DE64304C - Bohrkopf mit einstellbaren Klemmbacken - Google Patents
Bohrkopf mit einstellbaren KlemmbackenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B29/00—Holders for non-rotary cutting tools; Boring bars or boring heads; Accessories for tool holders
- B23B29/03—Boring heads
- B23B29/034—Boring heads with tools moving radially, e.g. for making chamfers or undercuttings
- B23B29/03403—Boring heads with tools moving radially, e.g. for making chamfers or undercuttings radially adjustable before starting manufacturing
- B23B29/03407—Boring heads with tools moving radially, e.g. for making chamfers or undercuttings radially adjustable before starting manufacturing by means of screws and nuts
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Bohrkopf der unter Patent No. 61615 patentirten Art.
Derselbe besitzt eine lose gelagerte Kreuzscheibe, welche eine der Oldham'sehen
Wellenkupplung entsprechende Kupplung für den Antrieb des durch Stellbacken festgehaltenen
Bohrers bildet. Die neue Anordnung hat vor der früheren den Vortheil, dafs die seitlichen
Einpafsaussparungen entbehrlich gemacht sind, die bei der Anfertigung des Bohrkopfes bezw.
Bohrfutters eine besondere Herausarbeitung bedingen. Die die Kreuzscheibe aufnehmende
Aussparung ist bei dem neuen Futter einfach cylindrisch und kann zugleich die Befestigungshülse für die Bohrspindel bilden.
Die Vorderseite des Futters ist durch eine Stirnplatte gedeckt, die vermöge einpassender
Rippen das Auftreiben des Futterkörpers verhindert.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Vorderansicht des mit der Deckplatte
versehenen Futters,
Fig. 2 eine Vorderansicht desselben ohne die Deckplatte,
Fig. 3 eine perspectivische Innenansicht der Deckplatte,
Fig. 4 zum Theil Ansicht, zum Theil Schnitt
nach der Linie y-y von Fig. 5,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Futters,
Fig. 6 ein Längsschnitt nach der Linie x-x von Fig. i,
Fig. 7 ein ebensolcher Schnitt in einer Ebene, die senkrecht steht zu der Schnittrichtung der
Kg·.6;
Fig. 8 veranschaulicht in Vorder- und Hinteransicht die als Treiber oder Mitnehmer dienende
Kreuzscheibe, sowie das Ende der Bohrspindel;
Fig. 9 zeigt eine der prismatisch geführten Stellbacken bezw. von der Unterseite, von der
gezahnten Seite und von der Oberseite gesehen ;
Fig. 10 ist die Seiten- und Endansicht eines zugehörigen Bohrerschaftes;
Fig. 11 und 12 veranschaulichen eine abgeänderte
Ausführungsform des Futters, bei welchem ein Stift die Kreuzscheibe hält, welche
letztere in Fig. 13 besonders dargestellt ist.
Der (aus Stahl bestehende) Körper des Futters ist cylindrisch gestaltet und der hintere
Theil B gegen den vorderen A abgesetzt. Die Bohrung in dem hinteren Theil B, welche die
fest mit dem Futter zu verbindende Bohrspindel H aufnimmt, ist derart nach innen
fortgeführt, dafs eine cylindrische Kammer b entsteht, die an die nach vorn durchgehende
Bohrung C, das Lager für den Bohrerschaft anschliefst und in welcher mit einigem Spielraum
die Kreuzscheibe E Platz findet. Diese Kreuzscheibe bildet das zwischen Bohrspindel
und Werkzeugschaft lose eingeschaltete Mitnehmerstück, indem die Nuth g, Fig. 8,
auf der einen Seite mit einer Feder h der Bohrspindel zusammenpafst, und indem die
quer gerichtete Nuth e auf der anderen Seite in Eingriff mit einer von dem Bohrerzapfen N,
Fig. 10, vorstehenden Feder η zu bringen ist.
Der Bohrerzapfen oder Werkzeugschaft, welcher von vorn in das Futter eingesteckt und in der
Bohrung C unter Mitwirkung einer Klemmvorrichtung eingelagert wird, erhält vermöge
dieser Einrichtung, welches auch seine Lage in
Beziehung zu der Achse des Bohrfutters sei, einen jene Klemmvorrichtung vollständig entlastenden Antrieb, wobei die, eine gekreuzte
prismatische Führung bildende Kreuzscheibe E eine von der Excentricität abhängige mittlere
Lage einnimmt. Der Verschiebungsspielraum ist so bemessen, dafs keinenfalls die prismatischen
Federn aufser Eingriff kommen, während durch bei dem Anschlüsse der Bohrungen b
und c geschaffene Anschläge oder Schultern d d ein Herausfallen der Kreuzscheibe E verhindert
ist.
Als Klemmvorrichtung, welche bei der beschriebenen Futtereinrichtung nicht mehr die
Drehungsübertragung zu leisten hat, sondern lediglich als Mittel für die Einspannung des
Werkzeuges dient, kann eine beliebige bekannte Backenvorrichtung angewendet werden. Dargestellt
ist eine solche mit zwei gleichzeitig zusammenspannenden Backen D D, Fig. 9 und 4,
welche, mit oberen Führungsrippen d1 versehen, seitlich in den Theil A des Futters eingepafst
sind und an deren mit Theilgewinde d2 versehenen Unterflächen eine Stellschraube /
mit Linksgewinde einerseits und Rechtsgewinde andererseits derart angreift, dafs durch Drehung
an dem Vierkant K die Backen gegen den dazwischen eingelegten Bohrerzapfen unter Centrirung
desselben geprefst werden können. Gegen Verschiebung ist die Stellschraube dabei
durch das bei Z festgelagerte Zapfenstück j1 zwischen den beiden Gewindetheilen j gesichert
(Fig. 4). Die halbkreisförmig ausgesparte Wandung des Theiles A ist platt und
kommt mit der Schraube nicht in Berührung. Die V - förrnig ausgeschnittenen Eingriffflächen
der Backen werden zweckmäfsig nach Fig. 9 durch vorstehende Rippen oder Zähne gebildet.
In Fig. 11, 12 und 13 ist eine Abänderung
der Vorrichtung dargestellt, die dadurch gekennzeichnet ist, dafs ein Stift m, welcher quer
durch die Wandung (bei B) und durch die Kreuzscheibe E hindurchgesteckt ist, eine Führung
an dem Kopf der Bohrspindel H bildet. Letztere besteht hier (Fig. 13) umgekehrt wie
in Fig. 8 aus einer auf der Kreuzscheibe in Durchmesserrichtung angebrachten prismatischen
Feder g, welche in Eingriff mit der entsprechenden Nuth an dem Spindelkopf durch
jenen hindurchgesteckten Stift ni gehalten wird, der somit das Herausfallen hindernde Anschläge,
wie die mit d d bezeichneten, entbehrlich macht. Es wird bemerkt, dafs auch auf
Seiten des Bohrerzapfens der Eingriff oder die prismatische Führung umgekehrt eingerichtet
werden kann, d. h. mit einer Feder an der Kreuzscheibe und einer Nuth an dem Bohrerzapfen.
Gegebenenfalls kann mit Fortfall der prismatischen Führung bei g jener Stift τη,
Fig. 11 und 12, allein die Beweglichkeit in
einer Diagonalrichtung vermitteln, wie ohne Weiteres klar ist.
Als Mittel zur Verhinderung des Auftreibens des Futters beim Einspannen dient eine Deckplatte
P, Fig. i, 2 und 3, welche an die Stirnfläche α des Futters festgeschraubt wird. Diese
Deckplatte trägt concentrisch zu der mittleren Durchstecköffnung q nach innen vorschwingende
Kreisbogenrippen ρ ρ, welche in entsprechende Nuth en 00 bei der Flache α eingreifen, mit
der übrigens die Aufsenflächen der Backen D D bündig liegen mögen. Die Rippen ρ ρ nehmen
den Seitendruck unter Entlastung der Befestigungsschrauben s s auf und verhindern somit,
dafs die zu beiden Seiten der durchgehenden Backenführung gebildeten Wangen des Futterkörpers aufgetrieben werden oder
infolge angestrengten Gebrauches nachgeben.
Claims (3)
1. Ein Bohrfutter, bei welchem zum Antriebe des wie gewöhnlich von einer Backenvorrichtung
gehaltenen Bohrerzapfens eine hinter demselben mit Bewegungsspielraum eingelagerte
Kreuzscheibe (E) unter Entlastung der Einspannvorrichtung dient, indem die
Scheibe E mittelst Feder h und Nuth g an dem Stirnende der Bohrspindel prismatisch
geführt ist und mit der Nuth e das zu einer Feder ausgebildete Bohrerzapfenende (n)
umfafst.
2. Bei dem unter 1. genannten Bohrfutter in Ergänzung oder als Ersatz für die prismatische
Führung der Kreuzscheibe (E) an der Futterspindel ein quer durch das Futter und die Kreuzscheibe. hindurchgesteckter
Stift (τη), der zugleich das Herausfallen der letzteren nach der Seite des
Bohrers hin verhindert.
3. Bei dem unter 1. genannten Bohrfutter zur Sicherung der die Backenvorrichtung zwischen
sich aufnehmenden Wangen des Futters gegen Auftreiben eine auf der Stirnfläche derselben angeschraubte Deckplatte
(P), welche mittelst eingreifender Entlastungsrippen ρ ρ den Druck beim Einspannen
aufnimmt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64304C true DE64304C (de) |
Family
ID=338183
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64304D Expired - Lifetime DE64304C (de) | Bohrkopf mit einstellbaren Klemmbacken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64304C (de) |
-
0
- DE DENDAT64304D patent/DE64304C/de not_active Expired - Lifetime
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