DE607183C - Verfahren zum Verbinden von aneinanderstossenden Blechen durch Loeten oder Schweissen - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von aneinanderstossenden Blechen durch Loeten oder SchweissenInfo
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- DE607183C DE607183C DER87718D DER0087718D DE607183C DE 607183 C DE607183 C DE 607183C DE R87718 D DER87718 D DE R87718D DE R0087718 D DER0087718 D DE R0087718D DE 607183 C DE607183 C DE 607183C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B23K33/004—Filling of continuous seams
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Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Verbindung von Blechen untereinander
oder mit in die Stoßfuge tretenden Profilstücken aus beliebigen schweiß- oder lötbaren Metallen.
Es ist bekannt, daß bei der Vereinigung von Blechen durch Lötung oder Schweißung
die von Formänderungen der Bleche herrührenden Spannungen berücksichtigt werden müssen. Diese Formänderungen beruhen auf
Dehnungserscheinungen und Schwunderscheinungen nach der Erwärmung. Die Spannungen
sind zweierlei Art, nämlich längs der Stoßfuge verlaufende Längsspannungen, die bei langen Lötungen oder Schweißungen sehr
erheblich sind, und senkrecht zur Stoßfuge gerichtete Ouerspannungen.
Der Ouerschwund, d. h. der senkrecht zur Stoßfuge'gerichtete Schwund, ist im aDgemeinen
für das Richten der Bleche günstig, weil er sie spannt. Hingegen verursacht der Längsschwund, der eine Verkürzung der geschweißten
Ränder herbeiführt, Querfaltungen der Bleche. Um diese Tatsache nachzuweisen,
genügt es, ein Blech von mittlerer oder geringerer Stärke längs eines seiner Ränder
zu erwärmen.
Zur Vermeidung der durch Querschwund erzeugten Spannungen ist schon vorgeschlagen
worden, die Löt- oder Schweißränder der Bleche mit Längsrillen zu versehen. Gemäß
einem anderen bekannten Verfahren verändert man die Gestalt des Bleches vor dem Löten
oder Schweißen durch Erwärmen und gibt ihm dadurch eine gewölbte Form. Indessen gestattet keines dieser bekannten Verfahren
in vollkommen wirksamer Weise gleichzeitig die Vermeidung des Entstehens von Längsund
Querspannungen.
Im Gegensatz hierzu ermöglicht das Verfahren gemäß der Erfindung den Ausschluß
dieser Nachteile. Es besteht darin, daß die Ränder der Bleche mit quer zur Löt- oder
Schweißfuge gerichteten Wellen versehen und zweckmäßig in an sich bekannter Weise in +5
einem spitzen Winkel abgebogen sind, nachdem die gegeneinander anliegenden Kanten
abgeschrägt sind, um eine größere Tiefe der Löt- oder-Schweißfuge zu erhalten.
Das Verfahren gemäß der Erfindung gestattet auf diese Weise die Herstellung langer
Löt- oder Schweißnähte an Blechen jeder Stärke, ohne daß eine merkbare Formänderung
der Bleche auftritt, weil es die Wirkungen der Ausdehnung und Schrumpfung, die durch die Löt- oder Schweißwärme hervorgerufen
werden, auf ein Mindestmaß herabsetzt und infolgedessen Ausschuß und mangelhafte Erzeugnisse vermeidet. Es ergibt
auch eine durch einen Überschuß von Lot oder Zusatzmetall verstärkte Stoßverbindung,
und die zum Stoß quer verlaufende Rippen bilden eine widerstandsfähige Verbindung.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele von gemäß der Erfindung hergestellten
Verbindungen dargestellt.
6Θ7183
Fig. ι ist die Ansicht eines Blechrandes der für eine Lötung oder Schweißung gemäß
der Erfindung vorbereitet ist.
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach derLinie-2-:
der Fig. i.
Fig. 3 stellt eine Ansicht des gleichen Randes nach Anbringung von wellenförmigen
Einbeulungen dar.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3.
Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung dieses so vorbereiteten Blechrandes.
Fig. 6 zeigt die Schrägkante, die bei dicken Blechen am Rand angebracht wird.
Fig. 7 ist ein Schnitt durch das gleiche Blech nach seiner Vorbereitung gemäß der
Erfindung.
Fig. 8 zeigt zwei gemäß der Erfindung miteinander verbundene Bleche im Schnitt senkrecht
zur Naht.
Fig. 9 ist ein Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 8.
Fig. 10 zeigt zwei · gemäß der Erfindung miteinander und mit einem Profilstück verbundene
Bleche im Schnitt senkrecht zur Naht.
Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht dieser Verbindung.
Gemäß Fig. 1 und 2 erhält jeder der .zu
verbindenden Blechränder 1 eine Schrägkante 2, wonach, die Ränder 1 bei 3, wie dargestellt,
abgebogen werden. Danach wird der Rand quer zu seiner Längsrichtung gewellt. Der Krümmungshalbmesser der Biegung 3
des Randes 2 und der Abstand und die Tiefe der Wellungen 5 werden entsprechend der
Stärke des Bleches 1 gewählt. Die Wellen können je nach der herzustellenden Verbindung
auf beide Blechränder symmetrisch verteilt oder auch unsymmetrisch angeordnet sein.
Sollen diese Bleche vereinigt werden (Fig. 6 und 7), so erhalten die Ränder eine Abschrägung
ü von geringer Neigung. Der zu wellende Teil des Randes wird auf diese
4-5 Weise dünn genug gemacht, um ein leichtes
Einbeulen zu gestatten.
Die beschriebene Vorbereitung der Bleche kann bei schwachen Blechen oder solchen aus
leicht schmiedbaren Metallen oder Legierungen in der Kälte erfolgen. Ist eine Vorerhitzung
für eine gute Ausführung der Lötung oder Schweißung erforderlich oder handelt
es sich um dicke Bleche oder solche aus einem verhältnismäßig harten Metall, so nimmt man
die Wellung in der Wärme vor.
Die so vorbereiteten Bleche werden z. B. auf starre Formen gespannt, die ihr genaues
Ausrichten vor der Verbindung gestatten.
Die Formen sind den gewölbten Rändern und ihren Ausprägungen entsprechend gestaltet.
Auf solchen Formen kann auch das Biegen und Wellen der Ränder der zu verbindenden
Bleche vorgenommen werden.
Wenn die Stücke derart vorbereitet und aneinandergestoßen sind, so füllt man die zwisehen
den gewölbten Rändern gebildete Rinne und die Wellen 5 mit dem Lot oder Schweißmetall
aus.
Die Erfindung findet ihre Anwendung bei der Verbindung von zwei oder mehreren ebenen
oder unebenen Blechen, die mit ihren Enden in einer Ebene oder in einem Winkel zueinander liegen. Auch können derart liegende
Bleche an der Naht mit dem Steg oder den Kanten von Profilträgern vereinigt werden.
So zeigen beispielsweise die Fig. 8 und 9 die stumpfe Verbindung von zwei Blechern, 1'
unter einem beliebigen Winkel von i8o°, dear
aber auch kleiner sein kann; bei 7 ist das Lot oder Schweißmetall zu erkennen. Die Fig. 10
und 11 stellen die entsprechende Vereinigung von zwei Blechen 1 und 1' mit einem Profilträger
8 unter beliebigen Winkeln χ und x' dar.
Die erhaltene Naht bildet eine Verstärkung mit vorspringender Kante auf der Rückseite.
Der Vorsprung geht sanft in die Bleche über und wird durch Querstränge ergänzt, die aus
den Ausprägungen entstehen und die Naht go ebenfalls verstärken.
Das Verfahren ermöglicht die Herstellung langer Lot- oder Schweißnähte ohne erkennbare
Verformung der miteinander verbundenen Bleche. Es gestattet auch die Vermeidung von Profilträgern, Umkrempelungen, Laschen
oder Überlappungen, die sonst bei genieteten oder punktgeschweißten Verbindungen erforderlich
sind.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Verbinden von aneinanderstoßenden Blechen unter sich oder mit in die Stoßfuge tretenden Profilstücken durch Löten oder Schweißen, wobei die Lot- oder Schweißränder der Bleche mit wellenförmigen Einbeulungen versehen werden, welche die beim Löten oder Schweißen entstehenden Spannungen ausgleichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechränder (1, 1') mit quer zur Stoßfuge verlaufenden Einbeulungen (5) versehen und gegebenenfalls in bekannter Weise nach dem Abschrägen der Stoßkanten zwecks Vertiefung der Schweißfurche spitzwinklig abgebogen werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR607183X | 1933-03-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607183C true DE607183C (de) | 1934-12-19 |
Family
ID=8975183
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER87718D Expired DE607183C (de) | 1933-03-14 | 1933-04-09 | Verfahren zum Verbinden von aneinanderstossenden Blechen durch Loeten oder Schweissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607183C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953031C (de) * | 1952-04-22 | 1956-11-22 | Amanit Ges M B H | Ausbildung der Seitenflaechen von zu X- oder V-Nuten ausgearbeiteten Rissen in Gusseisenteilen zum elektrischen Lichtbogenschweissen |
| DE1087878B (de) * | 1957-08-09 | 1960-08-25 | Knapsack Ag | Kantenvorbereitung zum Verschweissen von duennen Blechen mittels einer Boerdelnaht |
| DE1207525B (de) * | 1959-08-14 | 1965-12-23 | British Oxygen Co Ltd | Verfahren und Einrichtung zum maschinellen Schmelzschweissen, vorzugsweise Lichtbogen-Schutzgasschweissen, stumpf aneinanderstossender Platten, Bleche oder Streifen |
| FR2594060A1 (fr) * | 1986-02-13 | 1987-08-14 | Mitsubishi Heavy Ind Ltd | Biseau pour le soudage d'une jonction en t, notamment pour turbine de compresseur |
| DE3914862A1 (de) * | 1989-05-05 | 1990-11-29 | Productech Gmbh | Verfahren zum verschweissen von teilen besonders mit unterschiedlichen ausdehnungen |
-
1933
- 1933-04-09 DE DER87718D patent/DE607183C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953031C (de) * | 1952-04-22 | 1956-11-22 | Amanit Ges M B H | Ausbildung der Seitenflaechen von zu X- oder V-Nuten ausgearbeiteten Rissen in Gusseisenteilen zum elektrischen Lichtbogenschweissen |
| DE1087878B (de) * | 1957-08-09 | 1960-08-25 | Knapsack Ag | Kantenvorbereitung zum Verschweissen von duennen Blechen mittels einer Boerdelnaht |
| DE1207525B (de) * | 1959-08-14 | 1965-12-23 | British Oxygen Co Ltd | Verfahren und Einrichtung zum maschinellen Schmelzschweissen, vorzugsweise Lichtbogen-Schutzgasschweissen, stumpf aneinanderstossender Platten, Bleche oder Streifen |
| FR2594060A1 (fr) * | 1986-02-13 | 1987-08-14 | Mitsubishi Heavy Ind Ltd | Biseau pour le soudage d'une jonction en t, notamment pour turbine de compresseur |
| DE3914862A1 (de) * | 1989-05-05 | 1990-11-29 | Productech Gmbh | Verfahren zum verschweissen von teilen besonders mit unterschiedlichen ausdehnungen |
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