DE511024C - Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Dampfanlagen mit Waermespeicherung - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Dampfanlagen mit Waermespeicherung

Info

Publication number
DE511024C
DE511024C DER76222D DER0076222D DE511024C DE 511024 C DE511024 C DE 511024C DE R76222 D DER76222 D DE R76222D DE R0076222 D DER0076222 D DE R0076222D DE 511024 C DE511024 C DE 511024C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
container
heat
pressure
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER76222D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruthsaccumulator A B
Original Assignee
Ruthsaccumulator A B
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruthsaccumulator A B filed Critical Ruthsaccumulator A B
Priority to DER76222D priority Critical patent/DE511024C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE511024C publication Critical patent/DE511024C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K1/00Steam accumulators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Dampfanlagen mit Wärmespeicherung Es sind Wärmespeicher bekannt, denen in Zeiten geringeren Dampfbedarfes Überschußdampf zugeführt und in Form von Wasser aufgespeichert wird, um bei erhöhtem Bedarf wieder als Dampf abgegeben zu werden. Durch diese Anordnung wird die Deckung beliebig hoher Dampfspitzen bei gleichmäßiger Kesselbelastung erreicht. Bei der Entladung derartiger Speicher tritt jedoch eine Drucksenkung ein, die, um die Speicher nicht übermäßig groß und teuer zu erhalten, gewöhnlich zwischen weiten Grenzen gewählt wird. Für viele Dampfverbraucher, besonders für Kraftmaschinen, ist es erwünscht, Dampf von gleichbleibender Spannung aus dem Speicher zu erhalten.
  • Es ist ferner bekannt, die Verdampfungswärme von überschüssigem Dampf an ein Speichermittel abzugeben und die so gespeicherte Wärme dazu zu benutzen, bei hoher Belastung der Anlage fehlenden Dampf zu erzeugen. Bei diesem bekannten Verfahren wird das durch die Niederschlagung des überschußdampfes gebildete Kondensat wieder dem Kessel zugeführt, während der Zusatzdampf aus vorgewärmtem Speisewasser erzeugt wird. Soll der Zusatzdampf stets gleichbleibende Spannung besitzen, so muß ein Zusammenhang zwischen jeweiligem Dampfbedarf und Fördermenge der Speisewasserpumpe geschaffen werden, was aber umständliche Regelungen erfordert, so @daß man bisher lieber einen schwankenden Dampfdruck in Kauf genommen hat. Es ist weiterhin auch nicht mehr neu, als Speichermittel eine Flüssigkeit mit einem höheren Siedepunkt als Wasser zu verwenden und die in dem wärmespeichernden Stoff enthaltene Wärme mittelbar an einen Dampferzeuger zu übertragen, um bei Bedarf Dampf gleichbleibenden Druckes und gleichbleibender Temperatur zu erzeugen und einen nur für .geringen Überdruck gebauten Wärmespeicher benutzen zu können.
  • Gemäß vorliegender Erfindung wird die Erzeugung von Zusatzdampf gleichbleibenden Druckes in einfachster Weise dadurch erreicht, daß das infolge der Wärmeabgabe an ein Speichermittel entstehende Kondensat des Überschußdampfes in einem Speicher gesammelt und zur Erzeugung des fehlenden Dampfes durch :das Speichermittel hindurchgeleitet wird. Als Speichermittel wird zweckmäßig eine Flüssigkeit verwandt, die einen höheren Siedepunkt als Wasser besitzt, wodurch der eigentliche Speicherkörper keinen oder nur einen geringen Überdruck erhält und daher sehr billig wird. Das Kondensat des überschußdampfes wird durch Zusatz von kaltem Wasser auf unveränderlichem Druck gehalten, der geringer ist als der Kesseldruck. Bei der Entladung wird das Wasser mit unveränderlichem Druck durch den ersten Behälter geleitet, wo es die dort aufgespeicherte Verdampfungs- bzw. Verdampfungs- und Überhitzungswärme wieder annimmt. Es verläßt diesen Behälter als Dampf von ,gleichbleibender Spannung. An Hand der beiliegenden Zeichnungen soll das Verfahren nach der Erfindung an einem elektrischen Kraftwerk als Beispiel erläutert werden.
  • In der Abb. r bezeichnet K die Dampferzeugungsanlage. Die Leitung a führt den Dampf über die Regelvorrichtung R, zur Turbine T" die den Kraftbedarf der Grundlast des Werkes deckt. Die Turbine T, treibt einen Generator G, an. An der Turbine ist der Kondensator C, angeschlossen, dessen Kondensat dem Speisewasserbehälter W zufließt.
  • Der Kessel K liefert eine gleichbleibende Menge Dampf, die dem mittleren Bedarf der Anlage entspricht. Ist nun der augenblickliche Kraftbedarf kleiner als der mittlere, so steigt der Druck .in der Leitung. a, so 1daß sich das Überströmventil UV öffnet und den überschüssigen Dampf durch die Leitung b in die Rohrschlange c strömen läßt, die im Behälter S, liegt, der mit einem Wärmeübertragungsmittel F, z. B. mit einer Flüssigkeit von höherem Siedepunkte als Wasser, gefüllt ist. Der Inhalt des Behälters S, hat eine niedrigere Temperatur als der eintretende Dampf, so daß dieser durch die Wand der Rohrschlange Wärme an die Flüssigkeit .abgibt und selbst dabei kondensiert. Die Menge der Flüssigkeit F ist so bemessen, daß ider Dampf beim Austritt aus dem unteren Ende der Schlange seine gesamte Verdampfungswärme bzw. Verdampfungs- und Überhitzungswärme abgegeben hat und in flüssiger Form durch die Leitung d mit denn Rüc@kschlagventxl B, in den Behälter S, fließt.
  • Im Behälter. S2, in ;dem ein geringerer Druck als in :der Dampfleitung a herrscht, verdampft infolge des Druckabfalls ein Teil des zufließenden Kondensats, so @daß der Druck im Behälter ein wenig steigt. Dadurch wird die Pumpe P, so beeinflußt, daß sie, entsprechend der Drucksteigerung im Behälter S2, eine gewisse Menge kalten Wassers aus dem Speisewasserbehälter W durch die Leitungh in den Behälter fördert.
  • Dieses kalte Wasser dient dazu, den sich aus dem Kondensat bildenden Dampf niederzuschlagen, so daß der frühere Druckzustand im Behälter wiederhergestellt wird. Der Inhalt des $ehälters S2 steht sornüdauernd unter .gleich hohem Druck.
  • Steigt nun der Kraftbedarf über den mittlerenWert, so wird der Druck in der Leitu:ng a sinken und das Überstr ömventil UV schließ-en. Steigt der Kraftbedarf noch weiter, so ruß die 'Turbine T, zur Krafterzeugung herangezogen :werden. Hat irtan den Druck im Behälter @@, .z. B. auf einem Wert gehalten, der um den Druckverlust in den Rohrleitungen ,e, f, .c und g größer ist als der Betriebsdruck der Turbine T2, so wird die im Speicher SZ über dem Flüssigkeitsspiegel liegende Dampfschicht :das darin befindliche Wasser durch die Leitung e, das Rückschlagventil Bz und die Leitung f in die Rohrschlange c drücken. Der Inhalt F des Speichers S, dessen Temperatur zur Zeit der Ladung erhöht wurde, dient jetzt dazu, das durch die Schlange c strömende Wasser zu verdampfen. Da der Druck, den die im oberen Teil des Behälters S, befindliche Dampfmenge auf .den Wasserinhalt :des Behälters ausübt, praktisch unverändert bleibt, so hat auch der durch die Leitung g der Turbine TZ über das Regelventil R2 zuströmende Dampf stets gleichen Druck. Das Rückschlagventil B, verhindert, daß bei der Entladung Dampf aus dem Speicher S2 in die Leitung strömt. Eine Drucksenkung im Speicher wird dadurch vermieden. Wählt man den Druck im Speicher S, kleiner als den Betriebsdruck der Turbine T2, so ruß anstatt des Rückschlagventils B= eine Pumpe eingebaut werden, deren Fördermenge in Abhängigkeit von der Belastung der Turbine T. zu regeln ist.
  • Die Menge kalten Wassers, die dem Speicher S, in den Ladezeiten in wechselnder Menge durch die Leitung h zufließt, kann durch die Pumpe P2 in gleichmäßigem Strome zur Kesselspeisung verwendet oder :einem anderen Heißwasserverhraucher zugeführt werden.
  • E bezeichnet einen Abgasvorwärmer, P., die Speisepumpe, i eine Frischwasserleitung. Als Wärmeübertragungsmittel könnet auch feste Körper oder solche, die bei -der Außenlufttemperatur fest und bei .den in Frage kommenden Dampftemperaturen flüssig sind, verwendet werden.
  • Für den Fall, daß ein fester Körper als Wärmeübertragungsmittel Verwendung findet, fällt der Einbau der Rohrschlangec weg und der Dampf bzw. das Wasser wird ,durch entsprechend angeordnete Kanäle im Speicherkörper geführt.
  • Die Turbinen T2 =d T" sind .im beschriebenen Beispiel der Einfachheit halber als einstufige Kondensationsmaschinen angenommen worden. Sie könnten auch die v2rschiecienen Stufen einer Maschine .sein. An Stelle dieser Turbinen könnten auch ein- oder mehrstufige Konden.sations-, -Gegendruckoder Anzapfmasch@inen verwendet werden, Ebenso könnten in der .Anlage Hei7ida.mpfverbraucher vorhanden seht, für die idie Speicheranlage ganz oder zum Teil Verwendung findet. Der Speichen- kann an einer bdiebgen Stelle der Dampfanlage eingebaut werden, worüber nach den jeweiligen Betriebsverhältnissen zu ;entscMi,den ,ist. In gewissen Fällen, besonders dann, wenn der Frischdampf sehr hoch überhitzt ist, wird es von Vorteil sein, an Stelle des einen Behälters S; zwei Behälter nach der Abb. 2 anzuordnen. Dem durch die Leitung b einströmenden Dampfe wird im Behälter S .die Überhitzungswärme und im Behälter S, die Verdampfungswärme entzogen. Bei der Entladung wird das aus dem Behälter S2 kommende Wasser im Behälter S, verdampft und im Behälter S überhitzt werden. Dadurch wird erreicht, daß die im Behälter S, vielleicht noch nicht verdampften Wasserteilchen in der Schlange des Behälters S sicher verdampft werden.
  • Bei dieser Anordnung wird die Temperatur des Wärmeübertragungsmittels im Behälter S größer sein als im Behälter S,. Man kann in diesem Falle für jeden Behälter ein anderes Wärmeübertragungsmittel verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betriebe von Dampfanlagen mit Wärmespeicherung, bei dem die Verdampfungswärme bzw. Verdampfungs- und Überhitzungswärme von überschüssigem Dampf an ein Speichermittel abgegeben und die so gespeicherte Wärme dazu benutzt wird, fehlenden Dampf :durch mittelbare Wärmeübertragung zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß ,das infolge der Wärmeabgabe entstehende Kondensat des Ü.berschußdampfes in einem Behälter (S.,) gesammelt und zwecks Erzeugung von fehlendem Dampf, insbesondere gleichbleibenden Druckes, durch das .einen höheren Siedepunkt als Wasser aufweisende Speichermittel (F) hindurchgeführt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behälter (S2) für das Kondensat des Überschüssigen Dampfes ein gleichbleibender Druck erhalten wird, der niedriger ist als der im Kessel herrschende Druck. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, -daß dem überschußdampf in .einem ersten Behälter (S) die Überhitzungs- und in einem zweiten Behälter (S, Abb. 2) die Verdampfungswärme entzogen wird.
DER76222D 1928-11-04 1928-11-04 Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Dampfanlagen mit Waermespeicherung Expired DE511024C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER76222D DE511024C (de) 1928-11-04 1928-11-04 Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Dampfanlagen mit Waermespeicherung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER76222D DE511024C (de) 1928-11-04 1928-11-04 Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Dampfanlagen mit Waermespeicherung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE511024C true DE511024C (de) 1930-10-25

Family

ID=7415280

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER76222D Expired DE511024C (de) 1928-11-04 1928-11-04 Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Dampfanlagen mit Waermespeicherung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE511024C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
WO2013135718A1 (de) Energiespeicherkraftwerk und verfahren zum betreiben eines solchen kraftwerks
DE2816636B2 (de) Dampferzeugeranlage
DE2651900C3 (de) Dampfkraftanlage
WO2015043949A1 (de) Verfahren zum betreiben einer dampfturbinenanlage
DE102009010020B4 (de) Speisewasserentgaser eines solarthermischen Kraftwerks
DE2907068C2 (de) Dampfkraftanlage für Grundlastbetrieb mit Einrichtung zur Deckung von Lastspitzen
DE2735463C2 (de) Durchlaufdampferzeuger
DE1805652A1 (de) Kondensations-Kraftmaschinenanlage
DE2620023A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur speicherung von energie in kraftwerken
WO2006058845A1 (de) Verfahren zum betrieb einer dampfkraftanlage, insbesondere einer dampfkraftanlage eines kraftwerks zur erzeugung von zumindest elektrischer energie, und entsprechende dampfkraftanlage
DE3225403C2 (de) Verfahren zum stufenweisen Aufheizen eines Gutes in einer Behandlungsvorrichtung und anschließendem Abkühlen
DE511024C (de) Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Dampfanlagen mit Waermespeicherung
EP4093949B1 (de) Anordnung umfassend einen dampfsättiger sowie verfahren zum betreiben einer solchen anordnung
EP2868874A1 (de) Dampfkraftwerk mit einem flüssigkeitsgekühlten Generator
DE2146952A1 (de) Wärmekraftanlage und Verfahren zu deren Betrieb
EP1270877B1 (de) Wärmetransformation mit Rückverdichtung
DE670359C (de) Dampfanlage
AT95373B (de) Dampfmaschinenanlage mit Wärmespeicher.
DE957948C (de) Dampfkraftanlage mit Mischvorwarmer und turbmenangetriebenen Pumpen
DE583537C (de) Dampfkraftanlage mit Vorwaermung von Fluessigkeiten, insbesondere Speisewasser
DE361499C (de) Verfahren zur Erzeugung von Hoch- und Niederdruckdampf
DE2535996A1 (de) Dampferzeugungsanlage mit dampfspeicher
AT109535B (de) Dampfanlage.
AT103643B (de) Dampfanlage für stark schwankenden Verbrauch.
AT97432B (de) Dampfanlage.