DE460752C - Verfahren zur Reinigung des in einer Kaeltemaschinenanlage umlaufenden Kaeltemittels - Google Patents

Verfahren zur Reinigung des in einer Kaeltemaschinenanlage umlaufenden Kaeltemittels

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DE460752C
DE460752C DEK97599D DEK0097599D DE460752C DE 460752 C DE460752 C DE 460752C DE K97599 D DEK97599 D DE K97599D DE K0097599 D DEK0097599 D DE K0097599D DE 460752 C DE460752 C DE 460752C
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    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B43/00Arrangements for separating or purifying gases or liquids; Arrangements for vaporising the residuum of liquid refrigerant, e.g. by heat

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Description

  • Verfahren zur Reinigung des in einer Kältemaschinenanlage umlaufenden Kältemittels. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des im Hauptpatent 459046 beschriebenen Verfahrens zur Kälteerzeugung, bei welchem das Kältemittel selbsttätig während der Kälteerzeugungsarbeit gereinigt wird, und bei welchem die verfügbare Wärme der aus dem Kondensator kommenden Flüssigkeit für die Reinigung der Kälteflüssigkeit nutzbar gemacht wird, sowie einen Kälteerzeugungsapparat zur Ausführung dieses Verfahrens.
  • In dem Kälteerzeugungssystem nach dem Hauptpatent wird eine nicht verflüssigte Mischung von gasförmigen Verunreinigungen und etwas Dampf des Kühlmittels vom Hauptkondensator durch einen wassergekühlten Hilfskondensator geführt, um den Kältemitteldampf weiter zu verflüssigen, bevor die endgültige Trennung der gasförmigen Verunreinigungen aus dem Kondensat erfolgt. Ferner wird zum Reinigen des flüssigen Kältemittels und zum Abscheiden desselben in Dampfform aus Verunreinigungen, wie 0l, Wasser, Schmutz u. dgl., das flüssige Kältemittel während des Betriebes des Systems der mittelbaren Heizwirkung eines aus dem Kondensator kommenden warmen Kältemittels unterworfen.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß Glas kalte, flüssige Kältemittel, «-elches dem Reiniger zugeführt wird, vorteilhaft als Kühlmittel zum Verflüssigen des Kältemitteldampfes aus den gasförmigen Verunreinigungen- verwendet «-erden kann, indem der warme Dampf und die gasförmigen Verunreinigungen als Heizmittel für den Reiniger benutzt werden, so claß der Hilfsverflüssiger fortfallen kann und der Apparat vereinfacht wird. Es ist an sich bekannt, die Trennung von Kältemitteldampf und den weniger flüchtigen Bestandteilen durch Wärme zu besorgen. Gemäß der Erfindung wird nun die Wärme des aus dem Kondensator kommenden warmen Gemisches von Gas und Dampf dazu nutzbar gemacht, das Kältemittel zu reinigen, welches seinerseits als Kühlmittel zum Verflüssigen des Kältemitteldampfes von den nicht verflüssigbaren L nreinlichkeiten dient; und ein und derselbe Teil des Apparates dient dem doppelten Zweck als Hilfsverflüssiger und Reiniger. Durch dieVerwendung der warmen, nicht verflüssigten Gase und Dämpfe aus dem Kondensator als Heizmedium im Reiniger wird die latente Verdampfungswärme ebensowohl wie die Wärme der verflüssigten Kälteflüssib keit zu Heizzwecken bei der Reinigung verwendbar, so daß eine genügende Reinigung mit einem verhältnismäßig geringen Volumen von Heizmedium gesichert ist. Die Verflüssigung des Kältemitteldampfes im Gasgemisch wird ferner bei kleineren, Wärme abgebenden Oberflächen bewirkt, als in einem @vassergekühlten Kondensator nötig ist, da das flüssige Kältemittel aus dem Verdampfer eine niedrigere Temperatur hat als das Kühlwasser.
  • Die Erfindung bezweckt demnach, das Verfahren zur Kälteerzeugung in den obener-,vähnten Hinsichten zu verbessern. Ferner soll die Erfindung ein Kälteerzeugungsverfahren schaffen, nach welchem die Verflüssigung von Kältemitteldämpfen in einer Mischung von Gas und Dampf, die aus dem Kondensator kommt, die Reinigung des flüssigen Kältemittels ausführt, um dieses als Dampf aus den nicht verdampfbaren Verunreinigungen abzuscheiden. Ferner bezweckt die Erfindung, die Schaffung eines Kälteerzeugungsapparates zur Ausführung jenes Verfahrens herzustellen, in welchem ein und dasselbe Element des Apparates dem doppelten Zweck als Verflüssiger und Reiniger dient, und weiterhin, ein Verfahren zur Kälteerzeugung vorzusehen, nach welchem eine Mischung von Gas und Dampf von einem aufsteigenden Strom des Gemisches im Hauptverflüssiger abgezweigt wird, um durch Gewichtsunterschiede eine Vortrennung des kondensierbaren von den nicht kondensierbaren Mitteln zu bewirken, bevor dann die endgültige Trennung durch Verflüssigung im Reiniger erfolgt; und schließlich, ein praktisches Verfahren und einen zuverlässigen und empfindlichen Apparat zur selbsttätigen Aufrechterhaltung einer wesentlich gleichmäßigen Reinigungsarbeit ohne Rücksicht auf den Grad der Reinheit der Flüssigkeit im Reiniger aufrechtzuerhalten, und die Kälteerzeugungsverfahren und Apparate in anderer, nachstehend beschriebener und in den Ansprüchen beanspruchter Hinsicht zu verbessern.
  • In den beiliegenden Zeichnungen ist Abb. i eine schematische Draufsicht auf einen Kälteerzeugngsapparat nach der Erfindung.
  • Abb.2 ist eine senkrechte Schnittansicht durch den Kondensator des Kälteerzeugungsapparates.
  • Abb.3 ist eine Teilschnittansicht, welche den Verdampfer und den verbesserten Reinigerverflüssiger zeigt.
  • Abb. q. zeigt in Ansicht den Reiniger und in teilweiser Schnittansicht den Verdampfer. Abb.5 ist eine Schnittansicht nach der Mittelebene durch das Dampfabsperrventil für den, Reinigerverflüssiger. Abb. 6 zeigt in senkrechter Schnittansicht das Reglerventil für den Reinigerverflüssiger.
  • Abb.7 ist eine Schnittansicht nach Linie 7-7 der Abb. q..
  • In den Zeichnungen ist A der Verdampfer, B der Kondensator, C der Verdichter eines Kälteerzeugungsapparates, vorzugsweise für den Betrieb mit Kältemitteln, wie Dichloräthylen u. dgl., unter Vakuum, sowohl im Verdampfer A wie in dem Kondensator B, jedoch auch unter Verwendung anderer Drucke, wie z. B. Unterdruck im Verdampfer A und Überdruck im Kondensator B, oder mit anderen Kältemitteln. Die Dämpfe des Kältemittels werden aus dem Verdampfer A durch einen Verdichter C geeigneter Bauart, vorzugsweise jedoch einen Schleuderverdichter, abgenommen.
  • Aus dem Verdichter C werden die Dämpfe des Kältemittels einschließlich Luft oder anderer nicht kondensierbaren Gase, welche in dem Kältemittel als Verunreinigungen enthalten sind, in den Verflüssiger B durch ein Einlaßrohr io unter einem vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, geringeren Druck als eine Atmosphäre eingeführt. Die kondensierbaren Kältemitteldämpfe werden mit Hilfe von Wasser unter normalen Temperaturen, oder mit Hilfe eines anderen. geeigneten Verflüssigungsmediums, welches durch geeignete Röhren i i im Kondensatorgehäuse 12 um= läuft, verflüssigt. . Das Verflüssigungswasser fließt vorzugsweise durch ein Einlaßrohr 13 am Kopfende des Kondensators ein, dann zurück und weiter durch aufeinanderfolgende Gruppen von Röhren i i und schließlich durch ein nicht dargestelltes Auslaßrohr am unteren Ende des Kondensators aus, so daß das Wasser durch diese Röhre im Gegensatze zu dem dichtesten Dampf in den Verflüssiger fließt, wie nachstehend erläutert werden wird. Geeignete Scheidewände oder Prallplatten 14. und 15 sind im Verflüssigergehäuse vorgesehen, um den Kältemitteldampf, welcher in den Verflüssiger eintritt, zuerst nach abwärts über einen Teil der Kühlrohre, dann unter der Wand 15 entlang und aufwärts über die übrigen Rohre in den durch die Scheidewand 15 gebildeten aufsteigenden Kanal zu leiten, so daß der nicht kondensierte Dampf zusammen mit Luft oder anderen gasförmigen Verunreinigungen, die darin. enthalten sein könnten, in diesem Kanal aufsteigen muß, um zu einem am woberen Ende dies Kanals vorgesehenen Auslaß zu gelangen, durch welchen der Dampf und die Gase aus dem Kondensator abgesaugt werden. Die Mischung von Luft und Dämpfen, im Verhältnis von ungefähr 95 Prozent Dampf zu 5 Prozent' Luft, ist leichter als der Dampf allein, so daß infolge des Gewichtsunterschiedes durch Schwergewicht der Kältemitteldampf sich von der Luft scheidet, mit dem Ergebnis, daß eine geringere Menge Dampf mit der Luft am oberen Ende des Kanals abgesaugt wird. In dem ersten oder absteigenden Kanal des Kondensators zwischen den Scheidewänden 14 und 15 wird wegen der größeren Geschwindigkeit, mit welcher die Kältemitteldämpfe durch diesen Teil des Verflüssigers fließen und alle Luft mit sich nehmen, keine Luft sich sammeln.
  • Der dargestellte Kondensator B hat einen Sättiger 16, wie er im Hauptpatent beschrieben ist, für den in den Kondensator eintretenden Dampf, der die Arbeit des Kondensators erleichtert. Das verflüssigte Kältemittel fließt dann aus dem Kondensator durch die Sättigungsvorrichtung 16 aus, durch welche der Kältemitteldampf von dem Verdichter in den Kondensator geht. Wenn die den Kondensator verlassende gekühlte Flüssigkeit den warmen Dampf trifft, welcher vom Verdichter durch den Sättigerkanal 16 fließt, kühlt und sättigt sie den Dampf so, daß, wenn der Dampf die Verflüssigerrohre des Kondensators erreicht, er bereits abgekühlt und zu einem gewissen Grade verflüssigt ist, so daß also die Arbeit des Kondensators insoweit erleichtert wird. Das verflüssigte Kältemittel fließt vom Hauptkondensator durch Ausflußrohr i2a ab und wird dann wieder in den Verdampfer A zurückgeführt.
  • Gemäß dem Hauptpatent ist in dem oberen Teile des aufsteigenden Kanals im Kondensatorgehäuse 12 ein wassergekühlter Hilfskondensator angeordnet, um den nicht kondensierten Teil des Kältemitteldampfes aus der Luft oder anderen gasförmigen Verunreinigungen zu verflüssigen und auszuscheiden. Es hat sich indessen herausgestellt, daß diese Verflüssigungswirkung vorteilhaft unter For tlassung dieses Hilfskondensators dadurch erzielt werden kann, daß der Reiniger nach der vorliegenden Erfindung verwendet wird, welcher die kalte Kälteflüssigkeit aus dem Verdampfer als Kühlmittel verwendet. Dieses flüssige Kältemittel hat eine niedrigere Temperatur als Wasser von Normaltemperatur, und folglich ist es möglich, eine kleinere Wärmeaustauschfläche und eine solche von einfacherer Bauart für die gleiche Verflüssigungswirkung zu verwenden und zur gleichen Zeit die Wärme, die in den aus dem Kondensator kommenden Gasen enthalten ist, zur Reinigung der Kälteflüssigkeit und zur Abscheidung dieser Kälteflüssigkeit alsDampf aus den nicht flüchtigen flüssigen Verunreinigungen, wie z. B. 01, Wasser u. dgl., zu verwenden.
  • Ein Dampfauslaßrohr 23 ist mit dem oberen Ende des aufsteigenden Kanals des Kondensators B zu dem Zweck verbunden, die nicht kondensierten Kältemitteldämpfe und gasförmigen Verunreinigungen mit Hilfe einer geeigneten Absaugvorrichtung aus dem Kondensator abzusaugen. Diese Vorrichtung enthält eine Luft- und Dampfabscheidekammer 24, die neben dem Verdampfergebäuse angeordnet ist, und einen auf dieser Kammer vorgesehenen Motor 25, welcher eine Pumpe antreibt, die Kältemittelflüssigkeit durch einen Ejektor und Abscheider in dieser Kammer hindurchbewegt. Das Rohr 23 ist mit diesem Ejektor verbunden, welcher den Dampf und die gasförmigen Verunreinigungen aus dein Kondensator durch das Rohr 23 absaugt. Die nicht verflüssigten Bestandteile an Luft und Gasen entweichen in die Atmosphäre aus der Ausscheidekammer 24 durch ein Auslaßrohr 26, und das flüssige Kältemittel, welches in dieser Kammer 24 verflüssigt und ausgeschieden wird, wird durch eine geeignete Einrichtung dem Verdampfer wieder zugeführt. Auch andere geeignete Luftabsauge- und -abscheidemittel können verwendet werden.
  • Zwischen dem Kondensatorgehäuse 12 und der Ausscheidekämmer 24 ist mit dem-Rohr 23 eine Verflüssigerschlange 27 verbunden,. oder aus dem Rohr 23 gebildet, in solcher Anordnung, daß sie eine Reinigerkammer 28 heizt, welche vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, von zylinderförmiger Gestalt ist und einen Deckel 29 hat. Ein Rückschlagventil D ist in der Rohrleitung 23, vorzugsweise zwischen dem Kondensatorgehäuse a2 und der Reinigerkammer 28, angeordnet, damit diese Leitung abgeschlossen wird, wenn der Apparat zum Stillstand kommt, aber selbsttätig geöffnet wird beim Anlassen des Motors 25. Dieses Rückschlagventil kann von beliebiger Bauart sein. Wie gezeigt, besitzt es einen Absperrkörper 30, welcher durch einen unter der Wirkung einer Feder stehenden Kolben 31 gegen einen Ventilsitz 32 gedrückt wird. Wenn an der Saugöffnung 33 des Rückschlagventils D ein Vakuum geschaffen wird, so zieht sich eine balgförmige Membran 34 zusammen, und eine Stange 35 zwischen dem Kopf der Membran und dem Ventilkörper 30 schiebt den Absperrkörper 3o in die Öffnungsstellung, so daß Dampf durch das Rohr 23 und das Rückschlagventil aus dem Kondensator B abgesaugt werden kann.
  • Das flüssige Kältemittel wird dem Reiniger zwecks Reinigung während der Arbeit des Kälteerzeugungsapparates vorzugsweise wie folgt zugeführt. Der Verdampfer B (Abb. 4) hat ein Gehäuse 38 und eine große Zahl von Wärmeaustauschrohren 39, durch welche Wasser oder ein anderes zu kühlendes Mediüm fließt. Dieses zu kühlende Medium wird in die Rohrschlange durch ein Einlaßrohr 4o geleitet und durch ein Ausflußrohr 4o« abgeführt. In dem Verdampfergehäuse 38 ist oberhalb der Röhren 39 eine Kammer 41 angeordnet, in welche die zu verdampfende Kälteflüssigkeit aus dem Kondensator eingeführt wird. Die Kammer 41 hat eine siebförmige Bodenplatte 42, durch welche das flüssige Kältemittel auf die Röhren 39 in zahlreichen dünnen Strahlen fließt. Eine Überlaufkammer 44 wird durch eine Zwischenwand 45 in der Kammer 41 gebildet, und das obere Ende eines Überlaufrohres 46 ist über dem Boden der überlaufkammer so angeordnet, daß, wenn die Kälteerzeugungsanlage arbeitet, ein Teil der Kälteflüssigkeit fortgesetzt aus der Kammer 44 in das Rohr 46 überfließt. Dieses Rohr 46 führt die Kälteflüssigkeit in einen Trichter 48 am oberen Ende des Standrohres 49. Quer über das obere Ende dieses Trichters ist ein feines Drahtgewebe 5o gespannt, um das überspritzen von schmutziger Flüssigkeit aus dem Standrohr 49 in das Verdampfergehäuse 38 zu verhindern. Das Standrohr 49 ist am unteren Ende mit einem Rohr 4911 verbunden, welches aus dem Verdampfergehäuse 38 hinausführt und in den Boden der Reinigerkammer 28 mündet.
  • Die Kälteflüssigkeit steigt daher in der Reinigerkammer 28 um die Verflüssigerschlange 27 bis zu einem Spiegel auf, welcher vom Flüssigkeitsstand im Standrohr 49 und ferner vom Dampfdruck oberhalb der Flüssigkeit in der Reinigerkammer abhängig ist, da, sobald der Druck in der Reinigerkammer28 eine gewisse Höhe erreicht, die aus dem Röhr 46 überfließende Flüssigkeit über den Trichter 48 fließen wird, weil das Standrohr 49 mit Flüssigkeit gefüllt ist. Ein Dampfrückführungsrohr 53 verbindet das obere Ende der Reinigerkammer 28 mit dem Verdampfergehäuse 38 und ist mit einem von Hand zu bedienenden Abschlußventil 52 bekannter Bauart ausgestattet. In dem Dampfrohr 51 ist eine Drosselungsvorrichtung 53 (Abb. 7) zwischen dem Ventil 52 und der Reinigungskammer 28 vorgesehen, welche aus einer im Rohr auswechselbaren Ouerplatte 54 besteht, mit einer Öffnung 55 für den Durchtritt des Dampfes. Der Dampfdruck in der Reinigerkammer 28 hängt von der Größe dieser Drosselöffnung ab, und jeder gewünschte Druck kann erreicht werden, indem man eine Platte mit einer Öffnung geeigneter Größe verwendet.
  • In dem vom Standrohr 49 zum Boden der Reinigerkammer 28 führenden Rohr 49a ist ein empfindliches Reglerventil 56 angeordnet, welches vorzugsweise wie folgt gebaut ist: Eine biegsame Membran 57, welche das Ventilgehäuse in eine obere und untere Kammer unterteilt, trägt einen Ventilsitz 58 mit einem Flüssigkeitskanal 58d in der Mitte. Der Absperrkörper 59 hat eine genutete Führungsstange 6o, die in dem Kanal 58a geführt und normal zwischen einer Anschlagschraube 61 über dem oberen Ende der Stange und einer unter Federwirkung stehenden Sicherheitsanschlagschraube 62 unter dem unteren Ende des Ventilkörpers ruht. Das Ventilgehäuse hat eine Einläßöffnung 63 unterhalb der Membran 57 und eine Auslaßöffnung 64 oberhalb der Membran. Das Ventil verhindert den Rückfluß von Flüssigkeit aus der Reinigerkammer 38. Sobald indessen der Flüssigkeitsstand im Standrohr 49 groß genug wird, um den Druck des Dampfes in der Reinigerkammer 28 zu überwinden, wird die Membran 57 nach aufwärts durchgebogen, so daß sie den Ventilsitz von dem Absperrkörper abhebt und Flüssigkeit aus dem Standrohr 49 in die Reinigerkammer 28 einlaufen läßt. Im Falle eines ungewöhnlichen hohen Druckes in der Reinigerkammer gestattet die Sicherheitsschraube, daß das Ventil mit dem Ventilsitz in der Richtung nach unten nachgibt, so daß, obgleich das Ventil geschlossen gehalten wird, jegliche Beschädigung für das Ventil oder dessen Sitz vermieden ist.
  • Es ist wünschenswert, daß die Kälteflüssigkeit in wesentlich gleichmäßigem Grad gereinigt wird, auch wenn seine Reinheit verschieden ist, und die beschriebene Einrichtung ist für diesen Zweck besonders geeignet. Die warmen Dämpfe aus dem Kondensator B geben beim Durchgang durch die Verflüssigerschlange 27 Wärme durch die Wand dieser Schlange an die Kälteflüssigkeit in der Reinigerkammer ab, welche diese Schlange umgibt, und bringen so diese Kälteflüssigkeit zum Sieden, so daß Dämpfe aus der Kälteflüssigkeit entwickelt werden, welche durch die Drosselöffnung 55 und das Rückleitungsrohr 51 in das Verdampfergehäuse 38 strömen. Nach längerer Betriebsdauer wird die Flüssigkeit in der Reinigungskammer 28 mehr und mehr durch Beimischungen, wie Öl, Wasser u. dgl, verunreinigt, so, da.B die Verdampfungsleistung, bezogen auf die Wärineaustauschfläche, sich allmählich verringert. Solange die Kälteflüssigkeit in der Reinigerkammer 28 frisch ist, entwickeln sich die Dämpfe schnell, und der verhältnismäßig hohe Dampfdruck, welcher in der Reinigerkammer durch die Drosselöffnung 55 erzeugt wird, überwiegt den Druck der Flüssigkeitssäule in dem Standrohr 49, so daß das Ventil 59 geschlossen bleibt und den Flüssigkeitsstand 65 in der Reinigungskammer 28 verhältnismäßig niedrig erhält, wobei ein kleinerer Teil der Verflüssigerschlange 27 in Berührung mit dieser Flüssigkeit ist, also eine Verminderung der Verdampfung verursacht wird. Je mehr aber die Flüssigkeit verunreinigt wird, um so langsamer erfolgt die Verdampfung, so daß der Dampfdruck sich verringert und das Ventil 59 sich öffnen kann, so daß die Flüssigkeit in der Reinigerkammer 28 höher steigt, in Übereinstimmung mit der Flüssigkeitssäule im Standrohr .t9. Somit wird die effektive Verdampfung pro Zeiteinheit des Kältemitteldampfes, welcher durch das Rohr 51 fließt, selbsttätig wesentlich gleichmäßig erhalten, unabhängig von der Reinheit der Flüssigkeit in dieser Reinigerkammer. Die beschriebenen Regelungseinrichtungen für den Reiniger sind sehr empfindlich. Das Reglerventil wird sich bei sehr geringen Veränderungen in der Höhe der Flüssigkeitssäule im Standrohr öffnen und schließen und eine wesentlich gleichmäßige Wirkung des Reinigers aufrechterhalten.
  • Wenn das öl, Wasser und andere Verunreinigungen sich in einer genügenden Menge in der Reinigerkammer gesammelt haben, wird diese Flüssigkeit aus der Reinigerkammer abgelassen. Zu diesem Zwecke ist ein Abzugsrohr 66 mit Handventil 67 in der Bodenplatte des Reinigers angeordnet und ein. Lüftungsrohr 68 mit Ventil 69 am oberen Ende der Reinigerkammer 28. Zum Abziehen der verunreinigten Flüssigkeit aus der Reinigerkammer 28 wird das Danipfauslaßventil 52 zuerst geschlossen und das Lüftungsventil 69 geöffnet, so daß das teilweise Vakuum in der Reinigerkammer 28 gestört und der Druck in dieser Kammer so erhöht wird, daß sich das Reglerventil 56 schließt. Das Abzugsventil 67 wird dann geöffnet und die Flüssigkeit abgelassen, worauf die Ventile 67 und 69 geschlossen werden und das Ventil 52 wieder geöffnet wird, wodurch der Apparat wieder beginnt, seine zweifache Aufgabe als Reiniger und Kondensator zu erfüllen. Ein Flüssigkeitsstandglas 70 bekannter Bauart kann zwischen das Rohr 51 und das Rohr .1.9d eingeschaltet werden, uni den Flüssigkeitsstand in der Reinigerkammer 28 anzuzeigen, ebenso wie die Farbe und Reinheit der Flüssigkeit.
  • Durch die Verwendung des Reinigers als Hilfsverflüssiger für den dem Hauptkondensator entnommenen Dampf und durch Verwendung der kalten Kälteflüssigkeit aus dein Verdampfer als Kühlmittel in dem Hilfsverflüssiger wird die Verflüssigersclilange, welche für die gewünschte Kondensationswirkting nötig ist. wesentlich kleiner als bei der Verwendung von Kühlwasser, (Ja die Temperatur dieses K-ltemittels wesentlich niedriger-ist als die Normaltemperatur von Kühlwasser, so daß die Kondensation wirksamer und vollständiger wird. Andererseits wird durch die Verwendung der Dämpfe aus dem Hauptkondensator als Heizmittel für den Reiniger an Stelle von warmer Kälteflüssigkeit aus dem Kondensator die gebundene Verdampfungswärme der kondensierten Dämpfe in der Verflüssigerschlange 27 frei für die Reinigung der Kälteflüssigkeit in der Reini`erkammer 28, während bei Verwendung von Kälteflüssigkeit aus dem Kondensator nur die Wärme der Flüssigkeit für die Reinigung zur -Verfügung steht und eine große Menge der Flüssigkeit in Umlauf gebracht werden müßte, nur um den gewünschten Reinigungsgrad zu erzielen.

Claims (16)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung des in einer Kältemaschinenanlage umlaufenden Kältemittels nach Patent .a.59 o,46 durch Trennung des Kältemitteldampfes von den weniger flüchtigen Bestandteilen mit Hilfe von Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärme dem unkondensierten Gasgemisch entnommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der verdichtete Kältemitteldampf durch einen Kondensator entgegengesetzt der Strömungsrichtung des flüssigen Kühlmittels geführt und behufs Reinigung ein Gemisch von unkondensierten Gasen und Dämpfen von der höchsten Stelle dieses Weges entnommen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, `el;ennzeichnet durch die Ausnutzung des Gewichtsunterschiedes zwischen Kältemitteldampf und nicht kondensierbarem Gas zur Ausscheidung des letzteren. .1..
  4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Hilfsverflüssiger, dein aus dein Hauptkondensator Kältemittekdampfgasgemisch zugeführt wird und in dem das Gemisch gekühlt und die Kälteflüssigkeit als Dampf von den weniger flüchti-@en Bestandteilen des Gemisches getrennt wird.
  5. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und d., dadurch "ekennzeiclinet, daß mit dem Hilfsv erflüssiger ein Behälter (28) verbunden ist, ;furch den kalte Kälteflüssigkeit geleitet wird, so daß die Kältemitteldämpfe aus den unkondensierbaren Gasen durch mittelbare Kühlung aaskondensiert werden.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zuleitung für das Kältemittel zum Behälter (28), ein an den Boden des Behälters angeschlossenes Standrohr (49) eingefügt ist, dessen Überlauf die Flüssigkeitshöhe im Behälter (28) begrenzt.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i und 6, gekennzeichnet durch ein Rückschlagventil (56) zwischen Standrohr (49) und Behälter (28). B.
  8. Einrichtung nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des Behälters (28) mit einem Raum von geringerer Dampfspannung im Kälteapparat durch ein Rohr o. dgl. (51) mit Drosselorgan (54, 55) verbunden ist.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf des Standrohres (49) im Dampfraum des Verdampfers liegt. io.
  10. Einrichtung nach Anspruch i und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf des Standrohres mit einem Sieb bedeckt ist, das das Verspritzen der Kälteflüssigkeit verhindert. i i.
  11. Einrichtung nach Anspruch i und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kondensator und Hilfsverflüssiger ein Rückschlagventil (D) angeordnet ist, das von einem Unterdruck im Hilfsverflüssiger im Sinne einer Öffnung und Entnahme von Kältemitteldämpfen aus dem Kondensator beeinflußt wird.
  12. 12. Einrichtung nach Anspruch. r, 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, däß. aus der Kälteflüssigheitskammer des Verdampfers ein Überlaufrohr über die öffnung des Standrohres (49) mündet.
  13. 13. Einrichtung nach Anspruch 1, 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (28) vom Kältemitteldarnpf in absteigenderRichtung, und zwar entgegengesetzt der Durchflußrichtung- der kalten Kälteflüssigkeit, durchströmt wird, wobei Gelegenheit zur Trennung der nicht kordensierbaren Gase von dem Kältemitteldampf infolge verschiedenen spezifischen Gewichtes gegeben ist.
  14. 14. Einrichtung nach Anspruch i und 6, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Einrichtung zur Regelung der Druckhöhe der in den Hilfsverflüssiger eintretenden Kälteflüssigkeit.
  15. 15. Einrichtung nach Anspruch i und 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung des Flüssigkeitsstandes in der Reinigerkammer ein vom Flüssigkeitsstand und dem Dampfdruck in der Kammer beeinflußtes Zuflußventil dient.
  16. 16. Einrichtung nach Anspruch 1, 6 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Reglerventil zwischen Standrohr (49) und Reinigerkammer (28) eingeschaltet ist.
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