DE596389C - Vereinigte Dampf- und Sauggaskraftanlage fuer Fahrzeuge, insbesondere Lokomotiven - Google Patents
Vereinigte Dampf- und Sauggaskraftanlage fuer Fahrzeuge, insbesondere LokomotivenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B17/00—Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
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Description
Die Erfindung betrifft eine vereinigte Dampf- und Sauggaskraftanlage für Fahrzeuge,
insbesondere für Lokomotiven. Bekanntlich benötigen gerade Fahrzeugmaschinen
einen möglichst geringen Brennstoffverbrauch, um an totem Gewicht zu sparen, andererseits aber auch eine in weiten
Grenzen regelbare Kraftanlage und ein hohes Anzugmoment.
Da die Brennkraftmaschine zwar einen geringeren Brennstoffverbrauch als die Dampfmaschine
hat, so ist ihre Verwendung zum Fahrzeugantrieb schon verschiedentlich vorgeschlagen,
sie hat aber auf der anderen Seite den Nachteil, beim Anfahren nicht überlastbar
zu sein. Man hat deshalb auch schon eine Dampfmaschinen- und Brennkraftmaschinenanlage
vereinigt, bei der sowohl Dampf- wie Gaszylinder auf das Triebwerk des Fahrzeuges wirken. Meist hat man dabei
aber die Dampfzylinder nur zusätzlich zum Anfahren benutzt. Ihre dauernde Mitverwendung
neben den Gaszylindern ergibt aber den Vorteil, daß die ganze Anlage in
weitesten Grenzen regelbar ist und daß die Hilfsanlagen, für die bisher, besonders im
Lokomotivbetrieb, Dampf Verwendung gefunden hat, unverändert beibehalten werden können, wie beispielsweise Luftpumpeneinrichtung
und Dampfheizung.
Die Verwendung von Sauggasmotoren ist beim Fahrzeugbetrieb auch schon vorgeschlagen
worden. Eine solche, ist besonders in Gegenden, wo z. B. Anthrazit und Koks billiger
als flüssiger Brennstoff ist, sehr vorteilhaft. Um nun auch bei Anwendung einer
Sauggaskraftanlage den Fahrzeugantrieb in weitesten Grenzen regelbar zu machen, soll
nach der Erfindung ebenfalls die Sauggasanlage mit einer Dampfkraftanlage vereinigt
und ,sowohl Dampf- wie Gaszylinder gleichzeitig auf das Triebwerk des Fahrzeuges wirken,
und zwar nicht nur beim Anfahren. Ferner wird der Gaserzeuger innerhalb des
Dampferzeugers angeordnet, so daß dessen Wasser durch die fühlbare und strahlende
Wärme des Gaserzeugers beheizt wird. Wird nun bei dem Gaserzeuger beispielsweise ein
Treppenrost mit einstellbarer, verschiedener Schütthöhe des Brennstoffes, wie es beispielsweise
durch Ausnutzung der Böschungseigenschaften des Brennstoffs und Verstellung der Abböschungskante bekannt ist, benutzt, so
kann dadurch das Verhältnis von Dampf- und Gaserzeugung geändert werden. Denn bei
niedriger Schicht ist die Strahlungswärme des. Feuerbettes sehr hoch, wodurch starke
Dampferzeugung erzielt wird, während die Gase als solche kaum mehr brennbar sind.
Bei höherer Schicht dagegen läßt die Strahlungswärme und damit auch die Dampferzeugung
nach, und die gebundene Wärme in Form von brennbarem Gas übernimmt einen größeren Anteil an der Energieerzeugung.
Des weiteren wird nach der Erfindung die Dampferzeugung noch durch Einschalten eines Gasbrenners gesteigert, in dem überschüssiges
Gas verbrannt wird. Auch kann
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596B89
die Dampfleistung in bekannter Weise noch dadurch erhöht werden, daß die fühlbare Gaswärme
durch eine entsprechend groß vorgesehene Heizfläche an das Wasser abgegeben
wird. Ferner können auch noch die Abgase des Motors in bekannter Weise zur Überhitzung
des Arbeits dampfes und zur Dampferzeugung Verwendung finden. Ebenso kann ein Teil des erzeugten Dampfes in bekannter
ίο Weise zur Anreicherung der Vergasungsluft benutzt werden, und zwar entweder Abdampf
oder überhitzter Dampf.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem ein stehender Zwölfzylindergasmotor
und eine Zweizylinderdampfmaschine auf die unter sich gekuppelten Triebachsen der Lokomotive wirken.
Ebenso könnten aber auch statt des stehenden Gasmotors liegende Gaszylinder und außenliegende
Dampfzylinder gewählt werden.
Der Gaserzeuger mit Treppenrost 1 hat seinen Brennstoffvorrat im Bunker 2 mit lüftdicht
verschließbarem Deckel 3. Die Schichthöhe läßt sich durch Klappe 4 verstellen. Der
Gaserzeuger wird durch den Kessel 5 ummantelt und gibt seine Strahlungswärme sowie
die fühlbare Wärme aus dem Gasabzug 6 an die Wasserfüllung ab. Das Gas tritt dann
durch die vorteilhaft quer zur Fahrtrichtung gelegten Kühlreinigungsapparate 7 in die
Gasleitung 8 und von dort in die Gasmaschine 9. Der im Dampfdom 10 gesammelte
Dampf strömt durch den Regler 11 und Dampfleitung 12 in den von den Abgasen des
Motors umspülten Dampfüberhitzer 13 und von da in die Dampf zylinder 14. Der Abdampf
wird zur Speisewasservorwärmung im Vorwärmer 15 verwandt, um von dort ins
Freie zu puffen. Die Abgase des Motors ziehen durch das Rohrbündel 16, dienen zur
Mitbeheizung des Kessels und entweichen durch den Rohrstutzen 17 ins Freie. Das
Kühlwasser des Motors wird im Kühler 18 rückgekühlt. Der Motor hat ein Getriebe,
welches mit Blindwelle 19 auf die untereinander gekuppelten Treibräder wirkt. Die
Luftpumpe 19 lädt die Luftbehälter 20 auf, die einerseits als Bremsluftbehälter dienen
und ferner für das erste Anfahren dem Gasmotor Preßluft zuführen können. An grundsätzlichen
Bedienungseigentümlichkeiten kann die Lokomotive zwei Handregler erhalten, vorteilhaft um eine Achse drehbar. Der Gasregler
wird erst dann aus seiner mechanisehen
Sperrung gelöst, wenn die Handsteuerung auf weniger als 6o°/0 Dampffüllung eingestellt
ist, während bei der Einstellung von 60 bis 8o°/0 Dampffüllung außerdem der Gasmotor
Preßluftfüllung erhält.
Grundsätzlich ist der Betrieb so gedacht, daß die Lokomotive mit niedriger Schichthöhe
im Gaserzeuger während der Wartezeit unter Dampf steht, mit Dampf an den Zug
heranfährt, und daß während dieser Zeit oder während des ersten Betriebes die Schicht
höher eingestellt wird, damit die Gasbildung beginnt. Vor dem Fahren kann die Gasbildung
weiter in einem (auf der Zeichnung nicht dargestellten) Brenner zur Dampferzeugung
benutzt werden. Das Anfahren erfolgt
entweder nur mit Dampf, oder es kann auch, der Gasmotor mit Preßluft (beispielsweise
aus dem Bremsluftbehälter entnommen) in an sich bekannter Weise beaufschlagt werden.
Das Mitlaufen des Gasmotors mit Gasfüllung geschieht durch entsprechende Einstellung
des Gashebels, während die Dampfmaschine mehr und mehr aus der Leistungsabgabe herausgenommen
wird. Während im normalen Streckenbetrieb Tiun mit wenig oder keinem
Dampf gefahren wird, speichert sich Dampfenergie im Großwasserraumkessel an, insbesondere
durch Wärmeabgabe der Abgase des Motors. In sehr starken Steigungen und
beim nächsten Anfahren steht dann Dampfzusatzkraft zur Verfügung. Natürlich kann
der Streckenbetrieb auch so geführt werden, daß die Dampfmaschine entsprechend der
Dampfbildung einen kleinen .Teil der Leistung mit bestreitet.
Claims (2)
1. Vereinigte Dampf- und Sauggaskraftanlage
für Fahrzeuge, insbesondere für Lokomotiven, bei der getrennte Dampf- und Gaszylinder auf dasselbeTreibgestänge
wirken, dadurch gekennzeichnet, daß der Gaserzeuger (i) innerhalb des Dampferzeugers (5) angeordnet ist
und daß durch Änderung der Brenn-Stoffschichthöhe im Gaserzeuger, beispielsweise
durch Verstellung der Abböschungskante des Treppenrostes, das Verhältnis von Dampferzeugung zu Gaserzeugung
geändert wird.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beheizung des
Dampferzeugers (5) zusätzlich ein Gasbrenner angeordnet ist, in dem Überschußgas
des Gaserzeugers verbrannt wird, no
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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| DEST48326D DE596389C (de) | 1931-09-26 | 1931-09-26 | Vereinigte Dampf- und Sauggaskraftanlage fuer Fahrzeuge, insbesondere Lokomotiven |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE596389C true DE596389C (de) | 1934-05-04 |
Family
ID=7465602
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEST48326D Expired DE596389C (de) | 1931-09-26 | 1931-09-26 | Vereinigte Dampf- und Sauggaskraftanlage fuer Fahrzeuge, insbesondere Lokomotiven |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE596389C (de) |
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1931
- 1931-09-26 DE DEST48326D patent/DE596389C/de not_active Expired
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