DE484700C - Einrichtung zum Auslesen von Fischeiern, Brutabfaellen und Jungfischen aus Fischbrutkaesten - Google Patents
Einrichtung zum Auslesen von Fischeiern, Brutabfaellen und Jungfischen aus FischbrutkaestenInfo
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Description
Bekanntlich, erfordert die Erbrütung von Jungbrut in den Fischbrutanstalten eine sehr
umfangreiche und zeitraubende Bedienung während der ganzen Brutzeit und auch, noch
unmittelbar bis zum Aufbrauch des Dottersackes der Jungfische. So müssen z. B. unbefruchtete
oder abgestorbene Eier aus den befruchteten, gesunden Eiern- von Zeit zu
Zeit herausgelesen werden. Auch müssen
to nach dein Ausschlüpfen der Jungbrut die abgestreiften Eierhäutchen, die kranken und
abgestorbenen Jungfische von der gesunden Fischbrut entfernt werden. Diese Reinigungsarbeit muß bis zum Aufbrauchen des Dotter-
sackes weitergeführt werden, um die Jungfische gesund zu erhalten. In Anbetracht der
in die Hunderttausende bis in die Millionen gehenden Eier und Jungfische einer Fischbrutanstalt
sind diese Arbeiten natürlich äußerst mühsam, da jeder zur Aussortierung verurteilte Teil für sich aufgefangen werden
muß, ohne daß die übrige gesunde Eier- und Fischbrut dabei irgendwie beschädigt oder unnötigerweise beunruhigt wird. Die
Aussortierung erfolgt daher im allgemeinen mit der Hand unter Zuhilfenahme einer
Federzange (Pinzette) u. dgl. und unter Festklemmung jedes zu entfernenden Teiles.
Trotz größter Vorsicht hierbei ist es nun unvermeidlich, daß auch gesunde Eier- und
Fischbrut manchmal mit eingeklemmt und dadurch beschädigt werden. Ferner bedient
man sich zur Aussortierung vielfach noch in Ermangelung eines besseren Hilf smittels eines
zusammendrückbaren Gummiballons mit aufgesetzter, am freien Ende offener Glasröhre.
Aber auch diese Ausleseart ist sehr unprak« tisch und zeitraubend, da der Gummiballon
jeweils von Hand zusammengedrückt werden muß und seine Saugwirkung schon nach teilweisem
Auffüllen des Ballons mit Wasser und Fischbrut usw. aufgehoben wird.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung, die diese Auslesearbeiten bei
größter Schonung der gesunden Eier und Fischbrut erleichtert.
Der Erfindungsgegenstand ist in Abb. 1 schematisch dargestellt.
α bezeichnet eine Druckwasserleitung, b eine Wasserstrahlpumpe, c die Abwasserleitung
des Betriebswassers, d die Saugleitung, e ein Aufnahmegefäß, / die verlängerte
Saugleitung, bestehend aus einem Gummischlauch,, g ein an die Saugleitung angeschlossenes,
am vorderen Ende umgebogenes Rohr (Ausleser), h einen mit Wasser gefüllten
Fischbrutkasten, mit darin befindlichen Eiern und Fischbrut. Zur Bedienung der Einrichtung
wird das Ventil i in der Druckwasserleirung geöffnet und der Schlauch/, beispielsweise
mit der linken Hand an Stellet quetschend, zwischen Zeigefinger und Daumen
genommen, während der Ausleserg· mit der rechten Hand erfaßt wird, wobei der Zeigefinger
der rechten Hand auf die Öffnung I des Auslesers gelegt wird. Will man nun un-
befruchtete und abgestorbene Eier usw. auslesen, so sucht man dieselben mit der Mündung
m des Auslesers auf. Ist ein solches Ei vor der Öffnung tn, so läßt man den Druck
auf den Schlauch an. Stellet nach, worauf
das Ei durch die Saugwirkung in den Ausleser und weiter in den Aufnahmekasten e befördert
wird. Die Saugwirkung kann in Verbindung mit dar linken Hand bei k und dem
ίο Zeigefinger der rechten Hand bei I so geregelt
werden, daß sich ein aussortiertes Ei oder Fischchen an das andere im Ausleser g
anreiht. Damit man die aufgefangenen Teile auch noch im Ausleserg· beobachten kann,
X5 wird letzterer zweckmäßigerweise aus durchsichtigem
Material, wie Glas usw., hergestellt. Tritt der Fall ein, daß auch einmal
ein gesundes Ei oder ausgeschlüpftes Fischchen in die Saugöffnung des Auslesers gelangt,
so läßt man durch Abheben des Zeigefingers der rechten Hand bei I Luft in die
Glasröhre«·, worauf die angesaugte "Wassersäule
nach der Mündung tn des Auslesers g abfällt und das gesunde Ei bzw. das Fischchen
wieder in Freiheit gesetzt wird. Der Druck auf den Schlauch bei k und auf den
Ausleser bei I ersetzt also die Funktion von Ventilen. Es können somit bei k und) I auch !
entsprechende Regulierventile eingebaut werden. Um das Auffangen von Eiern oder Jungbrut mit nahezu ausgeglichenem Druck,
also geringster Saugwirkung, vorzunehmen, hat der Ausleser den abgebogenen Schenkel«,
der während des Auffangens in horizonitaler
Lage gehalten wird. Auch ermöglicht dieser horizontal gehaltene Teil des Auslesers
eine gute Beobachtung der aufgefangenen Körper.
Durch verschieden große Öffnungen tn des
Auslesers g kann man auch, verschiedenartige Eier- und Fischbruten, die sich durch ihre
Größe voneinander unterscheiden, auf bequemste Art voneinander trennen.
Damit vom Aufnahmekasten e keine ausgeschiedenen Teile durch die Saugleitung d
in die Wasserstrahlpumpe b gelangen, ist in denselben ein Sieb 0 eingebaut.
Will man nun auch gesunde Fische fangen und zugleich zählen, so schaltet man ein
So zweites Aufnahmegefäß ρ dem Aufnahmegefäß
e vor (Abb. 2). Die Wirkungsweise und Handhabung: der Einrichtung in diesem Falle
ist die gleiche wie bei Abb. 1. Das Aufnahmegefäß ρ wird zweckmäßigerweise aus
Glas hergestellt und am Mantel mit einer Skala über den Nettoinihalt versehen. Hat
sich eine genügende Menge Fische im Aufnahmegefäß ρ angesammelt, so schließt man
das Ventil« und öffnet das Ventil^ (Abb. 2), worauf das Wasser aus ρ abläuft und die
Menge der Fische in Kubikzentimetern an der Skala des Aufnahmegefäßes ρ abgelesen
werden kann. Die Zählung der Stückzahl des betreffenden Volumens Fische kann schon
beim Einfangen durch den Ausleser oder nach Entfernung der Fische aus dem Aufnahmegefäß/?
erfolgen. Ist die Stückzahl pro Volumeneinlheit bei einer bestimmten Fischgröße errechnet, so können auf Grund der
Volumenmessungen die entsprechenden Stückzahlen rechnerisch bestimmt werden. Diese
Methode läßt sich natürlich auch auf die Zählung von Fischeiern anwenden.
Claims (4)
1. Einrichtung zum Auslesen von Fischeiern, Brutabfällen und Jungfischen aus
Fischbrutkästen vermittels eines unter Saugluft stehenden Aufnehmers, dadurch gekennzeichnet, daß dieser mit einer Vakuumpumpe
in Verbindung steht.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Saugleitung
ein Aufna'hmegefäß (e) und ein Sieb (o) eingebaut ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnehmer
ein Luftzuführungsloch (/) hat.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Aufnahme- go
gefäß (e) ein mit einer Skala und mit
durchsichtigen Wandungen versehenes Aufnahimegefäß (p) vorgeschaltet wird,
das durch den kontinuierlich wirkenden Saugzug mit Wasser und Fischen gefüllt
wird und nach Absperrung des Saugzuges und Ableitung des Wassers (bei q) die Feststellung des Volumens der aufgefangenen
Fische oder Fischeier ermöglicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN28495D DE484700C (de) | 1928-02-25 | 1928-02-25 | Einrichtung zum Auslesen von Fischeiern, Brutabfaellen und Jungfischen aus Fischbrutkaesten |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE484700C true DE484700C (de) | 1929-10-18 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN28495D Expired DE484700C (de) | 1928-02-25 | 1928-02-25 | Einrichtung zum Auslesen von Fischeiern, Brutabfaellen und Jungfischen aus Fischbrutkaesten |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE484700C (de) |
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1928
- 1928-02-25 DE DEN28495D patent/DE484700C/de not_active Expired
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