DE4102175A1 - Verfahren zur spaltung verbrauchter kuehlschmiermittel - Google Patents

Verfahren zur spaltung verbrauchter kuehlschmiermittel

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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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Description

Die Spaltung verbrauchter Kühlschmiermittel mittels Kohlendioxid und thermischer Energie ist in der Anmeldung P 40 28 904, 4-43 beschrieben. In der hier dargestellten Methode wird das Verfahren ergänzt um die Spaltung mittels Kohlendioxid und elektrischer Behandlung.
Beim elektrischen Brechen von Öl in Wasser-Emulsionen gibt es teilweise nach dem Stand der Technik zwei verschiedene Prinzipien:
Das Brechen mit Hilfe des elektrischen Stromes (neuere Arbeiten: JP 59 196 795; JP 62 83 087; Ger(east) DD 225 916; SU 1 411 290; DE 37 23 745; SU 1 411 289) und das Brechen mit Hilfe der elektrischen Spannung (neuere Arbeiten: SU 1 411 289; SU 1 274 717; Hano Tadashi u. a. J. Chem. Eng. Jpn 1988, 21(4), 345-51; G. A. Davies CHEMSA 1982, 8(2), 6-7.
1. Elektrolytisches Behandeln
Bei diesem Verfahren werden die Emulsionen elektrolysiert. Je nach verwendetem Elektrodenmaterial beruht das Brechen auf verschiedenen Prinzipien.
  • a) Elektroflotation
    Hier wird das Elektrodenmaterial benutzt, das bezüglich der Emulsion inert bleibt, wobei JP 59 196 795 poröse Kohlenstoffelektroden und JP 62 83 087 eine Bleianode verwendet. In den Offenlegungsschriften 29 10 314 und DE 37 39 580 A1 werden die Elektrodenräume durch ein Diaphragma voneinander abgetrennt, woraus eine effizientere Spaltbarkeit resultiert.
  • b) Elektroflockulation
    Bei diesem Verfahren werden sakrifizielle Anoden aus Eisen oder Aluminium verwendet (DD 225 916; WO 86/01124; WO 86/01233; DE 37 00 826 A1). Diese lösen sich im Idealfall zu Eisen- oder Aluminiumhydroxidflocken, die die Emulsion brechen.
2. Koaleszenz im elektrischen Feld
Das Prinzip des Verfahrens liegt in der Koaleszenz der emulgierten Öltröpfchen im elektischen Feld. Als Elektroden werden in neueren Arbeiten mit Kunststoff (SU 1 274 717) oder Glas (Hano Tadashi u. a. J. Chem. Eng. Jpn 1988, 21(4), 345-51) überzogene Leiter verwendet. Mit einfachen Elektroden, aber sehr niedriger Spannung arbeitet DE 37 17 633 A1, so daß statt Elektrolyse nur Koaleszenz im elektrischen Feld stattfindet.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist eine Erweiterung der Anmeldung P 40 28 904, 4-43, wobei das dortige Verfahren der Spaltung stabiler Kühlschmiermittel mittels Kohlendioxid und thermischer Energie derart abgewandelt wird, daß statt thermischer Energie elektrische Energie eingesetzt wird. Der Vorteil gegenüber dem Verfahren mit thermischer Energie liegt, in Abhängigkeit von der zu spaltenden Emulsion, vielfach in einer Einsparung von Energie, einer Beschleunigung der zum Spalten erforderlichen Zeit oder einer erhöhten Anwendungssicherheit der Spaltung.
Die Besonderheit des Verfahrens beruht weiterhin auf der Tatsache, daß mittels der Kombination Kohlendioxid/elektrische Energie Emulsionen gespalten werden, die mittels eines elektrischen Verfahrens allein, sei es nach dem Stand der Technik oder nach einem neueren Verfahren nur unter wesentlich höherem Aufwand oder nur sehr schlecht spaltbar sind.
Der Grund für die erhöhte Spaltbarkeit mittels elektrischer Verfahren bei gleichzeitiger Anwendung von Kohlendioxid unter Druck liegt in der beträchtlichen Emulsionsdestabilisierung durch die stark pH-erniedrigende Wirkung der gespannten Kohlensäure, wie sie in der Anmeldung P 40 28 904, 4-43 beschrieben ist.
Als elektrische Komponente des Verfahrens kommen dabei neben den als Stand der Technik zur Emulsionsspaltung geltenden Verfahren der Elektroflotation (s. o. unter 1a) und der Elektrokoagulation im elektrischen Feld (s. o. unter 2) auch das neuere Verfahren der Elektroflockulation (s. o. unter 1b) in Frage. Es hat sich nämlich gezeigt, daß sich durch die pH-erniedrigende Wirkung der gespannten Kohlensäure eine derart destabilisierende Wirkung auf die Emulsion ergibt, daß die an sich recht schwierig zu spaltenden Kühlschmiermittel sowohl mit Gleichstrom als auch mit Wechselstrom verschiedener Spannungen zu spalten sind. Insbesondere das Problem der immer wieder auftretenden Reemulgierung bei dem bekannten Verfahren ist bei diesem Verfahren nicht festzustellen, so daß beispielsweise die zu diesem Zweck in der Anmeldung DE 37 39 580 A1 verwendeten Diaphragmen überflüssig sind.
Eine wegen des einfachen Aufbaus bevorzugte Ausführung des Verfahrens ist wie folgt aufgebaut:
In einem mit Emulsion gefüllten geschlossenen Behälter sind zwei Titananoden mit einem Abstand von 5 cm fixiert. Durch ein poröses Keramikrohr wird die Emulsion von unten mit Kohlendioxid durchströmt und dabei unter dem sich bildenden Überdruck mit Kohlensäure angereichert. Ein Druckhalteventil im oberen Behälterteil ist auf einen Überdruck von 6 bar eingestellt. Nach Anlegen einer Wechselspannung von 220 Volt/50 Hertz an die Elektroden wird eine Kühlschmiermittelemulsion unter Bildung von Gas in wenigen Minuten vollständig gespalten. Die Wasserphase wird dabei vollständig klar und kann aufgrund ihres Restölgehaltes von unter 10 mg/l problemlos eingeleitet werden.

Claims (5)

1. Verfahren zur Spaltung verbrauchter Kühlschmiermittel, dadurch gekennzeichnet, daß eine Emulsion, die neben Hilfsstoffen im wesentlichen aus Öl, einen anionischem Emulgator oder einer Emulgatorkombination aus anionischen und nichtionischen Tensiden besteht, in einem Überdruckgefäß mit Kohlendioxid oder mit kohlensaurem Wasser angereichert und gleichzeitig einer elektrischen Behandlung mit dem Ziel einer Emulsionsspaltung ausgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Behandlung mittels einer Spannung (vorzugsweise bis 220 Volt Gleichstrom oder Wechselstrom, wobei bei Wechselstrom vorzugsweise die übliche Netzfrequenz verwendet wird), die an zwei inerte Elektroden aus z. B. Titan, mit einem Abstand von einigen Zentimetern zueinander, angelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß statt der inerten Elektroden mit einem nichtleitenden Überzug versehene Elektroden verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Elektroden sich auflösende Opferelektroden verwendet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um Emulsionen, Suspensionen und Dispersionen aller Art handelt, z. B. ölhaltige Abwässer aus der Teilentfettung, der Lebensmittelproduktion, Abwässer aus der Farben- und Lackeproduktion und -verarbeitung, der Leder- und der Textilherstellung sowie Emulsionen aus der pharmazeutischen und der kosmetischen Industrie.
DE4102175A 1990-09-12 1991-01-25 Verfahren zur spaltung verbrauchter kuehlschmiermittel Ceased DE4102175A1 (de)

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JP4502468A JPH06504306A (ja) 1991-01-15 1992-01-14 乳濁液などを分離する方法
PCT/EP1992/000056 WO1992013051A1 (de) 1991-01-15 1992-01-14 Verfahren zum spalten von emulsionen od. dgl.
EP92902310A EP0569385A1 (de) 1991-01-15 1992-01-14 Verfahren zum spalten von emulsionen od. dgl.
US08/087,740 US5435920A (en) 1991-01-15 1992-01-14 Method of separating emulsions
AU11606/92A AU1160692A (en) 1991-01-15 1992-01-14 Process for cleaving emulsions or the like
CA002100677A CA2100677A1 (en) 1991-01-15 1992-01-14 Process for cleaving emulsions or the like

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4230765A1 (de) * 1992-09-15 1994-03-17 Hugo Kunz Verfahren zur Wiederaufbereitung von gebrauchten ölhaltigen Emulsionen
DE4408797A1 (de) * 1994-03-15 1995-09-21 Bernd Dr Penth Verfahren und Vorrichtung zur Stabilisierung und zur Spaltung von Kühlschmiermitteln
WO2010116199A1 (en) 2009-04-09 2010-10-14 G.I.C. Ipari Szolgáltató És Kereskedeklmi Kft. Colloid decomposition method and apparatus for electrochemically resolving emulsions

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