DE54137C - Filtrirvorrichtung mit drehbaren, durch Anschwemmen sich mit Faserstoffschichten bedeckenden und durch Umstürzen sie abgebenden Filterplatten - Google Patents

Filtrirvorrichtung mit drehbaren, durch Anschwemmen sich mit Faserstoffschichten bedeckenden und durch Umstürzen sie abgebenden Filterplatten

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DE54137C
DE54137C DENDAT54137D DE54137DA DE54137C DE 54137 C DE54137 C DE 54137C DE NDAT54137 D DENDAT54137 D DE NDAT54137D DE 54137D A DE54137D A DE 54137DA DE 54137 C DE54137 C DE 54137C
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DE
Germany
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liquid
filter plates
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overturning
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT54137D
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English (en)
Original Assignee
Firma FRANZ HEUSER & CO., Inhaber E. ANDRE und Dr. W. RAYDT in Hannover
Publication of DE54137C publication Critical patent/DE54137C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D29/00Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
    • B01D29/39Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with hollow discs side by side on, or around, one or more tubes, e.g. of the leaf type
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D29/00Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
    • B01D29/62Regenerating the filter material in the filter
    • B01D29/70Regenerating the filter material in the filter by forces created by movement of the filter element
    • B01D29/72Regenerating the filter material in the filter by forces created by movement of the filter element involving vibrations

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei den meisten im Gebrauch befindlichen Filtrirapparaten, welche mit Faserstoff beschickt werden, erweist es sich als nothwendig, die Apparate behufs Beseitigung des verbrauchten und Einführung neuen Faserstoffes aus einander zu nehmen, womit naturgemäfs grofse Unbequemlichkeiten, Kosten und Zeitverlust verbunden sind. Die bisher gemachten Versuche, diesem' Uebelstande abzuhelfen, erfüllen ihren Zweck nur in sehr mangelhafter Art und sind daher als mifslungen zu betrachten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein in Fig. 1 bis 7 der Zeichnung dargestellter Filtrirapparat, bei welchem die in paralleler Lage angeordneten Filterplatten um eine Achse gedreht bezw. geschaukelt werden können, so dafs der Apparat in bequemster Weise beschickt und gereinigt werden kann, ohne dafs es erforderlich wäre, den Apparat aus einander zu nehmen und nachher wieder zusammenzusetzen.
Der wirksame Theil des Apparates besteht aus einer beliebigen Anzahl von Filterplatten C, welche von einem gemeinsamen cylindrischen Behälter α umschlossen sind. Die Anordnung derselben, welche natürlich verschieden sein kann, ist aus den Fig. 1, 2 und 7, die Einrichtung der Platten selbst aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich. Das Wesentliche bei allen Anordnungen besteht darin, dafs die Filterplatten in einer gegen ihre Mittellinie senkrechten Richtung um die Achse ρ gedreht werden können, so dafs sie schaufelartig in die im Behälter α befindliche Flüssigkeit eingreifen.
Die Filterplatten C bestehen aus gerippten Blechen c, Fig. 5, welche an einer oder an beiden Seiten mit Drahtgaze oder einem anderen zweckentsprechenden Gewebe oder auch in besonderen Fällen mit einem geeigneten Papierstoff überzogen sind. Die durch die Rippen der Bleche gebildeten Kanäle dienen zur Aufnahme und Wegführung des Filtrats.
Die Filterplatten C sind an ihrem einen Ende geschlossen und mit dem anderen offenen Ende nach Fig. 4 zwischen zwei Flachschienen i mit Gummidichtung s in der Art eingeklemmt, dafs sich ein im Querschnitt rechteckiger'Kanal bildet, welcher die aus den Rillen der gerippten Bleche fliefsende filtrirte Flüssigkeit aufnimmt und durch den Rohrstutzen h dem für alle Platten gemeinsamen Hauptkanal b zuführt.
Die Flachschienen i werden durch Schrauben, welche den viereckigen Kanal durchsetzen, gegen einander bezw. gegen die abdichtenden Gummiplatten s .gedrückt." Der Rohrstutzen h geht durch den Verbindungskanal b hindurch, ist innerhalb desselben mit Löchern versehen und beiderseits in geeigneter Weise durch Verschraubungen und Gummidichtungen gegen die Wandungen von b abgedichtet.
Fig. 4 und 5 zeigen, in welcher Art die Filterplatten C zwischen den Schienen i eingeklemmt werden.
Die zuletzt beschriebene Einrichtung wird vorzugsweise bei grofsen Filtern angewendet, welche zum Zwecke etwa nothwendigeV Reparaturen gelegentlich losgenommen werden sollen. Für kleinere Apparate genügen die beiden einfacheren Constructionen in Fig. 6, bei deren einer der Rohrstutzen h mit Verbindungskanal b fest verbunden ist, die Filterplatten C aber mit Hülfe von Schrauben und Gummidichtung eingeklemmt werden, während bei der anderen Construction sämmtliche Theile durch. Verlöthen etc. dauernd mit einander verbunden sind. Bei letzterer Einrichtung ist der viereckige Kanal durch eine Röhre mit kreisförmigem Querschnitt ersetzt.
Die Filterplatten sind symmetrisch um eine in der Achse des cylindrischen Gehäuses verlaufende Welle ρ angeordnet und unter einander gehörig verbunden und versteift, so dafs sie zusammen ein als Ganzes um die Welle ρ drehbares System bilden. An der Welle p, welche an der einen Seite des Behä'lters α durch eine Stopfbüchse hindurchgeht, ist die zum Drehen bestimmte Kurbel ο befestigt (Fig. i). An der anderen Seite wird die Drehachse durch das Auslaufrohr d gebildet, welches in fester Verbindung mit dem Verbindungskanal b steht.
Der Regel nach erfolgt die Beschickung dadurch, dafs die aus losen Fasern, wie Asbest, Cellulose etc., bestehende Filtermasse mit einem Theil der zu filtrirenden Flüssigkeit angerührt und durch die Oeffhung m in den Behälter a eingefüllt wird. Nöthigenfalls wird noch Flüssigkeit nachgegossen, bis der Behälter fast ganz gefüllt ist. Alsdann wird mittelst der Kurbel ο das ganze System in Umdrehung versetzt, bis das Filtermaterial möglichst gleichmäfsig in der Flüssigkeit vertheilt ist. .. Darauf bringt man das erwähnte System zum Stillstand, und zwar in horizontaler Lage der Platten C, wenn dieselben nur einseitig mit Gewebe überzogen sind, und in verticaler Stellung, wenn beide Seiten der Platten als Filterflächen benutzt werden.
Nachdem dann das Ausflufsrohr d mit dem für das Filtrat bestimmten Gefäfs verbunden ist, läfst man die trübe Flüssigkeit durch das Zuflufsrohr e, über welchem zwecks besserer Vertheilung der Flüssigkeit eine in der Seitenrichtung des Cylinders verlaufende gebogene Schiene / angebracht ist, eintreten und ihren Weg durch das Filter nach dem Ausflufsrohr d zu nehmen, wobei der zuerst — bis zur Bildung einer genügend dichten Faserschicht — austretende Theil der Flüssigkeit nochmals filtrirt werden mufs.
Werden die Filter nach längerem Gebrauch zu. undurchlässig, so sperrt man den Zuflufs ab, läfst den Rest des Filtrats durch das Rohr d und die schliefslich noch im Behälter α verbleibende Flüssigkeit durch das Rohr η abfliefsen und 'füllt alsdann, nachdem η abgeschlossen und d von dem Verbindungsrohr getrennt und ebenfalls abgesperrt ist, den Behälter α etwa 9/10 mit Wasser, und dreht dann mittelst der Kurbel ο das Plattensystem kräftig abwechselnd nach beiden Richtungen.
Durch das schaufelartige Eingreifen der Filterplatten C in das Wasser und die dadurch entstehende heftige Bewegung desselben löst sich der Faserstoff von den Geweben ab, wird gehörig zerkleinert und zugleich mit dem Wasser und den abgesetzten Schmutztheilchen durch das Rohr η abgeführt. Nachdem dann noch mit reinem Wasser nachgespült worden, ist der Apparat für die neue Beschickung fertig.
Es liegt auf der Hand, dafs dies in sehr kurzer Zeit ausführbare Verfahren der Reinigung und Neubeschickung gegen alle bisherigen Einrichtungen grofse Vortheile darbietet.
So wird z. B. im Patent No. 42857 ein Verfahren beschrieben, bei welchem kein Faserstoff als filtrirerides Material verwendet wird. Bei demselben soll aber --die Reinigung der Filterplatten durch Centrifugalkraft erfolgen, vermöge deren die Schmutztheile abgeschleudert werden. Es mag dies für locker aufgelagerte Schmutzflocken genügen, jedenfalls aber nicht für aufgeschwemmte Faserstoffe, welche eine papierartige, ziemlich zähe Masse bilden. Durch die vorstehend beschriebene kräftige Stofsbewegung der gebildeten Membrane gegen die Wassertheilchen werden zähe Faserstoffe in wirksamster Weise zerstört, abgelöst, zerkleinert und mit dem abfliefsenden Wasser weggeführt.
Da die einzelnen Filterplatten wegen des erforderlichen Umlaufs der Flüssigkeit nicht bis an den Behältermantel heranreichen können und es doch häufig zum Zwecke einer dicken Belegung der Gewebe mit Filterstoff wünschenswerth ist, das ganze Plattensystem eng zu umschliefsen, sind zwei halbcylindrische, durchlochte Bleche/, Fig. 2, angeordnet, die mit Hülfe der durch Stopfbüchsen hindurchgehenden Handhaben g vorgeschoben und zurückgeschoben werden, so dafs sie zu einer engen Umschliefsung des ganzen Systems von Platten benutzt werden können. Der hierdurch gebildete innere Cylinder ist an beiden Enden offen und aufserdem noch mit Löchern versehen, so dafs die Flüssigkeit genügenden Zutritt zu den Filterplatten behält.
In manchen Fällen erscheint es als zweckmäfsiger, statt ,das Plattensystem in einem feststehenden Gehäuse zu drehen, die Platten mit letzterem fest zu verbinden und das Ganze um eine Achse drehbar zu machen. Einen einfachen Apparat dieser Art veranschaulicht Fig. 7. Bei demselben sind die Filterplatten mit ihrem offenen Ende in der kreisförmigen Bodenplatte q befestigt, welche ihrerseits den Haupt-

Claims (1)

  1. raum des Cylinders, in welchem sich die zu filtrirende Flüssigkeit befindet, vollständig von der kleinen Abtheilung t trennt, in welcher sich das aus allen Filterplatten strömende fertige Filtrat sammelt.
    Die Beschickung und Reinigung dieser Form des Apparates geschieht ganz in der vorher beschriebenen Weise. Die trübe Flüssigkeit tritt bei e ein, das klare Filtrat wird durch das Rohr d abgezogen, so dafs nur eine sehr geringe Menge unfiltrirter Flüssigkeit in dem Cylinder zurückbleibt.
    Da der Apparat vollständig geschlossen ist, so lassen sich mit Hülfe desselben auch sehr gut moussirende Getränke unter Anwendung des Druckes von Kohlensäure oder Luft filtriren.
    Auch läfst sich hierbei leicht die Einrichtung treffen, dafs der durchfliefsenden Flüssigkeit entgegen oder auch in derselben Richtung ein Strom von Kohlensäure mittelst eines im Auslaufrohr d liegenden Rohres χ durch den Apparat geführt und die Flüssigkeit mit diesem Gase imprägnirt wird.
    Patenτ-Anspruch:
    Bei Filtrirvorrichtungen, welche mit Cellulose, Asbest oder ähnlichen Stoffen beschickt werden, die Anordnung durchlässiger Filterplatten (C) in der Art, dafs dieselben zwecks Ablösung und Zerkleinerung der verbrauchten Faserschicht durch Drehung um eine zu ihrer Mittellinie parallele Achse (p) umgestürzt und ebenfalls ohne Zerlegung des Apparates aufs Neue mit Faserstoff beschickt werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT54137D Filtrirvorrichtung mit drehbaren, durch Anschwemmen sich mit Faserstoffschichten bedeckenden und durch Umstürzen sie abgebenden Filterplatten Expired - Lifetime DE54137C (de)

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DE (1) DE54137C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051809B (de) * 1954-04-17 1959-03-05 Passavant Werke Siebbefestigung bei Wasserreinigungsanlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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