DE4241002C2 - Hydraulische Rotationszellenpumpe - Google Patents
Hydraulische RotationszellenpumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Rotations
zellenpumpe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige hydraulische Rotationszellempumpe ist
beispielsweise aus der DE 34 44 859 A1 (= Bag 1372)
bekannt.
Dort ist gesagt, daß die Drosseln im Ansaugkanal der
Anpassung der Fördercharakteristik an die Betriebspa
rameter dienen. Die Drosseln sind zweckmäßigerweise
einstellbar um den verbraucherseitigen Mengenbedarf
bei dem geforderten Druckniveau zu erfüllen.
Diese Drosseln haben sich im allgemeinen bei Rotati
onszellenpumpen bewährt, da sie ermöglichen, die För
derkennlinie der Rotationszellenpumpe so zu beein
flussen, daß die Fördermenge zunächst mit steigender
Drehzahl proportional steigt und dann im wesentlichen
drehzahlunabhängig in etwa konstant bleibt.
Nachteilig hieran ist jedoch, daß nur bestimmte Be
triebsparameter beeinflußt werden können.
Insbesondere ist es mit den bekannten Drosseln im
Saugkanal nicht möglich, die Förderstrommenge an die
veränderlichen Fluidparameter anzupassen. Deshalb
werden die bekannten hydraulischen Rotationszellen
pumpen so ausgelegt, daß ihre Fördercharacteristik
stets, also auch im ungünstigen Betriebszustand, die
geforderten Fördersollwerte liefert. Dies hat zur
Folge, daß im normalen Betriebszustand ein Leistungs
überschuß bereitsteht, da der Förderbedarf auch am
ungünstigsten Betriebspunkt erfüllt werden muß.
Aus der DE 36 27 414 A1 ist eine Innenzahnradpumpe
mit mehreren Auslaßzellen bekannt. Die Auslaßzellen
mit größerem Volumen sind gegenüber einem Schmieröl
kanal durch jeweils ein Rückschlagventil verschlos
sen. Im Ansaugkanal der Schmierölpumpe sitzt eine
konstante Drossel, die von einem Bypasskanal mit
druckgesteuertem Ventil umgangen wird, wenn der Druck
im Schmierölkanal einen Schwellwert übersteigt. Gemäß
einem Ausführungsbeispiel ist zwischen dem Einlaß der
Pumpe und dem Ölsumpf ein weiterer Kurzschlußkanal
vorgesehen, in dem ein elektromagnetisch geschaltetes
Ventil angeordnet ist. Dieses Ventil wird über eine
Meldeleitung und einen Verstärker durch einen Tempe
raturfühler betätigt.
Aufgabe der Erfindung ist es, die aus der
DE 34 44 859 A1 bekannte hydraulische Rotationszel
lenpumpe so weiterzubilden, daß ihre Förderkennlinie
bedarfsgerecht in Abhängigkeit von der Viskosität des
hydraulischen Fluids beeinflußbar ist.
Diese Aufgabe löst die Erfindung durch die kennzeich
nenden Merkmale des Anspruchs 1.
Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß der
Leistungsbedarf der Rotationszellenpumpe im Zustand
des kalten Hydraulikfluids entsprechend dem tatsäch
lichen Bedarf an Volumenstrom bei dem geforderten
Druckniveau angepaßt ist, daß jedoch im Auslegungs
punkt des Betriebes bei entsprechend hoher Temperatur
des Hydraulikfluides nur der tatsächlich benötigte
Volumenstrom gefördert wird.
Dieser Vorteil wird dadurch erreicht, daß die Förder
menge infolge des vergrößerten Durchflußquerschnitts
bei Tieftemperatur angehoben wird. Durch diese Maß
nahme wird der physikalischen Gesetzmäßigkeit entge
gengesteuert, daß das hydraulische Fluid bei Tieftem
peratur eine erheblich größere Viskosität aufweist,
was im Normalfall zu einer geringeren Fördermenge bei
Tieftemperatur führen würde.
Da diese Maßnahme jedoch nur bei Tieftemperatur wirk
sam ist, kann davon ausgegangen werden, daß die Rota
tionszellenpumpe bei Normalbetrieb nur denjenigen
Leistungsbedarf hat, der hinsichtlich des Volumen
stroms und des Druckniveaus erforderlich ist.
Dabei macht sich die Erfindung die Erkenntnis zunut
ze, daß die
Fluidparameter temperaturabhängig sind. Folglich können, wie
die Erfindung erkannt hat, die Einflußgrößen auf die Fluid
parameter
zur Mehrförderung bei Tieftemperaturen verwendet werden.
Bevorzugt werden erfindungsgemäß die Einflußgrößen Druck und
Temperatur. Dies soll jedoch keinesfalls eine Einschränkung
der Erfindung bedeuten, da auch andere Einflußgrößen wie z. B.
die Dichte durchaus im Rahmen der Erfindung Anwendung finden
können.
Aus der Weiterbildung nach Anspruch 2 ergibt sich der Vorteil,
daß keinerlei externe Steuerung notwendig ist, um die ge
stellte Aufgabe zu lösen. Dieser Vorteil wird dadurch er
reicht, daß die hydraulischen Stömungskräfte im angesaugten
Fluid zur Steuerung des jeweils erforderlichen Durchfluß
querschnitts ausgenutzt werden. Die zur Steuerung des Durch
flußquerschnitts notwendigen Stellkräfte können bevorzugt
durch die jeweils auftretenden Reibungskräfte und/oder die
Druckkräfte aufgebracht werden, welche das strömende Fluid im
Saugkanal hervorruft. Damit sollen die durch den Staudruck
hervorgerufenen Kräfte ebenfalls miterfaßt sein.
Die Weiterbildungen nach den Ansprüchen 3 und 4 betreffen
jeweils eigenständige Lösungen mit denen die zur Verstellung
des Durchflußquerschnitts notwendigen Stellkräfte unmittelbar
aus dem hydraulischen strömenden Fluid abgegriffen werden
können und für die Erfindung ausgenutzt werden können.
Die Weiterbildung nach Anspruch 5 betrifft eine Ausführungs
form mit dem Vorteil einfacher technischer Ausführung. In
einer besonderen Ausführungsform kann die Drosselblende als
Einschraubpatrone ausgebildet sein, welche auch nachträglich
leicht installiert werden kann.
Bei dieser Weiterbildung der Erfindung kann die Drosselblende
so ausgestaltet sein, daß ein plötzliches Abheben von ihrem
Sitz schlagartig den erforderlichen zusätzlichen Durchfluß
querschnitt öffnet.
Andererseits kann die Drosselblende auch so ausgestaltet sein,
daß sie gegenüber ihrem Sitz als Sitzventil wirkt, dessen
Öffnungsquerschnitt proportional mit dem Öffnungsweg bis zu
einem Maximalwert zunimmt.
In diesem Fall läßt sich der zusätzliche Volumenstromdurchsatz
zwischen den Extremwerten NULL und MAXIMUM gezielt beeinflus
sen.
Die Merkmale der Ansprüche 6 und 7 betreffen Weiterbildungen
die mit dem geringsten baulichen Aufwand auskommen. Hierzu
wird vorgeschlagen, daß die konische Schraubenfeder einen
Maximaldurchmesser aufweist, welcher dem Innendurchmesser des
Saugkanals entspricht. Mit diesem Maximaldurchmesser sitzt die
konische Schraubenfeder eingepaßt und außen dicht im Saug
kanal, sodaß sie einseitig an ihrem Umfang eingespannt ist.
Der Minimaldurchmesser der Schraubenfeder ist so zu bemessen,
wie es für den Saugkanaldurchmesser im Auslegungspunkt der
hydraulischen Rotationszellenpumpe erforderlich ist. Mit
diesem Ende kann sich die konische Schraubenfeder frei in den
Saugkanal verlängern. An diesem Ende weist die Schraubenfeder
die Durchlaßöffnung mit dem Normalquerschnitt auf.
Die Abstände der Federwindungen sind NULL zu wählen, d. h. daß
die benachbarten Windungen sich berührend aneinander liegen,
wenn die Feder im ungespannten Zustand ist. Hierdurch wird
vermieden, daß im ungespannten Zustand hydraulisches Fluid
zwischen den Federwindungen hindurchströmt.
Auf die weitere Funktion wird in der Figurenbeschrei
bung noch eingegangen werden.
Die Weiterbildung nach Anspruch 7 zeichnet sich durch
Anlageflächen zwischen den benachbarten Windungsgän
gen aus, die eine gewisse Breite aufweisen sodaß eine
ebene Dichtfläche besteht.
Die Weiterbildung nach Anspruch 8 bietet den Vorteil,
den zusätzlichen Strömungsquerschnitt mit einfachen
Mitteln und genau reproduzierbar temperaturabhängig
zu verändern. Hierzu ist eine Öffnung im Saugkanal
vorgesehen, die einen zusätzlichen Strömungsquer
schnitt bereitstellt. Dieser zusätzliche Strömungs
querschnitt ist bei Tieftemperatur offen, sodaß die
kalte Hydraulikflüssigkeit diesen Strömungsweg nehmen
kann. Es empfiehlt sich, das Zungenventil so anzuord
nen, daß es nicht von dem Staudruck des anströmenden
Hydraulikfluids geschlossen werden kann. Dies ist im
Normal stromabwärts hinter der Öffnung, die den zu
sätzlichen Strömungsquerschnitt bereitstellt.
Die Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 9 macht
sich die Erkenntnis zunutze, daß auch der Staudruck
im heranströmenden Hydraulikfluid zur Lösung der er
findungsgemäßen Aufgabe herangezogen werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausfüh
rungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine hydraulische Rotationszel
lenpumpe mit Saugkanal
Fig. 2 ein mögliches
Ausführungsbeispiel der Erfin
dung im Betriebszustand normaler
Temperatur
Fig. 3 ein mögliches
Ausführungsbeispiel der Erfin
dung im Betriebszustand bei
Tieftemperatur
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Normalzustand
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel mit ver
schiebbarer Drosselblende
Fig. 6 eine Frontalaufsicht auf die
erfindungsgemäße Drosselblende
gemäß Fig. 5
Fig. 7 einen erfindungsgemäßen zusätz
lichen Strömungsquerschnitt, der
von einer Zungenfeder aus Bi-
Material verschließbar ist
Fig. 8 Radialschnitt aus Fig. 7
Fig. 9 ein erfindungsgemäßes Staudruck
ventil in zwei Ansichten mit
einer dazugehörenden Förderkurve
Fig. 1 zeigt eine hydraulische Rotationszellenpumpe 1 mit einem
Saugkanal 2, einem Auslaßkanal 3 sowie einem zwischen Saug
kanal 2 und Auslaßkanal 3 befindlichen Pumpengehäuse 4. In dem
Pumpengehäuse 4 befinden sich die nicht näher bezeichneten
Rotationszellen, die allgemein bekannt sind. Hierzu gehören
insbesondere Flügelzellen, Zahnradzellen, Drehkolbenzellen,
ohne jedoch eine Einschränkung auf nur diese Bauweisen zu
beabsichtigen.
Die nun folgende Beschreibung gilt stets für alle Fig. 1 bis
9, solange nicht ausdrücklich etwas anderes gesagt wird.
Die hydraulische Rotationszellenpumpe 2 verfügt über einen
Saugkanal 2, der bei Tieftemperatur 6 einen zusätzlichen
Durchflußquerschnitt 7 aufweist.
Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung wird eine Temperatur dann
als "Tieftemperatur" bezeichnet, wenn sie deutlich unterhalb
der normalen Betriebstemperatur liegt. Dies ist insbesondere
dann der Fall, wenn die Temperatur negative Celsiusgrade
aufweist (z. B. ab -10 Grad C bis -30 Grad Celsius und darun
ter), ohne jedoch die Erfindung auf derartige Temperaturen be
schränken zu wollen.
Die Erfindung kann nämlich durchaus auch dann Vorteile brin
gen, wenn die Starttemperatur der hydraulischen Rotationszel
lenpumpe 1 im Bereich des Gefrierpunktes liegt; insbesondere
dann, wenn das hydraulische Medium bereits bei dieser Tempe
ratur eine Zähigkeit aufweist, die das vorübergehende Öffnen
eines zusätzlichen Durchlaßquerschnitt 7 gerechtfertigt er
scheinen läßt.
Das Bereitstellen des zusätzlichen Durchflußquerschnitts 7 bei
Tieftemperatur 6 erfolgt in dem Ausführungsbeispiel gem. Fig. 1
dadurch, daß der jeweilige Drosselquerschnitt der Drossel 5
durch einen temperaturgesteuerten Antrieb 8 gegensinnig zur
Temperaturänderung veränderbar ist.
Zu diesem Zweck ist der temperaturgesteuerte Antrieb 8 mit
einer Signalleitung L verbunden, welche in Abhängigkeit der
Temperatur, die von dem Temperaturfühler F erfaßt wird, ein
Stellsignal an den Antrieb 8 übermittelt.
Der zusätzliche Durchflußquerschnitt 7 ist im vorliegenden
Fall diejenige Ringfläche der Blende 5, die über den Nor
malquerschnitt D hinausgeht. Wie die untere Nebenfigur zeigt,
ist die Blende 5 mittels des Antriebs 8 stufenlos vom Nor
malquerschnitt D auf einen Maximalquerschnitt vergrößerbar und
umgekehrt.
Die Fig. 2, 3, 4, 5, 7, 8 und 9 zeigen Ausführungsbeispiele,
bei denen der zusätzliche Durchflußquerschnitt mittels des
saugseitig einströmenden Fluids verstellbar ist. Dies wird im
folgenden als thermodynamische Zwangssteuerung bezeichnet, da
die Querschnittsveränderung lediglich durch thermodynamische
Größen des Hydraulikfluids hervorgerufen wird. Bei diesen
Ausführungsbeispielen ergibt sich der Vorteil, daß zum Verän
dern des Normalquerschnitts D kein eigener Antrieb für die ein
stellbare Drossel 5 vorzusehen ist.
Das Verändern des Normalquerschnitts D kann auf zwei bevor
zugte verschiedene Funktionsweisen geschehen.
Hierzu zeigen die Fig. 2, 3, 4, 5 und 9 Ausführungsbeispiele,
bei denen der Normalquerschnitt D derart veränderbar ist, daß
er mit zunehmendem Druck auf den zusätzlichen Durchfluß
querschnitt 7 geöffnet wird.
Zu diesem Zweck sitzt, wie die Fig. 2 und 4 zeigen, in dem
Saugkanal 2 eine in Ansaugrichtung 10 verlängerbare Schrauben
feder 11, welche konisch gewickelt (12) ist und einen Wick
lungsabstand 13 von NULL aufweist. Die Schraubenfeder 11 ist
mit ihrem großen Außendurchmesser 14 an einer Einspannstelle
15 am Innendurchmesser des Saugkanals 2 einseitig festgelegt.
Das festgelegte Ende ist das stromauf zeigende Ende mit dem
größeren der beiden Außendurchmesser. Das konisch verjüngte
Ende 16 ragt frei in den Saugkanal 2 stromab in Richtung zur
hydraulischen Rotationszellenpumpe 1 (s. Fig. 1).
Infolgedessen kann sich die Schraubenfeder 11 frei in der
Ansaugrichtung 10 verlängern, sobald eine entsprechende
Kraft auf sie einwirkt.
Diese Kraft wird durch das Hydraulikfluid hervorgerufen,
welches die konische Schraubenfeder 11 von ihrem größeren
Durchmesser zu ihrem kleineren Durchmesser durchströmt.
Dabei entsteht zwischen dem Hydraulikfluid und der Innenfläche
der einzelnen Windungen der konischen Schraubenfeder 11 eine
Reibungskraft, welche stromabwärts gerichtet ist. Die Rei
bungskraft, deren Höhe u. a. von der jeweiligen temperaturab
hängigen Viskosität des Hydraulifluids abhängt, greift an der
Innenwandung der Schraubenfeder 11 an, sobald das Hydraulik
fluid die konische Schraubenfeder durchströmt. Übersteigt
diese Reibungskraft einen bestimmten Wert, so erfährt die
Schraubenfeder 11 eine stromab gerichtete Verlängerung. Hier
bei heben die im normalen Betriebszustand dicht an dicht
liegenden Federwindungen voneinander ab, wodurch ein spiral
förmiger Durchflußspalt 9 ensteht, den das Hydraulikfluid
zusätzlich zu dem Normalquerschnitt D passiert (s. Fig. 3).
Die Reibungskraft wird unterstützt von dem Staudruck als
Ergebnis des Aufprallens des Hydraulikfluids auf die quer zur
Strömungsrichtung 10 stehenden Oberflächen der konischen
Schraubenfeder 11.
Bei einer konischen Schraubenfeder mit rechteckförmigem Draht
querschnitt, wie in Fig. 4 gezeigt, sind die Aufprallflächen
für das strömende Hydraulikfluid senkrecht zur Strömungsrich
tung 10 orientiert. In diesem Fall wird der Staudruck des
aufprallenden Mediums optimal zur Öffnung der konischen
Schraubenfeder umgesetzt.
Der Staudruck des aufprallenden Hydraulikfluids bewirkt eine
resultierende Druckkraft, welche stromabwärts gerichtet ist,
und in ihrer Wirkung vektoriell zu der oben beschriebenen
Reibkraft zu addieren ist.
Durch die Überlagerung von Reibkraft und Druckkraft wird die
Schraubenfeder 11 verlängert und der zusätzliche Strömungs
querschnitt 7 geöffnet.
Dies setzt allerdings voraus, daß die Steifigkeit der Schrau
benfeder so festgelegt worden ist, daß die Reib- und Druck
kräfte bei kalten Hydraulikfluid die Feder verlängern können,
im normalen Betriebszustand jedoch nicht.
Die erforderliche Steifigkeit kann entweder durch Berechnung
oder Versuchsreihen gefunden werden.
Das Öffnen des zusätzlichen Strömungsquerschnitts 7 ist bei
spielhaft in Fig. 3 gezeigt. Dieser Fall gilt für die Ausfüh
rung der Schraubenfeder mit rundem Drahtquerschnitt gem. Fig. 2
und in analoger Weise für die Ausführung der Schraubenfeder
mit rechteckigem Drahtquerschnitt gem. Fig. 4.
Der zusätzliche Strömungsquerschnitt wird gebildet durch den
spiralförmigen Spalt 9. Der spiralförmige Spalt 9 entsteht bei
der Verlängerung der konischen Schraubenfeder 11 infolge der
oben beschriebenen Druck- bzw. Reibkräfte. Das angesaugte
Hydraulikfluid strömt nach dem Öffnen des zusätzlichen Strö
mungsquerschnitts 7 nicht nur durch den geradeaus liegenden
Normalquerschnitt D, sondern erfährt auch eine Umlenkung an
den Drahtwindungen von dem Inneren der konischen Schrauben
feder in den Ringspalt zwischen dem Außendurchmesser der
jeweiligen Drahtwicklung und dem Innendurchmesser des Saug
kanals 2.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel. Bei diesem
Ausführungsbeispiel sitzt in dem Saugkanal 2 eine Drossel
blende 5 die von einer Druckfeder 17 entgegend der Ansaugrich
tung 10 federbelastet ist. Die Drosselblende 5 ist mit Durch
gangsöffnungen 18 versehen, die in der gezeigten Stellung von
der stromab liegenden Stirnfläche des Axialrings 36 verschlos
sen sind und die bei Abheben der Drosselblende 5 von ihrem
Sitz 19 geöffnet werden. Zu diesem Zweck sitzt die Drossel
blende 5 leicht verschieblich entgegen der Druckkraft der
Druckfeder 17 in dem Saugkanal 2. Die Druckfeder 17 stützt
sich stromab gegen den Axialring 36 ab und über die zwischen
geschaltete Drosselblende 5 stromauf gegen den Axialring 37.
Zwischen diesen beiden Axialringen sitzt die Druckfeder mit
einer bestimmten Vorspannung, die so groß gewählt ist, daß
sich die Drosselblende 5 dichtend auf ihrem Sitz 19 hält,
sobald die normale Betriebstemperatur des Hydraulikfluids
erreicht ist.
Solange dies nicht der Fall ist, ist der Druckabfall an der
Engstelle D, welche den Normalquerschnitt aufweist, so groß,
daß die Drosselblende 5 entgegen der Kraft der Druckfeder 17
von ihrem Sitz abgehoben wird. Diese Kraft entsteht durch die
Einschnürung, welche das Hydraulikfluid von der Anströmfläche
20 bis zur Engstelle D erfährt. Diese Engstelle mit Normal
querschnitt D sitzt zwischen den Strömungsbereichen I und II
und trennt praktisch einen Bereich höheren Drucks I von einem
Bereich niedrigeren Drucks II. Die Höhe des Druckgefälles ist
auch hier wieder von der Höhe der auftretenden Reibungskräfte
und der Druckkräfte abhängig.
Aufgrund dieses Druckgefälles in Strömungsrichtung 10 wirkt
bei durchströmter Drosselblende 5 eine Kraft auf diese in
Richtung stromab. Übersteigt diese Kraft einen bestimmten
Wert, so wird die Drosselblende in Richtung stromab verscho
ben, gegen die Rückstellkraft der Druckfeder 17, und hebt
dabei von ihrem Sitz 19 ab. In diesem Moment werden die Durch
gangsöffnungen 18 freigegeben und der zusätzliche Durchfluß
querschnitt 7 ist geöffnet.
Fig. 6 zeigt eine Frontalaufsicht auf die Drosselblende 5
entlang der Schnittebene VI aus Fig. 5. Diese Schnittebene
liegt exact in der Ebene des Normalquerschnitts D.
Fig. 6 zeigt, daß die Öffnung mit dem Normalquerschnitt D
konzentrisch von drei nierenförmigen zusätzlichen Strömungs
querschnitten 7 umgeben ist, die im normalen Betriebszustand
verdeckt sind. Die nierenförmigen zusätzlichen Strömungsquer
schnitte 7 sind gleichmäßig umfangsmäßig verteilt.
Fig. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel hierzu. Der
Saugkanal 2 weist ein mit zunehmendem Staudruck öffnendes
Ventil 21 (= Staudruckventil) auf.
Das Staudruckventil 21 ist hier als Zungenventil 26 ausgebil
det und weist eine der Anströmrichtung 24 entgegenweisende
Staudrucknase 25 auf.
Die Ventilzunge besteht aus einem leicht biegsamen Material,
und liegt im Normalfall auf der zusätzlichen Durchlaßöffnung 7
auf. Hierdurch wird diese dicht verschlossen. Die Ventilzunge
ist zusammen mit dem Anschlag 27 einseitig befestigt (28) und
kann sich mit ihrem nicht befestigten freien Ende, an welchem
die Staudrucknase 25 sitzt, frei von der Durchlaßöffnung 7
abheben, bis sie von dem starren Anschlag 27 gestoppt wird.
Das Abheben erfolgt, indem das aus der Anströmrichtung 24
kommende Hydraulikfluid auf die Staudrucknase 25 auftrifft und
am Auftreffpunkt zumindest teilweise der Krümmung der Stau
drucknase 25 in Richtung zur Ventilplatte 22 folgt. Ab einem
bestimmten Staudruck wird die Ventilzunge dann von ihrem Sitz
angehoben und der zusätzliche Durchlaßquerschnitt 7 ist geöff
net. Die Öffnungsbewegung der Ventilzunge wird durch den
starren Anschlag 27 begrenzt.
Wie die Frontalaufsicht der Fig. 9 erkennen läßt, sitzen
mehrere Staudruckventile 21 umfangsmäßig um den Normal
querschnitt D herum verteilt auf einer gemeinsamen Ventil
platte 22 und weisen der rotierenden Strömung 23 die Stau
drucknasen 25 entgegen. Die gemeinsame Ventilplatte 22 wird in
den Saugkanal 2 dichtend eingebracht.
Wie das Diagramm in Fig. 9 erkennen läßt, steigt die Förder
kennlinie 29 einer hydraulischen Rotationszellenpumpe 1 mit
zunehmender Drehzahl zunächst an und bleibt dann trotz wach
sender Drehzahl in etwa konstant. Ab einer bestimmten Drehzahl
fällt sie wieder leicht ab. In diesem Bereich können die
erfindungsgemäßen Staudruckventile 21 eine Anhebung 30 bewir
ken. Dies hat zur Folge, daß das Ende der dick gezeichneten
Förderkennlinie 29 den gestrichelten Verlauf einer verbesser
ten Kennlinie 31 einnimmt.
Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem der
zusätzliche Durchflußquerschnitt 7 durch das saugseitig ein
strömende Fluid verstellbar ist.
Hierzu ist der Durchflußquerschnitt 7 derart temperaturabhän
gig veränderbar, daß er mit zunehmender Temperatur geringer
wird.
Zu diesem Zweck weist der Saugkanal 2 welcher durch den Nor
malquerschnitt D repräsentiert wird, einen zusätzlichen Durch
flußquerschnitt 7 auf, der von einem vorgebogenen Zungenventil
32 gesteuert wird.
Der zusätzliche Durchflußquerschnitt 7 besteht aus drei nie
renförmigen Ausnehmungen, die umfangsmäßig um den Normal
querschnitt D herum verteilt sitzen. Die Ausnehmungen werden,
wie die untere Figur zeigt, welche der oberen Figur entlang
der Schnittlinie VII entspricht, von Zungenventilen gesteuert,
die aus einem Bi-Material, vorzugsweise aus Bi-Metall be
stehen, und die im kalten Zustand die zusätzlichen Strömungs
querschnitte 7 offenhalten. Hierzu sind die Ventilzungen vor
gebogen und einseitig befestigt (28). Das Material mit dem
höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten 34 sitzt auf der konka
ven Seite 33 der Vetilzunge. Das Material mit dem niedrigeren
Wärmeausdehungskoeffizienten 35 ist dem zusätzlichen Durch
flußquerschnitt 7 zugewandt.
Hierdurch wird erreicht, daß sich die vorgebogene Ventilzunge
32 bei einer Erwärmung in Richtung zur zusätzlichen Durchfluß
öffnung 7 krümmt und diese ab einer bestimmten Temperatur
abschließt.
1
hydraulische Rotationszellenpumpe
2
Saugkanal
3
Auslaßkanal
4
Pumpengehäuse
5
Drossel
6
Tieftemperatur
7
zusätzlicher Durchflußquerschnitt
8
temperaturgesteuerter Antrieb
9
spiralförmiger Spalt
10
Ansaugrichtung
11
Schraubenfeder
12
konische Wicklung
13
Wicklungsabstand
14
Außendurchmesser
15
Einspannstelle
16
konisch verjüngtes Ende
17
Druckfeder
18
Durchgangsöffnung
19
Sitz
20
Anströmfläche
21
Staudruckventil
22
Ventilplatte
23
rotierende Strömung
24
Anströmrichtung
25
Staudrucknase
26
Zungenventil (öffnend), Staudruckventil
27
Anschlag
28
Befestigung
29
Förderkennlinie
30
Anhebung
31
verbesserte Kennlinie
32
Zungenventil (schließend)
33
konkave Seite
34
Material mit hohem Wärmeausdehnungskoeffizienten
35
Material mit niedrigem Wärmeausdehnungskoeffizienten
36
stromab liegender Axialring
37
stromauf liegender Axialring
D Normalquerschnitt
L Signalleitung
F Temperaturfühler
I Bereich höheren Drucks
II Bereich niedrigeren Drucks
D Normalquerschnitt
L Signalleitung
F Temperaturfühler
I Bereich höheren Drucks
II Bereich niedrigeren Drucks
Claims (9)
1. Hydraulische Rotationszellenpumpe (1) mit einer
saugseitig angeordneten einstellbaren Drossel (5),
dadurch gekennzeichnet, daß
der Saugkanal (2) bei Tieftemperatur (6) einen zu
sätzlichen Durchflußquerschnitt (7) aufweist.
2. Hydraulische Rotationszellenpumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zusätzliche Durchflußquerschnitt (7) mittels des
saugseitig (10) einströmenden Fluids verstellbar ist
(thermodynamische Zwangssteuerung).
3. Hydraulische Rotationszellenpumpe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zusätzliche Durchflußquerschnitt (7) zu einer
Drossel (5) gehört, deren Querschnitt derart druck
abhängig veränderbar ist, daß er mit zunehmendem
Druck von seinem Normalquerschnitt (D) auf den zu
sätzlichen Querschnitt (7) geöffnet wird.
4. Hydraulische Rotationszellenpumpe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zusätzliche Durchflußquerschnitt (7) derart tem
peraturabhängig veränderbar ist, daß er mit zuneh
mender Temperatur geringer wird.
5. Hydraulische Rotationszellenpumpe nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
im Saugkanal (2) eine entgegen der Ansaugrichtung
(10) federbelastete (17) Drosselblende (5) sitzt,
welche mit Durchgangsöffnungen (18) versehen ist,
die bei Abheben der Drosselblende (5) von ihrem Sitz
(19) geöffnet werden.
6. Hydraulische Rotationszellenpumpe nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
im Saugkanal (2) eine in Ansaugrichtung (10) ver
längerbare Schraubenfeder (11) sitzt, welche konisch
gewickelt (12) ist und einen Wicklungsabstand (13)
von NULL aufweist.
7. Hydraulische Rotationszellenpumpe nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Draht der Schraubenfeder (11) einen rechteckigen
Drahtquerschnitt aufweist.
8. Hydraulische Rotationszellenpumpe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zusätzliche Durchflußquerschnitt (7) von einem
vorgebogenen Zungenventil (32) gesteuert wird, wel
ches
aus einem Bi-Material (34, 35), vorzugsweise Bi-Me
tall, besteht, das auf der konkaven Seite (33) das
Material mit dem höheren Wärmeausdehungs
koeffizienten (34) aufweist.
9. Hydraulische Rotationszellenpumpe nach einem der
Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Saugkanal (2) ein mit zunehmendem Staudruck öf
fnendes Ventil (26) aufweist, welches vorzugsweise
als Zungenventil ausgebildet ist und eine der An
strömrichtung (10) entgegenweisende Staudrucknase
(25) besitzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4241002A DE4241002C2 (de) | 1991-12-19 | 1992-12-05 | Hydraulische Rotationszellenpumpe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4141966 | 1991-12-19 | ||
| DE4241002A DE4241002C2 (de) | 1991-12-19 | 1992-12-05 | Hydraulische Rotationszellenpumpe |
Publications (2)
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| DE4241002A1 DE4241002A1 (en) | 1993-06-24 |
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| DE3444859A1 (de) * | 1983-12-14 | 1985-06-27 | Barmag Barmer Maschinenfabrik Ag, 5630 Remscheid | Rotationszellenpumpe fuer hydrauliksysteme |
| DE3544859A1 (de) * | 1985-12-18 | 1987-06-19 | Eckart Roth | Einbaurahmen zum einfassen einer ausnehmung und zum umfassen einer abnehmbaren abdeckung |
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-
1992
- 1992-12-05 DE DE4241002A patent/DE4241002C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE3444859A1 (de) * | 1983-12-14 | 1985-06-27 | Barmag Barmer Maschinenfabrik Ag, 5630 Remscheid | Rotationszellenpumpe fuer hydrauliksysteme |
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| DE3627414A1 (de) * | 1986-08-13 | 1988-02-18 | Barmag Barmer Maschf | Verbrennungsmotor |
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