Dose fest miteinander zu kuppeln. Die Vertiefungen 61 des Mittelteiles 14" der Kappendecke
können gegebenenfalls entbehrt werden, beispielsweise dann, wenn die Steckvorrichtungen
keine Erdungskontakte aufweisen. In diesem Falle brauchen auf der unteren Hälfte
des Deckenmittelteiles 14Q lediglich ein oder zwei Paare von Durchtrittsöffnungen
für die Steckerstifte vorgesehen zu werden. Man kann dabei die Einsteckkontakte
42 usw. am Sockel 18 entsprechend höher legen. Es ist natürlich auch möglich, die
Kappe in der Höhe abzusetzen, derart, daß die untere Hälfte der Kappendecke tiefer
gelegt, also den Einsteckkontakten genähert wird.