DE620503C - Verfahren zum oertlichen Feststellen von durch aeussere Einfluesse entstandenen Wassersaecken in Rohrleitungen - Google Patents

Verfahren zum oertlichen Feststellen von durch aeussere Einfluesse entstandenen Wassersaecken in Rohrleitungen

Info

Publication number
DE620503C
DE620503C DEE45814D DEE0045814D DE620503C DE 620503 C DE620503 C DE 620503C DE E45814 D DEE45814 D DE E45814D DE E0045814 D DEE0045814 D DE E0045814D DE 620503 C DE620503 C DE 620503C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
water
external influences
water pockets
local detection
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE45814D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JC Eckardt AG
Original Assignee
JC Eckardt AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JC Eckardt AG filed Critical JC Eckardt AG
Priority to DEE45814D priority Critical patent/DE620503C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE620503C publication Critical patent/DE620503C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F17STORING OR DISTRIBUTING GASES OR LIQUIDS
    • F17DPIPE-LINE SYSTEMS; PIPE-LINES
    • F17D5/00Protection or supervision of installations
    • F17D5/02Preventing, monitoring, or locating loss

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Verfahren zum örtlichen Feststellen von durch äußere Einflüsse entstandenen Wassersäcken in Rohrleitungen Bei der Fortleitung von Luft oder Gas scheidet sich erfahrungsgemäß infolge von Temperaturwechseln und ähnlichen Einflüssen die mitgeführte Feuchtigkeit in der Rohrleitung als Wasser aus. Insbesondere bei langen Leitungen kann diese Erscheinung so stark auftreten, daß die Fortleitung des Mediums gestört wird oder mindestens ein starker Druckverlust entsteht.
  • Bei den Ferngasleitungen verlegt man daher die Rohre absichtlich so, daß die Leitungen, wie in Abb. F erläutert, jeweils auf wenige hundert Meter einen tiefsten Punkt besitzen, wo ein Gaswassertopf eingeschaltet ist, in dem sich das ausgeschiedene Wasser sammelt, so daß es den freien Durchfluß des Gases nicht hindern kann.
  • Nun läßt es sich aber bei den viele Kilometer langen Fernleitungen nicht verhindern, daß durch Nachgeben des Untergrundes oder andere Umstände auch zwischen den absichtlich vorgesehenen Gaswassertöpfen die Rohrleitung sich senkt und weitere Wassersäcke gebildet werden, die die Gasförderung stören. Das Aufsuchen dieser Wassersäcke zu ihrer Beseitigung war bisher außerordentlich umständlich, zeitraubend und kostspielig, da man hierfür den Boden aufgraben und die Rohrleitung Stück für Stück durch Nivellieren nachmessen mußte.
  • Das vorliegende Verfahren beseitigt diesen Mangel in einfachster Weise. Wenn sich in der Rohrleitung, wie in Abb. r bei a gezeigt, eine unerwünschteSenkung bildet undWasser angesammelt hat, so wird, in der Strömungsrichtung des Gases gesehen, hinter diesem Wassersack stets erst eine Absenkung des Gasdruckes stattfinden- müssen, damit der Druck vor dem Wassersack genügt, um die angesammelte Wassersäule zu durchstoßen. Es wird also eine stoßweise Strömung, sozusagen eine Förderung des Gases in Teilmengen, durch die Wassersackstelle verursacht. Im Augenblick des Durchstoßens erfolgt der Druckausgleich zwischen den Rohrleitungsteilen vor und hinter dem Wassersack, wobei sich für den Teil vor dieser Stelle eine Drucksenkung, für den Teil dahinter eine Erhöhung gegenüber dem vorher vorhandenen Zustand ergibt. Obwohl der Druckverlust und die Zahl der pro Zeiteinheit erfolgenden Durchstöße je nach den Entnahmemengen verschieden ist, so wird bei Aufzeichnung des Druckverlaufes die Kennlinie desselben vor dem Wassersack genau entgegengesetzt der Kennlinie- hinter diesem sein müssen. Wenn also beispielsweise, wie in Abb. a dargestellt, die Druckspitzen vor dem Wassersack nach rechts gerichtet sind, werden sie hinter diesem nach links zeigen müssen.
  • Hieraus ergibt sich das Verfahren zur Einkreisung der Senkungsstelle wie folgt: Die Strecke wird abgegangen und an den eingebauten Gaswassertöpfen ein Druckmeßinstrument für einige Zeit angeschlossen. Hierbei wird die Kennlinie des Druckverlaufes beobachtet. Zwischen denjenigen Wassersacktöpfen, bei denen. sich die Kennlinie umkehrt,, m_ u_ß d_ i_e unerwünschte Senkung liegen.
  • Für die praktische Ausführung des Verfahrens genügt in den wenigsten Fällen ein gewöhnlicher Druckschreiber, da die Druckspitzen zur Durchstoßung der Wassersäulen von maximal einigen hundert Millimeter Wassersäulen gegenüber dem statischen Ge" samtdrucke von meist mehreren Atmosphären zu gering sind, der entsprechende Druckschreiber für die Kenntlichmachung des Charakters dieser Druckspitzen also zu unempfindlich wäre.
  • Erfindungsgemäß wird daher ein Differenzdruckmesser o. dgl. benutzt, der in der Lage ist, bei höherem statischem Druck auch sehr kleine Druckdifferenzen festzustellen, also ein Instrument, wie es für die Mengenmessung nach dem Differenzdruckprinzip üblich ist. Die Anordnung dieses Instrumentes für den vorliegenden Zweck ist in Abb. 3 gezeigt.
  • Die eine Seite des Meßorganes, beispielsweise eine Stahlfedermembran q., ist durch die Leitung 3 mit dem Wassersacktopf a der zu untersuchenden Rohrleitung i verbunden. Die ändere Seite ist an einem Druckbehälter oder Flasche 6 durch die Leitung 5 angeschlossen. Die Leitungen 3 und 5 stehen durch das Ausgleichventil 7 miteinander in Verbindung.
  • Um den Druckverlauf mit den Druckstoßspitzen aufzuzeichnen, wird zunächst das Ventil 7 geöffnet, dann herrscht auf beiden Seiten des Meßorganes gleicher Druck. Eine gerade Linie wird aufgezeichnet, der Druckbehälter 6 füllt sich auf. Ist Letzteres geschehen, so wird das Ausgleichventil 7 geschlossen, und der in Flasche 6 bzw. auf der einen Seite des Meßorganes vorhandene Druck ist von der zu untersuchenden Rohrleitung abgesperrt und von jetzt ab gleichbleibend. Auf die andere Seite des Meßorganes wirkt nach wie vor der Druck in der Rohrleitung mit sämtlichen Spitzen und Unregelmäßigkeiten. Der feinfühlige Differenzdruckmesser zeichnet die durch diese Spitzen verursachten Unterschiede gegenüber dem eingesperrten Hauptdruck nach Größe und vor allem nach ihrem Verlauf auf. Der Vorschub des Schreibstreifens wird so gewählt, daß eine deutliche Unterscheidung der einzelnen Spitzen und ihrer Kennzeichen möglich ist.
  • Der Druckbehälter 6 ist nicht unbedingt erforderlich, jedoch ist bei Fortlassung desselben der auf der einen Seite des Differenzdruckmeßorganes eingesperrte Rauminhalt so gering, daß einerseits die durch die Durchbiegung des Meßorganes entstehende Rauminhaltsänderung des abgesperrten Meßraumes und andererseits auch die kleinste Undichtigkeit; etwa am Ausgleichventil, die =Messung beeinträchtigen könnte.
  • Sehr wesentlich ist auch zur praktischen Durchführung der Messung, daß der Differenzdruckgeber eine möglichst kurze Einstellzeit besitzt, damit die feinen, unter Umständen sehr schnell aufeinanderfolgenden Druckspitzen deutlich aufgezeichnet werden. In sehr vielen Fällen werden z. B. Ringwaagen mit ihrer langen Einstelldauer unbrauchbar sein.
  • Da es sich ferner um zahlreiche Einzelmessungen handelt, wird es außerdem bei nicht ganz vorsichtiger Bedienung oft vorkommen, daß das feinfühlige Differenzdruckmeßorgan ungewollt einseitig -mit dem vollen statischen Druck belastet wird: Zweckmäßigerweise wird man also kein mit Quecksilber arbeitendes Differenzdruckmeßgerät verwenden, dessen Füllung in diesem Falle herausgeschleudert würde, sondern beispielsweise ein Instrument mit einer Stahlfederrneßmembran, welches nicht nur den Vorteil einer sehr kleinen Eigenschwingungsdauer bzw. Einstellzeit besitzt, sondern außerdem gegen einseitige Belastung in bekannter Weise geschützt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum örtlichen Feststellen von .durch äußere Einflüsse entstandenen Wassersäcken in Rohrleitungen, insbesondere in Gasfernleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Umkehrpunkt der Druckverlaufskennlinie und damit die Lage des Wassersackes durch Differenzdruckmesser o. dgl. eingegrenzt wird.
DEE45814D 1934-07-19 1934-07-19 Verfahren zum oertlichen Feststellen von durch aeussere Einfluesse entstandenen Wassersaecken in Rohrleitungen Expired DE620503C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE45814D DE620503C (de) 1934-07-19 1934-07-19 Verfahren zum oertlichen Feststellen von durch aeussere Einfluesse entstandenen Wassersaecken in Rohrleitungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE45814D DE620503C (de) 1934-07-19 1934-07-19 Verfahren zum oertlichen Feststellen von durch aeussere Einfluesse entstandenen Wassersaecken in Rohrleitungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE620503C true DE620503C (de) 1935-10-22

Family

ID=7080080

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE45814D Expired DE620503C (de) 1934-07-19 1934-07-19 Verfahren zum oertlichen Feststellen von durch aeussere Einfluesse entstandenen Wassersaecken in Rohrleitungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE620503C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0045011B1 (de) Hydraulisches Filter zur Ausfilterung von langsamen Druckschwankungen
DE2422561A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur leckueberwachung einer rohrleitung
DE102012003822A1 (de) Verfahren zur akustischen Ortung von Lecks in Leitungen
DE102009010064A1 (de) Schnüffellecksucher
DE2014765C3 (de) Anzeigesystem zur Anzeige der Höhe bzw. des Volumens einer Flüssigkeit in einem Behälter großer Kapazität
DE2055650C3 (de) Strömungsmeßvorrichtung
DE620503C (de) Verfahren zum oertlichen Feststellen von durch aeussere Einfluesse entstandenen Wassersaecken in Rohrleitungen
DE4205453C2 (de) Einrichtung zum Messen von hydraulischen Durchflußmengen und Leckagen an einem Prüfling
DE2220358A1 (de) Verfahren zur Zustandsüberprüfung und -messung des Verhaltens von Druckgefässen und/oder -leitungen sowie Gerät zur Durchführung des Verfahrens
DE1289803B (de) Verfahren zur Ermittlung der Eigenschaften einer fluessigkeitsfuehrenden unterirdischen Formation
DE202014102808U1 (de) Tankanordnung zur Füllstandmessung für kryogene Fluide
DE102016102794B4 (de) Verfahren und Prüfvorrichtung zum Prüfen von Fahrzeug-Medienleitungen
DE722745C (de) Druckmesseranschluss
DE567219C (de) Stroemungsmesser
DE102014212766A1 (de) Differenzdruckmessumformer mit einem Überlastschutzsystem
DE2236691A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur druckund stroemungsmessung
DE2802930C3 (de) Vorrichtung zur Dichtheitsprüfung von mit Flüssigkeit gefüllten Behältern, insbesondere Flachbodentanks mit großem Fassungsvermögen zur Lagerung von flüssigen Mineralölprodukten u.dgl.
DE202018000745U1 (de) Kombinierter Sensor zur Messung von Wassergehalt und Wasserspannung von Böden
AT257973B (de) Einrichtung zum Eichen eines Flüssiggas-Volumenzählers einer Flüssiggasanlage, insbesondere einer Flüssiggas-Tanksäule
DE741555C (de) Einrichtung fuer Fluessigkeitsdruckmesser, insbesondere Fahrtmesser
DD299677A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur spannungsmessung im elasto- plastischen gebirge
DE903829C (de) Verfahren zur Ortsbestimmung von Leckstellen in Gasdruckkabelanlagen
DE2222563C3 (de) Verfahren zur Anzeige und Ortsbestimmung einer Leckstelle in einer Rohrleitung
DE585548C (de) Umgekehrtes U-Rohrmanometer
DE2753699C2 (de) Vorrichtung zum Messen des Porenwasserdrucks im Grundbau