DE616840C - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
6. AUGUST 1935
6. AUGUST 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49h GRUPPE 36oi
K122205 Il49h
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: τι. Juli 1935
Fried. Krupp Akt.-Ges. in Essen*)
Schweißstab zur Herstellung von Auftragsschweißungen großer Verschleißfestigkeit
und Zähigkeit
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. September 1931 ab
Es ist bekannt, für Auftragsschweißungen, bei denen es auf höbe Verschleißfestigkieit und
Zähigkeit ankommt, die Carbide der SchwermetaUe, wie Wolfram, Molybdän und Uran,
und deren Legierungen, insbesondere mit den Metallen der Eisengruppe, nämlich Eisen,
Nickel oder Kobalt, zu verwenden. Die carbidbildenden Schwermetalle könnein auch durch
andere carbidbildende Elemente, wie z. B.
to Titan und Bor, ersetzt werden. Man kann solche Legierungen mit einem Bindemittel
vermischt in körniger oder pastenartig>er Form auf die zu überziehende MetalMäche auf?
tragen und durch eine SchmekfLamme niederschmelzen.
An Stelle des Carbids kann main das carbidbildende Schwermetall mit Kohlenstoff
vermischt verwenden und die Carbidbildung erst durch die Schmelzflamme herbeiführen.
Dabei besteht die Gefahr, daß infolge der Vergasung· des Bindemittels und
teilweiser Oxydation des Kohlenstoffs in der Auftragsschicht Gaseinschlüsse zurückbleiben,
welche die Oberfläche porös machen. Es ist terner bereits bekannt, solche Auftragsschweißungen
mit Schweißdrähten vorzunehmen, die aus eisernen Rohrein bestehen, in die pulverförmiges oder körniges Hartmetall oder das carbidbildende Schwiermetall
mit Kohlenstoff gemischt, gegebenenfalls zusammen mit einem Hilfsmetall 'der Eisengruppe
und einem Bindemittel, gefüllt ist; die Füllmasse kann lose in das Rohr eingefüllt
oder auch eingestampft sein. Diese bekannten Schweißdrähte weisen den Mangel
auf, daß die Füllmasse mit der Wandlung des Rohres keine innige Verbindung besitzt
und daß nicht einmal die Teilchen der Füllmasse unter sich in überall gleichartig dichter
und inniger Berührung stehen. Das hat zur Folge, daß bei Benutzung des Schweißr
Stabes als Elektrode die !elektrische Leitfähigkeit des Stabes stark beeinträchtigt und
die Stromdichte im Stab nicht ,an allen Stellen gleich ist, vor allem aber, daß bei der Verwendung
des Schweißstabes sowohl für die Gasschmelzschweißung als auch für die Elektroschweißung keine Sicherheit dafür vorhanden
ist, daß ständig zueinander in gleichem Verhältnis stehende Mengen des Rohrwerkstoffes
und der Füllmasse abgeschmolzen werden. Denn infolge der mangelhaften Verbindung zwischen Rohr und Füllmasse und
des losen Zusammenhanges zwischen den Teilchen der Füllmasse ist es unvermeidlich, daß
in gleichen Zeiträumen sehr verschiedene Mengen der Füllmasse und des Rohrwerkstoffes
niedergeschmolzen werden, so daß die Zusammensetzung der Auftragsachicht und damit auch deren Härte und Zähigkeit nicht
überall gleichmäßig ist. Dazu kommt noch,
") Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Ernst Ammann in Essen.
daß sich leicht mechanisch nicht zusammenhangende
Teile der Füllmasse des Schweißdrahtes vorzeitig loslösen könnein, die Ln der
Schweißflammc zum Schmelzen gebracht werden und die Zusammensetzung des aufgetropften
Materials ebenfalls verändern. Bei Verwendung von Schweißdrähten mit körniger Füllmasse, die infolge der Form der
Einzelteile naturgemäß zahlreiche Luftein -
ίο Schlüsse enthält, als Elektrode kommt es
ferner häufig vor, daß die durch den Stromdurchgang sich stark ausdehnenden Lufträume
Teile der Füllmasse explosionsartig herausschleudern; auch dadurch wird die Zusammensetzung
der Auftragsschicht in unerwünschter Weise verändert.
Erfindungsgemäß werden diese Mangel vermieden, wenn man Schweißstäbe in der Weise
herstellt, daß in ein aus einem Metall der Eisengruppe bestehendes Rohr ein Gemisch
aus einem oder mehreren Carbiden der carbidbildenden Schwermetall und einem oder
mehreren niedriger schmelzenden HiMsmetallcn eingesintert sind. Carbidbildeindc
Metalle und Elemente sind beispielsweise Wolfram, Molybdän, Titan, Uran, Vanadin,
Bor. Durch das Einsintern bei einer Temperatur über iooo0 wird das Gemisch zu
einem festen Kern zusammengesintert und damit sowohl eine gleichartig dichte und
innige Verbindung der Pulverteilchen der Füllmasse untereinander als auch, eine innige
Verbindung der Füllmasse mit der Rohrwandung erzielt. Dadurch wird erst erreicht,
daß stets verhältnisgleiche Miengen des Rohrwerkstoffs und der Füllmasse abschmelzen
und die Auftrags schicht überall gleiche Härte und Zähigkeit erhält. Das Einsintern
bewirkt ferner eine Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit und eine Entgasung
des Kerns, wodurch das Auftreten poröser Stellen in der Auftragsschicht vermieden
wird.
iBeim Aufschweißen, z. B. mit der Acetylen sauerstoffflanime,
schmilzt zuerst 'das Metall des Rohres, das durch die Gasflamme so stark überhitzt wird, daß sich die gleichzeitig
hoch erhitzten Wolframcarbide in ihm auflösen. Die elektrische Leitfähigkeit des
gesinterten Kernes ist so gut, daß ein so hergestellter gesinterter Schweißstab mit Erfolg
auch als Elektrode für die Lichtbogenauftragsschweißung benutzt werden kann.
Geeignete "HsiChweißstäbe können beispielsweise
in dem Rohr und dem Kern zusammen. bis 8 ο 0/0 Wolfram, 79,5 bis 140/0 Eisen
und 0,5 bis 6 o/o Kohlenstoff enthalten. Bewährt hat sich insbesondere ein Schweißstab,
der in dem Kern und dem. Rohr zusammen etwa 33,7 o/o Eisen, 62 o/o Wolfram und 4,3 o,n
Kohlenstoff enthält.
Ein' gutes Verschmelzen des Kernes mit
dem Eisen des Rohres wird erreicht, wenn der Kernmischung vor der Sinterung bis zu
0/0 Chrom, 50/0 Silicium und 10 Of0 Mangan
zugesetzt werden.
Ein besonders gutes Verschmelzen des Kernes mit dem Eisen wird erreicht, wenn
der Kernjmischung etwa ioo/0 Chnom oder
Chromcarbid, etwa 2 bis 3 Oy0 Silicium un)cl
etwa 3 bis 5 o/o Mangan vor der Sinterung zugesetzt werden.
Claims (5)
1. Schweißstab zur Herstellung von Auftragsschweißungen
großer Verschleißfestigkeit und Zähigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß in ein Rohr aus einem Metall
der Eisengruppe ein Kern eines Carbides der carbidbildenden Schwermetalle, wie Wolfram, Molybdän, Titan, Uran,
Vanadin, Bor usw., oder eines Gemisches von solchen Carbiden, gegebenenfalls
unter Beimischung eines oder mehrerer niedriger schmelzender Hilfsmetalle, eingesintert
ist.
2. Schweißstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern und
das Rohr zusammen 79^5 bis 14 0/0 Eisen,
20 bis 80 0/0 Wolfram und 0,5 bis 6 o/O
Kohlenstoff enthalten.
3. Schweißstab nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern und
das Rohr zusammen etwa 33,7 °/o Eisen, Ö5 62 0/0 Wolfram und 4,3 o/o Kohlenstoff enthalten.
4. Schweißstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kern vor
der Sinterung bis zu 300/0 Chrom, 5 0/0
Silicium 'und io0/0 Mangan zugesetzt ist.
5. Schweißstab nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß d<em Kern voider
Sinterung etwa ι ο o/o Chrom, etwa
2 bis 3 0/0 Silicium und 3 bis 5 o/o Mangan
zugesetzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE383942X | 1931-09-19 |
Publications (1)
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| US (1) | US1999888A (de) |
| DE (1) | DE616840C (de) |
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1932
- 1932-08-04 US US627504A patent/US1999888A/en not_active Expired - Lifetime
- 1932-08-15 GB GB22872/32A patent/GB383942A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB383942A (en) | 1932-11-24 |
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