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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
wiederaufladbaren 3V-Li-Ionen-Batterie.
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Eine
solche Batterie ist in der Größe AA (Stift-Taschenlampengröße) mit
einem aus 1 M LiAsF6 (Lithiumhexafluoroarsenat)
in DN (1,3-Dioxolan) als Lösungsmittel
und TBA (Tributylamin) als Stabilisator bestehenden Elektrolyten
bekannt. Diese Batterie funktioniert mit Li-Metall als Anode gut.
Der Elektrolyt darin zeichnet sich auf positive Weise dadurch aus,
dass, wenn die Batterie geladen wird, bei der Ablagerung von Li-Metall
fast keine Dendrite gebildet werden, und dadurch, dass der Elektrolyt
eigensicher ist. Eigensicher bedeutet, dass der Elektrolyt, wenn
die Batterie missbraucht wird, z.B. überladen wird, zu weit entladen
wird, kurzgeschlossen wird, unsachgemäß erhitzt und mechanisch beschädigt wird,
sehr schnell polymerisiert, sodass der Strom als Ergebnis der Erhöhung des
inneren Widerstands der Batterie stark abfällt. Der Grund für die Polymerisation
liegt darin, dass mehr Protonen freigesetzt werden, als durch das
vorhandene TBA neutralisiert werden können, wodurch sich ein Überschuss
an freien Protonen ergibt, als dessen Ergebnis das vorhandene DN
durch eine Protonen-katalysierte Reaktion polymerisiert. Ein weiterer
Grund für diese
Polymerisation liegt in der starken Wärmeentwicklung als Ergebnis
des Kurzschließens
oder Überladens
der Batterie. Die Wirksamkeit der bekannten Batterie ist relativ
hoch und kann eine spezifische Leistung von mehr als 200 Wh/kg erreichen, was
die Langzeitanforderung des USRBC (US advanced battery consortium)
befriedigt.
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Der
Nachteil der bekannten Batterie besteht darin, dass mit einer Lithiumanode
die Zykluslebensdauer von 350 Entladungszyklen bei 100 DOD (Entladungstiefe)
für eine
Anzahl von Anwendungen zu niedrig ist, wie z.B. in Hybridfahrzeugen,
bei denen mindestens 600 Entladungszyklen notwendig sind. In diesem
Zusammenhang ist das Ende der Zykluslebensdauer als der Zeitpunkt
definiert, zu dem die Entladungskapazität gleich 80% der Entladungskapazität im ersten
Entladungszyklus ist.
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Ein
weiterer Nachteil liegt in der relativ langen Ladezeit von etwa
10 Stunden. Obwohl mit einem höheren
Ladestrom eine Verkürzung
derselben möglich
ist, führt
dies in der Praxis zu einer kürzeren Lebensdauer
und somit zu einer geringeren Anzahl von Entladungszyklen.
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Ein
weiterer Nachteil ist die Verminderung der Entladungskapazität. Selbstverständlich ist
nicht nur die Kapazität,
sondern auch die (praktisch machbare) Dichte des Elektrodenmaterials
und der CE (Stromausbeute)-Wert relevant. Der CE-Wert ist das Verhältnis der
Ladungsmenge, die gespeichert wird, und der Ladungsmenge, die wieder
freigesetzt wird. In der bekannten Batterie beträgt der CE-Wert für metallisches
Li in dem verwendeten Elektrolyten ungefähr 99% , das heißt, dass
bei jedem Zyklus ungefähr
1% der Ladung verloren geht. Dies würde bedeuten, dass nach etwa
100 Zyklen alles Li verbraucht ist, um dies zu verhindern, muss
dann ein Überschuss
an Li verwendet werden. Weil metallisches Li stark reaktiv ist,
wurden aus Sicherheitsgründen
klare Beschränkungen
auferlegt: Wenn man beispielsweise von einer Kapazität von 800
mAh (0,8 Ah) für
eine Batterie der Größe AA ausgeht,
entsprechen 1% der Ladung 0,008 Ah oder 28,8 Coulomb. Metallisches
Lithium besitzt eine spezifische Kapazität von 3,84 Ah/g. Dies bedeutet,
dass ein Verlust von 1% bei jedem Zyklus beim Laden einem Verlust
von 0,008/3,84 = 0,0021 g Lithiummetall entspricht. Entsprechend
sind nach 100 Zyklen 0,21 g Li verbraucht worden. In der Praxis
stellt sich dann heraus, dass ein Überschuss von 1,0 g Lithium
in der Batterie etwa 476 Zyklen mit 100% DOD entspricht. Natürlich ist die
wirkliche Anzahl von Zyklen geringer (etwa 350), weil die Li-Metallanode
nicht vollständig
verbraucht werden kann, weil sie auch als elektrischer Leiter wirkt.
Eine weitere Erhöhung
des CE-Werts über
die ungefähr
99% hinaus würde
mehr Zyklen ergeben, dies hat sich aber in der Praxis als unmöglich herausgestellt.
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Eine
Aufgabe der Erfindung ist es somit, ein Verfahren zur Herstellung
einer wiederaufladbarer 3V-Li-Ionen-Batterie, wie sie hier in dem
einleitenden Abschnitt beschrieben ist, bereitzu stellen, infolgedessen
die erhaltene Batterie eigensicher ist, eine wesentlich längere Lebensdauer,
vorzugsweise mehr als 600 Zyklen bei 100 DOD, eine schnellere Ladezeit,
vorzugsweise in der Größenordnung
von 1 bis 2 Stunden, und einen CE-Wert von höher als 99%, vorzugsweise höher als
99,9% besitzt.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe erreicht, wenn die Anode aus Graphit hergestellt wird und
in eine Elektrolytlösung
eingeführt
wird, die auf der Basis von DN (1,3-Dioxolan), mit einem oder mehreren
stabilen Salzen, die nicht mit DN polymerisieren, wie LiAsF6 (Lithiumhexafluoroarsenat) oder LiClO4 (Lithiumperchlorat), zusammengesetzt ist, wobei
zu der Elektrolytlösung
sowohl TBA (Tributylamin) als Stabilisator als auch Additive in
einer Konzentration von weniger als 5%, wie beispielsweise EC (Ethylencarbonat),
gamma-BL (gamma-Butyrolacton) oder VC (Vinylencarbonat) in einer
solchen Konzentration hinzugefügt
worden sind, dass die Eigensicherheit der Batterie aufrechterhalten
wird, und dass die Anode ferner mit SEI-Film (Festelektrolytgrenzflächenfilm)
mit Li-Ionen-leitenden Eigenschaften versehen ist.
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Die
JP 11 195 427 A betrifft
eine wiederaufladbare Li-Ionen-Batterie, die eine nicht-wässrige Elektrolytlösung enthält. Die
Lösung
enthält
einen von As verschiedenen Säurerückstand,
eine organische Lösung
und einen Polymerisationsinhibitor.
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Es
ist gefunden worden, dass mit einer Graphitanode ohne SEI-Schicht in einem
Elektrolyten ohne Additive die oben erwähnten Nachteile auf keinerlei
Weise verhindert werden können.
Im Gegenteil führt
die Verwendung von lediglich einer Graphitanode zu größeren Problemen,
weil sich beispielsweise ein eigensicherer LiAsF6-Elektrolyt
mit DN als Lösungsmittel
und TBA als Stabilisator, obwohl er eminent für Li-Metall geeignet ist, als
für Graphit
völlig ungeeignet
herausgestellt hat. Das vorhandene DN hat sich, wegen der Abwesenheit
von geeignetem Additiv, als völlig
ungeeignet erwiesen, um mit Graphit zu funktionieren. Die letztgenannte
Tatsache war bereits als solche bekannt und es die folgende Erklärung gegeben
werden: DN bildet während
des ersten Zeitraums, bei dem Li-Ionen in dem Graphit abgelagert
werden, keinen SEI-Film auf dem Graphit. Die SEI ist ein extrem
dünner
Film (in der Größenordnung
von 0,05 μm)
mit Li-Ionen-leitenden Eigenschaften. Bei der Einlagerung (Laden
der Batterie) diffundieren Li-Ionen durch den SEI-Film in den Graphit,
während
bei der Auslagerung (Entladen der Batterie) Li-Ionen aus dem Graphit
diffundieren. weil DN nicht die Eigenschaft besitzt, diesen außerordentlich notwendigen
SEI-Film zu bilden, ist es bei Einsatz der verfügbaren Arten von Graphit, wie
beispielsweise KS44, unmöglich,
den Elektrolyten in Kombination mit Graphit zu verwenden. Ein Anpassen
des verwendeten Salzes, in diesem Fall LiAsF6,
durch Mittel wie beispielsweise LiPF6 (Lithiumhexafluorophosphat),
wobei dieses Salz in den meisten 4V-Batterien verwendet wird, hat
sich als unmöglich
herausgestellt, weil LiPF6 wegen der Bildung
eines Protonenüberschusses
direkt mit DN reagiert, was eine direkte Polymerisation des vorhandenen
DN unter starker Wärmeentwicklung
bedeutet. Wegen der Eigensicherheit muss das DN nichtsdestoweniger
in der Formulierung des Elektrolyten der 3V-Batterie verbleiben.
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Als
erste Anforderung muss die Eigensicherheit aufrechterhalten werden.
Dies bedeutet, dass nur geringe Prozentsätze an hochaktiven Additiven verwendet
werden können.
Wenn höhere
Prozentsätze
verwendet werden, findet keine Polymerisation von DN statt, sodass
die Eigensicherheit beeinträchtigt
wird. Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dass Prozentsätze an Additiven
von 5% oder weniger zu einer Aufrechterhaltung der Eigensicherheit
des Elektrolyten führen.
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Bei
der Herstellung von Graphitanoden können verschiedene Techniken
verwendet werden. Obwohl die 'Rakel'-Methode für diesen
Zweck verwendet werden kann, wurde die Technik des Sprühbeschichtens
verwendet. Diese besitzt den Vorteil, dass eine besonders gute Verbindung
der verwendeten Graphit-PVDF (Poly(vinylidendifluorid))-Mischung (90:10
Gew.%) erhalten wurde. Dafür
wurde vorher eine bestimmte Menge von PVDF als Feststoff in das verwendete
Lösungsmittel
NMP (1-Methylpyrrolidinon) eingeführt.
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Nach
dem Auflösen
von PVDF mittels Ultraschall wurde das Graphitpulver zugegeben,
danach wurde es mittels Ultraschall mit der PVDF/NMP-Lösung gemischt.
Als elektrischer Leiter wurde eine sehr dünne Kupferfolie (25 μm) verwendet,
die mit einer rauen Oberflächenstruktur
versehen worden war, um die Verbindung zu verbessern.
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Die
Verwendung von Graphit als Anodenmaterial stellt sehr spezifische
Anforderungen an dieses Material. Es werden sehr spezielle Graphite
angeboten, um als Elektrodenmaterial für 4V-Li-Ionen-Batterien zu
dienen, weil diese Anforderungen, wie spezifische Oberfläche und
Gitterabstand zwischen den Graphitschichten, innerhalb von engen
Grenzen erfüllt
sein müssen.
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Ein
Test mit Graphit KS44TM und einer Lösung von
50% DN + 50% EC (Ethylencarbonat) zeigte ein reversibles Verhalten
für die
Einlagerung von Li-Ionen in den Graphit, zeigte jedoch als Ergebnis der
Bildung einer SEI-Schicht bei der ersten Einlagerung bereits in
dem ersten Zyklus einen irreversiblen Verlust von 51,6, was als
unakzeptabel hoch angesehen wurde. Bei Verwendung von Graphit SLM44TM in einer Lösung von 50% DN + 50% EC wurde überhaupt
kein Auslagerungsverhalten gefunden, was bedeutet, dass kein guter
SEI-Film gebildet wird. Weil der Prozentsatz (50%) des Additivs
zu hoch war, wurde entschieden, ein anderes Additiv, VC (Vinylencarbonat),
in einer Konzentration von 10% und 5% für zwei verschiedene Arten von
Graphit, nämlich SLM44TM und MelblonTM (stabförmiger Graphit)
zu verwenden. Bei 5% VC wurde für
SLM44TM ein irreversibler Verlust von 28,9%
gefunden. Für
MelblonTM wurde bei der Verwendung von 10%
VC und 90% DN in 1 M LiAsF6 ein stark verminderter
irreversibler Verlust von nur 4,0% gefunden. Die Zykluslebensdauer betrug
jedoch nur weniger als 10 Zyklen. Auch führte die Verwendung von THF
(Tetrahydrofuran) als Additiv mit MelblonTM als
Graphit nicht zu irgendeiner Verbesserung: bei 10% THF und 90% DN
wurden ein irreversibler Verlust von 22,7% und eine Zykluslebensdauer
von weniger als 3 Zyklen gefunden. Mit 5% und 10% EC führte die
Verwendung von MelblonTM nur zur Einlagerung
von Lithium im ersten Zyklus, während
keine Auslagerung stattfand. Das Endergebnis waren deshalb keine
Zyklen.
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Die
Verwendung von KS44TM-Graphit führte jedoch
zu einer weiteren möglichen
Lösung
für die Aufgabe.
Dafür wurde
zuerst ein SEI-Film
in 50% DN + 50% EC in 1 M LiAsF6 gebildet.
Bei der ersten Einlagerung fand wie bereits erwähnt ein nicht akzeptabler irreversibler
Verlust von 51,6 statt. Indem diese SEI-beschichtete und ausgelagerte
Graphitelektrode sofort in 100 DN gegeben wurde, wurde in dem ersten
Zyklus in reinem DN eine Auslagerungskapazität gefunden, die nur 0,6% niedriger
war als die Auslagerungskapazität
in 50% EC + 50% DN. Damit ist belegt, dass die vorherige Aufbringung
eines SEI-Films eine mögliche
Lösung
darstellt.
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Weil
viele bekannte Graphittypen kein oder ein schlechtes Zyklusverhalten
zeigen, wurde ein angepasster natürlicher Graphit LIB010 (E-SLM
5-44) verwendet. Dieser Typ von Graphit wurde mit 10, 5, 4, 2, 1
und 0,4% EC als Additiv getestet. Sowohl das verwendete LiAsF6 als auch die verwendeten DN und EC waren
von "Batterie"-Qualität. Die Ergebnisse
bei sehr geringen Prozentsätzen
an Additiv (Faktor von 5–100
niedriger als in konventionellen Elektrolyten für 4V-Li-Ionen-Batterien) waren
außerordentlich überraschend.
Bei Verwendung von 10% EC + 90% DN wurde ein irreversibler Verlust
von 22,4 gefunden. Die Zykluslebensdauer betrug 51 Zyklen, während sich
die Entladungskapazität
nur auf 98,8 vermindert hatte. Der Prozentsatz von 10% EC war jedoch
vor dem Hintergrund des Verlustes von Eigensicherheit nicht akzeptabel.
Deshalb wurde entschieden, den Prozentgehalt an EC weiter zu vermindern.
Bei 5% EC + 95% DN wurde eine Zykluslebensdauer von 156 Zyklen gefunden
(die Entladungskapazität
war auf 80% gesunken), mit einem irreversiblen Verlust von 19,3.
Obwohl das Verhalten einen weiteren Fortschritt bedeutete, war die
Zyklusanzahl von 156 für verschiedene
Anwendungen noch sehr unzureichend. Der Prozentgehalt an EC wurde
deshalb weiter auf 4% gesenkt. Bei 4% EC + 96% DN in 1 M LiAsF6 wurde eine Zykluslebensdauer von 450 Zyklen
gefunden, während
sich die Entladungskapazität
auf 80% der Entladungskapazität
des ersten Zyklus' vermindert
hatte. Der irreversible Verlust hatte sich auf 17,5 vermindert.
Danach wurde entschieden, LIB010 mit 2% EC + 98% DN zu testen. Dann
wurde gefunden, dass die Entladungskapazität nach 800 Zyklen noch 85%
der Entladungskapazität
im ersten Zyklus betrug. Der irreversible Verlust von 19,7% entspricht
hier sehr nahe demjenigen von vergleichbaren Systemen in 4V-Li-Ionen-Batterien.
Diese Erkenntnis bedeutet, dass mit angepasstem natürlichen
Graphit LIB010 in einer eigensicheren Elektrolytzusammensetzung
bei einem Minimum eine sehr gute Fähigkeit zum Führen im
Zyklus von 800 Zyklen möglich
ist.
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Natürlich wurde
auch der Einfluss einer weiteren Senkung der EC-Konzentration untersucht. Bei 1% EC
+ 99% DN wurde ein irreversibler Verlust von 18,9 gemessen, während selbst
nach 98 Zyklen noch keine Verminderung der Entladungskapazität stattgefunden
hatte. Bei der Verwendung von 0,4% EC + 99,6 DN wurde ein irreversibler
Verlust von 19,4% gefunden, während
sich die Entladungskapazität nach
42 Zyklen auf 99% vermindert hatte. All dies bedeutet, dass die
Verwendung von Graphit LIB010 mit EC als Additiv bei sehr geringen
Konzentrationen, vorzugsweise etwa 1 bis 2%, eine offensichtliche
Fähigkeit
zum Führen
im Zyklus ergibt, die das Kriterium von 600 Zyklen bei weitem erfüllt, während der
irreversible Verlust weniger als 20% beträgt, was akzeptabel ist. Die
Abwesenheit von EC wurde durch Führen
von LIB010 in 100 DN in 1 M LiASF6 im Zyklus
getestet, der irreversible Verlust betrug 39% (nicht akzeptabel),
während
sich die Kapazität
bei der zweiten Einlagerung bereits auf 77,9 verringert hatte. Dies
bedeutet, dass nicht mehr als 2 Zyklen in 100 DN erreicht werden.
Dies unterstreicht die überlegene
Wirkung von EC in Kombination mit LIB010.
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Erfindungsgemäß sind abgesehen
von EC andere Additive möglich.
So können,
wenn Graphit LIB010 und ein 1 M LiAsF6-Elektrolyt
in DN verwendet werden, als Additiv PC (Propylencarbonat), gamma-BL
(gamma-Butyrolacton) oder VC (Vinylencarbonat) verwendet werden.
PC bei 2% führt überraschenderweise
zu einer Fähigkeit
zum Führen
im Zyklus (nach 9 Zyklen wurde sogar eine Erhöhung der Ent ladungskapazität von 16,5
gefunden), während ein
sehr akzeptabler irreversibler Verlust von 20,7 erhalten wurde.
THF führte
auch zur Fähigkeit
zum Führen
im Zyklus, bei 5% THF + 95% DN wurde nach 32 Zyklen eine Entladungskapazität gemessen,
die sich sogar um 14,5 erhöht
hatte. Der irreversible Verlust betrug 20,7. Ein weiteres Additiv,
gamma-BL, wurde mit 5-, 2- und 1%iger Zugabe getestet. Bei 5% wurde
nach 40 Zyklen eine Verminderung der Entladungskapazität von 0,5%
gemessen, während
der irreversible Verlust 17,5 betrug. Bei 2% wurde nach 49 Zyklen
eine Verringerung von 0,3% gefunden, während der irreversible Verlust
gleich 20,3% betrug. Bei 1% verringerte sich die Entladungskapazität nach 300
Zyklen auf 77,3%. Obwohl diese Zyklusanzahl für eine für Hybridfahrzeuge bestimmte
Batterie zu gering ist, führt
gamma-BL zu einer starken Erhöhung
des Zyklusverhaltens und damit zu einer sehr guten Brauchbarkeit
für Anwendungen,
bei denen dieses Zyklusverhalten nicht so hoch sein muss, wie beispielsweise
für Batterien
in tragbaren Telefonen.
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Weil,
zusätzlich
zu der Möglichkeit
zum Führen
im Zyklus, der irreversible Verlust als Ergebnis der Bildung des
SEI-Films ein sehr wichtiger Parameter ist, wurde die Keimbildung
beeinflusst, die bei der Bildung der SEI-Schicht stattfindet. Dafür wurde
der Graphit LIB010 als Modellsystem genommen, mit 2% EC + 98% DN
als Lösung
in 1 M LiAsF6 (mehr als 800 Zyklen). Um
die Bildung der SEI-Schicht positiv zu beeinflussen, war die Vorgehensweise
wie folgt. Bei der Bildung der SEI-Schicht findet eine Abscheidung einer
Li-Ionen leitenden Schicht statt. Damit diese Abscheidung mit einer
Aktivierungsenergie fortschreiten kann, die so gering wie möglich ist,
werden Kristallisationskeime bereitgestellt, sodass die Bildung
der SEI-Schicht einen so gering wie möglichen Verlust mit sich bringt.
Dafür wurden
zwei Wege verwendet:
- 1. Mischen von Keimen
in die Elektrode und
- 2. Durchleiten eines Gases, was zur Bildung von Keimen an der
Elektrode führt.
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Weg
1. Mischen von Li2CO3 mit
99,999%iger Reinheit in der Graphitelektrode (der Prozentgehalt an
Li2CO3, bezogen
auf den Prozentgehalt LIB010, wurde gleich 10, 1, 0,3 bzw. 0,2%
gemacht). Überraschenderweise
wurde gefunden, dass es eine optimale Konzentration für die Li2CO3-Zugabe gab:
der Prozentsatz des irreversiblen Verlusts für die angegebene Konzentration
betrug 24,0, 20,9, 16,5 bzw. 23,7. Bei 0,3% Li2CO3 und verglichen mit 2% EC + 98% DN wurde
eine Verringerung von 3,2% der irreversiblen Kapazität erreicht.
Die Verwendung von 0,3% Li2CO3 bei
2% EC + 98% DN ergab sogar eine Erhöhung der Entladungskapazität von 10%
nach 43 Zyklen. Dies bedeutet, dass das Mischen von Li2CO3 mit dem Graphit das Zyklusverhalten nicht
auf irgendeine Weise nachteilig beeinflusst, sondern es eher verbessert.
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Weg
2, der beschritten wurde, um den irreversiblen Verlust zu verringern,
bestand in der Verwendung von extrem reinem gasförmigem CO2,
das unmittelbar vor der ersten Einlagerung durch die Lösung von
2% EC + 98% DN geleitet wurde. Dies führte zu dem überraschendsten
Ergebnis: der irreversible Verlust sank auf 15%, was eine Verringerung
von 4,7% darstellt, bezogen auf die Eingangssituation. Nach 33 Zyklen
hatte sich die Entladungskapazität auf
97,9% verringert, was nicht auf einen negativen Einfluss auf das
Zyklusverhalten hinweist. Natürlich ist
bei der praktischen Verwirklichung die Zugabe einer festen Komponente
leichter durchzuführen
als die Zugabe einer gasförmigen
Komponente. Das Durchleiten des CO2-Gases
führt jedoch
zu einer optimalen Konzentration desselben in dem Elektrolyten.
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Zusätzlich zur
Verwendung von festen und flüssigen
Additiven zur Verbesserung des Zyklusverhaltens kann es vorteilhaft
sein, nur eine gasförmige Komponente
als Additiv zu verwenden. Dafür
wurden drei verschiedene Graphite in 1 M LiAsF6 in
DN mit TBA als Stabilisator getestet, während reines CO2-Gas
(Reinheit >99,993%)
durchgeleitet wurde. Von den getesteten Graphittypen MelblonTM, LIB010 und Asbury 3427TM gab
nur Asbury 3427TM ein sehr überraschendes
Ergebnis: ohne Zugabe der anderen Additive (100 DN in 1 M LiAsF6) wurde eine Fähigkeit zum Führen im
Zyklus von 199 Zyklen erreicht, während sich die Entladungskapazität auf 63,4
verringert hatte. Dies ist ein sehr überraschendes Ergebnis, weil
kein organisches Additiv notwendig ist. Für Anwendungen mit einer beschränkten Fähigkeit
zum Führen
im Zyklus ist dies ein sehr brauchbares Ergebnis.