DE586261C - Verfahren zur genaueren Frequenzmessung - Google Patents

Verfahren zur genaueren Frequenzmessung

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DE586261C
DE586261C DEW85963D DEW0085963D DE586261C DE 586261 C DE586261 C DE 586261C DE W85963 D DEW85963 D DE W85963D DE W0085963 D DEW0085963 D DE W0085963D DE 586261 C DE586261 C DE 586261C
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frequency
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exciting
resonance
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RUDOLF WOTSCHKE DIPL ING
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R23/00Arrangements for measuring frequencies; Arrangements for analysing frequency spectra
    • G01R23/02Arrangements for measuring frequency, e.g. pulse repetition rate; Arrangements for measuring period of current or voltage

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Verfahren zur genaueren Frequenzmessung Die Messung der Frequenz geschieht in vielen Fällen mittels Resonanzinstrumente. Ist die zu untersuchende Frequenz gleich der Eigenfrequenz eines schwingungsfähigen Systems des Resonanzinstruments, so entstehen erzwungene Schwingungen, deren Amplitude durch die Dämpfung auf ein endliches Maß beschränkt wird. Aus der Größe des Ausschlages der schwingungsfähigen Systeme wird die Frequenz der erregenden Schwingung ermittelt. Abb. r zeigt die Resonanzkurve bei einer bestimmten Dämpfung. D bedeutet dabei den Ausschlag des schwingungsfähigen Systems, f, die Eigenfrequenz des Systems und f die erregende Frequenz. Die Bestimmung der Frequenz aus der Resonanzkurve ist infolge der langen Einschwingungsdauer des schwingungsfähigen Systems träge.
  • Erfindungsgemäß wird nicht so sehr von der Größe des Ausschlags auf die zu messende! Frequenz geschlossen, sondern von der Phasenlage der einzelnen schwingungsfähigen Systeme zur erregenden Frequenz. Diese Phasenverschiebung zwischen den Amplituden der einzelnen schwingungsfähigen Systeme zur erregenden Kraft ist durch die Abb. 2 gegeben. Vor der Resonanz ist die Phasenverschiebung ß=--o', genau in Resonanz ist ß - go°, hinter der Resonanz ist ß - z8o°. Bei schwach gedämpften Schwingungssystemen verläuft der Durchgang der Phase von o° bis 18o° so schnell, daß man von einem Phasensprung spricht.
  • Gegenstand der Erfindung beruht darauf, aus dieser an sich bekannten Phasenbeziehung meßtechnisch Rückschlüsse auf die Größe einer zu messenden Frequenz im Vergleich zu einer bekannten zu ziehen. Das Verfahren hat Allgemeingültigkeit; jedoch soll im folgenden an einem Beispiel nur das optische Verfahren zur Herstellung der, Phasenbeziehung benutzt werden. Man kann auch ebensogut rein 'elektrisch vorgehen.
  • In folgendem soll an einem praktischen Beispiel die Frequenzmessung dargelegt werden. Abb. 3 zeigt das Schwingungsbild eines Zungenfrequenzmessers, der mit 5o Hertz erregt wird; jede Zunge muß dann mit 50 Perioden schwingen. Die Zunge, die in Resonanz mit der erregenden Frequenz, mit den 5o Perioden, ist, zeigt den größten Ausschlag: Wird nun der Zungenfrequenzmesser mit der erregenden Frequenz beleuchtet, so erscheinen alle Zungen, da sie mit 5o Hertz schwingen, stillstehend, und es ergibt sich die Abb. q.. Da vor der Resonanz die erzwungene Schwingung mit der erregenden in Phase ist, werden die Zungen des Zungenfrequenzmessers unterhalb der Resonanz entgegengesetzt stillstehend erscheinen wie die Zungen oberhalb der Resonanz. Die Zunge, deren Eigenfrequenz genau in Resonanz mit der erregenden Frequenz ist, erscheint nicht abgelenkt, sondern in ihrer Ruhestellung stillstehend. Infolge des scharfen Phasensprunges ergeben sich bis zu kleinen Abweichungen der erregenden Frequenz von der Eigenfrequenz der Zunge schon merkliche abweichende Stellungen der Zunge von der Mittelstellung. So lassen sich z. B. Schwankungen von einigen elektrischen Winkelgraden (Pendeln von Synchronmaschinen, von Netzen) absolut genau und ohne Trägheit messen.
  • Die folgenden Ausführungen sollen das noch im Näheren erläutern.
  • Es soll die Eigenfrequenz eines schwingungsfähigen Körpers, beispielsweise einer Zunge eines Zungenfrequenzmessers, möglichst genau bestimmt werden. Der Körper wird mit der genau eingestellten Meßfrequenz belichtet (Glimmlampe) und zugleich selbst mit dieser Frequenz erregt. Der schwingende Körper erscheint dann stillstehend; fällt die Eigenfrequenz des Körpers mit der Meßfrequenz vollkommen zusammen, so erscheint der Körper in seiner Mittellage stillstehend, während bei einer Abweichung der Eigenfrequenz von der erregenden Frequenz- um einen bestimmten Betrag vor der Resonanz das scheinbar stillstehende Bild beispiels*eise nach unten (in bezug auf die Mittelstellung) sich verschiebt und bei einer Abweichung um einen bestimmten Betrag nach der Resonanz das scheinbar stillstehende Bild sich nach oben verschiebt.
  • Der Betrag der Verschiebung des scheinbar stillstehenden Bildes von der Mittelstellung ist ein Maß für die Abweichung der Meßfrequenz von der Eigenfrequenz des Körpers. Die absolute Größe dieses Maßes ist nur von der Dämpfung des schwingenden Körpers abhängig und läßt sich aus ihr bestimmen; sie kann aber auch aus einem Vergleich mit anderen schwingenden Körpern bekannter Eigenfrequenz ermittelt werden.
  • Es hat sich praktisch gezeigt, daß bei einer schwach gedämpften Zunge eines üblichen technischen Zungenfrequenzmessers mit einer Eigenschwingung von 5o Hertz sich Frequenzabweichungen von 1/10o bis 1/100o Hertz im Sinne der Erfindung noch meßtechnisch erfassen lassen.
  • Das ist eine Genauigkeit, die mit anderen einfachen Mitteln auch nicht annähernd erreicht werden kann.
  • Man kann also gemäß dem Erfindungsgedanken mit einem Zungenfrequenzmesser von üblicher technischer Genauigkeit sehr genaue Frequenzmessungen ausführen. Der Zungenfrequenzmesser wird mit der zu messenden Frequenz belichtet; es sind verschiedene Ausführungsformen möglich; wesentlich ist, daß die Glimmlampe eine Gleichrichterwirkung besitzt, damit keine Verdopplung der Belichtungsfrequenz auftritt; das kann z. B. durch die Konstruktion der Glimmlampe (Gleichstromglimmlampe) erreicht werden. Weiterhin ist es zweckmäßig, die intermittierende Beleuchtung so zu wählen, daß die Zeit des Leuchtens der Lampe kürzer ist als die Zeit des Nichtleuchtens, weil sich so die Intermittenz der Beleuchtung für die Beobachtung durch das Auge günstiger hervorhebt. Man kann das z. B. durch eine starke Vormagnetisierung eines Transformators erreichen, den man in die Glimmlampenleitung legt. Für jede einzelne Zunge ist eine Skala vorhanden, die die Abweichungen der scheinbar stillstehenden Zungen von der Mittellage, nach entsprechender vorheriger Eichung, zweckmäßig in Prozenten der Eigenschwingung, abzulesen gestattet. Mit dieser Eichung bestreicht man nun einen bestimmten Bereich ober- und unterhalb der Eigenfrequenz der Zunge. Wählt man nun zweckmäßig die Dämpfung der einzelnen Zungen so, daß die Eichskala für alle Zungen gleich wird, so kann man sie vorteilhaft als durchgehende Eichstriche beispielsweise auf der Glasplatte anbringen. Macht man ferner den Frequenzabstand der einzelnen Zungen gleich der Größe des Bereiches, den man durch den Phasensprung bei einer einzelnen Zunge erfassen kann, so erhält man einen Frequenzrnesser, mit dem man gleichmäßig fortlaufend alle Frequenzen mit der der Anordnung charakteristischen Genauigkeit zu messen in der Lage ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist nicht auf obiges Beispiel beschränkt; es lassen sich noch andere Anwendungsmöglichkeiten angeben, z. B. für die Fabrikation von Zungenfrequenzmessern, da man mit ihnen in der Lage ist, eine genaue Eichung der einzelnen Zungen im Fabrikationsgang vorzunehmen.
  • Die Anzeige des Ergebnisses erfolgt, da trägheitslose Einzelvorgänge verwendet werden, unmittelbar und ohne Verzögerung bei Änderung eines. oder mehrerer primären Vorgänge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur genaueren Frequenzmessung, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung der an sich bekannten Beziehung der Lage der Phase der Amplitude einer erregenden Frequenz zur Phase der Amplitude eines schwingungsfähigen Systems die Lage der Phasen durch eine im Rhythmus der erregenden Frequenz intermittierende Beleuchtung dargestellt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit des Leuchtens einer Glimmlampe kürzer gewählt wird als die Zeit des Nichtleuchtens. 3. Verfahren nach Anspruch z und a, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines größeren Meßbereiches eine Anzahl schwingungsfähiger Gebilde mit entsprechend gewählter Dämpfung derart aneinandergereiht werden, daß ihre Anfangs-und Endwerte überlappen und somit jede Frequenz ablesbar ist.
DEW85963D 1931-05-17 1931-05-17 Verfahren zur genaueren Frequenzmessung Expired DE586261C (de)

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DE586261C true DE586261C (de) 1933-10-19

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