DE587207C - Schaltungsanordnung fuer Hochfrequenzsperren - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Hochfrequenzsperren

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DE587207C
DE587207C DES105291D DES0105291D DE587207C DE 587207 C DE587207 C DE 587207C DE S105291 D DES105291 D DE S105291D DE S0105291 D DES0105291 D DE S0105291D DE 587207 C DE587207 C DE 587207C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
locks
circuit arrangement
lock
inductive
series
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Expired
Application number
DES105291D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Johannes Herrmann
Dr-Ing Friedrich Loebner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES105291D priority Critical patent/DE587207C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE587207C publication Critical patent/DE587207C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/54Systems for transmission via power distribution lines
    • H04B3/56Circuits for coupling, blocking, or by-passing of signals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 31. OKTOBER 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a4 GRUPPE
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*) Schaltungsanordnung für Hochfrequenzsperren
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juli 1932 ab
Beim Nachrichtenverkehr mittels Trägerwellen über Starkstromleitungen, z. B. über Hochspannungsleitungen, werden für die Abgrenzung der Kanäle in bekannter Weise Sperrmittel verwendet. Diese können dazu dienen, Verluste durch Abfließen von Trägerstromenergie über benachbarte Leitungsteile oder Erdungsstellen oder durch Reflektionen zu verhindern (Verlustsperren), oder sie können an den Stoßstellen von zwei oder mehr Kanälen angeordnet sein, um ein Übersprechen von einem Kanal zum anderen auszuschließen (Übersprechsperren). Im erstgenannten Fall können Sperrmittel von verhältnismäßig geringer Sperrwirkung Anwendung rinden, wobei es nur darauf ankommt, den Energieverlust des über die Sperre noch abfließenden Tragerstromes in erträglichen Grenzen zu halten. Im zweiten Falle muß dagegen die Sperrwirkung eine beträchtliche sein. Für beide Arten von Sperren besteht außerdem noch die Forderung, daß die an ihren Enden auftretende Spannung in Betriebsfällen, in denen eine Berührung der Sperre durch Menschen möglich oder notwendig ist, einen gewissen für den menschlichen Körper für unschädlich gehaltenen Betrag nicht überschreitet. Solche Betriebsfälle liegen vor, wenn die Stoßstelle von zwei oder mehr Trägerfrequenzkanälen gleichzeitig eine Erdungsstelle der Starkstromleitung, z. B. eine Stoßstelle zweier verschiedener Netze ist. Die an den Enden der Verlustsperre oder Übersprechsperre auftretende Spannung bestimmt bei gegebenem maximalem Strom (z. B. im Kurzschluß falle) die Maximalinduktivität der in der Starkstrombahn liegenden Längsdrossel und damit die Dämpfung der Sperre. Während es unter diesen Bedingungen in den meisten Fällen gelingt, bei den Verlustsperren eine genügend hohe Dämpfung zu erzielen, scheiterte die Ausführung einer brauchbaren Übersprechsperre an den geringen zur Verfügung stehenden Induktivitäten.
Durch die Erfindung wird es ermöglicht, trotz Einhaltung der Sicherheitsbedingungen der Übersprechsperre eine wesentlich höhere Längsinduktivität zu geben. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß an den erdungsfähigen Stoßstellen von Trägerwellenkanälen Sperren mit verschiedenen Längsinduktivitätswerten in Reihe im Zuge der Starkstromleitung angeordnet werden und die Erdung zwischen einer schwach induktiven und einer stark induktiven Sperre erfolgt. Auf diese Weise läßt sich vermeiden, daß zur Verhinderung des Übersprechens und der Drosselung des abfließenden Trägerstromes (über den geerdeten Leiter) je eine besondere Sperre angewendet wird, da die Gesamtsperre gemäß der Erfin-
*) Von dem Patetitsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Johannes Herrmann und Dr.-Ing. Friedrich Loebner in Berlin-Siemensstadt.
dung beiden Zwecken gleichzeitig dient. Falls eine Erdung an der Stoßstelle vorgenommen wird, durchfließt ein vom Netz über den geerdeten Leiter gehender Strom nur die Sperre mit schwacher Induktivität, während als Übersprechsperre die gesamte Reihenschaltung von schwachen und starken Induktivitäten anzusehen ist. Die Verlustsperren lassen sich infolgedessen entsprechend dem ίο Maximalwert des Stromes und den Sicherheitsbedingungen dimensionieren, während die Übersprechsperre ohne Rücksicht auf diese den günstigsten Wert erhalten kann. Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Ausführungen und an Hand einer Zeichnung.
In der Figur ist die Stoßstelle zweier Hochspannungsleitungen 1 bzw. 2 dargestellt, wobei der Einfachheit wegen nur je eine ao Phase gezeichnet ist. Bei mehreren Phasen oder jeder Art von Zwischenphasenkopplungen kann die Erfindung sinngemäße Anwendung finden. Durch den Trennschalter 13, für den über den Schalter 10 eine Erdungsmöglichkeit besteht, lassen sich beide Leitungen vollständig voneinander trennen, während durch die Schalter 11 bzw. 12 die Leitung 1 bzw. 2 geerdet werden kann. Im Zuge der durchgehenden Leitung 1, 2 liegen die Sperrmittel 7, 9 und 8, die in dem Ausführungsbeispiel einfache Drosseln darstellen. Über beide Leitungen findet Trägerfrequenzverkehr statt, wobei die Trägerfrequenz in den Einrichtungen 5, 6 erzeugt bzw. empfangen und über die ,Kondensatoren 3 bzw. 4 der Starkstromleitung zugeführt wird. Durch die in Reihe liegenden Drosseln 7, 9 und 8 wird bei geschlossenem Schalter 13 eine vollständige Trennung beider Trägerfrequenzkanäle bewirkt. Bei Öffnung des Schalters 13 und Erdung der Leitung 1 durch Schließen des Schalters 11 wirkt die Sperre 7 als Verlustsperre für den Trägerfrequenzkanal über die Leitung 1 und in gleicher Weise die Drossel 8 als Verlustsperre für den Trägerfrequenzkanal über die Leitung 2, falls letztere über den Schalter 12 geerdet ist. Die Abmessungen der Drosseln 7, 9 und 8 sind so gewählt, daß die in der Mitte liegende Drossel 9 die größte Sperrwirkung besitzt. Diese ergibt sich aus dem Betrag der zur Verhinderung des Übersprechens zwischen den Kanälen 1 und 2 notwendigen Sperrwirkung.
Es können auch Fälle eintreten, in denen an einer Erdungsstelle der Starkstromleitung die Erdung ohne Unterbrechung der durchgehenden Leitung (Schalter 13) erfolgen kann, wobei es dann zweckmäßig ist, die Drossel 9 an beiden Seiten gleichzeitig zu erden (Schalter 11 und 12). Von der Erfin,-dung wird auch der Fall mit einbegriffen, daß nur eine Sperre geringerer Induktivität und eine Sperre größerer Induktivität in Reihe liegend als Übersprechsperre wirken, wobei die Sperre geringerer Induktivität als Verlustsperre für den angrenzenden Leitungsteil dient.
An Stelle der im Ausführungsbeispiel dargestellten Drosseln können selbstverständlich auch andere geeignete Sperrmittel, beispielsweise Resonanzkreise oder Vierpolsperren, Verwendung finden. Es liegt ferner im Rahmen der Erfindung, die Einzelsperren (entsprechend 7, 9 und 8) wiederum aus mehreren Teilen zusammenzusetzen, die auch unteremander gleich sein können. Wesentlich ist nur, daß der Erfindungsgedanke durch die Gesamtanordnung verwirklicht wird.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Hochfrequenzsperren beim Nachrichtenverkehr mittels Trägerwellen über Starkstromleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß an den erdungsfähigen Stoßstellen von zwei oder mehreren Trägerwellenkanälen Sperren mit verschiedenen Längsinduktivitätswerten in Reihe angeordnet sind und die Erdung zwischen einer schwach induk- so tiven und einer stark induktiven Sperre erfolgt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Zuge der durchgehenden Starkstromleitung drei Sperren in Reihe liegen, von . denen die mittlere den größten Induktivitätswert besitzt, und daß die Erdung zwischen zwei Sperren erfolgt.
3. Schaltungsanordnung nach An-Spruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schwach induktiven Sperren derart bemessen sind, daß die an ihren Enden auftretenden Maximalspannungen für den menschlichen Körper bei Berührung ungefährlich sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES105291D 1932-07-03 1932-07-03 Schaltungsanordnung fuer Hochfrequenzsperren Expired DE587207C (de)

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