DE4401410A1 - Schaltungsanordnung für die Buslogik eines integrierten Schaltkreises - Google Patents
Schaltungsanordnung für die Buslogik eines integrierten SchaltkreisesInfo
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- G06F13/42—Bus transfer protocol, e.g. handshake; Synchronisation
- G06F13/4204—Bus transfer protocol, e.g. handshake; Synchronisation on a parallel bus
- G06F13/4221—Bus transfer protocol, e.g. handshake; Synchronisation on a parallel bus being an input/output bus, e.g. ISA bus, EISA bus, PCI bus, SCSI bus
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Description
Die digitale Datenübertragung zwischen Mikroprozessoren
und integrierten Schaltkreisen (ICs) zur Steuerung ana
loger oder digitaler IC-Funktionen wird in der Regel
mit Hilfe von Bussystemen realisiert; hierbei wird die
vom Mikroprozessor bereitgestellte Information (digita
le Daten) über mehrere Leitungen (Busleitungen) an die
verschiedenen ICs übermittelt, von einer Buslogik des
ICs ausgewertet und die gewünschte Steuerfunktion des
ICs ausgeführt (beispielsweise eine Änderung der Laut
stärke).
Heutzutage sind hauptsächlich zwei derartige Bussysteme
gebräuchlich: das Drei-Draht-Bussystem (Japan, Fern-
Ost), bei dem der Mikroprozessor mit den angeschlosse
nen ICs über eine Daten-, Clock- und Enable-Leitung
verbunden ist sowie das Zwei-Draht-Bussystem (Europa,
USA), bei dem der Mikroprozessor mit den angeschlosse
nen ICs über eine Daten- und Clock-Leitung verbunden
ist. Damit integrierte Schaltkreise in beiden Bussyste
men einsetzbar sind, müssen die (ansonsten funktions
gleichen) ICs mit der jeweils erforderlichen unter
schiedlichen Buslogik ausgestattet werden; hieraus re
sultiert jedoch ein doppelter Aufwand an Entwicklungs
arbeit, an Produktionskosten, für Lagerhaltung etc.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine einfache Schaltungs
anordnung für die Buslogik eines integrierten Schalt
kreises anzugeben, die den Einsatz des gleichen inte
grierten Schaltkreises wahlweise in Zwei-Draht-Bussy
stemen und Drei-Draht-Bussystemen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
im Kennzeichen des Patentanspruchs I gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Wie aus dem in der Fig. 1 dargestellten Blockschalt
bild ersichtlich wird, weist die Schaltungsanordnung
der "Universal-Buslogik" sowohl einen mit drei Ein
gangsleitungen 10, 11, 12 verbundenen Drei-Draht-Buslo
gikteil 2 als auch einen mit den drei Eingangsleitungen
10, 11, 12 verbundenen Zwei-Draht-Buslogikteil 1 auf.
Der Datenausgang DOUT1 bzw. DOUT2 der beiden Buslogik
teile 1 bzw. 2 ist über die Datenleitungen 15 bzw. 16
mit dem Dateneingang DIN31 bzw. DIN32 des Umschalt
glieds 3 und der Steuerausgang SOUT1 bzw. SOUT2 über
die Steuerleitung 13 bzw. 14 mit dem Steuereingang
SIN31 bzw. SIN32 des Umschaltglieds 3 verbunden (über
die Steuerleitungen 13, 14 wird der Schaltvorgang des
Umschaltglieds 3 initiiert). Der Datenausgang DOUT3 des
Umschaltglieds 3 ist über die Datenleitungen 19 an den
Dateneingang DIN4 des Speicherglieds 4 angeschlossen,
das zur Speicherung der übertragenen Daten DAT dient.
Der Übernahmeausgang ÜOUT1 bzw. ÜOUT2 des Zwei-Draht-
Bus-Logikteils 1 bzw. des Drei-Draht-Bus-Logikteils 2
ist über die Steuerleitung 17 bzw. 18 und ein Logikgat
ter 5 mit dem Ladeeingang LIN des Speicherglieds 4 ver
bunden; der Speichervorgang im Speicherglied 4 wird
durch einen Übernahmepuls auf den Steuerleitungen 17,
18 von den Buslogikteilen 1, 2 initiiert. Am Datenaus
gang DOUT des Speicherglieds 4 werden die Daten DAT auf
den Datenleitungen 20 an die verschiedenen angeschlos
senen IC-Funktionseinheiten 6 übertragen. Der Ausgang
TMOUT des Drei-Draht-Buslogikteils 2 ist über den
Schalter 8 und die Verbindungsleitung 21 mit dem Test
modus-Eingang TMIN der Testmoduseinheit 7 als Bestand
teil der IC-Funktionseinheiten 6 verbunden. Über diese
Verbindung wird (bei geschlossenem Schalter 8) die
Testmoduseinheit 7 im Drei-Draht-Busmodus deaktiviert;
durch Öffnen des Schalters 8 - die Schalterstellung
wird über die Signalpegel auf der dritten Eingangslei
tung 12 gesteuert - kann die Deaktivierung der Testmo
duseinheit 7 unterbunden und somit die Durchführung von
Funktionstests ermöglicht werden (das Öffnen des Schal
ters 8 wird durch Anlegen eines gegenüber Massepoten
tial erhöhten Low-Pegels - z. B. 0,5×VS - auf der
Eingangsleitung 12 initiiert).
ICs mit einer derartigen Schaltungsanordnung können als
Teilnehmer sowohl an das Drei-Draht-Bussystem als auch
an das Zwei-Draht-Bussystem angeschlossen werden: an
hand der auf der ersten Eingangsleitung 10 und der
zweiten Eingangsleitung 11 übertragenen Signale wird
der für die vorliegende Datenübertragung (Zwei-Draht-
Datenübertragung oder Drei-Draht-Datenübertragung) ge
eignete Buslogikteil 1 oder 2 automatisch aktiviert.
Beide Bus-Logikteile 1, 2 verwenden die erste Eingangs
leitung 10 als Datenleitung und die zweite Eingangslei
tung 11 als Clockleitung; die dritte Eingangsleitung 12
bekommt eine Doppelfunktion: ein Konstantspannungspegel
(beispielsweise 0 V, Versorgungsspannung VS, 0,5×VS)
dient zur Auswahl der IC-Adresse im Falle der Zwei-
Draht-Datenübertragung, eine Spannungspegeländerung
(Low-High-Low-Sprung) auf dieser Eingangsleitung 12
wirkt als Aktivierungssignal oder Datenübernahmesignal
für die Drei-Draht-Datenübertragung; falls die IC-
Adresse für die Zwei-Draht-Datenübertragung fest vorge
geben ist, muß der Zwei-Draht-Buslogikteil 1 lediglich
mit den beiden Eingangsleitungen 10, 11 verbunden wer
den.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung vereinigt meh
rere Vorteile in sich:
- - da das IC nunmehr für beide Bussysteme gleichzei tig einsetzbar ist, hat der Anwender die freie Wahl, welches Bussystem er nutzen will; es können auch beide Bussysteme in einem Gerät abwechselnd parallel betrieben werden (Mischbestückung),
- - Hersteller und Kunden benötigen für beide Anwen dungsfälle (Zwei-Draht-Datenübertragung/Drei- Draht-Datenübertragung) nur noch ein IC und können damit äußerst flexibel auf Änderungen des Marktes reagieren,
- - durch die gemeinsame Verwendung der drei Buslei tungen für beide Buslogikteile benötigt das IC keine zusätzlichen Anschlußpins,
- - die verschiedenen Buslogikteile können als gemein same Buslogikeinheit ausgebildet werden.
In der Fig. 2 und 3 sind die Timing-Diagramme für den
Fall der Zwei-Draht-Datenübertragung (Fig. 2) und der
Drei-Draht-Datenübertragung (Fig. 3a, Fig. 3b) darge
stellt.
Wie aus dem Timing-Diagramm der Fig. 2 hervorgeht,
wird gemäß dem Zwei-Draht-Busprotokoll als Startbedin
gung für die Datenübertragung während der High-Phase
des Clock-Signals CL auf der Clockleitung 11 eine High/
Low-Flanke auf der Datenleitung 10 (Zeitpunkt t₁) aus
gegeben. Dies wird durch den Zwei-Draht-Buslogikteil 1
überprüft, der beim Vorhandensein dieser Startbedingung
aktiviert wird. Beim Erkennen der auf der dritten Ein
gangsleitung 12 durch einen Konstantspannungspegel ein
gestellten Bus-Adresse wird eine Datenübertragung an
die IC-Funktionseinheiten 6 vorgenommen. Zum Zeitpunkt
t₂ wird die Datenübertragung durch Aussenden einer
Stoppbedingung (Low/High-Flanke auf der Datenleitung 10
während der High-Phase des Clock-Signals CL auf der
Clockleitung 11) beendet.
Bei einer Datenübertragung ohne Startbedingung wird der
entsprechende Drei-Draht-Buslogikteil 2 aktiviert, wo
bei unterschiedliche Drei-Draht-Busprotokolle verar
beitet werden können: beispielsweise wird das Enable-
Signal EN zur Datenübernahme auf der dritten Eingangs
leitung 12 gemäß dem Timing-Diagramm der Fig. 3a be
reits am Anfang der Datenübertragung ausgegeben (Low/
High-Flanke zum Zeitpunkt t₃), gemäß dem Timing-Dia
gramm der Fig. 3b dagegen erst am Ende der Datenüber
tragung (Puls zum Zeitpunkt t₄). Jedoch sind beim Drei-
Draht-Busprotokoll (Fig. 3a, Fig. 3b) während der
High-Phase des Clock-Signals CL auf der Clock-Leitung
11 keine Datenwechsel (Flankenwechsel auf der Datenlei
tung 10) zugelassen; Übertragungen von Drei-Draht-Bus
protokollen können demzufolge nicht als Zwei-Draht-Bus
daten fehlinterpretiert werden.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung für die Buslogik eines inte
grierten Schaltkreises, mit:
- a) mindestens einem mit drei Eingangsleitungen (10, 11, 12) verbundenen Drei-Draht-Buslogikteil (2),
- b) mindestens einem mit mindestens zweien (10, 11) der drei Eingangsleitungen (10, 11, 12) verbunde nen Zwei-Draht-Buslogikteil (1),
- c) einem Umschaltglied (3), dessen Dateneingänge (DIN31, DIN32) jeweils mit einem Datenausgang (DOUT1, DOUT2) der Buslogikteile (1, 2) über Da tenleitungen (15, 16) und dessen Steuereingänge (SIN31, SIN32) mit jeweils einem Steuerausgang (SOUT1, SOUT2) der Buslogikteile (1, 2) über Steu erleitungen (13, 14) verbunden sind,
- d) einem Speicherglied (4), dessen Dateneingang (DIN4) mit dem Datenausgang (DOUT3) des Umschalt glieds (3) über Datenleitungen (19) und dessen Ladeeingang (LIN) mit jeweils einem Übernahmeaus gang (ÜOUT1, ÜOUT2) der Buslogikteile (1, 2) über Steuerleitungen (17, 18) verbunden ist, und dessen Datenausgang (DOUT4) über Datenleitungen (20) die Funktionseinheiten (6) des integrierten Schalt kreises ansteuert.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die erste Eingangsleitung (10) die Daten
leitung zur Übertragung der Daten (DAT) und die zweite
Eingangsleitung (11) die Clockleitung zur Übertragung
des Clocksignals (CL) ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Buslogikteile (1, 2) mit
jeweils drei Eingangsleitungen (10, 11, 12) verbunden
sind, wobei die dritte Eingangsleitung (12) zur Selek
tion des Buslogikteils (1 bzw. 2) unterschiedliche
Spannungspegel aufweist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß über einen Konstantspannungspegel auf der
dritten Eingangsleitung (12) die Adresse des Zwei-
Draht-Buslogikteils (1) einstellbar ist, und daß über
Pegeländerungen auf der dritten Eingangsleitung (12)
der Drei-Draht-Buslogikteil (2) aktivierbar ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zwei-Draht-Buslogikteil (1) mit
zwei Eingangsleitungen (10, 11) verbunden ist, und daß
die Adresse der IC-Funktionseinheiten (6) fest vorgege
ben ist.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Buslogikteile (1, 2)
als einheitliche Schaltungskomponenten ausgebildet
sind.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß bei aktiviertem Drei-
Draht-Buslogikteil (2) die Testmoduseinheit (7) über
den geschlossenen Schalter (8) durch ein Signal am
Testmodus-Ausgang (TMOUT) des Drei-Draht-Buslogikteils
(2) deaktivierbar ist.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Deaktivierung der Testmoduseinheit
(7) durch Öffnen des Schalters (8) mittels eines erhöh
ten Low-Pegels auf der dritten Eingangsleitung (12)
verhinderbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944401410 DE4401410C2 (de) | 1994-01-19 | 1994-01-19 | Schaltungsanordnung einer mit Busleitungen zweier unterschiedlicher Bussysteme verbundenen Buslogik |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944401410 DE4401410C2 (de) | 1994-01-19 | 1994-01-19 | Schaltungsanordnung einer mit Busleitungen zweier unterschiedlicher Bussysteme verbundenen Buslogik |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4401410A1 true DE4401410A1 (de) | 1995-07-20 |
| DE4401410C2 DE4401410C2 (de) | 1999-12-23 |
Family
ID=6508215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944401410 Expired - Fee Related DE4401410C2 (de) | 1994-01-19 | 1994-01-19 | Schaltungsanordnung einer mit Busleitungen zweier unterschiedlicher Bussysteme verbundenen Buslogik |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4401410C2 (de) |
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- 1994-01-19 DE DE19944401410 patent/DE4401410C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4401410C2 (de) | 1999-12-23 |
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Legal Events
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Owner name: ATMEL GERMANY GMBH, 74072 HEILBRONN, DE |
|
| 8320 | Willingness to grant licenses declared (paragraph 23) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ATMEL AUTOMOTIVE GMBH, 74072 HEILBRONN, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |