DE41147C - Im Schiebergehäuse verschieb- oder zusammendrückbare, durch Flüssigkeitsdruck abschliefsende Dichtungsringe für Kolben- und Drehschieber - Google Patents

Im Schiebergehäuse verschieb- oder zusammendrückbare, durch Flüssigkeitsdruck abschliefsende Dichtungsringe für Kolben- und Drehschieber

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Publication number
DE41147C
DE41147C DENDAT41147D DE41147DA DE41147C DE 41147 C DE41147 C DE 41147C DE NDAT41147 D DENDAT41147 D DE NDAT41147D DE 41147D A DE41147D A DE 41147DA DE 41147 C DE41147 C DE 41147C
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DE
Germany
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rings
slide
sealing
valve body
piston
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT41147D
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H. D. PEARSALL in London, 3 Cursitor Street, Chancery Lane E. C
Publication of DE41147C publication Critical patent/DE41147C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J1/00Pistons; Trunk pistons; Plungers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sliding Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
/ / KLASSE 47: "Maschinenelemente
Dichtungsringe für Kolben- und Drehschieber.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 6. März 1886 ab.
Die Abdichtung der bisherigen Kolben-- und Drehschieber veranlafst eine stärkere Reibung, wobei die dichtenden Theile starker Abnutzung und häufig heftigen Stöfsen unterworfen sind. Um dies zu vermeiden, erfolgt bei Anwendung der dargestellten Dichtungsringe das eigentliche Abschliefsen sanft und allmälig durch den Flüssigkeitsdruck. Zu diesem Zwecke werden die Dichtungsringe mit den Kolben- und Drehschiebern nicht verbunden, vielmehr in den Schiebergehäusen angeordnet, und zwar entweder völlig frei verschiebbar, in welchem Falle die Ringe aus Metall bestehen können, oder in sich selbst verschiebbar, indem Ringe aus Leder oder einem anderen in sich selbst verschiebbaren Stoff gewählt werden. Die Anordnung dieser Ringe ist derart getroffen, dafs, wenn die abschliefsenden Kanten oder Flächen der Schieber nahe an dieselben heranrücken bezw. dieselben berühren, der Flüssigkeitsdruck im Stande ist, die Ringe der Schieberbewegung entgegen zum dichten Abschlufs ' zu bringen.
Der Kolbenschieber nach Fig. ι, 2, 2 a und 3 besteht aus einem Hohlcylinder m, welcher in dem Gehäuse f so auf- und abgeschoben werden kann, dafs die Oeffnungen 0 des Gehäuses abwechselnd geöffnet und geschlossen werden. An sich würde nun eine Verschiebung ohne Druck und stärkere Reibung zwischen der oberen Eröffnungskante des Schiebers m und dem Gehäuse f einen dichten Abschlufs ausschliefsen. Dieser dichte Abschlufs wird aber ohne solchen Druck erreicht durch den Dichtungsring y, welcher in einem ringförmigen Einschnitt des Gehäuses liegt, Fig. 1, so dafs er eine geringe Bewegung entgegen der Richtung der Schieberbewegung durch den Druck der Flüssigkeit machen kann. Der Ring ist derart elastisch, dafs er nach aufsen federt bezw. unter dem Flüssigkeitsdruck sich ausdehnt, um sowohl an der Kante des Schiebers als auch an der Seitenwand des Ringeinschnittes abzudichten. In diesem Falle also kann der Ring aus Metall bestehen.
Fertigt man den Ring y aus in sich verschiebbarem Stoff, beispielsweise aus Leder, so kann man ihn, ohne an der Wirkung etwas zu ändern, auch an dem Gehäuse f befestigen, Fig. 2 und 2a, um ihn gegen Entfernen von der Abschlufsstelle zu sichern. Man erspart dadurch einen ringförmigen Einschnitt am Gehäuse f bezw. einen festen Anschlag, welcher das Entfernen des Dichtungsringes y von der Abschlufsstelle verhindert.
Die nicht öffnende oder schliefsende Kante oder Fläche des Schiebers m kann durch einen gewöhnlichen Liderungsring P abgedichtet werden, welcher nach Fig. 1 in den Schieber m eingelegt ist, oder diese Dichtung kann durch eine Stopfbüchsenpackung B am Gehäuse f nach Fig. 2 und 2 a erfolgen.
Das -f- Zeichen in der Zeichnung "giebt an, auf welcher Seite des Schiebers der Flüssigkeitsdruck herrscht. Sobald die öffnende oder schliefsende Kante des Schiebers y einem der frei verschiebbaren bezw. in sich verschiebbaren Dichtungsringe y nahe rückt, preist der Flüssigkeitsdruck den Ring unter geringem Nachgeben des letzteren fest gegen die Abschlufskante des Schiebers m.
Der Dichtungsring y, Fig. 3, enthält ebenfalls besondere Liderungsringe P zum Abschlufs an der Wand des Gehäuses f. In diesem Falle braucht also der Ring y nicht selbst elastisch zu sein. Hier kann derselbe auch eine gröfsere Verschiebung mit dem Schieber m machen.
Bei der Anordnung nach Fig. 4' liegt der Schieber m zur Absperrung der Oeffnungen ο aufsen auf einem cylindrischen Theil des Gehäuses f, entsprechend dem hier aufsen herrschenden Flüssigkeitsdruck. An der unteren, nicht öffnenden und schliefsenden Kante des Schiebers m ist eine gewöhnliche Dichtungsstulpe P befestigt, während nach Fig. 1 an der oberen Kante des Schiebers m wieder der Dichtungsring y abdichtet, welcher in einem ringförmigen Einschnitt um ein geringes Mafs frei verschiebbar ist. Hier wie in allen übrigen Fällen findet dichtes Abschliefsen durch den Flüssigkeitsdruck in dem Augenblick der Berührung zwischen dem Schieber m und dem Ring y statt.
Nach Fig. 5 bis 7 kommen zum Abschliefsen zweier Oeffnungen 0 und o1 Kolbenschieber m und m1 mit Dichtungsringen yyl an den Gehäusen f zur Anwendung. Die Flüssigkeit tritt hier abwechselnd durch ο und o1 aus. Die Ringe y yl können sich hier wieder in ringförmigen Einschnitten an den Gehäusen um ein geringes Mafs frei verschieben, um den sanften Abschlufs zu ermöglichen. In Fig. 5 und 7 sind für den beständigen Abschlufs am Gehäuse wieder gewöhnliche Liderungsringe P angeordnet.
Bei der Anordnung Fig. 8 fliefst in der dargestellten Stellung des Kolbenschiebers m mit .Gegenkolben ml das Wasser von 0 nach q. Der Schieber m wird mittelst Stopfbuchse P abgedichtet, und m1 dichtet unten an einem festen Sitz. Wird nun m ml gehoben, so dichtet m an dem verschiebbaren Ring y des Gehäuses f unter dem Flüssigkeitsdruck ab, während das Wasser von q nach r strömt.
Die Dichtungsringe y an dem einen Drehschieber enthaltenden Gehäuse f mit den Oeffnungen 0 und o1, Fig. 9, sind wieder in sich verschiebbar aus Leder u. s. w. angefertigt, um an den öffnenden und schliefsenden Kanten des Drehschieber m durch den Flüssigkeitsdruck sanft abzudichten. Bei der Hin- und Herdrehung des Schiebers m und dem Anschlagen des letzteren an einen der Ringe kann also starke Reibung und Abnutzung nicht eintreten. Ein gewöhnlicher Liderungsring P am Schieber dichtet an dem Gehäuse f ab.
Bei dem Drehschieber m, Fig. 10, findet die Abdichtung an der ebenen Dichtungsfläche des Schiebers mittelst eines getrennt vom Schieber m im Gehäuse f beweglichen Dichtungsringes y statt. Dieser mufs wieder' für sich entweder durch Auseinanderfedern oder auch durch den Flüssigkeitsdruck an der inneren Gehäusewand abdichten, während der Flüssigkeitsdruck die Abdichtung am Schieber vermittelt.
Fig. 11 bis 13 zeigen einen Doppeldrehschieber m, welcher durch den Druck der Flüssigkeit an die Gehänsewand gedruckt wird. Hier findet die Abdichtung im Gegensatz zu der Anordnung Fig. 10 an den Schieberkanten statt, und zwar einerseits durch halbringförmige Dichtungsringe y, welche an der Fläche des Gehäuses f befestigt sind, andererseits durch halbringförmige Ringe y\ welche am Schieber m festgehalten sind, also sämmtlich um ein geringes Mafs in sich verschiebbar sein müssen. Um die Flüssigkeit unter beide Schieberflügel treten zu lassen, ist das Rohr t angeordnet, welches am einen Ende in den Durchflufsraum und am anderen Ende bei q im oberen Gehäusetheil ausmündet. Jede einseitige Druckwirkung auf den Schieber und jedes Kanten desselben wird dadurch vermieden und seine Einstellung wesentlich erleichtert. Der Schieber, schwebt gewissermafsen in der Flüssigkeit. Beim Schliefsen des Schiebers treffen die Enden der Halbringe y und y1 .auf einander, und wiederum bewirkt der Flüssigkeitsdruck ein Andrücken der Ringe rings um die betreffenden Kanten des Schiebers und einen dichten Abschlufs.

Claims (2)

Patent-AnSprüche:
1. Bei Kolbenschiebern und Drehschiebern die Anordnung von Dichtungsringen y, welche entweder als federnde Metallringe, gegen die Wandung des Schiebergehäuses abdichtend , in der Bewegungsrichtung des Schiebers verschiebbar oder als Ringe aus nachgiebigem Stoffe an den Schiebergehäusen befestigt sind, so dafs, wenn die den Schieberkanal öffnende und abschliefsende Kante oder Fläche der Schieber sich den Ringen y nähert und sie berührt, der Flüssigkeitsdruck entweder durch Verschieben oder durch Zusammendrücken der Ringe entgegen der Richtung der Schieberbewegung ein sanftes und vollkommenes Abschliefsen bewirkt, in Verbindung mit der Anordnung von gewöhnlichen Liderungsringen P an den nicht unmittelbar zur Kanalöffnung benutzten Flächen der Schieber bezw. der Gehäuse.
2. Bei den durch Anspruch 1. gekennzeichneten Kolbenschiebern, insofern sie als Doppelschieber mit je einem Dichtungsring y gebaut sind, die Weglassung der gewöhnlichen Liderungsringe B.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT41147D Im Schiebergehäuse verschieb- oder zusammendrückbare, durch Flüssigkeitsdruck abschliefsende Dichtungsringe für Kolben- und Drehschieber Expired - Lifetime DE41147C (de)

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