DE4132810C2 - Preßscheibe mit Entlüftungseinrichtung - Google Patents

Preßscheibe mit Entlüftungseinrichtung

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DE4132810C2 DE19914132810 DE4132810A DE4132810C2 DE 4132810 C2 DE4132810 C2 DE 4132810C2 DE 19914132810 DE19914132810 DE 19914132810 DE 4132810 A DE4132810 A DE 4132810A DE 4132810 C2 DE4132810 C2 DE 4132810C2
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Erbsloeh Aluminium GmbH
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    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C26/00Rams or plungers for metal extruding; Discs therefor
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    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
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    • B21C27/04Venting metal-container chamber

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Extrusion Of Metal (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Preßscheibe mit Entlüftungseinrichtung für eine Metallstrangpresse nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Eine Preßscheibe schützt den Preßstempel vor einer unmittelbaren Berührung mit dem erwärmten zu verpressenden Barren und entlastet den Stempel von thermischen Einflüssen. Die Form und die Maße der Preßscheibe können unterschiedlich sein, je nach den techno­ logischen Erfordernissen des Strangpressens. Als nachteilig bei bekannten Strangpreßver­ fahren hat sich erwiesen, daß beim Aufstauchen des eingeschobenen Barrens, infolge der sich ausbildenden bauchigen Form des Barrens, Bereiche entstehen, in welchen Luft einge­ schlossen ist. Diese eingeschlossene Luft im Rezipienten begünstigt das Ausbrennen der Preßscheibe, wodurch diese bezüglich des Verhinderns unerwünschter Rückflüsse beim Strangpressen an Wirksamkeit verliert. Außerdem führt die eingeschlossene Luft zur Blasenbildung auf den Strangpreßprofilen.
Beim Block-auf-Block-Strangpreßverfahren wird eine Evakuierung über radiale (DE 26 51 564 A1) bzw. axiale (EP 0 097 115 A1) Absaugleitungen bevorzugt, um das jeweilige Entlüften zu sparen. Für das Anlegen von Vakuum ist es allerdings notwendig, daß u. a. die Preß­ scheibe abgedichtet ist. Dies erfordert einen relativ großen Aufwand.
Für die Einzelblockverarbeitung ist in der DE 40 01 633 A1 eine Preßscheibe beschrieben, bei der das Ausbrennen der Ränder dadurch verhindert wird, daß die Preßscheibe kleiner als der Adapter bzw. der Preßstempel gehalten wird. Zwischen Preßscheibe und Adapter bzw. Preßstempel wird ein Verschleißring angeordnet, dessen äußerer Randbereich eine Verdickung aufweist, die mit der Preßscheibe fluchtet und deren Arbeitsfläche vergrößert. Adapterseitig ist der Verschleißring zur Erzielung eines Freiraumes verjüngt, so daß unter Einwirkung des Preßdruckes sich der Verschleißring elastisch verformt und das Spiel zur Innenwand des Rezipienten aufhebt. Im praktischen Einsatz zeigte sich, daß die Vorrich­ tung gemäß DE 40 01 633 A1 keine vollständige Entlüftung der im Rezipienten einge­ schlossenen Luft realisiert.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Preßscheibe zu entwickeln, die eine vollständige Entlüftung der zwischen Barren, Rezipienten und Preßscheibe eingeschlossenen Luft reali­ siert, ohne auf die Vorteile bekannter Preßscheiben zu verzichten.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch angegebene Erfindung gelöst.
Hierbei geht die Erfindung von dem letztgenannten Vorschlag aus, eine Preßscheibe mit ei­ nem kleineren Durchmesser als der des Adapters oder des Preßstempels zu verwenden und einen aus dem gleichen Werkstoff wie die Preßscheibe bestehenden Verschleißring zwi­ schen Preßscheibe und Adapter oder Preßstempel anzuordnen. Der äußere Randbereich des Verschleißrings weist eine Aufdickung auf, die mit der Arbeitsfläche der Preßscheibe fluchtet und deren Durchmesser ergänzt. Die gute Entlüftung wird zum einen durch eine Wölbung der dem Preßgut zugewandten Seite der Preßscheibe und zum anderen durch eine oder mehrere Bohrungen im Verschleißring erreicht. Die konvexe Gestaltung der Arbeitsfläche der Preßscheibe bewirkt, daß die Preßscheibe beim Vorstauchen des Barrens im Rezipien­ ten zunächst nur eine Berührungsfläche kleinen Durchmessers mit dem Barren besitzt. Diese Berührungsfläche vergrößert sich im Prozeß des Aufstauchens des Barrens. Gleich­ zeitig verringert sich der Luftraum, der durch den Barren, Rezipientenwand und Preß­ scheibe begrenzt wird. Solange die Berührungsfläche der Preßscheibe zum Barren den Durchmesser der Preßscheibe nicht erreicht hat, kann die Luft am Spreizring vorbei nach außen entweichen. Vergrößert sich die Berührungsfläche durch den Druck des Preßstem­ pels auf den Barren weiter, verdichtet sich die Luft soweit, bis sie einen Druckwert erreicht, der die Verformung des Verschleißringes bewirkt. Dabei wird das zwischen Verschleißring und Adapter bzw. Preßstempel vorhandene Spiel nach und nach aufgehoben. Die Luft dringt entlang der winkeligen Stirnseite in den erzwungenen Freiraum zwischen Preßscheibe und Verschleißring ein und entweicht über die vorhandenen Bohrungen im Verschleißring. Zum Ende des Anstauchvorganges hat sich der Verschleißring ganz an die Wand des Adapters angelegt. Sollte beim Strangpressen auch Material über den Weg zwischen Rezipient und Verschleißring in Richtung Adapter bzw. Preßstempel entweichen, verhindert eine Überlappung am Verschleißring den Einfluß von Material in den Freiraum zwischen Verschleißring und Adapter bzw. Preßstempel.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch dargestellt:
Eine Preßscheibe 1, die einem nicht dargestellten Preßstempel einer Metallstrangpresse beim Preßvorgang vorgelagert und mit diesem über einen Adapter 3 verbunden ist, weist an ihrer dem Preßgut zugewandten Seite eine Wölbung 2 auf. Das Ausmaß der Wölbung 2 richtet sich nach dem beabsichtigten Entlüftungsvordruck. Die Form der Wölbung kann verschieden sein, wesentlich bei der Ausgestaltung dieser Oberfläche der Preßscheibe ist, daß ein fließender Übergang von der am weitesten vorstehenden Stelle der Wölbung bis zum Rand der Preßscheibe garantiert ist. Eine konvexe gleichförmige Wölbung mit einheit­ lichem Radius, wie in der Zeichnung dargestellt, wird bevorzugt. Die Arbeitsfläche 8 der Preßscheibe 1 besitzt einen Durchmesser kleiner als der Durchmesser des Adapters 3. Zwischen Preßscheibe 1 und Adapter 3 ist ein ringförmiger Raum 6 vorgesehen, der den Verschleißring 7 aufnimmt. Der Verschleißring 7 ist mit mehreren Bohrungen 4 versehen und hat einen größeren Außendurchmesser als der Adapter 3. Die Aufdickung 9 des äußeren Randbereiches des Verschleißringes 7 ist im Gegensatz zur konvexen Gestaltung der Preßscheibe 1 flach ausgebildet, stellt aber einen steten Übergang zur gewölbten Arbeitsfläche 8 der Preßscheibe 1 dar und ergänzt so diese Arbeitsfläche. Die Innenkante 10 des Verschleißringes 7 ist gerundet. Sie stellt die Drehfläche für durch den Druck der entweichenden Luft beim Aufstauchen des Barrens iniziierte Bewegungen des Verschleiß­ ringes 7 dar. Die dem Adapter zugewandte Seite des Verschleißringes 7 ist nach außen hin verjüngt, so daß ein Freiraum 11 für die Bewegungen des Verschleißringes geschaffen wird. Das Maß der Verjüngung ist abhängig von der beabsichtigten Vergrößerung der Arbeits­ fläche und von der Elastizität des für den Verschleißring 7 eingesetzten Werkstoffes. An der Außenseite 12 des Verschleißringes 7 ist eine Überlappung 5 in Richtung Adapter 3 ange­ ordnet. Sie verhindert beim Strangpressen Einflüsse von Werkstoff in den Freiraum 11.
Die Entlüftung wird beim Aufstauchen zunächst dadurch erreicht, daß die Luft an der Außenseite 12 des Verschleißringes 7 vorbei entweicht. Im fortgeschrittenen Stadium des Auf­ stauchens entsteht durch das Aufspreizen des Verschleißringes 7 ein Freiraum zwischen der Stirnseite 14, der Preßscheibe 1 und dem Verschleißring 7. Diese Stirnseite 14 der Preßscheibe 1 ist vorzugsweise in einem stumpfen Winkel 13 ausgebildet, d. h. konisch abgeschrägt. Die entweichende Luft dringt in den o. g. erzwungenen Freiraum ein, erreicht die Bohrung 4 im Verschleißring 7 und entweicht durch diese in den Freiraum 11. Der Freiraum 11 verringert sich durch das Aufspreizen des Verschleißringes 7. Liegt der Verschleißring 7 an der Wand des Adapters 3 an, d. h. ein Freiraum 11 existiert nicht mehr, ist auch keine Luft mehr im Rezipientenraum zwischen Barren und der Preßstempeleinheit vorhanden.
Bezugszeichenliste
 1 Preßscheibe
 2 Wölbung
 3 Adapter
 4 Bohrung
 5 Überlappung
 6 ringförmiger Raum
 7 Verschleißring
 8 Arbeitsfläche
 9 Aufdickung
10 Innenkante
11 Freiraum
12 Außenseite
13 stumpfer Winkel
14 Stirnseite

Claims (1)

  1. Preßscheibe mit Entlüftungseinrichtung für eine Metallstrangpresse, die über einen Adapter oder unmittelbar am Preßstempel befestigt ist, mit Spiel in den Rezipienten der Metallstrangpresse einfahrbar ist, wobei der Durchmesser der Preßscheibe kleiner als der des Adapters oder des Preßstempels ist und zwischen Preßscheibe und Adapter oder Preßstempel ein aus dem gleichen Werkstoff wie die Preßscheibe bestehender Verschleißring angeordnet ist, daß zwischen Adapter bzw. Preßstempel und Verschleißring ein keilförmiger, nach außen größer werdender Freiraum entsteht, wobei der äußere Randbereich des Verschleißrings eine Aufdickung aufweist, die mit der Arbeitsfläche der Preßscheibe fluchtet und die unter einem stumpfen Winkel nach außen zunehmend ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
    • - die dem Preßgut zugewandte Seite der Preßscheibe (1) eine konvexe Wölbung (2) besitzt,
    • - am Verschleißring (7) eine Überlappung (5) angeordnet ist, die den Adapter (3) bzw. Preßstempel übergreift und den Freiraum (11) abschließt, und
    • - in dem Verschleißring (7) ein oder mehrere Bohrungen (4) angeordnet sind, die jeweils dort, wo sich die Schenkel des stumpfen Winkels (13) der Aufdickung (9) schneiden, beginnen und die in Richtung Adapter (3) bzw. Preßstempel durch den Verschleißring (7) führen, um dann an der entgegengesetzten Seite des Verschleißrings (7) in den Freiraum (11) zu münden.
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