DE4012335C2 - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von als Antrieb wirkenden Kräften
bei wechselwirkenden zeitlich veränderlichen elektromagnetischen Feldern. Ein
ähnliches Verfahren, das mittels Plasmla-Ausstoß arbeitet, ist aus dem Bulletin SEV
1965, Nr. 23, S. 1025-1035 bekannt.
Wie bekannt, ist es bei bisherigen Antrieben erforderlich, ein Medium mitzuführen,
durch dessen Ausstoß u. U. durch Verbrennung beschleunigt) ein Vorwärtskommen
ermöglicht wird, oder eine mechanische Energie durch Übertragen auf einen Träger
zum Vorwärtsbewegen zu verwenden. Im ersten Fall führt dies z. B. bei
Raketenantrieben zum Problem der Mitführung großer Mengen von direkt
verbrennbarem Treibstoff, wodurch die Gesamtmasse des Gefährts überproportional
erhöht wird; im zweiten Fall (z. B. Verbrennungs-, Elektromotoren) ist durch
mechanische Elemente die Endgeschwindigkeit stark beschränkt, so sind z. B. nur
begrenzte Drehzahlen erreichbar. Des weiteren haben die konventionellen Antriebe eine
stark begrenzte Lebensdauer, die den Effektivpreis zusätzlich belasten. Als
Problemlösungsversuche sind zwei weitere Antriebe bekannt: 1. Der Photonenantrieb,
der auf dem Rückstoß eines starken Lichtstrahls beruht. Er bietet bereits als Vorteil,
daß nur eine Stromquelle mitgeführt werden müßte. Bislang konnte jedoch noch keine
ausreichend starke Lichtquelle gefunden werden, um verwendbare Kräfte zu erlangen.
Dieser Antrieb wird bislang nicht eingesetzt (vgl. Atkins: Physik, 2. Auflage, Berlin
Gruyter-Verlag 1986, S. 434-437).
2. Der Ionenantrieb, der auf dem Rückstoß stark ionisierter Teilchen beruht; der
Antrieb ist zwar effektiver als der Photonenantrieb, arbeitet aber immer noch nicht
effektiv genug, um großtechnisch eingesetzt werden zu können.
3. Der Plasmaantrieb, wobei Plasma von einem Wanderfeld beschleunigt wird (vgl. das
eingangs genannte Bulletin S EV.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, daß die bisherigen Begrenzungen der
Antriebe großteils überwunden werden sollen und Antriebe erstellt werden können, die
in Extremsituationen wie im materiefreien Raum durch Umsetzung von elektrischer
Energie in Beschleunigung praktikabler arbeiten als bisherige Systeme. Die Lösung
dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Das
Verfahren ermöglicht den Einsatz wechselwirkender Magnetfelder als Antrieb. Einseitig
wirkende Kräfte treten im Prinzip bei vielen wechselnden Magnetfeldern auf
jedoch werden diese erst durch das Verfahren so oft so weit verstärkt und durch
Koppelung kontrolliert, daß ein vernünftiger Vortrieb aus ihnen resultiert. Die
Erfindung ermöglicht ohne bewegliche Teile die Umsetzung elektrischer Energie in
Beschleunigung. Dieser Antrieb kommt ohne den (u. U. durch Verbrennung
beschleunigten) Ausstoß an Materie aus und benötigt auch keinen Träger (Unterlage,
Wasser, Gas) zum Abstoßen und Erzeugen der Vorwärtsbewegung bzw. -
Beschleunigung. Des weiteren wird von Grundprinzip her auf Verschleißteile
verzichtet. Bei entsprechend günstiger Konzeptionierung und Perfektionierung bei der
Umsetzung der Erfindung in die Realität wäre auch ein Einsatz in alltäglicheren
Situationen denkbar.
Um den gewünschten Vorwärtstrieb zu erreichen, wird wie in den Zeichnungen 1) bis
5) veranschaulicht, ein spezieller Zyklus der Ansteuerung der Felderzeuger gewählt. In
der Zeichnung sind zwei wechselwirkende Felderzeuger am leicht per Computer zu
simulierenden Beispiel zweier gleichläufig durchflossener Stromleiter dargestellt, wobei
auch etliche andere steuerbare Magnetfelderzeuger verwendbar sind (man kann sich
anschaulich leicht zwei Elektromagneten vorstellen - natürlich verlaufen die Feldlinien
dann anders, aber die Kräfte wirken dort (wenn sich ungleichnamige Pole
gegenüberstehen) qualitativ ebenso wie hier im Beispiel : immer zum anderen hin). Die
Ansteuerung erfolgt so, wie in den durch Computersimulation (magnetisches Feld um
gerade Leiter) entstandenen Zeichnungen gezeigt derart:
- 1) Felderzeuger A wird eingeschaltet.
- 2) Dadurch breitet sich von ihm ein Feld aus (mit Lichtgeschwindigkeit, in Luft also ungefähr mit 300 000 km/s). Durch das Aussenden des Feldes an sich erfährt der Felderzeuger keine gerichtete Kraft (vgl. Antenne oder Magnet im freien Raum).
- 3) In dem Moment, in dein das Feld B erreicht, wird A ausgeschaltet. Nun wird Felderzeuger B angeschaltet; auf B wirken Kräfte (hier nach links hin zu A), bedingt durch die Kräfte auf Stromleiter im Magnetfeld; auch ein Elektromagnet besteht ja aus endlich vielen einzelnen Stromleitern, auf die diese Kräfte wirken. Aus der Anschauung her weiß man, daß sich zwei (Elektro-)Magneten anziehen, wenn sich die ungleichnamigen Pole gegenüber befinden, zwei Stromleiter ziehen sich an, wenn durch sie gleichorientierter Strom fließt.
- 4) Nun breitet sich von B aus ein Magnetfeld aus.
- 5) Der Felderzeuger B wird ausgeschaltet, wenn das Feld von A ihn passiert hat. Das Feld von B passiert nun Felderzeuger A.
- 6) Auf Felderzeuger A wirkt aber keine Kraft, da er nicht aktiv bzw. stromlos ist.
- 7) Felderzeuger A wird wieder angeschaltet, wenn das Feld von B ihn passiert hat. Nun beginnt der Zyklus wieder bei 1).
- 8) weiter wie bei 2)
Während eines Zyklus erfährt also nur B zeitweise eine Kraft, A gar nicht. Da die zwei
Felderzeuger mechanisch starr gekoppelt sind (Anspruch 1.2), erfährt die gesamte
Apparatur eine pulsierende, einseitig gerichtete Kraft (in der Zeichnung nach links).
Eine zweite Form der Ansteuerung gemäß Anspruch 2. würde den Zyklus verlängern,
aber auch doppelt so viele Kraftstöße pro Zeiteinheit erzeugen, indem wie folgt
verfahren wird:
- 13) Felderzeuger A wird im Vergleich zu 9) negativ orientiert angeschaltet, wenn das Feld von B ihn erreicht. Auf ihn wirkt nun eine Kraft nach links, da sein Strom entgegengesetzt orientiert ist wie es der von B war (B wird ausgeschaltet).
- 15) Wenn das umgekehrt orientierte Feld B erreicht, wird B jetzt negativ zum ersten Mal orientiert. Dadurch wird dann das unter 13) erzeugte umgekehrt orientierte Feld wieder Ursache für eine Kraft auf B nach links (A wird ausgeschaltet).
- 17) Wenn dieses Feld von B nun A erreicht, wird Felderzeuger B ausgeschaltet und wieder in Schritt 9) angesetzt. Lediglich erfährt ab jetzt auch der Felderzeuger A jedesmal bei Schritt 9) eine Kraft nach links.
- 18) wie 10) bzw. 2), jedoch mit auf A wirkender Kraft nach links.
Während dieses Zyklus werden also sämtliche sich ausbreitenden Felder im jeweils
anderen Felderzeuger für die Krafterzeugung verwendet. Dazu muß eben fortwährend
die Orientierung der mit den ankommenden Feldern wechselwirkenden Feldern
geändert werden.
In der Praxis werden statt einfacher Leiter eher stärkere Felder erzeugende
spulenähnliche Magnetfelderzeuger oder viele nebeneinanderliegende oder in sich
verschlungene Leiter oder ähnliches verwendet; bei Bedarf auch gemischt. Wegen der
hohen Frequenz muß dafür Sorge getragen werden, daß die Durchlaufzeit des Stromes
durch den Felderzeuger ein schnelles Entstehen des Feldes nicht behindert. So wäre
eine Spule aus einem langen Draht unpraktikabler als viele kurze Teilleiter, die
zusammen ein Gebilde formen, das einer Spule gleicht.
Durch funktionelle Symmetrie der Apparatur wird gesichert, daß durch umgekehrten
Stromfluß gemäß Anspruch 3. gebremst werden kann, indem zum Beispiel wie in
Anspruch 1 verfahren wird, jedoch genau einer der beiden Felderzeuger umgekehrt
orientiert verwendet wird.
Eine Variante der Ansteuerungsmethode ist durch Anspruch 4. charakterisiert:
So werden z. B. in zwei parallelgeführten Leitern zwei Stromimpulse in Gang gesetzt,
die sich mit endlicher Geschwindigkeit in den Leitern ausbreiten. Dadurch hat man
immer nur Teilabschnitte der Leiter unter Strom, jedoch wandern diese Teilausschnitte
längs des Leiters fort. Wird nun der Impuls des einen Leiters kurz vor dem des anderen
in Gang gesetzt, erreicht das Magnetfeld den anderen Leiter genau dann, wenn dort
dessen Stromimpuls angekommen ist. Folglich tritt eine Kraft auf. Die Kraft verebbt,
wenn der Strom aus dem betrachteten Teilstück hinausgeflossen ist, jedoch tritt dann
etwas weiter hinten dieselbe Kraft auf. Die Kraft wandert also mit dem Stromimpuls.
Eine Einspeisung von pulsierendem Gleichstrom bei je nach Abstand zu wählender
Phasenverschiebung bietet sich zur besten Ausbeute an. Natürlich muß auch hier dafür
gesorgt werden, daß das rückwärtig sich ausbreitende Magnetfeld im ersten Leiter nicht
eine Kraft entgegengesetzter Richtung bedingt, also wird die Pause zwischen den
Stromimpulsen entsprechend lang gewählt bzw. die Polung im ersten Leiter umgedreht,
so daß ansonsten wie unter Anspruch 2. verfahren wird.
Eine Koppelung mehrerer Antriebe würde letztlich Kräfte in variable Richtungen
erzeugen können und somit eine Lenkung des Gefährts möglich machen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Erzeugung von als Antrieb wirkenden Kräften bei
wechselwirkenden zeitlich veränderlichen elektromagnetischen Feldern,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- 1. die Felder werden durch mind. zwei Felderzeuger A und B erzeugt,
- 1.1 von denen jeder mindestens einen stromführenden Leiter enthält,
- 31.2 die nicht oder nur geringfügig magnetisch influenzierbar sind und
- 1.3 mechanisch starr gekoppelt sind;
- 2. die Ansteuerung der unter 1 beschriebenen Felderzeuger erfolgt
- 2.1 durch hochfrequentes Ein- und Ausschalten eines Stromes, wobei
- 2.2 zwei wechselwirkende Felderzeuger A und B zyklisch derart angesteuert
werden, daß
- 2.2.1 Felderzeuger B zunächst ausgeschaltet ist oder werde,
- 2.2.2 Felderzeuger A eingeschaltet werde, sobald er im wesentlichen nicht mehr von einem vormals von Felderzeuger B ausgegangenen Feld umgeben ist,
- 2.2.3 das Eintreffen eines vom Felderzeuger A ausgehenden Feldes im Felderzeuger B zeitlich grob gleichkommt mit dessen Einschalten, so daß auf den Felderzeuger B eine gerichtete Kraft in eine Richtung wirkt,
- 2.2.4 das Ausschalten des Felderzeugers A zeitlich im wesentlichen vorausgeht dem Eintreffen des Feldes, das von Felderzeuger B ausgeht.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
die Felderzeuger durch Umkehren eines Steuerstromes auch Felder
entgegengesetzter Orientierung erzeugen können, wodurch die unter Anspruch
1. beschriebenen Wechselwirkungen je Ansteuerungszyklus zweimal ausgenutzt
werden kann, indem dem entgegengesetzt orientierten Feld jeweils ein
entsprechend invertierter Strom im wechselwirkenden Felderzeuger zeitgleich
angesteuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß bei entsprechender
Umkehrung der Orientierung der Felderzeuger bzw. ihrer Felder die erzeugten
Kräfte je zwei beteiligter Erreger in zwei verschiedene Richtungen gewählt
werden können, also wahlweise zum Beschleunigen oder Bremsen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß
die Felderzeuger nicht stationäre Gebilde sind, sondern in Stromleitern
wandernde Teilabschnitte, in denen Strom fließt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904012335 DE4012335A1 (de) | 1990-04-18 | 1990-04-18 | Verfahren zur potenzierung und verwendung als antrieb von einseitig wirkenden kraeften bei wechselwirkenden zeitlich veraenderlichen elektromagnetischen feldern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19904012335 DE4012335A1 (de) | 1990-04-18 | 1990-04-18 | Verfahren zur potenzierung und verwendung als antrieb von einseitig wirkenden kraeften bei wechselwirkenden zeitlich veraenderlichen elektromagnetischen feldern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4012335A1 DE4012335A1 (de) | 1991-10-24 |
| DE4012335C2 true DE4012335C2 (de) | 1993-01-07 |
Family
ID=6404574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| GB0030060D0 (en) * | 2000-12-08 | 2001-01-24 | Cornwall Remi | Propulsion system |
| GB0319944D0 (en) * | 2003-08-26 | 2003-09-24 | Cornwall Remi | Method of electro magnetic propulsion |
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1990
- 1990-04-18 DE DE19904012335 patent/DE4012335A1/de active Granted
Also Published As
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| DE4012335A1 (de) | 1991-10-24 |
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