DE45966C - Blitzableiter für Windmühlen - Google Patents
Blitzableiter für WindmühlenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G13/00—Installations of lightning conductors; Fastening thereof to supporting structure
-
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- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G13/00—Installations of lightning conductors; Fastening thereof to supporting structure
- H02G13/80—Discharge by conduction or dissipation, e.g. rods, arresters, spark gaps
Landscapes
- Wind Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Durch die continuirliche Führung des Leitkabels vom Grundwasser bis zur Fangstange
eines Blitzableiters für Windmühlen unterscheidet sich dieselbe wesentlich von den bisher
für Windmühlen mit Contactleitung versehenen Blitzableitern.
Diese Führung des Leitkabels wird in der Weise bewirkt, dafs das aus Küpferdrähten lose
gesponnene, leicht biegsame Leitkabel auf dem obersten Windmühlenboden, unmittelbar unter
dem obersten Kammrade der Königsspindel, um einen rings um die Königsspindel freistehenden,
auf diesem Boden befestigten Seilkorb bei jeder Rechts- oder Linksdrehung des
Windmühlenhutes sich auf- oder abwickelt. Während dieser periodischen Kreisbewegung
des Windmühlenhutes wird das Leitkabel vom Seilkorb bis zur Fangstange mittelst zweier am
Windmühlenhut befestigten Leitrollen geführt, nämlich unter der vor dem Seilkorb hängenden
und über die an einem Sparren des Windmühlenhutes befestigte Leitrolle und von letzterer
mit Hängseil bis zum unteren Ende der Fangstange geleitet. In dieser abwärts hängenden
Verlängerung ist das Leitkabel unter einer schwebend beweglichen Seilrolle hergeschlungen,
an deren Achse ein Gewicht hängt, durch welches in dem Hängseil des Leitkabels die Straffhaltung
desselben bewirkt wird. Alsdann wird bei einer Aufwickelung des Leitkabels um den
Seilkorb die schwebend bewegliche Seilrolle gehoben und bei einer Abwickelung desselben
gesenkt. Diese selbstwirkende Bewegung des Leitkabels dauert so lange fort, " bis nach
wiederholter periodischer Ausgleichung der Auf- und Abwickelung des Leitkabels durch eine
gröfsere Anzahl Rechts- oder Linksumdrehungen die vorhandene Länge des Hängseiles verbraucht
ist. Vor dem Eintritt dieser Zeit mufs der Windmüller durch seine Manipulation an der
mechanischen Drehvorrichtung des Windmühlenhutes mit der Kabelabwickelung vom Seilkorb
eine Ausgleichung bewirken. In welcher Zeitdauer die vorhandene Länge des Hängseiles
bei der Umdrehung des Windmühlenhutes durch Aufwickelung verbraucht sein wird, hängt theils
von der Länge des Hängseiles und theils von dem Ueberschufs der Rechts- oder Linksdrehungen
des Windmühlenhutes ab, welche letztere aus den Beobachtungen der Winddrehungen zu schliefsen ist. Indessen kann
der Windmüller nach seinen Wahrnehmungen über die mehr nach rechts oder nach links
stattgefundenen Umdrehungen des Windmühlenhutes und bezw. über die Senkung oder
Hebung der Hängseilrolle bei jeder seiner der Windrose zu Hülfe kommenden Manipulation
an der mechanischen Drehvorrichtung des Windmühlenhutes die Abwickelung des Leitkabels vom Seilkorb mit geringer Mühe befördern,
so dafs in dieser Weise ein ausnahmsweises Eingreifen des Windmüllers bei der mechanischen Drehvorrichtung zum ausschliefslichen
Zweck der Correction für die Abwickelung des Leitkabels muthmafslich völlig entbehrlich sein wird.
Zur leichteren Biegsamkeit des Leitkabels wird dasselbe aus einer gröfseren Zahl Kupfer-
drahte mit loserer Spannung angefertigt und werden die Leitrollen mit möglichst grofsem
Durchmesser hergestellt, um die Straffheit des Leitkabels mit geringstem Gewicht an der beweglichen
Seilrolle des Hängseiles bewirken zu können und somit die Drehung des Windmühlenhutes
nicht zu sehr zu erschweren.
In der Zeichnung ist in Fig. ι, 2 und 3 die Führung des Leitkabels ersichtlich.
Das Leitkabeltau ist aus 25 Kupferdrähten in 4 Litzen zu je 5 Drähten, je 1,55 mm Dicke
mit einem Draht von 1 mm Dicke in jeder Litze als Seele und ein Draht von 1,5 mm
Dicke als Hauptseele gesponnen, welche einem Querschnitt von 43 qmm entsprechen.
Die Führung des festliegenden Leitkabelendes geht aus dem 7,5 m tiefen, mit 1 m hohem
constanten Wasserstande versehenen Brunnen a,
Fig. ι, in welchem das Leitkabel auf dem Grunde desselben in 2 m Länge spiralförmig
liegt, bis an den oberen Brunnenrand. Von hier liegt dasselbe unterirdisch in 0,60 m Tiefe
frostfrei in einem wasserdichten, aus Drainröhren hergestellten Rohr unter dem Erdgeschofsthor
der Windmühle her bis zur Binnenseite der Windmühlenumfassungsmauer, und von dieser Stelle ab hängt das Leitkabel
an der Binnenseite dieser Mauer bis zum obersten Windmühlenboden und liegt auf demselben horizontal bis zum Seilkorb b b,
Fig. 2, an welchem das Leitkabel an einer Klammer befestigt ist. Dieser Seilkorb besteht
aus lothrecht stehenden Holzlatten, die an zwei unten und oben rings um die Königsspindel in
einem Abstand von 0,04 m von demselben frei horizontal liegende Eisenringe genagelt sind,
während diese Ringe, der eine am unteren, der andere am oberen Ende des Seilkorbes, von
vier an dieselbe genieteten, senkrecht stehenden Eisenstangen b b b b, Fig. 3, getragen werden,
die an ihren Schuhen auf dem Windmühlenboden mit Holzschrauben befestigt sind.
Vom oberen, am Seilkorb befestigten Ende des. festliegenden Leitkabels beginnt das bewegliche
Kabelende, welches, wie Fig. 2 und 3 zeigen,, vom Seilkorb zunächst unter der 0,60 m Durchmesser
haltenden Leitrolle d herläuft, die mit ihrer Achse . in einer Armirungsgabel läuft. Der
nach oben in zwei Lagerhölzern e e drehbare Zapfen der Armirungsgabel dieser Leitrolle ermöglicht
die Bewegung derselben zum Zweck ihrer selbstwirkenden Stellung für die Auf- und
Abwickelung des Leitkabels am Seilkorb je nach rechts oder nach links, wie in Fig. 3 gezeichnet
ist. Die beiden Lagerhölzer e e sind in die beiden Holzsäulen ff Fig. 3, eingezapft,
die am Balken g des Windmühlenhutes ebenfalls durch Einzapfung und durch zwei Strebehölzer
h h am Balken z, woran das Zapfenlager der Königsspindel haftet, befestigt sind.
Von der Leitrolle c wird das Leitkabel über die ebenfalls 0,60 m Durchmesser haltende Leitrolle
e, Fig. 2, geführt, welche mit ihrer Gabelarmirungs Verlängerung am Sparren k des Windmühlenhutes
mit Holzschrauben befestigt ist. Von der Leitrolle e reicht der überschüssige
Theil des Leitkabels als Hängseil mm mm an
der Aufsenwand der Windmühle bis zur schwebend beweglichen, mit einer Drahtarmirung
versehenen, ebenfalls 0,60 m Durchmesser haltenden Seilrolle η herab und läuft
mit Umschliefsung derselben nach aufwärts bis zum unteren Ende der Fangstange 0 o, Fig. 2,
in ι ο m aufwickelungsfähiger Länge. An der auf der Achse der Seilrolle η befestigten Drahtarmirung
hängt das zur Straffhaltung des Leitkabels dienende, 5 kg schwere Gewicht p,
Fig. 2. An dem unteren Ende der Fangstange ist das bewegliche Ende des Leitkabels durch
Löthung mit W'eichloth im Querschnitt von 344 qmm befestigt. Alsdann kann mit der
vorhandenen Länge des Hängseiles von 10 m eine fünfmalige Umwickelung auf dem Leitkorb
von 2 m Umfang stattfinden.
Allerdings erfordert der nöthige Hängseilvorrath die Controlirung des Müllers, und liegt
es dann in seinem eigenen Interesse, zur Ersparung von Zeit und Arbeitskraft die desfallsige
Correction bei passender Gelegenheit mit der geringsten Mühe auszuführen. Üebrigens
gewährt diese Blitzableitereinrichtung noch den erheblichen Vortheil, dafs diese Construction
mit Benutzung der obigen Vorschriften von gewöhnlichen Handwerkern mit Beilieferung
der Metalltheile ohne Schwierigkeit hergestellt werden kann.
■ Aehnlich der vorstehend beschriebenen Führung des Leitkabels kann dieselbe auch mit
einer gröfseren Länge des Hängseiles versehen undin verschiedener Weise nach veränderten Richtungen
des Hängseiles ausgeführt werden. Auch kann für eine Vermehrung der Aufwickelungen
des beweglichen Leitkabelendes um den Seilkorb statt der schwebend beweglichen Seilrolle
n, Fig. 2, durch eine Verbindung von Seilrollen möglichst geringen Gewichtes die
Verschlingung des Leitkabels wie bei Flaschenzügen zur Verwendung kommen, und wird alsdann
die Höhe vom Dach des Windmühlenhutes bis zum- oberen Windmühlenboden für
die Länge des Hängseiles ausreichen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei Blitzableitern für Windmühlen die ununterbrochene Führung des Leitkabels vom Grundwasser durch den Windmühlenunterbau und den Windmühlenhut zur Fangstänge 0 unter Einschaltung einer gewissen überschüssigen Länge des Leitkabels zwischen Fangstange ο und dem obersten Windmühlenboden des festen Unterbaues der Windmühle, so dafs sichan der Stelle des Ueberganges von diesem Unterbau zum Windmühlenhut, falls dieser der wechselnden Windrichtung gemäfs Drehungen ausführt, das Leitkabel um einen rund um die Königsspindel herum freistehenden, auf dem obersten Windmühlenboden befestigten Seilkorb oder Seiltrommel b b auf- und abwickeln kann, während der noch freie Theil der verfügbaren überschüssigen Länge des Leitkabels durch Führung über Rollen und Anwendung eines Gewichtes ρ oder auf andere Weise straff gehalten wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45966C true DE45966C (de) |
Family
ID=321106
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45966D Expired - Lifetime DE45966C (de) | Blitzableiter für Windmühlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45966C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4609950A (en) * | 1982-03-29 | 1986-09-02 | Tokyo Shibaura Denki Kabushiki Kaisha | Magnetic head apparatus with variable inductance |
| WO1994025752A1 (de) * | 1993-05-05 | 1994-11-10 | Autoflug Energietechnik Gmbh + Co. | Windkraftanlage mit blitzschutz |
-
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- DE DENDAT45966D patent/DE45966C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4609950A (en) * | 1982-03-29 | 1986-09-02 | Tokyo Shibaura Denki Kabushiki Kaisha | Magnetic head apparatus with variable inductance |
| WO1994025752A1 (de) * | 1993-05-05 | 1994-11-10 | Autoflug Energietechnik Gmbh + Co. | Windkraftanlage mit blitzschutz |
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