DE577445C - Hochdruckdampfkessel - Google Patents

Hochdruckdampfkessel

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DE577445C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B3/00Other methods of steam generation; Steam boilers not provided for in other groups of this subclass
    • F22B3/04Other methods of steam generation; Steam boilers not provided for in other groups of this subclass by drop in pressure of high-pressure hot water within pressure-reducing chambers, e.g. in accumulators

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Hochdruckdampfkessel Die Erfindung bezieht sich auf einen Hochdruckdampfkessel bekannter Bauart mit chier einzigen senkrecht angeordnetenTrornmel und mit langen zweischenkligen, ebenfalls senkrecht angeordneten, durch Strahlung beheizten Rohren.
  • Gemäß der Erfindung sollen bei einem derartigen Kessel die langen zweischenkligen Rohre unmittelbar vor denWänden des hohen Feuerraumes angeordnet sein, wobei die Steigrohre auf den Lücken hinter den Fallrohren liegen und oberhalb des Wasserspiegels der Trommel in Düsen münden, die die Verdampfung in den Rohren verhindern sollen und gleichzeitig unter Ausnutzung des Druckabfalls bei derEntspannung des aus denSteigrohren austretenden überhitzten Wassers die Leitvorrichtung eines Turbinenrades bilden. Erfindungsgemäß dient dieses Turbinenrad zum Mitantrieb einer mit einem Elektromotor gekuppelten, in einer Trennwand zwischen den Mündungen der Steig- und Fallrohre in der Kesseltrommel gelagerten Schleuderpumpe für einen Zwangsumlauf in den Kesselrohren.
  • Diese Ausbildung eines Hochdruckdampfkessels stützt sich auf nachstehende Erwägung en. Die eingehende Würdigung der Eigenschaften der Strahlungswärme zur Vervollkommnung der Wirtschaftlichkeit des Wasserrohrkesselbetriebes führt dazu, einerseits die Strahlungswärme von solchen Flächen fernzuhalten, an denen oder durch welche sie Schäden oder Verluste verursacht, und andererseits besondere Vorkehrungen zu treffen, daß sie von den Heizflächen möglichst vollkommen aufgenommen wird. Die strahlende Wärme muß daher vom Mauerwerk ferngehalten werden, da sie dieses zerstören kann. Es müssen also in bekannter Weise überall zwischen Mauerwerk und Strahlungsquelle eiserne Heizflächen angeordnet werden. Werden aber deren Temperaturen nicht genügend gleichbleibend an allen Stellen gehalten, so leiden auch sie unter der Strahlungswärme. Wenn sich auf der Innenfläche bestrahlter Wasserrohre Dampfblasen ansetzen können, die sich in bestimmten Abständen ablösen, so ändert sich die Temperatur der betreffenden Wandstellen wesentlich und unendlich oft. Bei Hochdruckkesseln werden dadurch leicht Schäden verursacht; denn die durch den hohen Druck bedingten sehr kleinen Dampfblasen lösen sich weniger leicht ab als große Blasen bei niederen Drücken. Die Wandstelle will sich dabei jedesmal durch die höhere Temperatur gegenüber den umgebenden, von Wasser gekühlten Stellen ausdehnen. Da sie dies aber nicht kann, muß sie Spannungen erleilen, welche zusammen mit den durch den hohen Wasserdruck erzeugten Spannungen die Elastizitätsgrenze überschreiten und so das Rohr zerstören können. Die Erfahrung hat gezeigt, daß sich die Dampfblasen immer wieder an denselben kleinen Stellen bilden, die dann zermürbt werden. Bei Wasser, das auch nur den geringsten Kesselstein bildet, kommt hinzu, daß jede Dampfblase restlos ihren Kesselstein ablagert, wodurch sich jede folgende in steigendem Maße schwerer ablöst, so daß die Rohrtemperatur dort noch schwankender wird. Bei Hochdruckhochleistungskesseln kommen weiter Pulsationen hinzu, die das Wasser-Dampf-Gemisch stoßweise austreten lassen.
  • Um diese Ursachen der Rohrzerstörungen und der behinderten Ausnutzung der Strahlungswärme zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, die unmittelbare Dampfbildung an den Heizflächen zu verhindern und sie dorthin zu verlegen, wo das Wasser keine Wärme mehr aufnimmt, also in die Kesseltrommel. Dazu muß die Dampfbildung dann natürlich durch Druckentlastung erzwungen werden. Durch Steigerung der Wassergeschwindigkeit allein, welche die Dampfblasen schneller entfernen soll, also ohne spätere Druckentlastung, läßt sich das übel nicht beheben.
  • Die mittelbare Dampferzeugung abseits der Heizflächen verlangt die Einhaltung einer bestimmten geringsten Wassergeschwindigkeit an den Heizflächen, welche in bestimmtem Verhältnis zur Stärke der Bestrahlung und dem Wasserdruck an der bestimmten Stelle steht; zweckmäßig wird also bei gleichbleibender Wassergeschwindigkeit der größte Wasserdruck möglichst an die Stelle stärkster Bestrahlung gelegt. Dies trifft zu, wenn bei den bekannten langen, senkrecht angeordneten zweischenkligen Wasserrohren die Steigrohrschenkel, wie üblich, auf den Lücken hinter den Abfallrohrsch.enkeln hängen. Letztere werden wegen der größeren Nähe der Strahlungsquelle stärker bestrahlt, und außerdem nehmen sie auf einem größeren Teil des Rohrumfanges Strahlungswärme auf. . Auch nimmt in senkrechter Richtung die Stärke der Strahlung bei sehr hoher, von unten eintretender Flamme nach oben zu ab.
  • Die Wasserdrücke in solchem langen zweischenkligen, in bekannter Weise senkrecht angeordneten Rohre setzen sich zusammen aus dem nach unten zu zunehmenden statischen Druck der zugehörigen Wassersäule und dem Drucke, welchen der Rohrreibungswiderstand infolge der Wassergeschwindigkeit und der Rohrlänge erzeugt, der also im Fallrohrschenkel nach unten, im Steigroh'rsclietilcel aber nach oben zu abnimmt. Bei den in Frage kommenden Wassergeschwindigkeiten liegt also der höchste Wasserdruck an der tiefsten Stelle des Rohres, der geringste am oberen Ende des Steigrohres und ein mittlerer Druck am oberen Anfange des Fallrohres. Also stimmen Bestrahlung und Wasserdruck sehr vorteilhaft miteinander überein; auch kann die Höhe des Wasserüberdruckes im oberen Ende der Steigrohre gegenüber dem Wasserdruck in der Kesseltrommel geringer zum Verhüten der unmittelbaren Dampfbildung gehalten werden als bei anderer Anordnung der Rohre. Trotzdem würde aber die Antriebskraft der Umwälzpumpe, welche diesen Überdruck zusammen mit dem Druck zum Erzielen der Wasserumlaufgeschwindigkeit und dem Beschleunigungsdrucke bewältigen muß, wirtschaftlich unerträglich groß sein, weil auch die Menge des Umlaufwassers sehr beträchtlich sein muß wegen der verhältnismäßig geringen spezifischen Dampfbildung durch erträgliche Druckentlastung bei hoher absoluter Wasserspannung. Die von der Reibung und Beschleunigung des Umlaufwassers verzehrte Pumpenenergie muß von außen durch elektrischen Antrieb zugeführt werden, dagegen aber kann die beträchtlich größere Energie zum Bestreiten des Entlastungsdruckes zwischen Steigrohrende und Kesseltrommel zum wesentlichen Teile und sogar vollkommen wiedergewonnen werden, wenn die Druckentlastung nicht in einer gewöhnlichen Drosselvorrichtung stattfindet, sondern in bekannter Weise in einer finit der Umwälzpumpe gekuppelten Turbine, in deren Leitvorrichtung die Steigrohre einmünden. Die Turbine kann zwar nicht den ganzen Druck ausnutzen, welchen die Pumpe aufwenden muß, aber das in der Turbine arbeitendeVoluinen des Gemisches aus Wasser und Dampf ist größer als jenes Wasservolumen, welches durch die Pumpe geht. Bei ganz reinemWasser kann eine geringeDampfbildung in den weniger bestrahlten Steigrohren zugelassen werden.
  • Zum Erzielen der bestimmten Wassergeschwindigkeit in den Rohren wird der Aufwand für Beschleunigung und Reibung ain geringsten bei den üblichen langen geraden Rohren mit nur einer Umlenkung ohne Zwischenkammer und nur einer Obertrommel.
  • Bedingung für das Verhüten der unmittelbaren Dampfbildung an den Heizflächen ist das Einhalten der bestimmten Wassergeschwindigkeit in jedem der Wasserrohre. Dazu müssen die Wasserrohre alle die gleiche Form haben. Auch müssen ihre Enden einerseits bis dicht an die Pumpe, andererseits bis dicht an dieTurbine gleichmäßig herangeführt werden, wie dies bei senkrechten zweischenkligen Rohren ohne untere Zwischenkammer zutrifft. Bei diesen ist auch ein den gleichmäßigen Wasserumlauf störendes Verziehen durch Verschiedenheit der Wandtemperatur infolge Aschenablagerung unmöglich.
  • Von wesentlicher Bedeutung für die Betriebssicherheit ist endlich noch die Ausführung der Umwälzpumpe. Diese darf bei Versagen des Antriebes den Wasserumlauf nicht völlig unterbinden, weil sonst die Rohre verbrennen könnten, da es nicht möglich ist, die Wärmezufuhr zu den Rohren sofort abzustellen. Die Pumpe muß also, wie üblich, eine Zentrifugalpumpe sein; des Anheizens wegen muß sie am besten elektrisch angetrieben werden.
  • Bisher ist noch niemals allen diesen angeführten Überlegungen und Bedingungen gleichzeitig Rechnung getragen worden, darum mußte der fortschrittliche Erfolg bei Außerachtlassen auch nur eines der Punkte ausbleiben. So aber wird durch die vorgeschlagene Ausbildung ein Hochdruckdampfkessel geschaffen, der trotz der eingebauten Pumpe und Turbine einfach und betriebssicher ist und folgende Vorteile bietet: Zunächst ist der Kessel billig herzustellen, da auch für größere Heizflächen nur eine kleine Trommel, die gerade für den Einbau der Heizrohre genügt, nötig ist. Die Zahl der Einwalzstellen ist durch die langen Rohrschlangen, die 40 m und mehr lang sein können, gering. Die Einführung der Steigrohre über dem Wasserspiegel bewirkt eine gute Scheidung von Wasser und Dampf. Auf den Heizrohren kann sich keine Asche ablagern, sie können sich nicht verziehen, aus diesen Gründen keine unzulässigen Spannungen erleiden und zerstört werden und liefern bei der Entspannung des überhitzten Wassers durch die stärkere Wärmeaufnahme infolge Wassergeschwindigkeit und Ausnutzung der Strahlungswärme ungewöhnlich viel Dampf pro Ouadratmeter Heizfläche. Da der Vorwärmer und der Lufterhitzer oder auch ein Überhitzer um die Heizrohre herum gut angeordnet werden können, wird die Anlage billig, besonders wenn auf Ersparnis an Grundfläche Wert gelegt werden muß. Der Betrieb wird billig durch besondere Ausnutzung des Brennstoffes in dem hohen Feuerraum, den geringen Wärmeverlust durch das Mauerwerk und eine kurze Anheizdauer.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen senkrechten Schnitt durch den Wasserrohrkessel mit Einmauerung, jedoch ohne die Feuerung, Fig. z in größerem Maßstab einen senkrechten Schnitt durch die Kesseltrommel.
  • In einem hohen FeuerraumK ist eine Trommel i senkrecht angeordnet und in diese eine abwärts fördernde Umlaufpumpe z eingebaut, die den Raum der Trommel in einen oberen Teil i, und einen unteren Teil itt trennt und in letzterem eine Drucksteigerung erzeugt. Die Pumpe wird von außen angetrieben durch einen auf der Kesseltrommel oder auf dem verlängerten Kesselgerüst befestigten Elektromotor 3. Dieser Antrieb .ist zweckmäßig ergänzt durch eine nicht dargestellte Dampfturbine, die in bekannter Weise selbsttätig bei Stromunterbrechungen einspringt. In den unteren Teil der Obertrommel i sind die einen Enden der langen senkrechten zweischenkligen Rohre 5 eingewalzt, die, auf den ganzen Trommelumfang verteilt, zuerst radial abgehen, dann nach einer Biegung als gerade senkrechte Fallrohre 5f den Feuerraum umschließen, unten mit Schlaufen 5,1 versehen sind und hinter der ersten Rohrlage 51 den Feuerraum als Steigrohre 5s nochmals umschließen, um in den oberen Teil der Trommel i über dem Wasserspiegel wieder einzumünden. Diese Rohranordnung bildet, da die Steigrohre 5s auf den Lücken der Fallrohre 51 liegen, eine vollkommene Umhüllung des Feuerraumes, so daß weitere Kühlrohre zum Schutze des Mauerwerks nicht mehr nötig sind. Die Enden der Steigrohre 5, münden nicht unmittelbar in den oberen Teil i. der Trommel i, sondern in eine düsenförmige Leitvorrichtung 8 der Wasserturbine 4, die auf .der Pumpenwelle befestigt ist. In einem an den Feuerraum anschließenden Rauchgaskanal ist ein Speisewasservorwärmer 6 und Luftwärmer 7 vorgesehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Hochdruckdampfkessel mit einer einzigen senkrecht angeordneten Trommel und mit langen zweischenkligen, ebenfalls senkrecht angeordneten, durch Strahlung beheizten Rohren, dadurch gekennzeichnet, daß die langen zweischenkligen Rohre (5) unmittelbar vor den Wänden des hohen Feuerraumes (K) angeordnet sind, wobei die Steigrohre" (5S) auf den Lücken hinter den Fallrohren (5f) liegen und oberhalb des Wasserspiegels der Trommel (i) in Düsen (8) münden, die die Verdampfung in den Rohren (5) verhindern sollen und gleichzeitig unter Ausnutzung des Druckabfalles bei der Entspannung des aus den Steigrohren austretenden überhitzten Wassers die Leitvorrichtung eines Turbinenrades (4) bilden, das zum Mitantrieb einer mit einem Elektromotor (3) gekuppelten, in einer Trennwand zwischen den Mündungen der Steig- undFallrohre in derKesseltrommel gelagerten Schleuderpumpe (a) für einen Zwangsumlauf in denRohren (5) dient.
DE1930577445D 1930-03-15 1930-08-02 Hochdruckdampfkessel Expired DE577445C (de)

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