DE515557C - Haengeisolator der Kappen- und Bolzenbauart - Google Patents
Haengeisolator der Kappen- und BolzenbauartInfo
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- DE515557C DE515557C DEP61880D DEP0061880D DE515557C DE 515557 C DE515557 C DE 515557C DE P61880 D DEP61880 D DE P61880D DE P0061880 D DEP0061880 D DE P0061880D DE 515557 C DE515557 C DE 515557C
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B17/00—Insulators or insulating bodies characterised by their form
- H01B17/02—Suspension insulators; Strain insulators
Landscapes
- Connection Of Plates (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Hänge- oder Abspannisolator der Kappen- und Bolzenbauart,
wie er beispielsweise im Patent 409 334 beschrieben ist und aus einem Isolatorkörper besteht,
der ein sich nach innen erweiterndes Bolzenloch aufweist, in dem der Bolzen mit erweitertem
Kopfende liegt. Die Vergrößerung des Durchmessers des Kopfendes des Bolzens ist hierbei durch Aufstauchen oder Aufspreizen
bewirkt. Zu diesem Zweck ist das Kopfende des Bolzens geschlitzt, und es wird bei dem Zusammenbau
von Isolatorkörper und Bolzen ein Spreizkörper in das geschlitzte Kopfende des Bolzens eingetrieben. Vorteilhaft wird das
Bolzenende vorher glühend gemacht, um einerseits das Auseinanderspreizen zu erleichtern und
anderseits beim Erkalten der Lappen des Kopfendes eine feste Verbindung zwischen dem Spreizkörper
und den Lappen selbst zu erreichen.
Wird der Bolzen glühend eingeführt, dann ist es zweckmäßig, ein Kissen, z. B. eine Asbestscheibe,
zwischen dem Kopfende, insbesondere aber dem Spreizkörper selbst und der Wand des
Bolzenlochs im Isolatorkörper vorzusehen, um den letzteren vor den unmittelbaren Einwirkungen
des heißen Bolzenendes zu schützen, außerdem aber zum Schutz der Isolatorwand
gegen mechanische Überanstrengungen beim Aufspreizen des Bolzenendes unter entsprechendem
Kraftaufwand. Ebenso ist es möglich, zwischen den auseinandergespreizten Lappen und der Isolatorwand im Bolzenloch irgendwelche
drucklindernden oder -verteilenden Zwischenlagen aus Asbest oder irgendeinem anderen
Stoff anzuordnen.
Der bekannte Isolator dieser Art faßt nun den Spreizkörper lediglich durch Reibung. Obwohl
dies in den meisten Fällen ausreicht, hat man auch in Betracht gezogen, an den Innenseiten
der Lappen Rillen vorzusehen, in welche der Spreizkörper einspringt, und hierdurch besonders
bei größeren Ausführungen dem Spreizkörper einen zusätzlichen Halt im Bolzenende zu geben.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Verbindungsweise des Bolzens mit dem Spreizkörper
zu verbessern.
Die Erfindung besteht nun darin, daß der Spreizkörper mit einem Ansatz versehen wird,
der vorzugsweise als zylindrischer oder prismatischer Zapfen ausgebildet ist, und das Kopfende
des Bolzens eine Aussparung aufweist, welche eine ähnliche Gestalt wie der Ansatz
besitzt und zur Aufnahme des letzteren bestimmt ist. Im kalten Zustand sind jedoch
die Abmessungen dieser Aussparung um ein geringes kleiner gewählt als diejenigen des Ansatzes
am Spreizkörper. Die Verhältnisse sind so gestaltet, daß durch Erhitzung des Kopfendes
des Bolzens auf die für das Aufspreizen geeignete Glut auch die lichte Weite der Aussparung
im Kopfende des Bolzens so weit vergrößert wird, daß nunmehr der Ansatz an dem kalt gebliebenen Spreizkörper ohne erheblichen
oder jeden Widerstand in die so erweiterte Aussparung eingeführt werden kann. Gleichzeitig
wird selbstverständlich auch das Kopfende des
Bolzens auseinandergespreizt und der Spreizkörper in seine endgültige Gebrauchsstellung
übergeführt. Wenn nun das Kopfende des Bolzens erkaltet, so zieht es sich um den Spreizkörper
zusammen, insbesondere aber auch um den Ansatz an dem letzteren und hält diesen
mit größter Kraft fest. Natürlich sind die Verhältnisse auch so gewählt, daß beim Zusammenziehen
des Bolzens nicht etwa ein Reißen eintreten kann, also die Erhitzung zu hoch getrieben
werden muß und die Abmessungen der Aussparung im kalten Bolzenende von vorn-'
herein allzu gering gewählt sind.
Dadurch, daß somit gemäß der Erfindung das Bolzenende, welches den Spreizkörper enthalten
soll, um einen Teil des letzteren aufgeschrumpft
wird, erreicht man eine dauernde und unveränderliche mechanische Verbindung
und Sicherung der Lage des Spreizkörpers in dem aufgespreizten Bolzenende unabhängig davon,
ob der Spreizkörper vollständig in eine etwa an der Innenseite der auseinandergespreizten Lappen
vorgesehene Rille richtig eingesprungen ist oder nicht, unabhängig ferner von der Stärke
des Reibungsschlusses zwischen den schrägen Anlaufflächen an dem Spreizkörper und den
gespreizten Lappen, und unabhängig schließlich von noch so geringfügigen Lagenänderungen,
die zwischen den schrägen Flächen des Spreizkörpers und denjenigen der gespreizten
Lappen, unter Last, unter dem Einfluß von Erschütterungen
(beim Schwingen der Leitung im Wind) eintreten können. Vielmehr wird in allen
praktisch denkbaren Fällen der durch Schrumpfung mit dem Bolzenende verbundene Teil des
Spreizkörpers dafür sorgen, daß dieser letztere seine Spreizstellung unverändert beibehält.
Es wird also die denkbar festeste Verbindung geschaffen.
Die Erfindung sei an Hand des Ausführungsbeispiels der Zeichnung näher erläutert, in
welcher
Abb. la einen Schnitt durch das Bolzenende, Abb.ib einen zugehörigen Spreizkörper in
Ansicht,
Abb. 2 eine Ansicht des Bolzenendes,
Abb. 3 eine Draufsicht (sämtlich in ungespreiztem Zustand),
Abb. 3 eine Draufsicht (sämtlich in ungespreiztem Zustand),
Abb. 4 ein gespreiztes Bolzenende im Schnitt mit eingestecktem Spreizkörper in Ansicht und
Andeutung der Umrisse des Bolzenloches zeigen. Der Bolzen 1 ist am oberen Rande bei 2 geschützt,
so daß Lappen 3 entstehen. An der Innenseite dieser Lappen ist eine Rille 4 ausgebildet.
Ferner ist eine Aussparung (Bohrung) 5 vorgesehen.
Der Spreizkörper 6 ist mit einem umlaufenden Vorsprung 7 versehen, an den sich eine kegelmantelförmige
Spreizfläche 8 anschließt, die in einen zylindrischen Zapfeng übergeht.
Die Verhältnisse sind nun so gewählt, daß der Durchmesser des Zapfens 9 im kalten Zustand
größer ist als der Durchmesser der Aussparung 5. Wird jedoch der Bolzen eingebaut und sein
Kopfende auf hinreichende Glut erhitzt, so ist der Innendurchmesser der Bohrung 5 größer als
der Außendurchmesser des Zapfens 9. Infolgedessen kann das Spreizstück 6 eingeschoben
werden und sodann beide zusammen in das Bolzenloch unter ausreichendem Druck eingeführt
werden, wobei der Spreizkörper in den Bolzenkopf eindringt und ihn erweitert, so daß
er die aus Abb. 4 ersichtliche Form erhält. Der Vorsprung 7 greift dann in die Rille 4 ein, der
Zapfen 9 liegt in der Bohrung 5. Das erkaltete Bolzenende zieht sich kräftig um den Spreizkörper
zusammen, so daß nicht nur die auseinandergespreizten
Lappen mit der Rille 4 den Vorsprung 7 fest erfassen und ferner die Fläche 8 an der entsprechenden Innenseite der Lappen
mit kräftiger Reibung anliegt, sondern es zieht sich vor allem auch der nicht geschlitzte, den
Zapfen 9 umschließende Teil des Bolzens kräftig um diesen Zapfen zusammen, wird auf diesen
also aufgeschrumpft, so daß eine praktisch unlösliche Verbindung zwischen Spreizkörper und
Bolzenende geschaffen ist.
Diese hohe Verfestigung der Bolzenverbindung und damit der ganzen Leitungsaufhängung
wird dabei mit den einfachsten Mitteln erreicht. Das Spreizstück wird" regelmäßig im Gesenk
geschmiedet, und es bedarf daher nur einer anderen Gesenkform, um das Spreizstück gemäß
der Erfindung herzustellen. Ebenso wird der Bolzen gewöhnlich geschmiedet; da zwischen
den Lappen am Kopfende regelmäßig eine Aussparung vorgesehen war, die beispielsweise
durch Eintreiben eines Dornes in den glühend heißen Bolzenkörper erzeugt wird, so liegt es
auf der Hand, daß man lediglich den Dorn too etwas tiefer einzutreiben braucht, um sofort die
Aussparung gemäß der Erfindung in dem Kopfende des Bolzens zu erzeugen. Bereits dieses
Beispiel, das aber die möglichen Herstellungsarten keineswegs erschöpft, zeigt, wie ohne wesentliche
Komplizierung und Verteuerung der Herstellung die außerordentliche Erhöhung der
Festigkeitsverbindung zwischen # Bolzen und Spreizkörper, damit aber auch des Bolzens mit
dem Isolatorkörper selbst erreicht werden kann.
In Abb. 4 bedeutet 10 den ungefähren Umriß
des sogenannten Bolzenlochs eines Isolatorkörpers aus keramischem Werkstoff, in erster
Linie Porzellan, 11 ein Kissen oder sonstige Zwischenlage etwa aus Asbest oder anderem geeignetem
Stoff. Zwischenlagen zwischen den Außenflächen der auseinandergespreizten Lappen
3 und den Auflageflächen an dem Isolatorkörper sind nicht dargestellt, können aber vorgesehen
werden.
Der Ansatz 9 kann, wie dargestellt, ein zylindrischer Zapfen sein, ebenso aber auch ein etwa
prismatischer Körper. Es ist aber auch nicht notwendig, daß der Querschnitt des Ansatzes
überall gleich ist, sondern er könnte auch nach dem unteren Ende hin abnehmen, beispielsweise
kegelstumpf artig ausgeführt werden. Die Außenfläche braucht auch nicht glatt zu sein, sondern
könnte mit Vorsprüngen oder/und Einsparungen beliebiger Art (Ringen, Rillen) versehen sein,
welche in entsprechende Aussparungen oder ίο Vorsprünge in der Aussparung 5 greifen.
Ein Isolator gemäß der Erfindung kann für sich allein, ebenso aber auch in einer Isolatorenkette
zu Abspann- oder bloßen Tragzwecken Verwendung finden.
Claims (4)
1. Hänge- oder Abspannisolator der Kappen- und Bolzenbauart, dessen Bolzen
ein aufgespreiztes, im erweiterten Teil des Bolzenloches im Isolatorkörper liegendes
Kopfende besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Spreizkörper (6) mit einem Ansatz
(9) und das Kopfende des Bolzens (1) mit einer ähnlich geformten, aber um geringes
kleineren Aussparung (5) versehen sind, und daß das Kopfende auf den Ansatz in der Gebrauchsstellung aufgeschrumpft ist.
2. Isolator nach Anspruch 1, dadurch ge-
kennzeichnet, daß der Ansatz (9) als zylindrischer Zapfen und die Aussparung (5) im
Kopfende des Bolzens (1) als zylindrische Bohrung ausgebildet sind.
3. Isolator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spreizkörper
(6) auch mit einer vorspringenden Kante (7) und die Lappen (3) am Kopfende des geschlitzten Bolzens (1) mit einer einspringenden
Rille (4) versehen sind und die Kante (7) -am Spreizkörper in seiner
Gebrauchsstellung in der Rille (4) der gespreizten Lappen liegt.
4. Verfahren zur Herstellung eines Isolators nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch
gekennzeichnet, daß der kalte Spreizkörper (6) mit seinem Ansatz (9) in die Aussparung
(5) am Kopfende des auf hinreichende Glut erhitzten Bolzens eingesteckt
wird und hierauf beide zusammen in das Bolzenloch des Isolatorkörpers mit hinreichender
Kraft eingeführt werden, so daß der Spreizkörper in an sich bekannter Weise unter Aufspreizen des geschlitzten Kopfendes
in dieses letztere eingetrieben wird, worauf das Ganze erkalten gelassen wird, so daß sich der Bolzenkopf auch fest um den
Ansatz (9) am Spreizkörper zusammenzieht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP61880D DE515557C (de) | 1929-12-12 | 1929-12-12 | Haengeisolator der Kappen- und Bolzenbauart |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP61880D DE515557C (de) | 1929-12-12 | 1929-12-12 | Haengeisolator der Kappen- und Bolzenbauart |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE515557C true DE515557C (de) | 1931-01-07 |
Family
ID=7389818
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP61880D Expired DE515557C (de) | 1929-12-12 | 1929-12-12 | Haengeisolator der Kappen- und Bolzenbauart |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE515557C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758154C (de) * | 1935-12-08 | 1953-02-02 | Siemens Schuckertwerke A G | Kittlose Befestigung der Bewehrung von Isolatoren |
-
1929
- 1929-12-12 DE DEP61880D patent/DE515557C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758154C (de) * | 1935-12-08 | 1953-02-02 | Siemens Schuckertwerke A G | Kittlose Befestigung der Bewehrung von Isolatoren |
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