DE486283C - Gewinnung von Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen - Google Patents
Gewinnung von Wasserstoff aus KohlenwasserstoffenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Gewinnung von Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen, welches darin besteht, daß man diese Stoffe in bekannter Weise in flüssigem Zustand unter vermindertem Druck mit elektrischen Wechselstromentladungen behandelt und den entwickelten Wasserstoff ständig abzieht und sammelt. Man hat bereits flüssige Kohlenwasserstoffe in Gegenwart von Gasen und auch im Vakuum zwecks Erhöhung der Viskosität einer elektrischen Wechselstromentladung ausgesetzt. Man hat dabei jedoch nicht beobachtet, daß bei dieser Behandlung besonders reiner Wasserstoff gebildet wird. Die Entwicklung des Wasserstoffes beginnt zunächst an der Oberfläche der zu behandelnden Flüssigkeit und dringt allmählich immer tiefer in die Flüssigkeit ein und bringt dadurch den Kohlenwasserstoff zum Schäumen. Infolge der hierdurch entstehenden feinen Verteilung werden große Oberflächen des Kohlenwasserstoffes der Entladung ausgesetzt, so daß die weitere Wasserstoffentwicklung begünstigt wird. Zur Durchführung des Verfahrens benutzt man zweckmäßig einen Entladungsapparat, bei dem mindestens die eine Elektrode ein Dielektrikum ist.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den Vorteil, daß man sehr reinen Wasserstoff erhält, der z. B. bei Verwendung von Kohlenwasserstoff als Ausgangsmaterial frei ist von Stickstoff und Sauerstoff. Aus dem Kohlenwasserstoff mitgerissene Teilchen können leicht durch Tiefkühlung oder auf eine andere sonst übliche Weise von dem Wasserstoff abgeschieden werden.
- Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Der Entladungsapparat besteht aus einem weiteren Glasgefäß i, in das ein engeres Glasgefäß a eingeschmolzen ist. Zwischen beiden Gefäßen befindet sich der ringförmige Entladungsraum 3. Das Glasgefäß a ist unten geschlossen und wird mit Wasser gefüllt. In dieses Wasser ist eine Drahtspirale ¢ eingehängt, der durch eine Leitung 5 Strom zugeführt wird. Die zweite Stromzuführung wird durch eine außen an das Glasgefäß i gelegte Metallbelegung 6 gebildet. Das Glasgefäß i ist durch ein Rohr 7 mit einem kugelförmigen Gefäß 8 verbunden, durch das der entwickelte Schaum von der Ableitung 9 zur Saugpumpe ferngehalten werden soll. An die Kugel 8 ist außerdem noch ein senkrechtes Fallrohr io angesetzt, das durch einen Bogen mit einem in das Glasgefäß i führenden Rohr i i verbunden ist. An der tiefsten Stelle des Bogens ist ein Rohr i? mit einem Hahn 13 angeordnet, durch den der zu behandelnde Kohlenwasserstoff eingesaugt und abgelassen werden kann. Zur Wasserstoffentwicklung füllt man die Vorrichtung ungefähr zur Hälfte mit Kohlenwasserstoff und beginnt dann mit dem Luftabsaugen. Dabei entweicht zunächst die in dem Kohlenwasserstoff enthaltene Luft. Wenn alle Luft entwichen ist, schaltet man die Entladung ein. Jetzt beginnt das Öl unter Wasserstoffentwicklung zuerst an der Oberfläche, allmählich' aber erst in tieferen Schichten zu schäumen. Der Schaum steigt durch das Rohr 7 in die Kugel 8 und setzt sich dort ab. Das sich dabei sammelnde Öl fließt durch das Rohr io in den Entladungsraum 3 zurück, während der Wasserstoff durch das Rohr 9 abgesaugt wird. Falls es erforderlich ist, kann der Wasserstoff vor der Verwendung von mitgerissenen Ölteilchen durch Tiefkühlung oder in sonst geeigneter Weise gereinigt werden.
- Bei Versuchen mit 15äraffinöl hat sich bei einer Belastung des Apparates mit etwa 72 Watt eine Wasserstoffmenge von etwa o,3 1 je Stunde gebildet. Der Elektrodenabstand betrug dabei etwa i,8 mm, die Ausbeute pro Kilowattstunde beträgt dabei etwa 4,16 1. Bei einem anderen Versuche, bei welchem der Elektrodenabstand etwa 3,5 mm betrug, entwickelte sich bei einer Belastung des Apparates mit 96 Watt 1,2 1 Wasserstoff je Stunde. Dies entspricht einer Ausbeute von 12,5 1 j e Kilowattstunde.
- Der in der Vorrichtung befindliche Kohlenwasserstoff wird während der Wasserstoffentwicklung immer dickfüssiger. Wenn er zti zäh geworden ist, muß er durch neues Ausgangsmaterial ersetzt werden.
- Als Stromquelle kann ein Wechselstromnetz beliebiger Frequenz dienen. Für größere Leistungen verwendet man zweckmäßig gedämpfte oder ungedämpfte Hochfrequenzströme. Außerdem empfiehlt es sich dabei, die Elektroden besonders zu kühlen.
- Es'kö'nnen auch andere Vorrichtungen als die oben beschriebene und besonders auch solche mit plattenförmigen Elektroden zur Durchführung des Verfahrens verwendet werden.
Claims (1)
- PATr,NTANSPRUCH Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß bei der bekannten Behandlung von Kohlenwasserstoffen in flüssigem Zustande unter vermindertem Druck mit elektrischen Wechselstromentladungen der entwickelte Wasserstoff ständig abgezogen. und gesammelt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DES63504D DE486283C (de) | 1923-08-05 | 1923-08-05 | Gewinnung von Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE486283C true DE486283C (de) | 1929-11-14 |
Family
ID=7496436
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES63504D Expired DE486283C (de) | 1923-08-05 | 1923-08-05 | Gewinnung von Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE486283C (de) |
-
1923
- 1923-08-05 DE DES63504D patent/DE486283C/de not_active Expired
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