DE658784C - Verfahren und Einrichtung zur roentgenographischen Darstellung einer planparallelen Koerperschicht - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur roentgenographischen Darstellung einer planparallelen Koerperschicht

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DE658784C
DE658784C DEC49382D DEC0049382D DE658784C DE 658784 C DE658784 C DE 658784C DE C49382 D DEC49382 D DE C49382D DE C0049382 D DEC0049382 D DE C0049382D DE 658784 C DE658784 C DE 658784C
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    • A61B6/44Constructional features of apparatus for radiation diagnosis
    • A61B6/4429Constructional features of apparatus for radiation diagnosis related to the mounting of source units and detector units
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur röntgenographischen Darstellung einer planparallelen Körperschicht Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren und eine Einrichtung zur röntgenographischen Darstellung einer planparallelen Körperschicht.
  • Das Verfahren nach der Erfindung benutzt in an sich bekannter Weise eine zur röntgenographischen Darstellung von Körperschnitten dienende Einrichtung mit gegenläufig beweglichem Röhren- und Bildträger, bei der unter fortschreitender Verlagerung der Schnittebene das Summenbild aller innerhalb der planparallelen Körperschicht liegenden parallelen Körperschnitte wiedergegeben wird.
  • Erfindungsgemäß erfolgt innerhalb der Zeit, in der Röhre und Bildträger ihre zur Darstellung eines Körperschnittes sonst erforderlichen Gesamtbewegungen ausführen, die Aufzeichnung auf einer und derselben photographischen Schicht.
  • Im Sinne der Erfindung kann die zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung dienende Einrichtung so aufgebaut sein, daß der Teil der mechanischen Verbindung zwischen Röhre und photographischer Schicht, dessen Einstellung den jeweils zur Darstellung gelangenden Körperschnitt bestimmt oder die Lagerungsplatte für den Körper zwangsläufig mit den Bewegungen von Röhre und photographischer Schicht senkrecht zu der abzubildenden Körperschicht durch mechanische Kopplung in mehreren Schritten oder kontinuierlich um eine der Dicke der Körperschicht entsprechende Strecke verschoben werden. Hierbei ist es möglich, die Geschwindigkeit, mit der der Teil der mechanischen Verbindung zwischen Röhre und photographischer Schicht oder die Lagerungsplatte während der Aufnahme verschoben wird, relativ zur Geschwindigkeit von Röhre und photographischer Schicht zu verändern.
  • Die bisher bekannten Verfahren zum röntgenographischen Darstellen von Körperschnitten führen in Wirklichkeit zur Darstellung einer dünnen Körperschicht. Ihre Dicke ist unter sonst gleichen Umständen um so kleiner, je größer man die Amplitude des beweglichen Röhrenfokus wählt.
  • Wenn im obigen und im nachfolgenden der Ausdruck Körperschnitt gebraucht worden ist und werden wird, so ist im Sinne des Gesagten stets eine dünne Körperschicht gemeint. Demgegenüber soll im folgenden unter Körperschicht die im Vergleich zum Körperschnitt beträchtlich dickere Schicht verstanden sein, die beim Anwenden des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens zur Darstellung gelangt, wenn man dabei dem Röhrenfokus die gleiche Amplitude wie beim Anwenden des bisher bekannten Körperschnittverfahrens erteilt.
  • Da man beim Anwenden des bisher bekannten Körperschnittverfahrens jeweils nur eine verhältnismäßig dünne Körperschicht abbilden kann, so muß man, um die Beschaffenheit eines dickeren Objektes, beispielsweise der Lunge, kennen zu lernen, eine große Zahl von Körperschnitten abbilden. Das hat den Nachteil im Gefolge, daß eine große Menge Filmxriaterial verbraucht wird und daß man den Kranken einer verhältnismäßig großen Röntgenbeanspruchung aussetzt.
  • Um gewissermaßen ein Modell eines dickeren" Körperteils zu gewinnen, ist vorgeschlagen w q, =` den, die unter fortschreitender Tiefenverstellung des Körperschnittgerätes nacheinander gewonnenen Körperschnittaufnahmen aufeinander zu schichten. Dieses Verfahren führte praktisch nur zum Ziel, wenn es möglich wäre, bei gleichzeitiger Betrachtung der aufeinandergeschichteten Aufnahmen den Eindruck des Körperhaften zu gewinnen. Das ist aber schon aus dem Grunde nicht möglich, weil das Betrachten zweier oder mehrerer vor einem Schaukasten aufgeschichteter Aufnahmen stets nur den Eindruck eines Planbildes, niemals jedoch den eines körperlichen Gebildes ergibt. Dazu kommt, daß solch gleichzeitiges Betrachten mehrerer Bilder nur ins Auge gefaßt werden könnte, falls sie alle unterbelichtet wären. Wäre das aber der Fall, so wäre jede der Aufnahmen für sich betrachtet diagnostisch nicht verwertbar.
  • Um einen Überblick über die innere Beschaffenheit eines dickeren Körpergebildes zu gewinnen, ist weiter vorgeschlagen worden, den auf einem Leuchtschirm sichtbaren Körperschnitt unter fortgesetzter Tiefenverstellung des Gerätes durch den ganzen Körperteil wandern zu lassen. Dieses Verfahren ist praktisch nicht ausführbar, weil man der Röhre und der Bildschicht so große Geschwindigkeiten, wie sie zur Gewinnung eines Körperschnittschirmbildes notwendig wären, nicht erteilen kann; müßte man doch den Vorgang, der bei der photographischen Aufnahme zur Gewinnung einer Körperschnittaufnahmeerforderlich ist, beim Durchleuchtungsverfahren sekundlich öfter vor sich gehen lassen. Aber selbst wenn der Vorschlag verwirklichbar wäre, so gewänne man in jedem Augenblick nur das Bild je eines Körperschnittes, d. h. einer sehr dünnen Körperschicht.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es möglich ist, auf einer photographischen Schicht eine Körperschicht größerer Dicke als die eines Körperschnittes zu gewinnen, falls man innerhalb der Zeitspanne, in der beim Anwenden des an und für sich bekannten Körperschnittverfahrens ein Körperschnittbild zustande kommt, eine Tiefenverstellung in mehreren Schritten oder kontinuierlich vornimmt.
  • Das Zustandekommen des Schichtbildes nach der Erfindung wird an Hand von Abb. i erläutert.
  • Hier liegt die Voraussetzung zugrunde, daß der Röhrenfokus während der Aufnahme in einer zur Mittelebene der darzustellenden Körperschicht senkrechten Ebene ein Kreisbogenstück beschreibt. Weiter ist vorausgesetzt, daß sich das Verstellen der Röhre und der Bildschicht relativ zum Körper schrittweise, und zwar während der Aufnahme im ganzen in fünf Schritten vollzieht. Während der ersten Phase der Aufnahme bewege sich der Fokus auf den zum .'P'gnkt0lkonzentrischen KreisbogenstückAl-Bl. 'Wahrend dieses Vorganges kommt ein Körperschnitt, d. h. eine dünne Körperschicht, zur Darstellung, deren Mittelebene ml ist. Sobald der Röhrenfokus in B1 angelangt ist, wird das Röhrenbildschichtsystem relativ zum Körper um die Strecke 0l-02 gesenkt. Der Röhrenfokus, der hierbei von Bi nach B2 gesenkt ist, beschreibt sodann in der zweiten Phase seiner Bewegung das zu OZ konzentrische Kreisbogenstück B2 C2. Sobald der Fokus in C2 angelangt ist, wird das Körperbildschichtsystem wieder wie vorhin gesenkt, worauf der Fokus das zu 03 konzentrische Kreisbogenstück C3--D3 beschreibt USW.
  • Während dieses fünfstufigen Vorganges werden bei jedem Einzelvorgang je ein Körperschnitt, und zwar der Reihe nach die Körperschnitte mit den Mittelebenen n11, m2, m3 usw. klar abgebildet, wobei die jedem einzelnen benachbarten Körperschnitte ein wenig verwischt werden, und zwar in um so stärkerem Ausmaße, je größer die Differenz ihrer Ordnungszahl ist. Es kommt dabei ein Summationseffekt zustande, bei dem begreiflicherweise die äußersten Körperschnitte, im Ausführungsbeispiel ml und m6, am meisten verwischt sind, wogegen m2 und m4 nur wenig und m3 am allerwenigsten verwischt sind. Es kommt also ein Kernstück der zwischen den Ebenen in, und m, liegenden Körperschicht zur Darstellung; wie die Erfahrung zeigt, gelangt eine Körperschicht zur Abbildung, deren Dicke ein Mehrfaches der Körperschicht ist, die beim Anwenden des Körperschnittverfahrens zur Abbildung gelangt.
  • Zweckmäßig führt man das Verfahren nach der Erfindung nicht bei schrittweisem Verstellen des Körperbildschichtsystems relativ zum Körper, sondern bei möglichst gleichförmigem kontinuierlichen Verschieben durch.
  • Eine Einrichtung, die nach dem Verfahren der Erfindung arbeitet, ist in Abb. 2 beispielsweise veranschaulicht.
  • = ist der doppelarmige Hebel, der auf der einen Seite die Röntgenröhre 2 und auf der anderen Seite eine Achse 3 trägt, um die die mittels in der Zeichnung nicht dargestellter Lenker stets zu sich selbst parallel gehaltene bildaufsaugende Schicht q. frei drehbar ist. Die Drehachse 5 des Doppelhebels ist an einem Vierkant 6 befestigt, der innerhalb der festen Stütze 7 durch Drehung der in ihr gelagerten Schraubenspindel 8 lotrecht verschiebbar ist. Fest auf der Drehachse 5 des doppelarmigen Hebels z sitzt der Zahnkranz g, der über eine Zahnradübersetzung io mit dem auf dem Vierkant 6 gelagerten Elektromotor ii gekuppelt ist. Die Schraubenspindel 8 ist über die Zahnradübersetzung 12 mit dem auf der Stütze 7 fest gelagerten Elektromotor 13 gekuppelt. Die beiden Elektromotoren ii und 13 sind, über den gleichen selbsttätigen Schalter 14 an das Netz 13 angeschlossen.
  • Sobald der Schalter 14 geschlossen wird, werden gleichzeitig beide Motoren ii und i3 in Betrieb gesetzt. Dadurch wird der doppelarmige Hebel i aus der in der Zeichnung dargestellten Anfangsstellung in die durch die gestrichelte Linie i' gekennzeichnete zweite Endlage gebracht. In der Zeitspanne, in der sich diese Drehbewegung des Hebels i vollzieht, wird durch den Motor 13 die Spindel 8 in solchem Ausmaß verdreht, daß sich der Vierkant 6 und damit die Drehachse 5 des doppelarmigen Hebels i um eine Strecke lotrecht verschieben. Kurz bevor der Doppelhebel in seine Endstellung gelangt, wird durch einen von ihm betätigten Kontakt der Stromkreis der Elektromagnetentwicklung des selbsttätigen Schalters 14. geschlossen. Dadurch werden die beiden Motoren ii und 13 außer Betrieb gesetzt.
  • Der Hub der Achse 5 ist durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses der Zahnradübersetzung 12 oder dadurch, daß die Umdrehungszahl des Motors 13 mittels an und für sich bekannter Mittel verändert wird, veränderbar. Er wird jeweils so bemessen, daß er der Dicke der darzustellenden Körperschicht angeglichen ist.
  • Statt der Achse 5 des doppelarmigen Hebels i kann in gleicher Weise auch die in der Zeichnung nicht dargestellte Lagerungsplatte, auf der der darzustellende Körper ruht, durch den Elektromotor 13 verschoben werden.
  • Auch kann man die Achse 5 des doppelarmigen Hebels oder die Lagerungsplatte, auf der der darzustellende Körper ruht, während der Aufnahme um eine Mittellage hin und her pendeln lassen.
  • Die Drehachse des doppelarmigen Hebels i kann mit der Schraubenspindel 8 auch mechanisch gekoppelt sein. In diesem Falle muß das Übersetzungsverhältnis der Koppelung veränderbar sein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zurröntgenographischenDarstellung einer planparallelen Körperschicht unter Verwendung einer zur röntgenographischen Darstellung von Körperschnitten dienenden Einrichtung mit gegenläufig beweglichem Röhren- und Bildträger, bei der unter fortschreitender Verlagerung der Schnittebene das Summenbild aller innerhalb der planparallelen Körperschicht liegenden parallelen Körperschnitte wiedergegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Zeit, in der Röhre und Bildträger ihre zur Darstellung eines Körperschnittes sonst erforderlichen Gesamtbewegungen ausführen, die Aufzeichnung auf einer und derselben photographischen Schicht erfolgt.
  2. 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil (Drehachse 5 o. dgl.) der mechanischen Verbindung (i) zwischen Röhre (2) und photographischer Schicht (4), dessen Einstellung den jeweils zur Darstellung gelangenden Körperschnitt bestimmt, oder die Lagerungsplatte für den Körper zwangsläufig mit den Bewegungen von Röhre (2) und photographischer Schicht #(4) senkrecht zu den abzubildenden Körperschichten durch mechanische Koppelung (z. B. Rädertrieb 9, To, Elektromotoren ii und 13, Räderwerk 12) in mehreren Schritten oder kontinuierlich um eine der Dicke der Körperschicht entsprechende Strecke verschoben wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit, mit der der Teil (5) oder die Lagerungsplatte während der Aufnahme verschoben wird, relativ zur Geschwindigkeit von Röhre (2) und photographischer Schicht (4), z. B. durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Räderwerkes (12), der Umdrehungszahl des Motors (13) o. dgl., veränderbar ist.
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