DE403448C - Verfahren zur Ermittlung von Stoerungsquellen in Hochspannungsnetzen - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung von Stoerungsquellen in HochspannungsnetzenInfo
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- G—PHYSICS
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Description
- Verfahren zur Ermittlung von Störungsquellen in Hochspannungsnetzen. Die Störungen an Hochspannungsleitungen machen sich meist durch das Auftreten von Wellen bemerkbar. Es sind Einrichtungen bekannt, welche es gestatten, festzustellen, in welcher Phase des Netzes eine solche Störung vorhanden ist, so z. B. Fehlersirenen und Glimmschutzapparate. Man hat aber bisher nicht feststellen können, in welchem Teile des Netzes der Fehler vorhanden war und mußte deshalb systematisch die einzelnen Netzteile abschalten, um schließlich dadurch, daß bei einer bestimmten Schaltoperation der Anzeigeapparat aufhörte zu wirken, festzustellen, daß bei der letzten Schaltoperation der kranke Teil ausgeschaltet worden war. Diese umständliche Arbeit, welche zeitweilig gesunde Netzteile außer Betrieb setzt, macht das Aufsuchen von Fehlern zeitraubend, kostspielig und störend.
- Nach vorliegender Erfindung soll nun das Auffinden des kranken Teiles ohne Abschaltung dadurch ermöglicht werden, daß eine von den Wellen beeinflußte Einrichtung verwendet wird, welche aus zwei symmetrisch zu einem mittleren, die Wellen abändernden oder nicht durchlassenden Glied angeordneten' Anzeigevorrichtungen besteht. Diese Einrichtung wird an irgendeiner Stelle des Netzes eingeschaltet und ermöglichtidurch einen Vergleich der Angaben an den rechts und links angebrachten Anzeigevorrichtungen, festzustellen, ob die Ursache der Wellen rechts oder links liegt. Wird eine solche Einrichtung z. B. zwischen eine Sammelschiene und eine abgehende Leitung eingeschaltet, so zeigt der Apparat, ob die Fehlerquelle von seiner Stellung aus nach der Leitung oder nach den Sammelschienen zu liegt. In ersterem Falle genügt es, die Leitung abzuschalten, im anderen muß man weiter versuchen, ob der Fehler an den Sammelschienen selbst oder an anderen Netzteilen liegt. Man geht also so vor, daß man mit dem Apparat von einem Punkte, an dem man festgestellt hat, daß der Wellenursprung rechts liegt, weiter nach rechts geht, bis man an eine Stelle kommt, wo man feststellt, daß der Wellenursprung links liegt; zwischen den beiden zuletzt beobachteten Punkten liegt dann die Fehlerquelle.
- In der Abbildung ist schematisch eine solche Einrichtung dargestellt.
- In der Mitte befindet sich eine Drossel D, links und rechts davon Stromwandler TV' und 1V2, welche auf ein Telephon T einwirken, welches mittels Umschalters U° auf den einen oder anderen Wandler geschaltet werden kann. Kommt eine Welle von rechts, so wird sie den M"andler W° durchlaufen und an der Drossel D reflektiert werden. Ein Teil der Wellen wird auch durch die Drossel hindurchlaufen und den Wandler IV' beeinflussen. Jedenfalls wird aber durch die zwischengeschaltete Drossel die Beeinflussung des Wandlers IV' gegenüber derjenigen von TV:' erheblich herabgesetzt, so daß der Ton im Telephon T schwächer ist, wenn der Umschalter nach links als wenn er nach rechts gelegt ist. Die Stellung des Umschalters, bei welcher der stärkere Ton zu hören ist, zeigt also die Seite, auf welcher die Wellen erzeugt werden, mithin die Seite, nach der der Fehler zu suchen ist.
- Man kann in Anlagen, bei denen eine solche Einrichtung sehr wichtig ist, die Anordnung stationär einbauen und hat dann eine Reihe solcher Stellen zu beobachten. Es wird sich z. B. in einer wichtigen Zentrale durchaus lohnen, an dem Anfang jeder abgehenden Leitung einen derartigen Apparat anzubringen, .um ohne Abschaltung feststellen zu können, in welcher Leitung ein etwaiger Fehler auftritt, ohne daß man erst versuchsweise eine Reihe von Leitungen abschalten muß, um den Fehler festzustellen.
- In anderen Fällen kann man die Anordnung abnehmbar und beweglich ausführen, z. B. in der Art, daß sie zum Zwecke des Gebrauchs zunächst parallel zu einem Trennschalter schaltet, der normal geschlossen bleibt, und durch Offnen des Trennschalters den Störungsmelder in Betrieb setzt.
- Eine andere Anordnung läßt sich für die nachträgliche Anbringung an Leitungen verwenden. vlan kann nämlich sowohl die Drosselspule als auch die Anzeigevorrichtungen nachträglich an einer vorhandenen Leitung anbringen, indem man die Drossel als zangenartigen Eisenkern mit oder ohne kurzgeschlossene Sekundärwicklung ausbildet und eine ähnliche Anordnung für die Anzeigevorrichtungen wählt, falls sie als Stromwandler ausgebildet werden. Diese Stromwandler sind dann Einleiterwandler mit aufklappbarem Eisenkern.
- Dabei empfiehlt es sich, die drei Vorrichtungen an einer Isolierstange anzubringen, so daß man sie von unten an die Leitung heranhalten und die Zangen mittels einer I-Iilfsisolierstange schließen kann.
- In dein geschilderten Ausführungsbeispiel ist als l4iittelglied, welches die Wellen in ihrer M irkung beeinflußt, eine Drosselspule angenommen worden. Fs kann natürlich auch ein anderes :Mittel verwendet werden, welches die gleiche V irkung ausübt, also z. B. ein im 'N ebenschluß geschalteter Kondensator, ein Glimmschutz oder etwas ähnliche s ; man kann auch mehrere derartiger Vorrichtungen kombinieren.
- Als Anzeigevorrichtung ist der einfachste Fall, ein Stromwandler mit Telephon, dargestellt. Auch hier können andere, an sich bekannte Einrichtungen dafür verwendet werden, so z. B. Glimmschutzapparate, Vakuumröhren oder ähnliches.
- Benutzt man eine Isolierstange, um zangenartige Körper an die Leitung zu bringen, so wird man zweckmäßig die Peobachtung am unteren Ende der Stange vornehmen, also -- falls man ein Telephon verwendet - dieses unter entsprechenden Schutzmaßnahmen gegen 'C1)ertritt der Hochspannung unten anbringen; bei Verwendung von Glimmröhren entsprechende Beobachtungseinrichtungen, wie Fernrohre, anwenc' en.
Claims (1)
- PATrNT-ANSpnücHn: i. Verfahren zur Ermittlung von Störungsquellen in Hochspannungsnetzen, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines symmetrischen, aus zwei außenliegenden Wellenanzeigevorrichtungen und einem Mittelgliede, welches die Wellen verändert, bestehenden Aggregates durch Vergleich der beiden Anzeigen an den äußeren Vorrichtungen festgestellt wird, in welcher Richtung vom Einbaupunkte dieses Aggregates die Fehlerquelle liegt. ?. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daL> der Mittelteil des Suchaggregates aus einer in die Leitung eingeschalteten Drosselspule oder einem in N ebenschluß liegenden Kondensator bzw. Glimmschutz oder einer Kombination beider besteht. ,;. I inrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Teile des a ggregates fest in die Leitung eingebaut sind. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eas Aggregat beweglich und so ausgebildet ist, daß es zwischen die Kontakte eines Trennschalters geschaltet werden kann, um durch Öffnung des Trennschalters in den Stromweg eingeschaltet zu werden. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile des Aggregates an einer Leitung mittels Isolierstange angebracht werden. Ei. Einrichtung nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile des .Aggregates, soweit sie im 'N ebenschluß liegen, mittels Haken an der Leitung angebracht werden, soweit sie im hauptstrom liegen. als zangenförmige Eisengestelle nach .Art von Einleiterstromwandlern an der Leitung aufgehängt werden. Einrichtung nach Anspruch 2 und 5, Cadurch gekennzeichnet, daß die Teile des .Aggregates an einer gemeinsamen Isolierstange befestigt und ihre Zangen durch eine gemeinsame I-lilfsisolierstange oder ein isolierendes Zugorgan betätigt werden. B. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeigeeinrichtun` ein Telephon verwendet wird, welches durch einen Umschalter nacheinander auf die linke oder rechte Anzeigevorrichtung geschaltet werden kann, so daß man aus dem Vergleich der Tonstärken entnimmt, auf welcher @ eite die Wellen stärker sind, also die Fehlerquelle anzunehmen ist..
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET27346D DE403448C (de) | 1923-01-19 | 1923-01-19 | Verfahren zur Ermittlung von Stoerungsquellen in Hochspannungsnetzen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DET27346D DE403448C (de) | 1923-01-19 | 1923-01-19 | Verfahren zur Ermittlung von Stoerungsquellen in Hochspannungsnetzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE403448C true DE403448C (de) | 1924-09-30 |
Family
ID=7553422
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET27346D Expired DE403448C (de) | 1923-01-19 | 1923-01-19 | Verfahren zur Ermittlung von Stoerungsquellen in Hochspannungsnetzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE403448C (de) |
-
1923
- 1923-01-19 DE DET27346D patent/DE403448C/de not_active Expired
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