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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
für eine
Niederspannungsnetzleitung, welche eine verbesserte Funktionalität hat.
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Insbesondere
bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
für ein-
oder dreiphasige Niederspannungsnetzleitungen (daher für Spannungswerte
unter 1 KV).
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Viele
Beispiele für
elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtungen für eine Niederspannungsnetzleitung
sind bekannt.
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Die
Hauptfunktion einer elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
ist es, die Netzleitung zu unterbrechen, wenn ein Erdkriechstrom
(oder Erdschluss-Fehlerstrom
oder Ungleichgewichtstrom) über
einer bestimmten voreingestellten Schwelle erkannt wird. Die Netzleitung,
auf welcher ein Auslöseereignis
auftritt, kann die Netzversorgungsleitung (ein- oder dreiphasig)
sein, welche sich auf eine spezifische Last oder einen lokalen elektrischen
Nutzer, z.B. vom industriellen oder häuslichen Typus, bezieht.
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Der
Ausdruck "Erdkriechstrom" soll verstanden
werden als beschreibend, z.B. einen Erdschlussstrom, welcher erzeugt
wird durch eine beliebige Fehlfunktion der Netzleitung oder der
elektrischen Lasten, mit welchen die Netzleitung verbunden ist.
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Aus
diesem Grund weisen bekannte elektronische Vorrichtungen generell
die folgenden funktionalen Elemente auf (1):
- – einen
Stromsensor 1 zur Erkennung eines Erdkriechstroms (auch
bekannt als Ungleichgewichtstrom oder Fehlerstrom) in einem Phasenleiter
einer Netzleitung 5;
- – eine
elektronische Schaltung 2 zur Verarbeitung eines Signals,
welches anzeigend ist für
den Erdkriechstrom, gesendet von dem Stromsensor 1.
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Eine
bekannte Vorrichtung zum Schutz gegen Erdkriechströme, welche
die Eigenschaften des Oberbegriffs des Anspruchs 1 hat, ist offenbart
im US-Patent 4,331,999. Auslöseereignisse,
welche die Unterbrechung der Netzleitung verursachen, treten auf
gemäß universell
anerkannter technischer Standards, welche die technischen Anforderungen
bestimmen, die erfüllt
werden müssen,
um die elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung als sicher für den Benutzer
zu betrachten.
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Im üblichen
Gebrauch wird eine Auslöse-Charakteristik
bestimmt für
jede elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung. Diese Auslöse-Charakteristik
hängt von
den konstruktiven Eigenschaften der Vorrichtung und letztlich von
den Eigenschaften der elektronischen Schaltung 2 von 1 ab.
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Es
ist bekannt, dass die elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtungen
vom Stand der Technik Nachteile haben.
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Zu
allererst sind bekannte elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtungen
im Allgemeinen nicht mit Überwachungssystemen
versehen, welche es erlauben, den Betriebszustand der Vorrichtung einfach
zu überprüfen und
die Netzleitung, falls notwendig, zu unterbrechen. Dies kann eine
Quelle für viele
Probleme für
den Benutzer sein. Zum Beispiel eine hohe Betriebstemperatur, hervorgerufen
durch Umgebungsfaktoren oder interne Fehler, kann eine Fehlfunktion
der Vorrichtung hervorrufen, welche ihre Sicherheit beeinträchtigen
kann.
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Die
Abwesenheit der Überwachung
des Spannungsniveaus der Netzleitung kann auch zu Fehlfunktionen
der Vorrichtung und zu Schäden
an den elektrischen Vorrichtungen, welche durch die Netzleitung
versorgt werden, führen,
ohne ein Auslöseereignis
zu haben.
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Der
Betriebszustand der Vorrichtung im Verhältnis zu seiner Verbindung
mit den Leitern der Netzleitung, zu welchen er verbunden ist, ist
auch sehr wichtig.
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Wenn
keine Überwachung
des Verbindungsstatus' der
Leiter (Neutral oder Erde oder Phase) der Netzleitung bereitgestellt
ist, kann die Vorrichtung versagen zu funktionieren aufgrund der
Unterbrechung einer der Leitungen oder aufgrund ihrer inkorrekten
Verbindung. In der Praxis würde
in solchen Situationen ein Erdkriechstrom in der Netzleitung die Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
nicht auslösen.
Dementsprechend wäre
kein Schutz irgendeiner Art bereitgestellt für einen Benutzer, der zufälligerweise
irgendwie mit der Netzleitung und/oder mit der von der Leitung versorgten
Last interagiert. Diese Tatsache bringt erhebliche Sicherheitsprobleme
mit sich, welche derzeit gelöst
werden können
durch Kopplung einer elektromechanischen Schutzvorrichtung zu der elektronischen
Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
mit einer erheblichen Steigerung der Installationskosten.
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Weiterhin
weisen bekannte Fehlerstrom-Schutzvorrichtungen im Allgemeinen elektronische
Schaltungen auf zum Einstellen des minimalen Auslösestroms
und/oder dem maximalen Zeitintervall zur Auslösung. Diese Schaltungen bestehen
im Allgemeinen aus elektronischen Netzwerken des RC-Typus, welche
das elektrische Signal verarbeiten, welches anzeigend ist für den Wert
des Erdkriechstroms, welcher von dem Stromsensor ankommt. Z.B. wird
das maximale Zeitintervall üblicherweise
gesetzt durch Einführung
einer Zeitverzögerung,
welche proportional zu dem erkannten Erdkriechstromwert ist. Obwohl
die technischen Lösungen,
welche üblicherweise
angewandt werden, es erlauben, einige wichtige Parameter, welche
die Auslösekriterien
der elektronischen Fehlerstrom- Schutzvorrichtung
charakterisieren voreinzustellen, erlauben sie es nicht, im Voraus
ihr Gesamtverhalten und folglich den Verlauf ihrer Auslöse-Charakteristik
zu definieren. Diese Tatsache bringt mit sich einen hohen Grad von
Unsicherheit über
das Verhalten der Vorrichtung für
hohe Erdkriechstromwerte, für
welche die proportionale Verzögerung,
welche eingeführt wird
durch die üblicherweise
angewandten technischen Lösungen,
dahin tendiert, auf vernachlässigbare
Werte zu fallen.
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Auf
diese Weise gibt es nicht länger
irgendeine Kontrolle über
die Auslösezeiten
der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung, welche im Wesentlichen
abhängen
von dem Abnutzungsgrad der mechanischen oder elektromechanischen
Komponenten der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung. Diese
Tatsache kann z.B. zu unerwarteten Unterbrechungen der Netzleitung
führen,
welche eine schwere Belästigung
für den
Benutzer sind. Weiterhin können
ernsthafte Probleme auftreten, wenn ein elektrisches System elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtungen
in einer Kaskaden-Konfiguration beinhaltet (z.B. eine Vorrichtung
eines generellen Typus, verbunden mit einem Netzwerk mit Selektivtypen-Vorrichtungen).
In diesem Fall verursacht die Unsicherheit, welche sich bezieht
auf die minimale Auslösezeit,
Probleme im Verwalten der Auslöseereignisse
des gesamten Netzwerks an Vorrichtungen. Zusätzlich zu diesem Nachteil gibt
es die Tatsache, dass, da die Auslöse-Charakteristik nur schwer vorherbestimmbar
ist, viele Vorrichtungen während Test
und Inspektion versagen können,
den Standards zu entsprechen. Diese Tatsache bringt mit sich, zusätzlich zu
einem hohen Grad an Unsicherheit über die Entsprechung der Fehlerstrom-Schutzvorrichtung zu
den anwendbaren Standards, viele Schwierigkeiten, wenn es notwendig
ist, spezielle Anforderungen des elektrischen Nutzers, für den die
Vorrichtung vorgesehen ist, zu erfüllen. Zum Beispiel ist es schwierig,
im voraus zu bestimmen, ob eine Vorrichtung vom generellen oder
selektiven Typus sein muss oder eine komplexere Auslöse-Charakteristik
haben muss. Dementsprechend sind komplexere Kalibrationsvorgänge notwendig,
um eine Auslöse-Charakteristik
zu erreichen, welche so nah wie möglich die Vorgesehene approximiert.
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Ein
anderer Nachteil ergibt sich aus der Tatsache, dass bekannte elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtungen im Allgemeinen entworfen sind, sehr
spezifische Typen von Aktuatoren zu nutzen. In der Praxis sind die
elektronischen Schaltungen, welche das Auslösesignal generieren, nur dazu
in der Lage, einen bestimmten Aktuatortyp anzusteuern. Wenn entschieden
wird, den Aktuatortyp zu wechseln, dann muss die gesamte Vorrichtung überarbeitet
werden, um eine zufriedenstellende Funktion sicherzustellen.
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Ein
anderer Nachteil ergibt sich aus der Tatsache, dass in den bekannten
elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtungen, das Design der elektronischen
Schaltungen zur Erzeugung des Signals sehr häufig die Betriebszustände der
Sensorvorrichtungen nur am Rande in Betracht ziehen, geeignet zur
Erkennung der Anwesenheit eines Erdkriechstroms. Insbesondere sind
technische Lösungen
zur Überwachung
mit einer Diagnose von dem ON/OFF-Typus des Betriebszustands der
Sensoreinrichtung sehr häufig
alles was bereitgestellt wird. Da die Sensoreinrichtungen angeschlossen
werden müssen
an Elektronik, welche für
andere spezifische Zwecke entworfen wurde (die Erzeugung eines Auslösesignals,
wenn ein bestimmtes Niveau des Erdkriechstroms überschritten wird), können sie
sich in nicht optimalen Betriebszuständen wieder finden, was die
Funktion der gesamten elektronischen Schutzvorrichtung negativ beeinflusst.
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Daher
ist es das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
für eine
Niederspannungsnetzleitung bereitzustellen, welche es erlaubt, die
Netzleitung zu unterbrechen, wenn ein Betriebszustand auftritt,
welcher die korrekte Funktion der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
beeinträchtigt.
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Innerhalb
des Bereichs dieser Absicht ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
eine elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche
es er laubt, die Netzleitung zu unterbrechen, wenn ihre Betriebstemperatur
eine voreingestellte Schwelle überschreitet.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche es erlaubt,
die Netzleitung zu unterbrechen, wenn die Spannung der Netzleitung
eine voreingestellte Schwelle überschreitet.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche es erlaubt,
die Netzleitung zu unterbrechen, wenn eine Unterbrechung des Neutral-
und/oder Erdleiters der Netzleitung auftritt oder wenn eine fehlerhafte
Verbindung von den Phasen- und Neutralleitern auftritt.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche es erlaubt,
den Verlauf der Auslöse-Charakteristik
der Vorrichtung einfach voreinzustellen.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche es erlaubt,
mehrere Aktuationsvorrichtungen zu nutzen, ohne erhebliche Modifikationen
an den elektronischen Schaltungen geeignet, das Auslösesignal
für die
Aktuationsvorrichtungen zu erzeugen.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche es erlaubt,
den Betrieb der Sensoren geeignet zum Erkennen des Erdleckstroms
zu optimieren.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche es erlaubt,
die Netzleitung zu unterbrechen, wenn die Sensoren geeignet zum
Erkennen eines Erdkriechstroms versagen.
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Ein
anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektronische
Fehlerstrom-Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche einfach hergestellt
werden kann und zu bescheidenen Kosten.
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Demnach
stellt die vorliegende Erfindung eine elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
für eine
Niederspannungsnetzleitung bereit, welche aufweist:
- – einen
beweglichen Kontakt und einen festen Kontakt, welche gegenseitig
gekoppelt/entkoppelt werden können;
und
- – erste
Sensormittel zum Erkennen eines Kriechstroms und zum Erzeugen eines
elektrischen Signals, welches anzeigend ist für den Wert des Erdkriechstroms;
und
- – erste
elektronische Mittel, welche elektrisch verbunden sind mit den ersten
Sensormitteln, um zu erzeugen, auf der Basis des elektrischen Signals, welches
anzeigend ist für
den Wert des Erdkriechstroms, ein elektrisches Auslösesignal;
und
- – Aktuationsmittel,
operativ verbunden mit dem beweglichen Kontakt, um auszuführen, in
Antwort auf steuerelektrische Signale, die Trennung des beweglichen
Kontakts von dem festen Kontakt;
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Die
elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aufweist:
- – zweite
Sensormittel zur Erkennung eines oder mehrerer physikalischer Werte,
welche anzeigend sind für
den Betriebszustand der elektronischen Vorrichtung zum Schutz gegen
Erdkriechströme; und
- – zweite
elektronische Mittel, elektrisch verbunden mit den zweiten Sensormitteln,
zum Empfangen elektrischer Signale von den zweiten Sensormitteln, welche
anzeigend sind für
den Betriebszustand der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
und zum Erzeugen des elektrischen Auslösesignals abhängig von
den elektrischen Signalen.
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Die
elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
erlaubt es, die beabsichtigte Absicht und Ziele zu erreichen. Tatsächlich stellt
sie sicher, aufgrund des Vorhandenseins von zweiten Sensormitteln
und von zweiten elektronischen Mitteln, die Möglichkeit, abnormale Betriebszustände zu erkennen,
welche die Sicherheit der Vorrichtung beeinträchtigen können. In der Praxis wird ein
abnormaler Betriebszustand in der gleichen Weise betrachtet wie
ein Erdkriechstrom und ruft das Auslösen der Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
hervor. Dies zwingt den Benutzer in Sicherheit auf die Netzleitung
oder auf die elektronische Vorrichtung selbst einzugreifen, um normale
Betriebszustände
wieder herzustellen.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden ersichtlich von
der detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung, illustriert nur durch nicht beschränkendes Beispiel in den begleitenden Zeichnungen,
worin:
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1 ein Blockdiagramm einer
elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung eines bekannten Typs
ist;
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2 eine schematische Ansicht
einer elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung gemäß der Erfindung
ist;
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3 eine schematische Ansicht
eines konstruktiven Details der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung
ist;
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4 eine schematische Ansicht
eines anderen konstruktiven Details der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung
ist;
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5 eine schematische Ansicht
eines weiteren konstruktiven Details der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung
ist;
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6 eine schematische Ansicht
eines weiteren konstruktiven Details der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung
ist;
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7 eine schematische Ansicht
eines weiteren konstruktiven Details der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung
ist;
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8 eine schematische Ansicht
eines weiteren konstruktiven Details der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung
ist;
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9 eine schematische Ansicht
eines weiteren konstruktiven Details der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung
ist;
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10 eine schematische Ansicht
eines weiteren konstruktiven Details der elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung
gemäß der Erfindung ist.
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Der
Aufbau einer elektronischen Fehlerstrom-Schutzvorrichtung (Bezugszeichen 30)
gemäß der Erfindung
ist schematisch mit Bezug auf 2 gezeigt.
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Die
Vorrichtung 30 weist auf einen beweglichen Kontakt und
einen festen Kontakt, welche gegenseitig gekoppelt/entkoppelt werden
können
(Bezugszeichen 31). Die Trennung des beweglichen Kontakts
von dem korrespondierenden festen Kontakt ruft offensichtlich die
Unterbrechung einer Netzleitung 32 hervor.
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Die
Netzleitung 32 kann von dem Ein-Phasen oder Drei-Phasen-Typ
sein gemäß den Anforderungen
des elektrischen Nutzers. Die Vorrichtung 30 weist auf
erste Sensormittel 33 zum Erkennen eines Erdkriechstrom
in einem Phasenleiter der Netzleitung 32. Die Sensormittel 33 erzeugen
daher ein elektrisches Signal, welches für den Wert des erkannten Erdkriechstroms
anzeigend ist.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform weisen
die ersten Sensormittel 33 wenigstens einen Stromwandler
auf, versehen mit einer Primärwicklung,
welche die Leiter der Netzleitung 32 umfasst. Im Fall einer
Drei-Phasen-Netzleitung kann die Primärwicklung des Stromwandlers
die Leiter der Netzleitung 32 umfassen. Dementsprechend
fließt
ein elektrisches Stromsignal in der Sekundärwicklung des Wandlers in Antwort
auf das Vorhandensein eines Erdkriechstroms in dem Pha senleiter,
welcher die Primärwicklung
darstellt. Dieses elektrische Stromsignal ist daher anzeigend für den Wert
des Erdkriechstroms.
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Die
Vorrichtung 30 gemäß der Erfindung weist
weiterhin erste elektronische Mittel 34 auf, welche elektrisch
verbunden sind mit den ersten Sensormitteln 33. Die ersten
elektronischen Sensormittel 34 erzeugen ein elektrisches
Auslösesignal,
welches abhängt
von dem elektrischen Signal, welches anzeigend ist für den Wert
des Erdkriechstroms (sowie z.B. für das eine, welches von den
Sensormitteln 33 gesendet wird). Die Vorrichtung 30 weist
weiterhin Aktuationsmittel 35 auf, welche operativ verbunden sind
mit dem beweglichen Kontakt der elektrischen Kontakte 31.
Die Aktuationsmittel 35 rufen hervor, in Antwort auf ein
steuerelektrisches Signal 750, die Trennung des beweglichen
Kontakts von dem korrespondierenden festen Kontakt und verursachen
dadurch die Unterbrechung der Netzleitung 32.
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Die
Aktuationsmittel 35 können
z.B. von elektromagnetischem Typ sein (Solenoid).
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Wieder
mit Bezug auf 2 weist
die Vorrichtung 30 zweite Sensormittel 15 auf
zum Erkennen eines oder mehrerer physikalischen Werte, welche anzeigend
für den
Betriebszustand der elektronischen Schutzvorrichtung sind und zweite
elektronische Mittel 16. Die elektronischen Mittel 16 sind
elektrisch verbunden mit den Sensormitteln 15, um Signale 17 zu
empfangen, welche für
den Betriebszustand der elektronischen Schutzvorrichtung anzeigend
sind. Weiterhin erzeugen die zweiten elektronischen Mittel 16 ein
elektrisches Auslösesignal 18,
abhängig
von den elektrischen Signalen 17. Vorteilhafterweise weisen
die ersten und zweiten elektrischen Mittel 34 und 16 ein
erstes Schaltungsnetzwerk 37 auf zum Erzeugen eines elektrischen
Auslösesignals folgend
dem Empfang in Eingang eines elektrischen Stromsignals. Das Schaltungsnetzwerk 37 weist
bevorzugter Weise (3)
ein erstes kapazitives Element 42 auf, welches mit Erde
verbunden ist. Das kapazitive Element 42 wird durch ein
elektronisches Stromsignal 40 geladen im Eingang, um eine
Ladespannung zu erzeugen. Ein erstes Komparatorelement 43,
elektrisch verbunden mit dem kapazitiven Element 42, erhält in Eingang
die Ladespannung und erzeugt das elektrische Auslösesignal 39,
wenn die Ladespannung eine voreingestellte Referenzspannung VRIF1 überschreitet.
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Vorteilhafterweise
weisen die elektrischen Mittel 16 weiterhin auf (2 und 3) ein zweites Schaltungsnetzwerk 20 zum
Erzeugen eines elektrischen Auslösesignals 18,
folgend dem Empfang in Eingang eines elektrischen Stromsignals 17.
Das elektrische Signal 17 ist anzeigend für den erkannten Betriebszustand.
Das Schaltungsnetzwerk 20 (4)
weist ein zweites Komparatorelement 24 auf zum Erzeugen
eines ersten Freigabesignals 23, wenn das elektrische Stromsignal 17 eine
voreingestellte Referenzspannung VRIF2 überschreitet.
Das Schaltungsnetzwerk 20 weist weiterhin einen zweiten Schaltungsblock 25 auf
zum Erzeugen eines elektrischen Stromsignals I1 folgend dem Empfang
des ersten Freigabesignals 23. Das Signal I1 ist angewandt
in Eingang auf ein zweites kapazitives Element 26, welches
mit der Erde verbunden ist. Das zweite kapazitive Element 26 wird
durch das elektrische Stromsignal I1 geladen, um so eine Ladespannung zu
erzeugen. Ein drittes Komparatorelement 27 ist elektrisch
verbunden mit dem kapazitiven Element 26. Das Komparatorelement 27 erhält in Eingang
die Ladespannung und erzeugt ein elektrisches Auslösesignal 18,
wenn die Ladespannung eine voreingestellte Referenzspannung VRIF3 überschreitet.
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Mit
Bezug nun auf 5 weisen
die zweiten Sensormittel 15 wenigstens einen Sensor 151 auf, welcher
innerhalb und/oder außerhalb
der Vorrichtung 30 angeordnet ist. Der Sensor 151 erkennt
die Betriebstemperatur der Vorrichtung 30 und erzeugt ein
elektrisches Signal 160, welches anzeigend ist für den Wert
der erkannten Temperatur und dazu vorgesehen ist, an die zweiten
elektronischen Mittel 16 gesendet zu werden. Der Sensor 151 kann
bereitgestellt werden, z.B. durch Verwendung eines entsprechend
konfigurierten Transistors, gemäß einer
der bekannten elektrischen Entwurfstechniken.
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Der
Sensor 151 ist elektrisch verbunden mit einem vierten Komparatorelement 161,
um ein zweites Freigabesignal 162 zu erzeugen, wenn das
elektrische Signal 160 eine voreingestellte Referenzspannung
VT überschreitet.
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Das
Komparatorelement 161 ist elektrisch verbunden mit einem
ersten Schaltungsblock 163, um, folgend dem Empfang des
Freigabesignals 162, ein elektrisches Stromsignal 40 zu
erzeugen, gesendet in Eingang in das erste Schaltungsnetzwerk 37, welches
ein elektrisches Auslösesignal 39 erzeugt.
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Auf
diese Weise wird, sobald die Betriebstemperatur der Vorrichtung 30 eine
voreingestellte Schwelle überschreitet,
die Netzleitung unterbrochen. Dementsprechend wird jeder Zustand
einer potentiellen Gefahr für
den Benutzer verhindert.
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Mit
Bezug nun auf 6 weisen
die zweiten Sensormittel 15 bevorzugter Weise einen Sensor 152 auf
zum Erkennen der Spannung einer Phase F der Niederspannungsnetzleitung.
Der Sensor 152 kann z.B. aus einem gewöhnlichen Spannungsteiler bestehen.
Der Sensor 152 erzeugt ein elektrisches Signal 171,
welches anzeigend für
den Wert der erkannten Spannung ist. Das elektrische Signal 171 ist
dazu bestimmt, an die zweiten elektronischen Mittel 15 gesendet
zu werden (alternativ kann das elektrische Signal 171 direkt
verwendet werden als das Spannungseingangssignal 17 von 4).
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Der
Sensor 152 ist elektrisch verbunden mit dem zweiten Schaltungsnetzwerk 20,
welches ein elektrisches Auslösesignal 18 erzeugt.
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Wieder
mit Bezug auf 6 können die zweiten
Sensormittel 15 aufweisen einen Sensor 153 zum
Erkennen des elektrischen Kontinuitätszustands des Neutralleiters.
Der Sensor 153 kann vorteilhafterweise ein Schaltungsnetzwerk 156 aufweisen,
welches verbunden ist mit einem Phasenleiter F1, mit dem Neutralleiter
N und mit dem zweiten Schaltungsnetzwerk 20. Das Schaltungsnetzwerk 156 weist
ein resistives Element und Dioden auf, derart angeordnet, um die
Spannung des mit B bezeichneten Punktes zu erhöhen sobald die Unterbrechung
des Neutralleiters im Punkt A aufgetreten ist.
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Im
Falle einer Unterbrechung erzeugt der Sensor 153 ein elektrisches
Spannungssignal, welches anzeigend für den elektrischen Kontinuitätszustand
des Neutralleiters ist, um an die zweiten elektronischen Mittel 15 gesendet
zu werden. Der Sensor 153 ist elektrisch verbunden mit
dem zweiten Schaltungsnetzwerk 20, welches ein elektrisches
Auslösesignal 18 erzeugt.
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Gleichermaßen weisen
die Sensormittel 15 einen Sensor 154 auf zum Erkennen
des elektrischen Kontinuitätszustands
des Erdleiters der Netzleitung und einen Sensor 155 zum
Erkennen des korrekten Verbindungszustands des Phasen- und Neutralleiters.
Wie der Sensor 153 weisen die Sensoren 154 und 155 ein
Schaltungsnetzwerk auf, welches ähnlich
sein kann in Bezug auf Aufbau und Funktion zu dem Netzwerk 156 und
entsprechende Signale 173 und 174 erzeugt.
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Zum
Beispiel ist, im Fall des Sensors 154, das entsprechende
Schaltungsnetzwerk verbunden zwischen einem Phasenleiter und dem
Grundleiter der Netzleitung und dem zweiten Schaltungsnetzwerk 20.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform (2) weisen die ersten elektronischen
Mittel 34 erste Schaltungsmittel 36 auf zum Erzeugen
eines elektrischen Auslösesignals
nach einem voreingestellten minimalen Zeitintervall. Es ist auch
möglich, zweite
Sensormittel 46 einzuschließen, um einen Minimalwert des
Erdkriechstroms zu definieren, oberhalb dessen ein elektrisches
Auslösesignal
erzeugt wird. Auch können
dritte Sensormittel 45 zum Erzeugen eines Auslösesignals
innerhalb eines maximalen Zeitintervalls, welches gemäß einer
wesentlichen Beziehung von umgekehrter Proportionalität in Hinsicht auf
einen Erdkriechstrom, welcher höher
als der Minimalwert ist, berechnet wird, eingeschlossen werden.
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Vorteilhafterweise
(7) weisen die ersten elektronische
Mittel das Schaltungsnetzwerk 37 auf zum Erzeugen eines
elektronischen Auslösesignals 39 folgend
auf den Empfang in Eingang eines elektrischen Stromsignals 40,
und einen vierten Schaltungsblock 41 zum Senden, folgend
dem Empfang von dritten und vierten Freigabesignalen (Bezugszeichen 42 und 43),
eines elektrischen Stromsignals 40 in Eingang an das elektrische
Netzwerk 37. Der Schaltungsblock 41 ist auch dazu
gedacht, folgend dem ausgefallenen Empfang der Freigabesignale 420 und 43,
eine Vorentladung des Schaltungsnetzwerks 37 auszuführen. Dies
kann auftreten durch Senden eines Stromsignals 40 einer
entsprechenden Polarität
in Eingang an das Schaltungsnetzwerk 37.
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Vorteilhafterweise
weisen die zweiten Sensormittel 46 ein resistives Kalibrationselement 620 auf
zum Erzeugen (7), auf
Grund des Empfangs eines elektrischen Stromsignals 62,
einer ersten Referenzspannung 48, welche proportional zu
dem Minimalwert des Erdkriechstroms ist. Die dritten Sensormittel 45 weisen
vorteilhafterweise auf ein drittes kapazitives Element 39,
welches mit Erde verbunden ist, und einen dritten Schaltungsblock 50.
Der dritte Schaltungsblock 50 ist dazu gedacht, ein elektrisches
Stromsignal 51 an das kapazitive Element 49 zu
senden, abhängig
von der zweiten Referenzspannung 48, um eine Ladespannung über das
kapazitive Element 49 zu erzeugen, wenn ein Erdkriechstrom höher als
der Minimalwert vorhanden ist. Wenn ein Erdkriechstrom höher als
der Minimalwert nicht vorhanden ist, dann wird das Signal 51 gesendet,
um das kapazitive Element 49 zu entladen. Vorteilhafterweise
stellt der Schaltungsblock 50, abhängig von der zweiten Referenzspannung 48,
ein erstes Logiksignal bereit, welches als Freigabesignal 42 verwendet
wird.
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Die
dritten Sensormittel 45 können weiterhin ein fünftes Komparatorelement 52 aufweisen,
welches gekoppelt ist mit dem kapazitiven Element 49. Das
Komparatorelement 52 erhält in Eingang die Ladespannung über das
kapazitive Element 49 und erzeugt ein zweites Logiksignal,
welches als Freigabesignal 43 verwendet wird, wenn die
Ladespannung eine voreingestellte Referenzspannung (VR) überschreitet.
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Wieder
mit Bezug auf 7 wird
der Betrieb der ersten, zweiten und dritten Sensormittel, welche die
elektronische Schutzvorrichtung gemäß der Erfindung umfasst, in
größerem Detail
beschrieben.
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Der
Kalibrationswiderstand 620 erzeugt eine Referenzspannung,
abhängig
von welcher der Schaltungsblock das kapazitive Element 49 auflädt. Insbesondere
wenn die Referenzspannung das Vorhandensein eines Wertes des Erdkriechstroms
anzeigt, welcher höher
ist als der Minimalwert, startet der Block 50 den Ladeprozess,
so dass die Ladezeit umgekehrt proportional zu dem erkannten Erdkriechstrom
ist. Sobald das Laden vollendet ist (Freigabesignal 43)
und wenn ein genügend
hoher Erdkriechstrom noch vorhanden ist (Freigabesignal 420),
lädt der
Block 41 das kapazitive Element 42. Um eine konstante
Ladezeit sicherzustellen, erfolgt das Laden auf eine lineare Art
und Weise, da er nicht proportional zu dem erkannten Erdkriechstrom
ist. Auf diese Art wird ein minimales Zeitintervall, nach welchem das
elektrische Auslösesignal 39 erzeugt
wird, gesetzt. Die beschriebenen konstruktiven Lösungen sind insbesondere vorteilhaft,
da sie das Voreinstellen während
des Entwurfs der gesamten Auslöse-Charakteristik
der elektrischen Schutzvorrichtung erlauben.
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Das
maximale Zeitintervall für
Auslösung
ist tatsächlich
definiert durch die Summe der Ladezeiten der kapazitiven Elemente 49 und 42.
Andererseits wird, für
Erdkriechstromwerte, welche relativ höher als die nominalen Werte
sind, die Ladezeit des kapazitiven Elements 49 vernachlässigbar,
während
die Ladezeit des kapazitiven Elements 42 konstant bleibt.
Dementsprechend wird eine minimale Auslösezeit eingestellt. Schließlich erlaubt
der Kalibrationswiderstand, den minimalen Auslösestrom zu bestimmen durch
Erzeugen der Referenzspannung 48. Die Auslöse-Charakteristik
der elektronischen Schutzvorrichtung kann daher völlig während des Entwurfs
definiert werden. Dementsprechend ist es möglich, die Auslöse-Charakteristik
der elektronischen Schutzvorrichtung im Voraus zu bestimmen, welche
es erlaubt, die Anforderungen des elektrischen Nutzers besser zu
treffen.
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Es
ist auch sehr wichtig, dass Vorentladung der kapazitiven Elemente 49 und 42 erfolgt,
wenn die Bedingungen zur Erzeugung eines elektrischen Auslösesignals
nicht auftreten, gemäß den beschriebenen
Kriterien.
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Dieses
erlaubt es tatsächlich,
unerwünschte Auslöseereignisse
(ungelegene Auslösungen)
zu vermeiden, welche durch Akkumulation von Ladungen in den kapazitiven
Elementen 49 und 42 hervorgerufen werden. Das
Vorhandensein von akkumulierter Ladung würde tatsächlich die Ladezeit der kapazitiven
Elemente 42 und 49 reduzieren, und es wäre daher
nicht mehr länger
möglich,
ein voreingestelltes minimales Zeitintervall, nach welchem die Auslösung auftritt,
sicherzustellen.
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In
einer anderen vorteilhaften Ausführungsform
weisen die ersten elektronischen Mittel 34 vierte Sensormittel 60 auf
zur Verbindung mit den ersten Sensormitteln 33. Mit Bezug
auf 8 erhalten die vierten
Sensormittel 60 von den ersten Sensormitteln 33 ein
elektrisches Signal 61, welches anzeigend ist für den Wert
des Erdkriechstroms und erzeugen ein elektrisches Stromsignal 62,
welches anzeigend ist für
den Absolutwert des Erdkriechstroms.
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Vorteilhafterweise
weisen die Sensormittel 60 einen fünften Schaltungsblock 63 von
niedriger Impedanz auf, welcher elektrisch verbunden mit den ersten
Sensormitteln 33 ist, um deren linearen Betrieb sicherzustellen.
Ein sechster Schaltungsblock 64 ist weiterhin aufgewiesen
und ist elektrisch verbunden mit dem Schaltungsblock 63,
um das elektrische Signal 61 zu empfangen, welches anzeigend
für den
Wert des Erdkriechstroms ist und um ein elektrisches Stromsignal 62 zu
erzeugen, welches anzeigend für
den Absolutwert des erkannten Erdkriechstroms ist. Bevorzugt wird
das Stromsignal 62 in Eingang an den Kalibrationswiderstand 620 gesendet, um
die Referenzspannung 48 zu erzeugen. Vorteilhafterweise
ist ein siebter Filter-Schaltungsblock 65 aufgewiesen,
welcher mit Mitteln zum Eliminieren von Rauschen hoher Intensität (Schutzdioden) und/oder
hochfrequentem Rauschen (ein RC-Netzwerk) versehen ist. Diese Ausführungsform
ist besonders vorteilhaft, da sie es erlaubt, die Leistung der Sensormittel 33 zu
optimieren, insbesondere wenn, wie es üblicherweise in der Praxis
auftritt, diese einen Stromwandler aufweisen. In diesem Fall kann
die Sekundärwicklung
des Stromwandlers unter im Wesentlichen Idealbedingungen arbeiten
(d.h. nahe an dem Kurzschlusszustand).
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
weisen die ersten elektronischen Mittel 34 sechste Sensormittel 70 auf
zur Erzeugung eines elektrischen Auslösesignals, wenn die ersten
Sensormittel 33 versagen. Mit Bezug auf 9 weisen die Sensormittel 70 vorteilhafterweise
einen neunten Schaltungsblock 71 auf zur Messung vorbestimmter physikalischer
Parameter, welche anzeigend für
den Betriebszustand der ersten Sensormittel sind. Wenn z.B. die
Sensormittel einen Stromwandler aufweisen, ist es möglich, den äquivalenten
Widerstand der Sekundärwicklung
des Wandlers zu messen. Wenn die Werte des physikalischen Parameters
nicht innerhalb eines voreingestellten Bereichs sind, erzeugt der Schaltungsblock 71 ein
drittes Freigabesignal 72 für einen siebten Schaltungsblock 73,
welcher elektrisch verbunden ist mit dem ersten Schaltungsnetzwerk 37.
Der Schaltungsblock 73 erzeugt, folgend dem Empfang des
Freigabesignal 72, ein elektrisches Stromsignal 40 zur
Sendung in Eingang an das Schaltungsnetzwerk 37, um ein
elektrisches Auslösesignal 39 zu
erzeugen.
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Diese
konstruktive Ausführungsform
ist besonders vorteilhaft, da sie es erlaubt, die Möglichkeit eines
Betriebsversagens der elektrischen Schutzvorrichtung, z.B. wegen
eines während
des Zusammenbaus der Sensormittel 33 erlittenen Schadens,
zu vermeiden.
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Wieder
mit Bezug auf 2 sind
die Aktuationsmittel vorteilhafterweise verbunden mit fünften Sensormitteln 75,
welche dazu geeignet sind, ein elektrisches Auslösesignal (39 und/oder 18)
zu empfangen und ein oder mehrere steuerelektrische Signale 750 zur
Aktivierung der Aktuationsmittel zu erzeugen. Die fünften Sensormittel 75 weisen
bevorzugt einen achten Schaltungsblock (nicht gezeigt) auf, welcher
mit einer Ausgangsstufe vom Latch-Typus versehen ist, welcher zwei
stabile Betriebszustände
hat. Die fünften
Sensormittel 75 weisen vorteilhafterweise fernerhin eine
oder mehrere elektronische Schaltungen (z.B. eine geeignet konfigurierte Transistorstufe)
auf, welche einen relativ hohen Ausgangsstrom sicherstellen. Auf
diese Art ist es möglich,
Aktuationsmittel eines anderen Typus' zu steuern, ohne die ersten elektronischen
Mittel 36 im Wesentlichen zu modifizieren.
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Vorteilhafterweise
weist die elektronische Schutzvorrichtung gemäß der Erfindung (2) dritte elektronische
Mittel 130 auf, welche elektrisch mit der Netzleitung 32 verbunden
sind, um eine Versorgungsspannung VCC an
die ersten und/oder zweiten elektronischen Mittel 34 und 16 bereitzustellen.
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Mit
Bezug auf 10 können die
dritten elektronischen Mittel z.B. eine Gleichrichterstufe 131 (z.B.
eine Diodenbrücke)
aufweisen, welche verbunden ist mit einer Filterstufe 132 (z.B.
ein RC-Netzwerk), welches wiederum verbunden ist mit einer Regulationsstufe 133,
welche dazu geeignet ist, die verschiedenen Spannungsniveaus (Bezugszeichen 134)
bereitzustellen, welche verwendet werden, die verschiedenen Komponenten
zu versorgen oder für die
Spannungsreferenzen (wie z.B. die Referenzspannungen VR,
VRIF1, usw.).
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In
der Praxis wurde festgestellt dass die elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung 30 gemäß der Erfindung
die beabsichtigte Absicht und Ziele vollständig erreicht.
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Weiterhin
wurde festgestellt, dass die elektronische Fehlerstrom-Schutzvorrichtung 30 einfach zu
niedrigen Kosten herzustellen ist. Insbesondere können die
ersten und/oder zweiten und/oder dritten elektronischen Mittel in
eine mikroelektronische Halbleiterschaltung integriert werden, insbesondere in
eine Schaltung des ASIC-(Application-Specific Integrated Circuit)-Typus
oder in einen Microcontroller.
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Dies
erlaubt, die Raumbelegung erheblich zu reduzieren, während die
Herstellungskosten reduziert und die Betriebszuverlässigkeit
verbessert wird.