DE41147C - Im Schiebergehäuse verschieb- oder zusammendrückbare, durch Flüssigkeitsdruck abschliefsende Dichtungsringe für Kolben- und Drehschieber - Google Patents
Im Schiebergehäuse verschieb- oder zusammendrückbare, durch Flüssigkeitsdruck abschliefsende Dichtungsringe für Kolben- und DrehschieberInfo
- Publication number
- DE41147C DE41147C DENDAT41147D DE41147DA DE41147C DE 41147 C DE41147 C DE 41147C DE NDAT41147 D DENDAT41147 D DE NDAT41147D DE 41147D A DE41147D A DE 41147DA DE 41147 C DE41147 C DE 41147C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rings
- slide
- sealing
- valve body
- piston
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000007789 sealing Methods 0.000 title claims description 23
- 239000012530 fluid Substances 0.000 title description 8
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 11
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 claims 1
- 210000000744 eyelid Anatomy 0.000 claims 1
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 210000004907 gland Anatomy 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J1/00—Pistons; Trunk pistons; Plungers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Sliding Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
/ / KLASSE 47: "Maschinenelemente
Dichtungsringe für Kolben- und Drehschieber.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 6. März 1886 ab.
Die Abdichtung der bisherigen Kolben-- und
Drehschieber veranlafst eine stärkere Reibung, wobei die dichtenden Theile starker Abnutzung
und häufig heftigen Stöfsen unterworfen sind. Um dies zu vermeiden, erfolgt bei Anwendung
der dargestellten Dichtungsringe das eigentliche Abschliefsen sanft und allmälig durch den
Flüssigkeitsdruck. Zu diesem Zwecke werden die Dichtungsringe mit den Kolben- und Drehschiebern
nicht verbunden, vielmehr in den Schiebergehäusen angeordnet, und zwar entweder völlig frei verschiebbar, in welchem
Falle die Ringe aus Metall bestehen können, oder in sich selbst verschiebbar, indem Ringe
aus Leder oder einem anderen in sich selbst verschiebbaren Stoff gewählt werden. Die Anordnung
dieser Ringe ist derart getroffen, dafs, wenn die abschliefsenden Kanten oder Flächen
der Schieber nahe an dieselben heranrücken bezw. dieselben berühren, der Flüssigkeitsdruck
im Stande ist, die Ringe der Schieberbewegung entgegen zum dichten Abschlufs ' zu
bringen.
Der Kolbenschieber nach Fig. ι, 2, 2 a und 3
besteht aus einem Hohlcylinder m, welcher in dem Gehäuse f so auf- und abgeschoben werden
kann, dafs die Oeffnungen 0 des Gehäuses abwechselnd geöffnet und geschlossen werden.
An sich würde nun eine Verschiebung ohne Druck und stärkere Reibung zwischen der
oberen Eröffnungskante des Schiebers m und dem Gehäuse f einen dichten Abschlufs ausschliefsen.
Dieser dichte Abschlufs wird aber ohne solchen Druck erreicht durch den Dichtungsring
y, welcher in einem ringförmigen Einschnitt des Gehäuses liegt, Fig. 1, so dafs
er eine geringe Bewegung entgegen der Richtung der Schieberbewegung durch den Druck
der Flüssigkeit machen kann. Der Ring ist derart elastisch, dafs er nach aufsen federt
bezw. unter dem Flüssigkeitsdruck sich ausdehnt, um sowohl an der Kante des Schiebers
als auch an der Seitenwand des Ringeinschnittes abzudichten. In diesem Falle also
kann der Ring aus Metall bestehen.
Fertigt man den Ring y aus in sich verschiebbarem Stoff, beispielsweise aus Leder, so
kann man ihn, ohne an der Wirkung etwas zu ändern, auch an dem Gehäuse f befestigen,
Fig. 2 und 2a, um ihn gegen Entfernen von der Abschlufsstelle zu sichern. Man erspart
dadurch einen ringförmigen Einschnitt am Gehäuse f bezw. einen festen Anschlag, welcher
das Entfernen des Dichtungsringes y von der Abschlufsstelle verhindert.
Die nicht öffnende oder schliefsende Kante oder Fläche des Schiebers m kann durch einen
gewöhnlichen Liderungsring P abgedichtet werden, welcher nach Fig. 1 in den Schieber m
eingelegt ist, oder diese Dichtung kann durch eine Stopfbüchsenpackung B am Gehäuse f
nach Fig. 2 und 2 a erfolgen.
Das -f- Zeichen in der Zeichnung "giebt an,
auf welcher Seite des Schiebers der Flüssigkeitsdruck herrscht. Sobald die öffnende oder
schliefsende Kante des Schiebers y einem der frei verschiebbaren bezw. in sich verschiebbaren
Dichtungsringe y nahe rückt, preist der Flüssigkeitsdruck den Ring unter geringem
Nachgeben des letzteren fest gegen die Abschlufskante des Schiebers m.
Der Dichtungsring y, Fig. 3, enthält ebenfalls
besondere Liderungsringe P zum Abschlufs an der Wand des Gehäuses f. In
diesem Falle braucht also der Ring y nicht selbst elastisch zu sein. Hier kann derselbe
auch eine gröfsere Verschiebung mit dem Schieber m machen.
Bei der Anordnung nach Fig. 4' liegt der Schieber m zur Absperrung der Oeffnungen ο
aufsen auf einem cylindrischen Theil des Gehäuses f, entsprechend dem hier aufsen herrschenden
Flüssigkeitsdruck. An der unteren, nicht öffnenden und schliefsenden Kante des Schiebers m ist eine gewöhnliche Dichtungsstulpe
P befestigt, während nach Fig. 1 an der oberen Kante des Schiebers m wieder der
Dichtungsring y abdichtet, welcher in einem ringförmigen Einschnitt um ein geringes Mafs
frei verschiebbar ist. Hier wie in allen übrigen Fällen findet dichtes Abschliefsen durch den
Flüssigkeitsdruck in dem Augenblick der Berührung zwischen dem Schieber m und dem
Ring y statt.
Nach Fig. 5 bis 7 kommen zum Abschliefsen zweier Oeffnungen 0 und o1 Kolbenschieber m
und m1 mit Dichtungsringen yyl an den Gehäusen
f zur Anwendung. Die Flüssigkeit tritt hier abwechselnd durch ο und o1 aus.
Die Ringe y yl können sich hier wieder in ringförmigen Einschnitten an den Gehäusen
um ein geringes Mafs frei verschieben, um den sanften Abschlufs zu ermöglichen. In Fig. 5
und 7 sind für den beständigen Abschlufs am Gehäuse wieder gewöhnliche Liderungsringe P
angeordnet.
Bei der Anordnung Fig. 8 fliefst in der dargestellten Stellung des Kolbenschiebers m mit
.Gegenkolben ml das Wasser von 0 nach q.
Der Schieber m wird mittelst Stopfbuchse P abgedichtet, und m1 dichtet unten an einem
festen Sitz. Wird nun m ml gehoben, so
dichtet m an dem verschiebbaren Ring y des Gehäuses f unter dem Flüssigkeitsdruck ab,
während das Wasser von q nach r strömt.
Die Dichtungsringe y an dem einen Drehschieber enthaltenden Gehäuse f mit den Oeffnungen
0 und o1, Fig. 9, sind wieder in sich verschiebbar aus Leder u. s. w. angefertigt, um
an den öffnenden und schliefsenden Kanten des Drehschieber m durch den Flüssigkeitsdruck
sanft abzudichten. Bei der Hin- und Herdrehung des Schiebers m und dem Anschlagen
des letzteren an einen der Ringe kann also starke Reibung und Abnutzung nicht eintreten. Ein gewöhnlicher Liderungsring P
am Schieber dichtet an dem Gehäuse f ab.
Bei dem Drehschieber m, Fig. 10, findet die
Abdichtung an der ebenen Dichtungsfläche des Schiebers mittelst eines getrennt vom Schieber
m im Gehäuse f beweglichen Dichtungsringes y statt. Dieser mufs wieder' für sich
entweder durch Auseinanderfedern oder auch durch den Flüssigkeitsdruck an der inneren
Gehäusewand abdichten, während der Flüssigkeitsdruck die Abdichtung am Schieber vermittelt.
Fig. 11 bis 13 zeigen einen Doppeldrehschieber
m, welcher durch den Druck der Flüssigkeit an die Gehänsewand gedruckt wird. Hier
findet die Abdichtung im Gegensatz zu der Anordnung Fig. 10 an den Schieberkanten
statt, und zwar einerseits durch halbringförmige Dichtungsringe y, welche an der Fläche
des Gehäuses f befestigt sind, andererseits durch halbringförmige Ringe y\ welche am
Schieber m festgehalten sind, also sämmtlich um ein geringes Mafs in sich verschiebbar sein
müssen. Um die Flüssigkeit unter beide Schieberflügel treten zu lassen, ist das Rohr t
angeordnet, welches am einen Ende in den Durchflufsraum und am anderen Ende bei q
im oberen Gehäusetheil ausmündet. Jede einseitige Druckwirkung auf den Schieber und
jedes Kanten desselben wird dadurch vermieden und seine Einstellung wesentlich erleichtert.
Der Schieber, schwebt gewissermafsen in der Flüssigkeit. Beim Schliefsen des Schiebers
treffen die Enden der Halbringe y und y1 .auf einander, und wiederum bewirkt der
Flüssigkeitsdruck ein Andrücken der Ringe rings um die betreffenden Kanten des Schiebers
und einen dichten Abschlufs.
Claims (2)
1. Bei Kolbenschiebern und Drehschiebern die Anordnung von Dichtungsringen y, welche
entweder als federnde Metallringe, gegen die Wandung des Schiebergehäuses abdichtend
, in der Bewegungsrichtung des Schiebers verschiebbar oder als Ringe aus nachgiebigem Stoffe an den Schiebergehäusen
befestigt sind, so dafs, wenn die den Schieberkanal öffnende und abschliefsende Kante oder Fläche der Schieber sich den
Ringen y nähert und sie berührt, der Flüssigkeitsdruck entweder durch Verschieben
oder durch Zusammendrücken der Ringe entgegen der Richtung der Schieberbewegung ein sanftes und vollkommenes
Abschliefsen bewirkt, in Verbindung mit der Anordnung von gewöhnlichen Liderungsringen
P an den nicht unmittelbar zur Kanalöffnung benutzten Flächen der Schieber bezw. der Gehäuse.
2. Bei den durch Anspruch 1. gekennzeichneten Kolbenschiebern, insofern sie als Doppelschieber
mit je einem Dichtungsring y gebaut sind, die Weglassung der gewöhnlichen Liderungsringe B.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41147C true DE41147C (de) |
Family
ID=316645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41147D Expired - Lifetime DE41147C (de) | Im Schiebergehäuse verschieb- oder zusammendrückbare, durch Flüssigkeitsdruck abschliefsende Dichtungsringe für Kolben- und Drehschieber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41147C (de) |
-
0
- DE DENDAT41147D patent/DE41147C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2017776C3 (de) | Dreiwegeventil | |
| DE4226821C2 (de) | Absperrschieber | |
| DE3617726C2 (de) | Pneumatischer Feder-Stoßdämpfer | |
| DE2852439A1 (de) | Kugelventil | |
| DE4136036A1 (de) | Doppelschieberventil | |
| DE520188C (de) | Abdichtungsvorrichtung fuer Druckwasserleitungsschieber | |
| DE2218987B2 (de) | Absperrventil, insbesondere fur einen Luftabscheider oder eine Flussig keits trennvorrichtung | |
| DE1751816A1 (de) | Zylindervorrichtung mit Doppelhub | |
| DE865245C (de) | Absperrschieber | |
| DE41147C (de) | Im Schiebergehäuse verschieb- oder zusammendrückbare, durch Flüssigkeitsdruck abschliefsende Dichtungsringe für Kolben- und Drehschieber | |
| EP2728226B1 (de) | Vakuumventil | |
| DE3124371C1 (de) | Umschaltventil fuer Verbundzaehler | |
| DE2351222A1 (de) | Formschliessvorrichtung fuer eine spritzgussmaschine | |
| WO2021073838A1 (de) | Anordnung mit einem ventil | |
| DE2125045A1 (de) | Absperr-Schieberventil | |
| DE2411879C3 (de) | Strömungsmittel-Verteilvorrichtung, insbesondere Drehschieberventil, für die Steuerung eines Servomotors | |
| DE2161723A1 (de) | Abdichtung eines hin- und hergehenden zylindrischen teils | |
| DE2141051A1 (de) | Ventil | |
| AT326438B (de) | Ventildichtung | |
| DE2208453C3 (de) | Antriebseinrichtung zur Betätigung eines Absperrventils | |
| DE976712C (de) | Steuereinrichtung mit hydraulisch entlastetem Drehschieber | |
| DE547803C (de) | In eine Schwalbenschwanznut einzulegender elastischer Dichtungsring fuer Verschluesse, Rohrverbindungen und aehnliche Zwecke | |
| DE2336211A1 (de) | Arbeitszylinder fuer pneumatische oder hydraulische druckmedien | |
| DE2617721A1 (de) | Steuerventil fuer gasfoermige und fluessige medien | |
| DE14790C (de) | Neuerungen an Ventilen für Pumpen |